Montag, 12.11.2012
Ein Gorilla zum Abschied
Seit drei Jahren lebt Gorilla-Männchen Vimoto nun im
Wuppertaler Zoo. Doch eigentlich war der Silberrücken nur auf der Durchreise hier - denn er war bislang lediglich eine freundliche Leihgabe aus dem Zoo Zürich. Als aber am Freitag (09.11.2012) der Wuppertaler Zoo-Direktor Ulrich Schürer bei einer Feier offiziell in den Ruhestand verabschiedet wurde, trat der Schweizer Zoodirektor Alex Rübel ans Mikro und schenkte Schürer den Gorilla zum Abschied.
+
Ein Super-Geschenk", freut sich Zoo-Kurator André Stadler, der Vimoto damals auf seiner Reise nach Wuppertal begleitete und eine enge Bindung zu dem Tier hat. Nun also darf der prächtige Menschenaffe, der 180 Kilo auf die Waage bringt, in Wuppertal bleiben. "Sollte er künftig für das Zuchterhaltungsprogramm von einem anderen Zoo gebraucht werden, haben wir jetzt natürlich eine andere Verhandlungsbasis", so Stadler.
Vimoto ist ein 17-jähriger Flachlandgorilla und lebt in Wuppertal zusammen mit seinem Harem aus vier Weibchen. Er hatte damals den Platz des verstorbenen Gorilla-Männchens "Tam Tam" eingenommen, der bei den Weibchen wenig zu melden hatte. "Bei Vimoto ist das anders", so Stadler. "Das ist zwar ein Charmeur der alten Schule, aber der hat alle Weibchen gleich zu Anfang einmal kurz auf den Boden gedrückt, um zu zeigen, wer der Stärkste ist." Das wiederum muss den Damen imponiert haben.
Zweimal hat es in der Vergangenheit bereits Nachwuchs von Vimoto gegeben. Allerdings wurde keines der Jungtiere von ihren Müttern angenommen. Die Kleinen wachsen derzeit im Stuttgarter Zoo Wilhelma auf, der eine Aufzuchtstation für verwaiste Menschenaffen betreibt.
Dienstag, 04.09.2012
Wuppertaler Elefanten an Salmonellen erkrankt
+
Ultraschalluntersuchung bei Elefantenkuh Sweni
Jetzt hat es auch den Elefantenbulle "Tusker" erwischt. Seit Wochen plagt die Elefantenherde im
Zoo Wuppertal eine Salmonellenerkrankung. Erst waren die Kühe der Herde von einer Infektion betroffen, was bei manchen Tieren zu erheblichen Problemen führte. Die Tiere litten unter Durchfall und wollten nicht mehr fressen. Bei der 7-jährigen Bongi war der Krankheitsverlauf laut Zoo sogar lebensbedrohlich und auch die trächtige Elefantenkuh "Sweni" verlor durch die Infektion ihren Fötus. Zwei Tage nach dem Abgang des Fruchtwassers brachte „Sweni" das abgestorbene Kalb tot zur Welt. "Es wurde zur Sicherheit pathologisch in Berlin untersucht", so Katrin Gries von der Tierärztlichen Station des Zoos. "Dabei wurden Salmonellen in der Leber nachgewiesen." Jedes Tier der Herde habe die Krankheit anders überstanden. "Dass es ausgerechnet Bongi so schwer getroffen hat, hat wahrscheinlich auch damit zu tun, dass die den niedrigsten Rang in der Herde hat. Sie hat somit den größten Stress."
+
Jungtiere von 2011
Während die weibliche Elefantengruppe auf dem Weg der Besserung ist und auch die trächtigen Elefantenkühe "Sabie" und "Punda" nach Angaben des Zoos wohlauf sind, kämpft nun Bulle "Tusker" mit der Erkrankung. Es sei bei Elefanten schon dramatisch, wenn sie ein paar Tage keine Nahrung zu sich nehmen. "Ein Elefant frisst 18 Stunden am Tag." Bis zu 100 Kilo Futter könnten da schon verschlungen werden. Um dem Tier seine Medikamente zu verabreichen, muss Zootierarzt Arne Lawrenz den Bullen füttern. "Das ist schon ein Problem", so Katrin Gries. "Tusker ahnt etwas und nimmt von uns kein Futter. Gestern konnten wir ihm aber das Medikament spritzen. Ob das morgen auch noch funktioniert, weiß keiner." Der Bulle kann im Gegensatz zu den Kühen nicht im direkten Kontakt, sondern nur durch ein Gitter behandelt werden. Neben einem Antibiotika bekommt er ein Schmerzmittel gegen seine Bauchschmerzen. "Wenn er keine Schmerzen hat, frisst er auch."
Die Salmonellen schädigen die Darmflora der Tiere. Vor ein paar Wochen hatten Pfleger in den Ausläufen schleimigen Kot entdeckt und Alarm geschlagen. Wie die Tiere mit den Salmonellen in Kontakt gekommen sind, kann das Zooteam nicht mehr nachvollziehen. Der für Samstag (08.09.2012) vorgesehene Elefantentag im Zoo fällt nun aus.
Mittwoch, 06.06.2012
Neuer Spielplatz für Anori
Am Mittwoch (06.06.2012) war es endlich so weit. Eisbärmädchen "Anori" durfte mit Mutter Vilma zum ersten Mal auf die große Eisbärenanlage im Wuppertaler Zoo. Das lange Warten hatte seinen Grund: Erst jetzt, mit fünf Monaten, ist die Kleine groß genug, um die hohen Stufen, die aus dem Wasserbecken führen, auch wirklich allein zu erklimmen.
+
Und so dauerte es auch gar nicht lange, da prüfte Anori erst einmal mit der Nase die Wassertemperatur, um sich dann mit einem beherzten Sprung in die Tiefe zu stürzen. Schwimmen kann der kleine Eisbär bereits perfekt. "Eisbären benutzen beim Schwimmen ihre Hinterbeine kaum", erklärt Zoo-Tierarzt Arne Lawrenz. Und tatsächlich, auch Anori liegt im Wasser wie ein U-Boot. "Hätte sie Angst oder wäre sie unsicher, würde sie mit den Beinen paddeln und schlagen."
Ihre Tage verbringt Anori am liebsten mit spielen und herumtoben. Auf 40 Kilo schätzt Veterinär Lawrenz das aktuelle Gewicht der Kleinen.
+
Genau weiß das Zooteam es nicht, da man den Bären nicht so nah kommt, dass man sie auf die Waage stellen könnte. "Sie hat aber auch keine Angst vor dem Tierarzt", erzählt Lawrenz, der sie jeden Morgen mit ihrer Lieblingsspeise an das Gitter locken kann. Doch wer glaubt, Anori ließe sich mit Fisch ködern, liegt falsch. Der Eisbärnachwuchs bevorzugt Nutella! "Ihre Hauptmahlzeit ist aber natürlich noch Muttermilch."
Wie lange Mutter und Tochter noch gemeinsam im Zoo Wuppertal bleiben, hängt von den Tieren selbst ab. "Normalerweise bleiben Eisbärjunge bis zu zwei Jahren bei ihrer Mutter. Doch im Zoo reifen die Jungen durch die gute Nahrung schneller." Deshalb könnte es passieren, dass Vilma ihren Nachwuchs schon etwas früher entwöhnen wird.
+
Zoos
- Bochum
- Dortmund
- Duisburg
- Düsseldorf
- Gelsenkirchen
- Herford
- Krefeld
- Köln
- Königswinter
- Mönchengladbach
- Münster
- Oberhausen
- Rheinberg
- Rheine
- Wuppertal
