Mittwoch, 28.03.2012

Es ist ein Mädchen!

Eisbärbaby Anori/ Rechte:dpa +

Geahnt hatte es der Zoo Wuppertal schon länger, nun ist es quasi amtlich: Anori, das Eisbärenbaby, das im Januar 2012 im Wuppertaler Zoo auf die Welt kam, ist ein Mädchen. "Wir hatten es schon vermutet", sagte Zoo-Kurator André Stadler am Mittwoch (28.03.2012). Und dann wurde es gleich spannend für die junge Dame, denn Stadler fand: "Es wird Zeit, dass die beiden rauskommen." Also machte Anori nach dem Fototermin den ersten Ausflug ins Außengehege.
Anori ist eine Halbschwester von Eisbär-Star Knut aus Berlin. Beide sind Kinder von Lars, dem Eisbären, der seit mehr als zwei Jahren in Wuppertal lebt. Nach ihrer Geburt am 04. Januar hatte Anori zunächst einige Wochen abgeschirmt mit ihrer Mutter Vilma in einem dunklen Stall gelebt, beobachtet von einer Kamera. In der Zwischenzeit hatte Anori bereits die Nachbarställe erkundet. Auch klettern kann die Kleine schon, erzählte Zoo-Kurator Stadler.

WDR: Video: Eisbärenbaby Anori entdeckt die Welt [WDR aktuell]

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Montag, 19.03.2012

Wuppertal: Gorilla-Mutter verstößt Baby

Blog: gorilla_zooblog.jpg Die Freude im Wuppertaler Zoo über die Geburt eines Gorillababys währte nur kurz: Am vergangenen Freitag (16.03.2012) hatte das Gorillaweibchen "Grace" ihre Tochter "Vana" ohne Komplikationen zur Welt gebracht. Doch schnell zeigte sich, dass sich die Mutter danach nicht um ihren Nachwuchs kümmerte: "Sie wollte Vana weder tragen noch säugen", bestätigt Zoodirektor Ulrich Schürer auf Anfrage von WDR.de. Eine solche Reaktion komme leider bei Gorillamüttern, die selbst in Gefangenschaft aufgewachsen seien, häufiger vor.


Weil das zwei Kilo schwere und laut Schürer "kräftige und schöne Jungtier" dringend auf Wärme angewiesen war, musste der Zoo schnell handeln. Samstag Mittag wurde "Vana" aus dem Gehege geholt und seitdem vom Cheftierpfleger des Affenhauses gepflegt. Doch gerade bei Menschenaffen kommt eine Aufzucht durch Menschenhand auf Dauer nicht in Frage. Die Erfahrung habe gezeigt, so der Wuppertaler Zoodirektor, dass es für die Entwicklung der Tiere sehr wichtig sei, sie nicht isoliert von ihren Artgenossen aufwachsen zu lassen.
Morgen muss die wenige Tage alte "Vana" deshalb ihre erste Reise antreten: Das Gorilla-Jungtier zieht in die Stuttgarter "WWW: Wilhelma" um. Die dortige Aufzuchtstation für verstoßene oder verwaiste Gorillababys ist Anlaufstelle für viele europäische Zoos. Für genügend Gesellschaft ist dort gesorgt: "Tano", ein rund vier Monate altes Gorillababy aus Tschechien und "Okanda", ein neun Monate altes Gorillabay aus England werden die neuen Spielgefährten für "Vana" sein.


WDR: Krabbelgruppe für Vana [Mediathek]

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Dienstag, 14.02.2012

Abschied von "Tschuna" und "Daseep"

Tigerinnen/Rechte: Zoo Wuppertal + Sie gehörten seit fast anderthalb Jahren zu den absoluten Publikumslieblingen im WWW: Wuppertaler Zoo: Tigermädchen "Tschuna" und "Daseep", die nach einem verunglückten Start ins Leben durch Zufall dicke Freunde wurden. Am Dienstag (14.02.2012) heißt es im Wuppertaler Zoo Abschied nehmen von den verspielten Raubkatzen. Dann werden die beiden in einen Zoo nach England übersiedeln.

Tigerinnen/Rechte: Zoo Wuppertal + Im Oktober 2010 hatte das Schicksal die beiden Katzen zusammengeführt. Sowohl die sibirische Tigerin "Tschuna" als auch die Sumatratigerin "Daseep" waren von ihrer Mutter verstoßen worden. Pfleger zogen sie mit der Flasche groß. Und weil "Tschuna" allein im Wuppertaler Zoo saß und "Dassep" in Frankfurt, führte man die beiden in Wuppertal schließlich zusammen. Seitdem denken die Tigerinnen offenbar, dass sie Schwestern sind. In ihrer Außenanlage konnten Besucher sie stets beim ausgelassenen Toben, Rennen und Raufen beobachten. Am Größenunterschied und an der Färbung konnte man die beiden auseinander halten, denn "Tschuna" ist als sibirische Tigerin etwas größer und kräftiger. "Sie schmust auch etwas rüpeliger", so Zoo-Kurator André Stadler.

Doch von nun an haben Tschuna und Dassep einen höheren Auftrag. Künftig sollen sie für die Erhaltung ihrer Art sorgen. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) will es so. "Es tut uns in der Seele weh", verrät Stadler. Schlecht für das Herz aber gut für den Kopf, sei der Abschied von den einstigen Flaschenkindern. "Die beiden werden jetzt Engländerinnen und bekommen einen Mann."

Bis zum letzten Tag hätten die beiden Tigerinnen einen innigen Kontakt zu ihren Pflegerinnen gehabt, mit Streicheleinheiten oder Extra-Leckerbissen - wenn auch mit einem Gitter dazwischen. Im englischen Zoo Dudley sollen die beiden Ziehkinder zunächst noch zusammenbleiben, bis "Tschuna" irgendwann in den Londoner Zoo umzieht. Die Hundetransportbox, in der Flaschenkind "Dassep" einst nach Wuppertal reiste, wird für den Transport allerdings nicht mehr ausreichen. Aus den knuddeligen Kätzchen sind mittlerweile 70-Kilo-Brocken geworden.

Tiger/Rechte: dpa/WDR/Goebel/Zoo Wuppertal

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Dienstag, 17.01.2012

Kleiner Eisbär schläft noch in der Wurfhöhle

Eisbärjungtier mit Mutter/Rechte: Zoo Wuppertal + Das Wuppertaler Eisbärpaar "Vilma" und "Lars" hat Nachwuchs. Noch kann das Zooteam das Jungtier allerdings nur auf den Bildern einer Videoüberwachungskamera bestaunen. Niemand hat Zutritt zur streng abgeschotteten Wurfhöhle, in der sich Mutter und Kind aufhalten.
Ursprünglich kamen am 4. Januar zwei Jungtiere im WWW: Wuppertaler Zoo zur Welt, von denen allerdings nur eines überlebte. In den ersten Tagen habe Vima sogar das tote Junge noch umsorgt und abgeleckt, erzählt Zoobiologe Andreas Haeser-Kalthoff. Dann habe sie das Kleine aber, wie bei Eisbären üblich, aufgefressen.

Jetzt brauchen Vilma und ihr weibliches Jungtier erst einmal viel Ruhe, denn die Zeit in der Wurfhöhle ist heikel. Stress oder übermäßige Störungen könnten schlimmstenfalls dazu führen, dass Vilma ihren Nachwuchs tötet. Die Eisbärin, die aus dem Zoo in Nürnberg stammt, hatte dort bereits eine Zwillingsgeburt, bei der keines der Jungen überlebte. "Einbärenmütter, die in ihrer Polarheimat die Jungtiere in selbst gegrabenen Schneehöhlen zur Welt bringen, sind äußerst anfällig gegen Störungen", so der Zoobiologe. Der Wuppertaler Zooverein habe 2011 finanziell ein Projekt in Nordamerika unterstützt, bei dem dieses Phänomen in der freien Wildbahn genauer untersucht werden soll. In der Polarregion schrumpfe der Lebensraum der großen Raubtiere, so dass die Bären immer öfter in der Nähe menschlicher Zivilisation ihre Jungen zur Welt bringen müssten.

Zurzeit sehe es für den Eisbärnachwuchs in Wuppertal aber gut aus. Die Kleine krabbele schon fleißig auf dem warmen Körper der Mutter herum - immer auf der Suche nach der Milch spendenden Zitze. Und so erleben die Tierpfleger gerade spannende Zeiten im Pausenraum. "Dort steht nämlich der Überwachungsmonitor."

Lars und Vilma Rechte/ Zoo Wuppertal + Eisbärmännchen Lars, der übrigens der Vater des Berliner Eisbären Knut ist, bekommt von all dem Wirbel wenig mit. Er durfte schon seit Wochen nicht mehr mit Vilma zusammen sein. Eisbärmännchen können selbst ihrem eigenen Nachwuchs viel zu gefährlich werden. Wer das Jungtier als Zoobesucher sehen will, muss sich voraussichtlich noch bis April gedulden. Früher werden Mutter und Kind wohl nicht aus der Wurfhöhle herauskommen.

WDR: Mit Mama allein zu Haus [Aktuelle Stunde]

WWW: Wuppertaler Zooverein: Erforschung und Schutz von Eisbären

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