Freitag, 24.10.2014

Seltene Waldgiraffe in Wuppertal

okapi_klein.jpg Okapi-Nachwuchs Zia guckt noch etwas scheu in die Welt

Sie sieht aus, als trage sie weiße Socken und eine Ringelhose - die kleine Waldgiraffe, die vor drei Wochen im Wuppertaler Zoo zur Welt kam. Der Okapinachwuchs hört auf den Namen "Zia", bringt zurzeit 32 Kilogramm auf die Waage und stakst mit weit aufgestellten Ohren durch ihr Zoogehege.

Nur 165 Okapis leben weltweit in Zoos. In freier Natur leben die äußerst scheuen Tiere gut versteckt in den Regenwäldern Afrikas. Sie erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 1,70 Metern und können rund 30 Jahre alt werden.

In Wuppertal wurde das seltene Tier jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Nachzuchten sind äußerst schwierig, häufig sterben Jungtiere bei oder kurz nach der Geburt. Zia aber hat laut Zookurator André Stadler die kritische Phase gut überstanden. Die Kleine hält sich allerdings noch viel im Stall auf. Zoobesucher haben die Möglichkeit, Zias Schritte auf einem Kamerabildschirm zu verfolgen.

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Dienstag, 29.07.2014

30.000 Blattschneider ziehen um

blattschneiderameise.jpg Ausgestattet mit scharfen Beißwerkzeugen: Die Blattschneiderameise

In die neue Ameisenanlage des WWW: Wuppertaler Zoos kommt jetzt richtig Bewegung. Immerhin muss die komplette Kolonie der Blattschneiderameisen in eine neue Behausung umziehen - an die 30.000 Tiere. Der erste Teil des durchsichtigen Röhrensystems sei jetzt fertiggestellt, so Zookurator André Stadler. Bevor nun aber Stufe zwei des Ausbaus beginnen kann, müssen die Tiere im Neubau heimisch werden. "Wir locken die Ameisen mit Futter. Jetzt laufen erst einmal Späher der Kolonie vor und erkunden die neue Umgebung. Dann werden sie eine Duftspur legen und wir hoffen, dass die anderen Tiere folgen." Wie lange das dauert, könne niemand sagen. "Manchmal dauert es Monate." Ist die Anlage im Verlauf der nächsten Monate komplett, können Besucher das Kolonieleben in einem rund 20 Meter langen Röhrensystem ganz nah verfolgen.

Schneiden, schleppen, kauen


Blattschneiderameisen sind dafür bekannt, mit ihren scharfen Mundwerkzeugen Blätter zu zerteilen. In ihrer tropischen Heimat fressen die Tiere in wenigen Tagen ganze Bäume und Weiden kahl. Jede Ameise der Kolonie hat ihren eigenen Job. So schneiden und tragen die Schneiderameisen riesige Blattstücke, die um ein Vielfaches des eigenen Körpergewichtes wiegen. Soldaten der Kolonie bewachen die Blattkolonne. In den Ameisennestern werden die Blätter schließlich nicht gefressen, sondern nur sorgfältig zu einem Blattmatsch zerkaut. Ein hervorragender Nährboden für die eigene Pilzzucht der Ameisen, von der sie sich ernähren. Auch in den Plastikröhren des Zoos sollen bald die Pilzgärten, Brutkammern und Abfallgruben der Blattscheiderameisen zu sehen sein.


Video: WDR: Tierische Pilzfarmer [1LIVE]

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Mittwoch, 23.07.2014

Zwillinge bei den Goldkopflöwenäffchen

Goldkopflöwenäffchen/Rechte: Barbara Scheer Nachwuchs im Doppelpack: Goldkopflöwenäffchen in Wuppertal

Das nennt man wohl doppeltes Glück: Sieben Jahre musste der WWW: Wuppertaler Zoo auf Nachwuchs bei seinen Goldkopflöwenäffchen warten, dann klappte es auf einmal bereits Anfang des Jahres und jetzt noch einmal: Der neuste Nachwuchs kam gleich im Doppelpack auf die Welt.

Zusammen mit den älteren Geschwistern ist so eine quirlige Affenbande entstanden, in der sich alle mit der Kinderbetreuung abwechseln. Die Aufzucht ist bei den Löwenäffchen nämlich Familiensache. Man kann sich nie sicher sein, wer die Kleinen gerade trägt.

Löwenäffchen kommen ausschließlich im südöstlichen Regenwald Brasiliens vor. Sie tragen eine auffällig hübsche Mähne in rötlich-gelber Färbung. Diesem extravaganten Behang verdanken sie auch ihren Namen. In ihrem natürlichen Lebensraum sind die bis zu 30 Zentimeter kleinen Baumbewohner durch Umweltzerstörung und illegale Jagd leider längst vom Aussterben bedroht.

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Dienstag, 25.02.2014

Nachwuchs bei den Bonobos

Bonobos/Rechte: Julian Kusak Bonobo-Jungtier kuschelt mit Mama

Ganz dicht kuschelt sich das kleine Bonobo-Jungtier an den Bauch der Mutter. Die guckt allerdings noch etwas skeptisch in die Kamera. Kein Wunder - für Muttertier "Muhdeblu" aus dem WWW: Wuppertaler Zoo ist es der erste Nachwuchs. "Sie war zu Beginn etwas unruhig", so Zoo-Biologe Andreas Haeser-Kalthoff. Und so hatte man sich vorsorglich entschieden, das Menschenaffenhaus eine Zeitlang teilweise für Besucher zu sperren. Nun aber hat sich die Affendame daran gewöhnt, dass Menschen ihr bei der Aufzucht der noch namenlosen Kleinen zugucken.

Bonobos gelten neben Schimpansen als die engsten Verwandten des Menschen. Ihr natürlicher Lebensraum sind die tropischen Tieflandregenwälder im afrikanischen Kongo. Dort leben sie in den Baumwipfeln und ernähren sich von Früchten, Blättern aber auch von Insekten und kleinen Wirbeltieren. Im Wuppertaler Zoo teilen sie sich das Menschenaffenhaus mit Schimpansen, Orang-Utans und Gorillas.

Auch Gorilla-Bande ist wieder komplett

Gorilla Vimoto/ Rechte: Barbara Scheer + Vimoto ist auf dem Weg der Besserung Apropos Gorillas: Sorgenkind Vimoto ist auf dem Weg der Besserung. Das Oberhaupt des Gorilla-Clans war über Monate schwer erkrankt und musste zeitweise von seiner Gruppe entfernt behandelt werden. Lange Zeit war das Zooteam in großer Sorge um sein Leben. Eine Virusinfektion hatte dem Menschenaffen so schwer zugesetzt, dass er zwischenzeitlich mehrere Bluttransfusionen bekommen musste. Dazu wurde das große Tier immer wieder in Vollnarkose gelegt. Anfang Februar durfte Vimoto dann wieder zurück zu seinen Weibchen. "Er sei zwar noch nicht in Bestform", so der Zoo-Sprecher, wirke aber von Tag zu Tag stabiler.

Zooblog: Blog: Gorillas erholen sich wieder (17.01.2014)

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