Dienstag, 29.07.2014

30.000 Blattschneider ziehen um

blattschneiderameise.jpg Ausgestattet mit scharfen Beißwerkzeugen: Die Blattschneiderameise

In die neue Ameisenanlage des WWW: Wuppertaler Zoos kommt jetzt richtig Bewegung. Immerhin muss die komplette Kolonie der Blattschneiderameisen in eine neue Behausung umziehen - an die 30.000 Tiere. Der erste Teil des durchsichtigen Röhrensystems sei jetzt fertiggestellt, so Zookurator André Stadler. Bevor nun aber Stufe zwei des Ausbaus beginnen kann, müssen die Tiere im Neubau heimisch werden. "Wir locken die Ameisen mit Futter. Jetzt laufen erst einmal Späher der Kolonie vor und erkunden die neue Umgebung. Dann werden sie eine Duftspur legen und wir hoffen, dass die anderen Tiere folgen." Wie lange das dauert, könne niemand sagen. "Manchmal dauert es Monate." Ist die Anlage im Verlauf der nächsten Monate komplett, können Besucher das Kolonieleben in einem rund 20 Meter langen Röhrensystem ganz nah verfolgen.

Schneiden, schleppen, kauen


Blattschneiderameisen sind dafür bekannt, mit ihren scharfen Mundwerkzeugen Blätter zu zerteilen. In ihrer tropischen Heimat fressen die Tiere in wenigen Tagen ganze Bäume und Weiden kahl. Jede Ameise der Kolonie hat ihren eigenen Job. So schneiden und tragen die Schneiderameisen riesige Blattstücke, die um ein Vielfaches des eigenen Körpergewichtes wiegen. Soldaten der Kolonie bewachen die Blattkolonne. In den Ameisennestern werden die Blätter schließlich nicht gefressen, sondern nur sorgfältig zu einem Blattmatsch zerkaut. Ein hervorragender Nährboden für die eigene Pilzzucht der Ameisen, von der sie sich ernähren. Auch in den Plastikröhren des Zoos sollen bald die Pilzgärten, Brutkammern und Abfallgruben der Blattscheiderameisen zu sehen sein.


Video: WDR: Tierische Pilzfarmer [1LIVE]

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Mittwoch, 23.07.2014

Zwillinge bei den Goldkopflöwenäffchen

Goldkopflöwenäffchen/Rechte: Barbara Scheer Nachwuchs im Doppelpack: Goldkopflöwenäffchen in Wuppertal

Das nennt man wohl doppeltes Glück: Sieben Jahre musste der WWW: Wuppertaler Zoo auf Nachwuchs bei seinen Goldkopflöwenäffchen warten, dann klappte es auf einmal bereits Anfang des Jahres und jetzt noch einmal: Der neuste Nachwuchs kam gleich im Doppelpack auf die Welt.

Zusammen mit den älteren Geschwistern ist so eine quirlige Affenbande entstanden, in der sich alle mit der Kinderbetreuung abwechseln. Die Aufzucht ist bei den Löwenäffchen nämlich Familiensache. Man kann sich nie sicher sein, wer die Kleinen gerade trägt.

Löwenäffchen kommen ausschließlich im südöstlichen Regenwald Brasiliens vor. Sie tragen eine auffällig hübsche Mähne in rötlich-gelber Färbung. Diesem extravaganten Behang verdanken sie auch ihren Namen. In ihrem natürlichen Lebensraum sind die bis zu 30 Zentimeter kleinen Baumbewohner durch Umweltzerstörung und illegale Jagd leider längst vom Aussterben bedroht.

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Dienstag, 25.02.2014

Nachwuchs bei den Bonobos

Bonobos/Rechte: Julian Kusak Bonobo-Jungtier kuschelt mit Mama

Ganz dicht kuschelt sich das kleine Bonobo-Jungtier an den Bauch der Mutter. Die guckt allerdings noch etwas skeptisch in die Kamera. Kein Wunder - für Muttertier "Muhdeblu" aus dem WWW: Wuppertaler Zoo ist es der erste Nachwuchs. "Sie war zu Beginn etwas unruhig", so Zoo-Biologe Andreas Haeser-Kalthoff. Und so hatte man sich vorsorglich entschieden, das Menschenaffenhaus eine Zeitlang teilweise für Besucher zu sperren. Nun aber hat sich die Affendame daran gewöhnt, dass Menschen ihr bei der Aufzucht der noch namenlosen Kleinen zugucken.

Bonobos gelten neben Schimpansen als die engsten Verwandten des Menschen. Ihr natürlicher Lebensraum sind die tropischen Tieflandregenwälder im afrikanischen Kongo. Dort leben sie in den Baumwipfeln und ernähren sich von Früchten, Blättern aber auch von Insekten und kleinen Wirbeltieren. Im Wuppertaler Zoo teilen sie sich das Menschenaffenhaus mit Schimpansen, Orang-Utans und Gorillas.

Auch Gorilla-Bande ist wieder komplett

Gorilla Vimoto/ Rechte: Barbara Scheer + Vimoto ist auf dem Weg der Besserung Apropos Gorillas: Sorgenkind Vimoto ist auf dem Weg der Besserung. Das Oberhaupt des Gorilla-Clans war über Monate schwer erkrankt und musste zeitweise von seiner Gruppe entfernt behandelt werden. Lange Zeit war das Zooteam in großer Sorge um sein Leben. Eine Virusinfektion hatte dem Menschenaffen so schwer zugesetzt, dass er zwischenzeitlich mehrere Bluttransfusionen bekommen musste. Dazu wurde das große Tier immer wieder in Vollnarkose gelegt. Anfang Februar durfte Vimoto dann wieder zurück zu seinen Weibchen. "Er sei zwar noch nicht in Bestform", so der Zoo-Sprecher, wirke aber von Tag zu Tag stabiler.

Zooblog: Blog: Gorillas erholen sich wieder (17.01.2014)

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Freitag, 17.01.2014

Gorillas erholen sich wieder

Vitomo/Rechte: Zoo Wuppertal Vimoto geht es schon wieder besser. Raus - so wie auf diesem Archivbild - darf er allerdings noch nicht

Gute Nachrichten aus dem Wuppertaler Zoo. Die beiden Gorillas "Vimoto" und "Rosi", die Ende des vergangenen Jahres nach einem Rückfall mit akuten Durchfällen wieder vom Rest der Gruppe isoliert werden mussten, sind auf dem Weg der Besserung. Noch zur Jahreswende hatten die Tierärzte um das Leben der großen Affen gekämpft. Vimoto war Ende Dezember so schwach, dass er unter Vollnarkose eine Infusion bekommen musste.

Doch jetzt gibt der Zoo erst einmal Entwarnung. Nachdem Gorillaweibchen „Rosi" am Freitag (17.01.2014) nach einem letzten Gesundheitscheck wieder in die Affengruppe zurückkehren konnte, muss Silberrücken "Vimoto" sich noch einige Zeit lang hinter den Kulissen des Gorillageheges erholen.

Im Sommer 2013 waren die Tiere schwer erkrankt. Vimoto hatte sogar zwei Bluttransfusionen über sich ergehen lassen müssen. Dann hatten sich die Tiere wieder erholt, doch wenige Wochen später waren sie wieder schwer erkrankt. Lange hatte das Zooteam gerätselt, warum es bei den beiden Menschenaffen zu dem Rückfall gekommen war. Bei der intensiven Suche nach dem Erreger der erneuten Infektion ist Zootierarzt Arne Lawrenz nun zumindest einen Schritt weiter. Denn: Mithilfe des Institutes für Tropenmedizin in Hamburg konnte ein bakterieller Erreger identifiziert werden, der vermutlich die Rückfälle ausgelöst hat. Nun ist eine gezielte Behandlung möglich. Wann auch Vimoto wieder zurück zu seinen Damen kann, ist allerdings noch nicht sicher.

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Donnerstag, 02.01.2014

Rückfall bei Wuppertaler Gorillas


Vitomo Da war Gorilla Vimoto noch gesund: Der Silberrücken im Freigehege

Den Gorillas Vimoto und Rosi geht es wieder schlechter. Am Donnerstag (02.01.2014) wurde der Silberrücken erneut in Narkose gelegt werden, um eine Infusion zu bekommen.

Erst kurz vor Weihnachten hatte das Team des WWW: Wuppertaler Zoos erleichtert die Rückkehr von Gorilla Vimoto zu seiner Affengruppe vermeldet. Nach einer monatelangen Krankengeschichte, bei der man zeitweise um das Leben des Tieres fürchtete, befand sich das Gorillaoberhaupt wieder auf dem Weg der Besserung und durfte die Krankenstation verlassen. Doch kurz vor Silvester erkrankten Vimoto und sein Weibchen Rosi erneut an akutem Durchfall. Das Team um Zoodirektor und Tierarzt Arne Lawrenz ist seitdem in Alarmbereitschaft. Um die Infektionsgefahr zu minimieren, wurden die Tiere vom Rest der Gruppe getrennt. Die erkrankten Affe haben stark abgbaut und Gewicht verloren. Jetzt hofft man im Zoo, dass sie wieder auf die Beine kommen.

Wochenlang rang Vimoto mit dem Tod

Im Sommer 2013 hatte sich die Gorilla-Gruppe mit einem hartnäckigen Magen-Darm-Virus angesteckt. Während sich die Weibchen schnell wieder erholten, hatte es Vimoto schwer erwischt. Er wurde immer schwächer, fraß kaum und infizierte sich zusätzlich mit einem weiteren Erreger. Der Silberrücken schwebte schließlich in akuter Lebensgefahr, sodass sich Zootierarzt Arne Lawrenz zu einer Bluttransfusion entschloss. Eine heikle Angelegenheit, denn niemand konnte wissen, wie der geschwächte Körper des Tieres auf das fremde Blut reagieren würde. Als sich der Zustand nach der ersten Transfusion nicht besserte, wurde wenig später sogar noch eine zweite Blutübertragung eingeleitet. Noch wochenlang musste das Clan-Oberhaupt danach allein auf seiner Krankenstation bleiben - und kam zunächst tatsächlich wieder zu Kräften.

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Samstag, 21.12.2013

Gorilla Vimoto ist wieder gesund


vimotogesund_blog.jpg Vimoto blickt sehnsüchtig aus der Krankenstation

Aufatmen im Wuppertaler Zoo: Gorilla Vimoto hat endlich sein Krankenlager verlassen und durfte wieder zurück zu seiner Affensippe. Lange hatte das Zooteam um das Leben des großen Silberrückens gebangt.

Video: Blog: Vimoto zurück im Schoße der Familie [Lokalzeit Bergisches Land]

Wochenlang rang Vimoto mit dem Tod

Im Sommer 2013 hatte sich die Gorilla-Gruppe mit einem hartnäckigen Magen-Darm-Virus angesteckt. Während sich die Weibchen schnell wieder erholten, hatte es Vimoto schwer erwischt. Er wurde immer schwächer, fraß kaum und infizierte sich zusätzlich noch mit einem gefährlichen Keim. Der Silberrücken schwebte schließlich in akuter Lebensgefahr, sodass sich Zootierarzt Arne Lawrenz zu einer riskanten Bluttransfusion entschloss. Eine heikle Angelegenheit, denn niemand wusste, wie der geschwächte Körper des Tieres auf das fremde Blut reagieren würde. Als sich der Zustand nach der ersten Transfusion nicht besserte, wurde wenig später sogar noch eine zweite Blutübertragung eingeleitet. Noch wochenlang musste das Clan-Oberhaupt danach allein auf seiner Krankenstation bleiben - und kam tatsächlich wieder zu Kräften.


vitomo_blog.jpg Ganz so stattlich wie auf diesem älteren Bild sieht Vimoto noch nicht aus. Aber die Pfleger sind guter Hoffnung

Jetzt stolziert der Silberrücken wieder vor seinen Weibchen

Er habe seinen Pflegern schon deutlich gezeigt, dass er wieder raus wollte, so Arne Lawrenz. "Die Sehnsucht nach seinen Mädels war schon sehr groß", erzählt auch Pfleger Thomas Hammers. Und dann der große Augenblick: Der Schieber zu seinem alten Gehege öffnete sich, selbstbewusst trat der große Affe ein, stolzierte durch den Raum und präsentierte sich den Weibchen. Die hielten allerdings erst einmal Abstand. Jetzt muss Vimoto erst einmal dafür sorgen, dass die Rangordnung ganz bald wieder hergestellt ist.

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