Montag, 03.08.2015

Kleine Pelzkugeln mit Knopfaugen

Junge Biber/Rechte: Wuppertaler Zoo/Scheer Drei kleine Biber im Wuppertaler Zoo

Gleich drei kleine Biber kamen im WWW: Wuppertaler Zoo zur Welt. Die Nagetiere im Miniformat sehen aus wie kleine Pelzkugeln. Tierpfleger tauften die Drei auf die Namen "Degg", "Norb" und "Tiziana".

Biber werden bis zu 1,30 Meter groß und 30 Kilogramm schwer und sind damit die größten Nagetiere Europas. Ihre Lebensräume sind fließende und stehende Gewässer und deren Uferbereiche. Die gute Nachricht: Biber sind auch in NRW längst nicht mehr nur im Zoo zu beobachten. "Europäische Biber sind in der freien Wildbahn glücklicherweise nicht mehr bedroht und es gibt auch vor unserer Haustür schon Sichtungen, zuletzt in Düsseldorf und sogar in der Wupper", sagte Zoo-Kurator und Biologe André Stadler.

Junger Biber/Rechte: Wuppertaler Zoo/Scheer "Hallo Welt", scheint dieser Biber zu sagen

Das sah lange Zeit einmal ganz anders aus. Tatsächlich sollen bereits 1877 die letzten frei lebenden Biber in Westfalen und im Rheinland erlegt worden sein. Dann wurde es lange Zeit still um den großen Nager. Seit gut 30 Jahren werden sie gezielt wieder angesiedelt. Heute leben laut Landesumweltamt an und in nordrhein-westfälischen Gewässern wieder mehr als 600 Biber. Ihr Lebensraum ist streng geschützt.

Der Biber ist ein großer Baumeister unter den Tieren. Von den Baukünsten des Bibers profitierten viele andere Tiere. An den "Biberteichen" tummeln sich zahllose Insekten. Auch Fische, Amphibien und Vögel sind dort zu finden. Damit steigert der Biber ganz nebenbei auch die Artenvielfalt.


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Freitag, 13.03.2015

Elefantenfamilie zieht um

Elefantenfamilie/Rechte: Barbara Scheer
Wuppertaler Elefantenherde: Punda, Bongi, Pina-Nessi und Shawu

Bald heißt es Abschied nehmen von den Dickhäutern Punda, Bongi, Pina-Nessi und Shawu. Die Elefantenfamilie verlässt den WWW: Wuppertaler Zoo und zieht in den niederländischen Safaripark Beekse Bergen um. In der stark angewachsenen Zooherde gab es in letzter Zeit immer wieder Rangkämpfe, sodass der Zoo sich schweren Herzens entschlossen hat, sich von einigen Tieren zu trennen.

Kennenlernzeit mit neuen Pflegern

Die Vorbereitungen für den Transport laufen bereits auf Hochtouren. Schon seit einigen Wochen kommen regelmäßig Kollegen aus dem Safaripark nach Wuppertal, um die Tiere in ihrer gewohnten Umgebung kennenzulernen. Auf diese Weise können sich Menschen und Tiere bereits etwas aneinander gewöhnen. So lernen die zukünftigen Pfleger zum Beispiel auch, welche Kommandos das Wuppertaler Zooteam mit den Tieren über die Jahre trainiert hat und welche individuellen Eigenarten die Elefanten haben.

Neues Zuhause für Bongi

Unter den Dickhäutern ist auch Zooliebling "Bongi". Die mittlerweile fast 10-jährige Elefantenkuh war 2005 nicht nur das erste in Wuppertal geborene Kalb, "Bongi" war auch der erste in Nordrhein-Westfalen geborene Afrikanische Elefant überhaupt und damit eine Sensation. Traurig über den Umzug sind auch die Pfleger, die in den letzten Jahren viel Zeit mit den Tieren verbracht haben. "Das wird für uns Pfleger sehr hart," muss auch Tierpflger Gustav Röckener zugeben. Trauer bei den Elefanten wird es wohl nicht geben. Schließlich ziehen sie im Familienverband um und haben sich mit dem Rest der Wuppertaler Herde auseinandergelebt.

Einen exakten Termin für den eigentlichen Transport gibt es zwar noch nicht, wer sich von Punda, Bongi, Shawu und Pina-Nessie verabschieden möchte, sollte dies nun aber möglichst bald tun, so Zoobiologe Andreas Haeser-Kalthoff.

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Freitag, 24.10.2014

Seltene Waldgiraffe in Wuppertal

okapi_klein.jpg Okapi-Nachwuchs Zia guckt noch etwas scheu in die Welt

Sie sieht aus, als trage sie weiße Socken und eine Ringelhose - die kleine Waldgiraffe, die vor drei Wochen im Wuppertaler Zoo zur Welt kam. Der Okapinachwuchs hört auf den Namen "Zia", bringt zurzeit 32 Kilogramm auf die Waage und stakst mit weit aufgestellten Ohren durch ihr Zoogehege.

Nur 165 Okapis leben weltweit in Zoos. In freier Natur leben die äußerst scheuen Tiere gut versteckt in den Regenwäldern Afrikas. Sie erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 1,70 Metern und können rund 30 Jahre alt werden.

In Wuppertal wurde das seltene Tier jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Nachzuchten sind äußerst schwierig, häufig sterben Jungtiere bei oder kurz nach der Geburt. Zia aber hat laut Zookurator André Stadler die kritische Phase gut überstanden. Die Kleine hält sich allerdings noch viel im Stall auf. Zoobesucher haben die Möglichkeit, Zias Schritte auf einem Kamerabildschirm zu verfolgen.

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