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Alle Beiträge aus RheineEndlich dürfen die Lippenbären in Rheine ihren riesigen Spielplatz beziehen. 3.000 Quadratmeter groß ist ihr neues Gehege im Naturzoo Rheine. Monatelang werkelten Bauarbeiter, Handwerker, Landschaftsgärtner und Zimmermänner mit Radladern, Baggern oder bloßen Händen an dem neuen Bären-Areal. So entstand nicht nur eine schöne Hügellandschaft mit meterhohen Klettergerüsten aus Baumstämmen, einem Wasserfall, Wurfhöhlen und Ruhezonen für die Bären - aus gewaltigen Bruchsteinen wurden auch Aussichtstribünen und neue Wege für die Besucher gebaut.
Die drei Lippenbären, die sich das Gehege künftig mit den Schakalen teilen, sind erst seit Apri 2009 im Naturzoo Rheine. Das 12-jährige Weibchen Kama kommt aus dem Berliner Zoo, der dreijährige Franz und die zweijährige Myrthe lebten vorher in Leipzig. Die Tiere reisten in einem Spezialtransporter mit Klima-Anlage nach NRW und mussten sich zunächst im Innengehege eingewöhnen.
Bärenhaltung im Naturzoo Rheine hat eine lange Tradition. Jedoch waren die Haltungsbedingungen meilenweit von dem entfernt, was nun auf dem Zoogelände entstanden ist. 1938 lebten Bären hier in der so genannten Bärengrube, ein dressierter Braunbär führte noch in den frühen siebziger Jahren Kunststücke vor, und als 1974 die Bärengrube zu einem Großkäfig umgebaut wurde, zogen darin Schwarzbären ein. Der letzte Schwarzbär starb im Jahr 2004. Eine artgemäße Haltung von Großbären war nach dem Kenntnissstand von heute in dem alten Gehege einfach nicht mehr möglich. Heute dient der alte Bärenkäfig nur noch als Picknickplatz für die Zoobesucher. Und die können ihre Bären widerum endlich durchs grüne Gras streifen sehen.
Zum SeitenanfangKnapp vier Jahre lang lebte Sumatra-Tiger Attjak mit seiner Tochter Sali im Naturzoo Rheine. Doch weil sich eine altersbedingte Arthrose bei dem Tier zuletzt verschlimmerte und Attjak unter starken Schmerzen litt, blieb nach Angaben des Zoos keine andere Wahl: Am Montag musste der Tiger vom Zootierarzt eingeschläfert werden.
Mit 19 Jahren gehörte Attjak zu den ältesten im Zuchtbuch registrierten Sumatra-Tigern. 1988 im Zoo Dortmund geboren kam er 2002 nach Rheine und wurde dort dreifacher Vater. Weil von Attjak kein weiterer Nachwuchs gewünscht war, wurde der Kater sterilisiert, so dass eine dauerhafte Gemeinschaftshaltung mit seiner Tochter möglich war.
Die Koordinatoren des Europäischen Erhaltungszucht-Programms für Tiger werden nun entscheiden, wie es mit der Tiger-Haltung im Naturzoo weitergehen wird. Entweder bekommt Tigerdame Sali bald wieder Gesellschaft, oder ein neues Tigerpaar wird in Rheine untergebracht. In diesem Fall müsste Sali in einen anderen Zoo umziehen. Hintergrund dieser Überlegungen ist das Ziel, einen genetisch gesunden Bestand dieser von der Ausrottung bedrohten Katzen zu erhalten.
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Video der Lokalzeit Münsterland
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Kaum noch einen freien Landeplatz gibt es in diesem Sommer auf den Dächern und Baumkronen im
Naturzoo Rheine: Auf 250 Störche schätzt Achim Johann, Direktor des Zoos, seine Weißstorch-Kolonie, die mit Abstand größte in NRW. Bereits seit Mitte der 1980er Jahre werden im Naturzoo Störche zum Teil im Freiflug gehalten. Neben den 30 Tieren im Gehege gibt es seit dieser Zeit einen stetig wachsenden Bestand, der ganzjährig freifliegend im und am Zoogelände bleibt. Außerdem wuchs durch Nachzucht von Jahr zu Jahr auch die Zahl der in Rheine geschlüpften Jungstörche, die sich von ihren elterlichen Nestern lösen, um ganz artgemäß Ende August gen Süden zu ziehen. Viele von ihnen kehrten aber im darauffolgenden Frühjahr zurück, begannen selbst mit der Familiengründung und sorgten so für ein weiteres Anwachsen der Kolonie.
In diesem Jahr wurde ein neuer Rekord erzielt: 55 Paare brüteten in den Baumkronen und auf Haus- und Stall-Dächern im Naturzoo-Gelände. Geht man davon aus, dass durchschnittlich in jedem Nest 2 Junge groß wurden, so fliegen derzeit rund 220 Störche über Rheine und in einem Umkreis von etwa 15 bis 20 Kilometern. Hinzu kommen noch die 30 flugunfähigen Weißstörche im Storchen-Reservat, bei denen die Freiflieger zu den Fütterungszeiten einfallen. Im Frühherbst macht sich der Großteil der Weißstörche gemeinsam auf den Weg ins Winterquartier. Bis dahin können sich Besucher während der Fütterungszeiten um 9.30 Uhr und 15.30 Uhr ein eigenes Bild von der Koloniegröße machen.
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Nur noch wenige Tage, dann sind Lissy, Bert und Lili reif für die Insel(n). Denn am 6. Mai wird die neue Außenanlage der Gibbonfamilie im
Naturzoo Rheine eröffnet. Nach einem halben Jahr Bauzeit werden die kleinen Menschenaffen dann über eine neu errichtete Baumbrücke einen Wassergraben überqueren können, auf dessen anderer Seite sich zwei über 1.200 Quadratmeter große Inseln befinden. Zoobesucher können von Pfaden, aus Unterständen und von einem Hochstand aus die
Schwing-Hangler beobachten. Die Eröffnung des neuen Geheges wird von zahlreichen Sonderaktionen begleitet und ist die erste große Veranstaltung anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Naturzoos.
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Die blonde Kamel-Stute Marylin hat im
Naturzoo Rheine ihr erstes Fohlen zur Welt gebracht.
Weil die dreijährige Stute nach der Geburt nicht gerade durch mütterlich-fürsorgliches Verhalten glänzte, wollten die zuständigen Tierpfleger der Mutter-Kind-Bindung etwas auf die Sprünge helfen. Doch Marylin zeigte sich zu nervös und ruppig und widersetzte sich allen Anleitungen zur Erfüllung ihrer Mutterpflichten.
Erst nachdem sie vom Tierarzt durch ein Medikament ruhig gestellt worden war, akzeptierte sie das Heranführen ihres Sohnes an das Euter. Während das Fohlen so in Ruhe schmatzend seine ersten Milch-Mahlzeiten zu sich nehmen konnte, erhielt Marylin aus Pflegerhand Möhrenstücke und andere Leckerbissen.
Zum SeitenanfangZebrafohlen "Bruce" wurde in der Nacht zum 20. März im Naturzoo Rheine geboren.
Als so genannte Nestflüchter kommen Zebras schon sehr weit entwickelt auf die Welt und finden sich im Prinzip sofort allein in ihrer Umwelt zurecht. Um die Mutter-Kind-Beziehung zu stärken, blieb Bruce in den ersten Tagen aber noch an der Seite von Mutter "Paula" im Stall. Am vergangenen Wochenende erfolgte dann der erste Ausflug ins Außengehege, wo Zoobesucher und die eigene gestreifte Verwandschaft den Nachwuchs erstmals begutachten konnten.
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Besucher des Naturzoos Rheine müssen schon ganz genau hingucken, wenn sie das vor gut einer Woche geborene Zwergseidenäffchen entdecken wollen. Das Jungtier ist kaum daumengroß und sitzt durch seine Fellfärbung gut getarnt bei seinem Vater im Nacken. Bei den aus Südamerika stammenden Krallenaffen spielen Väter die tragende Rolle, zum Teil werden sie dabei auch von älteren Geschwistern des Neugeborenen unterstützt. Die Mutter übernimmt ihr Kind nur zum Säugen, alles andere ist Männersache. Zwergseidenäffchen sind mit die kleinsten Primaten, sie werden nicht größer als 15 Zentimeter (ohne Schwanz) und wiegen nicht mehr als eineinhalb Tafeln Schokolade.
Auch bei den Zwergziegen im Naturzoo gibt es bereits zu Beginn des Frühlings gleich dreifachen Nachwuchs, und "viele dicke Bäuche" deuten nach Aussage des Zoos daraufhin, dass in den kommenden Wochen mit einer regelrechten "Ziegenschwemme" zu rechnen ist.
Zum SeitenanfangAufgrund seines stattlichen Körperbaus und der angeblich eindeutigen Geschlechtsbestimmung durch den Vorbesitzer wurde der Neuzugang im
Naturzoo Rheine, ein Kaiserskorpion, auf den Namen "Der Imperator" getauft. Auch als das Prachtexemplar trotz Kürzung der Grillen-Ration immer weiter an Gewicht und Umfang zulegte, schöpfte niemand Verdacht. Bis vor kurzem ein Tierpfleger-Azubi meldete: "Der Imperator hat Junge!"
Jetzt krabbeln insgesamt sieben geisterhaft weiße, nur rund 2 Zentimeter lange Jungtiere auf dem Rücken des schwarz-braunen Muttertiers herum. Für Pfleger und Besucher wird der Nachwuchs allerdings schwer zu erkennen sein, da sich der Skorpion tagsüber gut versteckt hält.
Während die Jungtiere in den kommenden Wochen auf dem Rücken heranwachsen, ernähren sie sich zuerst von Eiweiß, das ihnen noch aus dem Ei-Stadium zur Verfügung steht. Nach ihrer ersten Häutung gehen sie dann bereits selbst auf die Jagd und fressen winzige wirbellose Tiere oder bedienen sich bei den Beutetieren ihrer Mutter. Von allen Skorpionarten sind die vom Aussterben bedrohten Kaiserskorpione die einzigen, die tolerant mit ihren Artgenossen umgehen. Erst bei Nahrungsmittelknappheit kommt es auch bei ihnen zu Kannibalismus.
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