Donnerstag, 30.01.2014

Babyboom: Sechslinge im Haifischbecken

Hai/Rechte: Sealife Oberhausen Ein ausgewachsener Schwarzspitzenriffhai im Oberhausener Ozeanbecken

Im Oberhausener Sealife kam vor wenigen Tagen eine echte Sensation zur Welt - sechs kleine Schwarzsspitzenriffhaie auf einen Streich. Geburtshelfer spielte übrigens ein verblüffter Taucher, der sich bei einem Routinetauchgang im Ozeanbecken befand. Klaus Spieler ist im Sealife Taucher der ersten Stunde. Aber: "So hautnah bei der Geburt dabei zu sein ist auch für mich eine ganz neue Erfahrung." Nach der Geburt der sechs kleinen Haie mussten die Tiere erst einmal eingefangen werden. "Wir wollten die Tiere so schnell wie möglich in das vorbereitete Babybecken hinter die Kulissen bringen, um sie in der Neugeborenenstation vom ersten Moment an genau beobachten zu können", so Oliver Walenciak, Kurator des Oberhausener Großaquariums.

Hai_Nachwuchs/Rechte: Sealife Oberhausen + Klein, aber schon völlig autark Das Team der Tierpfleger hatte im Vorfeld für die Haimutter eine eigens konstruierte Unterwasser-Geburtsstation aus PVC-Rohren gebaut. Lange hatte man daran getüftelt und sich mit anderen Hai-Experten ausgetauscht. Bei Schwarzspitzenriffhaien handelt es sich nämlich um sogenannte "freischwimmende Haie". Das heißt, die Tiere müssen immer in Bewegung bleiben, um genügend frisches Wasser durch ihre Kiemen strömen zu lassen und so zu atmen. Sich immer in Bewegung zu befinden macht eine Geburt aber nicht leichter. Und so sei auch die Zucht dieser Haie mit vielen Unwägbarkeiten und Herausforderungen verbunden.

Die jungen Haie sind schon komplett entwickelt und unabhängig von der Mutter. "Unsere wichtigste Aufgabe ist es, sie ans Fressen zu gewöhnen", erzählt Walenciak. Auch das sei dem Oberhausener Team in den ersten Tagen gut gelungen und drei der kleinen Haifische durften bereits am Mittwoch (29.01.2014) ins Ozeanbecken zurück. Timo Haußecker, biologischer Leiter des Großaquariums erklärt: "Es gibt kaum Erfahrungswerte zur Aufzucht von Schwarzspitzenriffhaien, darum haben wir uns dazu entschlossen, die Gruppe der Tiere zu teilen. Drei durften jetzt schon ins Ursprungsbecken zurück, um sich an die Umgebung und den Geruch der anderen Tiere zu gewöhnen. Die anderen drei behalten wir für einige Zeit noch in einem separaten Becken. So können wir am besten herausfinden, welche Vorgehensweise für die Entwicklung der Kleinen besser geeignet ist."

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Samstag, 27.04.2013

Schnellschwimmer im Frack

Pinguin/Rechte: Sealife Pinguine sind gute Schwimmer

Wer gerade eine 600-Kilometer-Fahrt in einer Kühlbox hinter sich hat, dem kann es beim Aussteigen wohl gar nicht schnell genug gehen. So jedenfalls ging es auch den 12 Eselspinguinen, die am Freitagabend zu später Stunde im Oberhausener Sealife Abenteuerpark aus den Transportboxen sprangen. Nach ihrer langen Reise aus Dänemark ließen sie sich in dem neu eingerichteten Pinguinhaus nicht lange bitten. Ein Frackträger nach dem anderen hüpfte aus der Transportbox, um die neue Heimat zu erkunden.

Pinguin/Rechte: Sealife + Sie sind sehr verspielt.... "Pinguine sind von Natur aus sehr neugierig und verspielt", erklärt Tierpflegerin Gaby Bark, die sich nun um die neuen Oberhausener kümmert. 110 Quadratmeter groß ist das Pinguin-Revier. Der dazugehörige 170.000-Liter-Pool hat angenehme sechs Grad - gerade richtig für Antarktisbewohner. Künftig wird Gaby Barke nicht nur dafür sorgen, dass sie pünktlich am Tag ihre Fischmahlzeit bekommen, sondern wird ihnen mit der Schneemaschine Hügellandschaften bauen oder mit dem Wasserschlauch für Blubberblasen sorgen. "Pinguine lieben das."

Pinguine/Rechte: WDR7Goebel + ...und neugrierig Eselspinguine leben für gewöhnlich in den Eiswüsten der Antarktis. Sie können einen knappen Meter groß werden und sind exzellente Schnellschwimmer. Ihren Namen tragen sie, weil ihre Laute stark an Eselsgeschrei erinnern. Wenn sich die Gruppe in Oberhausen eingelebt hat und die Tiere sich in ihrer neuen Umgebung wohlfühlen, könnte es irgendwann sogar einmal Nachwuchs geben. Wie man merkt, dass Pingiune Frühlingsgefühle bekommen? "Man sieht es daran, dass die Männchen anfangen Steine zu sammeln - für den Nestbau."

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