Dienstag, 02.06.2015

Sieben auf einen Streich

Gepardin mit Jungtieren/Reche: Zoo Münster Sieben Jungtiere bekam Gepardin "Najoma" in Münster

Das ist rekordverdächtig: Im Münsteraner Zoo hat Gepardin "Namoja" sieben Jungtiere zur Welt gebracht - und das, obwohl die Zucht der schnellen Großkatzen als schwierig gilt. "Ein Wurf mit sieben Geparden ist extrem selten - in der Regel kommen drei bis fünf Jungtiere auf die Welt", erklärt Allwetterzoo-Kurator Dirk Wewers.

Die beiden kleinsten Kätzchen werden derzeit noch mit der Flasche gefüttert „Die Kleinen wiegen alle zwischen einem und zwei Kilogramm und Namoja ist eine tolle Mutter. Sie kümmert sich extrem gut um ihre Jungtiere. Sieben Tiere sind viele, daher verwunderte es mich nicht, dass zwei der kleinen Katzen nicht so viel Milch bekommen wie die anderen. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, die beiden zwischendurch mit der Flasche zu füttern. Und das klappt auch sehr gut", berichtet Zootierarzt Carsten Ludwig.

Geparden-Jungtier an der FlascheReche: Zoo Münster Die Kleinsten im Wurf bekommen zusätzlich die Flasche

Geparde kommen etwa meerschweinchengroß auf die Welt und öffnen sehr rasch, teilweise schon nach fünf bis acht Tagen die Augen. Anfangs besteht ihr Leben aus Trinken und Schlafen, erst mit etwa zehn bis zwölf Wochen unternehmen sie Ausflüge in die nähere Umgebung.

Um das schnellste Lauftier der Welt bei guter Kondition zu halten, hat der Münsteraner Zoo den Großkatzen ein Gehege von 7.500 Quadratmetern gebaut. Der Gepard kann in nur drei Sekunden von null auf 100 Stundenkilometern beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit von 115 Kilometern pro Stunde hält er jedoch nur etwa 300 Meter weit durch. Inzwischen gilt der Allwetterzoo in Münster auch als Einrichtung für "Problemfälle". Geparde aus anderen Zoos werden für Monate oder Jahre nach Münster geschickt und kehren entweder tragend in ihre Heimatzoos zurück oder ziehen ihre Jungen im Allwetterzoo auf.

Geparden-Jungtier/Reche: Zoo Münster Der erste öffentliche Auftritt macht ganz schön müde

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Dienstag, 30.12.2014

Giraffenkalb auf wackeligen Beinchen

Er brauchte schon verdammt Giraffenkalb/Rechte: Zoo Münster lang, um das erste Mal auf seinen eigenen Beinen zu stehen - der kleine Giraffenbulle, der am Montag (29.12.2014) im Allwetterzoo Münster zur Welt kam. Als die Tierpfleger gegen acht Uhr das Giraffenhaus betraten, lag das Kalb im Stall, noch feucht von der Geburt, aber schon mit aufrechtem Hals. Der Kleine war bei der Geburt bereits um die 1,70 Meter groß und wog rund 45 Kilogramm. Nach einer Tragzeit von gut 15 Monaten hat die fast acht Jahre alte Netzgiraffe Makena ihr drittes Kalb problemlos zur Welt gebracht. Doch der Kleine stand erst Stunden später erstmals auf und unternahm auf wackeligen Beinchen einen Erkundungsgang durch das dick mit Stroh gepolsterte Gehege. Nur mit dem Trinken klappte es am ersten Tag noch nicht. Der Kleine findet die Zitze seiner Mutter nicht. Ähnliche Startschwierigkeiten hatte übrigens auch der vier Jahre ältere Bruder des kleinen Bulle kurz nach seiner Geburt. Bruder Paul wurde schließlich erst an die Flasche gewöhnt und dann an Mamas Zitze. Also liegen auch diesmal im Münsteraner Zoo die Milchflaschen schon bereit.

"Die beiden müssen sich erst noch aneinander gewöhnen", erklärt Zoosprecherin Stefanie Heeke. Die Zooleitung hofft auch auf das Verständnis und die Geduld der Besucher. "Wir haben heute das Giraffenhaus früher geschlossen, damit Mutter und Kalb Ruhe haben."

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Montag, 01.12.2014

Löwenäffchen im Dreierpack

Löwenäffchen/Rechte: Allwetterzoo Münster Drei auf einen Streich: Goldene Löwenäffchen in Münster

Das ist eine Sensation: Gleich drei Jungtiere brachte Eva im WWW: Allwetterzoo Münster zur Welt. Eva ist ein Goldener Löwenaffe und schon die sind ziemlich selten. Eine Drillingsgeburt - damit hatte das Zooteam aber gar nicht gerechnet. Dreifacher Nachwuchs ist äußerst selten, normal sind maximal zwei Jungtiere pro Wurf.

Goldene Löwenäffchen zählen zu den am meisten von der Ausrottung bedrohten Affen. Sie leben in den Wäldern Brasiliens und ernähren sich von Insekten, Obst und Nüssen. Neben ihrem goldenen Schopf tragen sie ausgeprägte Krallen an Händen und Füßen. Die winzigen Tiere, die ausgewachsen gerade einmal rund 500 Gramm auf die Waage bringen, sind exzellente Kletterer und verständigen sich mit zwitschernden Lauten untereinander.

Die Münsteraner Jungtiere werden zwar noch von der Mutter gesäugt, aber auch Vater "Lutz" oder auch ältere Geschwisterkinder kümmern sich um die Kleinen. Bald schon werden die Jungtiere ihre direkten Nachbarn im Affenhaus kennenlernen: Zwergseidenäffchen und Kugelgürteltiere.

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