Samstag, 17.03.2012

Die Störche sind da

Wilde Störche im Zoo Münster/Rechte: Zoo Münster +

Jetzt klappert es wieder lauthals im WWW: Münsteraner Zoo und die Besucher recken automatisch ihre Köpfe nach oben. Wilde Weißstörche haben sich breitgemacht - zum Beispiel auf der großen Vogelvoliere, bei den Elefanten oder in der Pferdeanlage. "Letztes Jahr hatten wir inklusive Nachwuchs 60 wilde Störche hier auf der Anlage", erzählt Zoosprecherin Illona Zühlke. Und die Schar ist international. "Wir haben eine Französin dabei, aber auch Gäste aus der Schweiz, den Niederlanden oder Frankreich." Woher man das weiß? Regelmäßig kommt ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Naturschutzbundes in den Zoo, um die Ringnummern der Tiere zu kontrollieren.

Jungsstörche/Rechte: Zoo Münster + Neben den Saisongästen, die sich nur zum Brüten im Zoo niederlassen, gibt es unter den Störchen aber auch echte Dauergäste. Drei bis vier Paare verbringen auch gleich den Winter im Münsteraner Zoo. Warum auch nicht - hier gibt es schließlich frische Häppchen, ohne sich dafür anstrengen zu müssen. "Die Weißstörche kennen die Fütterungszeiten der Pfleger genau". Wenn die also die Futterkästen für die übrigen Stelzvögel mit Fisch füllen, schnorren sich die wilden Langbeine bei den zooeigenen Verwandten - wie den Schwarzstörchen und Kranichen - durch. Der Zoo biete den Vögeln aber auch noch andere ideale Bedingungen, denn er liegt am Stadtrand - unmittelbar am Aasee und in der Nähe eines Naturschutzgebietes. Außerdem gäbe es viele landwirtschaftliche Flächen rings um das Zoogelände. "Wenn die Landwirte pflügen oder ihre Wiesen abernten, laufen die Störche einfach hinterher."

Das erste wilde Storchenpaar ließ sich bereits 1996 im Zoo nieder und lebt mittlerweile ganzjährig dort. Nachdem die beiden jahrelang auf einer alten Eiche in der Pferdeanlage gebrütet hatten, musste der mittlerweile morsche Baum 2011 gefällt werden. Den Vögeln baute man derweil aus einem alten Stamm und einem Wagenrad einen stabilen Ersatznistplatz. "Die beiden haben sich tatsächlich dort wieder niedergelassen", freut sich Illona Zühlke.

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Dienstag, 06.03.2012

Extra-Schutz für Nashörner

Dohle und Nashorn; Rechte: Allwetterzoo Münster + Das Gehege der Nashörner im WWW: Allwetterzoo Münster wird demnächst besser gesichert. Damit will der Zoo nicht etwa die Besucher vor den massigen Tieren schützen - vielmehr droht den Nashörnern Gefahr durch skrupellose Diebe. Es geht um das prachtvolle Horn der Tiere. Das ist als obskures Heilmittel und Aphrodisiakum mit einer Menge Aberglaube umgeben und derzeit leider wieder sehr gefragt. "Die Nachfrage auf dem Schwarzmarkt war eigentlich eingeschlafen", sagt Kurator Dirk Wewers. "Aber vor ein, zwei Jahren ging es wieder los, nachdem ein Chinese angeblich durch ein Nasenhorn-Präparat von seinem Krebsgeschwür geheilt worden war."

Während in Afrika nun wieder massiv gewildert wird und etwa 460 Tiere pro Jahr ihr Leben wegen ihres wertvollen Horns verlieren, nehmen Diebe in Europa präparierte und ausgestellte Hörner in Museen und Zoos ins Visier. In den vergangenen 18 Monaten sind deutschlandweit mindestens zehn Fälle von Hornraub bekannt geworden. Wewers kennt aktuelle Fälle aus Frankreich und Belgien. Auch im Münsteraner Zoo wurde schon mal in einer Ausstellung das Horn eines Nashorns gestohlen: "Eines Nachts wurde bei uns eingebrochen, eine Scheibe ausgehebelt und die Vitrinen aufgebrochen. Dabei wurden eben auch Nasenhörner und noch einige andere Gegenstände entwendet."

Nashornhörner sind auf dem Schwarzmarkt bis zu 100.000 Dollar wert. Dass sich Diebe für solche Summen auch an lebende Nashörner in Zoos wagen, hält der Kurator für eher unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen: "Wenn sie professionell mit Narkosemittel ausgestattet sind, schreckt auch die Lebensgefahr bei einer Begegnung mit einem Nashorn nicht ab." Das Gehege im Allwetterzoo soll deshalb nun eine neue Sicherung bekommen - Details sind noch unklar - und eventuell auch mit Kameras überwacht werden.

Harry vor Vicky und Jane; Rechte: Allwetterzoo Münster + Neuigkeiten gibt es indes in Sachen Liebe: Neuzugang Jane aus Schottland wurde seit dem vergangenen Jahr bereits mehrfach von Bulle Harry gedeckt. Nur auf den Nachweis einer Schwangerschaft über Hormone im Kot wartet der Zoo noch: "Sicher können wir uns erst vier Monate nach dem Deckakt sein", sagt Wewers. Nachdem Weibchen Emmi vor knapp einem Jahr ihr Jungtier kurz nach der Geburt getötet hatte, ist Emmi nach Schottland umgezogen und Jane dafür nach Münster.

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Sonntag, 14.08.2011

Gepardenbaby bekommt Ersatzeltern

Gepardenbaby/Rechte: Allwetterzoo Münster Gepardenbaby "Shaka" wird nun doch allein von den Tierpflegern aufgezogen. Bis vor wenigen Tagen hatte man es im WWW: Allwetterzoo Münster noch mit Arbeitsteilung versucht.
Das sechsjährige Gepardenmutter "Xenia" hatte Anfang Juli drei Junge zur Welt gebracht, von denen nur Shaka überlebte. Da die Großkatze nicht genug Milch hatte, um ihren Sprössling zu versorgen, griffen die Tierpfleger kurzerhand zur Milchflasche. Mutter Xenia kümmert sich derweil um andere körperliche Notwendigkeiten des kleinen Gepardenkaters: Sie entsorgte stets den Kot und leckte ihren Jungen sauber.

Mehrmals am Tag wurde das Jungtier mit Katzenaufzuchtmilch gefüttert, nahm zu und entwickelte sich gut. Doch dann stellte sich heraus, dass Xenia ihren Sohn vernachlässigte und sich scheinbar nicht mehr um ihn kümmern wollte. Sie knurrte ihn sogar an und wies ihn ganz offensichtlich ab. Die Zooleitung entschied daraufhin, den vier Wochen alten Gepard komplett per Hand aufzuziehen.

Leopardenbaby verunglückt
Leopardenbaby/Rechte: Allwetterzoo Münster Tragisches spielte sich wenige Tage zuvor auch im Nachbargehege bei den Nordpersischen Leoparden ab. Auch dort waren bereits im Mai zwei Jungtiere zur Welt gekommen. Immer wieder hatten die verspielten Jungtiere versucht am Gitter ihres Geheges hochzuklettern - bis es schließlich zu einem dramatischen Unfall kam. Eines der Jungtiere fand tatsächlich eine Lücke im Gitter und gelangte ins Nachbargehege, wo der Vater der beiden saß. Dort fanden Pfleger den kleinen Leoparden später tot auf. Das erwachsene Leoparden-Männchen hatte das Jungtier totgebissen.

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Donnerstag, 04.08.2011

Flaschenmilch für Geparden-Baby

Gepardenbaby; Rechte: Allwetterzoo Münster + Im Allwetterzoo Münster wird Geparden-Baby Shaka arbeitsteilig betreut: Mutter Xenia sorgt für die Körperpflege, die Tierpfleger für ausreichend Milch. Sie hatten beim Wiegen des am 6. Juli 2011 geborenen Nachwuchses festgestellt, dass der Kleine nicht zunahm, sondern Gewicht verlor. Vermutlich hatte Xenia keine Milch mehr. Deshalb kriegt Shaka nun vier Mal am Tag insgesamt 200 Milliliter spezielle Katzenmilch aus der Flasche.

Mutter Xenia kümmert sich derweil um andere körperliche Notwendigkeiten des kleinen Gepardenkaters: Sie entsorgt stets den Kot, indem sie ihn auffrisst, und leckt ihren Jungen sauber. Sie hat sich daran gewöhnt, dass sie sich während der Fütterungszeit des Kleinen das Haus verlassen und sich in der Außenanlage aufhalten soll.

Voraussichtlich ist Shaka Ende August groß genug, um gemeinsam mit seiner Mutter ins Freie gehen können. Bis dahin trainieren die Tierpfleger mit ihm: Er soll auf Zuruf zum Zaun kommen, damit sie ihn in der Freianlage füttern können. Denn die Mutter für jede Flasche von ihrem Jungen zu trennen, würde für beide Tiere Stress bedeuten.

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Mittwoch, 01.06.2011

Katta mit Stützverband

Katta/Rechte: Zoo Münster + Kattamädchen "Sina" ist derzeit das Sorgenkind im WWW: Allwetterzoo Münster. Ein Wadenbeinbruch brachte dem kleinen Lemuren eine Zwangspause ein. Wilde Verfolgungsjagden mit dem Rest der Münsteraner Katta-Truppe sind erst einmal von der Tagesordnung gestrichen.

Sina kam im März 2011 mit einem Zwillingsgeschwisterchen zur Welt. Mutter Mobi kümmerte sich rührend um den quirligen Nachwuchs, der von Tag zu Tag wagemutiger wurde. Am 26. Mai kam es dann wohl zu einem Unfall. Beobachtet hat ihn niemand, aber die Folgen waren nicht zu übersehen: Sina konnte den linken Fuß nicht mehr bewegen, das Bein hing herab. Die Diagnose: Bruch von Wadenbein und Schienbein. Die Folge: eine Operation.

Katta/Rechte: Zoo Münster + Nun wird das Kattamädchen von einer Zoo-Mitarbeiterin versorgt. Denn mit einer unter der Haut verschraubten Metallplatte, geschützt durch einen dicken Verband, darf das Jungtier vorerst nicht klettern oder springen. Der bei Menschen übliche Gipsverband wäre für das derzeit nur 400 Gramm leichte Kattakind zu schwer. Schon die Platte und der Verband wiegen 40 Gramm. Jetzt liegt der Patient statt auf seiner Mutter auf einem Katta aus Plüsch in einer Einzelbox und wird mehrmals am Tag mit Babynahrung, angerührt mit Kuhmilch und Traubenzucker, gefüttert.

Zurück in die 14-köpfige Lemurengruppe wird das Jungtier allerdings nicht mehr kommen, sagt Zoosprecherin Ilona Zühlke. "Wir werden einen Platz in einem anderen Zoo finden. Vielleicht kommt sie dann zu einem netten jungen Kattamann." Bis es so weit ist, könnten allerdings noch ein paar Monate vergehen.
Kattas/Rechte: Zoo Münster +

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