Mittwoch, 04.04.2012
Kidogo ist jetzt Krefelder
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Gorilla Kidogo
Flachland-Gorilla "Kidogo" aus dem Givskud Zoo in Dänemark ist im
Zoo Krefeld eingetroffen. Nach der langen Reise wurde das elf Jahre alte und 120 Kilo schwere Männchen schon einen Tag nach seiner Ankunft in sein neues Zuhause, den "Gorilla-Garten", gebracht. Da er offenbar unter Abschiedsschmerz litt, entschied sich das Zooteam, auch die beiden Weibchen "Muna" und "Oya" schneller als geplant in ihr neues Domizil umzusetzen. In einer gepolsterten Schubkarre und unter Decken verborgen wurden die beiden Tiere in den Neubau gebracht. Nun sollen sich die drei Tiere - zunächst ohne Störung durch Besucher - an ihre neue Umgebung und vor allem aneinander gewöhnen. Der Krefelder Silberrücken "Massa" bleibt mit seinen beiden alten Weibchen "Boma" und "Tumba" im alten Affentropenhaus.
Die Öffentlichkeit wird den "Gorilla-Garten" erst ab dem 5. Mai besichtigen können. Die rund 1.200 Quadratmeter große Außenanlage wird einen 50 Meter langen Bachlauf, Kletterbäume, Seile und Netze sowie Liegeflächen und Rückzugsräume für die Menschenaffen erhalten. Die Baukosten für die komplette Anlage mit Innenbereich betragen rund 2,3 Millionen Euro, Zoofreunde haben 2,2 Millionen beigesteuert.
Freitag, 23.03.2012
Erstes Tapirbaby seit 20 Jahren
Lange mußten Zoomitarbeiter und Besucher im
Zoo Krefeld auf das Tapirbaby warten, am 19. März war es dann endlich soweit: Tapirweibchen Saskia (3) brachte in der Mittagszeit schnell und unproblematisch ihr erstes Jungtier zur Welt.
Schon eine halbe Stunde später stemmte sich das kleine, etwa fünf bis sechs Kilogramm schwere Mädchen erstmals auf die eigenen Beine. Nach zwei weiteren Stunden hatte es herausgefunden, wie es seinen Durst löschen kann. Vater Carlos (4) und das zweite Weibchen Evita (11) mussten hinter dem Absperrgitter bleiben, durften aber zumindest zugucken. Zusammensein mit dem Nachwuchs dürfen sie auch jetzt noch nicht. "Die normalerweise sehr verschmusten Tapire können sehr aggressiv werden, wenn sie ein Jungtier führen. Auch wir halten uns mit direktem Kontakt zur Mutter sehr zurück", erklärt Tierpflegerin Elke Maasen.
Fast 20 Jahre ist es her, dass das letzte Tapirbaby im Zoo Krefeld zur Welt kam. Die Jungtiere kommen mit einem auffälligen Streifenmuster zur Welt. Zootierarzt Dr. Martin Straube spaßte daher beim ersten Blick auf das Neugeborene: "Das einzige Jungtier, das mit einem Schlafanzug zur Welt kommt."
Dienstag, 28.02.2012
Schneeleopard im OP
Sorgenkind Dari hat es mit den Augen. Die Schneeleopardin, die erst seit zwei Monaten im Krefelder Zoo lebt, kniff ständig ein Auge zusammen und wurde schon von mehreren Tierärzten behandelt. Man vermutete zunächst, dass durch eine mögliche Wimpern-Fehlstellung ständig die Hornhaut des Tiers gereizt wurde.
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Am Dienstag (28.02.2012) kam sie schließlich in einer Krefelder Tierarztpraxis auf den OP-Tisch. "Wir sind ein kleiner Zoo und haben nur begrenzte Möglichkeiten, wenn es ums Operieren geht", erklärt Zoo-Sprecherin Petra Schwinn. Nachdem die Großkatze mit dem Blasrohr betäubt worden war, schleppten Tierpfleger sie zur Praxis des Veterinärs Karl-Heinz Schulte, die nur 50 Meter vom Zoo entfernt liegt. Dort ging es mitten durch das Wartezimmer - sehr zum Erstaunen der anderen Praxisbesucher mit ihren Haustieren.
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Bei der Untersuchung stellten die Tierärzte fest, dass Dari wohl bei einer Rangelei mit Geschwistern in ihrem englischen Geburtszoo eine Verletzung am Auge davongetragen hatte. „Das Oberlid ist durch eine Kralle gespalten worden und unsauber zusammengewachsen. Auf der Hornhaut ist ein deutlicher Kratzer erkennbar", so Zoo-Tierarzt Martin Straube. Die Veterinäre legten schließlich ein kleines Netz über die Hornhaut und hoffen nun auf schnelle Heilung.
Schneeleopardin Dari kam Ende Dezember 2011 aus dem Banham Zoo in Südengland nach Krefeld. Bisher ist sie sehr scheu und gewöhnt sich langsam und durch die Geduld der Raubtierpfleger an ihre neue Umgebung. "In ihrem Heimatzoo war sie sehr selbstbewusst. Aber vielleicht hat auch die Verletzung das Tier etwas verunsichert", mutmaßt Zoo-Sprecherin Schwinn. Kommendes Jahr soll die Schneeleopardin gemeinsam mit Zuchtkater Patan für Nachwuchs sorgen. "Mit ihren zwei Jahren ist sie jetzt noch etwas zu jung dafür."
Donnerstag, 10.11.2011
Partnervermittlung für Großkatzen
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Den Großkatzen im
Krefelder Zoo steht ein heißer Liebeswinter bevor: Sumatratiger und Geparde dürfen sich näher kommen, und auch für Schneeleopardenmännchen "Patan" wird langsam nach einem neuen Weibchen Ausschau gehalten.
Mit Romantik und großen Gefühlen hat die Partnersuche aber erst einmal nichts zu tun. Wer sich mit wem paaren darf, ist vielmehr strengen Regeln unterworfen und liegt in der Hand von Zoologen und Zuchtbuchführern. Auch über die großen Zoo-Katzen wird in den europäischen Zuchtprogrammen genau Buch geführt.
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"Der Genpool soll möglichst breit sein", erklärt der Krefelder Zoo-Tierarzt Martin Straube. So wird genau dokumentiert, welches Tier mit wem verwandt ist, um Inzucht zu vermeiden. Auch achten Zuchtbuchführer darauf, dass nicht immer dieselben Tierpaare für viel Nachwuchs und andere Paare für wenig Nachkommen sorgen. Doch wohin mit all den Tierkindern in den Zoos? "Bei den Tieren, die mit dem Segen des Zuchtbuches zur Welt kommen, kann man sicher sein, dass sie später an andere europäische Zoos vermittelt werden", so Straube. "Das sind quasi alles Wunschkinder."
Doch so ganz ohne Gefühl geht es dann am Ende doch nicht. So herrscht bei den Geparden beispielsweise strikte Damenwahl. Sagt der Kater der Katze nicht zu, wird es auch nichts mit der Paarung. "Wir greifen da zu einem Trick und trennen die Tiere für eine gewisse Zeit, damit es in der Partnerschaft nicht so langweilig wird." Und so könnte es zwischen den Krefelder Geparden bald tatsächlich wieder funken.
Heiß her gehen soll es auch bei "Sutera" und "Beludru", den beiden Sumatratigern. Nach zwei Würfen mit insgesamt vier Jungtieren dürfen sich die beiden zum dritten Mal zu einem Schäferstündchen zusammenfinden. Mit etwas Glück finden die Tierpfleger dann schon vier Monate später junge Tiger in der Wurfbox.
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Einzig der halbstarke Schneeleopard "Patan" muss sich noch etwas gedulden. Der Zweijährige lebt derzeit noch mit seiner Schwester zusammen, wird aber bald geschlechtsreif. Vor allem bei Minusgraden kommen Schneeleoparden in Stimmung. Der Grund: Die Katzen, die normalerweise im Himalaya leben, sorgen naturgemäß dafür, dass der Nachwuchs im Frühjahr zur Welt kommt, wenn auch die Beutetiere Junge haben. Bevor sich auch "Patan" verlieben kann, muss seine Schwester ausziehen und ein neues Weibchen einziehen. Und das sucht dann natürlich wieder der Zuchtbuchführer aus.
Freitag, 23.09.2011
Zwillingsnachwuchs bei den Baumpandas
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Anfang Juli brachte Baumpandaweibchen Cosima im
Krefelder Zoo Nachwuchs im Doppelpack zur Welt. Beim ersten öffentlichen Fototermin musste das Zwillingspärchen nun zum Wiegen antreten. Knapp zwei Kilogramm bringen die kleinen Pandageschwister jeweils auf die Waage. Außerdem überzeugten die flauschigen Bären das Pflegerteam beim Gesundheitscheck mit kräftigen Tatzenhieben von ihrer guten Entwicklung.
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Baumpandas werden im Chinesischen "Hun-ho" genannt, was so viel heißt wie "Feuerfuchs". Der Lebensraum des Bären mit dem auffallend roten Fell ist die Himalaja-Region. Sie sind geschickte Kletterer und können Bäume auch kopfüber hinabsteigen. Vermutlich leben nur noch 20.000 Tiere in freier Wildbahn. Baumpandas werden blind und nur mit weichem Flaum behaart geboren. In den ersten Monaten werden sie intensiv von ihrer Mutter betreut und verlassen den Bau nicht. Erst mit etwa drei Monaten machen sie erstmals eigene Erkundungsgänge. Auch die Krefelder Jungtiere werden nun langsam mobil.
Pandamama Cosima ist übrigens keine Unbekannte. Sie kam 2007 aus einem norditalienischen Zoo nach Krefeld und machte zunächst als Ausbrecherin Schlagzeilen. Mehrere Male verließ sie das Gehege und musste mit Hilfe der Feuerwehr aus den umliegenden Bäumen gefangen werden. In den kommenden Wochen werden sich nun auch ihrer Jungtiere vermehrt draußen zeigen. Dort kann man die flauschigen Kerle dann beim Klettern beobachten.
Freitag, 26.08.2011
Maya zieht nach Dänemark
Maya, Große Ameisenbärin und hauptberuflich Publikumsliebling im Zoo Krefeld, bezieht ein neues Zuhause im Jesperhus Junglezoo in Dänemark. Eigentlich sollte die junge Ameisenbärin, die von Hand aufgezogen wurde, erst Mitte September umziehen. Nun ließen sich aber zwei Transporte günstig miteinander verbinden und so reiste Maya schon am Donnerstag ab. An Bord ihres Spezialtransporters war auch ihr neuer Weggefährte, ein junger Großer Ameisenbär aus dem Zoo Zürich. Die beiden sollen nach einer Eingewöhnungsphase gemeinsam in der neuen Anlage Jesperhus Junglezoo leben.
Vom Flaschenkind zum Star
Am 13. November 2010 kam Maya zur Welt. Sie war das erste Baby bei den Großen Ameisenbären nach 47 Jahren Haltung. Doch nach zehn Tagen stellte sich heraus, dass Mayas Mutter nicht genug Milch hatte, um das Jungtier zu ernähren. Das Zooteam entschloss sich zu einer Handaufzucht. Baby Maya zog mit einem Gewicht von nur 1.000 Gramm bei Tierpflegerfamilie Dio ein, samt Brutkasten und Babyflasche. In den folgenden Wochen entwickelte sich Maya zu einem Star. Sie bekam ihren eigenen Internetauftritt und ihre öffentlichen Fütterungen an Sonntagen zogen hunderte Besucher an. Etwas größer geworden ging Maya schon mal im Schmetterlingshaus spazieren, wobei sie ihre Nase für neue Reize trainierte, und vor vier Monaten zog sie in das Affentropenhaus um. Hierhin kam Ziehmutter Sabine Dio nur noch abends zum Spielen und Kuscheln. Maya war so gut wie erwachsen, wog etwa 35 Kilo und war fast so groß wie ihre Eltern. Eine Vergesellschaftung mit ihrer Mutter war nicht mehr möglich, denn Große Ameisenbären sind Einzelgänger und es besteht keine Bindung zwischen Eltern und erwachsenem Nachwuchs.
Abschiedsschmerz - nur einseitig
Handaufzuchten sind immer schwierig, denn die Tiere dürfen sich nicht auf den Menschen fixieren. Das würde für beide Beteiligten zum Problem. Wenn das Tier sich selbst für einen Menschen hält, sieht es Tierpfleger später entweder als Paarungspartner oder Rivalen an. Und das veränderte Verhalten stört erheblich, wenn ein Zusammenleben mit Artgenossen geplant ist.
Mayas Verhalten ist voll und ganz artgerecht. Sie wurde früh genug "abgenabelt" und Ziehmutter Sabine Dio ist professionell genug, Distanz zu wahren. Trotzdem fiel ihr der Abschied schwer. "Mal sehen, wann wir mit der Familie einen Besuch in Dänemark planen. Immerhin weiß ich, dass meine Kleine es dort gut haben wird“, meint Sabine Dio und schaut dem Transporter beim Verlassen des Zoos wehmütig hinter her.
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