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Bereits im Juni 2006 wurde ein achtarmiger Krake als neuer Dauergast im
Sealife-Aquarium einquartiert. Dass sich der Oktopus mittlerweile in Königswinter wohl fühlt, ist ihm schon von weitem anzusehen. Denn Kraken verändern in Gefangenschaft ihre Körperfarbe je nach Stimmungslage; Je dunkler der Oktopus, desto zufriedener ist er. In der freien Natur geschieht der Farbwechsel, um sich zu Tarnzwecken dem Untergrund anzupassen.
Auch an die drei Aquaristen, die den Kraken betreuen, hat sich das Tier inzwischen
gewöhnt und verhält sich zu jedem der drei anders. Besonders Alexander von dem Driesch scheint es ihm angetan zu haben. Es kommt nicht selten vor, dass der Oktopus ihm seine acht Arme aus dem Wasser entgegenstreckt, wenn er den Betreuer erblickt.
Kraken gelten als die intelligentesten wirbellosen Tiere, Experten vergleichen ihre Intelligenz mit der von Ratten. Einige Wissenschaftler gehen sogar so weit, den Kraken unterschiedliche Persönlichkeiten und einen ausgesprochenen Spieltrieb zuzuschreiben. Auch das Exemplar im Königswinterer Meeresaquarium beschäftigt sich ausdauernd mit Bojen und Legosteinen in seinem Becken.
Bis jetzt ist der Oktopus im Sea Life Königswinter allerdings noch namenlos. Vorschläge nehmen die Sealife-Mitarbeiter bis zum 15. Dezember entgegen. Ob es sich dabei um einen weiblichen oder männlichen Namen handelt, ist nebensächlich, denn eine eindeutige Geschlechtsfeststellung ist bei einem Oktopus äußerst schwierig. Von einer Oktopusart ist sogar bekannt, dass es bei Paarungsversuchen immer wieder zu unfreiwilligen Kopulationsversuchen zwischen zwei Männchen kommt, weil die Tiere selbst nicht exakt zwischen den Geschlechtern unterscheiden können.
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