WDR.de
Freizeit
Alle Beiträge aus KölnNachwuchs für den Kölner Elefantenkindergarten: Die 14-jährige Elefantendame Aye Shan May brachte im Zoo ein gesundes männliches Jungtier zur Welt. Der kleine Dickhäuter hört auf den Namen Khin Yadanar Min, was soviel bedeutet wie "siegreiches Juwel". Er ist nun schon das vierte Jungtier, das im großen Elefantenpark zur Welt kam.
2006 war die Geburt des Elefantenbabys Marlar die Sensation. Doch ein halbes Jahr später starb Marlars Mutter. Die Kleine wurde fortan von ihren Tanten großgezogen. Ein Jahr später bekam Marlar dann endlich Spielgefährten in der gleichen Gewichtsklasse: Die Elefantenbabys Ming Jung und Maha Kumari kamen 2007 im Zoo zur Welt.
Jetzt muss das neugeborene Rüsseltier erst einmal den Elefantenpark entdecken. Auf 20.000 Quadratmetern erstreckt sich das Gelände im Kölner Zoo. Die Tiere verbringen den größten Teil des Tages gemeinsam in der Herde. Mit Menschen kommen sie nur bei der Pflege und Fütterung in Berührung. Um die Tiere gefahrlos untersuchen zu können, haben die Pfleger sie trainiert. Die Elefanten haben gelernt, auf ein Kommando mit dem Fuß, dem Rüssel oder dem Ohr einen Gegenstand zu berühren und in dieser Position zu verweilen. So können die Tiere aus sicherem Abstand behandelt werden. Die Pfleger arbeiten dabei ausschließlich über Belohnung. Unerwünschtes Verhalten wird einfach ignoriert.
Zum SeitenanfangBei ihrer Geburt fallen sie unsanft aus einer Höhe von gut zwei Metern auf den Boden. Bis sie endlich auf ihren eigenen vier Beinen stehen, können dann mehr als zwei Stunden vergehen. Kein Wunder, schließlich müssen Giraffenkinder als Frischgeborene schon ein Gewicht von 70 bis 80 Kilogramm in die Höhe stemmen.
Makindu heißt der neue Nachwuchs bei den Netzgiraffen im Kölner Zoo. Das Jungtier ist ein Männchen und wurde am 6. Juli 2009 von der 5-jährigen Koobi zur Welt gebracht. Der Kleine bringt es jetzt schon auf eine Größe von 1,80 Meter. Für Makindu ist derzeit nur die Milchquelle der Mutter interessant, sonst ernähren sich Giraffen von Blättern, jungen Trieben und Knospen, die sie mit ihrer langen Zunge geschickt und ohne sich an den Dornen der Akazien zu verletzen von den Ästen zupfen. Wussten Sie eigentlich, dass Giraffen blaue Zungen haben? Im Zoo reicht die Menupalette im Sommer von frischer Luzerne und Laub, über Obst und Gemüse bis hin zu Kraftfutter aus Getreide, Soja, Vitaminen und Mineralien.
Der für Giraffen charakteristische lange Hals besteht aus nur sieben Wirbeln, wie der anderer Säugetiere auch, nur dass die Wirbelkörper stark verlängert sind. Um das Blut bis ins Gehirn zu transportieren, leistet das 12 Kilogramm wiegende Herz Schwerarbeit. Bis zu 60 Liter werden pro Minute durch den Körper gepumpt. Auch liegt der Blutdruck bei Giraffen höher als bei anderen Säugern.
Sowohl Männchen als auch Weibchen tragen zapfenförmige Hörner auf dem Kopf. Diese setzen die männlichen Tiere im Kampf ein. Gefürchtet sind auch ihre Huftritte, mit denen sie sich gegen Angreifer zur Wehr setzen. Ausgewachsene gesunde Giraffen haben zwar keine natürlichen Feinde, jedoch versuchen Löwen oder Hyänen gelegentlich, Jungtiere oder alte und kranke Tiere zu erbeuten. Trotz ihrer Größe und ihres Gewichtes sind Giraffen gute Sprinter: Sie schaffen es im Galopp auf bis zu 50 Kilometer in der Stunde.
Zum SeitenanfangMit dem kleinen Hengstfohlen "Lex" gibt es neuen Zuwachs bei den Przewalskipferden im Kölner Zoo. Die Wildpferdherde besteht dort derzeit aus acht Tieren. Einen Spielgefährten hat "Lex" auch schon - seinen Bruder "Lysander" aus dem letzten Jahr.
Ob die beiden allerdings ihre Zukunft in einem anderen Zoo in Europa oder Amerika, in einem Reservat oder aber auch bei einem Wiederansiedlungsprojekt verbringen, steht jetzt noch nicht fest. Erst einmal wollen sich die Tierpfleger darauf konzentrieren, sie gesund aufwachsen zu lassen. Nur eines steht fest: Behalten wird der Kölner Zoo sie sicherlich nicht, denn wenn die Hengste erst einmal geschlechtsreif werden, würden sie versuchen, die anderen Stuten - also auch Geschwister und Mütter - zu decken.
Das Przewalskipferd dient als Paradebeispiel für die Rettung eines Wildtieres, das ohne Zuchtprogramme in Zoologischen Gärten nicht überlebt hätte. 1.500 Pferde sind aktuell im internationalen Zuchtbuch dokumentiert. Eine Vielzahl von Projekten sorgt dafür, Przewalskipferde wieder in die Natur zu integrieren. Auch der Kölner Zoo hat für ein Wiederansiedlungsprojekte in der Mongolei und in China bereits Tiere zur Verfügung gestellt.
Seinen ungewöhnlichen Namen verdankt das Przewalskipferd seinem Entdecker Nikolaj Przhevalsky. Der russische Geograph entdeckte 1878 die bis dato unbekannte Wildpferdart bei einer Expeditionen in Zentralasien. In der zweiten Hälfte des 20sten Jahrhunderts war das Przewalskipferd in freier Wildbahn ausgestorben. Der letzte frei lebende Przewalskihengst wurde 1969 gesehen. Nur wenige Exemplare wurden damals in zoologischen Gärten gehalten. Trotz vieler Generationen in menschlicher Obhut zeigen Untersuchungen heute, dass die Tiere noch immer die Fähigkeit besitzen, sich den unterschiedlichen Freilandbedingungen anzupassen.
Przewalskipferde haben häufig ein sandfarbenes Fell und ein helles Maul. Außerdem tragen sie eine Stehmähne und stets einen dunklen Streifen, den so genannten Aalstrich, auf dem Rücken. Ihre Beine haben manchmal eine Zebrastreifung.
Zum Seitenanfang
Aus dem Kölner Zoo sind in der Nacht zum Sonntag (07.09.08) vier seltene Giftechsen gestohlen worden. Wie die Zoo-Leitung mitteilte, handelt es sich bei den Tieren um Gila-Krustenechsen, deren Biss in seltenen Fällen und ohne ärztliche Behandlung für den Menschen tödlich wirken kann. Die Echsen, die etwa einen halben Meter Länge erreichen können, waren in einem mehrfach gesicherten Schauterrarium untergebracht. Nach Angaben der Polizei hatte ein Wachmann am Sonntagmorgen festgestellt, dass einer der gläsernen Behälter aufgebrochen worden war. Wegen ihrer Seltenheit würden die streng geschützten Tiere, die ursprünglich in den Trockengebieten im Südwesten der USA und in Mittelamerika leben, auf dem illegalen Markt teuer gehandelt. Die Zoo-Leitung geht davon aus, dass professionelle Diebe am Werk waren.
Zum SeitenanfangEtwa 1,80 Meter groß und rund 80 Kilo schwer - obwohl "Kiara" erst vor 20 Tagen zur Welt kam, ist das Wort "Baby" beim Neuzuwachs im Kölner Zoo schon völlig fehl am Platz. Das Netzgiraffenweibchen wurde heute erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Sie ist die 51. Giraffe, die im Kölner Zoo gehalten wird. Bis zu einem Jahr wird sie noch von ihrer Mutter, der sechsjährigen Kitale, gesäugt werden. Erst danach kommt sie das erste Mal in den Genuss der Standardnahrung für Kölner Giraffen: Haufenweise Blätter, im Winter Luzerne-Heu und zwischendurch immer etwas Obst und Gemüse.
Die aktuelle Herde ist mit "Kiaras" Geburt auf neun Exemplare angewachsen. Der Kölner Zoo verfügt damit nach eigenen Angaben über eine der erfolgreichsten Zuchten im europäischen Programm zur Arterhaltung. Für die älteren Jungtiere der Herde, "Nike" und "Kadija", hat die Geburt allerdings einen Ortswechsel zur Folge. Sie werden nach Karlsruhe und Wroclaw (Polen) umgesiedelt.
Zum SeitenanfangAm 11. März 2008 musste der Kölner Zoo eine traurige Nachricht verkünden. Tierpfleger hatten am Morgen einen toten Elefanten-Fötus im Gehege gefunden. Schnell nahm das Zooteam an, dass er von der 13-jährigen Shu Thu Zar stammen müsse. Die Elefantenkuh, die im April ihren Nachwuchs zur Welt bringen sollte, war vor knapp einem Jahr in eine Rangelei mit anderen Elefanten aus der Zooherde geraten. Danach hatte das Tier aus dem Unterleib geblutet, und schon damals waren Spätfolgen für das Kalb befürchtet worden. Nun könnte es aber dennoch sein, dass nicht sie die Fehlgeburt hatte, sondern eine andere trächtige Kuh aus der Herde, nämlich Aye Chan May, die im September vom Kölner Elefantenbullen Bindu gedeckt worden war. Der gefundene Fötus war so klein, dass er auch zu ihrem Deckdatum passen könnte. Wenn sich der Verdacht bestätigt, könnte der Zoo im April dann doch noch mit dem nächsten Elefantenbaby rechnen. "Das ist allerdings zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation", sagt Zoo-Direktor Theo Pagel. "Nur genaue Schwangerschaftstests und Blutproben können jetzt Sicherheit bringen." Ergebnisse werden allerdings erst in ein paar Wochen erwartet.
Zum SeitenanfangRund 1.000 Quadratmeter misst die neue Südamerika-Anlage im Kölner Zoo. Das riesige Quartier teilen sich zurzeit nur vier Bewohner. Gemeinsam mit drei Wasserschweinen ist Flachlandtapir "Ailton" gerade frisch eingezogen. Tapire sind die größten an Land lebenden Säugetiere des südamerikanischen Kontinents. Junge Tapire ähneln Wildschweinfrischlingen.
Unser Foto zeigt "Ailton" als Jung-Tapir. Ausgewachsen können die Tiere ein Gewicht von 150 bis 200 Kilo erreichen. Das auffallendste Merkmal dieser charismatischen Säuger ist neben ihrem hohen Scheitelkamm die rüsselartige Nase, die sehr beweglich ist. In seiner Heimat, östlich der Anden, hält sich der Tapir in tropischen Regenwäldern auf. Vor allem aber ist er stets in der Nähe von Wasser zu finden. Wasserpflanzen, Knospen und Früchte stehen auf ihrem bevorzugten Speiseplan.Die neue Anlage im Kölner Zoo ist das erste Puzzleteil zum Schwerpunkt Südamerika. Um Pfingsten herum soll auch der zweite Bauabschnitt eröffnet werden. Später sollen hier Vögel, Primaten und andere Säugetiere Südamerikas zu sehen sein.
Zum SeitenanfangPfleger des Kölner Zoos haben heute beim Gang durch das Elefantengehege einen traurigen Fund gemacht. Die 13-jährige Elefantenkuh Shu Thu Zars hat in der Nacht ihren für Ende April erwarteten Nachwuchs tot zur Welt gebracht.
[mehr]
Zum SeitenanfangEine Elefantenfamilie hat 2006 für einen Kölner Besucherrekord gesorgt. Wie der
Kölner Zoo mitteilte, kamen im vergangenen Jahr knapp 1,6 Millionen Menschen. Das entspricht einer Steigerung um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum erfolgreichsten Jahr
in der 147-jährigen Geschichte des Zoos hätten die erste Elefantengeburt, die
Elefanten-Webcam des Westdeutschen Rundfunks sowie die Fernseh-Dokusoap "Tierisch Kölsch" beigetragen. Auch beim Umsatz konnte der drittälteste Zoo Deutschlands mit einem Zuwachs um mehr als 20 Prozent ein Rekordergebnis verzeichnen. Wenn das Wetter bis zum Jahresende mitspielt, so Zoo-Direktor Theo Pagel, sei man zuversichtlich, diese positiven Zahlen 2007 erneut zu erreichen.
Zum Seitenanfang
Nach langer Pause ist im
Kölner Zoo wieder ein Kleideraffe geboren worden. Die in Südostasien beheimateten Affen zählen zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten, wie eine Zoosprecherin am Mittwoch mitteilte. In Vietnam setzt den Kleideraffen die Zersiedlung der Lebensräume und die Wilderei zu. Ihr Fleisch wird nicht nur gegessen, es ist auch zusammen mit Knochen und Fell in der traditionellen chinesischen Medizin begehrt.
Das Kölner Jungtier ist ein Männchen und wurde auf den Namen Hi vong getauft, das vietnamesische Wort für "Hoffnung". Der Kölner Zoo engagiert sich im Naturschutz in Vietnam.
Kleideraffen, die ihren Namen ihrer kleiderartigen Fellzeichnung verdanken, können in Gefangenschaft bis zu 20 Jahre alt werden.Bei Zoobesuchern sorgen vor allem die männlichen Tiere wegen eines farbenfrohen körperlichen Details für Aufsehen: Ihr Penis ist knallrot, der Hodensack blau oder weiß.
Zum Seitenanfang
Das am Mittwoch (09.05.07) im
Kölner Zoo geborene Elefantenkalb ist weiblich. Dies konnten die Pfleger erst am Wochenende eindeutig klären, wie eine Zoosprecherin am Montag (14.05.07) mitteilte. Das Jungtier soll auf den Namen Maha Kumari (große Prinzessin) getauft werden. Sowohl die Mutter Thi Ha Phyu (burmesisch für weiße Prinzessin) als auch das Kalb seien wohlauf und voll in den Herdenverband integriert.
Es handelt sich um den dritten Nachwuchs in der Elefantengruppe innerhalb der vergangenen zwei Jahre. Bereits am 16. April wurde der Elefantenbulle Ming Jung geboren. Vor rund einem Jahr war in Köln das Elefantenbaby Marlar zur Welt gekommen. Der erste Elefantennachwuchs des 1860 eröffneten Tierparks ist dort ein Publikumsliebling.
Während der neugeborene Elefantenbulle später zur Fortsetzung der Zucht an andere Tierparks abgegeben werden soll, werden die weiblichen Tiere in Köln bleiben. Am Dienstag (15.05.07) soll Maha Kumari erstmals auf die Außenanlage des Kölner Elefantengeheges gelassen werden.
Zum SeitenanfangErneut ist im
Kölner Zoo ein Elefant geboren worden. Die Leitkuh der Herde, Thi Ha Phyu, brachte am Mittwochabend (09.05.07) ein gesundes Kalb zur Welt. "Es sieht soweit gesund und munter aus", sagte Zootierarzt Olaf Behlert am Mittwochabend auf Anfrage des WDR.
Die 27-jährige Thi Ha Phyu hatte das Kalb gegen 21.15 Uhr offenbar komplikationslos inmitten der Kölner Herde zur Welt gebracht. Noch am vergangenen Sonntag hatte es Anzeichen für ernsthafte Probleme bei der 27-jährigen hochschwangeren Leitkuh gegeben. Die WDR-Elefantencam war deshalb auf Wunsch des Kölner Zoos sogar für einige Stunden abgeschaltet worden. Doch zum Glück waren es anstatt der befürchteten Komplikationen "nur" wehenartige Koliken.
Rund 72 Stunden später kam das Kalb - ebenso wie der vor 23 Tagen geborene Elefantenbulle Ming Jung - unter Ausschluss der (menschlichen) Öffentlichkeit zur Welt. Welches Geschlecht das dritte im Kölner Zoo geborene Elefantenjunge hat, ist noch nicht bekannt. Insgeheim hoffen im Kölner Zoo aber alle darauf, dass es sich wie bei der im vergangenen Jahr geborenen Marlar um ein Mädchen handelt - dann nämlich könnte das Jungtier im Kölner Zoo bleiben und irgendwann selbst einmal für Nachwuchs sorgen. Andernfalls müsste es, so wie auch der kleine Bulle Ming Jung, spätestens mit dem Eintreten der Geschlechtsreife in einen anderen europäischen Zoo umgesiedelt werden.
Zum Seitenanfang
Gerade einmal neun Tage alt ist das Elefantenbaby aus dem
Kölner Zoo, da darf es auch schon zum ersten Mal das große Außengehege erkunden. "Bei der kleinen Marlar haben wir damals drei Wochen gewartet, wir trauen uns also immer mehr", so Zoodirektor Theo Pagel. Der erste Ausflug ins Freie fiel dann auch gleich mit dem offiziellen Tauftermin zusammen. Über 1.300 Namensvorschläge für den Kleinen waren zuvor eingegangen - ausgewählt wurde für den kleinen Bullen "Ming Jung".
Und wie waren nun die ersten Schritte unter freiem Himmel? "Es ist wohl schon spannend, wenn man das erste Mal Sand unter den Füßen hat. Allerdings ist er mit dem Rüssel noch nicht so geschickt. Für eine richtige Sanddusche reicht es also noch nicht", so Pagel. Auch hatten Zoomitarbeiter vorsorglich alle Wasserbecken im Gehege abgesperrt. Schließlich war Ming Jung kurz nach seiner Geburt schon einmal versehentlich im Wasser gelandet. Allzu weit darf sich der kleine Dickhäuter aber sowieso nicht von seiner Gruppe entfernen. Muttertier und Tanten schirmen ihn meistens gut ab.
In den nächsten Tagen wird das Elefantenbaby jeweils für ein paar Stunden im mittleren Teil der Elefantenanlage zu sehen sein. "Wir müssen erst schauen, wie fit er ist und wie geschickt er sich anstellt. Dann darf er bald auch das restliche Gehege erkunden." Elefantenkind Marlar, die 2006 im Zoo zur Welt kam, muss sich seit der Geburt des kleinen Bullens ihre Patentanten teilen. Deshalb hat sie mittlerweile eine ganz besondere Taktik entwickelt, um die Aufmerksamkeit ihrer Sippe zu erregen. "Sie steigt auf Steine und trompetet laut."
Wie es "Ming Jung" geht, zeigt stets aktuell die
Elefantencam von WDR.de.
Zum SeitenanfangWie nennt man einen kleinen Elefantenbullen? Die Frage beschäftigte den
Kölner Zoo und seine Besucher, seit der Nachwuchs in der Nacht zum Montag (16.04.07) zur Welt kam. Benedetto lautete einer der meist genannten Namen, schließlich sei der kleine Elefant am Geburtstag des Papstes geboren.
Eine Kölner Boulevardzeitung nahm sich schließlich der Sache an und sammelte Vorschläge. Mehr als 1.300 kamen zusammen. Zusammen mit dem Zoodirektor und den Tierpflegern wurden die Ideen gesichtet und dann beraten, welcher Name wohl passend wäre. Das Ergebnis steht seit Sonntag (22.04.07) fest: In schönster thailändisch-kölscher Verballhornung wird das Elefantenbaby "Ming Jung" genannt. Klingt thailändisch, sollte deshalb auch bei den Verwandten des kleinen Bullen nicht zu Verwirrung führen und spricht sich fast wie die kölsche Variante von "mein Junge".
Ob der Name aber auch außerhalb Kölns taugt? Schließlich muss der Elefantenbulle mit einsetzender Geschlechtsreife - also in etwa acht Jahren - den Zoo verlassen. Dann soll er im Rahmen des Zuchtprogramms in einen anderen Zoo umziehen.
Wie es "Ming Jung" geht, zeigt stets aktuell
die Elefantencam von WDR.de.
Zum Seitenanfang
Kaum machte der Kleine am Dienstagmittag (17.04.07) seine ersten wackeligen Schritte vor den staunenden Besuchern, bestürmten den Chef des
Kölner Zoos auch schon die ersten Elefantenfans mit ihren Namensvorschlägen. "Benedetto", wie der Papst, sei einer der am häufigsten genannten Namen für das Baby, berichtet der Kölner Zoodirektor Theo Pagel. Schließlich sei der Elefanten-Nachwuchs mit hoher Wahrscheinlichkeit am Geburtstag des Heiligen Vaters geboren.
Anders als bei der im März 2006 geborenen Marlar, deren Namen der Zoo damals intern ausgesucht hatte, dürfen dieses Mal die Leser einer Kölner Boulevardzeitung mitentscheiden. "Aus allen Vorschlägen", so Pagel, "wird dann ein Kuratorium den schönsten Namen auswählen."
Ein kollektiver Seufzer der Verzückung raunte durch die Menge, als pünktlich um 12 Uhr mittags erstmals seit der Geburt des kleinen Elefantenbullen die Türen des Elefantenhauses für Besucher wieder geöffnet werden. Kindergartengruppen und viele Familien waren gekommen, um von den drei Aussichtskanzeln einen Blick auf den neuen Publikumsmagneten im Elefantenhaus zu erhaschen. Wenn das Wetter mitspielt, ist für die Herde und das Jungtier schon bald wieder Schluss mit dem durch die Geburt notwendigen "Stubenarrest" - Bereits am kommenden Wochenende ist bei gleichbleibenden Temperaturen der erste Ausflug in das zwei Hektar große Außengehege geplant.
Lieber wäre es den Verantwortlichen im Kölner Zoo gewesen, wenn nach Marlar anstatt eines jungen Bullen erneut ein Weibchen geboren worden wäre. So ist es unausweichlich, dass das jetzt geborene männliche Jungtier seine Kölner Heimat verlassen muss, wenn es mit etwa acht Jahren geschlechtsreif wird. Dann, so ist geplant, wird es im Rahmen des Zuchtprogramms in einen anderen Zoo ziehen. Bis dahin aber, so hoffen die Kölner Tierpfleger, wird der kleine Elefant ausgiebig mit seiner ein Jahr älteren Cousine Marlar spielen. Im Augenblick ist das Elefantenmädchen allerdings noch reichlich irritiert durch den Neuzugang. Cheftierpfleger Nass: "Marlar ist total durch den Wind."
Hier geht es zur Elefantencam von WDR.de
Fotogalerie vom zweiten Tag nach der Geburt
Zum SeitenanfangIm Kölner Zoo ist in der Nacht zu Montag (16.04.07) ein Elefantenbaby geboren worden. Mit der Elefantencam von WDR.de können Sie live vom Schreibtisch aus beobachten, wie es dem Jungtier und seiner Mutter "Tong Koon" geht. Bereits Mitte März hatte das Ergebnis einer Laboranalyse für erste Aufregung gesorgt: Ein auf Elefantenurin spezialisiertes Berliner Institut hatte bei der hochschwangeren Tong Koon eine erhebliche Normabweichung eines Schwangerschaftshormons festgestellt - oftmals ein Indiz für die unmittelbar bevorstehende Geburt. Doch es dauerte noch einen Monat, bevor Zoodirektor Theo Pagel am Montagmorgen (16.04.07) erleichtert mitteilen konnte: "Es ist da".
Von der Geburt selbst hat außer der Elefantenherde niemand etwas mitbekommen. "Als die Pfleger am Sonntagabend abgeschlossen haben, war alles noch völlig normal. Und als sie heute morgen ins Elefantenhaus zurückkehrten, war das Baby da." Mutter Tong Koon und ihr Jungtier sind nach Angaben des Zoos gesund. Erst wenige Stunden alt hat das Jungtier auch bereits sein erstes Abenteuer überstanden: Mutter und Tanten der Herde mussten es aus dem Wasserbecken des Elefantenhauses herausfischen, nachdem es ein unfreiwilliges Bad genommen hatte.
Das Elefantenhaus bleibt am Montag (16.04.07) geschlossen und wird am Dienstag um 12 Uhr wieder für Besucher geöffnet werden.
Zur Elefantencam von WDR bitte hier klicken
Zum Seitenanfang
Fernsehmoderator Elton hat für den neuen Seelöwen des
Kölner Zoos tief in die Tasche gegriffen. 1.000 Euro kostete es den Kölner Promi, für ein Jahr lang Patenonkel des dreijährigen Seelöwenmännchens Yumni werden zu dürfen.
Das 2003 in Rotterdam geborene und zuletzt in Gelsenkirchen beheimatete Tier ist erst vor zwei Wochen nach Köln umgezogen und gab sich beim ersten Fototermin lange Zeit ziemlich schüchtern: Trotz verlockender Fische in der Hand seines Patenonkels behielt Yumnis Angst erst die Oberhand über den Appetit, während die Seelöwinnen Astrid, Möhrchen, Antje und Gorli sich schon längst den Bauch mit Heringen vollschlugen. Erst am Ende des Fototermins langte dann auch Yumni beim Fischfrühstück zu. Noch sind die Fußstapfen seines Vorgängers vermutlich ein bisschen zu groß: Sein Vorgänger, der im Dezember verstorbene Seelöwenbulle Charlie, hatte sein Seelöwinnen-Harem 20 Jahre im Griff.
Auch Nicht-Promis können übrigens eine
Tierpatenschaft im Kölner Zoo übernehmen, die je nach Tierart deutlich günstiger ist: Patenonkel einer Blattschneiderameise oder eines Piranhas zu werden, belastet das Portmonee zum Beispiel nur mit 50 Euro jährlich.
Zum Seitenanfang
Eine kleine Elefantendame ist wohl dafür verantwortlich, dass der
Kölner Zoo auf ein Rekordjahr zurückblicken kann. Noch nie kamen so viele Besucher (1,15 Millionen) und noch nie wurden so viele Dauerkarten verkauft (22.000). Und auch neun Monate nach der Geburt von Marlar, die durch die
WDR-Elefantencam auch außerhalb Kölns viele Fans gewonnen hat, reißt das Interesse an dem Jungtier nicht ab. Seit Marlars Mutter Mitte Dezember eingeschläfert werden musste, habe der Zoo Hunderte von Zuschriften erhalten, erzählt der designierte Zoodirektor Theo Pagel: "Kinder haben uns gemalte Engel geschickt, die wir Marlar zeigen sollen, um sie damit zu trösten". Doch so persönlich viele der Briefe auch gestaltet sind: Der Zoo bittet um Verständnis, dass die Briefe nicht beantwortet werden können.
Das 439 Kilo schwere Elefantenbaby, so Theo Pagel, habe den Verlust der Mutter gut verkraftet. Mehrere Tanten kümmern sich inzwischen abwechselnd um Marlar und schützen sie vor den Bullen in der Herde. Weil Marlar seit dem Tod von Khaing Lwin Htoo keine Milch mehr aufgenommen hatte, sorgen nun Elektrolyte, Bananenbrei und zu so genannten Pellets gepresste Ersatzmilch dafür, dass das Jungtier auch weiterhin ein Kilo pro Tag zunimmt.
Doch vielleicht kann Marlar bald auch wieder echte Muttermilch trinken. Bis zu sechs der Kühe im Kölner Elefantenpark sind möglicherweise trächtig. Und nach der Geburt, das ist bei Elefanten durchaus üblich, dürfte sich dann auch Marlar bei einer ihrer Tanten bedienen. "Die nuckelt jetzt schon reihum überall mal rum, aber bislang kommt noch nichts", so Elefantenpfleger Werner Sass.
Tong Koon, die im September aus Thailand nach Köln kam, dürfte wohl als erste als Milchlieferantin für Marlar zur Verfügung stehen, denn die 17-Jährige Kuh ist sichtbar hochschwanger. Auf einen genauen Geburtstermin für das nächste Elefantenbaby will sich zur Zeit aber noch niemand im Kölner Zoo festlegen. Zu frisch ist noch die Erinnerung an so manchen Fehlalarm im Vorfeld von Marlars Geburt. Mit Hilfe eines kürzlich angeschafften Utraschallgeräts soll Tong Koon Anfang Januar erstmals genauer untersucht werden. "Dann werden wir zumindest wissen, wie groß das Ding da drinnen eigentlich ist", erklärt Theo Pagel mit einem Schmunzeln. Um zu erfahren, ob die anderen Kühe wirklich trächtig sind, wird ein Berliner Institut im neuen Jahr das Urin aller "Verdächtigen" einer Hormonanalyse unterziehen.
Zum Seitenanfang"In meiner jungen Karriere ist das der bislang schwerste Akt“, sichtlich geknickt eröffnete Theo Pagel, Chef des Kölner Zoos, die Pressekonferenz zum Tod der Elefantenkuh Khaing Lwin Htoo. Das Tier hatte lange für Schlagzeilen gesorgt, weil es nach einer wahren Marathon-Schwangerschaft vor acht Monaten das Elefantenbaby Marlar geboren hatte, einen der Stars im Kölner Zoo. Gestern Abend ist Khaing gestorben, an einem so genannten Harnblasenumschlag, wie Zootierarzt Dr. Olaf Behlert berichtete.
"Die Beschwerden sind erstmals Anfang des Jahres, also drei Monate vor Marlars Geburt aufgetreten.“ Zwar habe man sie immer wieder unterdrücken können, so dass Marlar von der Mutter optimal versorgt werden konnte. Eine Heilung sei jedoch nicht möglich gewesen. In den vergangenen beiden Monaten habe sich der Zustand der Mutter immer weiter verschlechtert, so dass sie gestern eingeschläfert worden sei.
Weil sich das abgezeichnet habe, wurde Marla bereits vor zwei Wochen auf Ersatzmilch umgestellt, zudem isst sie bereits feste Nahrung. "Wir sind voller Hoffnung, dass sie einen guten Weg geht“, so die optimistische Prognose von Theo Pagel. Die kleine Elefantin komme mit der Situation relativ gut klar und solle in der Gruppe bleiben, sagt Tierarzt Behlert. "Sie ist aber unruhig und sucht nach der Mutter."
Deren Rolle müssen nun die vier Tanten Thi Ha Phyu, Maejaruad, Kreeblamduan und Ton Koon einnehmen. Behlert: "Die waren vorher schon ganz jeck auf Marlar.“ Allzu lange wird Marlar wohl nicht die kleinste im Elefantenhaus sein: Mit ziemlicher Sicherheit – endgültige Untersuchungen stehen noch aus – sind weitere Kühe trächtig. Thi Ha Phyu und Tong Koon werden wohl als nächstes für Nachwuchs sorgen. Dann gibt es in Köln einen richtigen Elefantenkindergarten, das wäre laut Behlert "ideal für Marlar“.
Zum SeitenanfangTraurige Nachricht aus dem Kölner Zoo: Elefantenkuh Khaing Lwin Htoo, die im März 2006 Elefantenbaby und Besucherliebling "Marlar" zu Welt gebracht hatte, ist tot. Sie musste in der Nacht zum Mittwoch (13.12.06) im Kölner Zoo eingeschläfert werden.
Die asiatische Elefantenkuh war weit über die Zoogrenzen hinaus bekannt. Schließlich war sie über Monate die Hauptdarstellerin eines echten Geburtskrimis.
Die letzte Phase ihrer Trächtigkeit war von 42 Überwachungskameras im Elefantengehehe festgehalten worden. Dank "Elefantencam" konnten WDR.de-User jeden Schritt der trächtigen Vier-Tonnen-Dame bequem zuhause auf dem Computerbildschirm verfolgen. Und das war eine höchst spannende Angelegenheit. Denn: Erst verschob sich der Geburtstermin durch einen Rechenfehler, dann steckte das Kalb auch noch ungünstig im Mutterleib fest. Schließlich kam erst im März 2006 die kleine Marlar zur Welt. Der erste Elefantennachwuchs im Kölner Zoo überhaupt.
Khaing Lwin Htoo, deren burmesischer Name soviel wie "Sonniger Strauß" bedeutet, wurde 26 Jahre alt. Nun müssen wohl die Tanten der Elefantensippe das Muttertier ersetzen. Schon nach der Geburt im Herdenverband hatten sich die anderen Elefantenkühe gewissenhaft mit um das Kalb gekümmert.
Zum Seitenanfang
...Wärmelampe. Zumindest sehen das diese beiden jungen
Erdmännchen im Kölner Zoo so. Zwar wird es auch in ihrer Heimat, der südafrikanischen Savanne, in manchen Nächten empfindlich kalt. Doch gegen die jetzige, schon tagelang andauernde nass-kalte Wetterperiode hilft nur noch ein beheizter Boden und eine fest installierte elektrische Höhensonne im Erdmännchengehege. Und weil der Platz unter der Wärmelampe begrenzt ist, kommt es auch schon mal zu bissigen Streitereien um den schönsten Platz an der Sonne.
Zum Seitenanfang
Geboren wurde Nala bereits am 1. September. Doch weil Mutter und Tochter die ersten Wochen ungestört verbringen sollten, lud der
Kölner Zoo erst jetzt zum offiziellen Fototermin ein. Die kleine Nala ist bereits das dritte Kind von Orang-Utan-Mutter Nony. Die 21-Jährige Nony ist selbst in Köln geboren und wurde mit der Flasche handaufgezogen.
Benannt wurde die kleine Affendame nach einem Fluss in der Heimat dieser Menschenaffenart, der Insel Borneo. Nachwuchs bei Orang-Utans ist verhältnismäßig selten, der Abstand zwischen zwei Geburten kann bis zu acht Jahre betragen. Dies liegt unter anderem auch daran, dass die Jungen sehr langsam wachsen und jahrelang gesäugt werden müssen. In europäischen Zoos leben insgesamt etwa 150 Borneo-Orang-Utans, in der Kölner Gruppe ist Nala jetzt das sechste Mitglied.
Zum SeitenanfangPermanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/zoos_nrw/koeln/
Der WDR ist nicht für Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.