Donnerstag, 23.10.2014

Eine Ladung Skorpione Huckepack

Skorpion mit Nachwuchs/Rechte:Peter Klaas Kaiserskorpion mit Nachwuchs auf dem Rücken

Ein schönes Schauspiel ist derzeit im Insektarium des Kölner Zoos zu beobachten. Dort nämlich wird - gut behütet - der Nachwuchs der Kaiserskorpione durch die Gegend getragen. Dicht gedrängt lassen sich dabei die noch weißen Skorpionkinder auf Mamas Rücken nieder.

Kaiserskorpione gehören mit einer Größe von mehr als 15 Zentimeter Länge zu den größten ihrer Art. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass ihnen ein fast sanftes Wesen nachgesagt wird. "Sie stechen eher selten und haben ein ruhiges Wesen", sagt Thomas Ziegler vom Kölner Zoo. "Trotz ihrer beeindruckenden Größe für einen Skorpion ist ihr Gift nur schwach. Beutetiere wie Insekten und manchmal auch junge Nager werden in der Regel allein mit der Kraft der Scheren erbeutet und überwältigt."

In der Natur leben Kaiserskorpione unter Baumrinde oder Steinen sowie in selbst gegrabenen, bis knapp 40 Zentimeter tiefen Höhlen. Auch untereinander ist diese Art im Gegensatz zu vielen anderen Skorpionsarten recht verträglich. Die Kaiserskorpione bauen große Kolonien in ihren Höhlen auf, die sie oft mehrere Generationen lang bewohnen.

In der neuen Spinnentierausstellung des Kölner Insektariums sind nun die ersten Nachzuchten der Kaiserskorpione zu sehen.

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Mittwoch, 08.10.2014

Elefantenkuh verliert Jungtier

Elefantenherde/Rechte: dpa Kölner Elefantenkühe mit Jungtieren (Archivbild)

Die asiatische Elefantenkuh "Maha Kumari" im Kölner Zoo hat ihr ungeborenes Jungtier verloren. Die Elefantenkuh war im 15. Monat trächtig. Die Tragzeit bei Elefanten beträgt 22 Monate. Das Kalb ist wahrscheinlich das erste Opfer der Pockenerkrankung, mit der sich mittlerweile acht Elefanten der Kölner Herde infiziert haben. „Wir wussten, dass dies passieren kann - aber nicht muss", so Zootierarzt Olaf Behlert.

Pfleger tragen Schutzkleidung

Anfang September waren zunächst nur drei Tiere erkrankt, dann hatten sich die Pocken auf weitere Tiere der Herde übertragen. Wie das Virus in das Gehege der Elefanten gelangt ist, ist unklar. Für Menschen kann es aber nur gefährlich werden, wenn sie Hautkontakt mit den Elefanten haben. Deshalb tragen die Pfleger bei der Arbeit Schutzkleidung. Das Elefantenhaus ist für Besucher geschlossen. Die Tiere sind aber auf der Außenanlage zu sehen. Seit den 1970er Jahren gelten Pocken bei den Menschen als ausgerottet. Doch bei vielen Tierarten, wie zum Beispiel auch Kühen, brechen sie immer noch aus.

Fußbäder für Dickhäuter

Das größte mit den Pocken verbundene Risiko ist das sogenannte Ausschuhen. Dabei löst sich die Fußsohle der Dickhäuter ab. Deshalb werden die kranken Elefanten mit Fußbädern behandelt. Im schlimmsten Fall können die Tiere durch das Ausschuhen nicht mehr stehen und müssten infolgedessen sterben. Die Pocken auf der Haut, die etwa so groß wie 10-Cent Stücke sind, werden zudem mit Salben eingerieben. Sie treten vor allem an den Schleimhäuten auf, besonders in Mund und Rachen.

Tiere bleiben im Herdenverband

„Die Tiere werden antibiotisch sowie immunologisch versorgt und die Pocken lokal behandelt. Wir setzen bei der Behandlung vor allem auf die Stärkung des Immunsystems", so Behlert. Die Tiere verbleiben im Sozialverband, um so unnötigen Stress, der zu einer weiteren Schwächung des Immunsystems führen kann, zu vermeiden.

Auch Marlar ist trächtig

Elefantenkuh "Maha Kumari" sei trotz Verlust ihres Kalbes wohlauf, hieß es aus dem Zoo. Unter den Kölner Elefantenkühen sind auch Publikumsliebling "Marlar" und "Tong Koon" trächtig. Beide seien aber bisher aber unauffällig, hieß es aus dem Zoo.

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Donnerstag, 06.03.2014

Kulleraugen und rote Sturmfrisur

Orang-Utan-Weibchen mit Nachwuchs/Rechte: Werner Scheurer Borneo-Urang-Utan Cori mit ihrem Nachwuchs Ciri

Mit großen Kulleraugen blickt die kleine "Ciri" in die Welt. Der Borneo-Orang-Utan ist der jüngste Affenspross im WWW: Kölner Zoo und hatte nun den ersten großen Auftritt vor Journalisten. Der kleine Menschenaffe mit der roten Sturmfrisur kam Anfang Februar 2014 im Urwaldhaus des Zoos zur Welt. Seitdem lässt Mutter "Cori" - die schon dreifache Mutter ist - ihren Nachwuchs nicht aus den Augen. Und auch den Rest der Affensippe hat die kleine Ciri schon kennengelernt - unter anderem den Clan-Chef "Bornie", der mit seinen 30 Jahren der Älteste unter den Orang-Utans ist. "Der war ganz nett zu Ciri", beschreibt Zookurator Bernd Marcordes das erste Treffen. Dafür geht das Affenoberhaupt mit seinen Weibchen nicht immer so freundlich um. "Da geht es unter Orang-Utans schon mal ganz schön rüde zu", verrät Marcordes.
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Orang-Utans sind akut vom Aussterben bedroht. Auf den beiden großen Inseln Sumatra und Borneo nimmt der Lebensraum der roten Affen durch Zerstörung des tropischen Regenwalds ab. Grund dafür ist die Erschließung riesiger Palmölplantagen. Außerdem werden die Menschenaffen immer noch illegal gejagt. Rund 165 Borneo-Orang-Utans werden derzeit in europäischen 35 Zoos gehalten.

Einer davon ist nun die kleine "Ciri". Wenn sie in den nächsten Monaten etwas selbstständiger wird, kann sie mit "Cajunga" spielen. Die kam 2012 ebenfalls im Kölner Zoo zur Welt. "Menschenaffen wachsen sehr langsam und bleiben lange bei ihren Eltern", so Bernd Marcordes. Auf der Außenanlage wird man die Affen übrigens nur im Hochsommer antreffen. "Das sind echte Stubenhocker", sagt Marcordes.

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