Mittwoch, 25.04.2012

Trauer um Flusspferd Rosl

Flusspferd/Rechte: Goebel +

Mit ihren 53 Jahren war Rosl das älteste Flusspferd Deutschlands. Doch seit ein paar Monaten schon hatte sich der Zustand der schwergewichtigen Dame im WWW: Gelsenkirchener Zoo dramatisch verschlechtert. Rosl plagte nicht nur eine schwere Arthrose, sie litt auch noch unter einer Hautkrankheit. Am Ende mangelte es ihr sogar an Appetit. Noch nicht mal ihre geliebten Äpfel rührte sie an. Als sie schließlich nur noch apathisch im Wasserbecken lag, entschloss sich das Zooteam schweren Herzens das Tier zu erlösen. Rosl wurde eingeschläfert.

"Wir wissen noch nicht, warum sich ihr Zustand so verschlechtert hat. Vielleicht weil sie einfach nur uralt war oder doch eine innere Krankheit hatte", so Zoobiologin Sabine Haas. "Wildtiere zeigen erst sehr spät, wenn sie ernsthaft krank sind. Auch Ultraschalluntersuchungen sind bei Flusspferden unmöglich, weil die Haut zu dick ist." Als das zwei Tonnen schwere Flusspferd schließlich nicht mehr fressen wollte, war sich das Zooteam sicher, dass Rosl ernsthaft krank war. Nomalerweise verschlang das Tier ganze Schubkarrenladungen Gras, eimerweise Äpfel und ganze Brote.

"Rosl war ein ganz besonderes Flusspferd. Nicht nur weil sie so alt war, sondern weil sie so zahm war", erzählt Sabine Haas. Sie habe ein sehr inniges Verhältnis zu ihren Pflegern gehabt. "Sie liebte es, wenn man ihre Zunge kraulte." Auf der Flusspferdanlage des Zoos leben neben dem Bullen Erni, mit dem Rosl 31 Jahre lang eng befreundet war, noch drei weitere Flusspferdweibchen. "Da kann man allerdings nicht auf die Anlage gehen. Das wäre viel zu gefährlich."

Rosl soll nun obduziert werden. In der Natur werden Flusspferde übrigens 30 bis 40 Jahre alt.

Flusspferd Rosl/Rechte: Zoom Erlebniswelt +

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Samstag, 10.03.2012

Riesenbaby im Giraffenhaus

Giraffenbulle mit Mutter/Rechte: Zoom Erlebniswelt + Das Giraffenhaus im WWW: Zoom Gelsenkirchen hat einen neuen Mitbewohner. Giraffenkuh "Mary" brachte am Freitag (09.03.2012) ihr zweites Jungtier zur Welt, das bei der Geburt aus einer Höhe von 1,70 Meter auf die Welt plumpste.

Bereits einen Abend zuvor hatte sich die Geburt sichtbar angekündigt. Da war die zehnjährige Mary bereits nervös im Stall herumgelaufen. "Und plötzlich waren auch alle anderen Giraffen da und schauten über die Stallabtrennung", erzählt Zoo-Tierärztin Pia Krawinkel.

Die Geburt selbst dauerte nur wenige Minuten. Und der neugeborene kleine Bulle versuchte auch schnell, auf die Beine zu kommen. "Nach nur 13 Minuten versuchte er zu stehen", sagt die Veterinärin. Und dann hatte das zierliche und übermütige Jungtier vor allem eines - großen Durst.
"Endlich mal eine Bilderbuchgeburt", freut sich Krawinkel. Nun hoffen alle auf eine zweite problemlose Geburt im Sommer von Giraffe "Jadranka", die die aktuelle Geburt von Marys Baby sehr aufmerksam verfolgt hat. "Jadranka" hatte vor einem Jahr ebenfalls ein Kalb bekommen, dieses aber kurz nach der Geburt in Panik fast zertrampelt. Der Kleine wurde anschließend mit der Flasche aufgezogen.

Vorerst bleibt der neue Nachwuchs noch im Innengehege. In Kürze wird er seinen zweijährigen Bruder Kijome und die anderen Giraffen kennen lernen. Vom Giraffenhaus kann er dann zunächst das Vorgehege und schließlich die 5.000 Quadratmeter große Außenanlage erkunden.

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