Dienstag, 31.03.2015

Der sanfte Ernie wird 45 Jahre alt

Fusspferd Ernie/Rechte: Zoo Gelsenkirchen Ernie zeigt gerne Zähne - ist aber ein ganz Lieber
Er ist nicht nur der dienstälteste Bewohner des WWW: Gelsenkirchener Zoos, sondern auch der älteste Flusspferdbulle Deutschlands. Ernie wird heute 45 Jahre alt und lebt fast schon genauso lange im Ruhrgebiet. Schon 1971 zog er in den damaligen Ruhr Zoo. Nach dem Umbau bekam er 2006 mit Partnerin Rosi ein neues Gehege. Die beiden waren 31 Jahre lang ein Paar - bis Rosi mit 53 Jahren (!) starb. Seitdem lebt der Bulle mit seinen beiden Weibchen Suse und Asita in der Dschungelhalle des Zoos.

Zahnpflege mit ganzem Körpereinsatz

Obwohl Flusspferde eine Lebenserwartung von 40 Jahren haben, macht sich Ernie auch im hohen Alter noch gut. Nur die Zähne machen dem tonnenschweren Tier hin und wieder Sorgen, erzählt Zoosprecherin Sabine Haas. "Die müssen regelmäßig gereinigt werden. Und das ist eine ganz schön stinkige Angelegenheit". Tatsächlich erlaubt Ernie seinen Pflegern ihm dabei tief ins Maul zu greifen, um große Brocken Essensreste aus seinen Zahnfleischtaschen zu kramen. Warum sich das der Bulle so gern gefallen lässt? "Er liebt Gaumenmassagen und sperrt schon deshalb freiwillig das riesige Maul auf."

Obwohl Flusspferde so gemütliche wirken, gehörensie gemeinhin zu den gefährlichsten Tieren Afrikas. Jedes Jahr sterben dort etliche Menschen durch Flusspferdangriffe. "Ernie schlägt da jedoch völlig aus derArt", sagt Sabine Haas. "Der ist einfach sehr zahm und nett."

Hippo-Torte zum Fest

Zum Geburtstag gab es für Ernie eine riesige "Torte". Die bestand aus einem Haufen Rübenschnitzel - Ernies Leibspeise - sowie ganzen Salatköpfen und mehreren Brotlaiben. Fressen durfte der Bulle sie aber ausnahmsweise ganz allein. Denn: Ernie hat bei seinen zwei Frauen nichts zu sagen. Und wenn es um Futter geht, kennen Suse und Asita kein Erbarmen.

Ernie mit Torte/Rechte: Zoo Gelsenkirchen "Riesentorte mit ganzen Salatköpfen"

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Montag, 24.11.2014

Kleinwüchsige Antonia wird 25 Jahre alt

Eisbärin/Rechte: Zoom Erlebniswelt Zu klein geraten: Eisbärin Antonia im Gelsenkirchener Zoo

Sie ist einer der Publikumslieblinge und längst eine Art Maskottchen im Gelsenkirchener Zoo: Antonia - die kleinwüchsige Eisbärin. Wer vor ihrem Gehege steht, merkt schnell - hier stimmt etwas nicht. Irgendwie sind die Beine dieser Bärin zu kurz geraten. Das kleinwüchsige Tier kam vor 25 Jahren im Zoo Karlsruhe zur Welt - gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Anton, der sich aber völlig normal entwickelte. Irgendwann hörte Antonia einfach auf zu wachsen und zog mit zwei Jahren nach Gelsenkirchen um.

"Antonia ist wahrscheinlich der einzige kleinwüchsige Eisbär in einem Zoo", schätzt Zoobiologin Sabine Haas. Zum Vergleich: Haben Eisbären normalerweise eine Schulterhöhe von 1,50 Meter, misst Antonia gerade einmal 70 Zentimeter. "So ein kleinwüchsiger Eisbär hätte in freier Natur keine Überlebenschance. Er wäre im Kampf mit anderen Bären immer unterlegen", so Haas. Antonia selber aber habe mit ihrer Größe kein Problem. Im Gegenteil, sie leide eher unter einem Napoleonkomplex und hielte sich für die Größte. "Da werden auch schon mal die großen Bären und auch die Tierpfleger durchs Gitter lautstark angefaucht."

Während Eisbären in freier Natur mit 25 Jahren schon uralt sind, können sie im Zoo durchaus 40 Jahre alt werden. Zum runden Geburtstag gibt es für Antonia eine Eisbombe mit Fisch, Joghurt und Beeren.

Eisbärin/Rechte: Zoom Erlebniswelt Antonia lebt allein im Zoogehege - sie hätte bei einem Kampf mit anderen Bären keine Chance

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Dienstag, 16.09.2014

Abschied von Eisbärin Fanny

Eisbaer/Rechte: Zoo Gelsenkirchen.jpg Eisbärin Fanny starb mit 35 Jahren

Auf ihre alten Tage wurde die Eisbärin im Gelsenkirchener Zoo von ihren Pflegern mit gekochtem Haferschleim verwöhnt. Manchmal gab es sogar ein Töpfchen Sahne. Die Zähne wollten einfach nicht mehr helfen beim Kauen und auch das Gewicht des Tieres schrumpfte in den letzten Wochen zusehends. Jetzt starb Fanny im WWW: Gelsenkirchener Zoo - im hohen Alter von 35 Jahren. "Sie ist friedlich eingeschlafen", so Zoo-Biologin Sabine Haas. Eine anschließende Obduktion ergab keine Auffälligkeiten. Fanny starb einfach an Altersschwäche.

Die Eisbärin kam 2008 aus dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg ins Ruhrgebiet und verbrachte die letzten Jahre mit Eisbär Elvis, der bereits letzten Sommer mit 34 Jahren gestorben war. Eisbären zählen zu den größten Bären und damit zu den mächtigsten Landraubtieren der Welt. Das bisher bekannte älteste Tier ist mit 41 Jahren gestorben.

Der Zoo hat neben den beiden jüngeren Eisbären "Lara" und "Bill" auch noch die kleinwüchsige "Antonia". Sie ist eine Art Maskottchen des Gelsenkirchener Zoos. Bislang lebte sie in einem kleineren Gehege. Nun ist sie in ein größeres umgezogen.

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