Donnerstag, 16.05.2013

Tiger verschlafen ihre Begrüßung

Tiger/Rechte: WDR/Goebel Die Tigerbrüder beim Nickerchen

Da liegen sie also. In voller Größe. Der eine benutzt die Pfoten des anderen als Kopfkissen. Die sibirischen Tiger-Drillinge Manu, Thrax und Virgil sind die neue Sensation im Gelsenkirchener Zoo. Extra für sie hat man innerhalb von neun Monaten eine 1.000-Quadratmeter-Behausung gebaut - mit Flusslauf und Badestelle. Erst vor wenigen Wochen waren die Brüder aus Ungarn angereist. Und nun wollte man sie nach der Quarantäne-Zeit endlich in ihrem neuen Reich der Öffentlichkeit präsentieren. Sogar der Bürgermeister war gekommen. Riesige Fleischstücke wurden ausgelegt, damit man die imposanten Raubkatzen hinter der Scheibe in Aktion sehen konnte. Doch was machten die drei? Ein Nickerchen!

Tiger/Rechte: WDR/Goebel + Bruderliebe Das Trio fühlt sich sichtlich wohl. Doch die Ruhe täuscht, sagt Zoo-Tierärztin Pia Krawinkel. "Als Virgil mich gestern gesehen hat, ist er mit seinen Pranken sofort an der Scheibe hochgesprungen. Der dachte wahrscheinlich: 'Ach, das ist die mit dem Betäubungsgewehr.'"

Die Brüder sollen in ihrem neuen Reich nun erst einmal ankommen. Raus auf die neue Anlage geht es erst in den nächsten Wochen. Die Drei unterscheiden sich auch charakterlich gut voneinander. Virgil ist der Boss - leicht reizbar und etwas unruhig. Er zeigt auch den Pflegern schon mal durch lautes Fauchen und Knurren seinen Unmut. Manu ist ein eher ruhiger Vertreter und Thrax macht gerne ein Schläfchen - am liebsten auf dem Rücken liegend.

Tiger/Rechte: WDR/Goebel So schlafend präsentierten sich die Katzen der Presse

Außerdem ist da noch eine Nummer vier. Roger - Tiger-Neuzugang aus Holland - ist ebenfalls schon in Gelsenkirchen angekommen. Nur hat er seine künftigen WG-Mitbewohner noch nicht kennengelernt. "Er liegt gerade mit Zahnschmerzen auf der Krankenstation." Gleich zwei Schneidezähne sind der großen Raubkatze abgebrochen. Jetzt droht eine komplizierte OP.

Sind die Tiger erst einmal zusammen geführt, bleibt die spannende Frage, wer das Rudel anführen wird. Einer der zweijährigen Brüder oder der sieben Jahre alte Roger? "Die werden sich schon einigen", ist sich Tierpflegerin Stephanie Märcz sicher. In einigen Wochen können Besucher das wilde Quartett dann auch zusammen auf der Anlage sehen. Vielleicht zur Abwechslung dann mal hellwach.

Tigeranlage/Rechte: WDR/Goebel Die neue Tigeranlage, gebaut für eine Million Euro


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Sonntag, 12.05.2013

Rentier-Babyboom: Sieben auf einen Streich

Rentierkalb/Rechte: Zoom Gelsenkirchen Rentiernachwuchs in Gelsenkirchen

Gleich siebenfaches Mutterglück gab es im WWW: Gelsenkirchener Zoo. Mit einigen Tagen Abstand kamen dort sieben kleine Rentiere zur Welt. Mit dem jüngsten Nachwuchs ist die Herde nun auf 18 Familienmitglieder angewachsen.

Rentier mit Kalb/Rechte: Zoom Gelsenkirchen + Mutterglück Wild lebende Rentiere durchstreifen die Tundren Nordamerikas, Skandinaviens und Asiens. Die nordamerikanischen Vertreter der Rentiere werden auch Karibus genannt - ein Wort, das aus dem Indianischen stammt. Rentiere gehören zur Familie der Hirsche und auch die Weibchen tragen ein Geweih. Die langbeinigen Schönheiten, die bis zu 1,40 Meter groß werden, sind bis heute die einzige domestizierte Hirschart. Wie ihr bekanntester Vertreter namens Rudolph, werden sie seit Jahrhunderten auch vor den Schlitten gespannt.

In den nächsten Wochen werden auch die kleinen Rentiere in Gelsenkirchen immer selbstständiger und erobern ihr 2.000 Quadratmeter großes Freigehege.

Rentier mit Nachwuchs/Rechte: Zoom Gelsenkirchen Auch weibliche Rentiere tragen ein Geweih

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Dienstag, 21.08.2012

Überraschungsgeburt bei den Orang-Utans

Orang Utan-Nachwuchs/Rechte: Zoom Gelsenkirchen

Damit hatte offensichtlich niemand im WWW: Gelsenkirchener Zoo gerechnet: Die 40-jährige Orang-Utan-Dame "Sexta" hat ganz überraschend Nachwuchs bekommen - eine Seltenheit bei Orang-Utan-Weibchen in diesem Alter. "Es war zwar aufgefallen, dass Sexta ein wenig zugenommen hatte, doch in ihrem Alter ist das nicht ungewöhnlich", so Zoo-Biologin Sabine Haas.

Orang Utan mit Nachwuchs/Rechte: Zoom Gelsenkirchen + Sexta, die ihr letztes Jungtier 1990 zur Welt brachte, nahm die Sache scheinbar gelassen. Die Geburt fand tatsächlich vor den Augen einiger Besucher statt. Erst anschließend zogen sich Mutter und Kind zum Ausruhen in den Schlafbereich zurück. In den ersten Wochen wird sich das Baby nur für Mama interessieren und sich eng an ihren Bauch klammern. Milch saugen und schlafen sind nun das Wichtigste am Tag. "Sexta kümmert sich fürsorglich und liebevoll um ihr Baby", so Sabine Haas. "Sie legt sich gut hin, damit ihr Kleines zum Trinken an ihr hochklettern kann." Das Baby ist circa 30 Zentimeter groß und 1,5 Kilo schwer. "Wahrscheinlich ein Mädchen. Doch sicher ist man sich bei dem Geschlecht noch nicht, Mama Sexta hat es noch nicht eindeutig zeigen wollen."

Orang-Utans leben in den Wäldern Südostasiens. In freier Natur können sie bis zu 50 Jahre alt werden. In Gefangenschaft sogar 60 Jahre alt.

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