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Der 50 Jahre alter Orang-Utan "Siam" hat im
Duisburger Zoo noch einmal für Nachwuchs gesorgt. Der Senior freue sich über eine gesunde Tochter, die seine Lieblingspartnerin "Anette" (16) zur Welt gebracht hat, teilte der Zoo am Donnerstag (21.01.10) mit.
Der Affe lebt schon seit den 1960-er Jahren im Duisburger Zoo und zählt zu den ältesten in Gefangenschaft gehaltenen Orang-Utans der Welt. Mit mehr als 50 Nachzuchten gehört der Zoo Duisburg zu den wichtigsten Einrichtungen zur Erhaltung der Menschenaffen, die akut vom Aussterben bedroht sind. Orang-Utans leben in freier Wildbahn meist nur 35 Jahre.
Zum SeitenanfangDas Giraffenjunge hat schon einen ganz ordentlichen Zug an sich: Die eineinhalb Liter Milch aus seiner Nuckelflasche verdrückt es innerhalb von etwa einer Minute, am Tag trinkt es bis zu acht Litern. Da es seit seiner Geburt am 3. Oktober von seiner Mutter nicht beachtet wird, ist das noch namenlose Männchen das erste Giraffenbaby in der Geschichte des Duisburger Zoos, das von Hand groß gezogen werden muss.
"Es gibt für uns keinen erkennbaren Grund, warum die Mutter das Kind nicht annimmt", sagt Jochen Reiter, der wissenschaftliche Leiter des Duisburger Zoos - zumal das Junge auf dem ersten Blick keine Krankheiten zeigt. Trotzdem: Das Junge und seine Mutter Malindi ignorierten sich standhaft. "Nach etwa drei Tagen entschieden wir uns, einzugreifen", sagt Reiter. Das hieß: Handaufzucht.
Seitdem spielt Pfleger Werner Tenter Ersatzmutter und hat einen stressigen, langen Arbeitstag: Im Zeitraum zwischen sechs und 21 Uhr muss das Baby gefüttert werden. Seit kurzem bekommt Tenter Unterstützung von zwei anderen Pflegern - auch, damit die Giraffe sich nicht zu sehr an seine menschliche Bezugsperson gewöhnt. "Das könnte spätestens dann gefährlich werden, wenn das Tier geschlechtsreif ist. Dann könnte es in seinem früheren Ziehvater einen Konkurrenten im Kampf um die Gunst eines Weibchens sehen", sagt Reiter. Deswegen dürfen die Pfleger das Junge auch nur füttern, aber nicht streicheln oder mit dem Tier spielen. Der Zoo will die Fütterung möglichst bald auf feste Nahrung umstellen.
Bei seiner Geburt war das Junge etwa 1,85 Meter groß und etwa 40 bis 50 Kilogramm schwer. Es ist aus dem Körper der Mutter aus etwa zwei Metern Höhe auf den Boden gefallen: "Eine Giraffe gebärt ihre Kinder nicht im Sitzen, weil sie sich sonst zu einer leichten Beute beispielsweise für Löwen machen würde", erklärt Reiter. Einen Namen für das Tier, das zur Zeit etwa einen Zentimeter pro Woche wächst, will der Zoo in einem öffentlichen Namenswettbewerb finden, der demnächst ausgeschrieben wird.
Zum SeitenanfangMit einem Jetlag sind am Freitag (04.09.09) zwei Koalas auf dem Düsseldorfer Flughafen gelandet. Sie stammen aus einem Zoo im nordamerikanischen San Diego. Wie jedes Lebewesen müssten sich die Beutelbären zunächst an den neuen Zeit-Rhythmus gewöhnen, sagte Volker Grün, Kurator des Duisburger Zoos.
Die geräuschempfindlichen Tiere saßen während des elfstündigen Fluges von Los Angeles in Transportboxen auf den hinteren Plätzen der Economy-Klasse eines Linienflugzeugs. "Die Tiere waren während des Fluges sehr ruhig und haben geschlafen", sagte Tierpflegerin Anna Lena Hohmann. Zusammen mit Pflegerin Amy Alfrey fütterte sie die Koalas mit Eukalyptusblättern aus San Diego. Die Koalas sind für die Zoos in Duisburg und Plankendahl (Belgien) bestimmt. Dort sollen sie sich mit anderen Koalas paaren.
Zum SeitenanfangHeute gehört der Zoo in Duisburg zu den größten Deutschlands. Doch als der Tierpark vor genau 75 Jahren erstmals seine Tore öffnet, zeigt er exotische Tiere auf einer Fläche von gerade einmal einem Hektar. Das erste Aquarium entsteht noch im Blockhausstil. 1936 trifft der erste "Leihelefant" in Duisburg ein. Schon drei Jahre später muss der Zoo schließen. Mitarbeiter werden zur Wehrmacht eingezogen. Im Zweiten Weltkrieg wird das Gelände durch Bombenangriffe völlig verwüstet.
Mit einfachen Mitteln wird der Zoo nach Kriegsende komplett neu aufgebaut. Seither ist er der einzige Zoo Deutschlands, den eine Autobahn (die A3) durchschneidet. Noch heute stehen Bauten und Anlagen aus der damaligen Zeit - wie das Aquarium, das heute von Elefanten genutzte Großsäugerhaus, die Robbenanlagen sowie das seinerzeit größte Affenhaus der Welt. Doch vieles hat sich - zum Wohle der Tiere - längst geändert.
1969 leitet Direktor Gewalt die erste Walfangexpedition nach Kanada und bringt Belugas mit nach Duisburg. Unter Gewalt entwickelt sich der Zoo Duisburg zu einem Zoologischen Garten mit Weltruf und Besucherzahlen von über einer Million pro Jahr. Bekannt wird der Zoo auch durch die Haltung verschiedener Wal- und Delfinarten, von denen heute noch die Großen Tümmler sowie die einzigartigen Amazonas-Flussdelfine in Duisburg leben.
1985 können das große Raubtierhaus und seine Freianlagen eingeweiht werden. Mussten viele Großkatzen lange durch Gitterstäbe spähen, gibt es heute immer mehr Freiflächen mit viel Grün für die Bewohner. Löwen liegen im Gras statt auf Beton. 1995 werden in Duisburg erstmals in Europa Koalas geboren. Seit 1997 lernen die Affen im Zoo, Bilder zu malen! Viele Freianlagen für Tiere sind in den letzten Jahren entstanden. Unter dem aktuellen Direktor Achim Winkler soll die Modernisierung der Gehege weiter fortgesetzt werden.
Mit einer Festwoche feiert der Zoo Duisburg vom 12. bis 17. Mai 2009 seinen 75. Geburtstag.
Zum SeitenanfangDas im August geborene Gorilla-Baby im Zoo Duisburg ist ein Mädchen. Sein Geschlecht konnte erst jetzt bestimmt werden, da es bislang nur am Bauch seiner Mutter gehangen hatte. Inzwischen werde es immer größer und kräftiger, sagte ein Zoosprecher am Freitag (10.10.08). Mutter Safiri passe aber weiterhin gut auf, dass ihm niemand zu nahe kommt.
Einen Namen soll es nun im Rahmen eines Wettbewerbs bekommen. Die Geburt des kleinen Gorillaweibchens bescherte dem Duisburger Zoo den ersten Gorilla-Nachwuchs in seiner Geschichte. Eltern sind die zwölfjährige Safiri aus Australien und der englische Gorillamann Mapema.
Zum SeitenanfangDer Zoo Duisburg hat am Donnerstag seinen jüngsten Delfin-Nachwuchs vorgestellt. Im Delfinarium tummelt sich künftig auch das knapp zwei Monate alte Delfin-Baby Dolly. Das 15 Jahre alte Delfinweibchen Delphi hatte das Jungtier bereits am 4. August zur Welt gebracht. Seitdem wurden beide aber von der Außenwelt abgeschottet, um den Kontakt zu Keimen und Krankheitserregern zu vermeiden.
Neugeborene Delfin-Babys verfügen bei ihrer Geburt von Natur aus über kein Immunsystem und entwickeln es erst, indem sie in den ersten Lebensmonaten über die Muttermilch wertvolle Abwehrstoffe aufnehmen. Gut eineinhalb Monate nach der Geburt ist das Immunsystem des Jungtieres nun ausreichend entwickelt, so dass die kleine Dolly am Donnerstag gefahrlos der Öffentlichkeit vorgestellt werden konnte.
Im November 2003 verstarb der letzte Delfin-Nachwuchs des Zoo Duisburg, der zwei Jahre alte Duke, an einer bakteriellen Infektion. Delfin-Geburten sind in Zoologischen Gärten nach wie vor selten. Dollys Geburt verlief delfin-typisch sehr schnell in nur einer halben Stunde. Dabei kam Dolly, wie bei Delfinen üblich zuerst mit der Schwanzflosse auf die Welt, um sogleich an die Wasseroberfläche zu schwimmen und erstmalig zu atmen. Dollys Mutter Delphi kam selbst 1992 im Zoo Duisburg zur Welt. Neben Delphi und Dolly gehören noch der einzige männliche Große Tümmler Ivo und die Delfinweibchen Daisy und Pepina zu den Bewohnern des Delfinariums.
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Ausgesprochen erfolgreich ist die Zwergflusspferdzucht des
Duisburger Zoos. Seit 1974 gab es nun bereits zum 20. Male Nachwuchs. Von zwei Ausnahmen abgesehen, kamen bislang durchweg Weibchen zur Welt. Nach Angaben der Duisburger Zoologen ein weltweites Phänomen: Aus unerklärlichen Gründen werden stets mehr Zwergflusspferdweibchen als -Männchen geboren. Am 17. Juli wurde nach etwa sieben Monaten Tragezeit der Nachwuchs des zuchterprobten Liebespaares Mutter 'Quirly' und Vater 'Lear' geboren.
Im Gegensatz zu ihren großen Vettern, - den über weite Teile Afrikas verbreiteten Fluss- oder Nilpferden geben sich die
Zwergflusspferde in eher bescheidener Formatfülle und tragen mit einer Schulterhöhe von lediglich 75 Zentimtern ihren Namen zu Recht. Erstmals im Jahre 1948 in ihrer westafrikanischen Heimat Liberia entdeckt, gelten diese zumeist gemütlichen Urwaldbewohner als hoch bestandgefährdet. Sie sind in Zoologischen Gärten eher eine Ausnahme.
Zum SeitenanfangJahrzehntelang mussten sich die Nacktnasen-Wombats im
Duisburger Zoo mit wechselnden Standorten zufrieden geben. Mal lebten die
pummeligen Beutelsäuger in einem Holzverschlag am Rande der – inzwischen aufgegebenen – Indienanlage, mal als exotische Raritäten im – inzwischen ebenfalls aufgegebenen – „Zoologischen Raritätenkabinett“ – mal zwischen südamerikanischen Nandu-Straußen und Pampashasen.
Einem Firmen- und Sponsorenkonsortium ist es zu verdanken, dass die an eine Kreuzung aus Kleinbär, Murmeltier und Riesenwühlmaus erinnernden australischen Grabbeutler nun eine rund 150 Quadratmeter große Anlage mit eigenem Warmhaus sowie einer speziell hergerichteten Auslauffläche unterhalb des Koala-Hauses beziehen können. Hier haben die Tiere ausreichend Gelegenheit, ihrer Lieblingsbeschäftigung nachzugehen: dem Buddeln und Graben. Damit die leidenschaftlichen Gräber allerdings nicht unversehens Tunnel anlegen, die sie in Richtung Ehrendenkmal am Kaiserberg oder gar auf die Zebra-Anlage führen könnten, wurden stabile Drahtgeflechte knietief im Erdreich versenkt. Als erstes werden die 33 Jahre alte Emma und der 14 Jahre alte Rolf in ihr neues Zuhause umquartiert. Die beiden in deutschen Zoos geborenen Tiere gelten als friedfertig. Anders dagegen Bony und Roxy: Die beiden mit 40 Kilo fast doppelt so schweren australischen Wildfänge sind deutlich aggressiver und werden erst in einigen Wochen folgen. In Duisburg ist man sich sicher, dass es in der neuen Anlage nicht lange dauern wird, bevor es erstmals Nachwuchs gibt.
Zum SeitenanfangFür zwei junge Brillenpinguine begann am Donnerstag (08.03.07) der Ernst des Lebens: "Nummer 11" und "Nummer 12" watschelten unter Aufsicht der Pfleger erstmals durch das Gemeinschaftsgehege der
Duisburger Pinguinkolonie. Die letzten Wochen hatten die beiden von der Gruppe isoliert in der Obhut der Pfleger verbracht. Für "Nummer 11", wäre der Start ins Pinguinleben im Dezember 2006 fast völlig missglückt.
Nachdem sich der gerade einmal 25 Gramm schwere Schlüpfling nach 24-stündigem Mühen erfolgreich durch seine harten Eischale gepellt hatte, schien einer elterlichen Aufzucht eigentlich nichts im Wege zu stehen – wenn sich seine Erziehungsberechtigten nicht fürchterlich mit den Nestnachbarn in die Federn geraten wären. Um nicht zwischen den Vogelfronten zerrieben zu werden, musste das Küken seinen Schlupfplatz gegen ein Aufzuchtkörbchen der Tierpfleger eintauschen.
„Nummer 12“ durfte sich dagegen zuerst über fürsorgliche Eltern freuen – bis die Tierpfleger ihn nach 6-wöchigem Höhlen-Hocker-Dasein von Mutter und Vater entwöhnen mussten, um das allzu dünn geratene Küken mit entgräteten Heringsschwänzen sowie Mineral- und Vitamincocktails von Menschenhand aufzupäppeln.
Inzwischen sind beide Jungvögel zu stattlichen Jugendlichen herangewachsen, denen allerdings der berühmte „Feder-Frack“ noch fehlt.
PS: Nur noch wenige Tage bleiben, um bequem vom Schreibtisch aus eine andere Brillenpinguin-Kolonie im Internet beobachten zu können. Die drei
WDR.de-Pinguincams, mit deren Hilfe das Treiben von 83 Tieren im
Allwetterzoo Münster verfolgt werden kann, werden am 17. März abgeschaltet. Wenige Tage später kommen die Video-Webcams von WDR.de dann an anderem Ort erneut zum Einsatz - wo, wird noch nicht verraten.
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Wer unter Jetlag leidet, dem schmecken selbst die zum Frühstück frisch eingeflogenen Eukalyptusblätter nicht richtig. Noch dazu, wenn man, wie Koala-Männchen "Jannali", gerade 18 Stunden am Stück wach gewesen ist. Wo Koalas es doch eigentlich bevorzugen, 18 Stunden pro Tag zu schlafen. Doch der Reihe nach:
Drei Koala-Männchen reisten in den vergangenen Tagen in der Economy-Class quer durch Europa. Denn für
Koalas, die in Australien heimisch sind, gelten besondere Reisevorschriften: Ein Transport im Frachtraum ist durch den in der internationalen Koala-Haltung federführenden
Zoo San Diego/USA strikt untersagt.
Als erster machte sich bereits am Donnerstag vergangener Woche der Duisburger Koala "Goonaroo" auf die Reise. Auf dem Weg nach Schottland genoss der Beutelsäuger nach Angaben des begleitenden Pflegers Mario Chindemi "echten First Class-Service" - inklusive Schutzdiensteskorte, Eukalyptusblätter und Saugmatte auf dem Sitz. Der Umzug des 2004 im Duisburger Zoo geborene "Goonaroo" in den
Zoo Edinburgh war nötig geworden, um am Zuchtstandort Duisburg Inzucht und damit verbundene genetische Defekte auszuschließen.
Doch Tierpfleger Chindemi musste nicht mit leerer Transportbox aus Schottland zurückkehren. Am Montagnachmittag bestieg er erneut das Flugzeug, diesmal zusammen mit dem Koalamännchen "Jannali", der dem Duisburger Schönheitsideal allerdings nicht ganz entspricht:
"Mein Gott, was hat der denn für eine lange Nase", beschreibt Mario Chindemi, was ihm beim ersten Aufeinandertreffen durch den Kopf schoss, und fügt entschuldigend hinzu: "Wir sind halt von unseren anderen Koalas verwöhnt. Da ist alles gleichmäßig rund: Augen, Ohren, Nase, Mund".
Bis "Jannali" im
Duisburger Zoo auf Tuchfühlung mit dem anderen Geschlecht gehen darf, wird es noch einige Tage dauern: "Noch ist er einfach zu schlapp. Aber wenn er sich vom Jetlag ein wenig erholt hat, werden ihn unsere Mädels schon rufen. Und dann sehen wir weiter", erklärt Tierpfleger Chindemi die nächsten Schritte an Europas erfolgreichstem Koala-Zuchtstandort.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Duisburger Koaladamen weniger kritisch über Jannalis Nase urteilen werden.
PS: Der dritte Koala wurde nach dem Motto "Konkurrenz belebt das Geschäft" von Schottland nach Österreich umquartiert. Im
Wiener Tierpark Schönbrunn soll das sechsjährige Männchen "Chumbee" Schwung in das brachliegende Liebesleben eines dort bereits lebenden Pärchens bringen.
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Im Abstand von einer Woche sind im
Duisburger Zoo zwei "Waldmenschen" geboren worden. Die roten Orang-Utans
gehörten zu der am stärksten bedrohten Menschenaffenart, teilte der Zoo am Donnerstag (15.02.7) mit. Das erste Baby sei am 25. Januar zur Welt gekommen, das zweite am 1. Februar. In der Vergangenheit zwangen nachlässige Muttertiere die Pfleger immer wieder, den Nachwuchs mit der Hand aufzuziehen. Doch diesmal wurden beide Babys problemlos von ihren Müttern Annette und Miri aufgenommen. Die Jungtiere sind im tropisch-warmem Affenhaus zu sehen. Einen Namen haben sie noch nicht. Seit 1962 wurden im Duisburger Zoo über 50 Orang-Utans geboren.
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Kübelweise Spott wurde in den vergangenen Tagen über Faultier Mats ausgegossen. "Faultier zu faul für die Forschung", titelten diverse Zeitungen, weil das Jenaer "Institut für spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie" die Arbeit mit dem Tier enttäuscht beendet hatte. Drei Jahre lang waren alle Versuche, die Bewegungen des tropischen Baumbewohners für eine Studie zu analysieren, fehlgeschlagen - Mats hatte sich einfach nicht bewegt. Auf die Entlassung aus dem Dienst der Wissenschaft folgte Ende 2006 der Zwangsumzug in den
Duisburger Zoo.
Doch seit das Tier dort in einer Baumkrone des Affenhauses abgesetzt wurde, ist es mit der Bewegungslosigkeit vorbei: "Wir überlegen, ob wir 'Mats' nicht einen neuen Namen geben sollen. 'Elvis' wäre nicht schlecht, so wie der durchs Gehege rockt." Frank Chomik, Inspektor für Tierversorgung im Duisburger Zoo, ist voll des Lobes für seinen neuen Schützling.
Vielleicht, schmunzelt der Duisburger Tierexperte, lag seine Bewegungsunlust ja auch an den schlechten Vorbildern, die "Mats" in Jena hatte: "Das einzige, was sich das Tier vom dortigen Lehrbetrieb an Bewegung abgucken konnte, waren ja 99 unterschiedliche Sitzpositionen in den Vorlesungen."
Natürlich hat Frank Chomik auch eine ernsthafte Erklärung dafür, warum der
Verwandte von Gürteltier und Ameisenbär in Duisburg plötzlich wie ausgewechselt ist: Anstelle des engen Jenaer Forschungskäfigs ohne Artverwandte könne sich das Tier nun "auf Hunderten von Quadratmetern" im Duisburger Affenhaus austoben. Außerdem gäbe es auch abwechselnd zwei Weibchen in dem Gehege. Gut möglich also, dass in Duisburg demnächst außer Mats auch sein Nachwuchs im Baum hängen wird - größenteils regungslos, aber extrem zufrieden.
Zum SeitenanfangAchim Winkler heißt der neue Mann an der Spitze des Duisburger Zoos. Wie der Tierpark am Dienstag (02.01.07) mitteilte, übernimmt der bisherige Stellvertreter das Amt von Reinhard Frese, der 13 Jahre lang den Zoo geleitet hatte und nun in den Ruhestand geht. Der 45-jährige Winkler hatte mehrere Jahre in England und Südafrika studiert und als Tierpfleger gearbeitet. Seit 1993 ist der Diplom-Biologe im Duisburger Zoo beschäftigt, 2005 wurde er vom Aufsichtsrat zum stellvertretenden Zoologisch-Technischen Direktor berufen. Als Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit hat sich der Diplom-Biologe unter anderem die Sanierung der Tier- und Wirtschaftsgebäude sowie die weitere Internationalisierung des Tierparks vorgenommen. Ganz oben auf seiner Wunschliste stehen Fluss-Seekühe für das Tropenhaus. Mitte des vergangenen Jahres war Winkler auch als neuer Zoodirektor in Köln im Gespräch, sagte dort aber zu Gunsten des Duisburger Zoos ab.
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Im
Duisburger Delphinarium ist die mehrmonatige, erzwungene Open-Air-Saison beendet. Passend zum winterlichen Kälteeinbruch konnte nach fünfwöchiger Bauphase das neue Dach im Duisburger Zoo eingeweiht werden. Nachdem vor einem Jahr beim
Einsturz eines Eisporthallendachs in Bad Reichenhall 15 Menschen ums Leben gekommen waren, wurden bundesweit Hallendächer mit ähnlicher Konstruktion überprüft. Auch in Duisburg stellte ein unabhängiges Gutachterteam feuchtigkeitsbedingte Schäden fest. Aus Sicherheitsgründen wurde das Tierhaus für den Publikumsverkehr geschlossen und erst wieder geöffnet, nachdem das Dach im März 2006 komplett abgebaut worden war. Während der Delphinariumsbetrieb unter freiem Himmel weiter gehen konnte, startete der Zoo die Spendenkampagne "Lasst uns nicht im Regen stehen", durch die in nur zehn Monaten über 800.000 Euro eingenommen wurden. Nun sorgen tonnenschwere Stahlträger, transparente Kunststoffplatten und verschiebbare Dachelemente dafür, dass Regen und Schnee wieder außen vor bleiben. Eine der ersten Aktionen nach der Wiedereröffnung war am Heiligabend die "Wasserbescherung" des Weihnachtsmannes, mit der den Duisburger Kindern die Wartezeit auf die Bescherung verkürzt wurde.
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Duisburger Zoo hat mit den Arbeiten zum Bau des neuen Delfinarium-Dachs begonnen. Die rund 1,8 Millionen teure Konstruktion aus Stahl und Glas soll spätestens am 20. Dezember fertig sein, sagte Zoodirektor Reinhard Frese.
Während der Bauarbeiten fallen die täglichen Delfin-Vorführungen aus. Die vier Delfine Ivo, Daisy, Delphi und Pepina sind derzeit in einem Ausweichbecken untergebracht. Am Montag soll dann der erste Dachträger gesetzt werden.
Der Neubau ist auch durch Bürger- und Vereinsspenden in Höhe von rund 650 000 Euro möglich geworden. "Wir sind weiterhin dankbar für jede Spende. Finanziell steht der Zoo derzeit in Boxershorts da und braucht noch dringend Geld für Socken", so Zoodirektor Frese. Das erst zehn Jahre alte Holzdach des Delfinariums musste im Februar wegen akuter Einsturzgefahr abgerissen werden. Bei einer Überprüfung nach dem Einsturz einer Eissporthalle in Bad Reichenhall waren Schäden an der Konstruktion entdeckt worden. Seit dem Abriss fanden die Delfinvorführungen unter freiem Himmel statt. Das neue Delfinarium-Dach soll 30 Jahre halten.
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