Mittwoch, 29.05.2013

Zweites Albino-Känguru in Duisburg

Albino-Känguru/zoo-foto.de/Kuster Erster Blick aus dem Beutel

Neugierig streckt das kleine Känguru seinen Kopf aus Mamas Beutel, spitzt die Ohren, reckt kurz die Nase. Von oben tröpfelt Dauerregen. Ok - also nix wie zurück in den warmen Beutel! Beim ersten offiziellen Pressetermin anlässlich des weißen Känguru-Nachwuchses mussten sich Fotografen, Journalisten und andere Zaungäste mächtig in Geduld üben, um einen Blick auf das seltene Tier werfen zu können.

Zum zweiten Mal ist im WWW: Duisburger Zoo also ein Albino unter den Bennett-Kängurus zur Welt gekommen. Vor sieben Monaten geboren kann man das nun etwa hasengroße Tier erstmals sehen. Für den Zoo ist das eine Sensation. "Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Albino-Känguru geboren wird, liegt bei 1:20.000", so Zoobiologe Volker Grün.

Känguru mit weißem Nachwuchs/Rechte: zoo-forto.de/Kuster Noch lässt sich das kleine Känguru viel herumtragen

Schon 2012 sorgte die Geburt des ersten weißen Tieres für Besucherrekorde. "Alle wollten sich damals diese Laune der Natur aus der Nähe ansehen", erzählt Volker Grün. Die Nachricht vom weißen Känguru hatte sich damals sogar bis Australien herumgesprochen. Dort werden diese Beuteltiere übrigens nicht Känguru, sondern Wallaby genannt. "Sonst sind die Besucher an unseren Kängurus oft einfach vorbei gelaufen. Doch als Nala im Gehege herumhüpfte, blieben die Menschen in Trauben vor dem Zaun stehen." Anfang 2013 nahm die Geschichte um "Nala" dann allerdings ein dramatisches Ende: Sie wurde vom Fuchs gerissen. Jetzt hat man den Auslauf vorsorglich mit Strom gesichert.

Nun hat Nalas Mutter also zum zweiten Mal für weißen Nachwuchs gesorgt. Das noch namenlose Tier mit dem hellen Flauschfell und der rosa Nase wird in den nächsten Wochen immer häufiger den Beutel seiner Mutter verlassen und hüpfend das Gehege erkunden. Auf der Wiese ist es unter der grauen Verwandtschaft dann gut zu erkennen.

Blog: Albino-Känguru vom Fuchs gerissen (15.01.2013)

Trackbacks zum Eintrag Zweites Albino-Känguru in Duisburg

Zum Anfang dieses Eintrags

Freitag, 15.03.2013

Kleines Trampeltier ärgert "Omi"

Trampeltier/Rechte: Goebel

Weiche Nase, lange Wimpern, zotteliges Fell - so steht er für einen Moment ganz ruhig bei Mama. Doch dann geht es in Bocksprüngen wie wild durch das Gehege. Der kleine Trampeltrierhengst "Kasan" - gerade einmal drei Wochen alt - hält die restliche Herde im WWW: Duisburger Zoo auf Trab.

Trampeltiere mit Pflegerin/Rechte: Goebel + "Der ist schon ganz schön forsch", findet auch Tierpflegerin Stephanie Danzer. Mit seinem Übermut geht er gelegentlich den anderen Herdenmitgliedern gehörig auf die Nerven. Vor allem der 28-jährigen Sheila, die von den Pflegern liebevoll "Omi" genannt wird. Die alte Dame ist sehr ruhebedürftig und liegt die meiste Zeit. Das nutze Kasan natürlich schamlos zum Ärgern aus.

Trampeltier/Rechte: Goebel + Häufig müssen die Pfleger Fragen zu den Trampeltieren beantworten. Was zum Beispiel ist der Unterschied zum Kamel oder zum Dromedar? "Kamel ist ein Oberbegriff, und bezeichnet die Gattung. Trampeltiere und Dromedare sind unterschiedliche Arten dieser Gattung. Das Trampeltier stammt aus Asien und hat zwei Höcker, das einhöckrige Dromedar stammt aus Afrika und Arabien."
Was ist das Besondere an einem Trampeltier? "Es kann seine Nase gegen Sandstürme verschließen und hat so breite Füße, dass es im Sand beim Laufen nicht einsinken kann."

Während sich Hengstfohlen Kasan nun also im Freigehege austoben darf, hat einer aus der Herde das Nachsehen - sein Vater. Der 14-jährige Trampeltierhengst "Sultan" ist gerade in der Brunft und darf nicht zu seinem Harem. "Zu gefährlich für das Fohlen", so Stephanie Danzer. Wenn Kasan groß ist, muss er seine Duisburger Familie verlassen. Zwei Hengste sind nämlich einer zu viel.

Trampeltier/Rechte: Goebel

Trackbacks zum Eintrag Kleines Trampeltier ärgert "Omi"

Zum Anfang dieses Eintrags

Dienstag, 15.01.2013

Albino-Känguru vom Fuchs gerissen

Albino-Känguru/Rechte: dpa

Das schneeweiße Albino-Känguru im WWW: Duisburger Zoo lebt nicht mehr. Ein Fuchs hat das seltene Tier gerissen.

Albino-Känguru/Rechte:Claudia Kuster/zoo-foto.de + Für den Duisburger Zoo war sie eine Sensation - die Geburt des kleinen Bennett-Kängurus "Nala" vor knapp einem Jahr. Bei ihrem damaligen Kontrollgang hatten die Tierpfleger nämlich eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Als sie am Gehege der Kängurus vorbei kamen, lugte plötzlich ein weißer Kopf aus dem Beutel eines der grauen Muttertiere. Als der Nachwuchs dann später erstmals aus dem Beutel sprang, hatte das Zooteam Gewissheit: Hier wuchs erstmalig ein Albino-Känguro heran.

Bennett-Kängurus werden nicht größer als einen Meter. Ihre Färbung ist eigentlich grau-braun. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Albino-Känguru das Licht der Welt erblickt, liegt bei etwa 1:20 000.

Doch schon damals machten sich die Pfleger um das seltene Tier Sorgen. Häufig schon waren Füchse rund um die Anlage gesichtet worden, sodass die Muttertiere mit ihren Jungen abends immer in den Stall gesperrt wurden. Mit der auffälligen Fellfarbe sind gerade Albinos besonders gefährdet. Im Duisburger Zoo hatten Pfleger später einen Bereich extra abgesperrt, damit auch "Nala" nachts gefahrlos den Stall verlassen konnte. Dem schlauen Fuchs gelang es am Ende trotzdem, den Zaun zu überwinden und das kleine Känguru zu töten.

Trackbacks zum Eintrag Albino-Känguru vom Fuchs gerissen

Zum Anfang dieses Eintrags

Sonntag, 28.10.2012

Zwillings-Äffchen mit Künstler-Tolle

Lisztaffe/Rechte: Goebel Bei den Lisztaffen trägt Papa den Nachwuchs auf seinem Rücken

Der weißen Haartolle verdanken die Lisztaffen ihren Namen. Denn auch der ungarische Starkomponist Franz Liszt trug das Haupthaar so. Bei den Lisztaffen im WWW: Duisburger Zoo gab es jetzt gleich doppelten Nachwuchs. Dort wurden Zwillingsäffchen geboren. Sie im Gehege der flinken Krallenaffen zu entdecken, erfordert allerdings Geduld. Die beiden Zwerge klammern sich derzeit noch an Papas Rücken und sind schwer auszumachen. Bei den Lisztaffen übernimmt das Muttertier den Nachwuchs nur, wenn es Zeit für die Milch ist. Ansonsten schleppt das Männchen die Kleinen geduldig mit sich herum - und zwar bis zu fünf Monate lang.

Lisztaffe/Rechte: Goebel + Lisztaffen lieben Heuschrecken Wenn die kleinen Lisztaffen auf die Welt kommen, wiegen sie gerade einmal 20 Gramm. Und schon von der ersten Lebensminute an können sich die Jungtiere mit ihren Krallen festhalten. Dieser ausgeprägte Instinkt ist wichtig, denn Lisztaffen leben in den Urwaldbäumen Nordkolumbiens und Panamas. Mit ihren langen Beinen, den scharfen Krallen an den Füßen und ihrem langen Schwanz als Balancierstange klettern sie äußerst geschickt durch das Geäst der Bäume. Nicht selten zeigen die kleinen Tiere Sprünge bis drei Metern Länge. "Wie die meisten Krallenaffen ist auch der Lisztaffe gefährdet", erklärt Revierpfleger Andreas Banse. Die Abholzung der Regenwälder lässt ihren Lebensraum immer weiter schrumpfen.

Bei den wenige Tage alten Duisburger Zwillingen kann man jetzt schon den Ansatz der späteren Haartolle erkennen. Wenn sie ausgewachsen sind, wiegen die Äffchen nicht mehr als 500 Gramm. Sie ernähren sich hauptsächlich von Obst und Blütennektar. Wenn Pfleger Andreas Banse allerdings mit frischen Riesenheuschrecken kommt, ist die Affenbande nicht mehr zu halten.


Trackbacks zum Eintrag Zwillings-Äffchen mit Künstler-Tolle

Zum Anfang dieses Eintrags

Freitag, 21.09.2012

Krummschnabel und Riesenfüße

Pelikanküken/Rechte: zoo-foto.de/Claudia Kuster + So sieht der Jungvogel jetzt aus Wenn er mal groß ist, wird er bis zu sieben Kilogramm wiegen. Dann könnte er seinen langen Schnabel samt Kehlsack geschickt wie einen riesigen Kescher durchs Wasser ziehen und seinen schweren Kopf beim Fliegen auf den Schultern tragen. Noch aber ist der im WWW: Duisburger Zoo geschlüpfte Rötelpelikan ein flauschiges Knäuel mit riesigen Füßen und einen unförmig-breiten Schnabel, der sich von seiner Mutter mit vorverdautem Fisch durchfüttern lässt. Auch ist sein Daunenkleid noch nicht ganz vollständig. Und so wirkt der kleine Duisburger Rötelpelikan zurzeit noch ein wenig nackt.

Die aus Afrika stammenden Rötelpelikane brüten in großen Kolonien am Wasser. Haufen aus Ästen und Zweigen dienen als Nester. Pelikanküken/Rechte: zoo-foto.de/Claudia Kuster + Jungvogel mit weißem Daunenkleid "Im Zoo ist die Zucht von Rötelpelikanen allerdings immer noch selten", so Zookurator Volker Grün. Das liege daran, das diese Tiere ganz besonders scheu seien. Im Duisburger Zoo bewohnen die Pelikane eine Insel in einem Teich. "Wenn wir die Insel verändern würden, könnten sich die Tiere schon gestört fühlen und nicht mehr brüten. In anderen Zoos werden die Rötelpelikane häufig mit vielen unterschiedlichen Vogelarten zusammengehalten. Auch das kann sie schon stören. Bei uns teilen sie sich ihr Revier nur mit den Flamingos und an die haben sie sich offensichtlich gewöhnt."

Derzeit hocken also sämtliche Altvögel um den etwa fußballgroßen Sprössling herum. Der wird schon bald das typische schneeweiße Daunenkleid tragen, das ihn in den kommenden Monaten warmhalten muss. Erst dann wächst ihm langsam das für Rötelpelikane typische Gefieder, das auf der Rückenseite der Tiere bei bestimmten Lichtverhältnissen rötlich schimmert - daher der Name. In der Duisburger Kolonie wird der Kleine der letzte Pelikannachwuchs für dieses Jahr sein. "Die Brutzeit ist jetzt vorbei", so Volker Grün.

Pelikanküken/Rechte: zoo-foto.de/Claudia Kuster Rötelpelikan bei der Fütterung eines Jungvogels

Trackbacks zum Eintrag Krummschnabel und Riesenfüße

Zum Anfang dieses Eintrags

Freitag, 13.07.2012

Rüsselnase und Rallyestreifen

Flachlandtapir/Rechte:Claudia Kuster/zoo-foto.de +

Gerade einmal zwei Wochen alt ist der kleine Flachlandtapir, der nun an Mamas Seite sein Gehege im WWW: Duisburger Zoo durchstreifen darf. Für Mutter "Bowasi" ist es schon das siebte Jungtier und so dürfte sie über den riesigen Durst ihres Nachwuchses wohl auch kaum überrascht gewesen sein. Kleine Flachlandtapire stehen nicht nur schon 20 Minuten nach der Geburt, sie docken sich auch bereits eine Stunde später an Mamas Zitze an und trinken 15 Minuten lang.

Der Flachlandtapir werde fälschlicherweise oft als "Schwein in Stromlinienform" verkannt, so Zoo-Biologe Achim Winkler. Dabei stehen die südamerikanischen Tiere mit der auffälligen Rüsselnase und den Rallyestreifen verwandtschaftlich den Pferden und Nashörnern an nächsten.

Flachlandtapir/Rechte: Claudia Kuster/zoo-foto.de + Wenn die kleine Duisburger Rüsselnase ausgewachsen ist, wird sie bis zu 250 Kilogramm wiegen. Dann wird auch das Tarnkleid verschwunden sein, dass Tapirjunge vor Feinden wie Puma, Jaguar oder Anakonda schützt. Erwachsene Tapire sind in schlichtem Braun unterwegs.

In Duisburg darf das Jungtier nun schon stundenweise mit auf die Südamerika-Anlage. Man müsse behutsam vorgehen, so Winkler, denn neben den Tapiren bewohnen auch noch Große Ameisenbären das Gehege. Der Zoo will die beiden Tiere nun langsam aneinander gewöhnen.

Trackbacks zum Eintrag Rüsselnase und Rallyestreifen

Zum Anfang dieses Eintrags

Freitag, 22.06.2012

Überraschung in Duisburg: erstes Albino-Känguru

Albino-Känguru/Rechte: Claudia Kuster/zoo-foto.de +

Die Bennett-Kängurus im Duisburger Zoo haben gerade Nachwuchs. Fünf Jungtiere werden dort derzeit von ihren Müttern in Beuteln herumgetragen. Doch bei ihrer morgendlichen Kontrollrunde staunten die Tierpfleger vor einigen Wochen nicht schlecht, als aus einem der grau-braunen Bauchbeutel plötzlich ein schneeweißer, tennisballgroßer Kopf mit rosa Schnauze lugte. "Ich habe gedacht, ich sehe nicht richtig", erzählt Tierpflegerin Lena Hohmann. Doch seit die Kleine erstmals komplett aus dem Beutel sprang ist es amtlich: In Duisburg wächst erstmalig ein Albino-Känguru heran.

Känguru mit Jungtier/Rechte: WDR/Goebel + Bei ihrer Geburt haben Kängurus gerade einmal die Größe eines Gummibärchen. Das völlig nackte und blinde Jungtier muss dann selbstständig in den Beutel der Mutter finden und sich an einer der vier Zitzen festsaugen. Hat es diese Mammutaufgabe erfolgreich bewältigt, blickt es erst im Alter von vier Monaten erstmalig aus dem Beutel.
Das Duisburger Albino-Känguru hüpft mit seinen sechs Monaten manchmal schon allein über die Anlage. Doch beim ersten offiziellen Fototermin suchte es doch lieber Schutz im mütterlichen Beutel. Droht Gefahr oder ist es vor dem Gehege zu laut, zieht auch Mama sich lieber ins Gebüsch zurück.

Bennett-Kängurus werden nicht größer als einen Meter. Ihre Färbung ist eigentlich grau-braun. Die Freianlage in Duisburg teilen sich die Tiere mit zwei riesigen Emus, Laufvögeln mit kräftigen Krallen an den Füßen. Und so lernt auch der Nachwuchs schnell auf der Hut zu sein. "Das ist für kleine Kängurus nicht ungefährlich. Auch nachts bringen wir die Tiere noch in den Stall, damit der Fuchs sie nicht holen kann", so Tierpflegerin Lena Hohmann.

Ungefähr ein Jahr dürfen sich die Jungtiere hin und wieder noch von Mama herumtragen lassen. Doch danach ist endgültig Schluss mit dem „Einsitzen": Das Känguru ist dann zu groß für den Beutel geworden.

Känguru mit Jungtier/Rechte: WDR/Goebel +

Trackbacks zum Eintrag Überraschung in Duisburg: erstes Albino-Känguru

Zum Anfang dieses Eintrags

Juni 2013

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

Über das Blog

Geschichten aus nordrhein-westfälischen Zoos und Tiergärten.

Zoos

Aktuelle Einträge

Glossar

Newsreader-Feeds (XML/RSS)


Permanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/zoos_nrw/duisburg/