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Freizeit
Alle Beiträge aus DüsseldorfAm vergangenen Wochenende ermöglichte es der
Aquazoo Düsseldorf den Patinnen und Paten, "ihren" Schützlingen näher als gewöhnliche Zoobesucher zu kommen. Wo dies nicht möglich war, zum Beispiel weil eine direkte Begegnung zu gefährlich ist (schließlich haben ja auch Krokodile Paten), gab es ein Treffen mit einem Ersatztier.
So machten sich die ganz Mutigen auf in das Gehege mit den Weißbüscheläffchen (ihnen sympathische Besucher wurden mit Urin markiert) oder rauften mit Fischotter Nemo, um dann stolz die Kratzer an den Händen zu zeigen. Angenehmer scheint der unmittelbare Umgang mit Riesenschlange,
Bartagame oder Vogelspinne. Regelrechte Renner waren die riesengroßen, aber recht zutraulichen Nashornleguane. Den weitesten Weg nach Düsseldorf nahm ein 'otter-närrisches' Ehepaar aus Stuttgart auf sich, um mit Nemo einmal spielen zu können.
Tierpatenschaften gibt es bereits ab 100 Euro jährlich aufwärts.
Zum SeitenanfangDes öfteren glauben Besucher im
Düsseldorfer Aquazoo, vor einem leeren Terrarium zu stehen. Nur wer genau hinschaut, entdeckt, welch große Rolle das Thema Tarnung im Tierreich spielt. Neben Insekten, die wie Blätter in den Büschen hängen, laubgrünen Reptilien, die mit ihrer Umgebung verschmelzen, und Schildkröten, die ihre Körperumrisse durch fransige Körperanhänge auflösen, sind nun noch weitere Meister der Tarnung in Düsseldorf zu sehen - oder eben auch nicht:
Fische, die nicht nur welke Blätter täuschend echt bis in den Blattstiel hinein nachahmen, sondern auch deren Bewegungen, wenn diese in sanfter Strömung hin und her wiegen. Blattfische aus dem Amazonasgebiet in Südamerika sind solche Weltmeister der Tarnung. Extra für diese Art wurden im Herbst Buchenäste mit welkenden Blättern gesammelt und zum Trocknen aufgehängt, damit genügend Dekorationsmaterial bereit steht, hinter dem sich die Tiere angemessen verstecken können.
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"Sicherheitsstufe 1" herrscht für die Tierpfleger im
Düsseldorfer Aquazoo, wenn es um die Versorgung der vier jungen Kurzkrallenotter geht, die Ende Oktober in der Tropenhalle geboren wurden. Denn die dreijährige Mutter Julischka und der siebenjährige Vater August verteidigen ihren Wurf nicht nur mit drohendem Zischen und Fauchen, sondern auch mit energischen Bissen. Die regelmäßige Kontrolle des Nachwuchses erfolgt daher nur mit Beinschutz und dicken Handschuhen.
Seit sich vor einigen Tagen die Augen der vier Jungtiere öffneten, erkunden die Kleinen neugierig jeden Stein und Baumstamm im Ottergehege. Und auch wenn sie noch für einige Monate an den Zitzen der Mutter hängen werden, interessieren sich die vier auch schon für alternative Kost: Fische, Würmer, Krebse und Mäuse stehen inzwischen ebenso auf dem Speiseplan wie Insekten, Äpfel und Nüsse.
Bereits zum dritten Mal seit 2004 ist im Düsseldorfer Aquazoo die Zucht von Kurzkrallenottern gelungen. Das Pärchen, das nun in der Tropenhalle lebt, wurde zum zweiten Mal Eltern. Kurzkrallenotter (Amblonyx cinereus) sind normalerweise in Südostasien zu Hause und leben dort in Gruppen bis zu 12 Tieren an unterschiedlichen Gewässern. Mithilfe ihrer mit kurzen Krallen bewehrten Fingern tasten sie nach essbaren Wasserbewohnern. Weil sie anders als größere Artverwandte von der Nasen- bis zur Schwanzspitze "nur" 90 Zentimeter lang werden, heißen die Tiere auch Zwergotter. Genau wie bei ihren europäischen Verwandten ist auch die Existenz der Kurzkrallenotter durch Belastung der Gewässer, Lebensraumveränderungen, Straßenverkehr und Jagd bedroht.
Zum SeitenanfangDurch Zufall fiel im
Aquazoo Düsseldorf bei der Bearbeitung von Archivakten auf, dass die große Geierschildkröte in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum feiert: Vor 50 Jahren wurde dieses Panzertier erstmals im Bestand des Instituts aufgeführt. Allerdings lässt sich nicht mehr ermitteln, wann genau die Schildkröte in den Aquazoo kam. Und auch Angaben zur damaligen Größe oder Alter wurden nicht vermerkt. In den vergangenen 50 Jahren ist die ständig im Wasser lebende Schildkröte auf eine Größe von 70 Zentimetern und ein Gewicht von gut 40 Kilogramm herangewachsen. Aus ihrer Heimat, dem Mississippi-Gebiet im Südosten der USA, sind Tiere von bis zu einem Meter Panzerlänge bekannt. Unklarheit herrscht unter Zoologen über das maximale Lebensalter dieser Wasserschildkrötenart.
Da Geierschildkröten untereinander sehr aggressiv sind, lebt das Düsseldorfer Exemplar partnerlos - aber von Krokodilen umgeben - im Tropenfluss der Regenwaldhalle. Geierschildkröten sind so genannte Lauerjäger. Sie liegen stundenlang mit geöffneten Maul bewegungslos unter Wasser und ködern mit einem wurmähnlichen Fortsatz der Zunge Beutetiere - zum Beispiel Fische. Haben sie ihre Beute nahe genug angelockt, schnappen sie blitzschnell zu.
Mit dem zielsicheren Zuschnappen ist es bei der alten Schildkröte aufgrund einer Augeneintrübung allerdings nicht mehr zum Besten. Deshalb bekommt "die Dicke", wie das Tier von seinen Pflegern gerufen wird, sein Futter inzwischen mit einer Futterzange mundgerecht serviert. Und anlässlich des “Dienstjubiläum” tischte das Pflegeteam ihre Lieblingsspeise auf: Eine stattliche, extra schwere Forelle .
Zum SeitenanfangEin wenig erinnern die drei neu geborenen Krokodilschwanz-Höckerechsen an zu heiß gewaschene Drachen. Gerade einmal zehn Zentimeter lang ist der Reptiliennachwuchs im
Düsseldorfer Aquazoo, der problem- und zahnlos in einer Handfläche Platz findet.
In ihrer chinesischen Heimat werden die Tiere „Echsen mit der großen Schläfrigkeit“ genannt. Anders als die meisten anderen Echsen legen die Chinesischen Krokodilschwanz-Höckerechsen (Shinisaurus crocodilurus) keine Eier. Die Weibchen setzen nach mehrmonatiger Tragzeit ihre lebenden Jungtiere ins Wasser ab, wo diese sofort an die Oberfläche schwimmen, um an Luft zu kommen. Die frisch geborenen Echsen sehen wie Miniaturausgaben ihrer Eltern aus und sind bereits vollkommen selbständig. Der Ernährungsplan dieser Echsenart ist nicht sonderlich anspruchsvoll: Gegessen wird alles, was sich bewegt. Und was überwältigt werden kann.
Dass den Tieren, die ausgewachsen rund 40 Zentimeter lang werden, trotz des friedlich klingenden Namens mit Vorsicht zu begegnen ist, musste 2003 allerdings der Stockholmer Zoodirektor feststellen. Als Gastgeschenk hatte der Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin damals mehrere Geschwistertiere aus derselben Echsenzucht in die schwedische Hauptstadt gebracht. Die jedoch waren schon etwas älter und deshalb bereits im Besitz äußerst zahlreicher und scharfer Zähne, von denen eine Echse bei der Pressekonferenz dann auch prompt Gebrauch machte. Ein stark blutender Zoodirektorenfinger war die Folge.
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