Mittwoch, 08.05.2013

Quirlige Affenbande in Dortmund

Totenkopfaffen/Rechte: dpa Totenkopfäffchen im Dortmunder Zoo

Was ein Gewusel, was ein Gerenne und Getobe - ein siebenköpfiger Trupp Totenkopfäffchen aus dem Zoo Halle hat ein neues Quartier im WWW: Dortmunder Zoo bezogen. Die kleinen Affen, die zwischen ein und zwei Jahren alt sind, hielten ihre Pfleger schon beim Umzug von Halle nach Dortmund mächtig auf Trab. Denn eigentlich sollten elf der Äffchen ins Dortmunder Affenhaus ziehen. Doch vier der flinken Gesellen verweigerten den Transport aus ihrer alten Heimat - sie ließen sich einfach nicht einfangen und müssen zu einem anderen Zeitpunkt nachreisen.

Totenkopfaffen/Rechte + Die Äffchen lieben Obst Die kleinen Primaten leben normalerweise in den Tropenwäldern Südamerikas und verdanken ihren Namen der weißen Fellzeichnung im Gesicht, die an einen Totenkopf erinnert. In ihrem Ursprungsland leben sie gerne in großen Gruppen zusammen und sind wahre Meister im Weitsprung. "Einen Fünf-Meter-Sprung von Baumkrone zu Baumkrone schaffen die Tiere mit Leichtigkeit", so der Dortmunder Zoobiologe Tim Schikora. In der neuen Affentruppe sind die Hierarchien schon klargestellt. Somit herrscht weitgehend Frieden in der reinen Männer-WG. Nur wenn es Futter geht, hört die Freundschaft weitgehend auf. Mundraub sei an der Tagesordnung, so Schikora. Neben dem Futterklau, kommen die Totenkopfäffchen auf ihrer Freianlage vor allem ihrer anderen Lieblingsbeschäftigung nach - dem Klettern.

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Freitag, 04.01.2013

Neue Freundin für den "Feuerfuchs"

Roter Panda/Rechte: Zoo Dortmund

Endlich hat die Einsamkeit für den roten Panda im WWW: Dortmunder Zoo ein Ende. Der 2-jährige Liang hat eine Freundin bekommen. Und die fand sich fast in der Nachbarschaft. "Das neue Pandaweibchen kommt aus Krefeld. Da war die Anreise natürlich unkomplizierter, als hätten wir eine Partnerin aus Schanghai einfliegen lassen müssen", freut sich Zoo-Biologin Ilona Schappert. Die Panda-Dame hätte auch schon früher einziehen können, doch das Zooteam wollte die Ranzzeit abwarten. Das ist die Zeit, in der die Tiere paarungswillig sind. "Das macht es einfacher, sie aneinander zu gewöhnen."

Noch halten sich die seltenen Tiere allerdings auf Distanz zueinander. "Sie ist noch etwas garstig zu ihm und faucht ihn oft an. Wenn sie sich auf dem Kletterbaum begegnen, geht er ihr höflich aus dem Weg." Vielleicht, so vermutet die Biologin, liege es aber auch am Alter. Das Weibchen wurde erst im Juli 2011 geboren.
Pandas sind in der Regel Einzelgänger, die sich aber freundlich begegnen. Auch das neue Dortmunder Paar wird also künftig eher in einer Wohngemeinschaft als in einer Ehe zusammenleben.

In freier Wildbahn leben die Kleinbären in Zentralasien. Ihre auffällige Rotfärbung hat ihnen den englischen Namen "Red Panda" oder die Bezeichnung "Feuerfuchs" eingebracht. Ihre Haltung im Zoo ist übrigens etwas einfacher als die des großen schwarz-weißen Pandas. Rote Pandas sind genügsamer mit dem Futter und lassen sich neben Bambus auch Früchte schmecken. Jetzt hofft man in Dortmund auf Nachwuchs. "Vielleicht klappt es schon im nächsten Jahr", so Illona Schappert.

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Samstag, 24.11.2012

Nachwuchs bei den Wasserschweinen

Wasserschwein/Rechte: Zoo Dortmund

Sie tragen zwar ein Schwein im Namen, haben aber nichts mit ihm gemein - drei kleine Wasserschweine sind im Blog: Dortmunder Zoo zur Welt gekommen und erobern gerade erstmals ihr grünes Revier. Wasserschweine sehen aus wie eine Mischung aus Biber und Meerschweinchen. Mit Letzteren sind sie tatsächlich verwandt. Außerdem sind die Vierbeiner mit dem markanten Kopf längst reif für das Guinnessbuch der Rekorde: Sie sind nämlich die größten Nagetiere der Welt.

Bis zu 60 Kilogramm kann ein ausgewachsenes Tier auf die Waage bringen. Lebensraum der Riesennager ist Südamerika. Der einheimischen indianische Namen für das Wasserschwein lautet Capybara, was so viel bedeutet wie "Herr des Grases". Und wie der deutsche Name schon sagt, lieben Wasserschweine das Wasser. Sie haben Schwimmhäute zwischen den Zehen und können sogar tauchen. Sie weiden gerne auf ufernahen Wiesen und flüchten bei Gefahr mit schnellen Galoppsprüngen ins Wasser.

Bei schönem Wetter kann man die drei jungen Dortmunder Wasserschweine auf der großen Südamerikawiese im Zoo sehen.

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Donnerstag, 13.09.2012

Tapir in Tarnfarben

Tapirnachwuchs/Rechte: Zoo Dortmund + Tapirjungtier in Dortmund

Normalerweise schleicht er durch die Regenwälder Südamerikas, um sich vor Raubkatzen und Riesenschlangen in Acht zu nehmen. Der kleine Flachlandtapir, der nun im WWW: Dortmunder Zoo zur Welt kam, muss sich um Fressfeinde nicht kümmern. Er wächst an der Seite seiner Mutter "Indra" im Gehege auf. Für sie ist es schon das neunte Jungtier.

Mit ihrem gestreiften Fell erinnern die Tapire an kleine Wildschweinfrischlinge. Doch mit Schweinen haben die Südamerikaner nichts zu tun. Sie sind tatsächlich mit Pferden und Nashörnern verwandt. Das Streifenmuster auf dem Fell des Dortmunder Neuzugangs verschwindet, wenn das Jungtier ungefähr ein halbes Jahr alt ist. Ab diesem Alter tragen Tapire einen unifarbenen Pelz in unauffälligem Grau-Braun.

Flachlandtapire sind in ihrer Heimat stark bedroht. Sie werden nicht nur intensiv bejagt, auch ihr Lebensraum schrumpft zusehens. Deshalb gibt es in Zoos ein Erhaltungszuchtprogramm für diese Tierart. Auch der Zoo Dortmund beteiligt sich daran. So wurde „Indras" letztes Jungtier aus diesem Grund in den Zoo Schwerin gebracht, um dort mit einem blutsfremden Männchen für Nachwuchs zu sorgen. "Indras" noch namenloses Jungtier ist schon der dreiundzwanzigste Flachlandtapir, der im Dortmunder Zoo geboren wurde.

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Dienstag, 24.07.2012

Albino-Seebär muss ohne Mutter aufwachsen

Albino-Seebär/Rechte: WDR/Goebel + Traurige Nachricht aus dem WWW: Dortmunder Zoo: Der kleine Albino-Seebär, der erst am Freitag (20.07.2012) der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, muss nun von Tierpflegern groß gezogen werden. Der Grund: Völlig überraschend starb das 16-jährige Muttertier am Montag (23.07.2012). Da das Zooteam dem Jungtier nun hinter den Kulissen viel Aufmerksamkeit schenken muss, ist es für Zoobesucher zurzeit nicht zu sehen.

Albino-Seebär/Rechte: WDR/Goebel + Das zwei Monate alte Jungtier mit dem goldfarbenen Fell, muss nun von Menschenhand mit einer Spezialmilch gepäppelt werden. Und das ist etwas komplizierter, als man denkt. "Robben nehmen keine Milchflaschen an", erklärt Zoo-Biologin Ilona Schappert. "Wir müssen den Kleinen über eine Magensonde versorgen." Dreimal am Tag müssen die Pfleger ihm nun auf diesem Weg die besonders fettreiche Spezialmilch zuführen. Die gute Nachricht: Der kleine Seebär, laut Zoo der weltweit einzige Albino-Seebär in einem Tierpark, nimmt das Futter an.

Bis zum Tod der Mutter wurden beide Tiere getrennt von den anderen Seebären des Zoos gehalten. Ganz langsam wollte man die Gruppe an das Jungtier mit der ungewöhnlichen Färbung gewöhnen. In der Natur ist es nicht unüblich, dass Albinos von der Gruppe verstoßen oder sogar angegriffen werden. Das helle Fell würde verstärkt die Aufmerksamkeit von Fressfeinden wecken und könnte so auch eine ganze Gruppe gefährden. "Albino-Seebären hätten in freier Natur kaum Überlebenschancen", so Zoodirektor Klaus Brandstätter.

Albino-Seebär mit Weibchen Rony/Rechte: Stadt Dortmund + Doch der kleine Seebär hat nun schon Kontakt zu anderen Tieren der Gruppe aufgenommen. So war der einjährige Halbbruder „Pontos" bereits bei ihm zu Besuch. "Zur Zeit versucht das Zooteam den Kleinen mit dem erfahrenen Zuchtweibchen "Rony" zu vergesellschaften. Sie ist nicht unfreundlich zu ihm, ignoriert ih aber noch. Wir müssen jetzt einfach sehen, welches Tier am besten auf ihn reagiert."

Woran das Muttertier gestorben ist, muss eine nun eine Obduktion klären. "Vielleicht hatte sie doch gesundheitliche Probleme, von denen wir nichts wussten." So hatte das Weibchen in der Vergangenheit bereits eine Fehlgeburt. Die Ergebnisse liegen in den nächsten Wochen vor.

Blog: Kleiner Albio-Seebär ist ein Goldjunge

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Freitag, 20.07.2012

Kleiner Albino-Seebär ist ein Goldjunge

Albino-Seebär/Rechte: WDR/Goebel +

Er ist eine seltene Laune der Natur und würde außerhalb eines Zoos kaum überleben: Im WWW: Dortmunder Zoo ist ein Albino-Seebär zur Welt gekommen. "Nach unseren Recherchen ist das derzeit wohl der einzige seiner Art in einem Tierpark", so Zoo-Direktor Frank Brandstätter.

Albino-Seebär/Rechte: WDR/Goebel + Knapp zwei Monate alt ist der kleine Bulle mit dem goldenen Fell. Das Fell des Kleinen sei zwar kurz nach der Geburt noch heller gewesen, doch die Talgdrüsen des Tieres produzierten so viel Fett, dass sich das Fell langsam verfärbt habe. Doch das ist nicht die einzige Auffälligkeit an dem Jungtier. "Albinos haben sehr empfindliche Augen. Deshalb kneift der Kleine auch die Augen immer so zusammen", so Brandstätter. Nur ab und an, wenn er blinzelt, kann man seine sehr helle Augenfarbe sehen.

Albino-Seebär/Rechte: WDR/Goebel +

In freier Wildbahn habe solch ein Tier kaum eine Überlebenschance. "Die dunkle Farbe schützt Seebären vor Fressfeinden. Ein Tier mit solch einer hellen Färbung würde auch die anderen Tiere in Gefahr bringen. Wahrscheinlich würden Seebären ein solches Familienmitglied kurz nach der Geburt töten."

Albino-Seebär/Rechte: WDR/Goebel + Albinos sind in der Regel krankheitsanfälliger als normal gefärbte Tiere. Der kleine südamerikanische Seebärbulle aber ist putzmunter. Am liebsten klettert er auf Mama herum oder flitzt mit ihr durch das Wasserbecken. An Land weicht Mutter "Harimee" ihrem Nachwuchs nicht von der Seite und wird schon mal wütend, wenn allzu neugierige Seebären in der Nachbaranlage sich die Nasen am Trenngitter platt drücken. Wann die beiden zu den anderen Seebären der Gruppe kommen ist noch ungewiss. "Keiner kann vorhersehen, wie die anderen Tiere auf den Kleinen reagieren. Da müssen wir ganz behutsam sein", so Brandstätter.

Albino-Seebär/Rechte: WDR/Goebel +

WDR: Video: Albino-Seebär geboren [Lokalzeit, 20.07.2012]

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Juni 2013

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