Sonntag, 15.02.2015

Tierische Superhelden in Bochum

Hundskopfboa/Rechte: Tierpark Bochum

Eine echte Superheldin im Tierreich ist die neue Bewohnerin im Tierpark Bochum. Dort ist eine Hundskopfboa in die frisch renovierte Madagaskar-Anlage des Terrariums eingezogen. Die bis zu zwei Meter lange Boa bedient sich einer ausgeklügelten Technik, um Beutetiere aufzuspüren. Sie verfügt wie auch andere Boa-Arten über einen Infrarotsinn, der es ihr ermöglicht, die Wärmestrahlen ihrer Beutetiere zu sehen und diese so selbst in Verstecken leichter aufzuspüren.

Die neuen Nachbarn der Schlange sind die Taggeckos. Bei Besuchern sind die Neuzugänge schon jetzt beliebt, da sie oft gut sichtbar an der Glasscheibe des Terrariums auf und ab laufen.

Taggecko/Rechte: Tierpark Bochum Taggeckos haben Lamellen auf der Unterseite ihrer Füße, die es ihnen ermöglichen, sich selbst an glatten Oberflächen wie Glas festzuhalten und zu bewegen. Die Lamellen bestehen aus Milliarden einzelner Härchen, die sich an die Oberfläche anschmiegen. Durch die Berührung entstehen elektrostatische Kräfte, durch die sich der Gecko praktisch an der Oberfläche festsaugen aber problemlos wieder lösen kann. Diese Besonderheit der Geckos dient längst auch der Industrie als Vorbild. So versuchen Forscher beispielsweise ein besonders stark haftendes Klebeband zu entwickeln, das zum einen belastbar aber zum anderen auch ohne Rückstände lösbar ist.

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Freitag, 01.08.2014

Vierfacher Storchennachwuchs in Bochum

Storchenküken/Rechte: Tierpark Bochum
So sah der Storchennachwuchs im Tierpark Bochum noch vor wenigen Wochen aus

Es hat geklappt - endlich. Liselotte und Fridolin, die verbandelten Weißstörche aus dem WWW: Tierpark Bochum, haben erstmals Nachwuchs. Weil der Bruterfolg des Storchenpaares im vergangenen Jahr ausgeblieben war, setzte das Pflegerteam diesmal auf eine professionelle Ausstattung.

Pfleger mit Storchennest/Rechte: Tierpark Bochum + Lukas Gers mit seinem selbstgebauten Nest Mit viel Mühe hatten die Tierpfleger gehämmert, geflochten und gestopft, bis das Nest aus Reisig, Stroh und Holzschnitzeln nach genauer Anleitung des Naturschutzbundes hergerichtet war. "Das waren schon mehrere Tage Arbeit, bis wir alles fertig hatten", erzählt Tierpfleger und Nestbauer Lukas Gers. "Besonders wichtig war uns die Füllung, weil es schön gemütlich für den Storchennachwuchs sein sollte." Doch Liselotte und Fridolin gaben sich eigensinnig. Sie ignorierten das Nest der Tierpfleger und setzten auf einen Eigenbau im Innern des Nordseewaltenhauses - geschützt vor allzu neugierigen Blicken.

Klappern zur Begrüßung

Weißstörche nisten in der Natur auf Felsvorsprüngen, Bäumen, Gebäuden oder sogar Strommasten, dabei bevorzugen sie wasserreiche Gebiete. Die Tiere können über 35 Jahre alt werden. Typisch für Weißstörche ist das Klappern ihrer Schnäbel, daher werden sie häufig auch als Klapperstörche bezeichnet. Das Klappern ist aber nicht nur Teil ihres Balzverhaltens, sondern dient auch der Begrüßung des Partners und der Verteidigung gegen mögliche Konkurrenten. In Deutschland erholen sich die Bestände der großen Zugvögel langsam. So zählten die ehrenamtlichen Weißstorchbetreuer des Naturschutzbundes 2013 deutschlandweit 5.563 Paare.

Die vier jungen Bochumer Störche haben in kurzer Zeit enorm an Größe zugelegt. Aus den flauschigen Küken in grauem Gefieder sind mittlerweile stattliche Jungvögel geworden, die auf noch etwas wackeligen langen Beinen durch die Außenanlage staksen.

Jungstörche/Rechte: Tierpark Bochum
Aus den flauschigen Küken sind mittlerweile langbeinige Weißröcke geworden. Von ihren Eltern sind sie nur durch die schwarzen Schnäbel zu unterscheiden

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Montag, 21.07.2014

Wüstenbussardküken beobachtet Besucher

collage_wuestenbussard.jpg In Bochum haben die seltenen Wüstenbussarde Nachwuchs

Wer lugt denn da aus dem Nest heraus? Besucher des WWW: Bochumer Tierparks werden neuerdings von oben observiert, denn mit großen Augen und arg zerzauster Frisur wagt der neueste Nachwuchs der Wüstenbussarde nun erste Blicke aus seinem sicheren Versteck. Seit dem Schlupf am 17. Juni 2014 ist das Bussardküken schon kräftig gewachsen und Tierparkchef Ralf Slabik mächtig stolz.

Schutzbedürftige Greifvögel

Im vergangenen Jahr gelang zum ersten Mal die erfolgreiche Nachzucht bei den beiden Wüstenbussarden "Lord" und "Lady". "Anscheinend haben sich die beiden nun gut aufeinander eingestimmt ", freut sich Slabik. Wüstenbussarde leben in Nord- und Südamerika. Sie stehen unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutzabkommens. Die mittelgroßen Greifvögel sind übrigens die einzigen, die in Gruppen jagen. In menschlicher Obhut können sie bis zu 20 Jahren alt werden. Bussard-Mama "Lady" lebt bereits seit 14 Jahren im Bochumer Tierpark.

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