Dienstag, 02.08.2011

Flauschige Flamingos geschlüpft

Flamingoküken/Rechte: Tierpark Bochum + Rund zwei Wochen alt sind die beiden Flamingoküken, die im WWW: Bochumer Tierpark aus dem Ei schlüpften. Die erfolgreiche Brut freut die Pfleger besonders, da der Rosa Flamingo zu einer streng geschützten Art gehört.

Flamingoküken/Rechte: Tierpark Bochum + Der Bochumer Nachwuchs macht es sich gerne auch mal im Gefieder oder auf dem Rücken der Eltern bequem. Rund 80 Tage lang werden die Kleinen nun ihren Eltern auf der Pelle hängen - so lange braucht ein junger Flamingo, bis er sich selbstständig ernähren kann. Bis es soweit ist, wird er von seinen Eltern mit der so genannten "Kropfmilch" gefüttert. Sind die Kleinen ausgewachsen, erreichen sie eine Größe von bis zu 1,30 Metern.

Die Tierpfleger hatten schon seit längerer Zeit beobachtet, wie die Altvögel ihre Bruthügel aufhäuften. Bei dem Bau der Bruthügel aus Sand stellen sich die Flamingos sehr geschickt an. Ein Bruthügel muss hoch genug sein, um gegen Wasser geschützt zu sein, und er muss eine geeignete Kuhle haben, damit das einzelne Ei nicht heraus rollen kann. Flamingos bewachen ihr Nest sehr aufmerksam, wobei Männchen und Weibchen eines Paares sich regelmäßig abwechseln. "Selbst die Tierpfleger dürfen sich in dieser Zeit nur auf "Flamingo-Halsesnähe" den Bruthügeln nähern, um nicht wütende Attacken der zukünftigen Eltern zu provozieren", so Ralf Slabik vom Tierpark Bochum.
Flamingo mit Ei/Rechte: Tierpark Bochum +

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Donnerstag, 30.06.2011

Seehundbaby auf der Sonnenbank

Seehundbaby/Rechte: Tierpark Bochum + Kugelrund und dank fetter Muttermilch schon über zehn Kilo schwer ist das kleine Seehundbaby, das im WWW: Bochumer Tierpark zur Welt kam. Um Mutter und Kind etwas mehr Ruhe zu gönnen, wurden die beiden erst einmal seperat von den anderen untergebracht. Doch das fand Seehundmutter "Mina" dann doch zu langweilig. "Sie ist einfach über die Abtrennung geklettert. Und als Mitarbeiter dann eine Lücke im Zaum ließen, um sie zurück zu ihrem Nachwuchs zu lassen, nutzte das Seehundbaby die Gelegenheit, ebenfalls ins große Becken zu den anderen zu kommen", so Zoomitarbeiter Wilfried Werner. Jetzt schwimmt die Kleine, die noch keinen Namen hat, munter mit Mama und den sechs anderen Seehunden im 565 Quadratmeter großen Becken, macht erste Tauchversuche oder sonnt sich einfach faul.

Seehundbaby mit Mutter/Rechte: Tierpark Bochum.jpg + In freier Wildbahn dienen den Tieren Sand- als Sonnenbänke. Seehunde leben in eisfreien Küstengewässern der Nordhalbkugel und an der deutschen Nord- und Ostseeküste, besonders im Wattenmeer. Beim Schwimmen erreichen die Tiere Geschwindigkeiten bis zu 35 Stundenkilometern. Während sie an Land kurzsichtig sind, können sie im Wasser gut sehen, und die Tasthaare an der Schnauze helfen beim "Fischen im Trüben". Sie können 20 Minuten lang tauchen, in Notsituationen auch bis zu 40 Minuten - davon ist das Seehundbaby in Bochum derzeit noch weit entfernt. Aber das kleine Tiermädchen kann ja noch mächtig zulegen - Seehunde werden bis zu zwei Meter groß und bis zu 130 Kilogramm schwer.

WDR: Surfer-Girl [Lokalzeit Ruhr, 01.07.11]

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Donnerstag, 26.05.2011

Pinguinbaby muss täglich auf die Waage

Pinguinküken auf der Waage/Rechte: Tierpark Bochum + Jeden Tag die gleiche Prozedur. Die Tierpfleger des WWW: Bochumer Tierparks stapfen unangemeldet ins Pinguingehege, lenken Mama und Papa ab, greifen beherzt in die Bruthöhle und schwupps - landet der neueste Pinguinnachwuchs auf der Haushaltswaage. Seit Wochen geht das nun schon so. Unter den neugierigen Blicken der gesamten Kolonie wird der Wonneproppen in aller Öffentlichkeit gewogen und begutachtet. Selbst die Seehunde schwimmen heran, um dem flauschigen Nachbarn beim Wiegen zuzuschauen.

Pinguinbaby/Rechte: Tierpark Bochum + Betrug das Schlupfgewicht des Kleinen im April etwa 100 Gramm, hatte sich nach einer Woche das Gewicht bereits verdreifacht. Nach drei Wochen brachte er schon stattliche 1200 Gramm auf die Waage! Erwachsene Humboldt-Pinguine werden bis zu vier Kilogramm schwer. Diese rasante Gewichtszunahme zeigt, dass es dem Pinguinbaby gut geht. Und auch die Eltern werden derzeit doppelt so oft mit Fisch gefüttert, damit sie genug Futter für ihr Junges haben. Noch hockt das Pinguinküken im Schutz der Bruthöhle. Doch die wird es bald verlassen und erste Erkundungstouren unternehmen.

Humboldtpinguine sind in Südamerika an den Küsten von Chile und Peru zu Hause. Die mittelgroßen Pinguine sind mit vier bis fünf Jahren erwachsen. Im Frühjahr legt das Weibchen in einer geschützten Bruthöhle ein bis zwei Eier.

Pinguinbaby/Rechte: Tierpark Bochum + Über einen Monat wechseln sich beide Eltern beim Brüten ab. Die Küken können nicht schwimmen und werden von beiden Eltern mit vorverdautem Fisch gefüttert. Erst nach drei bis vier Monaten gehen die jungen Pinguine zum ersten Mal ins Wasser. Die geselligen Vögel jagen Fische, Tintenfische und Krebstiere und erreichen dabei Geschwindigkeiten von etwa 40 Stundenkilometern. Meist tauchen sie im fischreichen Humboldtstrom vor den Küsten nach Sardinen und Sardellen und geraten so in Konflikt mit den einheimischen Fischern. Ein weiterer Grund für einen rapiden Rückgang der Bestände war der Guanoabbau, also das Einsammeln von Vogelkot als Dünger. Hierdurch verloren zahlreiche Humboldtpinguine ihre Brutplätze. Heute stehen die Humboldtpinguine unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens.
Pinguine/Rechte: Tierpark Bochum +

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