Freitag, 12.10.2012
In den Farben des Regenbogens
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Loris sind gesellige Tiere
Die Federn am Kopf sind blau, die Brust rot und gelb und die Rückseite grün: So viele Farben, wie im Gefieder der Gebirgsloris schillern, gibt es nur selten in der Tierwelt. Nicht umsonst heißen sie bei den Briten übersetzt Regenbogenloris. 22 von ihnen leben seit zwei Jahren im Tierpark Bochum. Das Besondere: Haben sie sich für einen Partner entschieden, leben sie monogam bis an ihr Lebensende. Eines der Bochumer Loripaare hat nun erfolgreich ein Junges großgezogen. Am 25. August schlüpfte es aus seinem knapp drei Zentimeter großen Ei.
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Frisch geschlüpft ist das Gefieder noch ganz grau
Ein Fotograf hat die Entwicklung des Kükens dokumentiert. Die Eltern überwachten die Shootings mit Argusaugen. Teilweise ließen sie sich während der Aufnahmen auf Kopf und Schultern des Fotografen nieder. Anhand der Fotoreihe lässt sich wunderbar nachvollziehen, wie aus einem grauen Knäuel ein farbenprächtiger Vogel wird.
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Langsam kommen die farbigen Federn hervor
Die Tiere sind neugierig, zutraulich und lassen sich deswegen auch von Fremden füttern. Diese fehlende Scheu hat sie zu Publikumslieblingen des Tierparks avancieren lassen. Vor allem Kinder sind von ihnen begeistert. Der Junglori soll zum ersten Mal in zwei Wochen durchs Gehege fliegen. So beeindruckend die Papageientiere optisch auch sind, akustisch sind sie eher gewöhnungsbedürftig: Ihr Gekreische ist laut und schrill.
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Die Mauser ist bald zuende
Loris werden gut 25 Zentimenter groß und sind Höhlenbrüter. Das Weibchen legt ein bis drei Eier. Die Brutzeit beträgt rund 25 Tage. An der Aufzucht, die ungefähr zwei Monate dauert, beteiligen sich beide Elternteile. Geschlechtsreif sind die Loris mit zwei Jahren, ihre Lebenserwartung beträgt in freier Wildbahn circa 20 Jahre. In Zoos werden sie teilweise sogar älter. Ihr regulärer Lebensraum liegt im pazifischen Raum. Vor allem in Indonesien, Neuguinea und Australien sind sie verbreitet.
Seit 1973 stehen Loris unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens, das in 175 Ländern gilt. Das Abkommen regelt den Handel mit Wildtieren und Pflanzen, um das Überleben gefährdeteter Tierarten zu sichern.
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