Mittwoch, 31.10.2012
Delfin finito in Münster
Münster wird demnächst delfinfrei
Dass Nandos, Roccos und Palawas' Tage im Münsteraner Allwetterzoo gezählt waren, stand schon länger fest. Das Delfinarium, in dem sich die Großen Tümmler tummelten, muss renoviert werden - dafür fehlen allerdings die finanziellen Mittel. Nun steht der Termin für den Auszug fest: Zum Ende der Weihnachtsferien in der ersten Januarwoche 2013 werden die Delfine Münster verlassen. Somit gibt es in Deutschland nur noch in Duisburg und Nürnburg Delfinarien. Tierschützer kritisieren seit langem die nicht artgerechte Haltung der Tiere in deutschen Zoos.
Das Delfinarium soll umgebaut werden. Nach dem Umbau sollen dort kalifornische Seelöwen zu sehen sein. Was mit Nando, Rocco und Palawas geschieht, ist noch nicht klar. "Die Tiere werden im Rahmen des europäischen Erhaltungszuchtprogramms in einen anderen Zoo in Europa gebracht", sagte eine Zoo-Sprecherin zu WDR.de. In welchen, steht bislang noch nicht fest.
Sonntag, 28.10.2012
Zwillings-Äffchen mit Künstler-Tolle
Bei den Lisztaffen trägt Papa den Nachwuchs auf seinem Rücken
Der weißen Haartolle verdanken die Lisztaffen ihren Namen. Denn auch der ungarische Starkomponist Franz Liszt trug das Haupthaar so. Bei den Lisztaffen im
Duisburger Zoo gab es jetzt gleich doppelten Nachwuchs. Dort wurden Zwillingsäffchen geboren. Sie im Gehege der flinken Krallenaffen zu entdecken, erfordert allerdings Geduld. Die beiden Zwerge klammern sich derzeit noch an Papas Rücken und sind schwer auszumachen. Bei den Lisztaffen übernimmt das Muttertier den Nachwuchs nur, wenn es Zeit für die Milch ist. Ansonsten schleppt das Männchen die Kleinen geduldig mit sich herum - und zwar bis zu fünf Monate lang.
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Lisztaffen lieben Heuschrecken
Wenn die kleinen Lisztaffen auf die Welt kommen, wiegen sie gerade einmal 20 Gramm. Und schon von der ersten Lebensminute an können sich die Jungtiere mit ihren Krallen festhalten. Dieser ausgeprägte Instinkt ist wichtig, denn Lisztaffen leben in den Urwaldbäumen Nordkolumbiens und Panamas. Mit ihren langen Beinen, den scharfen Krallen an den Füßen und ihrem langen Schwanz als Balancierstange klettern sie äußerst geschickt durch das Geäst der Bäume. Nicht selten zeigen die kleinen Tiere Sprünge bis drei Metern Länge. "Wie die meisten Krallenaffen ist auch der Lisztaffe gefährdet", erklärt Revierpfleger Andreas Banse. Die Abholzung der Regenwälder lässt ihren Lebensraum immer weiter schrumpfen.
Bei den wenige Tage alten Duisburger Zwillingen kann man jetzt schon den Ansatz der späteren Haartolle erkennen. Wenn sie ausgewachsen sind, wiegen die Äffchen nicht mehr als 500 Gramm. Sie ernähren sich hauptsächlich von Obst und Blütennektar. Wenn Pfleger Andreas Banse allerdings mit frischen Riesenheuschrecken kommt, ist die Affenbande nicht mehr zu halten.
Mittwoch, 24.10.2012
Flinke Rennechsen
Eines der beiden neuen Bochumer Ameiven-Weibchen
Grüne Ameive ist kein Schreibfehler, sondern eine neue Attraktion im
Zoo Bochum: Seit Mitte Oktober sind drei der aus Mittel- und Südamerika stammenden Echsen in der Mittelamerika-Anlage des Zoos zu sehen. Das Männchen und zwei Weibchen stammen aus dem Frankfurter Zoo. Für Zoodirektor Ralf Slabik sind die Ameiven eine echte Bereicherung: „In unseren 15 Großterrarienanlagen leben auf einer Fläche von 500 Quadratmetern mit Grünen Leguanen, Chamäleons, Kragenechsen, Skinken, Kaimanen und Waranen jetzt 75 Schuppenkriechtiere in 17 unterschiedlichen Arten."
Dreimal so groß: das Ameiven-Männchen
Das Ameiven-Männchen ist mit seinen 80 Gramm Gewicht und 45 Zentimeter Länge ist rund dreimal so schwer wie die beiden Weibchen. Der Kopf ist bräunlich, der Rücken grasgrün, wobei es Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen gibt. Zootierpfleger Dominik Töller erklärt: „Man muss schon gute Reaktionen haben, um eine Ameive einfangen zu können. Mit ihrem schlanken Körperbau sind sie sehr wendig und blitzschnell." Sie ernähren sich überwiegend von Insekten (Heuschrecken, Käfer, Schaben). Zu ihren Feinden zählen Schlangen und Vögel.
Freitag, 12.10.2012
In den Farben des Regenbogens
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Loris sind gesellige Tiere
Die Federn am Kopf sind blau, die Brust rot und gelb und die Rückseite grün: So viele Farben, wie im Gefieder der Gebirgsloris schillern, gibt es nur selten in der Tierwelt. Nicht umsonst heißen sie bei den Briten übersetzt Regenbogenloris. 22 von ihnen leben seit zwei Jahren im Tierpark Bochum. Das Besondere: Haben sie sich für einen Partner entschieden, leben sie monogam bis an ihr Lebensende. Eines der Bochumer Loripaare hat nun erfolgreich ein Junges großgezogen. Am 25. August schlüpfte es aus seinem knapp drei Zentimeter großen Ei.
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Frisch geschlüpft ist das Gefieder noch ganz grau
Ein Fotograf hat die Entwicklung des Kükens dokumentiert. Die Eltern überwachten die Shootings mit Argusaugen. Teilweise ließen sie sich während der Aufnahmen auf Kopf und Schultern des Fotografen nieder. Anhand der Fotoreihe lässt sich wunderbar nachvollziehen, wie aus einem grauen Knäuel ein farbenprächtiger Vogel wird.
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Langsam kommen die farbigen Federn hervor
Die Tiere sind neugierig, zutraulich und lassen sich deswegen auch von Fremden füttern. Diese fehlende Scheu hat sie zu Publikumslieblingen des Tierparks avancieren lassen. Vor allem Kinder sind von ihnen begeistert. Der Junglori soll zum ersten Mal in zwei Wochen durchs Gehege fliegen. So beeindruckend die Papageientiere optisch auch sind, akustisch sind sie eher gewöhnungsbedürftig: Ihr Gekreische ist laut und schrill.
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Die Mauser ist bald zuende
Loris werden gut 25 Zentimenter groß und sind Höhlenbrüter. Das Weibchen legt ein bis drei Eier. Die Brutzeit beträgt rund 25 Tage. An der Aufzucht, die ungefähr zwei Monate dauert, beteiligen sich beide Elternteile. Geschlechtsreif sind die Loris mit zwei Jahren, ihre Lebenserwartung beträgt in freier Wildbahn circa 20 Jahre. In Zoos werden sie teilweise sogar älter. Ihr regulärer Lebensraum liegt im pazifischen Raum. Vor allem in Indonesien, Neuguinea und Australien sind sie verbreitet.
Seit 1973 stehen Loris unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens, das in 175 Ländern gilt. Das Abkommen regelt den Handel mit Wildtieren und Pflanzen, um das Überleben gefährdeteter Tierarten zu sichern.
Donnerstag, 11.10.2012
Fünffacher Nachwuchs bei den Capybaras
Im
Kölner Zoo gibt es Nachwuchs bei den Capybaras (auch Wasserschweine genannt) und dabei spielt die Fünf eine große Rolle. Am Freitag, dem fünften Oktober, hat die fünfjährige "Maggie" nach fünfmonatiger Tragezeit fünf Jungtiere zur Welt gebracht. Die Kleinen sind jetzt noch etwa meerschweinchengroß und werden in etwa einem Monat ihr Gewicht verfünffacht (!) haben.
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Die Capybaras mit ihrer Mutter
Mutter Maggie ist gut 50 Kilo schwer und stammt aus dem Zoo im niederländischen Kerkrade. Vater ist der dreijährige "Mike", der aus dem Züricher Zoo stammt. Er ist ein außergewöhnlich ruhiges Tier und düfte deswegen auch bei der Geburt dabei sein. Seitdem, so berichtet der Zoo, kümmert er sich rührend um den Schutz und das Wärmen der Jungtiere.
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Auslauf im Freigehege
Der ungewöhnlich klingende Name "Capybara" bedeutet in der Guarani-Sprache (wird in Teilen Südamerikas gesprochen) "Herr des Grases". Die Hauptnahrung der Riesennager stammt aus den Überflutungsgebieten, Savannen und Flussufern von Regenwäldern des tropischen Mittel- und Südamerikas. Während die Tiere in der Nacht und in den Morgen- und Abendstunden grasen, ziehen sie sich zum Ruhen am Tage und bei Gefahr in das kühlende Wasser zurück. Mit bis zu 65 Kilogramm Körpergewicht und 1,2 Meter Körperlänge werden die Weibchen sogar noch etwas schwerer als die Männer.
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