Freitag, 21.09.2012

Krummschnabel und Riesenfüße

Pelikanküken/Rechte: zoo-foto.de/Claudia Kuster + So sieht der Jungvogel jetzt aus Wenn er mal groß ist, wird er bis zu sieben Kilogramm wiegen. Dann könnte er seinen langen Schnabel samt Kehlsack geschickt wie einen riesigen Kescher durchs Wasser ziehen und seinen schweren Kopf beim Fliegen auf den Schultern tragen. Noch aber ist der im WWW: Duisburger Zoo geschlüpfte Rötelpelikan ein flauschiges Knäuel mit riesigen Füßen und einen unförmig-breiten Schnabel, der sich von seiner Mutter mit vorverdautem Fisch durchfüttern lässt. Auch ist sein Daunenkleid noch nicht ganz vollständig. Und so wirkt der kleine Duisburger Rötelpelikan zurzeit noch ein wenig nackt.

Die aus Afrika stammenden Rötelpelikane brüten in großen Kolonien am Wasser. Haufen aus Ästen und Zweigen dienen als Nester. Pelikanküken/Rechte: zoo-foto.de/Claudia Kuster + Jungvogel mit weißem Daunenkleid "Im Zoo ist die Zucht von Rötelpelikanen allerdings immer noch selten", so Zookurator Volker Grün. Das liege daran, das diese Tiere ganz besonders scheu seien. Im Duisburger Zoo bewohnen die Pelikane eine Insel in einem Teich. "Wenn wir die Insel verändern würden, könnten sich die Tiere schon gestört fühlen und nicht mehr brüten. In anderen Zoos werden die Rötelpelikane häufig mit vielen unterschiedlichen Vogelarten zusammengehalten. Auch das kann sie schon stören. Bei uns teilen sie sich ihr Revier nur mit den Flamingos und an die haben sie sich offensichtlich gewöhnt."

Derzeit hocken also sämtliche Altvögel um den etwa fußballgroßen Sprössling herum. Der wird schon bald das typische schneeweiße Daunenkleid tragen, das ihn in den kommenden Monaten warmhalten muss. Erst dann wächst ihm langsam das für Rötelpelikane typische Gefieder, das auf der Rückenseite der Tiere bei bestimmten Lichtverhältnissen rötlich schimmert - daher der Name. In der Duisburger Kolonie wird der Kleine der letzte Pelikannachwuchs für dieses Jahr sein. "Die Brutzeit ist jetzt vorbei", so Volker Grün.

Pelikanküken/Rechte: zoo-foto.de/Claudia Kuster Rötelpelikan bei der Fütterung eines Jungvogels

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