Freitag, 21.09.2012
Krummschnabel und Riesenfüße
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So sieht der Jungvogel jetzt aus
Wenn er mal groß ist, wird er bis zu sieben Kilogramm wiegen. Dann könnte er seinen langen Schnabel samt Kehlsack geschickt wie einen riesigen Kescher durchs Wasser ziehen und seinen schweren Kopf beim Fliegen auf den Schultern tragen. Noch aber ist der im
Duisburger Zoo geschlüpfte Rötelpelikan ein flauschiges Knäuel mit riesigen Füßen und einen unförmig-breiten Schnabel, der sich von seiner Mutter mit vorverdautem Fisch durchfüttern lässt. Auch ist sein Daunenkleid noch nicht ganz vollständig. Und so wirkt der kleine Duisburger Rötelpelikan zurzeit noch ein wenig nackt.
Die aus Afrika stammenden Rötelpelikane brüten in großen Kolonien am Wasser. Haufen aus Ästen und Zweigen dienen als Nester.
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Jungvogel mit weißem Daunenkleid
"Im Zoo ist die Zucht von Rötelpelikanen allerdings immer noch selten", so Zookurator Volker Grün. Das liege daran, das diese Tiere ganz besonders scheu seien. Im Duisburger Zoo bewohnen die Pelikane eine Insel in einem Teich. "Wenn wir die Insel verändern würden, könnten sich die Tiere schon gestört fühlen und nicht mehr brüten. In anderen Zoos werden die Rötelpelikane häufig mit vielen unterschiedlichen Vogelarten zusammengehalten. Auch das kann sie schon stören. Bei uns teilen sie sich ihr Revier nur mit den Flamingos und an die haben sie sich offensichtlich gewöhnt."
Derzeit hocken also sämtliche Altvögel um den etwa fußballgroßen Sprössling herum. Der wird schon bald das typische schneeweiße Daunenkleid tragen, das ihn in den kommenden Monaten warmhalten muss. Erst dann wächst ihm langsam das für Rötelpelikane typische Gefieder, das auf der Rückenseite der Tiere bei bestimmten Lichtverhältnissen rötlich schimmert - daher der Name. In der Duisburger Kolonie wird der Kleine der letzte Pelikannachwuchs für dieses Jahr sein. "Die Brutzeit ist jetzt vorbei", so Volker Grün.
Rötelpelikan bei der Fütterung eines Jungvogels
Donnerstag, 13.09.2012
Tapir in Tarnfarben
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Tapirjungtier in Dortmund
Normalerweise schleicht er durch die Regenwälder Südamerikas, um sich vor Raubkatzen und Riesenschlangen in Acht zu nehmen. Der kleine Flachlandtapir, der nun im
Dortmunder Zoo zur Welt kam, muss sich um Fressfeinde nicht kümmern. Er wächst an der Seite seiner Mutter "Indra" im Gehege auf. Für sie ist es schon das neunte Jungtier.
Mit ihrem gestreiften Fell erinnern die Tapire an kleine Wildschweinfrischlinge. Doch mit Schweinen haben die Südamerikaner nichts zu tun. Sie sind tatsächlich mit Pferden und Nashörnern verwandt. Das Streifenmuster auf dem Fell des Dortmunder Neuzugangs verschwindet, wenn das Jungtier ungefähr ein halbes Jahr alt ist. Ab diesem Alter tragen Tapire einen unifarbenen Pelz in unauffälligem Grau-Braun.
Flachlandtapire sind in ihrer Heimat stark bedroht. Sie werden nicht nur intensiv bejagt, auch ihr Lebensraum schrumpft zusehens. Deshalb gibt es in Zoos ein Erhaltungszuchtprogramm für diese Tierart. Auch der Zoo Dortmund beteiligt sich daran. So wurde „Indras" letztes Jungtier aus diesem Grund in den Zoo Schwerin gebracht, um dort mit einem blutsfremden Männchen für Nachwuchs zu sorgen. "Indras" noch namenloses Jungtier ist schon der dreiundzwanzigste Flachlandtapir, der im Dortmunder Zoo geboren wurde.
Dienstag, 04.09.2012
Wuppertaler Elefanten an Salmonellen erkrankt
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Ultraschalluntersuchung bei Elefantenkuh Sweni
Jetzt hat es auch den Elefantenbulle "Tusker" erwischt. Seit Wochen plagt die Elefantenherde im
Zoo Wuppertal eine Salmonellenerkrankung. Erst waren die Kühe der Herde von einer Infektion betroffen, was bei manchen Tieren zu erheblichen Problemen führte. Die Tiere litten unter Durchfall und wollten nicht mehr fressen. Bei der 7-jährigen Bongi war der Krankheitsverlauf laut Zoo sogar lebensbedrohlich und auch die trächtige Elefantenkuh "Sweni" verlor durch die Infektion ihren Fötus. Zwei Tage nach dem Abgang des Fruchtwassers brachte „Sweni" das abgestorbene Kalb tot zur Welt. "Es wurde zur Sicherheit pathologisch in Berlin untersucht", so Katrin Gries von der Tierärztlichen Station des Zoos. "Dabei wurden Salmonellen in der Leber nachgewiesen." Jedes Tier der Herde habe die Krankheit anders überstanden. "Dass es ausgerechnet Bongi so schwer getroffen hat, hat wahrscheinlich auch damit zu tun, dass die den niedrigsten Rang in der Herde hat. Sie hat somit den größten Stress."
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Jungtiere von 2011
Während die weibliche Elefantengruppe auf dem Weg der Besserung ist und auch die trächtigen Elefantenkühe "Sabie" und "Punda" nach Angaben des Zoos wohlauf sind, kämpft nun Bulle "Tusker" mit der Erkrankung. Es sei bei Elefanten schon dramatisch, wenn sie ein paar Tage keine Nahrung zu sich nehmen. "Ein Elefant frisst 18 Stunden am Tag." Bis zu 100 Kilo Futter könnten da schon verschlungen werden. Um dem Tier seine Medikamente zu verabreichen, muss Zootierarzt Arne Lawrenz den Bullen füttern. "Das ist schon ein Problem", so Katrin Gries. "Tusker ahnt etwas und nimmt von uns kein Futter. Gestern konnten wir ihm aber das Medikament spritzen. Ob das morgen auch noch funktioniert, weiß keiner." Der Bulle kann im Gegensatz zu den Kühen nicht im direkten Kontakt, sondern nur durch ein Gitter behandelt werden. Neben einem Antibiotika bekommt er ein Schmerzmittel gegen seine Bauchschmerzen. "Wenn er keine Schmerzen hat, frisst er auch."
Die Salmonellen schädigen die Darmflora der Tiere. Vor ein paar Wochen hatten Pfleger in den Ausläufen schleimigen Kot entdeckt und Alarm geschlagen. Wie die Tiere mit den Salmonellen in Kontakt gekommen sind, kann das Zooteam nicht mehr nachvollziehen. Der für Samstag (08.09.2012) vorgesehene Elefantentag im Zoo fällt nun aus.
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