Dienstag, 14.08.2012

Endlich raus aus dem Beutel

Känguru mit Jungtier/Rechte: Zoo Krefeld/Gorissen +

Vorwitzig tollt das jüngste Mitglied der Familie von Grauen Riesenkängurus im WWW: Zoo Krefeld über seine Mutter "Mallee". Immer öfter verlässt das Riesenbaby jetzt den sicheren Beutel für Ausflüge. Dann stürzt es sich plötzlich wieder kopfüber zurück, um zu trinken oder zu schlafen. Manchmal sind von ihm nur die kräftigen Hinterbeine zu sehen, die aus dem Beutel ragen.

In Australien bilden Graue Riesenkängurus die größte Säugetiergruppe im Land. In Krefeld allerdings ist das Zooteam froh um jedes einzelne Jungtier. Der Grund: Vor zehn Jahren gab es hier einen tragischen Zwischenfall, der bundesweit für Aufsehen sorgte. Ein von Einbrechern frei gelassener Gepard tötete neun erwachsene Kängurus. Ein Jungtier musste danach von Hand aufgezogen werden. Laut Zoo, erholt sich der Bestand seitdem nur langsam.

Frischgeborene Kängurus müssen schon nach der Geburt Erstaunliches leisten, sind sie doch bei ihrer Geburt nur so groß wie ein Gummibärchen und müssen es dennoch allein in Mamas Beutel schaffen. Eine beschwerliche Reise. Ist es angekommen, saugt es sich an Mutters Zitze fest und wächst und wächst. Apropos Zitze: Meist führen die Mütter noch ein älteres Jungtier mit sich, das ebenfalls noch trinken will. Auch dafür hat die Natur etwas Praktisches eingerichtet: Känguruweibchen verfügen über zwei Zitzen aus denen zwei verschiedene Milchsorten fließen. Der ältere Nachwuchs bekommt fettreiche, nahrhafte Milch. Der jüngste Nachwuchs hingegen trinkt eine fettlose Milch.

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