Donnerstag, 09.08.2012
Kleiner Lemur entdeckt die Langsamkeit
Nur nicht ständig in Bewegung sein, viel Schlaf und große Mengen Bambus - das ist die Lebensphilosophie eines Bambuslemuren. Im
Kölner Zoo hat einer der puscheligen Gesellen mit dem intensiven Blick nun Nachwuchs.
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Für den Kölner Zoo ist der junge Lemur eine kleine Kostbarkeit, denn nicht nur in seiner Heimat, den Regenwäldern auf Madagaskar, sind die Tiere stark vom Aussterben bedroht. Auch in zoologischen Gärten ist diese Art eine Rarität. Aktuell gibt es in Tierparks nur 24 Tiere weltweit. Die Primaten sind extreme Nahrungsspezialisten und fressen zu 98 Prozent Bambus. Die Spezialisierung geht sogar so weit, dass sie von den 21 Bambusarten in ihrem Lebensraum lediglich drei Arten fressen. Mit ihrem kräftigen Gebiss können sie Bambusstämme bis zu einem Durchmesser von acht Zentimetern aufreißen. Doch für frei lebende Bambuslemuren wird die Nahrung immer knapper, denn der Bambus muss überwiegend für den Möbelbau herhalten.
Bambus enthält nur wenig Energie, deshalb müssen Bambuslemuren möglichst große Mengen der Pflanzen fressen und im Alltag viel Energie sparen, in dem sie sich wenig bewegen.
Auch der kleine Lemur in Köln, der irgendwann einmal rund zwei Kilo wiegen wird, schläft viel. Am liebsten eng an Mama "Kaya" gekuschelt. Muttertier "Kaya" geht allerdings seit der Geburt des Kleinen nicht gerade zimperlich mit ihrem eigentlichen Partner "Woody" um. "Sie zeigt sich äußerst aggressiv ihm gegenüber, sodass wir die beiden Tiere trennen mussten und Woody seither im Nachbargehege sehnsüchtig darauf wartet, dass Kaya ihn wieder in der Nähe duldet", so das Zooteam.
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