15 Jahre alt, 300 Kilo schwer und die neue Attraktion des
Wuppertaler Zoos: Lars ist nicht irgendein Eisbär, sondern der Vater von Berlins Superstar Knut. Was Lars noch zum perfekten Glück fehlt: die Frau an seiner Seite.
Angetreten ist Lars als Nachfolger des verstorbenen Wuppertaler Eisbären Boris. Den hat er schon nach wenigen Tagen an seiner neuen Wirkungsstätte in der Publikumsgunst weit übertroffen. Wenn Lars Kunststückchen mit Pflegerin Anja Hillen übt, sich aufrichtet und seine imposante Erscheinung in ganzer Körpergröße präsentiert, jubeln die Zuschauer ihm so zu wie Kinofans einem Hollywood-Helden. Pflegerin Hillen schwärmt von ihm denn auch wie von einem Filmstar: Er ging direkt ins Wasser, er taucht super gerne, er ist ein absolut toller Bär. Für die Besucher ist das ganz toll."
Auch Wuppertals Zoodirektor Ulrich Schürer schwärmt natürlich von seinem neuen Kassenmagneten: "Lars ist ein sehr umgängliches Tier offenbar. Schon am ersten Tag ist er freiwillig zurück in den Stall gekommen. Ich nehme an, er ist sehr verfressen und deshalb ist es gar nicht schwierig, ihn zu dirigieren." Das war im Berliner "Familienverbund" wohl etwas schwieriger: Dort galt Papa Lars als Gefahr für Sohnemann Knut.
"Eisbär Lars zog an die Wupper [Lokalzeit Bergisches Land]
Nur eines fehlt dem neuen Star des Wuppertaler Zoos noch zu seinem tierischen Glück: eine Frau an seiner Seite. Eine Kandidatin ist schon in Sicht: Eisbärin Jerka, die noch getrennt von ihm lebt. In einigen Tagen werden sie sich kennenlernen. Im günstigsten Fall werden aus dieser Begegnung ein paar neue
Knuts erwachsen.
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Zwar macht Nashornkind "Ebun" aus dem
Münsteraner Allwetterzoo noch einen etwas tapsigen Eindruck, aber das täuscht: Der kleine Koloss ist ein tierischer Medienprofi, und das obwohl der weibliche Nachwuchs erst vor einem Monat geboren wurde: Ebun hat eine eigene Homepage, eine Seite bei Facebook, auf der Plattfom Flickr sind jede Menge Fotos zu sehen, und auch über Twitter gibt es Kurznachrichten. Sogar ein Eintrag bei Wikipedia informiert über das Nashorn-Mädchen.
Ebun - der afrikanische Name bedeutet übersetzt "Geschenk" - wurde von seiner Mutter getrennt, weil diese seine beiden älteren Geschwister im Jahr 2000 und 2004 unmittelbar nach der Geburt tötete. Jetzt genießt es die Fürsorge der Pfleger.
Auf Ebuns Website gibt es ein Tagebuch mit Infos zum Pflegeteam oder zum Speiseplan. Der klingt allerdings wenig abwechslungsreich: Vom Frühstücksfläschen um 7.30 Uhr über die Flasche zur Kaffeezeit bis zum Abendfläschen um 17 Uhr steht nur Fohlenmilch auf der Speisekarte - denn die ist der Milch einer Nashornmutter am ähnlichsten. Und das stolze Kilogramm, das Ebun jeden Tag zunimmt, muss ja schließlich irgendwoher kommen. Seit neuestem, so ist für Interessierte außerdem zu lesen, macht Ebun sogar jeden Tag einen Mittagsschlaf - vielleicht erschöpft der ganze Medienrummel das Tier ja doch ein wenig...
Zum SeitenanfangDas Giraffenjunge hat schon einen ganz ordentlichen Zug an sich: Die eineinhalb Liter Milch aus seiner Nuckelflasche verdrückt es innerhalb von etwa einer Minute, am Tag trinkt es bis zu acht Litern. Da es seit seiner Geburt am 3. Oktober von seiner Mutter nicht beachtet wird, ist das noch namenlose Männchen das erste Giraffenbaby in der Geschichte des Duisburger Zoos, das von Hand groß gezogen werden muss.
"Es gibt für uns keinen erkennbaren Grund, warum die Mutter das Kind nicht annimmt", sagt Jochen Reiter, der wissenschaftliche Leiter des Duisburger Zoos - zumal das Junge auf dem ersten Blick keine Krankheiten zeigt. Trotzdem: Das Junge und seine Mutter Malindi ignorierten sich standhaft. "Nach etwa drei Tagen entschieden wir uns, einzugreifen", sagt Reiter. Das hieß: Handaufzucht.
Seitdem spielt Pfleger Werner Tenter Ersatzmutter und hat einen stressigen, langen Arbeitstag: Im Zeitraum zwischen sechs und 21 Uhr muss das Baby gefüttert werden. Seit kurzem bekommt Tenter Unterstützung von zwei anderen Pflegern - auch, damit die Giraffe sich nicht zu sehr an seine menschliche Bezugsperson gewöhnt. "Das könnte spätestens dann gefährlich werden, wenn das Tier geschlechtsreif ist. Dann könnte es in seinem früheren Ziehvater einen Konkurrenten im Kampf um die Gunst eines Weibchens sehen", sagt Reiter. Deswegen dürfen die Pfleger das Junge auch nur füttern, aber nicht streicheln oder mit dem Tier spielen. Der Zoo will die Fütterung möglichst bald auf feste Nahrung umstellen.
Bei seiner Geburt war das Junge etwa 1,85 Meter groß und etwa 40 bis 50 Kilogramm schwer. Es ist aus dem Körper der Mutter aus etwa zwei Metern Höhe auf den Boden gefallen: "Eine Giraffe gebärt ihre Kinder nicht im Sitzen, weil sie sich sonst zu einer leichten Beute beispielsweise für Löwen machen würde", erklärt Reiter. Einen Namen für das Tier, das zur Zeit etwa einen Zentimeter pro Woche wächst, will der Zoo in einem öffentlichen Namenswettbewerb finden, der demnächst ausgeschrieben wird.
Zum SeitenanfangSie fauchen schon wie die Großen und sind doch erst wenige Wochen alt. Nach 16 Jahren wurden im Zoo Krefeld wieder Geparden geboren. Gleich vier Junge konnte das Zooteam nach der Geburt zählen. Gepardenmutter "Caoihme" brachte drei Kater und eine Katze auf die Welt. Nun stand die erste Wurmkur an, und das passte den Kleinen gar nicht.
Noch halten sich die vier Jungen meist mit der Mutter in ihrer Holzhütte auf der Außenanlage auf. Bald werden sie beginnen, die nähere Umgebung zu erkunden. Die Jungtiere bleiben bis zu zwei
Jahre bei der Mutter. An Kopf und Nacken tragen sie bereits dichtes, langes Fell, das wie eine Decke wirkt.
Bis Mitte der 1990er Jahre gab es in Krefeld regelmäßig Nachwuchs eines Gepardenpaares. Nach dessen Tod versuchte der Zoo, mit zwei Brüdern und einer Katze die Zucht neu aufzubauen. Bei Geparden herrscht aber Damenwahl, und die Katze konnte sich nicht für die beiden Kater erwärmen. Einige Jahre lang lebten die drei Tiere daher ohne Nachwuchs zusammen. Im Juni 2009 zog die wählerische Katze aus Krefeld schließlich in den Zoo der tschechischen Stadt Liberec um, und aus dem irischen Fota Wildlife Park kam "Caoihme" (zu Deutsch: Schönheit) an den Niederrhein. Kater "Otwani" und die neue Gepardin verstanden sich von Anfang an - wie der Nachwuchs beweist.
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