Am Dienstagmorgen wurde "Lissy" geboren. Die Zwergeselstute ist zurzeit die jüngste Zoobewohnerin in Krefeld. Bereits wenige Stunden nach ihrer Geburt war Lissy zum ersten Mal für die Besucher zu sehen. Gemeinsam mit Mutter "Lina" stakste die kleine Eselstute durch das Gehege. Lissy ist das neunte Jungtier, dass Lina zur Welt gebracht hat.
Zum SeitenanfangDer Krefelder Zoo trauert um das Orang Utan Weibchen "Sita", sie starb an den Folgen einer Lungenentzündung. Sita war aufgrund ihrer ungewöhnlichen "Kreativität" weit über Krefeld hinaus bekannt geworden: Christine Peter, Fachfrau für Tierbeschäftigung im Zoo Krefeld, brachte sie vor drei Jahren zur "Malerei". Zum Star der Kunstwelt wurde sie, als ihre Werke auf der Website des Düsseldorfer Galeristen Heinz Hachel im Internet angeboten wurden. Der englische Künstler Damian Hirst kaufte 22 ihrer Bilder.
Vor einem halben Jahr hatte bereits ein Tierärzteteam das Orang Utan Weibchen intensiv untersucht - ohne Ergebnis. Jetzt musste sie wegen einer Entzündung behandelt werden. "Einen Orang Utan muss ich für jede Art der Behandlung in Narkose legen und die kann bei einem stark geschwächten Organismus schon zum Tode führen", erklärt Zootierarzt Dr. Martin Straube. "Für zwei Ultraschalluntersuchungen mussten wir Sita in Narkose legen. Beim zweiten Mal wachte sie nicht mehr auf."
Zum SeitenanfangRund 50 Kilo bringt der dicke Wonneproppen auf die Waage, den Nashorn Emmi am Sonntag (20.09.09) im Allwetterzoo Münster auf die Welt brachte. Das weibliche Nashornkalb muss vorerst mit einer Ersatzmutter vorlieb nehmen. Es wurde aus Sicherheitsgründen von der Mutter getrennt und wird stattdessen rund um die Uhr von einem Pflegerteam des Zoos betreut.
Nashorn Emmi hatte in der Vergangenheit bereits zwei Jungtiere zur Welt gebracht und direkt nach der Geburt aus Panik getötet. Auch kurz nach der Geburt am Sonntag wirkte Emmi wieder nervös und aggressiv. Innerhalb weniger Minuten entschloss sich das Team deshalb einzugreifen. Den Mitarbeitern des Zoos gelang es schließlich, die Nashornkuh in ein anderes Gehege zu locken. Jetzt werde die Kleine, die noch keinen Namen hat, per Hand mit der Flasche aufgezogen. Zur Freude aller Mitarbeiter trank das Kalb tatsächlich schon kurz nach der Trennung vom Muttertier.
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Schon Ende Mai haben die Baumpandas Cosima und Gorby im
Krefelder Zoo Nachwuchs bekommen. Die vierjährige Cosima brachte ein Männchen zur Welt. Vor anderthalb Wochen überzeugten sich Pfleger und Tierarzt Martin Straube von der Gesundheit des kleinen Pandas. Einen offiziellen Termin, zu dem der Kleine den Zoobesuchern vorgestellt wird, gibt es nicht. Die Jungtiere verlassen erst nach drei Monaten den Bau. In den nächsten Tagen und Wochen wird sich der Baumpanda aber immer öfter den Besuchern zeigen. Das allerdings überwiegend abends: Baumpandas verschlafen den Tag lieber in Astgabeln und kommen erst zur Fütterung in den Abendstunden auf den Boden.
Gorby, der Vater des noch namenlosen Baumpandas, ist vor neun Jahren im Zoo Krefeld geboren. 2007 kam dann Cosima aus einem norditalienischen Zoo hinzu. Anfangs riss sie mehrmals aus ihrem Gehege aus und musste von der Feuerwehr aus den Bäumen geholt werden.
Baumpandas, auch kleine Pandas oder Katzenbären genannt, haben vorwiegend glänzend rotes Fell und dichtbehaarte Pfoten, mit denen sie sogar kopfüber klettern können. Sie leben in feuchten Tälern der Himalaja-Region. Dort sind sie aber mittlerweile selten geworden. Schätzungen gehen von weniger als 20.000 wildlebenden Tiere aus. Wegen Wilderen und dem immer kleiner werdenden Lebensraum gelten sie als stark gefährdet. Seit 1999 setzt sich der WWF für den weltweiten Schutz der kleinen roten Pandas ein.
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Anfang Mai 2009 schlüpfte ein Mönchsgeierküken im
Bochumer Tierpark. Nur vier Monate später trat der Kleine jetzt seine erste weite Reise an. Sie brachte ihn in die südfranzösischen Alpen. Von dort aus wird es bald direkt in die Freiheit gehen, denn der halbstarke Geier soll ausgewildert werden - 1.150 Kilometer von Bochum entfernt.
Deshalb hieß es nun Lebewohl sagen zu den Eltern "Archi" und "Gräfin", als die Franzosen Sylvain Henriquet und Paul Monin den Mönchsgeier im Tierpark abholten. Ohne Zwischenstopp fuhren sie mit dem Vogel direkt zum Zielort Castellane. Die Gemeinde liegt 150 Kilometer vor der Mittelmeerküste am Beginn der Verdonschlucht. Dort soll das bereits sechs Kilo schwere Jungtier zunächst vier Wochen lang in einer großen Voliere leben, um es auf die bevorstehende Auswilderung vorzubereiten. Noch weiß niemand, ob das Jungvogel Männlein oder Weiblein ist - sein Geschlecht muss mit Hilfe einer Blutprobe festgestellt werden.
Wegen des hohen Schutzstatus der Mönchsgeierküken wurde ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm ins Leben gerufen, kurz EEP genannt. Der Tierpark Bochum hat bereits zum zweiten Mal erfolgreich zu diesem europäischen Erhaltungszuchtprogramm beigetragen.
Solche Programme gibt es für viele verschiedene, in der freien Wildbahn vom Aussterben bedrohten Arten. Dabei wird von einem so genannten Zuchtbuchkoordinator ein Zuchtbuch geführt, um die in Menschenhand gehaltenen Tiere optimal für Zuchtgruppen oder Paare zusammenzubringen. Eine Besonderheit des EEP für den Mönchsgeier liegt in dem erfolgreichen Auswilderungsprogramm. Auch mehrere Zoos in NRW beteiligen sich daran. Der kleine Mönchsgeier aus Bochum wird also bald seine Kreise über den Alpen ziehen.
Zum SeitenanfangMit einem Jetlag sind am Freitag (04.09.09) zwei Koalas auf dem Düsseldorfer Flughafen gelandet. Sie stammen aus einem Zoo im nordamerikanischen San Diego. Wie jedes Lebewesen müssten sich die Beutelbären zunächst an den neuen Zeit-Rhythmus gewöhnen, sagte Volker Grün, Kurator des Duisburger Zoos.
Die geräuschempfindlichen Tiere saßen während des elfstündigen Fluges von Los Angeles in Transportboxen auf den hinteren Plätzen der Economy-Klasse eines Linienflugzeugs. "Die Tiere waren während des Fluges sehr ruhig und haben geschlafen", sagte Tierpflegerin Anna Lena Hohmann. Zusammen mit Pflegerin Amy Alfrey fütterte sie die Koalas mit Eukalyptusblättern aus San Diego. Die Koalas sind für die Zoos in Duisburg und Plankendahl (Belgien) bestimmt. Dort sollen sie sich mit anderen Koalas paaren.
Zum SeitenanfangIm Krefelder Zoo starb am Dienstag (01.09.09) der schwarze Jaguar Jackson im Alter von 21 Jahren. Mitarbeiter des Zoos fanden Jackson tot in ihrer Außenanlage. Die Großkatze erreichte mit 21 Jahren ein sehr hohes Alter; in freier Natur werden Jaguare nur acht bis zwölf Jahre alt.
Jackson galt im Zoo als kraftvoller, eleganter Jaguar mit besonderer Ausstrahlung. Besonders liebte er seinen Aussichtsplatz auf einem Baumstamm. Seine Partnerin, die Jaguarkatze Bess, vermisst Jackson indes nicht, denn Jaguare sind Einzelgänger, die sich nur zur Paarung treffen. Jetzt bemüht sich der Zoo um einen neuen Paarungspartner für die erst zweijährige Katze.
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