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Freizeit
Freigang für die Kapuziner-ÄffchenJahrelang bewohnten die Kapuziner nur ein vergittertes Gehege im Allwetterzoo Münster. Nun durfte die elfköpfige Affengruppe endlich ins neue 700 Quadratmeter große Grüngehege ziehen - Liegewiese und Kletterbäume inklusive.
Doch so eine große Freianlage erfordert erst einmal jede Menge Mut von einem kleinen Affen. Zunächst mussten die "Südamerikaner" durch einen langen Laufgang krabbeln, der über dem Besucherweg schwebt. Schon nach wenigen Metern im neuen Terrain, stürmten die ersten Neuankömmlinge gleich wieder zurück. Auch der zweite Boss der Truppe, namens "Pedro", traute sich nur bis zur ersten Biegung.
Das halbstarke Affenmänchen "Monty" fasste sich schließlich ein Herz und hangelte als Erster über die Strickleiter, die am Ende des Laufgangs hing. Von dort aus ging es auf einen der großen Kletterbäume - und dann im Laufschritt wieder zurück.
Irgendwann trauten sich dann auch die anderen vorsichtig ins neue Gehege. Sie tollten über den Rasen und eroberten die Kletterbäume. Ein junges Kapuzineräffchen aus der Gruppe holte sogar eine Nuss aus dem Leckerbissen-Korb und brachte sie seiner Mutter, die immer noch ängstlich im alten Gehege saß.
Der Zaun der neuen Anlage ist transparent und mit Strom geladen. Doch schon in der ersten Stunde fanden die intelligenten Tiere die erste Sicherheitslücke im System. "Ein Äffchen kletterte auf den Laufgang - und schwups war es raus aus der Anlage", erzählt Zoosprecherin Ilona Zühlke. Zum Glück waren Zoomitarbeiter in der Nähe und fingen das Tier schnell wieder ein.
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