Pudelwohl, ober besser gesagt, seehundwohl fühlt sich das Baby im Wasser, liebevoll angestupst von seiner Mutter Cindy. Am 6. Juli kam die Kleine auf die Welt und lebt nun getrennt von den anderen Seehunden in einer eigenen Box, damit sie in aller Ruhe ein intensive Beziehung zur Mutter aufbauen kann. Der kleine Wonneproppen wird schnell an Gewicht zulegen, denn die Muttermilch enthält satte 30 Prozent Fett. Doch zum Mutterglück von Cindy gesellt sich die Trauer um ihre eigene Mutter: Oma Arielle hat im hohen Alter von 30 Jahren selbst noch mal Nachwuchs bekommen, verstarb jedoch kurz nach der Geburt von Maxime.
Schon am 30. Juni wurde im Bochumer Zoo Seehund-Nachwuchs geboren. Die kleine Maxime musste von Hand aufgezogen werden. Ohne den Schutz von Mutter Arielle ereignete sich ein folgenschwerer Unfall - ein Seehundbulle verletzte Maxime am dritten Tag nach der Geburt schwer, die Wunden am Kopf wurden vom Tierarzt behandelt. Die Ersatzkost - eine für Seehunde leckere Mischung aus Welpenmilch, Lebertran und püriertem Lachs - wurde der jungen Seehunddame mit einer Magensonde verabreicht, denn Fläschen akzeptieren diese Tiere nach Angaben des Bochumer Zoos nicht.
In der Zwischenzeit konnte die Ernährung für Maxime auf Fisch umgestellt werden. Die Wunden am Kopf verheilen nach Zoo-Angaben gut und wahrscheinlich kann die verschmuste Maxime schon bald mit Cindys Tochter im Wasser tollen.
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Sein Tod kam für alle völlig überraschend, obwohl der gewichtige Gorillamann "Tam Tam" mit seinen 38 Jahren bereits ein stattliches Alter erreicht hatte. Während einer harmlosen Zahnbehandlung starb er nach einer Vollnarkose, teilte der Zoo Wuppertal am Freitag (24.07.09) mit. Beim Aufwachen aus der Narkose habe "Tam Tam", Chef im
Gorilla-Gehege, keine Auffälligkeiten gezeigt. "Gegenüber den Tierpflegern hatte er schon wieder sein dominantes Verhalten", berichtete der Zoo. Kurz darauf hätten die Pfleger den Affen aber leblos in seinem Gehege gefunden. Die genaue Todesursache des Gorilla-Anführers soll in den nächsten Tagen ein Spezialinstitut feststellen. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Gorillas liegt laut Zoo zwischen 35 und 40 Jahren. Das älteste Tier in menschlicher Obhut sei über 50 Jahre alt geworden.
Zum SeitenanfangZwei aus einem Ei - das gibt es auch bei Schildkröten. Gleich zwei Zwillingspärchen kamen im Münsteraner Allwetterzoo zur Welt. Die Zwillingsgeburt der Sternschildkröten ist für den Tierpark eine Sensation. "Davon wurde bei dieser Schildkrötenart bisher noch nie berichtet", sagt Zoosprecherin Illona Zühlke. "Bei anderen Arten gab es schon Zwillinge, aber sie waren entweder zusammengewachsen, oder eines der Tiere war nicht komplett entwickelt."
Die Zwillingspaare stammen aus Gelegen verschiedener Eltern. Die Eier wurden aus dem Terrarium der Sternschildkröten entfernt und für 97 Tage künstlich bebrütet. Beim Schlüpfen hatten die Winzlinge eine Panzerlänge von gerade einmal zwei bis drei Zentimeter. Die Minischildkröten wogen dabei nur zwischen sechs und acht Gramm. "Einlinge sind mit etwa 16 Gramm doppelt so schwer, und ihr Panzer kann bis zu vier Zentimeter lang sein", so Zühlke
Anhand der Eier lasse sich übrigens nicht auf Zwillinge schließen: Die Eier sind stets gleich groß, nämlich rund viereinhalb Zentimeter. Die Schale ist im Gegensatz zum Hühnerei weich und wird von den Schlüpflingen mit ihrem Eizahn angeritzt. So entsteht zunächst ein kleines Loch. Dies wird dann von den kleinen Schildkröten so weit vergrößert, dass sie sich mit Hilfe der Vorderbeine aus dem Ei befreien können.
Die Eltern der jungen Sternschildkröten im Allwetterzoo waren vor fünf Jahren auf dem Hongkonger Flughafen beschlagnahmt worden. Über den Schildkrötenschutz-Koordinator des Zoos in Rotterdam wurden sie auf mehrere europäische Zoos und erfahrene Privathalter verteilt. In Münster vermehren sich die kostbaren Tiere regelmäßig, so schlüpften in diesem Jahr bereits 15 Sternschildkröten aus den Eiern.
Das Muster auf dem Panzer der Schildkröten erinnert auffällig an ein Sternenmuster. Es hilft den Tieren, sich in der freien Natur zu tarnen. Der Panzer dieser hübschen Pflanzenfresser ist außerdem stark gewölbt.
Zum SeitenanfangBei ihrer Geburt fallen sie unsanft aus einer Höhe von gut zwei Metern auf den Boden. Bis sie endlich auf ihren eigenen vier Beinen stehen, können dann mehr als zwei Stunden vergehen. Kein Wunder, schließlich müssen Giraffenkinder als Frischgeborene schon ein Gewicht von 70 bis 80 Kilogramm in die Höhe stemmen.
Makindu heißt der neue Nachwuchs bei den Netzgiraffen im Kölner Zoo. Das Jungtier ist ein Männchen und wurde am 6. Juli 2009 von der 5-jährigen Koobi zur Welt gebracht. Der Kleine bringt es jetzt schon auf eine Größe von 1,80 Meter. Für Makindu ist derzeit nur die Milchquelle der Mutter interessant, sonst ernähren sich Giraffen von Blättern, jungen Trieben und Knospen, die sie mit ihrer langen Zunge geschickt und ohne sich an den Dornen der Akazien zu verletzen von den Ästen zupfen. Wussten Sie eigentlich, dass Giraffen blaue Zungen haben? Im Zoo reicht die Menupalette im Sommer von frischer Luzerne und Laub, über Obst und Gemüse bis hin zu Kraftfutter aus Getreide, Soja, Vitaminen und Mineralien.
Der für Giraffen charakteristische lange Hals besteht aus nur sieben Wirbeln, wie der anderer Säugetiere auch, nur dass die Wirbelkörper stark verlängert sind. Um das Blut bis ins Gehirn zu transportieren, leistet das 12 Kilogramm wiegende Herz Schwerarbeit. Bis zu 60 Liter werden pro Minute durch den Körper gepumpt. Auch liegt der Blutdruck bei Giraffen höher als bei anderen Säugern.
Sowohl Männchen als auch Weibchen tragen zapfenförmige Hörner auf dem Kopf. Diese setzen die männlichen Tiere im Kampf ein. Gefürchtet sind auch ihre Huftritte, mit denen sie sich gegen Angreifer zur Wehr setzen. Ausgewachsene gesunde Giraffen haben zwar keine natürlichen Feinde, jedoch versuchen Löwen oder Hyänen gelegentlich, Jungtiere oder alte und kranke Tiere zu erbeuten. Trotz ihrer Größe und ihres Gewichtes sind Giraffen gute Sprinter: Sie schaffen es im Galopp auf bis zu 50 Kilometer in der Stunde.
Zum SeitenanfangJahrelang bewohnten die Kapuziner nur ein vergittertes Gehege im Allwetterzoo Münster. Nun durfte die elfköpfige Affengruppe endlich ins neue 700 Quadratmeter große Grüngehege ziehen - Liegewiese und Kletterbäume inklusive.
Doch so eine große Freianlage erfordert erst einmal jede Menge Mut von einem kleinen Affen. Zunächst mussten die "Südamerikaner" durch einen langen Laufgang krabbeln, der über dem Besucherweg schwebt. Schon nach wenigen Metern im neuen Terrain, stürmten die ersten Neuankömmlinge gleich wieder zurück. Auch der zweite Boss der Truppe, namens "Pedro", traute sich nur bis zur ersten Biegung.
Das halbstarke Affenmänchen "Monty" fasste sich schließlich ein Herz und hangelte als Erster über die Strickleiter, die am Ende des Laufgangs hing. Von dort aus ging es auf einen der großen Kletterbäume - und dann im Laufschritt wieder zurück.
Irgendwann trauten sich dann auch die anderen vorsichtig ins neue Gehege. Sie tollten über den Rasen und eroberten die Kletterbäume. Ein junges Kapuzineräffchen aus der Gruppe holte sogar eine Nuss aus dem Leckerbissen-Korb und brachte sie seiner Mutter, die immer noch ängstlich im alten Gehege saß.
Der Zaun der neuen Anlage ist transparent und mit Strom geladen. Doch schon in der ersten Stunde fanden die intelligenten Tiere die erste Sicherheitslücke im System. "Ein Äffchen kletterte auf den Laufgang - und schwups war es raus aus der Anlage", erzählt Zoosprecherin Ilona Zühlke. Zum Glück waren Zoomitarbeiter in der Nähe und fingen das Tier schnell wieder ein.
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