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Ein Wildpferd namens "Lex"Mit dem kleinen Hengstfohlen "Lex" gibt es neuen Zuwachs bei den Przewalskipferden im Kölner Zoo. Die Wildpferdherde besteht dort derzeit aus acht Tieren. Einen Spielgefährten hat "Lex" auch schon - seinen Bruder "Lysander" aus dem letzten Jahr.
Ob die beiden allerdings ihre Zukunft in einem anderen Zoo in Europa oder Amerika, in einem Reservat oder aber auch bei einem Wiederansiedlungsprojekt verbringen, steht jetzt noch nicht fest. Erst einmal wollen sich die Tierpfleger darauf konzentrieren, sie gesund aufwachsen zu lassen. Nur eines steht fest: Behalten wird der Kölner Zoo sie sicherlich nicht, denn wenn die Hengste erst einmal geschlechtsreif werden, würden sie versuchen, die anderen Stuten - also auch Geschwister und Mütter - zu decken.
Das Przewalskipferd dient als Paradebeispiel für die Rettung eines Wildtieres, das ohne Zuchtprogramme in Zoologischen Gärten nicht überlebt hätte. 1.500 Pferde sind aktuell im internationalen Zuchtbuch dokumentiert. Eine Vielzahl von Projekten sorgt dafür, Przewalskipferde wieder in die Natur zu integrieren. Auch der Kölner Zoo hat für ein Wiederansiedlungsprojekte in der Mongolei und in China bereits Tiere zur Verfügung gestellt.
Seinen ungewöhnlichen Namen verdankt das Przewalskipferd seinem Entdecker Nikolaj Przhevalsky. Der russische Geograph entdeckte 1878 die bis dato unbekannte Wildpferdart bei einer Expeditionen in Zentralasien. In der zweiten Hälfte des 20sten Jahrhunderts war das Przewalskipferd in freier Wildbahn ausgestorben. Der letzte frei lebende Przewalskihengst wurde 1969 gesehen. Nur wenige Exemplare wurden damals in zoologischen Gärten gehalten. Trotz vieler Generationen in menschlicher Obhut zeigen Untersuchungen heute, dass die Tiere noch immer die Fähigkeit besitzen, sich den unterschiedlichen Freilandbedingungen anzupassen.
Przewalskipferde haben häufig ein sandfarbenes Fell und ein helles Maul. Außerdem tragen sie eine Stehmähne und stets einen dunklen Streifen, den so genannten Aalstrich, auf dem Rücken. Ihre Beine haben manchmal eine Zebrastreifung.
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