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75 Jahre Duisburger ZooHeute gehört der Zoo in Duisburg zu den größten Deutschlands. Doch als der Tierpark vor genau 75 Jahren erstmals seine Tore öffnet, zeigt er exotische Tiere auf einer Fläche von gerade einmal einem Hektar. Das erste Aquarium entsteht noch im Blockhausstil. 1936 trifft der erste "Leihelefant" in Duisburg ein. Schon drei Jahre später muss der Zoo schließen. Mitarbeiter werden zur Wehrmacht eingezogen. Im Zweiten Weltkrieg wird das Gelände durch Bombenangriffe völlig verwüstet.
Mit einfachen Mitteln wird der Zoo nach Kriegsende komplett neu aufgebaut. Seither ist er der einzige Zoo Deutschlands, den eine Autobahn (die A3) durchschneidet. Noch heute stehen Bauten und Anlagen aus der damaligen Zeit - wie das Aquarium, das heute von Elefanten genutzte Großsäugerhaus, die Robbenanlagen sowie das seinerzeit größte Affenhaus der Welt. Doch vieles hat sich - zum Wohle der Tiere - längst geändert.
1969 leitet Direktor Gewalt die erste Walfangexpedition nach Kanada und bringt Belugas mit nach Duisburg. Unter Gewalt entwickelt sich der Zoo Duisburg zu einem Zoologischen Garten mit Weltruf und Besucherzahlen von über einer Million pro Jahr. Bekannt wird der Zoo auch durch die Haltung verschiedener Wal- und Delfinarten, von denen heute noch die Großen Tümmler sowie die einzigartigen Amazonas-Flussdelfine in Duisburg leben.
1985 können das große Raubtierhaus und seine Freianlagen eingeweiht werden. Mussten viele Großkatzen lange durch Gitterstäbe spähen, gibt es heute immer mehr Freiflächen mit viel Grün für die Bewohner. Löwen liegen im Gras statt auf Beton. 1995 werden in Duisburg erstmals in Europa Koalas geboren. Seit 1997 lernen die Affen im Zoo, Bilder zu malen! Viele Freianlagen für Tiere sind in den letzten Jahren entstanden. Unter dem aktuellen Direktor Achim Winkler soll die Modernisierung der Gehege weiter fortgesetzt werden.
Mit einer Festwoche feiert der Zoo Duisburg vom 12. bis 17. Mai 2009 seinen 75. Geburtstag.
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