Das war eine tonnenschwere Fracht, die da im Allwetterzoo Münster eintraf - Breitmaulnashorn "Yvonne" reiste mit dem Schwertransporter aus dem holländischen Park Beekse Bergen an. Vermutlich hatte man der 18-jährigen Nashornkuh das Schild nicht gezeigt, das außen am Transport-Container klebte und ihr ein "Date" versprach. "Yvonne" soll in Münster nämlich ihren Zukünftigen treffen. Bisher hatte sie eher Pech in der Liebe und den Richtigen einfach noch nicht getroffen.
Millimetergenau manövrierte der Fahrer den Anhänger mit dem Transporter durch das Tor der Anlage. Ein 38 Tonnen schwerer Kran nahm den Container an den Haken und hievte ihn Richtung Stalltür. Das sanfte Locken einer vertrauten Tierpflegerin aus Beekse Bergen half zunächst aber nichts, "Yvonne" ging ein paar Schritte vor - und wieder zurück. Nachdem die beiden anderen niederländischen Begleiter die zweite Containertür geöffnet hatten und der Nashorndame von hinten gut zuredeten, ging es mit einem Mal schnell. "Yvonne" betrat den ersten Stall im Bullentrakt, dann den zweiten - und stand binnen einer Viertelstunde in dem ihr zugedachten neuen Quartier. Hier wird sie sich vom Transport erholen und an die neuen Pfleger gewöhnen können. Wann sie das erste Mal auf den ihr zugedachten Partner trifft, hängt von ihrem weiteren Verhalten ab.
Die Breitmaulnashorn-Kuh im besten Alter hätte schon längst mehrfache Mutter sein können, doch der ihr zugedachte Partner im holländischen Safaripark Beekse Bergen gefiel ihr wohl nicht - Nashörner sind wählerisch. Deshalb zog sie nun in den Allwetterzoo um. Dort lebt der 1990 in England geborene Bulle "Harry". Mit "Yvonne" ist die münstersche Herde auf vier Tiere angewachsen. "Emmi", ebenfalls 18 Jahre alt und derzeit zum dritten Mal tragend, ist ebenso wie die vier Jahre ältere "Vicky" im Allwetterzoo auf die Welt gekommen.
Zum Seitenanfang
Wochenlang durften die beiden Eisbären Bill und Lara im Zoo Gelsenkirchen bereits durch ein Schmusegitter Kontakt aufnehmen. Doch jetzt wurde es ernst im Eisbärgehege und die beiden standen sich plötzlich Aug in Aug gegenüber. Wie würde die erste Begegnung verlaufen? Schließlich sollen Bill und Lara das neue Traumpaar im Zoo werden und irgendwann für Nachwuchs sorgen.
"Sie gingen erst ganz vorsichtig aufeinander zu, dann haben sie sich zehn Sekunden lang geschlagen und sind wieder auseinander gegangen", berichtet Zoosprecherin Sabine Haas. Eine dreiviertel Stunde beäugten sich die Bären dann noch misstrauisch, dann war das Eis gebrochen. "Sie haben mit einander gespielt und sind seitdem unzertrennlich".
Das hätte auch anders ausgehen können. "Das sind Wildtiere, da ist immer ein Risiko dabei", so Sabine Haas. Allerdings ist Bill mit seinen 16 Monaten noch ein richtiges Eisbärkind. "Eisbären bleiben bis zu zwei Jahren bei ihrer Mutter. "Lara ist schon vier aber sehr freundlich und verspielt." Bill, der auch viel kleiner ist als seine neue Gefährtin bringt mittlerweile 120 Kilo auf die Waage. Er war vor Wochen aus dem tschechischen Brünn angereist, nachdem die Bemühungen um den Berliner Eisbären Knut erfolglos verliefen. Wenn das zwischen Bill und Lara Liebe auf Dauer wird, könnte in rund zwei Jahren der erste Eisbär-Nachwuchs der beiden in Gelsenkirchen zur Welt kommen.
Zum SeitenanfangDie riesigen Ohren sind wohl das Erste, was Besuchern auffällt, wenn sie einen Löffelhund im Zoogehege entdecken. Die extravaganten Lauscher machen allerdings Sinn - sie funktionieren bei den hundeartigen Tieren, die in heißen Savannenlandschaften leben, wie Klimaanlagen. Durch die dünne Haut der Ohren fließt das Blut und kühlt sich dort ab. Die großen Ohren haben aber auch noch einen anderen Vorteil: Sie eignen sich als Schalltrichter hervorragend für die Jagd bei Nacht.
Im Zoo Krefeld leben seit kurzem neben dem alteingesessenen Paar zwei weitere Löffelhunde. Sie sind in die ehemalige Waldhundanlage gezogen und erkunden nun die neue Umgebung (unser Bild zeigt allerdings ein freilebendes Exemplar). Die Krefelder Anlage wurde für die Löffelhunde mit Sandboden ausgestattet und mit einem Wärmestrahler versehen. Darunter - so hoffen die Zoomitarbeiter - werden sich die Tiere auch bei kühlerem Wetter den Besuchern zeigen.
In Europa besitzen nur sechs Zoos die freundlichen Zeitgenossen. Daher ist die erfolgreiche Zucht ein wichtiger Faktor bei der Haltung der Tiere. Im Krefelder Zoo könnten künftig nun also gleich zwei Paare für Nachwuchs sorgen.
Zum SeitenanfangPünktlich zu Ostern herrscht in den tierischen Kinderstuben in ganz NRW reges Treiben. "Wir haben in diesem Jahr verhältnismäßig viele junge Tiere", erklärt Norbert Oellers vom Tierpark in Mönchengladbach. In einer Baumhöhle haben sich dort drei oder vier kleine Waschbären versteckt - wie viele es genau sind, sei noch nicht festzustellen: "Wir sehen da nur immer wieder mal einen Kopf rausgucken".
Im Duisburger Zoo dürfen bei frühlingshaften Temperaturen zwei Gorilla-Babys, ein zehn Wochen alter Ameisenbär und ein kleines Trampeltier an die frische Luft. Im Allwetterzoo Münster gibt es vier kleine
Kattas, zwei junge Erdmännchen, ein zwei Wochen altes Kamel und Nachwuchs bei mehreren Hirsch- und Bockarten zu sehen. Im Zoo von Wuppertal stapfen vier Löwen-Junge, ein Männchen und drei Weibchen, durch die Anlage. Im Gelsenkirchener Zoo gibt es ein Giraffenbaby.
Sumatra-Tigerbabys im Doppelpack hat der Natur-Zoo in Rheine zu bieten. Die beiden kleinen Großkatzen stellen die Geduld der Besucher auf die Probe: Sie unternehmen zwar schon Erkundungsausflüge, doch immer wieder ziehen sie sich in ihre Höhle zurück. In den Beuteln zweier Känguru-Mütter tut sich ebenfalls etwas: Ab und zu streckt der Nachwuchs das Köpfchen ins Freie.
Zum Seitenanfang
Drillinge bei den
Lemuren lautete vor einigen Tagen eine Meldung aus dem
Allwetterzoo Münster. Doch viele Besucher des Allwetterzoos Münster suchten in der Folge vergeblich nach den am 26. März geborenen
Katta-Drillingen. Stattdessen bevölkerten gleich zwei Weibchen mit jeweils zweifachem Nachwuchs das Gehege.
Des Rätsels Lösung: "Mobi", die Drillings-Mutter, hat sich am Wochenende eines ihrer Kinder abnehmen lassen. Von den Tierpflegern zweifelsfrei als Täterin identifiziert wurde "Viola" - die Oma der Drillinge. Sie selbst versorgt ein einzelnes, am 30. März geborenes Jungtier, und verfügt offenbar über genügend Milch für ein zweites Junges. Aus Sicht der Tierpfleger gab es keinen Grund, in diese lemuren-interne Entführungsgeschichte einzugreifen. Alles wirkte nach Angaben des Zoos sehr harmonisch, beide Mütter kümmerten sich vorbildlich um den vierfachen Nachwuchs.
Eigentlich, so eine Zoosprecherin, seien die Tierpfleger sogar glücklich über die Entwicklung gewesen, da die Aufzucht von gleich drei Jungen eine Herausforderung für eine Affenmutter sei. Am Morgen des 7. April wurden die Tierpfleger dann allerdings erneut überrascht: "Mobi" hatte die Drillinge wieder komplett bei sich. Warum in der Nacht das dritte Kind zurück zur eigenen Mutter gewechselt ist - ob freiwillig oder mit Nachdruck, ist nicht bekannt. Und im Allwetterzoo will niemand ausschließen, dass das Wechselspiel in der nächsten Zeit weiter geht.
Zum SeitenanfangEr schaut aus, als hätte er einen gestreiften Schlafanzug übergezogen. Der noch namenlose kleine Tapir ist das jüngste Mitglied der großen Tapirgruppe im Dortmunder Zoo. Ende März kam der Kleine hier zur Welt und ist nun schon die Nummer 21 in der Tapirfamilie. Das etwa ferkelgroße Tier bringt schätzungsweise acht bis neun Kilo auf die Waage und wird sich später nur von Grünzeug ernähren. Seine Eltern Indra und Kuni sind erfahren in der Jungtieraufzucht. Sieben Mal haben sie in Dortmund schon Nachwuchs zur Welt gebracht. "Ein Zeichen dafür, dass das Paar sehr gut miteinander harmoniert", erklärt die stellvertretende Zoodirektorin Ilona Schappert. Der kleine Tapir soll schon bald einen Namen bekommen und der soll möglischt spanisch klingen, da Flachlandtapire aus Südamerika stammen. Im Angebot sind Rodrigo, Rafael, Raulo oder Ramiro.
Seit wenigen Tagen darf das Tapirbaby erstmals in seinem Gehege auf Entdeckungstour ziehen. Später soll es in einer friedlichen WG mit Tapiren, Ameisenbären und Wasserschweinen zusammenleben. Ausgewachsene Tapire können ein Gewicht von 150 bis 250 Kilogramm auf die Waage bringen. Nur die Jungtiere tragen den schönen Streifen-Look. Später haben die Tiere ein schwarzbraunes Fell. Ihr Lebensraum in Südamerika sind die tropischen Regenwälder.
Frühlingsluft schnuppern [Lokalzeit Dortmund (03.04.09)]
Zum SeitenanfangDie Tierpfleger im Allwetterzoo Münster staunten nicht schlecht, als das Kattaweibchen "Mobi" ihnen am 26. März 2009 stolz drei Junge präsentierte. Zwillinge oder nur ein Kind sind normal bei diesen Lemuren aus Madagaskar. Drillinge hat es im Allwetterzoo allerdings noch nie gegeben. Jetzt hat die junge Mutter alle Hände voll zu tun, um die drei kleinen Affen satt und anschließend wieder sauber zu bekommen und sie stets warm zu halten. Der Kräftigste ist schon so pfiffig, dass er auf Mamas Rücken klettert, wenn es vorne zu eng wird. Beim Trinken scheinen die Jungen sich gut abzustimmen: Weil es naturgemäß nur zwei mütterliche Zitzen gibt, kann nur der Reihe nach getrunken werden.
Die Oma der Drillinge, "Mobis" Mutter "Viola", wurde am 30. März ebenfalls Mutter. Sie brachte allerdings nur ein Junges zur Welt. Der stolze Vater aller vier Affenkinder heißt "Guba". Zum Glück für die Kattas wurde das Wetter Ende März frühlingshaft und die Temperaturen stiegen von Tag zu Tag. Als ausgesprochene Sonnenanbeter durften sie mitsamt dem Nachwuchs schon wenige Tage nach deren Geburt auf die Freianlage. Hier haben die Zoobesucher gute Möglichkeiten, kleine und große Kattas zu bestaunen, denn die Anlage darf von Menschen betreten werden.
Zum Seitenanfang
Kaum ist das neue
Pinguingehege eröffnet, kann der
Wuppertaler Zoo einen zweiten Publikumsmagneten präsentieren: Ein derzeit noch namensloses, aber sehr quirliges Löwenbaby-Quartett. Vor fünf Wochen wurden die vier - ein Männchen und vier Mädchen - von der Löwin "Kisangani" zur Welt gebracht.
Für die Löwenmutter ist es bereits der fünfte gemeinsame Wurf mit Löwenvater "Massai". Für die Wuppertaler Tierpfleger war es eine Überraschung, dass die 13-jährige Löwin erneut trächtig geworden war.
Noch bringen die vier Junglöwen nur zwischen 4,5 und 5,1 Kilogramm auf die Waage. (Zum Vergleich: Vater "Massai" wiegt knapp 200 Kilogramm.) Doch schon jetzt ließen sich die vier auf ihrer Entdeckunsgtour durchs Gehege nur widerwillig bändigen und sorgten auch für die ein oder andere Kratzspur auf den Armen der Pfleger.
Spätestens, wenn rohes Fleisch die derzeitige Hauptnahrung Löwenmilch ersetzt, wird der Kuschelfaktor deutlich nachlassen. Die vier neuen Bewohner der Anlage, in der nun 11 Löwen zusammenleben, werden derzeit noch zusammen mit Vater und Mutter getrennt vom Rest der Gruppe gehalten und können von Besuchern zeitweise durch eine dicke Glasscheibe beobachtet werden. Weil die ein Hektar große Anlage auf Dauer nicht groß genug für alle Tiere ist, wird der Zoo sich noch in diesem Jahr Gedanken über einen Umzug der vier machen müssen.
Zum SeitenanfangPermanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/zoos_nrw/2009/04/
Der WDR ist nicht für Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.