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Neue Liebe für den Schneeleoparden
Das sehnsuchtsvolle Rufen von Schneeleopard Leonardo hat ein Ende. Der Kater, der seit Dezember allein in seinem Krefelder Gehege saß, bekommt Gesellschaft. Und was für eine. Die achtjährige Lea, die nun seine Partnerin werden soll, kommt aus der Wilhelma in Stuttgart.
Solche Tieraustausche zwischen den Zoos werden bei seltenen Tierarten übrigens durch ein Zuchtbuch gesteuert. So kann die Inzucht vermieden werden. Im Falle der Schneeleoparden koordiniert der Finne Leif Blomquist vom Zoo Helsinki aus den Bestand der seltenen Katzen in ganz Europa. Von dort kam nun auch die Empfehlung, Lea und Leonardo als neues Paar zusammenzuführen.
"Die beiden passen gut zusammen, weil sie im richtigen Alter sind", erklärt Zoosprecherin Petra Schwinn. Schwierig wäre es nämlich, wenn man dem fünfzehnjährigen Kater ein zu junges Weibchen präsentieren würde. "Das könnte aus Unerfahrenheit aggressiv reagieren", so Petra Schwinn. Wenn es in den nächsten Wochen noch einmal frostige Temperaturen gibt, sollen die Tiere das erste Mal aufeinandertreffen. Der Grund: Schneeleoparden bekommen erst bei tiefen Temperaturen Frühlingsgefühle."Mit etwas Glück haben wir dann im Frühsommer schon Nachwuchs", freut sich Pfleger Knut Nielsen. Die Tragzeit beträgt etwa vier Monate. Fast 50 Jungtiere hat der Krefelder Zoo in den letzten Jahrzehnten nachgezogen. Auch Leonardo ist ein Krefelder und schon mehrfacher Vater.
Bis zum Frühjahr wird die Anlage der großen Katzen umgebaut. Zwei Gehege werden miteinander verbunden und mit einer Glasscheibe versehen. Die Tiere haben dann mehr Platz, und für die Besucher wird damit ein besserer Blick auf die Schneeleoparden möglich.
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