Das Löwenpärchen "Lukas" und "Moreni" hat im
Dortmunder Zoo erneut für Nachwuchs gesorgt. Vor vier Wochen, am 18. Januar, erblickten die Löwendrillinge das Licht der Welt. Die zwei Katzen und ihr Bruder sind wohlauf. "Ihnen geht es sehr gut", freut sich Direktor Frank Brandstätter. Namen haben die kleinen Raubtiere noch nicht. "Die Namen bestimmt nicht der Zoo, sondern die Paten legen sie fest", sagt der Direktor. Wer eine Patenschaft übernehmen möchte, könne sich direkt beim Zoo melden.
Löwenmutter "Moreni" lässt ihre Kleinen derzeit nicht aus den Augen. "Sie versteckt sie gut", sagt Brandstätter. Gelegentlich nehme die Mutter ihre drei aber auch zu Ausflügen mit ins Gehege - und dann können Besucher einen Blick auf die Löwendrillinge werfen. Das würde vielleicht auch der 13-jährige Löwenvater "Lukas" tun - der jedoch hat von Löwenmutter "Moreni" ein Platzverbot erteilt bekommen. "Moreni" lässt zur Zeit kein Männchen in die Nähe ihrer Kinder.
Zuletzt wurden 2007 Löwenbabys im Dortmunder Zoo geboren. Wie der Zufall es will: Damals waren es auch zwei Katzen und ein Kater. Sie leben inzwischen im Grömitzer Zoo. Die neuen Drillinge können spätestens zu Ostern im Außengehege bewundert werden.
Zum SeitenanfangEisbär-Dame "Lara" bekommt Gesellschaft: Aus dem tschechischen Brünn ist Eisbär "Bill" angekommen. Der 15 Monate alte "Bill" soll Partner der vierjährigen "Lara" werden - wenn er aus der Quarantäne ins Gehege darf. Zwei Wochen dauert die Wartezeit noch.
Und dann ist da noch das Problem mit Bills Vater "Umca": Der war nämlich vor der Geburt seines Sohnes aus dem Zoo in Brünn verbannt worden. Eisbären sind ausgesprochene Einzelgänger und vertragen sich auch nicht mit dem Nachwuchs. Um "Bill" und seinen Zwillingsbruder nicht zu gefährden, wurde "Umca" zunächst nach Prag und dann nach Gelsenkirchen gebracht. Jetzt muss er erneut für seinen Sohn das Feld räumen und nach Brünn heimkehren.
Mit Spannung wird im Gelsenkirchener Zoo nun darauf gewartet, wie sich "Lara" und "Bill" vertragen - schließlich hätte die Dame auch einen richtigen Star der deutschen Eisbären-Szene haben können: "Knut", der mit der Flasche aufgezogene Medienstar, stand auf der Wunschliste des Zoos ganz oben, aber die Vermittlung klappte nicht. Jetzt ist "Bill" da, beide Tiere haben schon Witterung aufgenommen und sollen langsam über eine Schmusegitter aneinander gewöhnt werden.
Zum Seitenanfang
Das sehnsuchtsvolle Rufen von Schneeleopard Leonardo hat ein Ende. Der Kater, der seit Dezember allein in seinem Krefelder Gehege saß, bekommt Gesellschaft. Und was für eine. Die achtjährige Lea, die nun seine Partnerin werden soll, kommt aus der Wilhelma in Stuttgart.
Solche Tieraustausche zwischen den Zoos werden bei seltenen Tierarten übrigens durch ein Zuchtbuch gesteuert. So kann die Inzucht vermieden werden. Im Falle der Schneeleoparden koordiniert der Finne Leif Blomquist vom Zoo Helsinki aus den Bestand der seltenen Katzen in ganz Europa. Von dort kam nun auch die Empfehlung, Lea und Leonardo als neues Paar zusammenzuführen.
"Die beiden passen gut zusammen, weil sie im richtigen Alter sind", erklärt Zoosprecherin Petra Schwinn. Schwierig wäre es nämlich, wenn man dem fünfzehnjährigen Kater ein zu junges Weibchen präsentieren würde. "Das könnte aus Unerfahrenheit aggressiv reagieren", so Petra Schwinn. Wenn es in den nächsten Wochen noch einmal frostige Temperaturen gibt, sollen die Tiere das erste Mal aufeinandertreffen. Der Grund: Schneeleoparden bekommen erst bei tiefen Temperaturen Frühlingsgefühle."Mit etwas Glück haben wir dann im Frühsommer schon Nachwuchs", freut sich Pfleger Knut Nielsen. Die Tragzeit beträgt etwa vier Monate. Fast 50 Jungtiere hat der Krefelder Zoo in den letzten Jahrzehnten nachgezogen. Auch Leonardo ist ein Krefelder und schon mehrfacher Vater.
Bis zum Frühjahr wird die Anlage der großen Katzen umgebaut. Zwei Gehege werden miteinander verbunden und mit einer Glasscheibe versehen. Die Tiere haben dann mehr Platz, und für die Besucher wird damit ein besserer Blick auf die Schneeleoparden möglich.
Zum SeitenanfangDie Todesursache des kürzlich gestorbenen Schimpansenjungtieres "George" aus dem Krefelder Zoo ist geklärt. Das Affenbaby hatte einen angeborenen Lungenfehler; die Lungen konnten sich nach der Geburt nicht richtig entfalten. Die Folge: eine dauerhaft zu geringe Sauerstoffzufuhr. So wurde bei der Autopsie im Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt ein unterentwickeltes Kleinhirn festgestellt. Diese Befunde erklären auch die zurückgebliebene Entwicklung des Affennachwuchses. Jetzt vermuten die Experten, dass die Erkrankungen auf das hohe Alter des Muttertieres "Gombe" zurückzuführen sind. Sie war bei der Geburt von George bereits 34 Jahre alt - das entspricht in etwa einem menschlichen Alter von 68 Jahren.
Zum SeitenanfangPermanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/zoos_nrw/2009/02/
Der WDR ist nicht für Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.