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Bei Nashörnern kann sich ein Umzug offenbar positiv auf die Partnerschaft auswirken. Zumindest konnten die Tierpfleger im
Allwetterzoo Münster nach dem Frühjahrs-Umzug der Nashörner in ihre neue Anlage ein deutlich gesteigertes Interesse von Bulle "Harry" an seiner Partnerin "Emmi" beobachten.
Dass diese Bemühungen im erweiterten und umgestalteten Außengehege nicht folgenlos geblieben ist, hat jetzt die veterinärmedizinische Universität Wien nachweisen können. Die dortigen Wissenschaftler sind auf Hormonbestimmungen in Nashorn-Kot spezialisiert. Aus Münster erhalten sie mehrmals im Jahr ein tiefgefrorenes Stichproben-Paket aus "Emmis" Hinterlassenschaften der zurückliegenden Monate.
Das Ergebnis der aktuellen Analyse: "Emmis" Hormon-Kurve ist von Mai bis September kontinuierlich angestiegen, Abbauprodukte des Hormons Progesteron können inzwischen in hoher Konzentration in "Emmis" Kot nachgewiesen werden - untrügliches Indiz für eine Nashorn-Schwangerschaft. Bis der 18-jährige Bulle Vater wird, vergeht allerdings noch eine Weile: Die Trächtigkeit bei Breitmaulnashörnern dauert etwa 16 Monate, mit der Geburt eines Kalbes ist also erst im Herbst nächsten Jahres zu rechnen. "Emmi" ist übrigens zum dritten Mal trächtig. In der Vergangenheit hatte sie nach zwei komplikationslosen Schwangerschaften ihre Kälber unmittelbar nach der Geburt getötet.
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