Aus dem Kölner Zoo sind in der Nacht zum Sonntag (07.09.08) vier seltene Giftechsen gestohlen worden. Wie die Zoo-Leitung mitteilte, handelt es sich bei den Tieren um Gila-Krustenechsen, deren Biss in seltenen Fällen und ohne ärztliche Behandlung für den Menschen tödlich wirken kann. Die Echsen, die etwa einen halben Meter Länge erreichen können, waren in einem mehrfach gesicherten Schauterrarium untergebracht. Nach Angaben der Polizei hatte ein Wachmann am Sonntagmorgen festgestellt, dass einer der gläsernen Behälter aufgebrochen worden war. Wegen ihrer Seltenheit würden die streng geschützten Tiere, die ursprünglich in den Trockengebieten im Südwesten der USA und in Mittelamerika leben, auf dem illegalen Markt teuer gehandelt. Die Zoo-Leitung geht davon aus, dass professionelle Diebe am Werk waren.
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Oktopoden sind intelligente Tiere mit erstaunlichen Fähigkeiten: Sie bauen sich Festungen auf dem Meeresgrund, um sich vor Feinden zu schützen und können dank ihres komplexen Gehirns Werkzeuge benutzen. Außerdem tarnen sie sich bei Bedarf mit Hilfe von "Pigmentsäckchen", den sogenannten Hautfalten, in den Farben ihrer Umgebung und spielen sogar, was sonst nur bei Säugetieren beobachtet wird. Doch mit welchem ihrer acht Arme sie all diese Dinge am liebsten tun, wusste man bis dato nicht. Und so fragten sich Wissenschaftler lange, ob Kraken eventuell Rechtshänder seien oder aber all ihre Arme nach dem Zufallsprinzip benutzen.
Einen Monat haben die Besucher und Biologen im Sea Life Oberhausen und anderen Großaquarien europaweit das Greifverhalten von Oktopoden untersucht.
Jetzt liegt die Auswertung der rund 2.500 Beobachtungen vor: Die Oktopoden benutzen all ihre Tentakel, wenn sie nach Objekten greifen - aber nur selten das hinterste Armpaar.
Beim Greifen hatten mehr als die Hälfte der untersuchten Kraken keinen Lieblingsarm. Die rechten Arme wurden ebenso häufig benutzt wie die linken. "Man könnte annehmen, dass die vorderen sechs Tentakel die Funktion von Armen und die hinteren zwei die von Beinen übernehmen", so Robert Donoso, Abteilungsleiter der Aquaristik im Sea Life Oberhausen.
Manchmal allerdings, sind Kraken doch so etwas wie Rechts - oder Linkshänder. "Bei einer Sehschwäche eines Auges kommt es dazu, dass eine Armseite bevorzugt wird", so Donoso. Diese Erkenntnis können wir nutzen, um den Oktopoden im Krankheitsfall ihr Leben zu erleichtern. Wir können ihnen das Futter und Vitaminpräparate von der richtigen Seite zuführen. Eine solche Maßnahme kann im Ernstfall Komplikationen vermeiden und zur besseren Genesung beitragen."
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