Das Gorilla-Baby im Allwetterzoo Münster ist wahrscheinlich an einer Darmentzündung gestorben. Das teilte der Zoo heute mit und berief sich auf Untersuchungsergebnisse des Deutschen Primatenzentrums Göttingen. An dieses war das tote Junge übergeben worden, nachdem Gorilla-Mutter Gana am vergangenen Freitag von ihm getrennt werden konnte. Die Tierpfleger seien erleichtert. Das Affenweibchen habe seinen Sohn nicht vernachlässigt. Nach Angaben der Experten sei das Gorilla-Baby gut genährt und unverletzt gewesen. Weitere Untersuchungen stehen noch aus.
Zum SeitenanfangBei dem am 4. August geborenen Nachwuchs der Sumatra-Tiger im Krefelder Zoo handelt es sich um zwei weibliche Jungtiere. Erst einige Wochen nach ihrer Geburt habe ein Tierarzt das Geschlecht der beiden Tiger bei einer ersten Untersuchung bestimmen können, teilte der Krefelder Zoo am Montag mit. Da sich die Untersuchung bei Jungkatzen schwierig gestalte, könne das Zooteam jedoch erst in einigen Wochen sicher sein. Die Tiger seien gesund und würden bereits 3500 Gramm wiegen.
Erst in einigen Wochen sollen die Jungtiere der Tigerin Sutera der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Derzeit werde zudem erwogen, den Tigervater Beldudru mit ins Gehege des Muttertiers und des Nachwuchses zu lassen. Pfleger wollten zunächst sein weiteres Verhalten durch ein Absperrgitter weiter beobachten.
Das Tigerpaar Sutera und Beldudru hatte bereits 2003 Nachwuchs bekommen. Beide Tiger leben seit 2001 im Krefelder Zoo.
Zum SeitenanfangDie Todesursache des im Zoo von Münster gestorbenen Gorilla-Babys bleibt vermutlich ungeklärt. Zwar sei der Kadaver an das Deutsche Primaten-Zentrum in Göttingen übergeben worden, nachdem Tierpfleger das tote Junge nach knapp einer Woche von Affenmutter Gana trennen konnten, sagte Zoodirektor Jörg Adler am Montag. Aber die Verwesung sei bereits zu weit fortgeschritten, als dass er mit Befunden rechne. "Die Untersuchungen dienen mehr der Wissenschaft", sagte Adler. Gana verhalte sich unterdessen unauffällig.
Die Trennung der Affenmutter von ihrem toten Baby habe er aus hygienischen und gesundheitlichen Gründen befürwortet, erklärte Adler. Ein zweites Gorilla-Baby und der Rest der Affengruppe sollten nicht gefährdet werden. "Wir wollten einerseits der Mutter einen angemessen langen Zeitraum geben, sich von ihrem toten Jungen zu trennen. Andererseits waren die Verwesungserscheinungen und der Geruch sehr stark." Ende vergangener Woche war Gana aus einem Käfig gelockt worden, in dem sie zuvor das tote Junge abgelegt hatte.
Der Zoodirektor geht davon aus, dass die Gorilla-Mutter in spätestens zwölf Monaten wieder trächtig wird. Gana hatte im vergangenen Jahr ihr erstes Kind "Mary Zwo" vernachlässigt. "Bei dem dritten Kind läuft es vermutlich besser. In der Natur bekommen Affenweibchen automatisch mit, wie das läuft. In Zoos müssen sie erst lernen, was Mutter sein bedeutet", sagte Adler.
Zum SeitenanfangDie Tiger im Krefelder Zoo haben zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder Nachwuchs. Bereits am 4. August brachte die Tigerin Sutera zwei Babys in einer Holzhütte im Vorgehege zur Welt. Damit durchkreuzte die Mama die Pläne der Tierpfleger. Diese hatten extra eine Box mit Kameras ausgerüstet, in der die Tigerin ihre Jungen zur Welt bringen sollte. Doch Sutera bevorzugte eine Geburt ohne Kameras. Am Freitag gab es dann endlich die ersten Fotos für die Öffentlichkeit. Die Jungen wurden entwurmt und dabei fotografiert.
Die Besucher müssen sich allerdings noch ein wenig gedulden, bis sie den Nachwuchs live sehen können. Erst in einigen Wochen werden die Babys mit iher Mutter ins offene Gehege umziehen. Die ersten zwei Jungen der Tigerin Sutera und des Tigers Beldudru kamen 2003 zur Welt und leben mittlerweile in Einrichtungen in Polen und Australien. Das Tigerpaar ist seit 2001 im Krefelder Zoo.
Zum SeitenanfangTierpflegern des Allwetterzoos in Münster ist es gelungen, die Gorilla-Mutter "Gana" von ihrem bereits vor mehreren Tagen gestorbenen Baby zu trennen. Wie der Zoo mitteilte, lockten Tierpfleger das Weibchen heute mit Bananen und Rosinenbrot, als es mit dem toten Jungen in einen der Schlafkäfige ging. "Gana" kam allein wieder heraus. Der gestorbene Gorillajunge wird nun dem Primaten-Zentrum in Göttingen übergeben, um die Todesursache festzustellen. Der kleine Gorilla war sechs Tage zuvor gestorben. Die Mutter hatte ihn seitdem ständig mit sich herumgetragen. Fachleute hatten das Verhalten von "Gana" als normal eingeschätzt.
Zum SeitenanfangAuch fünf Tage nach dem Tod eines Gorilla- Babys im Allwetterzoo Münster trägt die Mutter "Gana" den leblosen Körper noch immer unentwegt mit sich herum. "Die Pfleger versuchen den ganzen Tag, Gana mit Futter vom Baby abzulenken, aber da passiert nichts", sagte Zoo-Sprecherin Ilona Zühlke am Donnerstag in Münster. "Das sieht nicht mehr schön aus." Das Verhalten von "Gana" sei normal, sagte Kurator Dirk Wewers. Es könne bis zu zwei Wochen dauern, bis die Mutter begreift, dass ihr Kind nicht mehr lebt. "Gana" war bereits im vergangenen Jahr in die Schlagzeilen geraten, weil sie ihr erstes Kind "Mary Zwo" vernachlässigt hatte.
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Trauer im Allwetterzoo Münster: Das drei Monate alte Gorilla-Baby "Claudio" ist am Samstag (16.08.08) überraschend gestorben. Es war
im Mai auf die Welt gekommen. Der Nachwuchs von Gorilla-Mutter "Gana", die im vergangenen Jahr durch die Vernachlässigung ihres ersten Kindes "Mary Zwo" in die Schlagzeilen geraten war, hatte sich in den vergangenen Wochen nach Angaben des Zoos gut entwickelt. Doch seit einigen Tagen habe der kleine Flachland-Gorilla plötzlich kränklich gewirkt. Am Samstagnachmittag sei "Claudio" schließlich gestorben, teilte der Zoo am Sonntag (17.08.08) mit. Eine Obduktion soll nun die Todesursache klären.
Zum SeitenanfangDie künftigen Stars im Allwetterzoo sind 81 Seepferdchen-Junge. Die Langschnauzen-Seepferdchen sind der erste Seepferdchen-Nachwuchs seit vielen Jahren in Münster und für den Tiergarten eine Sensation. Bei den Seepferdchen, die zu den Fischen gehören, übernehmen die Männer das Kinderkriegen: Sie haben eine Brusttasche aus der sie ihre weniger als fünf Millimeter großen Jungen pressen.
Der Seepferdchennachwuchs wird mittlerweile mit viel Zeit und Geduld von den Tierpflegern gehütet. "Zwischen 8.00 und 17.00 Uhr werden sie stündlich mit Urzeitkrebsen gefüttert, dreimal täglich wird das Wasser gewechselt und Kot abgesaugt", erklärt die Ziehmutter Anke Gassner. Um die Zucht zu schützen, darf die Öffentlichkeit noch nicht ans das Aquarium. Bis der Nachwuchs in rund fünf Monaten den Besuchern gezeigt wird, müssen diese sich mit den ausgewachsenen Seepferdchen in den anderen Becken begnügen.
Von den bereits im Juli geborenen Tieren ist bislang nach Angaben des Zoos nur eines gestorben. "Wenn in einem halben Jahr mehr als die Hälfte leben, bin ich froh", sagt Tierpflegerin Gassner. Dann werden die Tiere mit sechs bis sieben Zentimern ausgewachsen sein. Einige bleiben dann in Münster, andere ziehen zu Zuchtzwecken in andere Zoos um.
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Sie sind verspielt und einfallsreich. Sie können durch ein Loch in der Größe eines Eurostückes hindurchschlüpfen und problemlos eine Dose oder auch Schraubverschlüsse öffnen: Der Oktopus ist ein begnadeter Bewegungskünstler, und er hat gleich acht Arme, die für ihn arbeiten. Doch haben die Tiere eigentlich einen Lieblingsarm, um Futter zu suchen, und einen anderen, der die Umgebung erkundet? Dies möchten Biologen nun herausfinden und untersuchen derzeit das Verhalten der Oktopoten im Großaquarium des Sea Life Oberhausen.
"Es hat schon mehrere Studien gegeben, in denen der Gebrauch der Arme bei Oktopoden untersucht wurde. Allerdings konnte immer nur eine kleine Anzahl an Tieren beobachtet werden, und so waren die Resultate jedes Mal widersprüchlich", erklärt Robert Donoso, biologischer Leiter im Sea Life Oberhausen. Um schlüssige Ergebnisse zu bekommen, starten neben Oberhausen 23 Sea-Life-Aquarien in ganz Europa eine neue Untersuchung
"Wir werden die Tiere jeweils Montags und Mittwochs füttern und beobachten, welchen Arm sie benutzen. Zusätzlich haben wir eigens für diese Untersuchung ungewohnte Objekte entwickelt und viel Spielzeug besorgt, das wir in den Becken platzieren", erklärt der Biologe den Ablauf des Experiments. Auch die Besucher sind aufgefordert, sich einzusetzen: "Bei uns wird der Tierliebhaber selbst zum Wissenschaftler. Er kann das Verhalten der Oktopoden genau studieren und die Erkenntnisse dokumentieren."
Bis jetzt geben Oktopoden der Wissenschaft viele Rätsel auf. "Was wirklich unglaublich ist: dass Oktopoden mehr als die Hälfte ihrer Nerven in den Tentakeln haben, und es wurde schon nachgewiesen, dass sie teilweise sogar mit ihnen denken." Ob die Mehrheit der Tiere Rechtshänder sind? Im Herbst geben die Sea-Life-Aquarien das Ergebnis der Untersuchung bekannt.
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