Morgen trifft der sechsjährige Eisbär Felix in der Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen ein. Das 450 Kilogramm schwere Tier wird in einer Transportkiste auf einem LKW vom Zoo Nürnberg aus seine Umzugsreise antreten. In der Erlebniswelt Alaska soll Felix dann nach einer mehrwöchigen Quarantäne ein 1.500 m² großes Revier beziehen und in unmittelbarer Nachbarschaft mit der bisher vierköpfigen Eisbärengruppe leben.
Felix kann bis zu zwei Jahre in seiner neuen Heimat bleiben. Wenn Felix in wenigen Wochen die Quarantänestation verlassen darf, wird er Eisbärdame Lara Gesellschaft leisten. Der Umzug aus dem Nürnberger Zoo wurde durch den dort zu erwartenden Nachwuchs notwendig. Eisbären-Männchen neigen zum Kannibalismus und würden im Extremfall auch vor den eigenen Nachkommen nicht zurückschrecken.
Zum SeitenanfangNach vierjähriger Pause wurde in Wuppertal am 15. November wieder ein Jungtier bei den Brillenlanguren geboren. Ihren Namen verdanken die eleganten Affen ihren auffallenden weißen Augenringen. Diese blätterfressende Affenart aus den Regenwäldern Malaysias bringt nach siebenmonatiger Tragzeit ein goldgelbes Jungtier zur Welt. Es sieht damit ganz anders aus als die Erwachsenen, die ein grau-schwarzes Fell haben. Das Jungtier wird vom ersten Tag an von allen Gruppenmitgliedern abwechselnd herumgetragen. Außer in Wuppertal sind diese schwierig zu ernährenden Affen in Europa nur noch in einem Zoo in England zu sehen. In ihrem Ursprungsgebiet sind die Tiere durch die fortschreitende Zerstörung der Regenwälder und durch Bejagung bedroht. Mit diesem Nachwuchs ist die Wuppertaler Gruppe auf zehn Tiere angewachsen.
Auch bei den Bartaffen, einer anderen, in Asien beheimateten Tierart gibt es Nachwuchs zu vermelden Mit seinem runzligen rosafarbenen Gesicht, das noch kein Anzeichen des späteren bei Männchen und Weibchen prächtigen Bartwuchses erahnen lässt, steht das am 18.Oktober geborene Jungtier im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der 9 Mitglieder umfassenden Gruppe. Bartaffen gehören zu den Makaken und kommen mit nur noch ca. 3.000 Tieren in den Regenwäldern des Nilgirigebirges in Südwestindien vor. Der Zoo Wuppertal gehört nach eigenen Angaben zu den erfolgreichsten Haltern und Züchtern dieser Art – in europäischen Zoos leben insgesamt ca. 220 Tiere.
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