Im Allwetterzoo wurde am vergangenen Freitag ein Gorilla geboren. Die elfjährige "Changa" brachte ohne Komplikationen ihr zweites Baby auf die Welt, dessen Geschlecht noch nicht bekannt ist. Nach Angaben des Allwetterzoos versorgt sie es vorbildlich und versteht es auch gut, Aufdringlichkeiten von Artgenossen abzuwehren. So darf Vater "N’Kwango" sich dem Neugeborenen nur sehr, sehr vorsichtig nähern. "Changas" erstes Kind war im Herbst 2006 im Alter von fünf Monaten
an Verletzungen gestorben, die ihm bei Rangeleien in der Gruppe zugefügt worden waren. In Münster hofft man nun, dass beim inzwischen dritten Gorillanachwuchs alles gut geht.
Zum SeitenanfangGute Nachrichten gibt es vom Gorillamädchen "Mary Zwo", das
am 18. Mai im Allwetterzoo geboren wurde. Viereinhalb Monate nachdem das Tier
zum eigenen Schutz in die Aufzuchtstation für Menschenaffen
der Stuttgarter Wilhelma umquartiert werden musste, hat "Mary Zwo" jetzt einen gleichaltrigen Spielkamerad bekommen. Am 13. November traf aus einem französischen Zoo der kleine "Monza" im Stuttgarter Affenkindergarten ein.
Die beiden Gorillakinder sind nicht nur Art-, sondern auch Schicksalsgenossen und hätten sich vermutlich viel über einen schweren Start ins Leben, über Rabeneltern und die Heilkunst von Ärzten zu erzählen. Wie Mary so wurde auch der am 2. September geborene Monza Opfer angespannter Familienverhältnisse: Vater „Bongo“ attackierte ihn gleich nach der Geburt, und Mutter „Ybana“ konnte nicht verhindern, dass dabei sein rechtes Bein schwer verletzt wurde. Wochenlang musste sein Bein in einer Art Gipsschale fixiert werden, inzwischen ist es wieder gut beweglich. Nach einigen Tagen in Quarantäne gab es gestern das erste Aufeinandertreffen der beiden Affenkinder unter Aufsicht der Pfleger.
Zum SeitenanfangMorgen trifft der sechsjährige Eisbär Felix in der Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen ein. Das 450 Kilogramm schwere Tier wird in einer Transportkiste auf einem LKW vom Zoo Nürnberg aus seine Umzugsreise antreten. In der Erlebniswelt Alaska soll Felix dann nach einer mehrwöchigen Quarantäne ein 1.500 m² großes Revier beziehen und in unmittelbarer Nachbarschaft mit der bisher vierköpfigen Eisbärengruppe leben.
Felix kann bis zu zwei Jahre in seiner neuen Heimat bleiben. Wenn Felix in wenigen Wochen die Quarantänestation verlassen darf, wird er Eisbärdame Lara Gesellschaft leisten. Der Umzug aus dem Nürnberger Zoo wurde durch den dort zu erwartenden Nachwuchs notwendig. Eisbären-Männchen neigen zum Kannibalismus und würden im Extremfall auch vor den eigenen Nachkommen nicht zurückschrecken.
Zum SeitenanfangNach vierjähriger Pause wurde in Wuppertal am 15. November wieder ein Jungtier bei den Brillenlanguren geboren. Ihren Namen verdanken die eleganten Affen ihren auffallenden weißen Augenringen. Diese blätterfressende Affenart aus den Regenwäldern Malaysias bringt nach siebenmonatiger Tragzeit ein goldgelbes Jungtier zur Welt. Es sieht damit ganz anders aus als die Erwachsenen, die ein grau-schwarzes Fell haben. Das Jungtier wird vom ersten Tag an von allen Gruppenmitgliedern abwechselnd herumgetragen. Außer in Wuppertal sind diese schwierig zu ernährenden Affen in Europa nur noch in einem Zoo in England zu sehen. In ihrem Ursprungsgebiet sind die Tiere durch die fortschreitende Zerstörung der Regenwälder und durch Bejagung bedroht. Mit diesem Nachwuchs ist die Wuppertaler Gruppe auf zehn Tiere angewachsen.
Auch bei den Bartaffen, einer anderen, in Asien beheimateten Tierart gibt es Nachwuchs zu vermelden Mit seinem runzligen rosafarbenen Gesicht, das noch kein Anzeichen des späteren bei Männchen und Weibchen prächtigen Bartwuchses erahnen lässt, steht das am 18.Oktober geborene Jungtier im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der 9 Mitglieder umfassenden Gruppe. Bartaffen gehören zu den Makaken und kommen mit nur noch ca. 3.000 Tieren in den Regenwäldern des Nilgirigebirges in Südwestindien vor. Der Zoo Wuppertal gehört nach eigenen Angaben zu den erfolgreichsten Haltern und Züchtern dieser Art – in europäischen Zoos leben insgesamt ca. 220 Tiere.
Zum SeitenanfangDie Erdmännchen im Allwetterzoo ziehen um: Spätestens im nächsten Frühjahr werden sie Nachbarn und Untermieter der Nashörner. Direkt neben der Nashornhalle wird derzeit eine 460 qm große Fläche für die kleinen afrikanischen Raubtiere völlig neu gestaltet. Zusätzlich entsteht innerhalb der Halle ein warmes Winterquartier, in das die Erdmännchen unterirdisch wechseln können, wenn es ihnen draußen zu kalt wird. Ebenfalls neu angelegt wird ein Besucherweg, der mitten durch die Erdmännchen-Anlage führt, so dass die Tiere in Zukunft aus nächster Nähe beobachtet werden können. Links und rechts des Weges gewähren dann große Scheiben Einblicke in die Anlage der Erdmännchen, auch in eine ihrer Schlafhöhlen darf dann hineingeschaut werden.
Zum SeitenanfangDie verliebte Trauerschwänin "Petra" und ihr Tretboot müssen
mal wieder ins Winterquartier umsiedeln. Noch drehen Schwan und Plastikgefährt ihre Runden auf dem Aasee in Münster. Doch bald schon könnte der See zufrieren und der Schwanengeliebte Schaden nehmen. Aus diesem Grund soll das ungleiche Paar bald auf einem Teich im Münsteraner Tierpark untergebracht werden, auf dem es schon im vergangenen Winter gelebt hatte. Zudem soll eine eigene Hütte für den Trauerschwan gebaut werden, in dem er Unterschlupf finden kann. Das Tretboot wird natürlich in Sichtweite im Teich verankert.
Im Sommer 2006 hatte das ungewöhnliche Paar für Schlagzeilen, auch weit über Deutschlands Grenzen hinaus, gesorgt: Auf dem Aasee war die schwarze Schwänin "Petra" dem deutlich größeren weißen Tretboot plötzlich nicht mehr von der Seite gewichen.
Auch die Zusammenführung mit sechs artgleichen Junggesellen ließ Petra damals kalt. Vor laufenden Fernsehkameras und einer wachsenden Fangemeinde flirtete sie auch weiterhin nur mit dem Tretboot. Um dem Tier unnötigen Stress zu ersparen, wurden Schwan und Boot schließlich in einen anderen Teich verlegt.
Der diesjährige Umzug ins Winterquartier ist für den 5. Dezember 2007 geplant. Langfristig soll das Paar während des Winters aber im Bereich einer Yachtschule am Aasee untergebracht werden. Die dafür notwendigen Umbauarbeiten könnten jedoch frühestens bis Februar 2008 realisiert werden, hieß es. Deshalb wird in diesem Jahr noch einmal ein Umzug in den Allwetterzoo erforderlich.
Zum SeitenanfangDer Leiter des
Terrazoos in Rheinberg ist beim Reinigen eines Terrariums von einer Giftschlange gebissen worden. Der Mann hatte aber Glück im Unglück, denn der Düsseldorfer Aquazoo hielt das entsprechende Gegengift auf Vorrat, berichtete die Feuerwehr am Montag.
Der Zoo-Chef hatte am Wochenende eine Verletzung an seinem Finger bemerkt, diese aber zunächst nicht als Biss der Klapperschlange erkannt. Mit ersten Lähmungserscheinungen im Gesicht wurde der Reptilien-Kenner am Sonntag in ein Krankenhaus gebracht. In der Zwischenzeit eilte die Düsseldorfer Feuerwehr mit dem Gegengift zur Klinik. Der Mann schwebte aber nicht in Lebensgefahr. Das Gift der Prärieklapperschlange («Crotalus viridis») greift sowohl das Blut als auch Körpergewebe und Nerven an. Für alte, kranke und geschwächte Menschen kann es tödlich sein, hieß es weiter.
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