Gut vier Monate
nach dem Krebstod ihres Partners Ibo hat das Singleleben für die Gelsenkirchener Kodiakbärin Brenda ein Ende. Buffy heißt ihr neuer Wegbegleiter im Themenbereich Alaska der
Zoom Erlebniswelt.
Der 21 Jahre alte Bär stammt aus dem Tierpark Hagenbeck und durfte nun nach zweiwöchiger Quarantänezeit erstmals sein neues, 3.000 Quadratmeter großes Gehege erkunden. Seine Eingewöhnungszeit von einigen Wochen wird Buffy zunächst in einer Hälfte des Bärenreviers verbringen. Um die schwergewichtigen Tiere behutsam aneinander zu gewöhnen, wird Brenda den davon abgetrennten anderen Teil der Anlage bewohnen, Eine erste Begegnung in den Stallungen sei mit lautem Gebrüll, aber nach Auskunft des Zoos völlig naturgemäß verlaufen.
Auch die halbtägige Reise in einer speziellen Transportkiste aus dem Hamburger Zoo und die Quarantänezeit habe Buffy ausgezeichnet und mit großer Gelassenheit überstanden. Gelsenkirchener Nachwuchs bei den weltweit größten Landraubtieren ist in Zukunft ausdrücklich erwünscht.
Zum SeitenanfangDer vermutlich älteste Leopard der Welt ist am Montag im Dortmunder Zoo gestorben. Das auf den Namen "Amur" getaufte Tier sei an Altersschwäche eingegangen, berichtete die Stadt Dortmund am Donnerstag. Mit 23 Jahren sei er der älteste jemals verzeichnete Amur-Leopard gewesen. Bis vor wenigen Jahren lebte "Amur" noch mit einem weiblichen Tier zusammen und zeugte im Jahr 2000 sogar noch einmal erfolgreich Nachwuchs. In den letzten Jahren habe er dann aber das Alleinsein genossen.
Zum SeitenanfangNur kurze Zeit nach ihrem Umzug in eine altersgerechte Umgebung ist einer der weltweit ältesten Flachland-Tapire gestorben. Die 28-Jährige "Clara" sei bereits am 5. September "sanft eingeschlafen", teilte die Stadt Dortmund mit. Erst im Frühjahr hatte das Tier in der ehemaligen Nashornanlage ihr neues Quartier bezogen. Mit dem Rest ihrer Verwandtschaft, den beiden Tapiren „Kuni“ und „Indra“ wollte "Clara" in ihren letzten Lebensjahren nichts mehr zu tun haben. Stattdessen entwickelte sie eine für Tapire eher ungewöhnliche Zuneigung zu Menschen und genoss nach Aussage des Zoos die regelmäßigen Streicheleinheiten von Zoobesuchern und Tierpflegern.
Zum SeitenanfangSeit ein paar Tagen tollt ein kleines Zebrafohlen zusammen mit seiner Mutter auf der Afrikaanlage des Wuppertaler Zoos herum. Für Stute `Regina` ist es das siebte Fohlen und Hengst `Max` ist damit bereits 23facher Vater. Das noch namenlose Fohlen durfte bei dem schönen Herbstwetter früher als üblich auf die Außenanlage.
Die im Wuppertaler Zoo lebenden Tiere sind so genannte Böhmzebras, eine Unterart des Steppenzebras. Sie leben in kleinen Familiengruppen. Diese bestehen aus einem Hengst, mehreren Stuten und dem gemeinsamen Nachwuchs.Böhmzebras stammen aus den Savannen Ostafrikas, wo sie jährlich weite Wanderungen unternehmen. Aufgrund von Bejagung sowie der zunehmenden Besiedlung ihres Lebensraumes hat der Bestand von Steppenzebras stark abgenommen. Zwar sind Böhmzebras von allen Zebra-Unterarten nach wie vor die häufigsten Zebras, allerdings leben nach Angaben des Wuppertaler Zoos drei Viertel des Bestandes in den Nationalparks Kenias und Tansanias, also in einem vergleichsweise kleinen Areal.
Zum SeitenanfangDer Zoo Duisburg hat am Donnerstag seinen jüngsten Delfin-Nachwuchs vorgestellt. Im Delfinarium tummelt sich künftig auch das knapp zwei Monate alte Delfin-Baby Dolly. Das 15 Jahre alte Delfinweibchen Delphi hatte das Jungtier bereits am 4. August zur Welt gebracht. Seitdem wurden beide aber von der Außenwelt abgeschottet, um den Kontakt zu Keimen und Krankheitserregern zu vermeiden.
Neugeborene Delfin-Babys verfügen bei ihrer Geburt von Natur aus über kein Immunsystem und entwickeln es erst, indem sie in den ersten Lebensmonaten über die Muttermilch wertvolle Abwehrstoffe aufnehmen. Gut eineinhalb Monate nach der Geburt ist das Immunsystem des Jungtieres nun ausreichend entwickelt, so dass die kleine Dolly am Donnerstag gefahrlos der Öffentlichkeit vorgestellt werden konnte.
Im November 2003 verstarb der letzte Delfin-Nachwuchs des Zoo Duisburg, der zwei Jahre alte Duke, an einer bakteriellen Infektion. Delfin-Geburten sind in Zoologischen Gärten nach wie vor selten. Dollys Geburt verlief delfin-typisch sehr schnell in nur einer halben Stunde. Dabei kam Dolly, wie bei Delfinen üblich zuerst mit der Schwanzflosse auf die Welt, um sogleich an die Wasseroberfläche zu schwimmen und erstmalig zu atmen. Dollys Mutter Delphi kam selbst 1992 im Zoo Duisburg zur Welt. Neben Delphi und Dolly gehören noch der einzige männliche Große Tümmler Ivo und die Delfinweibchen Daisy und Pepina zu den Bewohnern des Delfinariums.
Zum SeitenanfangNicht nur bei den Menschen ließen die teils heftigen Regenfälle in den vergangenen Wochen so manchen Keller volllaufen. Auch bei den Erdmännchen in der Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen hieß es vor kurzem angesichts der enormen Wassermassen "Land unter". Bei den kleinen Tieren herrschte besonderer Großalarm, denn seit Mitte August leben auch drei frisch geborene Jungtiere im Bau. Kaum auf der Welt musste sich das Trio nun schon ein neues Kinderzimmer suchen, denn die alte Behausung wurde durch die starken Regenfälle komplett geflutet. Einige Tage später konnte für die drei und ihre Eltern eine neue, trockene Unterkunft in ihrem afrikanischen Landschaftsgehege gefunden werden.
In ihrer Heimat haben Erdmännchen nur selten mit Wasser Kontakt, denn in freier Natur leben die Tiere überwiegend in den Trockensavannen und dem Buschland von Südafrika. Erdmännchen gehören zu den Mangusten und zählen trotz ihres unscheinbaren Aussehens zu den Raubtieren. Sie werden bis zu 14 Jahren alt. Nur die ranghöchsten Weibchen sind fortpflanzungsfähig. Die Tragzeit beträgt etwa 77 Tage, das Geburtsgewicht der Jungtiere liegt bei 25 bis 40 Gramm. Die erste feste Kost können die Baby-Erdmännchen mit etwa einem Monat zu sich nehmen.
Zum SeitenanfangGerade einmal 13 Tage alt haben vier Löwenbabys im Allwetterzoo Münster schon einen ersten medizinischen Rundum-Check hinter sich gebracht. Von der Temperaturmessung (rund 37 Grad Celsius) übers Wiegen (3 bis 3,6 Kilo) bis zur Wurmkur und dem Injizieren eines Transponderchips durchliefen die Jungtiere eine umfangreiche Untersuchung durch die Tierärztin des Zoos. Außerdem ermittelten Tierpfleger beim so genannten Sexen das Geschlecht der Löwenbabies. Das Ergebnis: Zwei Männchen, zwei Weibchen.
Für Mutter 'Zeta' ist die Aufzucht der Jungtiere fast schon Routine, immerhin ist es bereits ihr vierter Wurf. Aufgrund ihrer Erfahrung wagten die Zoologen des Allwetterzoos es bei dieser Geburt auch erstmals, Löwenvater 'Jarah' vorab nicht von 'Zeta' zu trennen.
Er hatte sich bereits bei den vorangegangenen Würfen als friedvoller und zärtlicher Vater erwiesen. Das Experiment war nach Angaben des Zoos erfolgreich: Wenn 'Zeta' nun im Erziehungsalltag meint, dass 'Jarah' den Jungen zu nahe kommt, genügt schon ein Knurren, um ihn in die Schranken zu weisen. Und weicht er nicht schnell genug zurück, versetzt sie ihm auch schon mal eine Ohrfeige.
Zum SeitenanfangEinen wahren Babyboom gab es in den letzten vier Jahren bei den Blumenfledermäusen des Krefelder Zoos. Seit 2003 sind laut einer aktuellen Zählung insgesamt 21 Jungtiere geboren worden. Um überhaupt an korrekte Zählergebnisse zu bekommen, musste eine spezielle Fangvorrichtung unter den Schlafkästen montiert werden, so dass die Tiere einzeln zur Hand genommen werden konnten. Denn neben der Quantität interessierte die Zoologen auch, wie viele Weibchen und Männchen in Krefeld vorhanden sind.
Zum Zählzeitpunkt lebten 14 Männchen und 22 Weibchen in den drei Schlafquartieren der Krefelder Aufzuchtstation. Nach dem Abschluss der Aktion zogen zehn Männchen in das Zoo-Regenwaldhaus um. Aus den verbleibenden Tieren auf dem Krefelder Hausenhof wurden vier Harems gebildet, die dort weiterhin für Nachwuchs sorgen sollen. Blumenfledermäuse sind Nektar- und Pollenfresser aus dem südamerikanischen Regenwald. Sie leben auch in der Freiheit in Harems, bestehend aus einem Männchen und einer großen Anzahl Weibchen. Rangniedere Männchen, die in den Haremsgruppen leben, haben eine unterdrückte Sexualität. Ihre Hoden bilden sich dann stark zurück, so dass sie kaum noch zeugungsfähig sind. Dieses Phänomen konnten die Krefelder Zoomitarbeiter auch bei der untersuchten Kolonie beobachten.
Kürzlich erhielt der Krefelder Zoo vier weitere Weibchen aus dem GEO-Regenwaldhaus in Hannover, die behutsam an die Kolonie im Tropenhaus gewöhnt wurden. Inzwischen leben mit den Neuzugängen aus Hannover 34 Tiere im Regenwaldhaus des Zoos. Wer sich selbst einen Eindruck von den nachtaktiven Tieren verschaffen will, hat dazu am 18. September um 19 Uhr bei einer Abendführung durch den Krefelder Zoo Gelegenheit. Eine Anmeldung an der Zookasse oder unter Telefon 02151/955211 ist erforderlich.
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