Dem
Zoo Dortmund ist die Nachzucht einer selten in Tierparks gehaltenen Vogelart gelungen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wurde bei den aus Südamerika stammenden Liktormaskentyrannen eine erfolgreiche Brut mit zwei Nestern festgestellt. Vor rund einem Jahr war die Vogelart ins Amazonashaus des Zoos eingezogen. Dort herrscht ein den südamerikanischen Tropen gleichendes Klima. Die Tagesdurchschnittstemperatur beträgt 28 Grad, die relative Luftfeuchte liegt dauernd bei 90 Prozent.
Ihren Namen tragen die Liktormaskentyrannen den Angaben zufolge völlig zu Recht: Die Vögel mit ihrer auffallend schwefelgelben Brust und einer schwarz-weißen Kopfmaske sollen in der Gemeinschaft oft unverträglich sein und sich auch gegen größere Tiere durchsetzen können. Wegen des Nachwuchses wurden die Vögel vorübergehend in einem separaten Bereich untergebracht. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Art erstreckt sich von Panama südwärts bis Brasilien östlich der Andenregion und Nord-Bolivien. Dort leben die Vögel in Gewässernähe.
Zum SeitenanfangEs waren lange bange Nächte für das Elefantenpflegerteam um Zootierarzt Arne Lawrenz im Wuppertaler Zoo. Bei der hochträchtigen Elefantenkuh Sabie war zwar schon die Fruchtblase geplatzt, doch die Wehen wollten einfach nicht einsetzen. Dies war eine sehr kritische Lage, da das Kalb auf dem Weg nach draußen durch einen anderthalb Meter langen Geburtskanal rutschen muss.
Ist diese Röhre ungeschmiert, kann das Elefantenbaby dort stecken bleiben und sterben", erklärt Lawrenz. Schlimmstenfalls könnte dies auch den Tod der Mutter bedeuten. Doch in Wuppertal ging alles gut. In der Nacht zum Freitag (13.07.07) kam Elefantenmädchen Tika schließlich gesund zur Welt.
Das es doch noch eine glückliche Geburt wurde, schreibt der Zootierarzt vor allem auch der guten Vorbereitung durch die Pfleger zu. "Unsere Tiere sind gut trainiert. Wir haben ihre Kondition gestärkt und viel Gymnastik mit ihnen gemacht. Wir können zwar nicht das Pressen mit ihnen trainieren, aber mit gezielten Übungen ihre Muskulatur stärken." Dank einer rektalen Massage und einem Wehenmittel ging am Ende alles sehr schnell. Innerhalb von 20 Minuten war Tika da.
Mit einer Schulterhöhe von 82 Zentimetern und einem Gewicht von 75 Kilo ist das Elefantenbaby übrigens ein echter Zwerg. Gewöhnlich können Elefantenkälber bei der Geburt locker ein Gewicht von 150 Kilogramm auf die Waage bringen.
"Nach einer Stunde stand die kleine Tika bereits, zwei Stunden später hing sie schon an Mamas ZitzeDie Kleine ist so fit, dass wir sie morgen schon den Besuchern zeigen können", freut sich Arne Lawrenz. Auch Elefantenkuh Sabie hat schon einige Erfahrung in Sachen Nachwuchs. Schließlich ist sie die fürsorgliche Tante der beiden anderen Kälber, die innerhalb der letzten zwei Jahre im Wuppertaler Zoo zur Welt kamen.
Auch der Rest der Elefantenherde kommt jetzt ständig zum Nachwuchs-Gucken. "Die Zoobesucher beschweren sich schon, dass sie keine Elefanten mehr sehen, aber die fünf Tiere quetschen sich alle auf 35 Quadratmetern, um Tika zu beobachten."
Zum Seitenanfang"Ito", der gut sechs Monate alte Orang-Utan, turnt und hangelt inzwischen mit Begeisterung durch die Kletterbäume der ZoORANGerie im Allwetterzoo. Wer ihn gezeugt hat, ist ihm vermutlich egal. Wichtig ist dem Kleinen lediglich, dass Mutter "Temmy" stets in der Nähe ist und ihn bei Bedarf an ihrer Brust trinken lässt.
Für die Zoologen in Münster ist die Klärung der Vaterschaft dagegen Grundlage einer wichtigen Entscheidung: Der Allwetterzoo hatte 2004 zwei inzwischen neunjährige Orang-Utans aus dem Zoo Aalborg in Dänemark übernommen. Trennen wollte man die beiden erst im geschlechtsfähigen Alter, bevor es zu Auseinandersetzungen um den Rang in der Gruppe kommt. Nur der, der sich fortpflanzt, sollte in Münster bleiben, lautete der Plan der Zoologen. Also nahm man nun Kot- und Urinproben von Jungtier "Ito" sowie von "Pongo" und "Demo", den beiden möglichen Vätern. Sicherheitshalber wurde auch von dem als impotent geltenden 35jährigen "Jonny" eine Probe genommen. Der Rest ist etwas verzwickt: Weil im Februar ein zweites Orang-Utan-Weibchen im Allwetterzoo eine Totgeburt hatte, wurden auch von diesem toten Jungtier Gewebeproben für den Vaterschaftstest untersucht. Das Ergebnis: Im Allwetterzoo leben zwei Orang-Utan-Väter. "Pongo" zeugte "Ito", "Demo" ist Erzeuger des toten Babys. „Wer jetzt von den beiden jungen Männern in Münster bleiben darf, ist noch offen“, sagt Kurator Dirk Wewers
Zum SeitenanfangDer
Dortmunder Zoo hat seinen Ruf als weltweit führende Zuchteinrichtung für Große Ameisenbären erneut unter Beweis gestellt. Am Dienstag kam dort der 53. Ameisenbär zur Welt.
Seine Eltern sind Chakira, die 2003 aus dem Reid Park in Tucson zur Blutauffrischung nach Dortmund kam und Alberto, der 1997 aus Venezuela nach Dortmund kam. Für Chakira ist es das dritte Kind. Alberto ist Vater von 18 Jungtieren. "Alexandro", wie der Ameisenbär getauft wurde, mache einen kräftigen Eindruck und sei sofort auf den Rücken seiner Mutter geklettert, wo er die nächsten sechs Monate zum Säugen verbringe, teilte der Dortmunder Zoo mit. Der Große Ameisenbär ist das Wappentier des Dortmunder Zoos. Die zuvor als schwierig geltende Art wurde hier tiefgreifend erforscht und die Haltungsbedingungen sowie Fütterung der Art optimal ausgearbeitet, so dass der Zoo Dortmund bereits in den siebziger Jahren weltweit für Aufsehen sorgte, als ihm die ersten ,serienmäßigen' Nachzuchten des Großen Ameisenbären gelangen.
Große Ameisenbären sind in Mittel- und Südamerika beheimatet, ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Belize und Guatemala bis ins nördliche Argentinien. Die Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von etwas mehr als einem Meter, der buschige Schwanz wird nochmals 65 bis 90 Zentimeter lang. Ihr Gewicht kann bis 60 Kilogramm betragen. Kennzeichen ist der lange, dünne Kopf mit einer kleinen Mundöffnung. Mit seiner 60 Zentimeter langen Zunge erbeutet ein Ameisenbär am Tag schätzungsweise 35.000 der Tiere, durch die er zu seinem Namen kam.
Zum SeitenanfangDas von seiner Mutter vernachlässigte und stark geschwächte Gorilla-Baby 'Mary Zwo' hat am Montag seine Heimat, den
Allwetterzoo Münster, verlassen. Nach der Notbehandlung am Wochenende auf der Kinder-Intensivstation der Universitätsklinik Münster soll es nun im Gorilla-Aufzucht-Zentrum des Stuttgarter Zoos weiter aufgepäppelt werden. Nach einer Nacht in der privaten Obhut von Zoodirektor Jörg Adler startete der besondere Transport am Montagmittag nach Baden-Württemberg: 'Mary Zwo' saß in einem gewöhnlichen Babysitz auf dem Rücksitz und wurde während der Fahrt von einem Pfleger des Allwetterzoos betreut.
Das Gorilla-Baby war
am Samstag lebensbedrohlich geschwächt in die Universitätsklinik gebracht worden. Dort wurde es - nach Angaben des Klinikums unter Einhaltung strengster Hygiene-Richtlinien und abgetrennt von den menschlichen Patienten - intensivmedizinisch versorgt. "Das war definitiv eine Ausnahmesituation für die Universitätsklinik", so eine Sprecherin der Klinik. Im Stuttgarter Gorilla-Zentrum, wo "Mary Zwo" am Abend unversehrt ankam, soll sie gemeinsam mit gleichaltrigen Artgenossen aufwachsen.
Gorillababy 'Mary Zwo' übernachtet im Haus von Zoodirektor Adler (Video, Aktuelle Stunde, 02.07.07)
Gorillababy verlässt die Intensivstation (Audio, WDR2, 02.07.07)
Zum SeitenanfangEin sechs Wochen altes Gorillababy aus dem
Allwetterzoo Münster hat das Wochenende auf der Kinderintensivstation der Universitätsklinik verbracht. Nachdem "Mary Zwo" am Samstag in
lebensbedrohlichem Zustand in das Krankenhaus gebracht wurde, besserte sich ihr Zustand am Sonntag schnell.
Am Nachmittag konnte sie von der Feuerwehr samt Inkubator in den Zoo zurückgebracht werden. Voraussichtlich am Montag soll das Affenbaby in das Gorilla-Aufzucht-Zentrum des Zoologischen Gartens Stuttgart gebracht werden, wo es in Kontakt mit anderen Gorilla-Kindern aufgezogen werden soll. Zoodirektor Jörg Adler hatte das unterkühlte, unterzuckerte und ausgetrocknete Gorilla-Baby in das Krankenhaus gebracht, weil in einer Uniklinik für Menschen die technische Ausrüstung besser sei als in einer Tierklinik und die Ärzte auch mehr Erfahrung mit der Intensivmedizin hätten.
"Babys von Menschenaffen sind adäquat zu menschlichen Babys", sagte Adler. Gorillas seien so stark bedroht, dass die Erhaltung ihrer Art besonders wichtig sei. Die Behandlung von Gorillababys in Krankenhäusern für Menschen gebe es immer wieder. So hatten Kinderärzte in Heidelberg vor einem Monat ein schwer krankes Tier erfolgreich behandelt. "Mary Zwo" hatte am Samstag beinahe leblos im Arm ihrer Mutter "Gana" gelegen. Diese hatte ihr Junges nach Angaben des Zoos vernachlässigt, da ihr vermutlich die anderen Gorillas fehlten. Die Gruppe war kurz nach der Geburt getrennt worden, weil der unerfahrene Vater "Nkwango" Mutter und Kind bedrängte. Bereits im vergangenen Jahr hatte es im Allwetterzoo Gorilla-Nachwuchs gegeben. "Mary" wurde allerdings im Alter von fünf Monaten bei Eifersuchts-Rangeleien im Gehege
so schwer verletzt, dass sie kurze Zeit später starb.
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