In einer großen Voliere im Tropenhaus des
Allwetterzoos Münster wächst beinahe unbemerkt von den Besuchern Münsters erster "fliegender Affe" heran. Den Spitznamen tragen die Weißkopfsakis, weil sie sich mit enormen Sprüngen von Baumwipfel zu Baumwipfel fort bewegen. Auch im Zoo halten sich diese Neuweltaffen aus den Wäldern im Nordosten von Südamerika meist in luftiger Höhe auf. Zudem trägt Mutter "Uta" ihr Kind stets dicht am Körper.
Geboren wurde das Jungtier der Weißkopfsakis am 13. Mai nach einer Tragzeit von etwa 170 Tagen. In der ersten Zeit kümmert sich ausschließlich die Mutter um das jüngste Familienmitglied, später darf es dann auch Vater "Maanyi" tragen. Der ist übrigens eindeutig zu erkennen, denn männliche Sakis haben ein auffallend cremefarbenes Gesicht und ein schwarzes Fell, während die Weibchen unauffällig graubraun gefärbt sind. Weißkopfsakis werden etwa 30 bis 42 cm groß, ihr buschiger Schwanz ist ebenso lang. Sie leben in kleinen Familiengruppen überwiegend in hohen Bäumen. Dort schlafen sie aufgerollt wie Katzen auf Ästen. Sie ernähren sich vor allem von Früchten, fressen aber auch Samen, Nüsse, Blüten und Blätter. Hin und wieder fangen sie sogar Insekten, Vögel und kleine Säuger.
Noch sind die Weißkopfsakis nicht von der Ausrottung bedroht, doch die Wälder in ihrer Heimat werden mehr und mehr abgeholzt und damit der Lebensraum der Sakis vernichtet. Weil ihre Bestände in der freien Natur zurückgehen, wurde auch diese Tierart in das Europäische Erhaltungszucht-Programm (EEP) aufgenommen. Derzeit leben etwa 160 Tiere in europäischen Zoos. Mutter "Uta" stammt übrigens aus dem Zoo Magdeburg, Vater "Maanyi" kam aus Frankreich nach Münster.
Zum SeitenanfangDie Kinderpfleger in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen kommen im Augenblick nicht zur Ruhe. Auch bei den Roten Varis, einer Halbaffenart aus Madagaskar, gab es jetzt Nachwuchs. Mutter "Debbi" und Vater "Stiefelchen", beide ursprünglich aus Berlin, sorgten mit der kleinen "Lilly" für erneuten Familienzuwachs.
"Lilly" wurde bereits Ende April geboren, hatte sich aber bislang immer im Innengehege aufgehalten, weil die Außenanlage der Roten Varis sichere Kletterkünste verlangt.
Als sich "Lilly" aber auch am ersten Tag mit Freilaufgenehmigung nicht nach draußen traute und stattdessen lieber laut nach Mama schrie, wurde kurzer Prozess gemacht: Mutter "Debbi" schnappte sich den Schreihals und trug ihn auf die Wiese der 1.600 Quadratmeter großen Lemureninsel hinaus. Dort klappte es mit dem Klettern schon ganz gut, nur mit der Orientierung haperte es ein wenig: Zurück ging es am ersten Freilufttag nur mit Hilfe der Tierpfleger - Lilly hatte vor lauter Aufregung die Orientierung verloren.
Zum Seitenanfang
Der
Zoo Wuppertal freut sich über einen besonders fortpflanzungsfreudigen Seelöwenbullen. Wie der Tierpark am Mittwoch mitteilte, hat der 21-jährige Seelöwe Pepe innerhalb der vergangenen 18 Jahre mit verschiedenen Weibchen 36 Kinder gezeugt. Sein jüngster Sprössling wurde am 6. Juni im Zoo geboren. Mutter ist diesmal die fünfjährige Seelöwin Cosima, die aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn nach Wuppertal kam.
Zum Seitenanfang
Mit einer nach eigener Aussage "kleinen Sensation" wartet derzeit der Zoo in Krefeld auf. Nach 18 Jahren gibt es erstmals wieder Nachwuchs bei den Löffelhunden. Die Tierpfleger hatten bei der Kontrolle der Schlafhütte vor einigen Tagen völlig unerwartet drei kleine Welpen entdeckt, wie die Stadt am Freitag berichtete. In Europa würden sie in nur sechs Tierparks gehalten, hieß es weiter. Nachzuchten seien äußerst selten und häufig überlebten die Jungtiere die ersten Lebenswochen nicht.
Zunächst bangten die Zoomitarbeiter auch in Krefeld um die Kleinen, da es tagelang regnete und die Eltern die Welpen in eine selbstgegrabene Höhle trugen, die teilweise überschwemmt war. Doch inzwischen "wuseln" die drei gemeinsam mit ihren Eltern durch das Gehege und schnuppern bei der Fütterung schon mutig an den Händen des Pflegers.
Löffelhunde sind ursprünglich im Süden Afrikas beheimatet. Sie gehören zwar zur Familie der Hundeartigen, unterscheiden sich aber deutlich durch den Aufbau ihres Gebisses. Statt 34 Zähnen mit kräftigen Reißzähnen haben sie fast 50 kleine, nadelspitze Zähnchen, die sich für das Zerkauen ihres Lieblingsfutters Insekten hervorragend eignen. Nebenbei fressen sie aber auch Nagetiere, Vögel, Früchte und Eier. Sie jagen ihre Beute hauptsächlich mit dem Gehör. Mit circa fünf Monaten sind die Jungtiere ausgewachsen und werden dann in einen anderen Zoo umziehen. Die besten Besuchszeiten bei der jungen Familie sind der frühe Morgen und der Nachmittag, sonst schlafen Löffelhunde viel.
Zum Seitenanfang"Echte Münsteraner" sind die Storchenküken, die derzeit noch in den Horsten ihrer Eltern im
Allwetterzoo Münster hocken. Die Altvögel allerdings sind eine internationale Gesellschaft, stammen sie doch aus Frankreich, der Schweiz oder den Niederlanden. Zwei Störche kommen aus der Gegend des Bodensees und zwei aus dem Naturzoo Rheine, bei einigen ist die Herkunft mangels Ring unbekannt. Die Weißstörche sind so genannte "Freiflieger", die sich im Allwetterzoo niedergelassen haben und teils schon seit etlichen Jahren inmitten des Zoogeländes brüten.
In diesem Frühjahr wachsen insgesamt 22 Jungstörche in luftiger Höhe über dem Kinder- und Pferdepark, der Elefantenanlage oder dem Afrikapanorama heran. Besonders attraktiv scheint die Großflugvoliere zu sein, die von Geiern, Milanen und Sekretären bewohnt wird, denn auf ihr haben gleich vier Weißstorchpaare gebrütet. Neben den beiden alten Horsten auf den Trägern der Voliere gibt es zwei neue Horste direkt auf dem Maschengeflecht. Vor einigen Tagen wurden 13 Jungstörche mit Hilfe der münsterschen Feuerwehr beringt. Eine zweite Beringungsaktion der Jungstörche in den beiden neuen Horsten auf der Großflugvoliere wird es in den kommenden Tagen geben. Einige Vögel werden unberingt bleiben, weil ihre Horste für die Feuerwehr unerreichbar sind.
Die Jungstörche, die gut an ihren dunklen Schnäbeln zu erkennen sind, werden voraussichtlich gegen Ende August den Allwetterzoo gen Afrika verlassen.
Zum Seitenanfang
Die bereits am 6. Mai geborenen Schneeleoparden-Kater entwickeln sich nach Auskunft des
Krefelder Zoos "prächtig". Damit hat es beim Zuchtpaar Leonardo und Odette bereits zum dritten Mal mit dem Nachwuchs geklappt. Überraschend fanden die Pfleger Anfang Mai nach der Kaffeepause bei einer Kontrolle der Wurfkiste die beiden kleinen Leos vor. Fast einen Monat früher als von den Pflegern erwartet waren die beiden kleinen Kater zur Welt gekommen.
Noch vor einigen Monaten sah es gar nicht nach einem neuen Wurf bei den bedrohten Katzen aus. Der Winter war so mild, dass die Hochgebirgsbewohner Asiens nicht "in Stimmung" kamen. Eine kurze Kältephase im Januar brachte aber denn doch den Erfolg. Odette wurde rollig und rief unüberhörbar nach ihrem Partner Leonardo. Das Ergebnis dieses Stelldicheins wird jetzt von beiden Eltern liebevoll umsorgt. Dies ist eher selten. Normalerweise gehen Kater und Katze nach der Paarung getrennte Wege.
Die Zucht von Schneeleoparden hat im Krefelder Zoo eine lange Tradition. Hier wurden europaweit die ersten Jungtiere erfolgreich aufgezogen. Inzwischen sind am Niederrhein insgesamt 48 Schneeleoparden geboren worden. Erst im Januar war der letzte Kater des Wurfes von 2005 in einen französischen Zoo umgezogen.
Zurzeit haben die kleinen Kater noch blaue Augen und fauchen bei den Untersuchungen von Zootierarzt Martin Straube lautstark. Bis sie aber so gefährlich wie ihre Eltern werden, vergehen noch einige Monate. Erst wenn sie circa 18 Monate alt sind, bestimmt der Zuchtbuchführer im Zoo Helsinki zusammen mit den Biologen aus dem Zoo Krefeld über die neue Heimat der Katzen.
Bis die Kleinen im Gehege zu sehen sein werden, wird es noch etwas dauern. Momentan schlafen sie noch viel, und die Mutter passt auf, dass sie keine Alleingänge durch das Gehege machen.
Zum Seitenanfang
Nach langer Pause ist im
Kölner Zoo wieder ein Kleideraffe geboren worden. Die in Südostasien beheimateten Affen zählen zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten, wie eine Zoosprecherin am Mittwoch mitteilte. In Vietnam setzt den Kleideraffen die Zersiedlung der Lebensräume und die Wilderei zu. Ihr Fleisch wird nicht nur gegessen, es ist auch zusammen mit Knochen und Fell in der traditionellen chinesischen Medizin begehrt.
Das Kölner Jungtier ist ein Männchen und wurde auf den Namen Hi vong getauft, das vietnamesische Wort für "Hoffnung". Der Kölner Zoo engagiert sich im Naturschutz in Vietnam.
Kleideraffen, die ihren Namen ihrer kleiderartigen Fellzeichnung verdanken, können in Gefangenschaft bis zu 20 Jahre alt werden.Bei Zoobesuchern sorgen vor allem die männlichen Tiere wegen eines farbenfrohen körperlichen Details für Aufsehen: Ihr Penis ist knallrot, der Hodensack blau oder weiß.
Zum SeitenanfangAuf der Afrikawiese des
Krefelder Zoos sind neue Bewohner dazugekommen: Zwei junge Blauhals-Strauße von derzeit 20 Zentimetern picken seit ein paar Tagen zwischen Säbelantilopen und Wasserböcken nach Nahrung.
Zwanzig Eier hatten die beiden Straußenhennen gelegt. Vater ist der Strauß „Hahnemann“, der sich ebenfalls an der Brut beteiligt hat: Bei den afrikanischen Laufvögeln brüten die Männer in der Nacht, da sie durch ihr schwarzes Gefieder unauffälliger sind und so das Nest besser schützen können.
Kurz vorm Schlupf wird die porzellandicke Schale der Eier von den Küken angepickt, dann leisten die Eltern Schlupfhilfe, indem sie das Loch vergrößern. Ein Ei bringt rund ein Kilogramm auf die Waage und entspricht damit in etwa dem Gewicht von 40 Hühnereiern. Nach dem Schlupf führt der Hahn seinen Nachwuchs. In freier Wildbahn kommt es vor, dass einige Hähne gemeinsam einen regelrechten "Kindergarten" mit bis zu 50 Küken anführen. Einmal aus dem Ei heraus, haben die Kleinen nur eines im Sinn: Wachsen. Um die Körpergröße eines erwachsenen Tieres zu erreichen, legen sie in der Woche etwa zehn Zentimeter zu. Ausgewachsen erreicht ein Strauß bis zu 2,50 Meter. Wie viele der 20 Straußeneier im Krefelder Zoo tatsächlich befruchtet sind, wird sich erst in den kommenden Tagen herausstellen.
Zum Seitenanfang
Seit einigen Wochen hatten die zweijährige
Amur-Tigerin "Nely" und das Tiger-Männchen "Rasputin" bereits durch ein so genanntes Schmusegitter Kontakt miteinander und konnten sich hören und riechen. Am 1. Juni, "Nelys" Geburtstag, kam es dann zum ersten direkten Aufeinandertreffen. Trotz einiger Kratzer, die "Rasputin" dabei abbekommen hat, sind Tierpfleger und Zooleitung mit dem ersten "Tête-à-tête" der beiden Großkatzen sehr zufrieden. "Rasputin", der bereits seit 2005 im Allwetterzoo Münster lebt, habe es "Nely" auch nicht übel genommen, dass die aus Tschechien stammende Tigerin mit ihren ausgefahrenen Krallen ein paarmal zugelangt habe. Außerdem, so das Urteil der Tierpfleger, habe "Rasputin" seine neue Partnerin provoziert. Inzwischen werden die beiden schon an einigen Tagen stundenweise zusammen gelassen. Im Allwetterzoo ist man davon überzeugt, dass aus den beiden ein „Traumpaar“ wird.
Zum SeitenanfangPermanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/zoos_nrw/2007/06/
Der WDR ist nicht für Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.