Ob Orang-Utan oder Otter, Bernhard Grzimek fand für jedes Tier einen Platz in seiner legendären Fernsehsendung. Seit Samstag, dem 19.05.07, wiederholt das digitale ARD-Fernsehen 25 Folgen "Ein Platz für Tiere" - auf WDR.de finden Sie alle Folgen als Podcast und WebTV.
mehr
Zum Seitenanfang
Am Donnerstag (24.05.07) konnten die Besucher im Seelöwenbecken der
Zoom Erlebniswelt eine ungewöhnliche Entdeckung machen: Neben den Robben tummelten sich auch einige Taucher in Europas größtem Seelöwen-Becken. Die Robben haben sich an diesen Besuch inzwischen gewöhnt, denn die in Neopren gehüllten Herren tauchen hier regelmäßig ab, um die Wände des Glastunnels von Algen zu säubern. Dass die Taucher das Becken während des normalen Betriebes reinigen, hat vor allem praktische Hintergründe. Ansonsten müssten rund 3.000 Kubikmeter Wasser aus dem Becken entleert werden, was dem Inhalt von 21.500 Badewannen entspricht. Die zu reinigende Unterwasserröhre besteht aus sechs Acrylglasplatten, die unter großer Hitze entsprechend geformt wurden. Jedes Teil ist 3 mal 4,5 Meter groß, wiegt über 2,5 Tonnen und ist 14 Zentimeter dick.
Zum Seitenanfang
Es ist heiß. Die Hitze flimmert über dem Gras. Gespannt hockt er zwischen den hohen Halmen, ist zum Sprung bereit. Seine pendelnde Schwanzspitze verrät es. "Massai", der Wuppertaler Zoolöwe, hat zum ersten Mal Gras unter den Tatzen.
WDR.de hat sich Deutschlands größtes Löwengehege
am Eröffnungstag aus der Nähe angeschaut.
Lesen Sie hier weiter.
Zum Seitenanfang
In der Nacht zum Mittwoch (23.05.07) starb in der
Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen der seit längerer Zeit schwer erkrankte Kodiakbär "Ibo". Bis zuletzt hatte die tiermedizinische Abteilung der Zoom Erlebniswelt ihm trotz seines Krebsleidens ein weitgehend normales Leben im großzügigen Revier der Erlebniswelt Alaska ermöglicht. Verschiedene Therapiemethoden und operative Eingriffe konnten den Krankheitsverlauf allerdings nicht mehr beeinflussen. Schon vor Wochen hatte Tierärztin Pia Krawinkel eine Heilung kaum noch für möglich gehalten: "Wir haben alles medizinisch notwendige und möglich für 'Ibo' getan", so die Tierärztin des Zoos.
Nach "Ibos" Ableben ist Kodiakbär "Brenda" allein im 3.000 m² umfassenden Gehege zu Hause. Für die Zukunft plant Frank Ahrens, zoologischer Leiter in Gelsenkirchen, weitere Artgenossen in der Anlage anzusiedeln. "Die zoologische Abteilung hat bereits begonnen, nach einem Reviergenossen für 'Brenda' in Einrichtungen auf der ganzen Welt suchen."
Zum Seitenanfang
Im
Sealife Aquarium Oberhausen kommt in Zukunft ein so genannter Fütterungsball zum Einsatz, mit dessen Hilfe die kleinen tropischen Fische im Ozeanbecken regelmäßig gesunde Kost erhalten. Der Futterball animiert die Fische, sich das Futter aktiv zu "erkämpfen". Die vegetarische Kost, wie zum Beispiel Bananen oder Bio-Kopfsalat, wird in einem Ball mit Löchern verstaut und an einem langen Seil ins Becken abgelassen. Durch den leckeren Geruch, den der Inhalt verströmt, wird der Futterball innerhalb von kürzester Zeit von kleinen und großen Fischen umzingelt.
"Bei Säugetieren", erklärt Kurator Johannes Peschke, "wird diese Methode schon lange zur Förderung eines artgerechten Verhaltens genutzt. Bei Fischen machen wir das im Sea Life erstmalig und es funktioniert sehr gut".
Zum SeitenanfangSchon seit Tagen erwarteten Menschenaffenpfleger und Zooleitung die zweite Geburt eines Gorillas im
Allwetterzoo Münster. Am 18. Mai war es dann so weit: Schon zu Dienstbeginn präsentierte Mutter "Gana" den Tierpflegern ein gesundes Jungtier, das sie über Nacht zur Welt gebracht hatte. Das aus dem Zoo Köln stammende 10-jährige Weibchen, das jetzt zum ersten Mal Mutter wurde, kümmert sich sehr fürsorglich um seinen Nachwuchs.
Die anderen drei Gorillas, der Vater und zwei erwachsene Weibchen, reagieren bisher relativ gelassen auf den Zuwachs. Gelegentliche Kontaktversuche wehrt die junge Mutter jedoch noch ab und zieht sich zumeist etwas von der Gruppe zurück. Der ebenfalls sehr junge Vater "N’Kwango" scheint sich etwas vernachlässigt zu fühlen, turnt oft allein und äußerst ausgelassen durch die Anlage. Eifersucht unter den Weibchen scheint diesmal kein Thema zu sein. Der Grund mag sein, dass auch "Changa-Maidi", die im vergangenen Jahr den ersten Gorillanachwuchs in Münster zur Welt brachte, derzeit wieder trächtig ist. Ihr Jungtier wurde damals bei Rangeleien schwer verletzt
und starb im fünften Lebensmonat.
Das Mutterglück von "Gana" kann von den Zoobesuchern beobachtet werden, sie brauchen allerdings etwas Geduld und Glück. Um dem jungen Weibchen Rückzugsmöglichkeiten von der Gruppe zu geben, können die Gorillas derzeit sämtliche Innen- und die große Außenanlage nutzen. Aus diesem Grund leben auch die Untermieter der Gorillas, die Rotscheitelmangaben, vorübergehend hinter den Kulissen. Ist "Gana" nicht zu sehen, hält sie eventuell gerade ein Schläfchen in einer verborgenen Ecke.
Im Allwetterzoo leben mit dem Jungtier derzeit fünf Gorillas. "N’Kwango" wurde 1996 im Zoo im niederländischen Arnheim geboren und zog im Juni 2004 nach Münster. Das älteste Weibchen "Fatima" wurde 1972 geboren und bewohnt den Allwetterzoo seit 1975. Die beiden jüngeren Weibchen "Changa-Maidi" und "Gana" wurden 1996 im Zoo Frankfurt bzw. 1997 im Zoo Köln geboren. Sie sind seit April 2003 bzw. seit Juni 2004 in Münster.
Zum SeitenanfangDer
Zoo Wuppertal eröffnet am Donnerstag das
größte Löwengehege in einem deutschen Tierpark.
Die Anlage für die sieben afrikanischen Löwen ist ein Hektar groß und gleicht einer afrikanischen Steppe mit verwitterten Felsen. Außerdem wurde das Gelände für die sibirischen Tiger erweitert, berichtete Zoodirektor Ulrich Schürer am Mittwoch. Die beiden sibirischen Tigerkater "Mandschu" und "Wassja", Geschenke aus dem Zoo der Partnerstadt Schwerin und aus dem Moskauer Zoo, können nach Wuppertaler Angaben auch aus einer Unterwasser-Perspektive betrachtet werden. Insgesamt hat die Erweiterung des Zoos etwa 11,5 Millionen Euro gekostet. Sie wurde als Maßnahme der Regionale 2008 vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.
Zum SeitenanfangDie BioCity im
Allwetterzoo Münster ist zum offiziellen Teilnehmer des UN-Dekaden-Projekts "
Bildung für nachhaltige Entwicklung" ernannt worden.
Das
Artenschutzzentrum im Eingangsbereich des Zoos, eine Kombination aus einer Forscherwerkstatt für Schüler, einem Schildkrötenschutzzentrum sowie einer Ausstellung zur Biodiversität wurde 2005 gegründet. Die feierliche Übergabe der Urkunde erfolgt im Juni in Berlin durch das deutsche Nationalkomitee, dessen Schirmherr Bundespräsident Horst Köhler ist.
Zoodirektor Jörg Adler, der die BioCity als "Meilenstein in der Umwelterziehung in Zoologischen Gärten" bezeichnet, sieht diese Würdigung mit großer Genugtuung. Denn trotz aller Anerkennung, so Adler, stehe die Finanzierung der Biocity noch nicht auf sicheren Füßen. Erst im Herbst hatte die Landesregierung eineinhalb Lehrerstellen in der Biocity gestrichen.
Zum Seitenanfang
Ein weibliches Jungtier ist im Gehege der Davidshirsche im
Wuppertaler Zoo geboren worden. Das Kitz ist seit vielen Jahren das erste Jungtier dieser bedrohten Hirschart, über das sich der Zoo Wuppertal freuen kann. Die Nachzucht dieser ursprünglich im Nordosten Chinas beheimateten Hirsche, die auch Milus genannt werden, ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser Art. Die Tiere waren im Freiland bereits ausgerottet und nur noch in Zoologischen Gärten zu finden. Dank guter Zuchterfolge konnte 1985 mit der Wiederausbürgerung von Milus in China begonnen werden.
Auch bei den Rentieren gab es vor zweieinhalb Wochen weiblichen Nachwuchs. Die Kitze der Rentiere gehören zu den Jungtieren, die schon kurz nach der Geburt ihren Müttern folgen können. Rentiere werden in ihrer Heimat im Norden Europas und Russlands sowie im Norden des Amerikanischen Kontinents von Wölfen, Vielfraßen und Luchsen gejagt und müssen deshalb in der Lage sein, mit ihrer Herde vor Feinden zu flüchten und auf den Wanderungen zu neuen Futtergründen mitzuhalten.
Ein männliches Kalb kam am 02.05. bei den Weißlippenhirschen zur Welt. Kennzeichnend für diese seltene Hirschart aus dem Hochgebirge des südwestlichen Chinas und Tibets ist die weiße Färbung ihrer Ober- und Unterlippe. Weißlippenhirsche werden in Europa nur in wenigen Zoologischen Gärten gepflegt. Im Zoo Wuppertal ist die Nachzucht in den letzten Jahren regelmäßig gelungen.
Zum Seitenanfang
Das am Mittwoch (09.05.07) im
Kölner Zoo geborene Elefantenkalb ist weiblich. Dies konnten die Pfleger erst am Wochenende eindeutig klären, wie eine Zoosprecherin am Montag (14.05.07) mitteilte. Das Jungtier soll auf den Namen Maha Kumari (große Prinzessin) getauft werden. Sowohl die Mutter Thi Ha Phyu (burmesisch für weiße Prinzessin) als auch das Kalb seien wohlauf und voll in den Herdenverband integriert.
Es handelt sich um den dritten Nachwuchs in der Elefantengruppe innerhalb der vergangenen zwei Jahre. Bereits am 16. April wurde der Elefantenbulle Ming Jung geboren. Vor rund einem Jahr war in Köln das Elefantenbaby Marlar zur Welt gekommen. Der erste Elefantennachwuchs des 1860 eröffneten Tierparks ist dort ein Publikumsliebling.
Während der neugeborene Elefantenbulle später zur Fortsetzung der Zucht an andere Tierparks abgegeben werden soll, werden die weiblichen Tiere in Köln bleiben. Am Dienstag (15.05.07) soll Maha Kumari erstmals auf die Außenanlage des Kölner Elefantengeheges gelassen werden.
Zum SeitenanfangErneut ist im
Kölner Zoo ein Elefant geboren worden. Die Leitkuh der Herde, Thi Ha Phyu, brachte am Mittwochabend (09.05.07) ein gesundes Kalb zur Welt. "Es sieht soweit gesund und munter aus", sagte Zootierarzt Olaf Behlert am Mittwochabend auf Anfrage des WDR.
Die 27-jährige Thi Ha Phyu hatte das Kalb gegen 21.15 Uhr offenbar komplikationslos inmitten der Kölner Herde zur Welt gebracht. Noch am vergangenen Sonntag hatte es Anzeichen für ernsthafte Probleme bei der 27-jährigen hochschwangeren Leitkuh gegeben. Die WDR-Elefantencam war deshalb auf Wunsch des Kölner Zoos sogar für einige Stunden abgeschaltet worden. Doch zum Glück waren es anstatt der befürchteten Komplikationen "nur" wehenartige Koliken.
Rund 72 Stunden später kam das Kalb - ebenso wie der vor 23 Tagen geborene Elefantenbulle Ming Jung - unter Ausschluss der (menschlichen) Öffentlichkeit zur Welt. Welches Geschlecht das dritte im Kölner Zoo geborene Elefantenjunge hat, ist noch nicht bekannt. Insgeheim hoffen im Kölner Zoo aber alle darauf, dass es sich wie bei der im vergangenen Jahr geborenen Marlar um ein Mädchen handelt - dann nämlich könnte das Jungtier im Kölner Zoo bleiben und irgendwann selbst einmal für Nachwuchs sorgen. Andernfalls müsste es, so wie auch der kleine Bulle Ming Jung, spätestens mit dem Eintreten der Geschlechtsreife in einen anderen europäischen Zoo umgesiedelt werden.
Zum Seitenanfang
Im
Zoo Dortmund hat ein kleiner Giraffenbulle das Licht der Welt erblickt. Er gehört zur seltenen Art der Angola-Giraffen. Sein Vater, Zuchtbulle "Mugambi",
war erst vor knapp drei Wochen überraschend an Herzversagen gestorben. Mit dem Kalb ist die Dortmunder Herde nun wieder auf vier Tiere angewachsen, wie die Stadt am Montag mitteilte. Die Bemühungen um die Zucht der seltenen Giraffenart waren zuletzt von Rückschlägen begleitet: Seit 2003 starben insgesamt sechs Giraffen.
Wie die Stadt weiter mitteilte, haben im April die jungen Löwen-Drillinge Aslan, Ayla und Ana sowie das schöne Wetter dem Zoo einen neuen Besucherrekord beschert. Mit rund 97.000 Besuchern konnte der Zoo die höchste Besucherzahl in einem Monat seit zehn Jahren
verbuchen. Die vier Jahre alte Löwendame "Moreni" und der elfjährige Löwenkater "Lukas" hatten Mitte Januar für den ersten Löwennachwuchs in Dortmund seit 17 Jahren gesorgt.
Zum Seitenanfang
Nur noch wenige Tage, dann sind Lissy, Bert und Lili reif für die Insel(n). Denn am 6. Mai wird die neue Außenanlage der Gibbonfamilie im
Naturzoo Rheine eröffnet. Nach einem halben Jahr Bauzeit werden die kleinen Menschenaffen dann über eine neu errichtete Baumbrücke einen Wassergraben überqueren können, auf dessen anderer Seite sich zwei über 1.200 Quadratmeter große Inseln befinden. Zoobesucher können von Pfaden, aus Unterständen und von einem Hochstand aus die
Schwing-Hangler beobachten. Die Eröffnung des neuen Geheges wird von zahlreichen Sonderaktionen begleitet und ist die erste große Veranstaltung anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Naturzoos.
Zum SeitenanfangPermanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/zoos_nrw/2007/05/
Der WDR ist nicht für Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.