Wer unter Jetlag leidet, dem schmecken selbst die zum Frühstück frisch eingeflogenen Eukalyptusblätter nicht richtig. Noch dazu, wenn man, wie Koala-Männchen "Jannali", gerade 18 Stunden am Stück wach gewesen ist. Wo Koalas es doch eigentlich bevorzugen, 18 Stunden pro Tag zu schlafen. Doch der Reihe nach:
Drei Koala-Männchen reisten in den vergangenen Tagen in der Economy-Class quer durch Europa. Denn für
Koalas, die in Australien heimisch sind, gelten besondere Reisevorschriften: Ein Transport im Frachtraum ist durch den in der internationalen Koala-Haltung federführenden
Zoo San Diego/USA strikt untersagt.
Als erster machte sich bereits am Donnerstag vergangener Woche der Duisburger Koala "Goonaroo" auf die Reise. Auf dem Weg nach Schottland genoss der Beutelsäuger nach Angaben des begleitenden Pflegers Mario Chindemi "echten First Class-Service" - inklusive Schutzdiensteskorte, Eukalyptusblätter und Saugmatte auf dem Sitz. Der Umzug des 2004 im Duisburger Zoo geborene "Goonaroo" in den
Zoo Edinburgh war nötig geworden, um am Zuchtstandort Duisburg Inzucht und damit verbundene genetische Defekte auszuschließen.
Doch Tierpfleger Chindemi musste nicht mit leerer Transportbox aus Schottland zurückkehren. Am Montagnachmittag bestieg er erneut das Flugzeug, diesmal zusammen mit dem Koalamännchen "Jannali", der dem Duisburger Schönheitsideal allerdings nicht ganz entspricht:
"Mein Gott, was hat der denn für eine lange Nase", beschreibt Mario Chindemi, was ihm beim ersten Aufeinandertreffen durch den Kopf schoss, und fügt entschuldigend hinzu: "Wir sind halt von unseren anderen Koalas verwöhnt. Da ist alles gleichmäßig rund: Augen, Ohren, Nase, Mund".
Bis "Jannali" im
Duisburger Zoo auf Tuchfühlung mit dem anderen Geschlecht gehen darf, wird es noch einige Tage dauern: "Noch ist er einfach zu schlapp. Aber wenn er sich vom Jetlag ein wenig erholt hat, werden ihn unsere Mädels schon rufen. Und dann sehen wir weiter", erklärt Tierpfleger Chindemi die nächsten Schritte an Europas erfolgreichstem Koala-Zuchtstandort.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Duisburger Koaladamen weniger kritisch über Jannalis Nase urteilen werden.
PS: Der dritte Koala wurde nach dem Motto "Konkurrenz belebt das Geschäft" von Schottland nach Österreich umquartiert. Im
Wiener Tierpark Schönbrunn soll das sechsjährige Männchen "Chumbee" Schwung in das brachliegende Liebesleben eines dort bereits lebenden Pärchens bringen.
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Wer lenkt eigentlich die Boote auf dem afrikanischen See der
Zoom Erlebniswelt, bei denen kein Steuermann an Bord ist? Und wie funktioniert die Iglu-Fahrt im Alaska Ice Ride? Wie wird das Futter für Seelöwen zubereitet?
Diese und viele weitere Fragen werden auf zwei so genannten Erlebnistouren durch die Erlebniswelt beantwortet, die die Stadtmarketing Gesellschaft Gelsenkirchen im Rahmen der
Veranstaltungsreihe „Unternehmen entdecken“ durchführt.
Den Teilnehmern der Sonderführungen wird ein exklusiver Blick hinter die Kulissen der Zoowelt ermöglicht. Dabei erfahren sie nicht nur Wissenswertes über die exotische Tierwelt Afrikas und Alaskas, sondern auch über den Bau eines ganzen Zoo-"Kontinents": Wie entstehen zum Beispiel die massiven Felslandschaften? Wie wird ein künstlicher Dschungel gestaltet? Zoolotsen geben bei den Entdeckungsreisen durch die beiden insgesamt 20 Hektar großen Zoo-Welten Hintergrundinformationen, die den Zooalltag aus einem ganz anderen Blickwinkel beleuchten.
Die beiden Termine für die 90-minütigen Führung sind der 11. März und 17. März um 14.00 Uhr. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, sollten sich Interessenten rechtzeitig unter 02 09 - 954 50 anmelden.
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Die Mitte vergangenen Jahres begonnene Umgestaltung des Bärengeheges im
Tiergarten Mönchengladbach ist beendet. Noch beäugen die vier Braunbären ihr neues Zuhause allerdings etwas vorsichtig. Am ersten Tag musste sogar Fisch als Lockmittel zum Einsatz kommen, um die Tiere überhaupt zum Betreten der Anlage zu bewegen. Insgesamt ist die Fläche nun größer und grüner geworden, da ein Teil des Wassers durch Erde und Mulch ersetzt wurde. Außerdem gibt es über so genannte Schieber eine neue Verbindung der beiden Gehege.
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Jetzt tummeln sich auch tropische Fische in einer der größten Aquarien-Anlagen Deutschlands: "Falsche Clownfische" haben ihr neues Zuhause im
Sealife Center Oberhausen bezogen. Der falsche
Clownfisch gehört zur Familie der Anemonenfische und ist seit dem Kinofilm „Findet Nemo“ der vermutlich berühmteste Tropenfisch. Ähnlich wie im Film fühlen sich diese Tiere auch in Oberhausen am wohlsten in der Umgebung von Seenanemonen. „Sie leben mit ihnen in einer Symbiose: Während das Nesselgift der Seeanemone für andere Fische giftig ist, hat der Clownfisch einen besonderen Schutzstoff in der Haut, wodurch sie ihm nicht gefährlich werden kann. Im Gegenzug fallen für die Seeanemone Futterreste des kleinen Fisches ab“, erläutert Johannes Peschke, Kurator im Sea Life Oberhausen.
Auch eine andere schuppige Bekannte aus "Findet Nemo" ist jetzt in Oberhausen zu sehen: "Dori", ein blau-gelber
Palettendoktorfisch, leistet den falschen Clownfischen im Aquarium Gesellschaft. Damit sich die tropischen Tiere in Oberhausen wohl fühlen, wird das Wasser auf 25 Grad Celsius aufgeheizt. Außerdem benötigen die Meeresbewohner viel Wasserbewegung: 12-mal pro Stunde muss das Wasser mit einer speziellen Pumpe umgewälzt werden.
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Vermissen Sie vielleicht einen kleinen Wickelbären? Denn ein Vertreter dieser Kleinbärenart hat im
Tiergarten Mönchengladbach derzeit nur notgedrungen ein Zuhause: Das kleine Tier mit braunem Fell wurde Rosenmontag von Feuerwehrleuten in Mönchengladbach-Neuwerk gefunden und in die Obhut des Tiergartens gebracht. Dort hat Norbert Oellers, Leiter der Einrichtung, dem kleinen Gast erst einmal eine vorübergehende Herberge in der Futterküche eingerichtet. „Der Kerl ist ganz brav und frisst gut“, so Oellers, der einen Wickelbär zuvor auch noch nicht gesehen hatte. Am liebsten rollt sich das nachtaktive Tier tagsüber in eine Decke ein.
Der
Wickelbär gehört zur Familie der Kleinbären. Sein Lebensraum erstreckt sich über Mittelamerika bis in die Nordhälfte Südamerikas. Dort lebt er in den Wipfeln der tropischen Wälder bis zu einer Höhe von 2.500 Metern über dem Meeresspiegel. Er frisst gerne Früchte und Sämereien. In Deutschland dürfen auch Privatleute das Tier halten. „Womöglich ist er seinem Besitzer entlaufen“, mutmaßt Oellers. Dass die kleinen Tiere nicht nur putzig aussehen, sondern auch spitze Zähne haben, musste das Partygirl Paris Hilton vor einem Jahr feststellen. Nachdem sie von ihrem Haustier kräftig in den Oberarm gebissen wurde, musste sich die Hotelerbin im Krankenhaus behandeln lassen.
Zum SeitenanfangEine Samenspende des im
Allwetterzoo Münster lebenden Nashornbullen "Harry" soll für Nashorn-Nachwuchs im Zoo Budapest sorgen. Dem Bullen seien am Dienstag mit Hilfe einer Elektro-Stimulation unter Narkose 20 Milliliter Samenflüssigkeit entnommen worden, teilte der Zoo am Dienstag (20.02.07) mit. Die Samenspende werde schnellstmöglich in die ungarische Hauptstadt gebracht, wo eine Nashornkuh auf dem Höhepunkt ihres Monatszyklus' sei. "Harry" sei ausgewählt worden, weil sein Samen sehr gut in eine männliche und weibliche Fraktion getrennt werden könne. Wegen großer Zuchtprobleme bei Nashörnern fehlt derzeit besonders weiblicher Nachwuchs.
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Im Abstand von einer Woche sind im
Duisburger Zoo zwei "Waldmenschen" geboren worden. Die roten Orang-Utans
gehörten zu der am stärksten bedrohten Menschenaffenart, teilte der Zoo am Donnerstag (15.02.7) mit. Das erste Baby sei am 25. Januar zur Welt gekommen, das zweite am 1. Februar. In der Vergangenheit zwangen nachlässige Muttertiere die Pfleger immer wieder, den Nachwuchs mit der Hand aufzuziehen. Doch diesmal wurden beide Babys problemlos von ihren Müttern Annette und Miri aufgenommen. Die Jungtiere sind im tropisch-warmem Affenhaus zu sehen. Einen Namen haben sie noch nicht. Seit 1962 wurden im Duisburger Zoo über 50 Orang-Utans geboren.
Zum SeitenanfangIm Dortmunder Zoo haben am 12. Januar 2007 drei Löwenbabys das Licht der Welt erblickt. "Wir sind sehr stolz auf die Geburt der kleinen Raubkatzen", sagte ein Sprecher der Stadt. Denn erstmals nach 17 Jahren kann der Tierpark wieder Löwennachwuchs vermelden. Eltern der Drillinge sind der elfjährige Lukas und seine vierjährige Partnerin Moreni. Die beiden kleinen Mädchen und ihr Bruder sind wohlauf, Namen haben sie noch nicht. Die drei Kleinen befinden sich derzeit in der "Kinderstube" des Raubtierhauses, die durch ein Fenster auch für Besucher einsehbar ist. Sie seien ausschließlich bei der Mutter, die ihren Nachwuchs nicht aus den Augen lasse, hieß es. Im Zoo geht man davon aus, dass die kleinen Löwen die Stars der Sommersaison sein werden.
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Der Gelsenkirchener Kodiakbär Ibo ist inzwischen ständiger Patient bei Tierärztin Pia Krawinkel in der
Zoom-Erlebniswelt. Bereits im vergangen Herbst war bei dem Tier ein Krebsleiden diagnostiziert worden - es leidet an einem bösartigen Tumor an der Hinterpfote. Mehrfach wurde der 24 Jahre alte Bär seitdem operiert, alle möglichen Therapiemethoden wurden eingesetzt. Dennoch ist es nicht möglich, den aggressiven, ständig nachwachsenden Tumor vollständig zu entfernen. Zwar ist der Allgemeinzustand des Bären nach Angaben der Zoom Erlebniswelt noch immer ausgesprochen gut, doch Hoffnung kann die verantwortliche Tierärztin dennoch kaum machen. Auch wenn alles medizinisch Mögliche für das Tier getan werde, sei "mit einer Heilung grundsätzlich nicht mehr zu rechnen". Unnötig leiden lasse man Kodiakbär Ibo auf keinen Fall, sagt Pia Krawinkel: "Sollte irgendwann erkennbar sein, dass der Bär Schmerzen hat und sich sein Zustand verschlimmert, werden wir ihn unverzüglich von seinem Leiden erlösen."
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Rund vier Jahre nach einem blutigen Aufeinandertreffen im
Krefelder Zoo hat der Tierpark erstmals wieder Nachwuchs bei den Kängurus. Unbekannte hatten in einer Novembernacht im Jahr 2002 das Gehege der Geparden geöffnet.
Raubkatze "Catherine" tötete 10 der 13 grauen Riesenkängurus und hatte damit eine der erfolgreichsten Zuchtgruppen Europas vernichtet. Immer öfter blinzeln nun die schwarzen Kulleraugen eines inzwischen etwa fünf Monate alten Hüpfers über den Beutelrand seiner Mutter. Das neu geborene Beuteltier stehe für einen Neubeginn und lasse die schrecklichen Ereignisse aus dem Jahr 2002 langsam in Vergessenheit geraten, sagte Zoo-Sprecherin Petra Schwinn am Mittwoch (07.02.07). Die Mutter des noch namenlosen Babys ist eines der drei Kängurus, die die damalige Attacke überlebt hatten.
Auch bei den Krefelder Kamelen hat es Nachwuchs gegeben. Ein paar Stunden täglich erkundet der noch höckerlose Kamel-Hengst "Rasoul" an der Seite seiner Mutter "Rauja" das Außengehege. Das Trampeltier wurde Ende Januar geboren. Zur Stärkung bediene sich der Hengst noch häufig an der "mütterlichen Milchbar", teilte die Stadt Krefeld mit.
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