WDR.de
Freizeit
Protestierer mit RingelschwanzAuf dieser Seite finden Sie aktuelle Nachrichten aus nordrhein-westfälischen Zoos und Tiergärten.
März 2010
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
| 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 |
| 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 |
| 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 |
| 29 | 30 | 31 |
Haben Sie schon mal ein Husumer Protestschwein (auch: Dänisches Protestschwein) gesehen? Ist auch schwierig, denn weltweit gibt es nur noch rund 150 Exemplare dieser seltenen Haustierrasse. Vor wenigen Tagen sind drei Ferkel aus dem
Tierpark Jaderberg in den
Dortmunder Zoo umgezogen. Charakteristisch für die aus Schleswig-Holstein stammende Rasse ist die rot-weiße Färbung, die den Schweinen zu ihrem ungewöhnlichen Namen verhalf: Im 19. Jahrhundert war es der dänischen Minderheit in Norddeutschland nicht gestattet, ihre eigene rot-weiße Flagge zu zeigen.
Aus Protest gegen diese Regelung nutzten damals vor allem in der Husumer Gegend viele dänischstämmige Bauern die rot-weißen Schweine quasi als Ersatzflagge im Garten. Der ungewöhnliche Farbschlag entstand aus der Einkreuzung verschiedener Rassen mit dem Angler Sattelschwein. Mitte der 1960er war die Rasse fast völlig ausgestorben, weil sie in der industriellen Landwirtschaft mehr und mehr von modernen Hochleistungsrassen verdrängt wurde. Das Husumer Protestschwein bleibt eher klein und kommt auf ein Maximalgewicht von 350 Kilogramm. Der Erhalt dieser Rasse wird auch von der Landesregierung Schleswig-Holstein unterstützt.
Zum SeitenanfangPermanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/zoos_nrw/2006/11/neu_im_dortmunder_zoo_ringelsc.html
Der WDR ist nicht für Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.