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Freizeit
Müde Höckerträger mit (später) spitzen ZähnenEin wenig erinnern die drei neu geborenen Krokodilschwanz-Höckerechsen an zu heiß gewaschene Drachen. Gerade einmal zehn Zentimeter lang ist der Reptiliennachwuchs im
Düsseldorfer Aquazoo, der problem- und zahnlos in einer Handfläche Platz findet.
In ihrer chinesischen Heimat werden die Tiere „Echsen mit der großen Schläfrigkeit“ genannt. Anders als die meisten anderen Echsen legen die Chinesischen Krokodilschwanz-Höckerechsen (Shinisaurus crocodilurus) keine Eier. Die Weibchen setzen nach mehrmonatiger Tragzeit ihre lebenden Jungtiere ins Wasser ab, wo diese sofort an die Oberfläche schwimmen, um an Luft zu kommen. Die frisch geborenen Echsen sehen wie Miniaturausgaben ihrer Eltern aus und sind bereits vollkommen selbständig. Der Ernährungsplan dieser Echsenart ist nicht sonderlich anspruchsvoll: Gegessen wird alles, was sich bewegt. Und was überwältigt werden kann.
Dass den Tieren, die ausgewachsen rund 40 Zentimeter lang werden, trotz des friedlich klingenden Namens mit Vorsicht zu begegnen ist, musste 2003 allerdings der Stockholmer Zoodirektor feststellen. Als Gastgeschenk hatte der Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin damals mehrere Geschwistertiere aus derselben Echsenzucht in die schwedische Hauptstadt gebracht. Die jedoch waren schon etwas älter und deshalb bereits im Besitz äußerst zahlreicher und scharfer Zähne, von denen eine Echse bei der Pressekonferenz dann auch prompt Gebrauch machte. Ein stark blutender Zoodirektorenfinger war die Folge.
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