Am frühen Dienstagmorgen näherte sich ein seit zwei Jahren geplanter Schimpansentransport seinem Höhepunkt. Von der Nachbarbox aus konnte Affenoma „Gombe“, ein Wildfang von 1973, beobachten, wie ihre 8- und 12-jährigen Enkel „Marius“ und „Manni“ reisefertig gemacht wurden. Im
Krefelder Zoo legte Tierarzt Martin Straube die beiden Schimpansen in Narkose, damit die beiden halbstarken Männchen den Transport in den
Zoo von Neu-Delhi möglichst stressfrei überstehen. Mit Tee und frischem Gemüse im Gepäck begleitet er die beiden bis ans indische Ziel, um den Tieren die Eingewöhnung zu erleichtern.
Umzüge von Tieren sind in Zoos mittlerweile an der Tagesordnung. Bedrohte Tierarten werden gezüchtet und mit Zoos in aller Welt getauscht, um Inzucht zu vermeiden. Im Zoo der indischen Hauptstadt werden die beiden Krefelder Affen mit einer Schimpansin und einem weiteren Männchen zusammenleben.
Der Umzug nach Indien wurde notwendig, weil es in europäischen Anlagen momentan keinen Platz für halbwüchsige Schimpansen gibt. Neu-Delhis Zoo entwickelt sich zur Zeit rasant, viele neue Anlagen werden gebaut und der dortige tiermedizinische Standard ist nach Angaben des Krefelder Zoos hoch.
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Geboren wurde Nala bereits am 1. September. Doch weil Mutter und Tochter die ersten Wochen ungestört verbringen sollten, lud der
Kölner Zoo erst jetzt zum offiziellen Fototermin ein. Die kleine Nala ist bereits das dritte Kind von Orang-Utan-Mutter Nony. Die 21-Jährige Nony ist selbst in Köln geboren und wurde mit der Flasche handaufgezogen.
Benannt wurde die kleine Affendame nach einem Fluss in der Heimat dieser Menschenaffenart, der Insel Borneo. Nachwuchs bei Orang-Utans ist verhältnismäßig selten, der Abstand zwischen zwei Geburten kann bis zu acht Jahre betragen. Dies liegt unter anderem auch daran, dass die Jungen sehr langsam wachsen und jahrelang gesäugt werden müssen. In europäischen Zoos leben insgesamt etwa 150 Borneo-Orang-Utans, in der Kölner Gruppe ist Nala jetzt das sechste Mitglied.
Zum SeitenanfangAufgrund seines stattlichen Körperbaus und der angeblich eindeutigen Geschlechtsbestimmung durch den Vorbesitzer wurde der Neuzugang im
Naturzoo Rheine, ein Kaiserskorpion, auf den Namen "Der Imperator" getauft. Auch als das Prachtexemplar trotz Kürzung der Grillen-Ration immer weiter an Gewicht und Umfang zulegte, schöpfte niemand Verdacht. Bis vor kurzem ein Tierpfleger-Azubi meldete: "Der Imperator hat Junge!"
Jetzt krabbeln insgesamt sieben geisterhaft weiße, nur rund 2 Zentimeter lange Jungtiere auf dem Rücken des schwarz-braunen Muttertiers herum. Für Pfleger und Besucher wird der Nachwuchs allerdings schwer zu erkennen sein, da sich der Skorpion tagsüber gut versteckt hält.
Während die Jungtiere in den kommenden Wochen auf dem Rücken heranwachsen, ernähren sie sich zuerst von Eiweiß, das ihnen noch aus dem Ei-Stadium zur Verfügung steht. Nach ihrer ersten Häutung gehen sie dann bereits selbst auf die Jagd und fressen winzige wirbellose Tiere oder bedienen sich bei den Beutetieren ihrer Mutter. Von allen Skorpionarten sind die vom Aussterben bedrohten Kaiserskorpione die einzigen, die tolerant mit ihren Artgenossen umgehen. Erst bei Nahrungsmittelknappheit kommt es auch bei ihnen zu Kannibalismus.
Zum SeitenanfangSchon jetzt sind im
Internationalen Zentrum für Schildkrötenschutz (IZS) des
Allwetterzoos fünfmal mehr Jungtiere geschlüpft, als im gesamten Jahr 2005. 71 Schildkröten wurden in der Obhut von Elmar Meier, der das IZS ehrenamtlich leitet, geboren. Darunter auch zwei Exemplare der McCords Scharnierschildkröte, die als eine der weltweit am meisten bedrohten Wasserschildkröten gilt. Besonders stolz ist der hauptberufliche Pädagoge, dass ihm erstmals in Europa die Zucht einer Sulawesi-Erdschildkröte (auch bekannt als Waldschildkröte) gelungen ist, da diese Art äußerst schwierig zu halten ist und als sehr stressempfindlich gilt.
Als Würdigung für die Verdienste von Meier haben Wissenschaftler nun sogar eine in Vietnam heimische Unterart der Dreistreifen-Scharnierschildkröte nach ihm benannt. Sie trägt jetzt den lateinischen Namen Cuora cyclornata meieri.
Ziel des IZS ist es, die Zucht besonders bedrohter Arten auf eine breite Basis zu stellen. So sollen bald erste Jungtiere an zoologische Gärten in England und Tschechien abgegeben werden. Vor allem in China enden pro Jahr Millionen Schildkröten als kulinarische Delikatesse im Kochtopf oder werden für die traditionelle chinesische Medizin (zum Beispiel als Potenzmittel) verwendet.
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