Donnerstag, 16.04.2015

Huckepack durchs Bärengehege

Lippenbären/Rechte: Zoo Rheine Erster Ausgang: Lippenbär Niko lässt sich gerne von Mama tragen

Das Bärenjunge Niko wurde schon im Dezember 2014 im WWW: Naturzoo Rheine geboren. Doch erst jetzt im April darf er zum ersten Mal Streifzüge unter freiem Himmel unternehmen. Und da die Welt da draußen dem kleinen Petz noch etwas fremd ist, darf er noch huckepack auf Mamas Rücken durchs Gehege reiten.

Seltene Großbären

Niko ist ein Lippenbär. Die Großbärenart mit dem Zottelfell, der langen Schnauze und den riesigen Krallen ist in deutschen Zoos eher eine Seltenheit. Selbst in ganz Europa sind nur 25 Tiere in Zoos zu sehen. Mit Niko wächst seit über vierzig Jahren erstmals wieder ein Bär in Rheine heran.

Endlich raus aus der Wurfbox

Bei der Geburt sind junge Bären geradezu winzig und nur wenig entwickelt. Sie verbringen die ersten Wochen und Lebensmonate mit der Mutter in einer Höhle. Im Zoo ersetzt eine dunkle, isolierte Wurfbox die Geburtshöhle. Über eine Kamera konnte das Zooteam zumindest überprüfen, dass sich Mutter "Devi" gut um ihren Nachwuchs kümmerte und das Jungtier heranwuchs. Jetzt darf Niko aber zum ersten Mal im Leben seine Tatzen auf eine grüne Wiese setzen.

blog_lipppenbaer_rheine2.jpg Alleine laufen kann das Bärenjunge aber auch

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Dienstag, 31.03.2015

Der sanfte Ernie wird 45 Jahre alt

Fusspferd Ernie/Rechte: Zoo Gelsenkirchen Ernie zeigt gerne Zähne - ist aber ein ganz Lieber
Er ist nicht nur der dienstälteste Bewohner des WWW: Gelsenkirchener Zoos, sondern auch der älteste Flusspferdbulle Deutschlands. Ernie wird heute 45 Jahre alt und lebt fast schon genauso lange im Ruhrgebiet. Schon 1971 zog er in den damaligen Ruhr Zoo. Nach dem Umbau bekam er 2006 mit Partnerin Rosi ein neues Gehege. Die beiden waren 31 Jahre lang ein Paar - bis Rosi mit 53 Jahren (!) starb. Seitdem lebt der Bulle mit seinen beiden Weibchen Suse und Asita in der Dschungelhalle des Zoos.

Zahnpflege mit ganzem Körpereinsatz

Obwohl Flusspferde eine Lebenserwartung von 40 Jahren haben, macht sich Ernie auch im hohen Alter noch gut. Nur die Zähne machen dem tonnenschweren Tier hin und wieder Sorgen, erzählt Zoosprecherin Sabine Haas. "Die müssen regelmäßig gereinigt werden. Und das ist eine ganz schön stinkige Angelegenheit". Tatsächlich erlaubt Ernie seinen Pflegern ihm dabei tief ins Maul zu greifen, um große Brocken Essensreste aus seinen Zahnfleischtaschen zu kramen. Warum sich das der Bulle so gern gefallen lässt? "Er liebt Gaumenmassagen und sperrt schon deshalb freiwillig das riesige Maul auf."

Obwohl Flusspferde so gemütliche wirken, gehörensie gemeinhin zu den gefährlichsten Tieren Afrikas. Jedes Jahr sterben dort etliche Menschen durch Flusspferdangriffe. "Ernie schlägt da jedoch völlig aus derArt", sagt Sabine Haas. "Der ist einfach sehr zahm und nett."

Hippo-Torte zum Fest

Zum Geburtstag gab es für Ernie eine riesige "Torte". Die bestand aus einem Haufen Rübenschnitzel - Ernies Leibspeise - sowie ganzen Salatköpfen und mehreren Brotlaiben. Fressen durfte der Bulle sie aber ausnahmsweise ganz allein. Denn: Ernie hat bei seinen zwei Frauen nichts zu sagen. Und wenn es um Futter geht, kennen Suse und Asita kein Erbarmen.

Ernie mit Torte/Rechte: Zoo Gelsenkirchen "Riesentorte mit ganzen Salatköpfen"

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Sonntag, 15.03.2015

Schöner Wohnen für Geparden

Geparden/Rechte:Liz Lück Chillen auf grüner Wiese: Zwei der drei Geparden im Aachener Tierpark

Ein 2.600 Quadratmeter großes Gehege mit grüner Hügellandschaft, Verstecken und erhöhten Ruheplätzen - das Gepardengehege im WWW: Aachener Tierpark Euregiozoo ist geradezu vorbildlich, befand der Berufsverband der Zootierpfleger. Dafür gab es jetzt die Auszeichnung mit dem "Biber" - sozusagen der "Oskar" im Tieranlagenbau.

Gepard/Rechte:Liz Lück Das Gehege bietet viel Platz für die schnellen Raubkatzen

"Die müssen auch mal Gas geben"

"Ich habe lange in Afrika gelebt", erzählt Tierparkchef Wolfram Graf-Rudolf. "Geparden lieben es weit oben auf einem geschützten Ausguck zu sitzen und sie brauchen vor allem viel Fläche. Die müssen einfach auch mal Gas geben können." In Aachen können die drei Gepardenkater das. "Die Laufstrecke im Gehege ist so lang, dass die Tiere beim Rennen auf ihre Spitzengeschwindigkeit kommen." Und das sind immerhin an die 100 Stundenkilometer. Die Tierparkmitarbeiter haben das Gehege für die tierische Männer-WG selbst entworfen und 2012 gebaut - mit einem kleinen Budget und viel Liebe zum Detail.

Zoff in der Kater-WG

Das Modell der reinen Kater-Haltung sei in der Vergangenheit in Zoos ein bisschen vernachlässigt worden, so Graf-Rudolf. Im Aachener Gehege können nun bis zu acht Geparden untergebracht werden. Derzeit wohnt einer der Kater allerdings noch in einem separaten Teil des Auslaufs. Das Tier war einige Zeit an einen anderen Tierpark ausgeliehen und wurde nach seiner Rückkehr von den Daheimgebliebenen nicht ganz freundlich begrüßt. Jetzt sollen sich die Tiere erst einmal wieder aneinander gewöhnen.

WDR: WDR-Lokalzeit: Auszeichnung für Aachener Tierpark

Gähnender Gepard/Rechte:Liz Lück Aber Rennen macht so müde

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Freitag, 13.03.2015

Elefantenfamilie zieht um

Elefantenfamilie/Rechte: Barbara Scheer
Wuppertaler Elefantenherde: Punda, Bongi, Pina-Nessi und Shawu

Bald heißt es Abschied nehmen von den Dickhäutern Punda, Bongi, Pina-Nessi und Shawu. Die Elefantenfamilie verlässt den WWW: Wuppertaler Zoo und zieht in den niederländischen Safaripark Beekse Bergen um. In der stark angewachsenen Zooherde gab es in letzter Zeit immer wieder Rangkämpfe, sodass der Zoo sich schweren Herzens entschlossen hat, sich von einigen Tieren zu trennen.

Kennenlernzeit mit neuen Pflegern

Die Vorbereitungen für den Transport laufen bereits auf Hochtouren. Schon seit einigen Wochen kommen regelmäßig Kollegen aus dem Safaripark nach Wuppertal, um die Tiere in ihrer gewohnten Umgebung kennenzulernen. Auf diese Weise können sich Menschen und Tiere bereits etwas aneinander gewöhnen. So lernen die zukünftigen Pfleger zum Beispiel auch, welche Kommandos das Wuppertaler Zooteam mit den Tieren über die Jahre trainiert hat und welche individuellen Eigenarten die Elefanten haben.

Neues Zuhause für Bongi

Unter den Dickhäutern ist auch Zooliebling "Bongi". Die mittlerweile fast 10-jährige Elefantenkuh war 2005 nicht nur das erste in Wuppertal geborene Kalb, "Bongi" war auch der erste in Nordrhein-Westfalen geborene Afrikanische Elefant überhaupt und damit eine Sensation. Traurig über den Umzug sind auch die Pfleger, die in den letzten Jahren viel Zeit mit den Tieren verbracht haben. "Das wird für uns Pfleger sehr hart," muss auch Tierpflger Gustav Röckener zugeben. Trauer bei den Elefanten wird es wohl nicht geben. Schließlich ziehen sie im Familienverband um und haben sich mit dem Rest der Wuppertaler Herde auseinandergelebt.

Einen exakten Termin für den eigentlichen Transport gibt es zwar noch nicht, wer sich von Punda, Bongi, Shawu und Pina-Nessie verabschieden möchte, sollte dies nun aber möglichst bald tun, so Zoobiologe Andreas Haeser-Kalthoff.

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Sonntag, 15.02.2015

Tierische Superhelden in Bochum

Hundskopfboa/Rechte: Tierpark Bochum

Eine echte Superheldin im Tierreich ist die neue Bewohnerin im Tierpark Bochum. Dort ist eine Hundskopfboa in die frisch renovierte Madagaskar-Anlage des Terrariums eingezogen. Die bis zu zwei Meter lange Boa bedient sich einer ausgeklügelten Technik, um Beutetiere aufzuspüren. Sie verfügt wie auch andere Boa-Arten über einen Infrarotsinn, der es ihr ermöglicht, die Wärmestrahlen ihrer Beutetiere zu sehen und diese so selbst in Verstecken leichter aufzuspüren.

Die neuen Nachbarn der Schlange sind die Taggeckos. Bei Besuchern sind die Neuzugänge schon jetzt beliebt, da sie oft gut sichtbar an der Glasscheibe des Terrariums auf und ab laufen.

Taggecko/Rechte: Tierpark Bochum Taggeckos haben Lamellen auf der Unterseite ihrer Füße, die es ihnen ermöglichen, sich selbst an glatten Oberflächen wie Glas festzuhalten und zu bewegen. Die Lamellen bestehen aus Milliarden einzelner Härchen, die sich an die Oberfläche anschmiegen. Durch die Berührung entstehen elektrostatische Kräfte, durch die sich der Gecko praktisch an der Oberfläche festsaugen aber problemlos wieder lösen kann. Diese Besonderheit der Geckos dient längst auch der Industrie als Vorbild. So versuchen Forscher beispielsweise ein besonders stark haftendes Klebeband zu entwickeln, das zum einen belastbar aber zum anderen auch ohne Rückstände lösbar ist.

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April 2015

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