Mittwoch, 23.07.2014

Zwillinge bei den Goldkopflöwenäffchen

Goldkopflöwenäffchen/Rechte: Barbara Scheer Nachwuchs im Doppelpack: Goldkopflöwenäffchen in Wuppertal

Das nennt man wohl doppeltes Glück: Sieben Jahre musste der WWW: Wuppertaler Zoo auf Nachwuchs bei seinen Goldkopflöwenäffchen warten, dann klappte es auf einmal bereits Anfang des Jahres und jetzt noch einmal: Der neuste Nachwuchs kam gleich im Doppelpack auf die Welt.

Zusammen mit den älteren Geschwistern ist so eine quirlige Affenbande entstanden, in der sich alle mit der Kinderbetreuung abwechseln. Die Aufzucht ist bei den Löwenäffchen nämlich Familiensache. Man kann sich nie sicher sein, wer die Kleinen gerade trägt.

Löwenäffchen kommen ausschließlich im südöstlichen Regenwald Brasiliens vor. Sie tragen eine auffällig hübsche Mähne in rötlich-gelber Färbung. Diesem extravaganten Behang verdanken sie auch ihren Namen. In ihrem natürlichen Lebensraum sind die bis zu 30 Zentimeter kleinen Baumbewohner durch Umweltzerstörung und illegale Jagd leider längst vom Aussterben bedroht.

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Montag, 21.07.2014

Wüstenbussardküken beobachtet Besucher

collage_wuestenbussard.jpg In Bochum haben die seltenen Wüstenbussarde Nachwuchs

Wer lugt denn da aus dem Nest heraus? Besucher des WWW: Bochumer Tierparks werden neuerdings von oben observiert, denn mit großen Augen und arg zerzauster Frisur wagt der neueste Nachwuchs der Wüstenbussarde nun erste Blicke aus seinem sicheren Versteck. Seit dem Schlupf am 17. Juni 2014 ist das Bussardküken schon kräftig gewachsen und Tierparkchef Ralf Slabik mächtig stolz.

Schutzbedürftige Greifvögel

Im vergangenen Jahr gelang zum ersten Mal die erfolgreiche Nachzucht bei den beiden Wüstenbussarden "Lord" und "Lady". "Anscheinend haben sich die beiden nun gut aufeinander eingestimmt ", freut sich Slabik. Wüstenbussarde leben in Nord- und Südamerika. Sie stehen unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutzabkommens. Die mittelgroßen Greifvögel sind übrigens die einzigen, die in Gruppen jagen. In menschlicher Obhut können sie bis zu 20 Jahren alt werden. Bussard-Mama "Lady" lebt bereits seit 14 Jahren im Bochumer Tierpark.

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Mittwoch, 18.06.2014

Sechsfacher Servalnachwuchs

Serval-Jungtiere/Rechte: Wolfram Graf-Rudolf In Aachen haben die Servale schon wieder Nachwuchs

Tupfen und stets gespitzte Ohren sind ihr Markenzeichen. Im WWW: Aachener Tierpark haben die Servale schon wieder für Nachwuchs gesorgt. Nachdem dort erst im Oktober 2013 kleine Servale zur Welt kamen, haben zwei Weibchen aus der Raubkatzengruppe nochmals nachgelegt und jeweils drei Jungtiere geboren. Die kleinen Katzen streifen nun schon neugierig durch ihr grünes Revier. Immer auf der Lauer und zum Sprung bereit.


Serval-Jungtier mit Mutter/Rechte: Wolfram Graf-Rudolf + Jungtier mit Mutter Servale sehen aus wie eine Kreuzung aus Luchs und Gepard. Sie bewohnen die Savannen Afrikas, südlich der Sahara. Mit ihrem außergewöhnlich guten Gehör nehmen sie selbst leiseste Laute von Vögeln oder Nagern wahr. Servale können bis zu drei Meter hoch springen und dabei sogar niedrig fliegende Vögel erbeuten. Auch kleine Nagetiere, Erdhörnchen, Eidechsen und Wildhühner stehen auf ihrem Speisezettel. Außerdem hat der Serval die längsten Beine aller Katzen und kann dadurch gut durch das hohe Gras laufen. Er kann auch schwimmen und jagt deshalb manchmal sogar Fische und Flamingos.

"Die Nachtzucht von Servalen ist nicht unkompliziert", erklärt der Aachener Zoochef Wolfram Graf-Rudolf und freut sich um so mehr über den sechsfachen Katzennachwuchs. "Das zeigt, dass sich die Servale in ihrer Anlage wohlfühlen."


Serval-Jungtier mit Mutter/Rechte: Wolfram Graf-Rudolf Auch kleine Servale müssen mal schlafen - aber immer unter den Augen ihrer wachsamen Mutter

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Freitag, 23.05.2014

Knopfaugen und Ringelschwanz

Kattas/Rechte: WDR/Goebel In Duisburg haben die Kattas Nachwuchs


Sobald die Tür zum Katta-Gehege im Duisburger Zoo aufgeht, hört man dieses schnarrende Geräusch. In Lemurensprache heißt das: Komm rein, aber tu mir nichts! Die schwarz-weißen Tiere recken die Hälse und springen neugierig auf Armlänge heran. Vielleicht hat Pfleger Werner Tenter ihnen ja etwas Feines mitgebracht. Zum Beispiel ein Stück Banane, eine Weintraube oder eine Heuschrecke. Letztere stehen ganz oben auf dem Speisezettel der Halbaffen.

Gleich dreimal bekamen die Kattas in den letzten Wochen Nachwuchs. Mit gerade einmal elf Wochen turnen die Kleinen bereits mit riesen Sprüngen durch das Gehege, klettern geschickt auf Bäume oder lassen sich gemütlich von Mama auf dem Rücken herumtragen.

Regenscheue Wohngemeinsschaft


Kattas/Rechte: WDR/Goebel + Kuscheln mit Mama Die Kattas leben in Duisburg mit den langhaarigen Varis zusammen. Zu ihrem Reich gehört auch ein Freigehege, dicht bewachsen mit Bambus. Doch an diesem Tag nieselt es leicht, und obwohl die Ausgänge ins Freie offen stehen, setzt keiner der Kattas auch nur einen Fuß vor die Tür. Lemuren seien, so sagt Pfleger Werner Tenter, echte Gewohnheitstiere. "Auch bei schönem Wetter geht es meist pünktlich um 13 Uhr nach draußen. Unter den verschiedenen Lemurenarten sei der Katta übrigens nicht der Schlaueste, erzählt Tenter. Mit kniffeligen Aufgaben - wie Heuschrecken aus Behältern pulen - wollen sich die flauschigen Tiere mit den auffälligen Ringelschwänzen nicht befassen. Nur ein männliches Tier lebt in Duisburg mit seinem Harem zusammen. Zu melden hat der arme Kerl allerdings gar nichts.


Appell an Besucher: Bitte nicht füttern!

Zoobesucher können den Halbaffen auf der Lemureninsel ganz nah kommen. Doch gibt es eine strikte Anweisung, die Tiere weder zu berühren noch zu füttern. "Nicht immer wird diese wichtige Regel eingehalten", erzählt Werner Tenter. Leider gäbe es immer wieder vereinzelt Besucher, die die Tiere trotz Verbot füttern würden. Und das kann krank machen. "Ich habe auch schon Popkorn im Gehege gefunden", so Tenter und appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der Menschen.


Kattas/Rechte: WDR/Goebel Normalerweise toben die kleinen Kattas schon durch das Gehege. Aber getragen werden ist auch ganz schön

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Freitag, 09.05.2014

Happy End für Orang-Utan-Junges Yenko

Orang-Utans/Rechte: Stadt Dortmund/Kleemann Glücklich vereint und erstmals draußen: Orang-Utan-Weibchen Toba mit Adoptivkind Yenko


Der kleine Orang-Utan Yenko hat bewegte Zeiten hinter sich. Der neun Monate alte Menschenaffe aus dem Frankfurter Zoo hatte im April 2014 seine Mutter verloren. Auf der Suche nach einer Ersatzmutter wendeten sich die Frankfurter Hilfe suchend an den Zoo in Dortmund. Yenko brauchte dringend eine Amme, da junge Menschenaffen in dem Alter noch sehr abhängig von ihren Müttern sind und man dem Tier eine aufwendige Fütterung per Flasche ersparen wollte.

Erfolgreiche Suche nach einer Amme


In Dortmund wiederum hatte das 20-jährige Orang-Utan-Weibchen Toba erst im Oktober 2013 eine Fehlgeburt. Sie gibt aber immer noch Milch, weil ihre mittlerweile sechsjährige Tochter regelmäßig bei ihr andockt. Kurzerhand entschloss man sich Anfang April in Dortmund, Toba mit dem kleinen Yenko zusammenzubringen. Und tatsächlich - der Plan ging auf. Die beiden Tiere verstanden sich auf Anhieb. Yenko zögerte bei der ersten Begegnung nicht lange, rutschte Toba auf den Schoß und begann sofort zu trinken. "Toba war erst ganz verblüfft, als der Kleine einfach auf sie zurobbte", erinnert sich die stellvertretende Zoodirektorin Illona Schappert.


Orang-Utans/Rechte: Stadt Dortmund/Kleemann Toba lässt den kleinen Yenko beim ersten Ausflug nicht los

Vorsicht, Milchklau


Die ersten Wochen verbrachten Toba und ihr neuer Ziehsohn Yenko hinter den Kulissen des Dortmunder Zoos. Sie sollten sich in aller Ruhe aneinander gewöhnen. Doch am Freitag (09.05.2014) war es dann endlich so weit. Die beiden durften erstmals auf die große Freianlage des Zoos. Yenko ließ beim Ausflug ins Grüne seine neue Mama nicht los. Bis er auf eigene Faust das Gehege erkundet, wird wohl noch etwas Zeit vergehen. "Am Anfang werden wir die beiden getrennt von der Gruppe in die Außenanlage lassen", so Ilona Schappert. "Tobas Tochter Eirina ist nämlich sehr eifersüchtig auf den kleinen Yenko und würde glatt versuchen, ihm die Milch wegzutrinken." Aber Toba werde das schon gercht regeln. "Sie ist einfach eine Super-Mutter."


Orang-Utans/Rechte: Stadt Dortmund/Kleemann Mutter und Kind werden noch von der restlichen Affentruppe getrennt

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Juli 2014

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