Freitag, 01.08.2014

Vierfacher Storchennachwuchs in Bochum

Storchenküken/Rechte: Tierpark Bochum
So sah der Storchennachwuchs im Tierpark Bochum noch vor wenigen Wochen aus

Es hat geklappt - endlich. Liselotte und Fridolin, die verbandelten Weißstörche aus dem WWW: Tierpark Bochum, haben erstmals Nachwuchs. Weil der Bruterfolg des Storchenpaares im vergangenen Jahr ausgeblieben war, setzte das Pflegerteam diesmal auf eine professionelle Ausstattung.

Pfleger mit Storchennest/Rechte: Tierpark Bochum + Lukas Gers mit seinem selbstgebauten Nest Mit viel Mühe hatten die Tierpfleger gehämmert, geflochten und gestopft, bis das Nest aus Reisig, Stroh und Holzschnitzeln nach genauer Anleitung des Naturschutzbundes hergerichtet war. "Das waren schon mehrere Tage Arbeit, bis wir alles fertig hatten", erzählt Tierpfleger und Nestbauer Lukas Gers. "Besonders wichtig war uns die Füllung, weil es schön gemütlich für den Storchennachwuchs sein sollte." Doch Liselotte und Fridolin gaben sich eigensinnig. Sie ignorierten das Nest der Tierpfleger und setzten auf einen Eigenbau im Innern des Nordseewaltenhauses - geschützt vor allzu neugierigen Blicken.

Klappern zur Begrüßung

Weißstörche nisten in der Natur auf Felsvorsprüngen, Bäumen, Gebäuden oder sogar Strommasten, dabei bevorzugen sie wasserreiche Gebiete. Die Tiere können über 35 Jahre alt werden. Typisch für Weißstörche ist das Klappern ihrer Schnäbel, daher werden sie häufig auch als Klapperstörche bezeichnet. Das Klappern ist aber nicht nur Teil ihres Balzverhaltens, sondern dient auch der Begrüßung des Partners und der Verteidigung gegen mögliche Konkurrenten. In Deutschland erholen sich die Bestände der großen Zugvögel langsam. So zählten die ehrenamtlichen Weißstorchbetreuer des Naturschutzbundes 2013 deutschlandweit 5.563 Paare.

Die vier jungen Bochumer Störche haben in kurzer Zeit enorm an Größe zugelegt. Aus den flauschigen Küken in grauem Gefieder sind mittlerweile stattliche Jungvögel geworden, die auf noch etwas wackeligen langen Beinen durch die Außenanlage staksen.

Jungstörche/Rechte: Tierpark Bochum
Aus den flauschigen Küken sind mittlerweile langbeinige Weißröcke geworden. Von ihren Eltern sind sie nur durch die schwarzen Schnäbel zu unterscheiden

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Dienstag, 29.07.2014

30.000 Blattschneider ziehen um

blattschneiderameise.jpg Ausgestattet mit scharfen Beißwerkzeugen: Die Blattschneiderameise

In die neue Ameisenanlage des WWW: Wuppertaler Zoos kommt jetzt richtig Bewegung. Immerhin muss die komplette Kolonie der Blattschneiderameisen in eine neue Behausung umziehen - an die 30.000 Tiere. Der erste Teil des durchsichtigen Röhrensystems sei jetzt fertiggestellt, so Zookurator André Stadler. Bevor nun aber Stufe zwei des Ausbaus beginnen kann, müssen die Tiere im Neubau heimisch werden. "Wir locken die Ameisen mit Futter. Jetzt laufen erst einmal Späher der Kolonie vor und erkunden die neue Umgebung. Dann werden sie eine Duftspur legen und wir hoffen, dass die anderen Tiere folgen." Wie lange das dauert, könne niemand sagen. "Manchmal dauert es Monate." Ist die Anlage im Verlauf der nächsten Monate komplett, können Besucher das Kolonieleben in einem rund 20 Meter langen Röhrensystem ganz nah verfolgen.

Schneiden, schleppen, kauen


Blattschneiderameisen sind dafür bekannt, mit ihren scharfen Mundwerkzeugen Blätter zu zerteilen. In ihrer tropischen Heimat fressen die Tiere in wenigen Tagen ganze Bäume und Weiden kahl. Jede Ameise der Kolonie hat ihren eigenen Job. So schneiden und tragen die Schneiderameisen riesige Blattstücke, die um ein Vielfaches des eigenen Körpergewichtes wiegen. Soldaten der Kolonie bewachen die Blattkolonne. In den Ameisennestern werden die Blätter schließlich nicht gefressen, sondern nur sorgfältig zu einem Blattmatsch zerkaut. Ein hervorragender Nährboden für die eigene Pilzzucht der Ameisen, von der sie sich ernähren. Auch in den Plastikröhren des Zoos sollen bald die Pilzgärten, Brutkammern und Abfallgruben der Blattscheiderameisen zu sehen sein.


Video: WDR: Tierische Pilzfarmer [1LIVE]

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Mittwoch, 23.07.2014

Zwillinge bei den Goldkopflöwenäffchen

Goldkopflöwenäffchen/Rechte: Barbara Scheer Nachwuchs im Doppelpack: Goldkopflöwenäffchen in Wuppertal

Das nennt man wohl doppeltes Glück: Sieben Jahre musste der WWW: Wuppertaler Zoo auf Nachwuchs bei seinen Goldkopflöwenäffchen warten, dann klappte es auf einmal bereits Anfang des Jahres und jetzt noch einmal: Der neuste Nachwuchs kam gleich im Doppelpack auf die Welt.

Zusammen mit den älteren Geschwistern ist so eine quirlige Affenbande entstanden, in der sich alle mit der Kinderbetreuung abwechseln. Die Aufzucht ist bei den Löwenäffchen nämlich Familiensache. Man kann sich nie sicher sein, wer die Kleinen gerade trägt.

Löwenäffchen kommen ausschließlich im südöstlichen Regenwald Brasiliens vor. Sie tragen eine auffällig hübsche Mähne in rötlich-gelber Färbung. Diesem extravaganten Behang verdanken sie auch ihren Namen. In ihrem natürlichen Lebensraum sind die bis zu 30 Zentimeter kleinen Baumbewohner durch Umweltzerstörung und illegale Jagd leider längst vom Aussterben bedroht.

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Montag, 21.07.2014

Wüstenbussardküken beobachtet Besucher

collage_wuestenbussard.jpg In Bochum haben die seltenen Wüstenbussarde Nachwuchs

Wer lugt denn da aus dem Nest heraus? Besucher des WWW: Bochumer Tierparks werden neuerdings von oben observiert, denn mit großen Augen und arg zerzauster Frisur wagt der neueste Nachwuchs der Wüstenbussarde nun erste Blicke aus seinem sicheren Versteck. Seit dem Schlupf am 17. Juni 2014 ist das Bussardküken schon kräftig gewachsen und Tierparkchef Ralf Slabik mächtig stolz.

Schutzbedürftige Greifvögel

Im vergangenen Jahr gelang zum ersten Mal die erfolgreiche Nachzucht bei den beiden Wüstenbussarden "Lord" und "Lady". "Anscheinend haben sich die beiden nun gut aufeinander eingestimmt ", freut sich Slabik. Wüstenbussarde leben in Nord- und Südamerika. Sie stehen unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutzabkommens. Die mittelgroßen Greifvögel sind übrigens die einzigen, die in Gruppen jagen. In menschlicher Obhut können sie bis zu 20 Jahren alt werden. Bussard-Mama "Lady" lebt bereits seit 14 Jahren im Bochumer Tierpark.

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Mittwoch, 18.06.2014

Sechsfacher Servalnachwuchs

Serval-Jungtiere/Rechte: Wolfram Graf-Rudolf In Aachen haben die Servale schon wieder Nachwuchs

Tupfen und stets gespitzte Ohren sind ihr Markenzeichen. Im WWW: Aachener Tierpark haben die Servale schon wieder für Nachwuchs gesorgt. Nachdem dort erst im Oktober 2013 kleine Servale zur Welt kamen, haben zwei Weibchen aus der Raubkatzengruppe nochmals nachgelegt und jeweils drei Jungtiere geboren. Die kleinen Katzen streifen nun schon neugierig durch ihr grünes Revier. Immer auf der Lauer und zum Sprung bereit.


Serval-Jungtier mit Mutter/Rechte: Wolfram Graf-Rudolf + Jungtier mit Mutter Servale sehen aus wie eine Kreuzung aus Luchs und Gepard. Sie bewohnen die Savannen Afrikas, südlich der Sahara. Mit ihrem außergewöhnlich guten Gehör nehmen sie selbst leiseste Laute von Vögeln oder Nagern wahr. Servale können bis zu drei Meter hoch springen und dabei sogar niedrig fliegende Vögel erbeuten. Auch kleine Nagetiere, Erdhörnchen, Eidechsen und Wildhühner stehen auf ihrem Speisezettel. Außerdem hat der Serval die längsten Beine aller Katzen und kann dadurch gut durch das hohe Gras laufen. Er kann auch schwimmen und jagt deshalb manchmal sogar Fische und Flamingos.

"Die Nachtzucht von Servalen ist nicht unkompliziert", erklärt der Aachener Zoochef Wolfram Graf-Rudolf und freut sich um so mehr über den sechsfachen Katzennachwuchs. "Das zeigt, dass sich die Servale in ihrer Anlage wohlfühlen."


Serval-Jungtier mit Mutter/Rechte: Wolfram Graf-Rudolf Auch kleine Servale müssen mal schlafen - aber immer unter den Augen ihrer wachsamen Mutter

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