Mittwoch, 16.05.2012
Zottelfell und Kulleraugen: Orang-Utan in Köln geboren
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Orang-Utan-Weibchen "Cajunga" aus dem
Kölner Zoo hat derzeit alle Hände voll zu tun. Von früh bis spät nämlich trägt sie ihren Schützling - ihr erstes Jungtier - durch das Affengehege. Noch konnte das Zooteam nicht einmal das Geschlecht des Kleinen bestimmen. "Cajunga ist eine vorbildliche Mutter und trägt ihr Junges immer ganz eng an ihrem Körper", erzählt Zoopädagogin Ruth Dieckmann. Auch die Zoobesucher brauchen also viel Geduld, um einen Blick auf den kleinen Orang-Utan werfen zu können. "Wenn es ihnen zuviel wird, ziehen sich Mutter und Kind meist in eine Hängematte zurück."
Orang-Utans sind geschickte Kletterer und eigentlich in den Baumwipfeln der indonesischen Inseln Borneo und Sumatra zu Hause. Durch die rasante Umwandlung der dortigen Regenwälder in Ölpalmplantagen - die in erster Linie den Palmölbedarf für Lebensmittel, Kosmetika und Biosprit decken - sind die Bestände der letzten „Waldmenschen", wie die Einheimischen sie nennen, stark bedroht. Um so mehr freut sich das Zooteam über den Kölner Nachwuchs. Das bis jetzt namenlose Jungtier teilt sich das Gehege mit Mama, Papa, Bruder und Oma. An der Seite der Mutter bleiben Orang-Utans übrigens über Jahre. "Die Kindheit der Orang-Utans ist halb so lang wie die der Menschen. Noch mit bis zu sechs Jahren halten sie sich in der Nähe der Mutter auf", so Dieckmann.
Mittwoch, 25.04.2012
Trauer um Flusspferd Rosl
Mit ihren 53 Jahren war Rosl das älteste Flusspferd Deutschlands. Doch seit ein paar Monaten schon hatte sich der Zustand der schwergewichtigen Dame im
Gelsenkirchener Zoo dramatisch verschlechtert. Rosl plagte nicht nur eine schwere Arthrose, sie litt auch noch unter einer Hautkrankheit. Am Ende mangelte es ihr sogar an Appetit. Noch nicht mal ihre geliebten Äpfel rührte sie an. Als sie schließlich nur noch apathisch im Wasserbecken lag, entschloss sich das Zooteam schweren Herzens das Tier zu erlösen. Rosl wurde eingeschläfert.
"Wir wissen noch nicht, warum sich ihr Zustand so verschlechtert hat. Vielleicht weil sie einfach nur uralt war oder doch eine innere Krankheit hatte", so Zoobiologin Sabine Haas. "Wildtiere zeigen erst sehr spät, wenn sie ernsthaft krank sind. Auch Ultraschalluntersuchungen sind bei Flusspferden unmöglich, weil die Haut zu dick ist." Als das zwei Tonnen schwere Flusspferd schließlich nicht mehr fressen wollte, war sich das Zooteam sicher, dass Rosl ernsthaft krank war. Nomalerweise verschlang das Tier ganze Schubkarrenladungen Gras, eimerweise Äpfel und ganze Brote.
"Rosl war ein ganz besonderes Flusspferd. Nicht nur weil sie so alt war, sondern weil sie so zahm war", erzählt Sabine Haas. Sie habe ein sehr inniges Verhältnis zu ihren Pflegern gehabt. "Sie liebte es, wenn man ihre Zunge kraulte." Auf der Flusspferdanlage des Zoos leben neben dem Bullen Erni, mit dem Rosl 31 Jahre lang eng befreundet war, noch drei weitere Flusspferdweibchen. "Da kann man allerdings nicht auf die Anlage gehen. Das wäre viel zu gefährlich."
Rosl soll nun obduziert werden. In der Natur werden Flusspferde übrigens 30 bis 40 Jahre alt.
Mittwoch, 04.04.2012
Kidogo ist jetzt Krefelder
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Gorilla Kidogo
Flachland-Gorilla "Kidogo" aus dem Givskud Zoo in Dänemark ist im
Zoo Krefeld eingetroffen. Nach der langen Reise wurde das elf Jahre alte und 120 Kilo schwere Männchen schon einen Tag nach seiner Ankunft in sein neues Zuhause, den "Gorilla-Garten", gebracht. Da er offenbar unter Abschiedsschmerz litt, entschied sich das Zooteam, auch die beiden Weibchen "Muna" und "Oya" schneller als geplant in ihr neues Domizil umzusetzen. In einer gepolsterten Schubkarre und unter Decken verborgen wurden die beiden Tiere in den Neubau gebracht. Nun sollen sich die drei Tiere - zunächst ohne Störung durch Besucher - an ihre neue Umgebung und vor allem aneinander gewöhnen. Der Krefelder Silberrücken "Massa" bleibt mit seinen beiden alten Weibchen "Boma" und "Tumba" im alten Affentropenhaus.
Die Öffentlichkeit wird den "Gorilla-Garten" erst ab dem 5. Mai besichtigen können. Die rund 1.200 Quadratmeter große Außenanlage wird einen 50 Meter langen Bachlauf, Kletterbäume, Seile und Netze sowie Liegeflächen und Rückzugsräume für die Menschenaffen erhalten. Die Baukosten für die komplette Anlage mit Innenbereich betragen rund 2,3 Millionen Euro, Zoofreunde haben 2,2 Millionen beigesteuert.
Montag, 02.04.2012
Brillenbären erkunden neues Revier
Jetzt können sie auf Bäumen turnen und unter einem Wasserfall baden - die beiden zugezogenen Brillenbären Pablo und Huanca haben im
Zoo Duisburg ihre neue Freianlage bezogen - ein Gehege ganz nach Brillenbärengeschmack. Die südamerikanischen Bären lieben es, zu klettern. So wurden auf dem 1.300 Quadratmeter großen Gelände nicht nur viele Kletterbäume errichtet, es gibt auch Hängematten für die Verschnaufpausen. Außerdem fließt viel Wasser aus einem Bach in mehrere Teiche.
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Das vierjährige Brillenbärenweibchen Huanca kam vor wenigen Wochen aus dem Zoo Zürich. Ihr potenzieller Partner Pablo ist bereits 14 Jahre alt und stammt aus dem Zoo Aschersleben. "Als das erste Mal der Schieber ins neue Außengehege aufging, war Huanca noch etwas zögerlich, Pablo war da schon cooler", erzählt Zookurator Jochen Reiter. Noch werden die beiden Bären getrennt voneinander auf der Anlage gehalten. "Die sollen zunächst ausgiebig Zeit haben, ihr neues Reich zu beschnuppern und sich besser kennenlernen, bevor man die Tiere zusammenlässt." Mit seinem 130-Kilo-Gewicht, ist Männchen Pablo deutlich mächtiger als seine künftige Partnerin, die gerade einmal 65 Kilo auf die Waage bringt. "Wenn Pablo sich auf die Hinterbeine stellt, misst er gut 1,80 Meter." Sollte es bei der späteren Zusammenführung doch mal Streit geben, sei die quirlige Huanca auf jeden Fall die Flinkere, so Reiter, der sich aber keine ernsten Sorgen um eine künftige Partnerschaft der beiden macht. Huanca und Pablo sollen in Zukunft für Nachwuchs sorgen. "Die Nachzucht der seltenen Bären ist in Europa noch eher dürftig."
Bis es so weit ist, können Besucher die Bären mit etwas Glück auch beim Bau ihrer Schlafnester oder beim Schwimmen beobachten. 1,5 Millionen Euro hat der Zoo in die neue Brillenbär-Anlage investiert. Die Tiere verdanken ihren Namen übrigens einer weiß bis gelblichen Zeichnung, die sich vom Nasenrücken häufig bis um die Augen herum erstrecken kann. Die Farbzeichnung variiert allerdings von Tier zu Tier und ist mal mehr und mal weniger ausgeprägt.
Mittwoch, 28.03.2012
Es ist ein Mädchen!
Geahnt hatte es der Zoo Wuppertal schon länger, nun ist es quasi amtlich: Anori, das Eisbärenbaby, das im Januar 2012 im Wuppertaler Zoo auf die Welt kam, ist ein Mädchen. "Wir hatten es schon vermutet", sagte Zoo-Kurator André Stadler am Mittwoch (28.03.2012). Und dann wurde es gleich spannend für die junge Dame, denn Stadler fand: "Es wird Zeit, dass die beiden rauskommen." Also machte Anori nach dem Fototermin den ersten Ausflug ins Außengehege.
Anori ist eine Halbschwester von Eisbär-Star Knut aus Berlin. Beide sind Kinder von Lars, dem Eisbären, der seit mehr als zwei Jahren in Wuppertal lebt. Nach ihrer Geburt am 04. Januar hatte Anori zunächst einige Wochen abgeschirmt mit ihrer Mutter Vilma in einem dunklen Stall gelebt, beobachtet von einer Kamera. In der Zwischenzeit hatte Anori bereits die Nachbarställe erkundet. Auch klettern kann die Kleine schon, erzählte Zoo-Kurator Stadler.
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