Freitag, 24.10.2014

Seltene Waldgiraffe in Wuppertal

okapi_klein.jpg Okapi-Nachwuchs Zia guckt noch etwas scheu in die Welt

Sie sieht aus, als trage sie weiße Socken und eine Ringelhose - die kleine Waldgiraffe, die vor drei Wochen im Wuppertaler Zoo zur Welt kam. Der Okapinachwuchs hört auf den Namen "Zia", bringt zurzeit 32 Kilogramm auf die Waage und stakst mit weit aufgestellten Ohren durch ihr Zoogehege.

Nur 165 Okapis leben weltweit in Zoos. In freier Natur leben die äußerst scheuen Tiere gut versteckt in den Regenwäldern Afrikas. Sie erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 1,70 Metern und können rund 30 Jahre alt werden.

In Wuppertal wurde das seltene Tier jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Nachzuchten sind äußerst schwierig, häufig sterben Jungtiere bei oder kurz nach der Geburt. Zia aber hat laut Zookurator André Stadler die kritische Phase gut überstanden. Die Kleine hält sich allerdings noch viel im Stall auf. Zoobesucher haben die Möglichkeit, Zias Schritte auf einem Kamerabildschirm zu verfolgen.

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Donnerstag, 23.10.2014

Eine Ladung Skorpione Huckepack

Skorpion mit Nachwuchs/Rechte:Peter Klaas Kaiserskorpion mit Nachwuchs auf dem Rücken

Ein schönes Schauspiel ist derzeit im Insektarium des Kölner Zoos zu beobachten. Dort nämlich wird - gut behütet - der Nachwuchs der Kaiserskorpione durch die Gegend getragen. Dicht gedrängt lassen sich dabei die noch weißen Skorpionkinder auf Mamas Rücken nieder.

Kaiserskorpione gehören mit einer Größe von mehr als 15 Zentimeter Länge zu den größten ihrer Art. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass ihnen ein fast sanftes Wesen nachgesagt wird. "Sie stechen eher selten und haben ein ruhiges Wesen", sagt Thomas Ziegler vom Kölner Zoo. "Trotz ihrer beeindruckenden Größe für einen Skorpion ist ihr Gift nur schwach. Beutetiere wie Insekten und manchmal auch junge Nager werden in der Regel allein mit der Kraft der Scheren erbeutet und überwältigt."

In der Natur leben Kaiserskorpione unter Baumrinde oder Steinen sowie in selbst gegrabenen, bis knapp 40 Zentimeter tiefen Höhlen. Auch untereinander ist diese Art im Gegensatz zu vielen anderen Skorpionsarten recht verträglich. Die Kaiserskorpione bauen große Kolonien in ihren Höhlen auf, die sie oft mehrere Generationen lang bewohnen.

In der neuen Spinnentierausstellung des Kölner Insektariums sind nun die ersten Nachzuchten der Kaiserskorpione zu sehen.

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Sonntag, 19.10.2014

Nachwuchs bei den Großen Maras

Mara-Jungtier/Rechte: Zoo-foto.de/Claudia Kuster Junger Mara auf der Südamerikaanlage des Zoos

Ein Blick auf die Ohren, die langen Beine und das braune Fell - das muss ein Hase sein, denkt sich so mancher Zoobesucher, wenn er am Gehege der Großen Maras vorbeikommt. Das hat sich wohl auch der gedacht, der dem Tier aus Südamerika seinen Spitznamen "Pampahase" verpasst hat. Doch denkste! Dieser putzige Nager gehört tatsächlich zur Familie der Meerschweinchen - auch wenn er hüpfen und springen kann wie das gewöhnliche Langohr.

Hohe Sprünge, schnelle Sprints

Große Maras bewohnen die weiten Grasebenen im Südosten Südamerikas sowie die Pampas Argentiniens. Dort grasen sie in kleinen Gruppen und bewegen sich eben hoppelnd oder auch im Passgang vorwärts. In schnellen Sprints fliehen sie vor ihren Fressfeinden. Dann flüchten sie in ihre selbst gegrabenen Erdhöhlen, in die sich die tagaktiven Tiere nicht nur nachts zurückziehen, sondern dort auch ihre Jungen aufziehen.

Solch eine Höhle gruben sich die Maras kürzlich auch im Duisburger Zoo. Darin verschwand das Weibchen der Gruppe und ward drei Monate nicht mehr gesehen. Die Tierpfleger wussten, was das bedeutete: Da ist Nachwuchs im Anmarsch. Und tatsächlich, mittlerweile hüpft der kleine "Große Mara" auf der Anlage herum und gibt den Zoobesuchern wieder Rätsel auf - in seinem Hasenkostüm.

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Mittwoch, 08.10.2014

Elefantenkuh verliert Jungtier

Elefantenherde/Rechte: dpa Kölner Elefantenkühe mit Jungtieren (Archivbild)

Die asiatische Elefantenkuh "Maha Kumari" im Kölner Zoo hat ihr ungeborenes Jungtier verloren. Die Elefantenkuh war im 15. Monat trächtig. Die Tragzeit bei Elefanten beträgt 22 Monate. Das Kalb ist wahrscheinlich das erste Opfer der Pockenerkrankung, mit der sich mittlerweile acht Elefanten der Kölner Herde infiziert haben. „Wir wussten, dass dies passieren kann - aber nicht muss", so Zootierarzt Olaf Behlert.

Pfleger tragen Schutzkleidung

Anfang September waren zunächst nur drei Tiere erkrankt, dann hatten sich die Pocken auf weitere Tiere der Herde übertragen. Wie das Virus in das Gehege der Elefanten gelangt ist, ist unklar. Für Menschen kann es aber nur gefährlich werden, wenn sie Hautkontakt mit den Elefanten haben. Deshalb tragen die Pfleger bei der Arbeit Schutzkleidung. Das Elefantenhaus ist für Besucher geschlossen. Die Tiere sind aber auf der Außenanlage zu sehen. Seit den 1970er Jahren gelten Pocken bei den Menschen als ausgerottet. Doch bei vielen Tierarten, wie zum Beispiel auch Kühen, brechen sie immer noch aus.

Fußbäder für Dickhäuter

Das größte mit den Pocken verbundene Risiko ist das sogenannte Ausschuhen. Dabei löst sich die Fußsohle der Dickhäuter ab. Deshalb werden die kranken Elefanten mit Fußbädern behandelt. Im schlimmsten Fall können die Tiere durch das Ausschuhen nicht mehr stehen und müssten infolgedessen sterben. Die Pocken auf der Haut, die etwa so groß wie 10-Cent Stücke sind, werden zudem mit Salben eingerieben. Sie treten vor allem an den Schleimhäuten auf, besonders in Mund und Rachen.

Tiere bleiben im Herdenverband

„Die Tiere werden antibiotisch sowie immunologisch versorgt und die Pocken lokal behandelt. Wir setzen bei der Behandlung vor allem auf die Stärkung des Immunsystems", so Behlert. Die Tiere verbleiben im Sozialverband, um so unnötigen Stress, der zu einer weiteren Schwächung des Immunsystems führen kann, zu vermeiden.

Auch Marlar ist trächtig

Elefantenkuh "Maha Kumari" sei trotz Verlust ihres Kalbes wohlauf, hieß es aus dem Zoo. Unter den Kölner Elefantenkühen sind auch Publikumsliebling "Marlar" und "Tong Koon" trächtig. Beide seien aber bisher aber unauffällig, hieß es aus dem Zoo.

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Dienstag, 16.09.2014

Abschied von Eisbärin Fanny

Eisbaer/Rechte: Zoo Gelsenkirchen.jpg Eisbärin Fanny starb mit 35 Jahren

Auf ihre alten Tage wurde die Eisbärin im Gelsenkirchener Zoo von ihren Pflegern mit gekochtem Haferschleim verwöhnt. Manchmal gab es sogar ein Töpfchen Sahne. Die Zähne wollten einfach nicht mehr helfen beim Kauen und auch das Gewicht des Tieres schrumpfte in den letzten Wochen zusehends. Jetzt starb Fanny im WWW: Gelsenkirchener Zoo - im hohen Alter von 35 Jahren. "Sie ist friedlich eingeschlafen", so Zoo-Biologin Sabine Haas. Eine anschließende Obduktion ergab keine Auffälligkeiten. Fanny starb einfach an Altersschwäche.

Die Eisbärin kam 2008 aus dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg ins Ruhrgebiet und verbrachte die letzten Jahre mit Eisbär Elvis, der bereits letzten Sommer mit 34 Jahren gestorben war. Eisbären zählen zu den größten Bären und damit zu den mächtigsten Landraubtieren der Welt. Das bisher bekannte älteste Tier ist mit 41 Jahren gestorben.

Der Zoo hat neben den beiden jüngeren Eisbären "Lara" und "Bill" auch noch die kleinwüchsige "Antonia". Sie ist eine Art Maskottchen des Gelsenkirchener Zoos. Bislang lebte sie in einem kleineren Gehege. Nun ist sie in ein größeres umgezogen.

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