Montag, 24.11.2014

Kleinwüchsige Antonia wird 25 Jahre alt

Eisbärin/Rechte: Zoom Erlebniswelt Zu klein geraten: Eisbärin Antonia im Gelsenkirchener Zoo

Sie ist einer der Publikumslieblinge und längst eine Art Maskottchen im Gelsenkirchener Zoo: Antonia - die kleinwüchsige Eisbärin. Wer vor ihrem Gehege steht, merkt schnell - hier stimmt etwas nicht. Irgendwie sind die Beine dieser Bärin zu kurz geraten. Das kleinwüchsige Tier kam vor 25 Jahren im Zoo Karlsruhe zur Welt - gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Anton, der sich aber völlig normal entwickelte. Irgendwann hörte Antonia einfach auf zu wachsen und zog mit zwei Jahren nach Gelsenkirchen um.

"Antonia ist wahrscheinlich der einzige kleinwüchsige Eisbär in einem Zoo", schätzt Zoobiologin Sabine Haas. Zum Vergleich: Haben Eisbären normalerweise eine Schulterhöhe von 1,50 Meter, misst Antonia gerade einmal 70 Zentimeter. "So ein kleinwüchsiger Eisbär hätte in freier Natur keine Überlebenschance. Er wäre im Kampf mit anderen Bären immer unterlegen", so Haas. Antonia selber aber habe mit ihrer Größe kein Problem. Im Gegenteil, sie leide eher unter einem Napoleonkomplex und hielte sich für die Größte. "Da werden auch schon mal die großen Bären und auch die Tierpfleger durchs Gitter lautstark angefaucht."

Während Eisbären in freier Natur mit 25 Jahren schon uralt sind, können sie im Zoo durchaus 40 Jahre alt werden. Zum runden Geburtstag gibt es für Antonia eine Eisbombe mit Fisch, Joghurt und Beeren.

Eisbärin/Rechte: Zoom Erlebniswelt Antonia lebt allein im Zoogehege - sie hätte bei einem Kampf mit anderen Bären keine Chance

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Montag, 10.11.2014

Auch Marlar verliert ihr Jungtier

zoobog_marlar.jpg Marlar wurde 2006 im Kölner Zoo geboren. Damals die erste Elefantengeburt in der 140-jährigen Zoogeschichte


Elefantenkuh und Publikumsliebling Marlar im Kölner Zoo hat ihr ungeborenes Jungtier verloren. Schon im Oktober hatte ebenfalls eine Elefantenkuh aus der Herde eine Fehlgeburt erlitten. Schuld ist laut Zootierarzt Olaf Behlert die Pockeninfektion, mit der die Zooelefanten in den vergangenen Monaten zu kämpfen hatten.

Marlar war im 14. Monat trächtig. Die Tragzeit bei Elefanten beträgt 22 Monate. "Die Pockeninfektion hat bei Marlar nicht nur die Haut angegriffen, sondern auch innere Organe. So war wahrscheinlich auch die Gebärmutter befallen, so das es zu einem Abort kam." Als Abort bezeichnet man das Ausstoßen einer Frucht, also eines Fötus, der noch nicht lebensfähig wäre. Obwohl die Tiere in der Herde längst auf dem Weg der Besserung sind, kann diese Fehlgeburt eine Spätfolge der Infektion sein.

Elefantenhaus bis Weihnachten geschlossen

Anfang September waren zunächst nur drei Tiere erkrankt, dann hatten sich die Pocken auf weitere Tiere der Herde übertragen. Wie das Virus in das Gehege der Elefanten gelangt ist, ist unklar. Für Menschen kann es aber nur gefährlich werden, wenn sie Hautkontakt mit den Elefanten haben. Deshalb tragen die Pfleger bei der Arbeit Schutzkleidung. Das Elefantenhaus ist für Besucher geschlossen. "Wahrscheinlich noch bis Weihnachten, vielleicht aber sogar bis Ende des Jahres", so Olaf Behlert. Die Tiere sind aber auf der Außenanlage zu sehen.

Fußbäder für Dickhäuter

Das größte mit den Pocken verbundene Risiko ist das sogenannte Ausschuhen. Dabei löst sich die Fußsohle der Dickhäuter ab. Deshalb werden die kranken Elefanten mit Fußbädern behandelt. Im schlimmsten Fall können die Tiere durch das Ausschuhen nicht mehr stehen und müssten infolgedessen sterben. Die Pocken auf der Haut, die etwa so groß wie 10-Cent Stücke sind, wurden zudem mit Salben eingerieben. Sie treten vor allem an den Schleimhäuten auf, besonders in Mund und Rachen. In Köln werden von 12 Elefanten immer noch drei Tiere regelmäßig behandelt. Sie bekommen Injektionen und vereinzelt noch Fußbäder.

Noch zwei trächtige Elefantenkühe

Elefantenkuh "Marla" geht es trotz der Fehlgeburt gut. Auch war sie während der Pockeninfektion nicht so schwer befallen wie andere Herdenmitglieder, hieß es aus dem Zoo. Unter den Kölner Elefantenkühen sind nun noch zwei trächtig. "Unabhängig von der Pockenerkrankung gilt der Zeitraum zwischen dem 13. und 16. Monat als Zeitpunkt, wo Aborte bei Elefanten verstärkt auftreten", so der Zootierarzt. Diese kritische Zeit kommt für die anderen beiden trächtigen Tiere allerdings noch.

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Freitag, 24.10.2014

Seltene Waldgiraffe in Wuppertal

okapi_klein.jpg Okapi-Nachwuchs Zia guckt noch etwas scheu in die Welt

Sie sieht aus, als trage sie weiße Socken und eine Ringelhose - die kleine Waldgiraffe, die vor drei Wochen im Wuppertaler Zoo zur Welt kam. Der Okapinachwuchs hört auf den Namen "Zia", bringt zurzeit 32 Kilogramm auf die Waage und stakst mit weit aufgestellten Ohren durch ihr Zoogehege.

Nur 165 Okapis leben weltweit in Zoos. In freier Natur leben die äußerst scheuen Tiere gut versteckt in den Regenwäldern Afrikas. Sie erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 1,70 Metern und können rund 30 Jahre alt werden.

In Wuppertal wurde das seltene Tier jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Nachzuchten sind äußerst schwierig, häufig sterben Jungtiere bei oder kurz nach der Geburt. Zia aber hat laut Zookurator André Stadler die kritische Phase gut überstanden. Die Kleine hält sich allerdings noch viel im Stall auf. Zoobesucher haben die Möglichkeit, Zias Schritte auf einem Kamerabildschirm zu verfolgen.

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Donnerstag, 23.10.2014

Eine Ladung Skorpione Huckepack

Skorpion mit Nachwuchs/Rechte:Peter Klaas Kaiserskorpion mit Nachwuchs auf dem Rücken

Ein schönes Schauspiel ist derzeit im Insektarium des Kölner Zoos zu beobachten. Dort nämlich wird - gut behütet - der Nachwuchs der Kaiserskorpione durch die Gegend getragen. Dicht gedrängt lassen sich dabei die noch weißen Skorpionkinder auf Mamas Rücken nieder.

Kaiserskorpione gehören mit einer Größe von mehr als 15 Zentimeter Länge zu den größten ihrer Art. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass ihnen ein fast sanftes Wesen nachgesagt wird. "Sie stechen eher selten und haben ein ruhiges Wesen", sagt Thomas Ziegler vom Kölner Zoo. "Trotz ihrer beeindruckenden Größe für einen Skorpion ist ihr Gift nur schwach. Beutetiere wie Insekten und manchmal auch junge Nager werden in der Regel allein mit der Kraft der Scheren erbeutet und überwältigt."

In der Natur leben Kaiserskorpione unter Baumrinde oder Steinen sowie in selbst gegrabenen, bis knapp 40 Zentimeter tiefen Höhlen. Auch untereinander ist diese Art im Gegensatz zu vielen anderen Skorpionsarten recht verträglich. Die Kaiserskorpione bauen große Kolonien in ihren Höhlen auf, die sie oft mehrere Generationen lang bewohnen.

In der neuen Spinnentierausstellung des Kölner Insektariums sind nun die ersten Nachzuchten der Kaiserskorpione zu sehen.

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Sonntag, 19.10.2014

Nachwuchs bei den Großen Maras

Mara-Jungtier/Rechte: Zoo-foto.de/Claudia Kuster Junger Mara auf der Südamerikaanlage des Zoos

Ein Blick auf die Ohren, die langen Beine und das braune Fell - das muss ein Hase sein, denkt sich so mancher Zoobesucher, wenn er am Gehege der Großen Maras vorbeikommt. Das hat sich wohl auch der gedacht, der dem Tier aus Südamerika seinen Spitznamen "Pampahase" verpasst hat. Doch denkste! Dieser putzige Nager gehört tatsächlich zur Familie der Meerschweinchen - auch wenn er hüpfen und springen kann wie das gewöhnliche Langohr.

Hohe Sprünge, schnelle Sprints

Große Maras bewohnen die weiten Grasebenen im Südosten Südamerikas sowie die Pampas Argentiniens. Dort grasen sie in kleinen Gruppen und bewegen sich eben hoppelnd oder auch im Passgang vorwärts. In schnellen Sprints fliehen sie vor ihren Fressfeinden. Dann flüchten sie in ihre selbst gegrabenen Erdhöhlen, in die sich die tagaktiven Tiere nicht nur nachts zurückziehen, sondern dort auch ihre Jungen aufziehen.

Solch eine Höhle gruben sich die Maras kürzlich auch im Duisburger Zoo. Darin verschwand das Weibchen der Gruppe und ward drei Monate nicht mehr gesehen. Die Tierpfleger wussten, was das bedeutete: Da ist Nachwuchs im Anmarsch. Und tatsächlich, mittlerweile hüpft der kleine "Große Mara" auf der Anlage herum und gibt den Zoobesuchern wieder Rätsel auf - in seinem Hasenkostüm.

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November 2014

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