Donnerstag, 10.04.2014

Katta-Nachwuchs in Bochum

Katta mit Nachwuchs im Tierpark Bochum, Rechte: Tierpark Bochum

Katta-Mutti Babsi hat den Tierpark Bochum mit Zwillingen beglückt. Die kleinen Feuchtnasenaffen stecken bereits ihre neugierige Schnauze in die Welt. "Unsere Freude ist riesig, dass wir nun zum vierten Jahr in Folge einen solchen Nachzuchterfolg feiern können", sagt Tierpflegerin Yvonne Nienierza, die den Nachwuchs als Erste entdeckte. 2011 kam im Tierpark das erste Katta-Junge zur Welt, mit den jüngsten Zwillingen sind es bereits sieben Katta-Kinder.


Kattafamilie im Tierpark Bochum, Rechte: Tierpark Bochum

Das Sagen in der Familie hat Babsi. Bei den Kattas, die zu den Lemuren gehören, ist stets das Weibchen dominant. Die geselligen Kletterkünstler aus Madagaskar können im Zoo bis zu 30 Jahre alt werden. Unverwechselbar macht die Kattas ihr geringelter Schwanz.

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Sonntag, 06.04.2014

Zwei Höcker und ein flauschiger Pelz

Trampeltier/Rechte: Kuster/zoo-foto.de Nach dem Toben wird geruht: Trampeltierfohlen im Duisburger Zoo

Vier Wochen ist das kleine Trampeltier aus demWWW: Duisburger Zoo nun alt und legt auch schon mal erste Spurts im Freigehege hin, wie die Tierpfleger berichten. Und weil Rennen und Toben so müde macht, sehen Besucher die junge Stute häufig beim Schläfchen.

Was genau ist denn jetzt ein Trampeltier, fragen sich viele Besucher beim Anblick der Herde. Deshalb hier noch einmal zum Verständnis. Trampeltiere und Dromedare gehören beide zur Gattung der Kamele. Doch tragen Trampeltiere im Gegensatz zu Dromedaren zwei Höcker auf dem Rücken. Außerdem stammen sie aus Asien. Das einhöckrige Dromedar lebt für gewöhnlich in Afrika oder Arabien. Lange glaubte man, in den Höckern speicherten die Tiere Wasser. Doch dem ist nicht so, erklärt Jochen Reiter, wissenschaftliche Leiter des Zoos in Duisburg. "Die Höcker stellten sich letztlich als riesige Fettspeicher heraus, die es den Trampeltieren ermöglichen, bei Nahrungsknappheit längere Zeit davon zu zehren. Außerdem isolieren sie sehr gut gegen Kälte."

Der jüngste Spross der Trampeltierfamilie heißt übrigens Medina. Für Mutter Sulina ist es bereits das dritte Jungtier. Anfänglich wollte Medina nicht so recht trinken. Da mussten die Pfleger etwas nachhelfen und zufüttern. Mittlerweile ist die Kleine Stute schon richtig kräftig.

Trampeltier/Rechte: Kuster/zoo-foto.de Medina beim Kuscheln mit Mama

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Freitag, 04.04.2014

Ein Zwerg-Aguti namens Flo

Zwerg-Aguti/Rechte: Zoo Krefeld Küsschen für Tierpflegerin Eva Ravagni: Zwerg-Aguti Flo

Er ist winzig, passt auf eine Hand und schlürft gerne Fencheltee mit Katzenmilchpulver. Die Rede ist von einem jüngst geborenen Zwerg-Aguti, der im Krefelder Zoo nun von Eva Ravagni aufgezogen werden muss. Für den seltenen Nager hatte die eigene Mutter nicht genug Milch, also zog die Kleine kurzerhand bei der Tierpflegerin ein.

Zwerg-Aguti/Rechte: Zoo Krefeld Zwerg-Aguti mit Mutter Für die Tierpflegerin bedeutete dies kurz nach der Geburt: alle zwei Stunden ab zur Fütterung - auch nachts. Drei Wochen ist die Kleine nun und die Fütterungsintervalle haben sich deutlich verlängert. Über Gewichtszunahme und Futtermenge wird genau Buch geführt. So weiß Eva Ravagni genau, dass ihr Pflegling pro Tag etwa 2 bis 3 Gramm zunimmt und nun schon ein Gesamtgewicht von knapp 130 Gramm auf die Waage bringt.

Am Anfang kränkelte der kleine Nager, die Augen waren entzündet. Regelmäßige Besuche bei der Zootierärztin waren nötig. Inzwischen ist "Flo" so fit, dass sie zum täglichen Lauftraining durch die Wohnung ihrer Ziehmutter flitzt. Ihre Kinderstube ist ein ein Terrarium mit einer Temperatur von 25 bis 30 Grad.

Zwerg-Aguti/Rechte: Zoo Krefeld Winzling mit großem Appetit

Zwerg-Agutis gehören zu den Nagetieren, die in den südamerikanischen Regenwäldern leben. Sie sind mit Meerschweinchen verwandt. Ausgewachsene Tiere wiegen etwa ein Kilogramm. Wie Eichhörnchen vergraben Agutis Samen und Nüsse, die oft nicht wiedergefunden werden. So tragen sie im Regenwald zur Verbreitung von Bäumen bei. Im Krefelder Zoo leben insgesamt vier Zwerg-Agutis im Affentropenhaus. Hier kann auch das andere Jungtier, das von der Mutter aufgezogen wird, beobachtet werden.

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Dienstag, 01.04.2014

Wasser marsch! Seehundbecken wird aufgefüllt


Seehundbecken/Rechte: Tierpark Bochum Ein Seehundbecken ohne Wasser: Hier muss erst einmal geschrubbt werden

Mal eben den Stöpsel ziehen und wieder vollmachen - so leicht ist das nicht, wenn der Tierpark Bochum sein Meerwasserbecken für die Seehunde neu befüllt. Nach acht Jahren war jetzt ein Wasserwechsel nötig. Und der muss generalstabsmäßig geplant sein. Immerhin mussten 565.000 Liter Wasser ausgetauscht werden. Ein logistisches Großereignis für den kleinen Tierpark. Doch schon lange vor dem Wasseraustausch waren die Überredungskünste der Tierpfleger gefragt.

Seehund/Rechte: Tierpark Bochum Neugierg wartet dieser Bochumer Seehund auf Frischwasser

Fetter Hering lockt clevere Seehunde

"Wir haben schon vor zwei Wochen damit angefangen, die Seehunde an ihr Ausweichquartier zu gewöhnen", erzählt Tierparksprecherin Judith Becker. Und wie überredet man fünf Seehunde, das angetraute Heimatbecken freiwillig zu verlassen? "Mit fettem Hering." Gelockt und geschoben haben die Tierpfleger dann auch noch. Vor allem die clevere Seehunddame "Aurora" ließ sich beim Umzug besonders viel Zeit. Erst kurz vor knapp robbte sie doch noch ins Ersatzbecken. Denn: Nach dem Ablassen des Wassers musste erst einmal die Putzkolonne anrücken. In festgezurrten Schlauchbooten sitzend und ausgerüstet mit Hochdruckreinigern säuberten die Helfer Zentimeter für Zentimeter des Seehundbeckens, kontrollierten Fugen und Dichtungen und schrubbten an hartnäckigem Algenbelag.

Schlauchboot/Rechte: Tierpark Bochum Mit Schlauchboot und Hochdruckreiniger

2.800 Badewannen

Als schließlich alles gereinigt und technisch überprüft war, folgte der letzte Teil der Aktion. Wasser marsch! Mitarbeiter der Stadtwerke Bochum rückten an, um in kurzer Zeit 565.000 Liter Wasser über Hydranten und Schläuche in das Zuhause der Seehunde zu leiten. Vier Spezialtankwagen aus Edelstahl brachten außerdem noch rund 80.000 Liter Salzwasser in die "Nordseewelten" des Tierparks. "Bis so ein Becken wieder vollständig gefüllt ist, vergehen Tage. Man kann sich ja vorstellen, wie lange es dauert, nacheinander 2.800 Badewannen zu füllen", so der technischer Leiter des Tierparks Michael Gietzen. In den nächsten Tagen jedenfalls sollen die Seehunde wieder in frischem Wasser schwimmen können.

Wasserbefüllung/Rechte: Tierpark Bochum Alles wieder blitzblank

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Montag, 17.03.2014

Kodiakbär "Buffy" ist tot

Kodiakbär/Rechte: Zoom Erlebniswelt Kodiakbär Buffy wurde 28 Jahre alt

Viele Jahre schon wurde der 28-jährige Kodiakbär aus dem WWW: Gelsenkirchener Zoo mit Medikamenten behandelt. Eine schwere Arthrose im Hinterbein machte dem 500-Kilo-Tier schmerzhaft zu schaffen. Doch seit einer Woche wollten die Medikamente nicht mehr anschlagen. Buffy konnte nicht mehr allein aufstehen. Das Zooteam musste den Bären einschläfern.

Für eine medizinische Untersuchung war der Bär in Narkose gelegt worden. Die Röntgenbilder hatten eine ausgeprägte Gelenksveränderung im Knie gezeigt, sodass sich das Zooteam entschloss, den Bären nicht mehr aufwachen zu lassen. Eine anschließende Obduktion habe darüber hinaus gezeigt, dass auch beide Hüftgelenke des Bären betroffen waren. "Buffy war ein mächtiger und sehr schöner Kodiakbär, der gut auf Zuruf reagiert hat.", so Zootierärztin Pia Krawinkel. „Wir sind sehr traurig, dass er verstorben ist, wollten ihn aber nicht länger leiden sehen."

Kodiakbär Buffy kam aus dem Tierpark Hagenbeck ins Ruhrgebiet und lebte seit 2007 in dem 3.000 Quadratmeter großen Bärengehege des Zoos. Dort lernte er auch seine Gefährtin Brenda aus Buenos Aires kennen. Die 15-jährige Braunbärdame sucht ihn, tröstet sich aber mittlerweile durch ein Trenngitter mit den beiden Kamtschatkabären Youri und Kolja im Nachbarrevier.

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April 2014

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