Einfach tierisch: Über Zuwachs freut sich die Zebraherde im Gelsenkirchener Tierpark "Zoom Erlebniswelt". Seit kurzem tollt das Zebrafohlen Slash durch die dortige Gras-Savanne. Es ist der erste Nachwuchs bei den Wildpferden seit sechs Jahren. Muttertier Sandy kümmert sich mit ihren 21 Jahren vorbildlich um ihr Fohlen. Bereits drei Tage nach der Geburt stellte sie Ihren Nachwuchs der Artengemeinschaft der Gras-Savanne vor. Mit seinem ruhigen Gemüt erobert der verspielte Slash nun das 1,7 Hektar große Gelände und wird neugierig beäugt. Natürlich bleibt es immer dicht auf den Fersen des Muttertiers, das Slash bereits in den ersten Tagen nach der Geburt am Geruch und an der individuellen Streifung wiedererkennt.
Das Zebrafohlen hat derzeit noch ein flauschiges Babyfell. Das wird es bald verlieren und wie seine Artgenossen ein ausgeprägtes Streifenmuster entwickeln. Damit sind Zebras bei hohen Temperaturen in heißer flirrender Luft gut getarnt und kaum noch zu erkennen. Zudem können sich die Mitglieder einer Familie an den Streifen erkennen. Zebras sind gesellige Tiere, die friedlich in Gruppen zusammenleben. In Gelsenkirchen besteht die Herde nun aus sieben Stuten und zwei Hengsten. Weiterer Nachwuchs ist nicht ausgeschlossen.
Zum SeitenanfangNachwuchs im Tierpark Bochum: Das Pinguinküken ist gerade einmal drei Monate alt, wiegt schon über drei Kilo und ist der ganze Stolz des Bochumer Tierparks. Denn die erste Zeit war alles andere als einfach für den kleinen Humboldt-Pinguin. Bereits zwei Wochen nach seiner Geburt musste der junge Vogel in tierärztliche Behandlung. Seine Infektion wurde das Pinguinbaby zwar bald wieder los, doch seine Eltern nahmen ihren Nachwuchs nun nicht mehr an.
Vier- bis fünfmal am Tag musste der kleine Pinguin von Hand mit Hering- und Sprottenstückchen gefüttert werden. Inzwischen hat er dadurch alle Scheu vor seiner neuen „Mutter“ verloren und läuft jeden Morgen auf die Tierpflegerin zu, wenn sie das Gehege betritt. Auch das Schwimmen ist kein Problem mehr. Noch lebt er zwar in einem abgetrennten Becken, aber wenn alles gut geht, kann er bald zu den „Großen“ in die Hauptanlage umziehen.
Bleibt für die Tierpfleger noch ein Problem: Noch wissen sie nicht, ob der kleine Humboldt-Pinguin ein Mädchen oder ein Junge ist. Das zeigt sich erst, wenn das Tier mit vier bis fünf Jahren erwachsen geworden ist. Daher hat das Pinguinbaby auch noch keinen Namen. Bis zum 22. August freut sich das Tierparkteam allerdings über Vorschläge.
Humboldtpinguine (Pheniscus humboldti) sind in Südamerika an den Küsten von Chile und Peru zu Hause. Die mittelgroßen Pinguine erreichen ein Gewicht von etwa vier Kilogramm. Die geselligen Vögel jagen Fische, Tintenfische und Krebstiere und erreichen dabei Geschwindigkeiten von etwa 40 km/h. Meist tauchen sie im fischreichen Humboldtstrom vor den Küsten nach Sardinen und Sardellen und geraten so in Konflikt mit den einheimischen Fischern. Heute stehen die Humboldtpinguine unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens.
Zum SeitenanfangIhre ursprüngliche Heimat sind die dichten Regen- und Mangrovenwälder Südostasiens. Nebelparder sind auf leisen Pfoten ausschließlich auf Bäumen unterwegs. Scheue Gesellen, die selbst Forscher kaum zu Gesicht bekommen. Zwei dieser seltenen Exemplare leben nun im
Dortmunder Zoo. Für das Katzenpaar, das kürzlich aus einem englischen Zoo anreiste, wurde sogar eine eigene Anlage gebaut.
In freier Wildbahn wird es hingegen immer enger für den Nebelparder. Je mehr Regenwald abgeholzt wird, desto weniger Lebensraum bleibt der Großkatze. Wie viele Tierarten, ist auch dieser Waldbewohner durch Abholzung und Wilderei vom Aussterben bedroht. Die größte Population lebt heute auf Borneo. "Wir unterstützen dort ein Schutzprojekt. Da lag es für uns nahe, dass wir den Nebelparder auch in unserem Zoo erhalten und weiter züchten", so Frank Brandstätter, Zoodirektor in Dortmund. Für Nachwuchs sollen auch die beiden Neuen sorgen, die noch keinen Namen haben.
Nebelparder tragen eine große auffällige Fleckenzeichnung. Erwachsene Kater erreichen ein Gewicht von 20 Kilogramm. Die Urwaldbewohner leben versteckt, jagen nachts und ernähren sich von Kleinsäugern, Vögeln und gelegentlich sogar kleineren Hirschen. Außerdem sind die Raubkatzen echte Kletterkünstler - sie können kopfüber an Baumstämmen absteigen.
"Auch in der neuen Anlage gibt es viele Klettermöglichkeiten für die Tiere. Für die Besucher haben wir an dem neuen Außengehege extra einen Aussichtsturm gebaut, damit sie sich auf Augenhöhe mit den Katzen begeben können", so Brandstätter.
Zum SeitenanfangMehr als 150 bunte Schmetterlinge von 30 bis 40 Falterarten haben ab Samstag (31.07.10) ihre neue Heimat im 145 Quadratmeter großen und 8,50 hohen neuen Schmetterlings-Dschungel des Krefelder Zoos. Exotische Pflanzen und ein Wasserlauf bieten den Tierchen für ihre Freiflüge (fast) naturgetreuen Lebensraum. Für Aufbau und Erhalt der Population bekommt der Zoo wöchentlich Schmetterlingspuppen von Zuchtstationen in Südamerika, Asien und Afrika.
Außer den schon flugfähigen Schmetterlingen sind im Krefelder Schmetterlings-Dschungel Raupen- und Schlupfkästen sowie die dazu gehörigen Info-Tafeln zu sehen. Die Kosten des Hauses in Höhe von 570.000 Euro finanzierte der Verein der ZooFreunde mit 550.00 Euro nahezu im Alleingang.
Geöffnet ist der Schmetterlings-Dschungel das ganze Jahr - Schmetterlinge gibt es aber nur von April bis 31. Oktober zu sehen. Danach haben die Tiere Fortpflanzungspause bis zum folgenden Frühjahr. Eine komplette Saison im Krefelder Schmetterlings-Dschungel wird wohl keines der Insekten erleben - sie werden nur zwischen einigen Tagen und wenigen Wochen alt.
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