Sonntag, 19.10.2014

Nachwuchs bei den Großen Maras

Mara-Jungtier/Rechte: Zoo-foto.de/Claudia Kuster Junger Mara auf der Südamerikaanlage des Zoos

Ein Blick auf die Ohren, die langen Beine und das braune Fell - das muss ein Hase sein, denkt sich so mancher Zoobesucher, wenn er am Gehege der Großen Maras vorbeikommt. Das hat sich wohl auch der gedacht, der dem Tier aus Südamerika seinen Spitznamen "Pampahase" verpasst hat. Doch denkste! Dieser putzige Nager gehört tatsächlich zur Familie der Meerschweinchen - auch wenn er hüpfen und springen kann wie das gewöhnliche Langohr.

Hohe Sprünge, schnelle Sprints

Große Maras bewohnen die weiten Grasebenen im Südosten Südamerikas sowie die Pampas Argentiniens. Dort grasen sie in kleinen Gruppen und bewegen sich eben hoppelnd oder auch im Passgang vorwärts. In schnellen Sprints fliehen sie vor ihren Fressfeinden. Dann flüchten sie in ihre selbst gegrabenen Erdhöhlen, in die sich die tagaktiven Tiere nicht nur nachts zurückziehen, sondern dort auch ihre Jungen aufziehen.

Solch eine Höhle gruben sich die Maras kürzlich auch im Duisburger Zoo. Darin verschwand das Weibchen der Gruppe und ward drei Monate nicht mehr gesehen. Die Tierpfleger wussten, was das bedeutete: Da ist Nachwuchs im Anmarsch. Und tatsächlich, mittlerweile hüpft der kleine "Große Mara" auf der Anlage herum und gibt den Zoobesuchern wieder Rätsel auf - in seinem Hasenkostüm.

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Mittwoch, 08.10.2014

Elefantenkuh verliert Jungtier

Elefantenherde/Rechte: dpa Kölner Elefantenkühe mit Jungtieren (Archivbild)

Die asiatische Elefantenkuh "Maha Kumari" im Kölner Zoo hat ihr ungeborenes Jungtier verloren. Die Elefantenkuh war im 15. Monat trächtig. Die Tragzeit bei Elefanten beträgt 22 Monate. Das Kalb ist wahrscheinlich das erste Opfer der Pockenerkrankung, mit der sich mittlerweile acht Elefanten der Kölner Herde infiziert haben. „Wir wussten, dass dies passieren kann - aber nicht muss", so Zootierarzt Olaf Behlert.

Pfleger tragen Schutzkleidung

Anfang September waren zunächst nur drei Tiere erkrankt, dann hatten sich die Pocken auf weitere Tiere der Herde übertragen. Wie das Virus in das Gehege der Elefanten gelangt ist, ist unklar. Für Menschen kann es aber nur gefährlich werden, wenn sie Hautkontakt mit den Elefanten haben. Deshalb tragen die Pfleger bei der Arbeit Schutzkleidung. Das Elefantenhaus ist für Besucher geschlossen. Die Tiere sind aber auf der Außenanlage zu sehen. Seit den 1970er Jahren gelten Pocken bei den Menschen als ausgerottet. Doch bei vielen Tierarten, wie zum Beispiel auch Kühen, brechen sie immer noch aus.

Fußbäder für Dickhäuter

Das größte mit den Pocken verbundene Risiko ist das sogenannte Ausschuhen. Dabei löst sich die Fußsohle der Dickhäuter ab. Deshalb werden die kranken Elefanten mit Fußbädern behandelt. Im schlimmsten Fall können die Tiere durch das Ausschuhen nicht mehr stehen und müssten infolgedessen sterben. Die Pocken auf der Haut, die etwa so groß wie 10-Cent Stücke sind, werden zudem mit Salben eingerieben. Sie treten vor allem an den Schleimhäuten auf, besonders in Mund und Rachen.

Tiere bleiben im Herdenverband

„Die Tiere werden antibiotisch sowie immunologisch versorgt und die Pocken lokal behandelt. Wir setzen bei der Behandlung vor allem auf die Stärkung des Immunsystems", so Behlert. Die Tiere verbleiben im Sozialverband, um so unnötigen Stress, der zu einer weiteren Schwächung des Immunsystems führen kann, zu vermeiden.

Auch Marlar ist trächtig

Elefantenkuh "Maha Kumari" sei trotz Verlust ihres Kalbes wohlauf, hieß es aus dem Zoo. Unter den Kölner Elefantenkühen sind auch Publikumsliebling "Marlar" und "Tong Koon" trächtig. Beide seien aber bisher aber unauffällig, hieß es aus dem Zoo.

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Dienstag, 16.09.2014

Abschied von Eisbärin Fanny

Eisbaer/Rechte: Zoo Gelsenkirchen.jpg Eisbärin Fanny starb mit 35 Jahren

Auf ihre alten Tage wurde die Eisbärin im Gelsenkirchener Zoo von ihren Pflegern mit gekochtem Haferschleim verwöhnt. Manchmal gab es sogar ein Töpfchen Sahne. Die Zähne wollten einfach nicht mehr helfen beim Kauen und auch das Gewicht des Tieres schrumpfte in den letzten Wochen zusehends. Jetzt starb Fanny im WWW: Gelsenkirchener Zoo - im hohen Alter von 35 Jahren. "Sie ist friedlich eingeschlafen", so Zoo-Biologin Sabine Haas. Eine anschließende Obduktion ergab keine Auffälligkeiten. Fanny starb einfach an Altersschwäche.

Die Eisbärin kam 2008 aus dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg ins Ruhrgebiet und verbrachte die letzten Jahre mit Eisbär Elvis, der bereits letzten Sommer mit 34 Jahren gestorben war. Eisbären zählen zu den größten Bären und damit zu den mächtigsten Landraubtieren der Welt. Das bisher bekannte älteste Tier ist mit 41 Jahren gestorben.

Der Zoo hat neben den beiden jüngeren Eisbären "Lara" und "Bill" auch noch die kleinwüchsige "Antonia". Sie ist eine Art Maskottchen des Gelsenkirchener Zoos. Bislang lebte sie in einem kleineren Gehege. Nun ist sie in ein größeres umgezogen.

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Freitag, 01.08.2014

Vierfacher Storchennachwuchs in Bochum

Storchenküken/Rechte: Tierpark Bochum
So sah der Storchennachwuchs im Tierpark Bochum noch vor wenigen Wochen aus

Es hat geklappt - endlich. Liselotte und Fridolin, die verbandelten Weißstörche aus dem WWW: Tierpark Bochum, haben erstmals Nachwuchs. Weil der Bruterfolg des Storchenpaares im vergangenen Jahr ausgeblieben war, setzte das Pflegerteam diesmal auf eine professionelle Ausstattung.

Pfleger mit Storchennest/Rechte: Tierpark Bochum + Lukas Gers mit seinem selbstgebauten Nest Mit viel Mühe hatten die Tierpfleger gehämmert, geflochten und gestopft, bis das Nest aus Reisig, Stroh und Holzschnitzeln nach genauer Anleitung des Naturschutzbundes hergerichtet war. "Das waren schon mehrere Tage Arbeit, bis wir alles fertig hatten", erzählt Tierpfleger und Nestbauer Lukas Gers. "Besonders wichtig war uns die Füllung, weil es schön gemütlich für den Storchennachwuchs sein sollte." Doch Liselotte und Fridolin gaben sich eigensinnig. Sie ignorierten das Nest der Tierpfleger und setzten auf einen Eigenbau im Innern des Nordseewaltenhauses - geschützt vor allzu neugierigen Blicken.

Klappern zur Begrüßung

Weißstörche nisten in der Natur auf Felsvorsprüngen, Bäumen, Gebäuden oder sogar Strommasten, dabei bevorzugen sie wasserreiche Gebiete. Die Tiere können über 35 Jahre alt werden. Typisch für Weißstörche ist das Klappern ihrer Schnäbel, daher werden sie häufig auch als Klapperstörche bezeichnet. Das Klappern ist aber nicht nur Teil ihres Balzverhaltens, sondern dient auch der Begrüßung des Partners und der Verteidigung gegen mögliche Konkurrenten. In Deutschland erholen sich die Bestände der großen Zugvögel langsam. So zählten die ehrenamtlichen Weißstorchbetreuer des Naturschutzbundes 2013 deutschlandweit 5.563 Paare.

Die vier jungen Bochumer Störche haben in kurzer Zeit enorm an Größe zugelegt. Aus den flauschigen Küken in grauem Gefieder sind mittlerweile stattliche Jungvögel geworden, die auf noch etwas wackeligen langen Beinen durch die Außenanlage staksen.

Jungstörche/Rechte: Tierpark Bochum
Aus den flauschigen Küken sind mittlerweile langbeinige Weißröcke geworden. Von ihren Eltern sind sie nur durch die schwarzen Schnäbel zu unterscheiden

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Dienstag, 29.07.2014

30.000 Blattschneider ziehen um

blattschneiderameise.jpg Ausgestattet mit scharfen Beißwerkzeugen: Die Blattschneiderameise

In die neue Ameisenanlage des WWW: Wuppertaler Zoos kommt jetzt richtig Bewegung. Immerhin muss die komplette Kolonie der Blattschneiderameisen in eine neue Behausung umziehen - an die 30.000 Tiere. Der erste Teil des durchsichtigen Röhrensystems sei jetzt fertiggestellt, so Zookurator André Stadler. Bevor nun aber Stufe zwei des Ausbaus beginnen kann, müssen die Tiere im Neubau heimisch werden. "Wir locken die Ameisen mit Futter. Jetzt laufen erst einmal Späher der Kolonie vor und erkunden die neue Umgebung. Dann werden sie eine Duftspur legen und wir hoffen, dass die anderen Tiere folgen." Wie lange das dauert, könne niemand sagen. "Manchmal dauert es Monate." Ist die Anlage im Verlauf der nächsten Monate komplett, können Besucher das Kolonieleben in einem rund 20 Meter langen Röhrensystem ganz nah verfolgen.

Schneiden, schleppen, kauen


Blattschneiderameisen sind dafür bekannt, mit ihren scharfen Mundwerkzeugen Blätter zu zerteilen. In ihrer tropischen Heimat fressen die Tiere in wenigen Tagen ganze Bäume und Weiden kahl. Jede Ameise der Kolonie hat ihren eigenen Job. So schneiden und tragen die Schneiderameisen riesige Blattstücke, die um ein Vielfaches des eigenen Körpergewichtes wiegen. Soldaten der Kolonie bewachen die Blattkolonne. In den Ameisennestern werden die Blätter schließlich nicht gefressen, sondern nur sorgfältig zu einem Blattmatsch zerkaut. Ein hervorragender Nährboden für die eigene Pilzzucht der Ameisen, von der sie sich ernähren. Auch in den Plastikröhren des Zoos sollen bald die Pilzgärten, Brutkammern und Abfallgruben der Blattscheiderameisen zu sehen sein.


Video: WDR: Tierische Pilzfarmer [1LIVE]

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Oktober 2014

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