Donnerstag, 21.05.2015

Gestatten: "Mkali" - der Helle

Giraffenjungtier/Rechte: Werner Scheurer Große Augen, lange Schnute: Giraffennachwuchs in Köln

Dieser Blick und diese Schnute - da wird den Zoobesuchern im Köln ganz warm ums Herz. Der Giraffenbulle, der am 13. Mai 2015 zur Welt kam, darf mit Mama Koobi nun sein Gehege erkunden. Die Kölner Tierpfleger tauften das langbeinige Jungtier auf den Namen "Mkali", was so viel bedeutet "Der Helle". Denn ähnlich wie schon seine Mutter ist er für eine Netzgiraffe ungewöhnlich hell gefärbt.

Giraffenmutter mit Jungtier/Rechte: Werner Scheurer Für den kleinen Giraffenbullen ist derzeit nur die Milchquelle seiner Mutter interessant. Sonst ernähren sich Giraffen von Blättern, jungen Trieben und Knospen, die sie mit ihrer langen blauen Zunge geschickt und ohne sich an den Dornen der Akazien zu verletzen von den Ästen zupfen. Trinken müssen sie selten, die benötigte Flüssigkeit nehmen sie mit der Nahrung zu sich. "Bei uns erhalten sie als Ersatz Luzerneheu, im Sommer Laub, etwas Obst und Gemüse und ein pelletiertes Kraftfutter bestehend aus Getreide, Soja, Vitaminen und Mineralien", so Zookurator Alexander Sliwa.

Obwohl Giraffen so sanftmütig wirken, können sie sich mit Huftritten heftig gegen Angreifer zur Wehr setzen. "Trotz ihrer Größe und ihres Gewichtes bringen Giraffen es im Galopp auf bis zu 50 Kilometer pro Stunde." Bis der kleine "Mkali" seine ersten Rangkämpfe durchstehen muss, dauert es aber noch. Bislang weicht er seiner Mutter kaum von der Seite.

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Montag, 18.05.2015

Bühne frei für die Kampfläufer

blog_kampflaufer_rheine1.jpg Aufforderung zum Tanz: Kampfläufer bei der Balz

Dies ist keine Turniertanzgala im Naturzoo Rheine - den tanzenden Hähnen der Kampfläufer ist es bei ihrer Performance bitterernst. Die hübsch gefiederten Schnepfenvögel geben in der Balz alles, um die Weibchen der Kolonie zu beeindrucken - so auch dieser Tage in Rheine.

"Sie springen umeinander herum und führen Kampfspiele auf, bei denen sie sich nicht verletzen, aber doch einmal einen Mitbewerber um die Gunst der Weibchen vom Platz jagen", erklärt Zoodirektor Achim Johann. "Die Scheinkämpfe wirken auch wie eine Freestyle-Tanzparade mit Hip-Hop-Elementen. Hüpfen und springen bis zur Damenwahl."

blog_Kampflaufer_rheine3.jpg Hüpfen, tanzen, Scheinangriffe starten und verjagen

Die unscheinbar grau-braun gekleideten Weibchen suchen sich nach den Vorführungen den besten und schönsten Tänzer zur Hochzeit aus. Brut und Betreuung der Küken ist bei Kampfläufern allerdings alleinige Frauensache.

Im Naturzoo Rheine lebt mit 40 Tieren die größte Kolonie dieser Vögel in einem Zoo weltweit. Ihre Balz findet immer im Mai statt. Dabei suchen sich die männlichen Vögel für ihre Tanz- und Kampfrituale besondere Turnierplätze aus - meist auf kurzem Rasen, damit das Federkleid mit dem aufgestellten Kragen am besten zur Geltung kommt. Kampfläufer sind streng geschützt. Ihre Bestände sinken stark. Das Verbreitungsgebiet der Vögel erstreckt sich vom Nordwesten Europas bis nach Ostsibirien. Sie leben in Mooren, feuchten Wiesen oder an der Küste. Laut Stiftung Naturschutz kommen in Deutschland, Polen und den Niederlanden jedoch nur noch Restbestände vor.

blog_kampflaufer2.jpg Irgendwann sind auch Kampfläufer mal müde

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Donnerstag, 07.05.2015

Gorillababy in Krefeld

Gorilla Miliki mit Baby/ Rechte: Cornelia Bernhardt Noch hat das Gorilla-Jungtier keinen Namen

Große Freude im Gorillagarten des WWW: Zoos in Krefeld: Gorillaweibchen "Miliki" hat dort in der Nacht zu Mittwoch (06.05.2015) ein gesundes Jungtier zur Welt gebracht. Es ist der erste Nachwuchs für die Neunjährige, die in ihrer Kindheit teilweise von Menschenhand aufgezogen werden musste, da ihre Mutter zu wenig Milch hatte. Umso erfreuter sind die Zoomitarbeiter über den entspannten Umgang der Mutter mit ihrem ersten Jungtier.

Gorillababy mit Mutter/Rechte: Hella Hallmann
Welches Geschlecht der jüngste Familienzuwachs hat, können Tierarzt und Pfleger noch nicht sagen. "Wie schon bei Halbbruder Tambo wird es sicher einen Wettstreit zwischen Besuchern und Pflegern geben, wer zuerst das Geschlecht erkennt. Erst dann können die Zoomitarbeiter einen Namen auswählen", so Zoosprecherin Petra Schwinn.
"Miliki" wurde 2006 in einem französischen Zoo geboren und lebt seit Mai 2014 in Krefeld. In Frankreich hat „Miliki" bereits Aufzuchten anderer Jungtiere beobachten können, was ihr nun bei ihrem Baby hilft.

Neugierige Blicke aus der Ferne

Auch die anderen Mitglieder des Affen-Clans rund um Silberrücken und Vater "Kidogo" beobachten neugierig das kleine Familienmitglied. Besonders der knapp zweijährige "Tambo" ist sehr interessiert. "Vorsichtig nähert er sich Mutter und Jungtier und bestaunt das Baby. Körperkontakt hat das Jungtier jedoch nur zu seiner Mutter."

Gorilla Tambo beobachtet das Jungtier von Miliki Gorilla Tambo beobachtet den neuen Familienzuwachs

Mutter und Jungtier sind zwar bereits in den Innenanlagen des Gorillagartens zu sehen - doch nur wenn sie Lust haben. Die beiden können sich jederzeit in die geschützten hinteren Räume zurückziehen. "Besucher sollten auf jeden Fall Geduld mitbringen", so Petra Schwinn.

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Donnerstag, 30.04.2015

Heringsbrei für elf hungrige Küken

blog_pinguin_Rheine2.jpg Immer hungrig: der Pinguinnachwuchs im Naturzoo Rheine

Für den WWW: Naturzoo Rheine ist es eine Sensation: elf Pinguinküken sind dort geschlüpft. Zwar weiß man schon lange, dass die Humboldtpinguine in der Stadt an der Ems erfolgreich für Nachwuchs sorgen können. "Aber eine solch große Zahl von Jungen ist etwas ganz Besonderes", freut sich Zoodirektor Achim Johann.

Humboldtpinguine leben entlang der Pazifikküste vor Chile und Peru und nutzen als Kinderstube Erd- oder Felshöhlen. Beide Partner übernehmen Elternpflichten und wechseln sich bei der rund 40 Tage dauernden Bebrütung der zwei Eier und dann auch bei der Fütterung ihres Nachwuchses ab.

Bald beginnt die "Pinguin-Schule"

So geschieht es auch im Naturzoo Rheine. Sowohl Mutter als auch Vater stopfen ihren hungrigen Küken Heringsbrei den Schnabel, indem sie vorverdauten Fisch aus ihrem Magen hervorwürgen. "Zoobesucher können diese Fütterung mit etwas Glück selbst beobachten, weil zwei Pinguin-Paare ihre Nester nicht versteckt, sondern auf der Sandfläche der Anlage angelegt haben", so Achim Johann.

Die mittlerweile zwischen drei Wochen und wenigen Tagen alten Küken kommen im Alter von etwa zwei Monaten in die "Schule". Dann schlüpfen die Tierpflegerinnen in eine Ersatz-Elternrolle und bringen ihnen bei, Heringe und Sprotten aus der Hand und später auch aus dem Wasserbecken zu nehmen.

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Donnerstag, 16.04.2015

Huckepack durchs Bärengehege

Lippenbären/Rechte: Zoo Rheine Erster Ausgang: Lippenbär Niko lässt sich gerne von Mama tragen

Das Bärenjunge Niko wurde schon im Dezember 2014 im WWW: Naturzoo Rheine geboren. Doch erst jetzt im April darf er zum ersten Mal Streifzüge unter freiem Himmel unternehmen. Und da die Welt da draußen dem kleinen Petz noch etwas fremd ist, darf er noch huckepack auf Mamas Rücken durchs Gehege reiten.

Seltene Großbären

Niko ist ein Lippenbär. Die Großbärenart mit dem Zottelfell, der langen Schnauze und den riesigen Krallen ist in deutschen Zoos eher eine Seltenheit. Selbst in ganz Europa sind nur 25 Tiere in Zoos zu sehen. Mit Niko wächst seit über vierzig Jahren erstmals wieder ein Bär in Rheine heran.

Endlich raus aus der Wurfbox

Bei der Geburt sind junge Bären geradezu winzig und nur wenig entwickelt. Sie verbringen die ersten Wochen und Lebensmonate mit der Mutter in einer Höhle. Im Zoo ersetzt eine dunkle, isolierte Wurfbox die Geburtshöhle. Über eine Kamera konnte das Zooteam zumindest überprüfen, dass sich Mutter "Devi" gut um ihren Nachwuchs kümmerte und das Jungtier heranwuchs. Jetzt darf Niko aber zum ersten Mal im Leben seine Tatzen auf eine grüne Wiese setzen.

blog_lipppenbaer_rheine2.jpg Alleine laufen kann das Bärenjunge aber auch

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