Sonntag, 15.02.2015

Tierische Superhelden in Bochum

Hundskopfboa/Rechte: Tierpark Bochum

Eine echte Superheldin im Tierreich ist die neue Bewohnerin im Tierpark Bochum. Dort ist eine Hundskopfboa in die frisch renovierte Madagaskar-Anlage des Terrariums eingezogen. Die bis zu zwei Meter lange Boa bedient sich einer ausgeklügelten Technik, um Beutetiere aufzuspüren. Sie verfügt wie auch andere Boa-Arten über einen Infrarotsinn, der es ihr ermöglicht, die Wärmestrahlen ihrer Beutetiere zu sehen und diese so selbst in Verstecken leichter aufzuspüren.

Die neuen Nachbarn der Schlange sind die Taggeckos. Bei Besuchern sind die Neuzugänge schon jetzt beliebt, da sie oft gut sichtbar an der Glasscheibe des Terrariums auf und ab laufen.

Taggecko/Rechte: Tierpark Bochum Taggeckos haben Lamellen auf der Unterseite ihrer Füße, die es ihnen ermöglichen, sich selbst an glatten Oberflächen wie Glas festzuhalten und zu bewegen. Die Lamellen bestehen aus Milliarden einzelner Härchen, die sich an die Oberfläche anschmiegen. Durch die Berührung entstehen elektrostatische Kräfte, durch die sich der Gecko praktisch an der Oberfläche festsaugen aber problemlos wieder lösen kann. Diese Besonderheit der Geckos dient längst auch der Industrie als Vorbild. So versuchen Forscher beispielsweise ein besonders stark haftendes Klebeband zu entwickeln, das zum einen belastbar aber zum anderen auch ohne Rückstände lösbar ist.

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Sonntag, 08.02.2015

Norman ist jetzt ein Flaschenkind

Känguru-Jungtier/Rechte: Zoo Krefeld Känguru Norman wird von Tierpflegern aufgezogen

Glück im Unglück hatte das kleine Parma-Känguru "Norman" im Krefelder Zoo. Seine Mutter hatte das Jungtier verstoßen, obwohl es schon relativ weit entwickelt war. Erfolglos versuchte der Kleine sogar noch, in den Beutel eines anderen Muttertieres zu klettern. Doch dann bekamen die Tierpfleger Yvonne Wicht und Ronald Melcher Wind von der Sache und gewöhnten Norman an die Flasche.

Sechs Mal täglich füttern die erfahrenen Tierpfleger das Baby mit spezieller australischer Aufzuchtmilch für Kängurus. Tagsüber ist Norman in einer Box im Kängurustall oder wird von den Tierpflegern in einem Stoffbeutel auf dem Bauch herumgetragen. Nachts nimmt Yvonne Wicht ihren Schützling mit zu sich nach Hause. Dort bekommt er gegen Mitternacht seine letzte Mahlzeit, bevor er schläft.


Norman wurde wohl Pflegerin gibt Känguru die Flasche/Rechte: Zoo Krefeld Mitte September geboren. Das Geburtsdatum ist bei Kängurus nur exakt bestimmbar, wenn der Geburtsvorgang beobachtet wird. Babys wandern bei der Geburt nach einer einmonatigen Tragzeit mithilfe der Mutter in den Beutel. Dann sind sie kaum größer als ein Gummibärchen. Hier saugen sie sich fest an eine Milchzitze an und wachsen. Erst nach etwa fünf bis sieben Monaten verlassen sie den Beutel der Mutter.
In rund zwei Wochen werden die Tierpfleger mit der Milchentwöhnung beginnen. Diese Phase wird dann noch mal rund zwei Wochen dauern, bis Norman keine menschliche Hilfe mehr braucht und zu seinen Artgenossen zurückkehren kann. In der Aufzucht von Kängurus hat der Zoo Krefeld viel Erfahrung. Zoodirektor Wolfgang Dreßen promovierte über Verhalten und Fortpflanzungsbiologie von Parma-Wallabys. Zudem wurden im Jahr 2002 zwei Graue-Riesenkänguru-Jungtiere von Hand aufgezogen, nach einem Angriff einer frei gelassenen Gepardin, bei dem zahlreiche Kängurus zu Tode kamen. Auch Pflegerin Yvonne Wicht war damals an der Aufzucht beteiligt.

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Dienstag, 30.12.2014

Giraffenkalb auf wackeligen Beinchen

Er brauchte schon verdammt Giraffenkalb/Rechte: Zoo Münster lang, um das erste Mal auf seinen eigenen Beinen zu stehen - der kleine Giraffenbulle, der am Montag (29.12.2014) im Allwetterzoo Münster zur Welt kam. Als die Tierpfleger gegen acht Uhr das Giraffenhaus betraten, lag das Kalb im Stall, noch feucht von der Geburt, aber schon mit aufrechtem Hals. Der Kleine war bei der Geburt bereits um die 1,70 Meter groß und wog rund 45 Kilogramm. Nach einer Tragzeit von gut 15 Monaten hat die fast acht Jahre alte Netzgiraffe Makena ihr drittes Kalb problemlos zur Welt gebracht. Doch der Kleine stand erst Stunden später erstmals auf und unternahm auf wackeligen Beinchen einen Erkundungsgang durch das dick mit Stroh gepolsterte Gehege. Nur mit dem Trinken klappte es am ersten Tag noch nicht. Der Kleine findet die Zitze seiner Mutter nicht. Ähnliche Startschwierigkeiten hatte übrigens auch der vier Jahre ältere Bruder des kleinen Bulle kurz nach seiner Geburt. Bruder Paul wurde schließlich erst an die Flasche gewöhnt und dann an Mamas Zitze. Also liegen auch diesmal im Münsteraner Zoo die Milchflaschen schon bereit.

"Die beiden müssen sich erst noch aneinander gewöhnen", erklärt Zoosprecherin Stefanie Heeke. Die Zooleitung hofft auch auf das Verständnis und die Geduld der Besucher. "Wir haben heute das Giraffenhaus früher geschlossen, damit Mutter und Kalb Ruhe haben."

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Montag, 15.12.2014

Zwergflusspferd überrascht Tierpfleger

Zwergflusspferd/Rechte: Zoo Duisburg Kleines Zwergflusspferd mit Mutter

Im WWW: Duisburger Zoo ist am Freitag (12.12.2014) ein seltenes Zwergflusspferd zur Welt gekommen - und zwar früher als die Tierpfleger erwartet hatten. Sechs bis sieben Monate dauert die Tragzeit bei Flusspferden. Da hatte man den Nachwuchs vor Weihnachten noch so gar nicht auf dem Zettel. Nun also stampft das kleine Hippo durch das Stroh seines Geheges - immer dicht an Mamas Seite.

Das Kleine ist Resultat einer Romanze, die gar nicht so vielversprechend begann. Als man Mutter "Ayoka" 2011 nämlich den 5-jährigen Bullen "Atu" vorstellte, war sie wenig begeistert. Die ältere Ayoka" wies den Jüngling anfangs in die Schranken und wollte lange Zeit nichts von ihm wissen.

Ob das kleine Flusspferd männlich oder weiblich ist, konnte das Zooteam noch nicht kontrollieren. Allerdings wünscht man sich im Zoo dringend männlichen Nachwuchs. Warum? Bei den Zwergflusspferden werden unverhältnismäßig häufig Weibchen geboren. Ein Umstand, der der Fachwelt bislang immer noch Rätsel aufgibt.

Zoobesucher müssen sich noch ein wenig gedulden. Mutter und Jungtier werden die kommenden Tage in den nicht einsehbaren Stallungen in Ruhe verbringen. "Die Chancen stehen aber gut, dass die beiden vor Weihnachten in die Innen-Schauanlage wechseln, wo das Kleine im Badebecken den ersten Schwimmunterricht erhalten wird", so der wissenschaftliche Zoo-Leiter Jochen Reiter.

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Montag, 01.12.2014

Löwenäffchen im Dreierpack

Löwenäffchen/Rechte: Allwetterzoo Münster Drei auf einen Streich: Goldene Löwenäffchen in Münster

Das ist eine Sensation: Gleich drei Jungtiere brachte Eva im WWW: Allwetterzoo Münster zur Welt. Eva ist ein Goldener Löwenaffe und schon die sind ziemlich selten. Eine Drillingsgeburt - damit hatte das Zooteam aber gar nicht gerechnet. Dreifacher Nachwuchs ist äußerst selten, normal sind maximal zwei Jungtiere pro Wurf.

Goldene Löwenäffchen zählen zu den am meisten von der Ausrottung bedrohten Affen. Sie leben in den Wäldern Brasiliens und ernähren sich von Insekten, Obst und Nüssen. Neben ihrem goldenen Schopf tragen sie ausgeprägte Krallen an Händen und Füßen. Die winzigen Tiere, die ausgewachsen gerade einmal rund 500 Gramm auf die Waage bringen, sind exzellente Kletterer und verständigen sich mit zwitschernden Lauten untereinander.

Die Münsteraner Jungtiere werden zwar noch von der Mutter gesäugt, aber auch Vater "Lutz" oder auch ältere Geschwisterkinder kümmern sich um die Kleinen. Bald schon werden die Jungtiere ihre direkten Nachbarn im Affenhaus kennenlernen: Zwergseidenäffchen und Kugelgürteltiere.

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Februar 2015

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