Montag, 15.12.2014

Zwergflusspferd überrascht Tierpfleger

Zwergflusspferd/Rechte: Zoo Duisburg Kleines Zwergflusspferd mit Mutter

Im WWW: Duisburger Zoo ist am Freitag (12.12.2014) ein seltenes Zwergflusspferd zur Welt gekommen - und zwar früher als die Tierpfleger erwartet hatten. Sechs bis sieben Monate dauert die Tragzeit bei Flusspferden. Da hatte man den Nachwuchs vor Weihnachten noch so gar nicht auf dem Zettel. Nun also stampft das kleine Hippo durch das Stroh seines Geheges - immer dicht an Mamas Seite.

Das Kleine ist Resultat einer Romanze, die gar nicht so vielversprechend begann. Als man Mutter "Ayoka" 2011 nämlich den 5-jährigen Bullen "Atu" vorstellte, war sie wenig begeistert. Die ältere Ayoka" wies den Jüngling anfangs in die Schranken und wollte lange Zeit nichts von ihm wissen.

Ob das kleine Flusspferd männlich oder weiblich ist, konnte das Zooteam noch nicht kontrollieren. Allerdings wünscht man sich im Zoo dringend männlichen Nachwuchs. Warum? Bei den Zwergflusspferden werden unverhältnismäßig häufig Weibchen geboren. Ein Umstand, der der Fachwelt bislang immer noch Rätsel aufgibt.

Zoobesucher müssen sich noch ein wenig gedulden. Mutter und Jungtier werden die kommenden Tage in den nicht einsehbaren Stallungen in Ruhe verbringen. "Die Chancen stehen aber gut, dass die beiden vor Weihnachten in die Innen-Schauanlage wechseln, wo das Kleine im Badebecken den ersten Schwimmunterricht erhalten wird", so der wissenschaftliche Zoo-Leiter Jochen Reiter.

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Montag, 01.12.2014

Löwenäffchen im Dreierpack

Löwenäffchen/Rechte: Allwetterzoo Münster Drei auf einen Streich: Goldene Löwenäffchen in Münster

Das ist eine Sensation: Gleich drei Jungtiere brachte Eva im WWW: Allwetterzoo Münster zur Welt. Eva ist ein Goldener Löwenaffe und schon die sind ziemlich selten. Eine Drillingsgeburt - damit hatte das Zooteam aber gar nicht gerechnet. Dreifacher Nachwuchs ist äußerst selten, normal sind maximal zwei Jungtiere pro Wurf.

Goldene Löwenäffchen zählen zu den am meisten von der Ausrottung bedrohten Affen. Sie leben in den Wäldern Brasiliens und ernähren sich von Insekten, Obst und Nüssen. Neben ihrem goldenen Schopf tragen sie ausgeprägte Krallen an Händen und Füßen. Die winzigen Tiere, die ausgewachsen gerade einmal rund 500 Gramm auf die Waage bringen, sind exzellente Kletterer und verständigen sich mit zwitschernden Lauten untereinander.

Die Münsteraner Jungtiere werden zwar noch von der Mutter gesäugt, aber auch Vater "Lutz" oder auch ältere Geschwisterkinder kümmern sich um die Kleinen. Bald schon werden die Jungtiere ihre direkten Nachbarn im Affenhaus kennenlernen: Zwergseidenäffchen und Kugelgürteltiere.

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Montag, 24.11.2014

Kleinwüchsige Antonia wird 25 Jahre alt

Eisbärin/Rechte: Zoom Erlebniswelt Zu klein geraten: Eisbärin Antonia im Gelsenkirchener Zoo

Sie ist einer der Publikumslieblinge und längst eine Art Maskottchen im Gelsenkirchener Zoo: Antonia - die kleinwüchsige Eisbärin. Wer vor ihrem Gehege steht, merkt schnell - hier stimmt etwas nicht. Irgendwie sind die Beine dieser Bärin zu kurz geraten. Das kleinwüchsige Tier kam vor 25 Jahren im Zoo Karlsruhe zur Welt - gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Anton, der sich aber völlig normal entwickelte. Irgendwann hörte Antonia einfach auf zu wachsen und zog mit zwei Jahren nach Gelsenkirchen um.

"Antonia ist wahrscheinlich der einzige kleinwüchsige Eisbär in einem Zoo", schätzt Zoobiologin Sabine Haas. Zum Vergleich: Haben Eisbären normalerweise eine Schulterhöhe von 1,50 Meter, misst Antonia gerade einmal 70 Zentimeter. "So ein kleinwüchsiger Eisbär hätte in freier Natur keine Überlebenschance. Er wäre im Kampf mit anderen Bären immer unterlegen", so Haas. Antonia selber aber habe mit ihrer Größe kein Problem. Im Gegenteil, sie leide eher unter einem Napoleonkomplex und hielte sich für die Größte. "Da werden auch schon mal die großen Bären und auch die Tierpfleger durchs Gitter lautstark angefaucht."

Während Eisbären in freier Natur mit 25 Jahren schon uralt sind, können sie im Zoo durchaus 40 Jahre alt werden. Zum runden Geburtstag gibt es für Antonia eine Eisbombe mit Fisch, Joghurt und Beeren.

Eisbärin/Rechte: Zoom Erlebniswelt Antonia lebt allein im Zoogehege - sie hätte bei einem Kampf mit anderen Bären keine Chance

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Montag, 10.11.2014

Auch Marlar verliert ihr Jungtier

zoobog_marlar.jpg Marlar wurde 2006 im Kölner Zoo geboren. Damals die erste Elefantengeburt in der 140-jährigen Zoogeschichte


Elefantenkuh und Publikumsliebling Marlar im Kölner Zoo hat ihr ungeborenes Jungtier verloren. Schon im Oktober hatte ebenfalls eine Elefantenkuh aus der Herde eine Fehlgeburt erlitten. Schuld ist laut Zootierarzt Olaf Behlert die Pockeninfektion, mit der die Zooelefanten in den vergangenen Monaten zu kämpfen hatten.

Marlar war im 14. Monat trächtig. Die Tragzeit bei Elefanten beträgt 22 Monate. "Die Pockeninfektion hat bei Marlar nicht nur die Haut angegriffen, sondern auch innere Organe. So war wahrscheinlich auch die Gebärmutter befallen, so das es zu einem Abort kam." Als Abort bezeichnet man das Ausstoßen einer Frucht, also eines Fötus, der noch nicht lebensfähig wäre. Obwohl die Tiere in der Herde längst auf dem Weg der Besserung sind, kann diese Fehlgeburt eine Spätfolge der Infektion sein.

Elefantenhaus bis Weihnachten geschlossen

Anfang September waren zunächst nur drei Tiere erkrankt, dann hatten sich die Pocken auf weitere Tiere der Herde übertragen. Wie das Virus in das Gehege der Elefanten gelangt ist, ist unklar. Für Menschen kann es aber nur gefährlich werden, wenn sie Hautkontakt mit den Elefanten haben. Deshalb tragen die Pfleger bei der Arbeit Schutzkleidung. Das Elefantenhaus ist für Besucher geschlossen. "Wahrscheinlich noch bis Weihnachten, vielleicht aber sogar bis Ende des Jahres", so Olaf Behlert. Die Tiere sind aber auf der Außenanlage zu sehen.

Fußbäder für Dickhäuter

Das größte mit den Pocken verbundene Risiko ist das sogenannte Ausschuhen. Dabei löst sich die Fußsohle der Dickhäuter ab. Deshalb werden die kranken Elefanten mit Fußbädern behandelt. Im schlimmsten Fall können die Tiere durch das Ausschuhen nicht mehr stehen und müssten infolgedessen sterben. Die Pocken auf der Haut, die etwa so groß wie 10-Cent Stücke sind, wurden zudem mit Salben eingerieben. Sie treten vor allem an den Schleimhäuten auf, besonders in Mund und Rachen. In Köln werden von 12 Elefanten immer noch drei Tiere regelmäßig behandelt. Sie bekommen Injektionen und vereinzelt noch Fußbäder.

Noch zwei trächtige Elefantenkühe

Elefantenkuh "Marla" geht es trotz der Fehlgeburt gut. Auch war sie während der Pockeninfektion nicht so schwer befallen wie andere Herdenmitglieder, hieß es aus dem Zoo. Unter den Kölner Elefantenkühen sind nun noch zwei trächtig. "Unabhängig von der Pockenerkrankung gilt der Zeitraum zwischen dem 13. und 16. Monat als Zeitpunkt, wo Aborte bei Elefanten verstärkt auftreten", so der Zootierarzt. Diese kritische Zeit kommt für die anderen beiden trächtigen Tiere allerdings noch.

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Freitag, 24.10.2014

Seltene Waldgiraffe in Wuppertal

okapi_klein.jpg Okapi-Nachwuchs Zia guckt noch etwas scheu in die Welt

Sie sieht aus, als trage sie weiße Socken und eine Ringelhose - die kleine Waldgiraffe, die vor drei Wochen im Wuppertaler Zoo zur Welt kam. Der Okapinachwuchs hört auf den Namen "Zia", bringt zurzeit 32 Kilogramm auf die Waage und stakst mit weit aufgestellten Ohren durch ihr Zoogehege.

Nur 165 Okapis leben weltweit in Zoos. In freier Natur leben die äußerst scheuen Tiere gut versteckt in den Regenwäldern Afrikas. Sie erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 1,70 Metern und können rund 30 Jahre alt werden.

In Wuppertal wurde das seltene Tier jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Nachzuchten sind äußerst schwierig, häufig sterben Jungtiere bei oder kurz nach der Geburt. Zia aber hat laut Zookurator André Stadler die kritische Phase gut überstanden. Die Kleine hält sich allerdings noch viel im Stall auf. Zoobesucher haben die Möglichkeit, Zias Schritte auf einem Kamerabildschirm zu verfolgen.

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Dezember 2014

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