Dienstag, 29.01.2013

Engagement braucht der Jazz! | The commitment to Jazz

Wenn es um das Engagement für den Jazz geht, gehört der WDR weltweit zu den ersten Adressen. Das gilt sowohl für das Wirken im Einzugsgebiet Nordrhein-Westfalen als auch für die Jazz-Szene insgesamt.

Dieses Engagement zeigt sich etwa in der jährlichen Vergabe von Preisen, um herausragende Leistungen anzuerkennen. In diesem Jahr wird der WDR Jazzpreis bereits zum neunten Mal verliehen - aber es ist auch eine Premiere. Denn zum ersten Mal bildet ein viertägiges Festival den Kontext. Hervorragende Konzerte und internationale Künstler werten den Jazzpreis in seiner Außenwirkung zusätzlich auf. Der Preis ist insgesamt mit 30.000 Euro dotiert, die in vier Kategorien aufgeteilt werden. Die beiden höchstdotierten Preise - mit jeweils 10.000 Euro - zeichnen schöpferische Leistungen aus.

Der Preis in der Kategorie Komposition geht 2013 an WWW: Ansgar Striepens. Striepens ist Posaunist, Komponist und Arrangeur. 1965 in Werne geboren, arbeitet er seit 2004 regelmäßig mit der WDR Big Band zusammen. Er hat zudem einen Lehrstuhl an der Folkwang-Hochschule in Essen.

Der Preis in der Kategorie Improvisation geht an den Mundharmonika-Virtuosen WWW: Matthias Bröde. Als Autodidakt auf seinem Instrument ist Bröde schon immer seinen eigenen Weg gegangen. Der berühmte Saxophonist Dave Liebman schreibt über ihn: „Es ist immer Schwierig aus dem Schatten eines Giganten wie Toots Thielemans hervorzutreten. Aber Matthias hat das auf bewundernswerte Weise gemeistert." Der erste der anderen beiden Preise ehrt die Generation von Nachwuchstalenten und ihre Lehrer. Das JugendJazzOrchester NRW erhält den mit 5.000 Euro dotierten Nachwuchspreis.

Ein Ehrenpreis honoriert in diesem Jahr „besondere Radiobeiträge im Jazzbereich". Der Hauptpreis mit 3.500 Euro geht an den erfahrenen Radiomoderator Karsten Mützelfeldt für eine Sendung über das Inntöne Festival auf DRS. Außerdem war es der Jury, der ich angehöre, ein Anliegen, auch ein Signal an junge Radiomacher senden, die in der Lage sind, ein frisches Publikum anzusprechen und somit fit für die Zukunft des Jazz-Radios sind. So erhält der Berliner Nachwuchsjournalist Thus Nabil Atassi einen Preis von 1.500 Euro für seine Reportage über die Londoner Jazz-Szene, die der NDR ausgestrahlt hat und die WWW: hier nachgehört werden kann. Die Preise werden am Freitag, 1. Februar im Klaus-von-Bismarck-Saal des WDR Funkhauses in Köln verliehen. Eine gute Möglichkeit, dem Januar-Blues abzustreifen und mit Freude und Optimismus in den neuen Monat zu starten!
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striepens1.jpg Ansgar Striepens
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The commitment which broadcaster WDR 3 shows to Jazz, both in its home region of North Rhine Westphalia, and to the scene in general is as high as that of any broadcaster anywhere in the world.

One of the ways in which this commitment is demonstrated, is by giving out a series of prizes each year, to recognize excellence. This year is the ninth in which these awards have been made, but the first time they have been put in the context of a four-day festival, providing a context of top-flight concerts by international artists to make these awards more visible, and hopefully more widely known. The total available in prize money is EUR 30,000, which is split into four categories. The two most significant prizes, of EUR 10,000 each, fittingly, reward creation.

The composition prize for 2013 goes to WWW: Ansgar Striepens. Striepens is a trombonist, composer and arranger. Born in 1965 in Werne, he has been working regularly with the WDR Big Band since 2004. He has a professorial chair at the Folkwang University in Essen.

There is another prize for improvisation, which this year goes to the harmonica virtuoso WWW: Matthias Bröde. Bröde is completely self-taught on the instrument, and is a man who has followed his own imperatives. As Saxophonist Dave Liebman has written: "with a giant like Toots Thielemans around , it is hard to escape the shadow but Matthias has accomplished that admirably." The first of the other two prizes honours the rising generation of new talents, and the educators who work with them. The JugendJazzOrchester NRW is awarded a EUR 5,000 "Nachwuchspreis".

The fourth prize, the Ehrenpreis or Honour Prize, this year is awarded for an "outstanding contribution to Jazz radio broadcasting." It was split into two: The main prize of EUR 3,500 is awarded to the experienced broadcaster Karsten Mützelfeldt for a programme for DRS on the Inntöne Festival. The judges - of whom I was one - also wanted to give a signal that broadcasters from a younger generation, capable of addressing a younger audience are vital for the future. Thus, Nabil Atassi from Berlin will receive a prize of EUR 1,500 Euros for WWW: his report on the London Jazz scene for NDR.

The awards will be made in the Klaus-von-Bismarck-Saal of the Funkhaus in Cologne on 1st February. A great way to kick away the January blues and to start the new month with a feeling of hope and optimism!

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Das WDR 3 Jazzfest macht sich auf den Weg durch das Sendegebiet: Vom 30. Januar bis zum 2. Februar 2014 präsentiert es internationale Jazzgrößen ebenso wie regionale Musikerinnen und Musiker im Theater in Gütersloh.

Mittendrin: der Londoner Musikjournalist Sebastian Scotney, der schon von der Premiere des WDR 3 Jazzfests in Köln 2013 berichtete. In diesem Blog wird er erneut über seine Konzert-Erlebnisse schreiben.

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