Es ist Sonntag. Ein Tag zum mal so richtig nicht ausschlafen, denn: Heute geht's los!
Sonnenmilch LSF 80+, Adiletten, Trainingshose - der Koffer von Olli ist gepackt. Aber was nehme ich mit? Den Bierhoff-Anzug, den ein Team-Manager wie ich braucht? Bei 30 Grad im 1LIVE-Sektor? Gut, wenn wir in Jo'burg landen, ist es kalt. 1.753 Meter über dem Meer, 6 Grad über Null - das Haar von Jogi hält...
Als Team-Manager muss ich mich natürlich auch darum kümmern, dass in den Hotels genügend Decksteppen für unsere 11 für Südafrika da sind. Dass Shakira im Flieger was zu trinken bekommt und die in dem neuen Luftbus 380 genügend Tomatensaft für ne gepflegte Bloody Mary an Bord haben. Ich hab so sehr darum gekämpft, dass jeder(!) Gewinner und jede(!) Gewinnerin unserer 11 einen eigenen Sitzplatz bekommt. Und was soll ich sagen? Es hat geklappt. :) Keiner muss sich einen Sitz mit einem anderen teilen!
Ich löse jetzt noch das letzte Problem: das Packen meines Koffers. Und melde mich vielleicht später wieder. Mit Anzug und Handynummer von Shakira. Vielleicht singt die uns ja was. So als Live-Bordprogramm. Statt Mr. Bean.
Decksteppen...;-)
You made my day!!
Philipp am 6.06.10 14:02
Hi Micha,
wieso Koffer packen? Männer nehmen doch viel weniger Klamotten mit wie wir Frauen. Also reicht auch ein kleiner Trolly :-)
Ich wünsche Olli und dir einen guten Flug, viel Spaß in Südafrika (bin ja schon ziemlich neidisch) und kommt heil wieder. Freue mich jetzt schon wieder auf eure tolle Morningshow.
LG Nele
Nele Kerner am 6.06.10 17:41
Na dann pack mal "Waka Waka" Deinen Koffer...
Anna-Lena am 6.06.10 19:05
Hach, Fernweh in mir wird wach. Schön, dass ihr mittlerweile unversehrt und hoffentlich putzmunter und ausgeruht gelandet seid. Hoffentllich hat die kehlige Shakira nicht ihr komisches WM-Lied zum Besten gegeben. Go go go
Özlem am 7.06.10 9:52
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Die Anreise
14:20 Uhr. Abfahrt in Köln. Für mich, den Team-Manager. Unsere 11 für Südafrika kommen ja aus dem ganzen Sektor auf eigene Faust nach Frankfurt. Das wird schon klappen. Trainer Olli hat ja gedroht: "Wer zu spät kommt, kriegt kein Abendessen!" Das macht er mit mir auch immer. Mit Frühstück statt Abendessen. Deswegen bin ich immer pünktlich um 5 im Sender morgens. Aber das ist ein anderes Thema.
Im Terminal B treffe ich auf meinen Trainer und - vor allem - auf unsere 11 für Südafrika. Ich hab extra Trikots organisiert, atmungsresistent und sport-ungeeignet. Aber alle haben Sie an.
Ein paar Schritte über den grünen Teppich der Fluggesellschaft (Ein Rasen mit Elfmeterraum! Als Teppich! Cool!), und unsere Elf ist "Special Guest Jungfernflug National VIP", so richtig mit Angeberbändchen am Arm und "access all areas".
Jetzt zählt der Trainer noch mal durch, ich korrigiere die gezählten zehn auf elf 1LIVE-Spieler, und los geht's zum nächsten Programmpunkt, den ich als Team-Manager extra für unsere Elf klargemacht habe: zum Check-In.
Beim Check-In müssen alle durch so eine Art Metalltür - nur ohne Tür - und vor und hinter der Tür stehen Leute und warten auf jeden einzelnen. Das hat unserer Elf echt gut gefallen, und bei manchen von uns hat die Tür sogar gepiept. Was ein Spaß!
Nach der Kontrolle liegt ein langer Weg zum Gate vor uns. Für diesen Weg hab ich ein VIP-Shuttle klargemacht. So ein Elektroauto mit 'ner Stewardess drin. Leider nur mit Platz für sechs von uns. Klar, wem ich da bei sechs Mädels in der Truppe den Vortritt gebe: vier Frauen, Olli und mir natürlich. Der Rest der Truppe winkt uns fröhlich nach…
Cocktails und der Riesenvogel
Ankunft Gate C14. Es riecht nach Würstchen und Kaffee. Stewardessenhostessen reichen uns Drinks in Deutschlandfarben, trockene Brezeln und selbstgekaufte Muffins. Doch wen interessiert das, wenn du im vierten Stock eines Hauses direkt auf ein Cockpit starrst? Wir stehen direkt vor der A380, dem größten Passagierflugzeug der Welt, das zu unserer Beruhigung vor seinem Jungfernflug nur in Deutschland geflogen ist, weil die Piloten starten und landen üben mussten. Das Ding ist so groß, dass man neue Elefanten nach Afrika fliegen und eine Giraffe quer in die Business Class legen könnte.
Die Cocktails sind lecker, die Sitze bequem - aber irgendwie rockt die Veranstaltung noch nicht. Und wo ist die deutsche Nationalelf? Natürlich hab ich mir auch hier etwas einfallen lassen. Als Team-Manager habe ich unsere Elf zunächst mal in einen schnöden Wartebereich gelockt. Ohne ihr zu verraten, dass das eigentliche Highlight eine Rolltreppe höher auf uns wartet. (Unter uns: Ich wusste das zu diesem Zeitpunkt auch nicht, konnte aber tierisch damit angeben, allen zu sagen, dass wir jetzt zum eigentlichen Event wechseln.)
Klar kommen alle Frauen mit und fahren mit dem "VIP-Shuttle" :)
Anni am 7.06.10 14:50
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Unsere 11 ist pünktlich am Check in und alle tragen das Mannschaftstrikot - wie in meiner Trainer-Mail angeordnet. Die Drohung mit den Medizinbällen hat gezogen. Nachdem alle ihr Trikot auch ordentlich in die Hose gesteckt haben, geht es Richtung Gate.
Micha trägt sein schwarzes Managerhemd, ich das weiße Jogi-Trainerhemd. Die Leute, an denen wir vorbei gehen, gucken verwirrt bis interessiert. Bis sie merken, wer wird sind.
Micha hat als Manager auch an die kleinen Dinge gedacht, um der Mannschaft zu zeigen, wer die Trainingshose anhat: Wir gehen den Weg zum Security-Check nicht zu Fuß. Die Mannschaft schon.
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Zum Anschauen:
Fotos von uns und den Gewinnern am Frankfurter Flughafen.
Zum Nachhören:
Mein Gespräch mit Jerry - live vom Frankfurter Flughafen [1LIVE | 06.06.2010].
der michi ist ja schon `n schnittchen, gelle?
christina am 7.06.10 16:26
Ja die Gewinnerinnen.... Eine davon ist ein Playboy Model.... Ein Schelm wer Böses denkt, wenn er an die Ziehung der Lose denkt....
Pit am 7.06.10 22:59
ich glaube, ich weiß auch welche...
christina am 8.06.10 19:17
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Wow. Wir gucken aufs Dach der A380 und in einen großen Raum mit Bühne, weißen Tischen, vielen Kameras, Kickertisch, Bars und Häppchen. Statt Wiener Würstchen und Kartoffelsalat (wie eine Etage tiefer) gibt es hier zusätzlich Hot Dogs und Frikadellen, stilvoll serviert. Und nur wir sind hier. Plus ein paar wenige andere. Wirklich wenige. Ich hätte nicht gedacht, dass das (natürlich von Olli und mir organisierte) Event derart exklusiv sein wird.
Alle strahlen, essen, hören, warten, lachen - und trommeln Shakiras "Waka Waka". Ist so ne "lustige" Idee des "lustigen" Moderators auf der Bühne, den Recep erst mal übern Tisch zieht, weil er als Teil unserer Elf natürlich jede schnöde Fußballfrage beim Fußballquiz sofort beantworten kann. Richtig so! Und Recep ist es auch, der als erster ruft "Da ist Jogi!".
Die komplette deutsche Fußballnationalmannschaft läuft an uns vorbei. Was sage ich? Die stolpern fast über uns, weil wir uns direkt vor deren Nase gesetzt haben. Das erste Mal WM-Stimmung hautnah! Obwohl, da kommt Gomez… So, jetzt: WM-Stimmung. Hier sind Lahm, Schweinsteiger, Friedrichs, Cacau, … - und ein paar alte Männer mit grimmigen Gesichtern.
Die Spieler geben uns Autogramme - und wenn einer nicht will, stellt sich ihm unsere Elf einfach in den Weg. Autogramm-Foul, wie wir hier sagen. Schweinsteiger und Lahm beantworten ein paar belanglose Fragen des Quiz-Moderators, Bierhoff guckt zu, Arne Friedrich hat ein Auge auf Ines geworfen, Jansen unterschreibt Biancas Trikot. Das kann man ja heiß durchwaschen, falls wir in der Vorrunde rausfliegen. Aber daran denkt hier im Moment niemand.
DER WAHNSINN!!!
Was ist das ein Gefühl, dabei zu sein, oder gar mit so einer Stimmung begrüßt zu werden.
MIr läufts kalt den Rücken runter! GEIL!
wie cool die einfach nur drauf sind:D
Gruß aus dem Münsterland!
Henning am 7.06.10 6:56
Wow da wär ich gern dabei :)
Sassy am 7.06.10 8:47
Die scheinen ja alle irgendwie angepisst zu sein - die wenigsten Lächeln
Johannes am 7.06.10 9:36
Schön alles mitfilmen Herr Dustin!
Ich seh alles!! :))
Doug am 7.06.10 9:49
Wie kann man nur so schlecht gelaunt sein? Die Spieler sollten sich mal ein Beispiel an den Fans nehmen.
Datt geht ja gar nicht.
Elke am 8.06.10 14:30
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Die deutsche Nationalmannschaft sitzt bereits im Riesenflieger. Business Class. Was kein für Problem für uns ist, denn angeblich ist die A380 ja sowieso in jeder Klasse total stylisch und luxuriös. Wir "boarden" und werden dabei fotografiert. Wie hier sowieso alles gefilmt und fotografiert wird. Von allen Sendern und Fotografen Deutschlands. Zwei Rolltreppen, der Schlauch - und dann sind wir drin und … es ist … ein Flugzeug! Die A380 ist ein Flugzeug! Was ich damit sagen will: Es ist halt wie in einem Flugzeug, mit dem man in die Ferien fliegt. Ich habe es mir größer vorgestellt. Gut, es ist größer, aber eben nicht riesig. Es ist länger und höher - und es ist faszinierend, dass alles so neu und Hightech ist. Aber das war's. (Sorry, Flugzeugfans.)
Natürlich habe ich dafür gesorgt, dass unsere Elf komplett zusammen sitzt. Dann kann Olli noch ein paar Ansagen als Trainer machen und gleich allen eine gute Nacht wünschen. Der Kapitän macht 'ne Durchsage, die keinen interessiert, weil jeder auf dem Flatscreen vor dem Sitz rumrutscht. Doch dann spricht: Shakira!!! Sie bedankt sich bei allen, dass wir gewartet haben, liebt Deutschland und wünscht uns bei der WM viel Glück. Gewartet haben wir auf sie, weil sie mit ihrem Freund zu spät in Frankfurt gelandet ist. Olli und ich haben dann beschlossen zu warten. Schließlich fliegt Familie Shakira First Class nach Südafrika. Bei ihr oben ist es schön warm, während wir uns hier unten die Beine abfrieren, weil die Klimaanlage so kalt bläst.
Wir heben ab. Plump, leise - wie in Zeitlupe. Dann fliegt diese Riesenkiste endlich. Mit unserer Elf nach Südafrika….
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Kurz vor Johannesburg haben wir uns direkt aus dem Cockpit bei den Kollegen Tobi Schäfer und Andreas Bursche gemeldet:
Zum Nachhören unser Talk [1LIVE | 07.06.2010 | 6:45 Uhr].
Und hier gibt's die
Bilder von unserer Tour.
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Zehn Stunden fliegen wir nun schon.
Weil wir so viele Mädels in der Mannschaft haben, habe ich mir auf dem Flug Prosecco und Erdbeeren bestellt und Alice im Wunderland geguckt. Alvin und die Chipmunks 2 kannte ich schon. Jetzt, wo ich grade mitten in Grey's Anatomy hänge, werden Olli und ich ins Cockpit gerufen.
Olli telefoniert per Satelliten-Telefon zuerst mit seiner Mutter, der Tante in Australien - und dann mit Tobi Schäfer und dem Bursche. Ich filme das Ganze und bin voll neidisch, weil Kapitän Raps so viele Knöpfe vor sich hat, die er drücken kann. Egal. Dafür drücke ich den Mädels unserer Elf später den Hotelschlüssel in die Hand. Wird er schon sehen, der Herr Raps, was ich davon hab.
Auf dem Rückweg zu unserem Platz läuft uns Cacau über den Weg. Olli stellt ihm drei Fragen, ich drängle mich vorbei zu meinem Platz, weil es Frühstück gibt.
Die Ankunft
Weich wie die Butter auf meinem Brötchen setzt Kapitän Raps den Riesenjumbo auf südafrikanischen Beton. Überall am Boden stehen schon Leute, wollen das Flugzeug sehen. Doch was ist das? Überall Militär! Wird unsere Elf verhaftet? Kapitän Raps macht die Durchsage, dass alle Nationalmannschaften aller Länder vom Militär empfangen werden. Das sei normal so. Wir sollten uns keine Sorgen machen, allerdings die Plätze auf keinen Fall verlassen, mucksmäuschenstill sein und uns bei dem ersten, noch so leisen Geräusch auf den Boden werfen…
Tata! Unser erstes gemeinsames Foto auf südafrikanischem Boden. Unsere Elf ist im Land der Fußball-WM 2010! Keine zwei Minuten später sehe ich einen ersten Einheimischen.
Endlich offiziell eingereist beginnt die Suche nach Erna. Erna ist unsere Reiseleiterin, nur wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sie Erna heißt und unsere Reiseleiterin ist. Ich laufe also in meiner Position als Team-Manager in die Menge in der Wartehalle des Flughafens und spreche eine Frau mit roter Jacke an.
Erna
In Ernas privatem Fanmobil...
machen wir uns alle auf den Weg nach Pretoria. Erna will uns nämlich etwas zeigen. Immer wenn unsere Elf nicht zuhört, bläst sie so laut in die Vuvuzela, dass sich die Decke in ihrem Fanmobil löst und die komplette Mannschaft wieder gebannt zuhört.
Jetzt schwärmt Erna von Pretoria. Den ganzen langen Weg von Johannesburg bis zum Church Square, unserem ersten Stopp. Von den Farben, den Menschen, den Häusern, den Früchten, … und sie sagt, dass es grade sehr leckere Zitrusfrüchte gibt. Weil jetzt die Zeit dafür wäre. Aber essen dürften wir sie nicht. Zumindest nicht in ihrem Fanmobil, weil die Flecken in die Sitze machen. Deswegen habe ich den Obststand am Church Square nur fotografiert und allen gezeigt. Und wenn ich zuhause bin, presse ich das Foto zu Saft. Versprochen!
Jetzt beginnt die eigentliche Reise. Eine Busfahrt - oder soll ich sagen Busch-Fahrt? - durch die Steppe Südafrikas. Fünf Stunden über den heißen Asphalt in Richtung Sabie, dem Ziel unserer ersten Etappe. Okay, wir haben ein paar Pinkelpausen für Olli (und die Mädels) und eine Raucherpause für Erna eingelegt.
Und seit an einer Tankstelle süße kleine Kätzchen unseren Elfinnen die Tränen in die Augen getrieben haben, ziehen Olli und ich die Mädels mit Kätzchen-Sprüchen auf. So nach dem Motto "Eins ist ins Klo gefallen" oder "Guckt mal hier, ist das nicht die Straße, wo wir vorhin eins dieser süßen Kätzchen….", naja, ihr wisst schon … ;)
Das tolle an unserer Elf für Südafrika: Sie versteht Spaß. Oder hat Humor (oder schlichtweg geschlafen, als Olli und ich die Sprüche gemacht haben). Es gab zumindest keine Beschwerden. Im Gegenteil. Völlig fasziniert standen wir alle auf dem Long Tom Pass und staunten über die Natur hier in Südafrika. Wow!
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Punktlandung 7 Uhr 10 in Johannesburg. Erst dürfen Jogi und seine Jungs raus, dann wir.
Der spritzige Steward haucht soft ins Mikro: "Tjjjaaa, Kaptitän Raps hat soeben die Runway … ahhhmm geküsst."
Er kann Shakira eh nicht mehr toppen. Sie sorgt zehn Minuten nach Abflug für lauten Jubel, als sie ohne Ankündigung alle im Flieger begrüßt - und unserer Nationalmannschaft viel Glück gewünscht hat.
Zum Nachhören:
Unser Gespräch mit 1LIVE-Moderator Christian Terhoeven [1LIVE | 07.06.2010 | 14:35 Uhr]
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Wir lernen Erna kennen. Sie wird die nächsten Tage unsere Supernanny sein und uns ihre Heimat Südafrika zeigen. Sie ist süß, aber taff und rennt immer 100 Meter voraus.
Wir drehen mit ihr eine Runde durch die Hauptstadt Pretoria und ich fühle mich zurück versetzt ins Jahr 2006. Da ist es wieder, das WM-Fieber. Nur in Südafrika. Überall, wo eine Fahne dran passt, hängt auch eine: Der Fernsehturm hat sich einen Ball umgeschnallt, an jeder Ecke hängt eine Werbung, die mit Fußball zu tun hat, über die Außenspiegel der Autos werden Flaggen gestülpt.
Wir fahren Richtung Krüger Nationalpark. Jaques ist unser Fahrer. Ich hatte zuerst etwas Angst vor ihm, weil er so aussieht wie ein holländischer Rugbyspieler. Aber nach 50 Kilometern taut er auf, geht zu Gossip hinterm Lenkrad steil und bläst in seine Südafrika-Vuvuzela.
Also das mit den Fahnen am Auto, hab ich hier in Deutschland aber auch!! :)
Wird glaub ich der neue Trend :)
Aber der Fußball am Fernsehturm ist echt genial!!
Nadine am 8.06.10 5:43
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In unserem Tourbus läuft bis Samstag unsere TOP 42 auf Dauerrotation. Jeder aus unserer Truppe hat seine drei Favoriten abgeben, diese Tracks laufen jetzt bis Samstag durch.
Ich will zwischendrin mal kurz
FIVE FM hören, das 1LIVE Südafrikas. Wir schalten das Radio an und drehen die Kiste erstmal laut, denn zur Mittagspause läuft auf FIVE FM Rammstein mit "Ich will". Der Song ist zu Ende, es folgt Nena mit 99 Luftballons auf englisch. Was kommt danach?
Die Toten Hosen? Nein, eine Moderatorin sagt: "Wie geht’s - Welcome to the Germans." Lustiges Erlebnis mitten in der Pampa auf dem Weg zum Krüger Nationalpark.
5FM ist nicht das Einslive von coza das ist Highveld Stereo 94.7 FM (-:
Ihr hört den falschen Sender (-:
Gruß an meine lieblings DFM Mitarbeiterin
Andreas Pilz am 7.06.10 22:53
Kleiner Tipp von einem treuen Fan aus dem Sektor, der jetzt 4 Monate in Cape Town zugebracht hat:
Samstag oder Sonntag in Cape Town zum Braai (so nennt man hier Grillen) zu Mzolis in Gugulethu! Kennt hier so ziemlich jeder und ist ne riesen Fete jede Woche! Wenn ihr nach dem Spirit of SA sucht, da findet ihr ihn! Truly South African!
Und noch ein echter Geheimtipp:
Goldfish! Zwei Kapstädter die Musik machen die sofort mit reißt! Hört euch davon mal was an! Fort Knox, Cruising Through, This is how it goes...
Wär großartig wenn davon mal was bei Einslive laufen würde, die Jungs werden noch groß!
so long...
support Bafana Bafana
and
FEEL IT! IT IS HERE!
Stephan am 7.06.10 23:04
Ja cooool :) Das muss man sicherlich mal erlebt haben! :D
Dann noch viel Spaß und wir drücke hier aus Deutschland unseren Jungs die Daumen!!
Olli, ihr müsst dafür sorgen, dass sie gewinnen!!
Jana am 8.06.10 1:38
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Wir sind da! Im Hotel. Und wir haben den Prosecco für die Elfinnen vergessen. Egal. Schnell ablenken. "Iris, dein Koffer fehlt" - "Was?" - "War nur'n Spaß! ;) Der von Bianca ist weg." Wer denkt da noch an Prosecco?
Das Hotel habe ich wirklich gut aussuchen lassen: die angeforderten Decksteppen, Orangensaft, Spielplatz für die Kleinen - alles da.
Und jetzt wird sich der Kapitän Raps aus der A380 ärgern, denn ich drücke - wie versprochen - den Mädels den Zimmerschlüssel in die Hand.
Natürlich ihren eigenen ... Was ihr immer denkt ... tz.
Hey, lieben Gruß an alle da unten...schöner Blog..ich fühl mich mitten unter euch...ich hab schon mal neidisch eure Schaukeln ins Auge gefasst..
Viel Spaß und haltet die Stellung!!
Sabine am 8.06.10 11:30
Heike, ich vermisse dich (und den ersten Kaffee am Morgen)!!!
Tolle Bilder, toller Blog. Nur eins fehlt euch für eine wirklich unvergessliche Woche - ICH!
Habbt eine schöne Zeit!!!!!!!
Thomas
Thomas am 8.06.10 13:45
Einen ganz lieben Gruß nach Südarikfa.
Ich verfolge ab jetzt täglich euren Blog, weil ich sooooo gerne dabei gewesen wäre. Leider bin ich, wie viele andere Einslive-Hörer, nicht bei euch durchgekommen.
Ich wünsche Euch ganz viel Spaß da unten!!!
Die Reiseleitung "Erna" heißt ja genau wie ich (mein Spitzname), aber sie sieht dazu auch noch aus wie eine richtige Erna. :-)
Alles Liebe aus dem "Pott"! Erna
Britta am 8.06.10 16:16
Hallo an alle von 1live in Südafrika!
Ich wünsch euch allen eine ganz tolle Zeit und viel Spaß dort unten!
Den Blog werde ich die ganze Woche verfolgen und freue mich mit euch. Besonders mit dir Ines. ;-)
Alles Liebe
Marion
marion am 8.06.10 19:47
Hey, wer ist denn die hübsche Frau da rechts im Bild mit dem 5er Schlüssel?
Tom Walter am 9.06.10 20:50
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Zum Nachhören:
Heute Morgen habe ich mich bei den Kollegen Andreas Bursche und Tobi Schäfer gemeldet. [1LIVE | 08.06.2010 | 07:20 Uhr]
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Es geht weiter. Obwohl ich ja locker noch fünf bis zehn Minuten hätte schlafen können. Ich bin nämlich echt total gerädert, weil ich gestern dem Koch geholfen habe, das Gemüse in die Küche zu schaffen.
Unsere Elf und wir verlassen unser erstes Hotel und machen uns mit dem Bus auf den Weg nach Sabie. Kaum wach, sind wir schon wieder total hin und weg von der Landschaft. Wir fahren über den Long Tom Pass, vorbei an Gärten mit Mangos, Avocados, Feigen, Bananen - und wir fahren vorbei an Papierfabriken ohne Gärten. Eigentlich dürfte es diese Fabriken hier gar nicht geben, denn: ohne Bäume kein Papier. Weil wir in Deutschland aber die Zellulose dieser Fabriken kaufen wollen, werden gigantische Wälder hochgezüchtet, mit Bäumen, die hier zwar grün, aber alles andere als heimisch sind. Ich will gerade über die ökologischen Nachteile von Monokulturen nachdenken, da biegen wir an diesem Schild rechts ab:
Nur noch eine halbe Stunde bis in die Wildnis. Obwohl hier eigentlich alles Wildnis ist. Und wo sich bei uns Fuchs und Hase gute Nacht sagen, wünschen sich hier eben Löwe und Giraffe guten Morgen. Nur stören wir uns in Deutschland nicht an einem Hasen im Garten, ein Südafrikaner aber an einem Löwen vor der Garage. Also zieht man um alles einen Zaun oder eine Mauer. Baue ich ein Haus, baue ich zuerst eine Mauer. Kauf ich ein Stück Land, ziehe ich einen Zaun drum rum. Bleiben noch ein paar Stücke Natur übrig, mit Zaun drum rum - und das sind dann die Nationalparks.
Der Krüger Nationalpark ist also ein Stück Natur, halb so groß wie die Schweiz, wo alles so ist (und bleibt) wie es immer war. Und wenn man mal drin ist, hinter dem Zaun, gibt es da nichts mehr zwischen dir und einem Tier. Und das ist unglaublich! Aber von vorn…
Wir erreichen die Einfahrt in den Krüger Nationalpark. Ein Häuschen, ein Wildhüter und eine laaaaaaange Brücke über einen Fluss.
Erna, unsere Reiseleiterin, die jede Mücke und jeden Vogel persönlich kennt, sagt, dass wir aussteigen und zu Fuß über die Brücke gehen können, um dann erst in den Park zu starten. Das sollten wir aber nicht tun, wenn Elefanten in der Nähe sind. Dann wäre es zu gefährlich.
Olli steckt seinen Rüssel durchs Fenster, Erna sieht sich um und sagt, dass wir aussteigen und laufen könnten. Sie würde auf der anderen Seite der Brücke auf uns warten. Gut. Jetzt ist es so, dass Erna eine Brille trägt, aber dass sie schlecht sieht, kann ich nicht sagen. Kaum auf der Brücke sehe ich rechts … Elefanten!
Christian ruft mir zu, dass ich mich mal umdrehen soll und …. noch mehr Elefanten! Anscheinend kam der Elefant auch mit dem Bus, und der Reiseleiter hat gesagt, dass er über die Brücke gehen könne, wenn da keine Menschen sind. Tja, Pech gehabt …
Na, das nenn ich mal nen perfekten Einstieg in unser Naturelebnis.
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Wir machen alle untereinander aus, sofort STOPP zu rufen, wenn irgendjemand von uns ein Tier sieht. Bei einer Giraffe rechts vorne lautet das Kommando also "Stopp, ein Uhr!" Das heißt, da wo auf der Uhr eine 1 ist, wenn man nach vorne sieht, ist keine 1, sondern eine Giraffe. Das heißt nicht "Cool, schon 1, ich mach Mittag und lese später weiter." Denn jetzt wird's erst richtig aufregend.
Impalas und Wasserböcke gibt es hier einige. Hier könnte man Vielreisende, die im Flieger Zeitung lesen und in Italien zum Inder essen gehen, in einem Bus durchschicken, und selbst, wenn sie sich für nichts und niemanden interessieren, an einen Springbock oder so ein rehartiges Impala könnten sie sich erinnern.
Schwieriger wird's bei Tieren wie Giraffen, Zebras, Löwen, Krokodilen oder Flusspferden. Die sieht man natürlich nicht an jeder Ecke und schon gar nicht am ersten Tag. Deswegen verratet bitte keinem, der vor uns schon mal hier war, dass wir Giraffen, Zebras, Löwen, Krokodile und Flusspferde gesehen haben. Am ersten Tag. Sonst ist der womöglich sauer… ;)
Das erinnert mich alles so krass an den Etosha Nationalpark in Namibia... hach... toll! :-)
Hayo am 9.06.10 9:16
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Gefühlte 30 Stopps weiter sind wir alle total euphorisch. Was man hier erlebt, ist ein Gefühl. Etwas, das ich schwer beschreiben kann. Ich sag es mal so. In Deutschland geht man in den Zoo, stellt sich mit Pommes in der Hand vors Elefantengehege und fühlt sich sicher, erhaben, überlegen. Hier, wo die Elefanten leben, ist man selbst die Pommes, das Ende der Nahrungskette. Wer hier überlegen ist, ist der Elefant. Ich bin nur Gast.
Besonders klar wird uns das allen, als wir direkt vor einem Löwen stehen. Es gibt keinen Zaun. Wir sehen ihn nicht an, sondern er sich uns. Denkt sich "Haut ab!" oder "Mh, lecker!". Keine Ahnung. Und als ein Elefant zum Anfassen nah neben unserem Auto steht, Jaques, unser Fahrer, der sich hier echt auskennt, abwartet und überlegt, ob er fünf Meter vor oder zurück fahren soll, weil er nicht weiß, wie dieser graue Riese reagiert, halten wir die Luft an. Es ist total still im Bus. Und alle sind sehr sehr ehrfürchtig.
Hier sind die Tiere die Chefs. Nicht wir. Und das spüren wir.
Hoffendlich kommt ihr gut und an einem Stück zurück,
bitte keine Löwen mit euch füttern
guido kinnigkeit am 9.06.10 21:08
hey, dass ist ja cool. Dass hat man ja auch nicht jeden Tag :)
hannah spieker am 11.06.10 14:42
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Ich erspare euch die zwei Stunden Fahrt ins Hotel. Ihr kommt allerdings nicht um das absolute Highlight des heutigen Abends. Ungefähr fünf Minuten vor unserer Lodge - sie liegt in einem Wildreservat, mitten im Busch - funkeln zwei helle Punkte im Licht der Scheinwerfer unseres Mannschaftsbusses. Jaques hält an, wir starren ins Dunkle und - in vier Augen. Die Augen eines Tieres, das man hier nur sehr selten sieht. Und unsere Elf bekommt es an einem Tag, an dem sowieso schon die halbe Tierwelt Südafrikas an uns vorbeigezogen ist, als Betthupferl geliefert: zwei Leoparden!!
Was wir heute erlebt haben, ist unbeschreiblich. Als wir alle aus dem Bus aussteigen, sind wir … glücklich. Einfach nur glücklich. Anders kann man es nicht sagen. So wie das, was wir hier im Krüger Nationalpark erleben, muss sich Glück anfühlen. Und jetzt geh ich genauso glücklich ins Bett.
Wahnsinn, ihr habt sooooo ein Glück... nehmt es mit bis nach Durban und übertragt es auf Jogi, Peer und Co.
Hayo am 9.06.10 9:18
Ihr macht mich so neidisch! Verzeih euch noch nicht so ganz das ihr mich nicht mitgenommen habt! :)Das komische ist, dass die Südafrikaner immer behaupten man sieht soo selten Leoparden.. Absolut jeder den ich kenne hat aber die Big5 schon am ersten Tag gesehen. Alles unglaubliche Glückspilze :)Aber das macht dieses unglaubliche Erlebnis ja nicht weniger beeindruckend! Genießt die Zeit! Und grüßt mir mein geliebtes Südafrika!
Vera am 9.06.10 11:16
euer blog macht lust auf mehr! sitze mit nem schmunzeln vorm rechner ... viel spaß noch da unten!
Ben am 9.06.10 12:23
Ich beneide Euch wirklich!!!
Ich werde es euch NIE verzeihen, dass ich nicht mit Euch nach Südafrika durfte.
Weiterhin viel Spaß. Ich werde es im Netz verfolgen.... :-)
Britta am 9.06.10 13:27
thumbs up..ist das mal wieder eine coole aktion von eins live.
ihr scheint ja echt geflasht zu sein von süd-afrika, ihr klingt ja fast sentimental...wer hätte das gedacht!
viel viel spaß noch
glück auf!
simone
simone am 9.06.10 15:04
Unbeschreiblich... Ich muss lächeln=)
Man liest euren Blog und hat das Gefühl selber dabei zu sein.
Bei dem, was ihr erlebt wird man wirklich neidisch und man fragt sich, warum man nicht selbst der Glückliche sein kann, der mit euch geflogen ist.
Ich wünsche euch noch eine wunderbare Zeit und wie Hayo schon schreibt... Übertragt euer Glück auf unsere Jungs;)
Lydia am 9.06.10 15:22
meine reiselust ist geweckt! ich muss auch mal nach südafrika! hmmm... die planung kann beginnen! auch wenn es noch ein paar jahre dauern könnte... vorfreude ist ja die schönste freude!!!
ich wünsche euch noch VIEL spass! werde fleißig alle einträge verfolgen und mich auf meine reise freuen ;-)
Birthe am 9.06.10 15:43
...dabei hast Du Dich im Radio immer so positiv uns strahlend angehört, als ob Dich der Beruf vollendst rundum glücklich machen würde...
und nun sind die Leos und Löws *gg**
lasst es auch gut gehen Ihr Jackpott knacker... Ihr habts geschafft...
und von mir gibts da den Daumen nach ganz obeeeeeen.
lg tobi
Tobias Greve am 10.06.10 0:51
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Jeden Morgen melden wir uns bei unseren Moderationskollegen Andreas Bursche und Tobi Schäfer.
Zum Nachhören unser Gespräch heute früh [1LIVE | 09.06.2010 | 06:35 Uhr].
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Mein Lieblingsfoto von der Safari heute. In einer Kurve steht plötzlich diese Löwin direkt vor uns. Und schon klingt der Jeep wieder wie der rote Teppich bei einer Filmpremiere. Sieben Leute fotografieren gleichzeitig. Freue mich, dass Micha mit seinem Jeep noch nicht da ist. Dann kann ich abends auch mal mit einem Bild posen.
Der Tag nochmal zum Nachessen. Wir essen unter freiem Himmel leckere Dinge, die wir tagsüber noch fotografiert haben. Das ganze am Lagerfeuer. Perfekte Safari-Stimmung.
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Keine zwei Tage sind wir auf Safari und wir haben bereits die komplette Big 5 gesehen - außer dem Nashorn. Aber von vorne. Obwohl: Vorne ist es dunkel. Wir stehen nämlich alle um fünf Uhr auf, weil wir heute zu den ersten im Nationalpark gehören wollen. Frühmorgens jagen die Löwen gerne mal Impalas, wie ihr wisst. Der Unterschied zu gestern: Wir sind mit Jeeps unterwegs. Open Air. Bei sechs Grad und 80 Stundenkilometern. Das ist echtes Winterurlaubsfeeling.
Kurz nach Sonnenaufgang mache ich meine allmorgendliche Ansage als Team-Manager, die wie immer sehr interessant ist und einen Überblick über den Tag liefert. Und heute findet sogar Trainer Olli spannend, was ich erzähle, wie dieses Foto beweist:
Christian fotografiert meine Rede sogar, damit er sie später mal seinen Enkeln zeigen kann.
Völlig durchgefroren passieren wir den letzten Zebrastreifen ...
... vor dem Park. Ich verspreche allen, dass wir heute die Big 5 komplett machen, der Trainer soll mein Versprechen in die Tat umsetzen. Gestern haben wir schon Leoparden gesehen, Elefanten und Löwen. Jetzt fehlen noch Büffel und mindestens ein Nashorn. Bei unserem Glück eigentlich locker machbar.
Eil, unsere Ranger-Nanny, erklärt, dass der Begriff "Big 5" noch aus Zeiten der Jagd stammt. Alle fünf Spezien gehen zum Angriff über oder verfolgen den Angreifer, wenn sie verletzt sind. Andere Arten würden sich im Zweifel verkrümeln. Komisch findet Eli nur, dass keiner das Flusspferd zu den "Big 5" rechnet. Denn die meisten Menschenleben gehen aufs Konto des Flusspferdes. Vielleicht haben die Jäger es nicht dazu gezählt, weil es dann die "Big 6" wären. Oder sie nehmen die Hippos nicht dazu, weil die so viel pupsen. Wenn ich einen Jäger treffe, spreche ich ihn mal gezielt drauf an.
Eli spricht davon, dass im Kruger National Park für 7.500 Elefanten Platz ist. Es sind aber 13.000. Die zerstören sehr viele Bäume (was wir auch sehen) und damit den Lebensraum anderer Tiere. Und dann beginnen wir eine halbstündige Diskussion, ob Elefanten "dezimiert" werden sollten oder nicht. Voll kritisch, unser Ausflug.
Bis zu unserem leckeren Frühstück in Muzandzeni erlege ich mit meinem Teleobjektiv riesige Büffel-, Impala- und Zebraherden, und alle sind glücklich. Oder sagen wir: so halb glücklich. Ich, weil ich der einzige mit einem sauschweren Teleobjektiv bin, mit dem ich voll die süßen Tiere fotografieren kann und schon einen Foto-Arm habe, und die anderen, weil es so kalt ist und das Nashorn fehlt. Also rufen Olli und ich schnell bei den Park-Wächtern an, damit die mal ein paar Tiere in die Feldwege treiben. Gerne mit Nachwuchs - für die Mädels und mein Teleobjektiv. Und was soll ich sagen? Gnus, Warzenschweine, Krokodile, Schildkröten, seltene Adler, Flusspferde, Giraffen, Kinder der Löwen und - ganz selten tagsüber - Hyänen samt Hyänenbabies!!! Süüüüüüüüüß!!!!!
Hintendrauf noch ein romantischer Sonnenuntergang,
und dann mit viel Hunger zurück in unsere Lodge. Heute Abend wird gegrillt, was aus dem Busch kommt. Denn diese süßen Tiere ...
... kann man nicht nur fotografieren, sondern auch essen. Und so wird aus einem Kudu ...
... ganz schnell eine Wurst.
Ich mache mir Sorgen um Olli - er sieht so unglücklich aus ;-) Euch noch ganz viel Spaß auf der Tour!!!
Eure Onlinerin am 10.06.10 3:10
Olli träumt bestimmt noch linken Löwen… Ach und ich muss nochmal loswerden, dass ich es immer noch nicht gut finde, dass ihr mich um meinen Gewinn gebracht habt. Eigentich müsste ich dabei sein. Die Lottofee bescheisst michauch jedes mal. SKANDAL!
Christoph am 10.06.10 9:58
Bringt mir 'ne Kudu-Wurst mit! Die sehen voll lecker aus :)
Wurstfan am 10.06.10 10:41
hahahaha da holt ihr nochmal den winterschal raus,aber ihr kommt nicht ohne den pokal nach hause
hauke am 10.06.10 16:20
BIG 5 - Ich glaube Eure Tourführerin lügt ;-)!
Die Big 5 heißen Big 5 weil: Die ersten so wertvoll sind (Elfenbein und Fell) Und der Büffel nur dazu gekommen ist, weil er der wahre Killer in Afrika ist!
Daniel am 11.06.10 11:03
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Auch heute Morgen haben wir uns als erstes bei den Kollegen Andreas Bursche und Tobi Schäfer gemeldet.
Zum Nachhören: unser Talk [1LIVE | 10.06.2010 | 6:45 Uhr]
Hallo Micha,
Hallo Oli,
Hallo 11 Freunde,
gedanklich bin ich auch bei Euch in Südafrika und verfolge Eure Reise auf Einslive. Schöne einzigartige Bilder aus Südafrika im Netz, da bekomme ich schon ein wenig Herzschmerz. Da Ihr beiden jetzt in Südafrika seit, ist hier im Einslive Sektor ein wenig Ruhe eingekehrt. Ich muß nicht mehr um fünfe Aufstehen und überall das Telefon mitnehmen, dabei den Finger wundwählen. Ein wenig vermisse ich Eure Moderation und Euer Humor. Kommt alle Gesund nach Hause Kobangate itegatala. Gruß Arnibaby
Viel Spaß beim Bus fahren. ;-)
Arnold am 10.06.10 14:43
Hallihallo,
ich verfolge fast jeden Morgen euren Trip,aber heute und morgen wird es mir nicht möglich sein. Aber-wisst ihr was? Ich würd mal gern den Uwe kennenlernen,der begeistert mich hier auf den Bildern..ist der echt so n Klasse-Typ?;-)
Grüßt ihn mal lieb und viel Spaß euch allen noch. Er kann sich ja mal melden bei mir:-)
LG Julia
Julia am 10.06.10 19:28
Die Grüße sind übrigens angekommen, Dankeschön!
Ob ich wirklich ein Klasse-Typ bin müsstest Du aber selbst herausfinden.
Ich denke aber schon!
Grüße!
Uwe, die Nummer 8 am 16.06.10 11:47
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Wir sind auf dem Weg nach Pretoria. Das Team war heute sehr entspannt und pflegeleicht. Deshalb lasse ich die Zügel mal locker und erlaube eine Ausnahme vom strikten Alkoholverbot.
Pünktlich zum Sonnenuntergang um 17:30 Uhr gibt es einen Sundowner.
Unsere 11 ist so glücklich und euphorisch, dass sie sich mit einer eigenen, sehr emotionalen Performance bedankt. Ich bin gerührt und muss mich wegdrehen, damit sie meine feuchten Augen nicht sehen.
Genau: immerwieder Olli
Briesch!!!!!!!!!!!! Ihr seid Siiieger - jetzt schon.
Wie war das Eröffnungsspiel???
Wie verkraftet man/frau diese "Tröten" - hier am Fernseher ist`s wie ein Tinitus, nicht lustig...
Euch weiterhin viel Spaß
Ulstev
König, Ulrike, am 11.06.10 21:28
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Heute Morgen will mich die Dusche nass machen, was ihr aber nicht gelingt.
Dann fällt der Strom aus. Perfekt! Es ist so dunkel, dass keiner der anderen erkennt, ob ich geduscht bin oder nicht. Tja, wir sind halt im Busch. Busch-Stopp quasi.
How are you today?
Anstatt euch zu schreiben, was wir gefrühstückt haben (Rührei, Tomaten, Speck, Brot und Marmelade - und ich habe ein paar Grapefruits zum Auspressen bestellt),
möchte ich euch am Lebensgefühl des Südafrikaners teilhaben lassen. Die Afrikaner sind nämlich sehr freundlich, stets gut gelaunt und immer gut drauf. Also meistens. Selbst bei schlechten Scherzen von Trainer Olli und mir wird hier gelacht. Das gefällt uns gut und wir überlegen, ob sich hier nicht neue berufliche Perspektiven auftun könnten.
Afrikaans wollen die jungen Leute hier sowieso nicht mehr sprechen, und wenn wir beide einen Englischkurs bei der VHS belegen würden, könnten wir uns hier beim Radio bewerben. Obwohl: Je nachdem, wo man hier lebt, lebt man hinter Mauern und Zäunen aus Stacheldraht. Wegen der Sicherheitslage. Hier drehen grade alle durch, weil ausländische Sportjournalisten beraubt wurden. Reise-Nanny Erna regt sich allerdings drüber auf, dass sich alle "wie immer" gleich auf diese Geschichte stürzen und Südafrika wieder einmal mehr als unsicheres Land da steht. Mit Recht. Denn das Gefühl, uns hier nicht sicher zu fühlen, kommt bei uns gar nicht erst auf. Wer hier lebt, weiß ganz einfach, wohin man abends und nachts hingehen kann und wohin nicht. So lässt es sich selbst in einer Stadt wie Johannesburg sehr gut leben.
Jeder Afrikaner hat die Big 5 aus Holz zuhause. Und: Die Afrikaner reden gerne und viel. Das perfekte Land also für Radiomoderatoren wir Olli und mich. Fürs Reden braucht man natürlich Zeit, und einfach mal kurz eine Cola kaufen ist hier nicht drin. Hier in Südafrika gehst du nicht ins Geschäft und sagst "Eine Cola!". Nein. Hier in Südafrika gehst du mit einem Lächeln im Gesicht ins Geschäft, sagst "Hallo" und fragst erst mal, wie es dem Verkäufer geht. Dann fragt er dich das Gleiche. Du sagst, dass es dir gut geht. Jetzt könntest du deine Cola bestellen, wenn du nicht erst noch weiter reden würdest: "Woher kommst du? Wie alt bist du? Hast du eine Frau? Wie viele Kinder?" Dann noch die Themen Germany, World Cup und Wetter - und wenn das Gespräch vorbei ist, freuen sich wieder alle. Aber du hast keinen Durst mehr.
WM-Fieber
Ein Schlüsselwort, wenn wir mit unserer Elf Afrikaner treffen, ist das Wort "Germany". Wenn uns jemand fragt, woher wir kommen, und wir sagen "Germany", hören wir sofort "Guten Tag" oder "Dusseldorf". Die Fußballfans finden uns super, kennen Ballack und wünschen uns viel Glück für den World Cup. Ich hab nicht gesagt, dass Ballack nicht mitspielt. Sonst wären Fragen gekommen oder ich hätte erklären müssen, wer noch in der Mannschaft ist. Und jetzt erklär mal jemandem in Südafrika Tim Wiese.
Panoramaroute ohne Panorama
Heute Morgen fahren wir pünktlich um 8 Uhr 3 (ausgemacht war 8 Uhr, aber der Trainer ist zu spät) von unserer Kubu Lodge in der Nähe von Hoedspruit auf die Panoramaroute in Richtung Blyde River Canyon. Der ist wolkenverhangen und verhagelt uns das Panorama. Stattdessen haben die hier die gleiche Wohnzimmereinrichtung wie Olli zuhause.
Das mit der Aussicht ist kein Problem. Denn wir erleben bei unserer nächsten Station, den Bourke's Luck Potholes, wo der Fluss der Freude und der Fluss der Trauer zusammenfließen, ein grandioses Naturschauspiel: Christian tanzt!
Dieser Auftritt von Christian begeistert viele. Und damit meine ich die Frauen, mit denen er getanzt hat. Leider müssen wir weiter, sonst hätte ich sicher auch noch mitgemacht. Wir wollen ja noch bei Gott vorbeischauen. Der sieht alles durch sein Fenster.
Also fahren wir voller Hoffnung auf einen Panoramablick weiter zu dem Ort, wo Gott sein Kissen auf die Bank legt und sich mit - ja mit wem eigentlich? - über sich und die Welt unterhält. Nur hat es Petrus nicht gut mit Gott gemeint. Statt Fenster gibt es Suppe.
Und Schuld sind nur der indischer Ozean und die warme feuchte Luft von da.
Um die Stimmung zu heben, kaufe ich im Goldgräberstädtchen Pilgrims Rest zwei Kekse für unsere Elf. Ich selbst gönne mir eine Kiste Nüsse.
Und auch die Mädels haben die Spendierröcke an. Unser Fahrer Jaques hat sich nämlich ein Souvenir von den "Ladies" gewünscht und bekommt ein rosa Plastikschild mit zu ihm passender Aufschrift, das er bei der Verkehrskontrolle fünf Minuten später einem afrikanischen Polizisten zeigt, dem ersten Afrikaner, der daraufhin nicht mehr lächelt.
So. Es ist gleich ein Uhr nachts und wir müssen um 5 Uhr 30 abfahrtbereit auf der Matte stehen. Wir fahren nämlich alle zusammen nach Johannesburg und sind Gäste in der Morningshow von "Five FM", dem 1LIVE Südafrikas. Die senden hier im ganzen Land und der Morgenmoderator ist voll der Star. Noch. Er kennt unsere Elf ja noch nicht.
Hallo,
bin der erste heute! Ha.
Michael Du hast so eine am Brett (Positiv), aber dafür mehr Mädels um Dich herum (zur Zeit).
Ich finde Ihr macht das echt Super da und ich denke in Südafrika hinterlässt Ihr mit unserer 11 einen bleibenden Eindruck. Weiter so und viel Spaß heute beim Eröffnungsspiel!
Gruß Bruno (Euer Fan)
Bruno Schejock am 11.06.10 9:14
Guten Morgen an unsere ELF, Olli und Micha,
es ist mir jeden Morgen vor Arbeitsbeginn ein Vergnügen als erstes Euren Blog aus Südafrika zu lesen. Bei dieser Gelegenheit bedanke ich mich besonders bei Micha für diese witzige und erfrischende Reisedokumentation. Wäre gerne dabei, um diese unvergesslichen Erlebnisse mit Euch zu teilen (würde allerdings Euren Altersdurchschnitt erheblich in die Höhe treiben ).
Wünsche Euch weiterhin eine tolle Tour und uns einen interessanten Blog, kommt gesund zurück
Liebe Grüße
Angela am 11.06.10 9:22
Eure Südarikfa-Tour ist wirklich spannend und ich lese Euren Blog immer mit einem Grinsen.
Eure Tour erinnert mich ein bisschen an meine eigene USA-Reise (Westküste), wo wir auch nachts um 1 Uhr ins Bett sind um morgens wieder um 05:30 Uhr wieder auf der Matte zu stehen. Puh, war das anstrengend, hat aber auch super viel Spaß gemacht!!!
Ich wünsche Euch auch noch weiterhin viel Spaß und genießt heute das WM-Eröffnungsspiel. Enjoy it!
Ich freue mich morgen wieder auf Euren Blog. :-)
LG, Britta
Britta am 11.06.10 10:29
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In Südafrika ist Entertainment im Bus noch Chefsache. Weil wir manchmal bis zu acht Stunden am Tag im Bus hocken, lässt sich unser Fahrer Jaques jeden Tag eine neue Performance einfallen.
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Micha und ich teilen fast alles, vor allem unsere Arbeit. So wie hier in Pretoria sieht es fast jeden Abend aus. Unsere 11 macht es sich gemütlich, wir verkrümeln uns in unsere bescheidenen Jugendherbergszimmer und legen los.
Uwe kommt vorbei und lacht, als er uns mit geöffneten Türen so arbeiten sieht: "Ihr seid gerade euer eigenes Spiegelbild!“ Verrückter Typ, aber Recht hat er.
Micha fährt abends immer die Festplatte in seinem Kopf hoch und tippt alles in den Blog, was wir erlebt haben. Dazu wählt er aus seinen unzähligen Bildern aus. Ich sage ihm dabei oft: "Naja, ok, pffff….geht so, hmmm, irgendwie verwackelt, komisches Licht". Aber nur, damit er nicht abhebt, denn ich finde die Bilder echt gut! Viele von euch auch, wie ich gelesen habe.
Ich sitze Ihm gegenüber und höre mir an, was wir tagsüber alles so aufgenommen haben. Oft lasse ich unser Reporter-Mikro einfach mal mitlaufen. Die O-Töne schneide ich dann für die Gespräche mit Schäfer und Bursche morgens zusammen. Die sollen ja wissen, was sie verpassen. Deshalb tauche ich hier im Blog auch seltener auf. Micha macht Internet, ich Radio. Muss ich mal unserem ich mal unserem Boss für die Zukunft vorschlagen.
Das Bild ist großartig xD
Anni am 15.06.10 15:47
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Heute fahren wir, wie versprochen, schon morgens um halb sechs los, um rechtzeitig beim Radiostar Gareth Cliff in Johannesburg im
FIVE FM Studio zu sitzen. So früh morgens schon im Radio zu reden, könnte ich ja nicht. Aber gut. So früh loszufahren, ist wichtig, weil alle früh losfahren, um nicht in dem Stau zu stehen, der entsteht, wenn alle früh losfahren. Und das sind hier wahnsinnig viele.
Dennoch schaffen wir es pünktlich, aber nicht zu schnell, so dass Iris noch genügend Zeit hat, Verwaltungsrecht zu büffeln.
Iris schreibt nämlich nächste Woche Klausuren und nutzt die Fahrt zum Lernen. Dann hat sie am Ende zwar kaum was von der Landschaft gesehen, steht an der Uni aber nicht blöd da, weil sie lieber Urlaub macht, anstatt zu lernen.
Unsere 11 landesweit
Wir sind da, müssen durch eine Sicherheitsschleuse wie am Flughafen, bevor wir rein dürfen in das Riesengebäude der SABC. Die South African Broadcast Corporation ist der größte öffentliche Radio- und Fernsehsender in Südafrika und sendet für das ganze Land. Five FM ist das 1LIVE Südafrikas, und da sitzen wir jetzt. Dumm nur, dass die Radiosendung in Englisch ist. Ohne Untertitel. Aber Olli und ich stottern uns so sehr was zusammen, dass die Anruferin, die später Christians Bielefeld-Trikot gewinnt, total begeistert ist, und uns "love"t, "beautiful" und "awesome" findet. Ja, unsere Elf kann mit Journalisten umgehen. Und mit Olli und mir.
Kontrastprogramm
Jetzt, wo wir landesweit bekannt sind, frühstücken wir bei gefühlten vier Grad aus der Klimaanlage in der Kantine von SABC. Und wir sind dankbar für das kalte Büffet, denn draußen sind es sieben Grad, und so treten wir nach dem Essen raus in die "Wärme". Unsere Reise-Nanny Erna möchte uns Soweto zeigen, die SOuth WEstern TOwnships von Johannesburg. Eine Vorstadt für die Menschen, die es (noch) nicht ins Zentrum geschafft haben. Für die das aus unserer Sicht normale Leben entweder zu teuer oder unerreichbar luxuriös ist. Es gibt das "gute" und das "schlechte" Soweto. Im übertragenen Sinn heißt das nichts Anderes, als dass es einen wirklich gepflegten Stadtteil mit Vorgärten, Ärzten und Anwälten gibt, und ein großes Areal mit Wellblechbaracken, in denen Afrikaner ohne Geld darauf warten, in der Stadt das große Glück zu finden. Dazwischen gibt es die Häuser vom Staat, und die sind auch der Grund, dass so viele Bauern vom Land in die Stadt ziehen.
Der Staat verspricht ihnen kostenlose Häuser, in denen sie kostenlos wohnen können. Also wollen viele Afrikaner die Feuerstelle gegen einen Lichtschalter, die Ziege gegen Fleisch aus dem Supermarkt tauschen und kommen in die Städte. Nur: Die Warteliste für so ein Haus ist lang, gelernt haben die meisten Zugereisten nichts - bleibt nur die Wellblechhütte mit einem Autoreifen als Blitzableiter auf dem Dach (ein Aberglaube) und ein Leben an oder unter der Armutsgrenze. Die Kriminalität ist hoch, AIDS weit verbreitet. Und als Erna sagt, dass sie das mit dem kostenlosen Haus doch sehr zweifelhaft findet, sind wir alle Lichtjahre von unserem Radioauftritt heute Morgen entfernt. Sie sagt: "Du bekommst zwar ein kostenloses Haus. Aber ein Haus kann man nicht essen."
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Endlich kann ich den WM Countdown von meinem Handy löschen. Heute beginnt die WM und wir sind beim Anpfiff dabei. Gegen 10 Uhr sind wir am Soccer City Stadium und parken direkt gegenüber. Es ist ein beeindruckendes Gefühl, vor diesem Stadion zu stehen, das in den letzten Wochen immer wieder in Zeitungen oder Berichten zu sehen war.
Erna, unsere Reise-Supernanny, erklärt uns die Symbolik des Gebäudes. Das Stadion ist in Form und Farbe einem Calabash nachempfunden. Das ist ein Kürbis, der in vielen afrikanischen Kulturen als Kochgefäß genutzt wird, um darin z.B. Maisbrei zu kochen. Dann sitzt man gemeinsam um den Topf zum Essen.
Diese Gemeinsamkeit erleben wir heute auch, und der Kochtopf steht auch schon richtig unter Dampf. Obwohl es noch vier Stunden bis zur Eröffnungsfeier sind, strömen schon Tausende zum Stadion, einige Grillen auch neben ihrem Auto auf dem Parkplatz und ziehen sich ihr Fußball-Outfit an.
Wir ziehen um 11 Uhr los und verewigen uns erst mal vor dem Calabash.
winkt doch mal! wir wollen euch im tv sehen!
Ben am 11.06.10 15:48
Hat mich gefreut, die Jungs von meiner deutschen Lieblingsmorningshow morgens auf 5FM zu hoeren (hab gedacht, die kenne ich doch) und spaeter (was fuer ein Zufall) im Stadion zu treffen...
Manuel am 12.06.10 10:11
Ich bin richtig neidisch! :D
Sina am 12.06.10 11:34
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Auf dem Weg nach Soweto sind wir schon daran vorbei gefahren, am Soccer City Stadium.
Jetzt parken wir davor, es ist kein Sightseeing mehr, es ist das, was wir unserer Elf versprochen hatten: das Eröffnungsspiel. Südafrika gegen Mexiko. Oder anders gesagt: 75.000 Südafrika-Fans gegen 10.000 Mexiko-Anhänger. Deswegen kann ich nur Südafrika-Fans fotografieren.
Trainer Olli und ich schwören unsere Truppe ein für das Ereignis des Jahres.
Dann stürzen wir uns ins Wespennest. So klingt es nämlich im Stadion, wenn alle in ihre Vuvuzelas blasen. Außerdem hat man hier spezielle Trichter, die man sich an den Mund hält, während oben jemand Bier hineinschüttet - und dann trinkt man daraus.
Es ist ein Höllenlärm im Stadion. Wir verstehen nicht mal mehr die Fernsehkommentatoren, so laut ist es. Ich wette, dass die BILD-Zeitung das zum Thema macht bei euch in Deutschland. Wir müssen aber auch nichts verstehen, denn, hey - bin ich Team-Manager oder bin ich Team-Manager? Ich habe für unsere Elf die besten Plätze klar gemacht: Gegentribüne Mitte, direkter Blick auf den Anstoßpunkt, beide Tore (muss ja sein, weil wir natürlich beiden Mannschaften die Daumen drücken, vor allem aber Südafrika) und die Eröffnungsfeier mit Promis wie R. Kelly und Naomi Campbell auf dem Stadionsbildschirm. Wobei ich sagen muss, dass ich sehr abgelenkt bin, weil Laura im Namen der Elfinnen Nagellack und ne Bunte mitgebracht hat. Und während die auf dem Rasen tanzen, mache ich mir die Nägel und lese einen spannenden Artikel über Sex and the City.
Wir sind uns alle relativ schnell einig, dass wir einem sehr besonderen, fast historischen Moment beiwohnen. Selbst als Zivi bekommt man Gänsehaut, wenn das Militär einen auf Rambo macht und Düsenflieger übers Stadion schickt. Die Stimmung in diesem Kessel, die Tänze, die Ansprache des Präsidenten - wir sind total gefesselt.
Promi-Bonus
Ich sehe in die vor Freude strahlende bis glasige Augen unsere Elf, denke mir "Komm, heut isses egal. Setzte noch einen drauf!" und überrasche meine Mannschaft mit einem bekannten Gesicht: ich gucke einfach schlecht gelaunt. Das ist das Gesicht, das ich morgens immer mache, wenn ich Olli treffe. Weil dieses Gesicht nicht funktioniert, verweise ich auf ein anderes bekanntes: Thomas Gottschalk.
Der sehr beliebte und aus Funk und Fernsehen bekannte Entertainer setzt sich zwei Reihen hinter uns und ist für einen Moment wichtiger als jedes Eröffnungsspiel. Wobei er es nur für uns ist, denn hier kennt ihn ja sonst keiner. Für die Halbzeitpause habe ich ein Fotoshooting vorgesehen. Wetten, dass unsere Elf noch mal eine Stufe glücklicher ist?
Beim Spiel fiebern alle mit. Im Fernsehen war es sicher so lala, im Stadion war es sehr spannend und wir sehen zwei sehr schöne Tore. Es ist halt wie auf einer Safari: Wir sehen die Big 5 (2 Tore, Eröffnungsspiel), andere sehen gar nichts (0 Tore, Frankreichspiel).
Landestypische Kost
Nach dem Spiel fahren wir zurück nach Pretoria. Wieder mal mit strahlenden Gesichtern, haben Hunger. Hier essen die Leute oft und gerne Reisbrei und die Kuduwurst, die ihr schon kennt. Oder Kuduwurst vom Rind statt vom Kudu. Oder beides. Da drauf eine Tomaten-Paprika-Soße, fertig. Bekannt ist Südafrika auch für sein Fleisch. Wer hier wegfährt, ohne ein saftiges Steak gegessen zu haben, ist Vegetarier. Deswegen müssen wir meiner Meinung nach heute an unserem letzten gemeinsamen Abend unbedingt in ein Steakhaus.
Wir landen in einer Pizzeria, weil die einen Fernseher hat, auf dem Fußball läuft. Hat der Trainer entschieden.
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Zum Nachören:
unser Anruf bei den Kollegen Tobi Schäfer und Andreas Bursche [1LIVE | 12.06.2010 | 12:25 Uhr]
Eindrücke von unserer Tour findet ihr
hier.
Die 11 ist gelandet und nach einer Dusche, etwas Schlaf und ein paar Liter Kaffee auch wieder wach. Wir hatten eine unglaubliche Zeit und jede Menge Spaß. Klassenfahrten sind nichts dagegen ;D Unsere Bilder werden um die Welt gehen, denn ich habe irgendwann aufgegeben zu beobachten wer uns als Team alles fotografiert hat. Geile Truppe, super Land, Trainer und Manager in perfekten Rollen (außer das das Nutella Brötchen noch immer fehlt..) WACKA WACKA und bis bald!
Heike (7)
Heike (7) am 13.06.10 16:35
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Der letzte Tag. Wir sind alle am Flughafen. Olli und ich in Durban, unsere Elf in Johannesburg, und uns beiden fehlt etwas. Wir sind als Team so fest zusammen gewachsen, dass es total komisch ist, Team-Manager und Trainer zu sein ohne ein Team, das einem im Mannschaftsbus im Nacken sitzt. Unsere Elf war einfach der Knaller. Es war nicht mehr Club-, es war Klassenfahrt-Feeling. Dass es super wird, dachten wir uns vor der Reise, dass es so super wird - wer hätte das gedacht?
Es ist ganz still. Keine Fragen, kein Singen, kein Lachen - nur wir beide und Torsten, unser 1LIVE-Kollege. Habe ich "Kollege" gesagt? Nein, also, der Torsten ist uns natürlich auch ans Herz gewachsen. Das kann ich jetzt aber nicht schreiben, weil es ja ein Kollege ist...
Bevor Tränen der Begeisterung oder Rührung fließen, schnell weiter im Text. Wir sind in Durban, weil wir ja für euch beim Deutschlandspiel gegen Australien sind - und wir werden euch im Radio berichten, was hier so geht. Unsere Elf fliegt nach Hause in den Sektor, hat aber noch Zeit in Johannesburg und ist in guten Händen. Reise-Nanny Erna zeigt ihr noch was und achtet drauf, dass sich die Mädels keine Krokohandtaschen und die Jungs keine Stoßzähne kaufen.
A380, Nationalmannschaft, Erna, Safari, Big 5 minus 1 plus Hyänen und Hippos, Johannesburg, Pretoria, Eröffnung, Gottschalk, … Was wir hier erlebt haben, passt auf keine Gnu-Haut.
Liebe Elf, als euer Team-Manager und im Namen eures Trainers möchte ich euch sagen: Ihr wart eine dufte Truppe. Mehr als wir zu erwarten gehofft hatten. Es hat uns sehr viel Spass gemacht mit euch, und obwohl das Land vor lauter Arbeit an uns beiden nur so vorbei geflogen ist, gab es doch genügend Momente, in denen wir Südafrika mit euch genießen konnten.
Wir sehen uns beim Nachtreffen, dem fünf- und fünfzehnjährigen Klassentreffen und wenn ich Patenonkel eurer Kinder werde oder Olli euch den Trauzeugen macht. Und wir freuen uns auf "Unsere Elf für Brasilien"!
Bis bald im Radio, Sektor. Auf Wiedersehen und "Bafana Bafana" aus Südafrika!!!
Micha, Olli - und eure 11 für Südafrika
Micha, Olli, Torsten,
vielen vielen lieben Dank an euch drei! Ihr habt diese Reise, so schnell sie auch leider wieder vorbei war, zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht!
Ich wünsche euch viiiiieeeel Spaß beim Spiel gleich in Durban, denkt an uns und kommt wieder gut nach Köln zurück, damit ihr beim Nachtreffen dabei sein könnt.
Liebe Grüße aus Colonia
eure Nr. 2 am 13.06.10 18:24
Hallo Manager, Trainer und Torsten auch,
ihr fehlt uns auch total *schnief*!
Genießt trotzdem noch die Zeit in Durban und vor allem das Spiel der deutschen Elf.
Gruß
Eure Nummer 11 Christian
Christian L. am 13.06.10 19:04
Ohne Worte - Das war Afrika..
Danke für Alles!!
Yvonne (Nr.9)
Yvonne am 13.06.10 19:11
Tja und Danke nochmal aus dem Sektor, dass Ihr uns Eure Erlebnisse und Gefühle gebloggt habt und wir so online an diesem einmaligen Afrika-Event teilhaben konnten.
Hat uns Spass gemacht mit Euch - kommt gut wieder zurück in den Alltag !! Ich wünsche allen noch eine interessante WM mit tollen Spielen
Liebe Grüße,
have a nice day
Angela
Angela am 14.06.10 9:52
Jetzt sitze ich wieder hier in Bielefeld, bin aber gedanklich noch in Südafrika!
1LIVE, Micha, Oli und Thorsten auch, VIELEN DANK für diese unvergessliche Woche... und auch Danke an die anderen 10! ;-)
Gruß
DIE 10 und die Dancing Queen
Christian am 14.06.10 10:49
Euch Dreien und den andern 10 der 11 meinen herzlichsten Dank für die Wahnsinns-Woche.
Von den überwältigenden Eindrücken werde ich noch lange zehren können. DANKE!
Oder zitiere ich besser Udo Jürgens: "Die Sonne, die Sonne und IHR..."
Grüße aus Dortmund!
Uwe, die Nummer 8 am 14.06.10 10:52
Von mir auch ein dickes Dankeschön an das 1Live-team und an unsere Mannschaft für die unvergessliche Zeit!
Viele Grüße aus Werdohl
Eure Nr. 6 - Recep
Recep am 14.06.10 12:55
WACKA WACKA heeeheee
Danke Jungs und Mädels, das war sooooo super!
Micha, Olli und Torsten auch, ihr habt uns sicher würdig in Durban vertreten. Olli => super mit den Lukas Figuren! Wer stellt sowas auch her....
Heike (7)
Heike am 14.06.10 15:57
Ohhhhh das war soooo schön!!
Ich kann auch nicht glauben, das ich jetzt zuhause am PC sitze anstatt mit Euch im Bus ;-)
Ich grüße Euch alle und ganz besonders natürlich Trainer, Manager und Torsten auch...!
LG Bianca (5)
Bianca am 14.06.10 20:55
Viiiielen Dank für das unvergessliche Erlebnis! Es war eine wundervolle Woche mit super Leuten! Ich werde diese Reise niemals vergessen. Ich hoffe, dass wir uns bald wieder sehen werden ;) Ihr fehlt mir....
Liebe Grüße aus Düsseldorf,
Laura (3)
Laura Garcia Calderón am 15.06.10 7:57
Ihr fehlt mir alle mehr als mein Koffer, der immer noch im WM Fieber- und nicht in Deutschland ist.
Bis bald, Olli!
Olli Briesch am 16.06.10 8:42
Ihr Lieben,
von mir auch nochmal ein riesen DANKE für die tolle und erlebnisreiche Reise! Es war super; Manager, Trainer und Torsten auch ( ;) ) haben einen perfekten Job gemacht und dazu beigetragen das Ganze zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Ich habe Eindrücke gesammelt, die ich nicht mehr vergessen werde!
Liebste Grüße aus Essen
Iris
Iris (1) am 16.06.10 20:16
Coole Aktion! :)
Ulrich Wetzlar am 17.06.10 17:29
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