Sonntag, 20.05.2012

EveryMe will exklusive Freundschaften

EveryMe: Ein soziales Adressbuch Jetzt ist Facebook also an der Börse - und zu den ohnehin bereits 900 Millionen Mitgliedern dürften sich schnell weitere gesellen. Lange wird es wohl nicht mehr dauern, bis Facebook die Marke von einer Milliarde Mitglieder geknackt hat. Kurz: Es ist rappelvoll bei Facebook. Der Begriff "Freund" hat seine bisherige Bedeutung verloren: Jeder, mit dem man irgendwie lose via Facebook verbandelt ist, gilt schon als Freund.

Hinzu kommen die zahlreichen anderen Netzwerke, in denen sich heute viele tummeln: Google+, Twitter, LinkedIn und Co. Von Exklusivität keine Spur. Genau das will WWW: EveryMe ändern. Ein neuer Onlinedienst, der sich als Meta-Netzwerk versteht - oder auch als soziales Adressbuch. Denn EveryMe analysiert die eigenen Kontakte aus Netzwerken wie Facebook, LinkedIn oder Twitter, untersucht aber auch die Kontakte im Adressbuch, gleicht all die Daten ab - und ermittelt, mit wem man wirklich gut befreundet ist.

Ein komplexer Algorithmus überprüft, wie oft man mit einzelnen Personen in Kontakt steht. Je öfter, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es ein naher Freund oder wichtiger Bekannter ist. So soll auf "magische Weise" (Erläuterung auf der Webseite) ein exklusives Adressbuch entstehen, mit Kontakten, die einem wirklich wichtig sind.

EveryMe gibt es als App für iPhone und Android und will den Kreis der Freunde deutlich enger ziehen. Alles, was man auf EveryMe schreibt, geht nur an diese super-engen Freunde, wird nie öffentlich gemacht. Während Facebook, Google+ und Co. auf Quantität setzen, will EveryMe die Qualität in den Vordergrund stellen - wohl eine ganz normale Reaktion auf diese neue Form von Öffentlichkeit, die soziale Netzwerke nun mal mit sich bringen. So sehr wir alle Gesellschaft mögen (jedenfalls die meisten): Manchmal will man sich auch zurückziehen und sich wirklich nur mit den engsten Freunden befassen. Genau darauf setzt EveryMe.

Das kostenlose Netzwerk EveryMe betont auch, wie wichtig Privatsphäre sei, dass alle Daten sicher sind und nichts nach außen dringt. Im Augenblick sieht es auch danach aus. Die Frage ist natürlich: Wann und wie will EveryMe Geld verdienen? Irgendwann wird entweder der Service etwas kostet, oder es wird doch Werbung präsentiert und die gesammelten Daten weren dafür verwendet. Bis dahin kann man sich EveryMe aber natürlich einfach mal anschauen.

Hm, muss ein Dienst irgendwann zwangsläufig kostenpflichtig sein bzw. Werbung einblenden? Wenn man mal von den Serverkosten absieht, die man bis zu einem gewissen Betrag selber tragen, bleibt es doch dem Betreiber überlassen, wie er sein Projekt finanziert. Ich habe jedenfalls die Hoffnung, dass es noch ein paar Leute gibt, die nicht den finanziellen Gewinn, sondern den Gewinn für die Nutzer in den Vordergrund stellen. Was der Dienst allerdings alles auslesen möchte, hinterlässt einen gewissen Beigeschmack.

Dominik am 21.05.12 6:58

"...und zu den ohnehin bereits 900 Millionen Mitgliedern dürften sich schnell weitere gesellen.."
Falsch!Bereits seit einem Jahr findet schon praktisch keinerlei Zuwachs mehr statt-warum soll sich dies nun aendern?Koennte doch sein das das Potential an Exhibitionisten nun aufgebraucht ist-oder?
EveryMe ist kostenlos-also "zahle"ich mit meinen Daten.Im uebrigen klingt die Beschreibung nach einem trojaner=selbsttatetiges Auslesen und verknuepfen von Adressbuechern,Daten,Kontakten und die werden dann auch noch an einen Steuerungsserver in die USA gesendet.NSA und FBI freute es...
Scheint so als sei die "generation Internet"voellig merkbefreit und gehirngewaschen :lol:
Der letzte Absatz dazu ist mal wieder ein echter Witz:"Last uns uns mal probeweise infizieren und sehen was passiert"-autsch.

robin am 21.05.12 7:39

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Dieses Blog wird zur Zeit moderiert. Ihr Kommentar muss also erst freigeschaltet werden, bevor er veröffentlicht wird. Bitte haben Sie Verständnis, wenn Ihr Kommentar deshalb nicht gleich zu sehen ist.

Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag EveryMe will exklusive Freundschaften

Zum Anfang dieses Eintrags

Freitag, 18.05.2012

Google will schlauere Antworten liefern

Google will konkrete Infos zu Anfragen liefern Wann sind wir mit einer Suchmaschine zufrieden? - Wenn sie nicht nur schnell ist, sondern auch zuverlässig die richtigen Antworten liefert, uns auf relevante Webseiten hinweist. Was "relevant" ist und was "richtig", das ist alles andere als einfach zu beantworten. Eins ist aber wohl klar: Wer nach Personen, Orten, Buchtiteln oder Markennamen sucht - um einige Beispiele zu nennen -, der will in der Regel nicht nur Webseiten präsentiert bekommen, auf denen sich Antworten finden lassen (könnten), sondern ist oft an den Antworten selbst interessiert. Wie hoch ist der Eiffelturm? Wann ist Leonardo da Vinci geboren? Wie viele Einwohner hat Buenos Aires? So etwas.

Google will solche Antworten liefern. In einem WWW: Video erläutern einige Ingenieure, wie sie sich das konkret vorstellen: Die "Knowledge Graph" genannte Funktion soll die Google-Suchmaschine schlauer werden lassen. Wer "Marie Curie" eingibt, erfährt gleich die wesentlichen Daten ihrer Biografie. Wer nach "Leonardo da Vinci" sucht, kann auch gleich etwas über andere Maler der Renaissance erfahren. Google stellt künftig automatisch solche Verknüpfungen her und versucht, relevante Informationen kompakt zu präsentieren.

Klingt nach einer hervorragenden Idee - und sieht in dem Demovideo auch überzeugend aus. In der US-Version von Google ist die neue Funktion auch schon freigeschaltet, nach Deutschland kommt sie erst später. Interessant ist, dass Google keine Nachschlagewerke bemüht, um solche Informationen abzurufen, sondern selbst eine Datenbank anlegt, die ständig dazu lernt. Dadurch, dass zig Millionen Menschen Tag für Tag unzählige Suchanfragen in Google eintippen und anschließend auf Links klicken, kann Google wertvolle Erkenntnisse ziehen. Vor allem, was relevant und interessant ist - und was nicht.

Auf diese Weise wächst die Datenbank nicht nur jeden Tag, sondern sie verändert sich auch. Google spinnt ein Wissensnetzwerk und stellt Verbindungen zwischen Objekten in der Datenbank her, bei "Leonardo da Vinci" zum Beispiel zum Thema "Maler der Renaissance", aber auch zu "Erfinder". In der Datenbank sind jetzt schon über 500 Millionen Objekte und mehr als 3,5 Milliarden Informationen über die Beziehungen untereinander gespeichert.

Personen, Orte, Sehenswürdigkeiten, Kunstwerke, Firmen, Sportmannschaften, Gebäude, Bücher, Filme - Informationen über solche Dinge landen ab sofort in der Wissens-Datenbank. Anfragen jeder Art zu solchen Objekten sollen künftig deutlich bessere Ergebnisse zu Tage fördern. Google will zudem besser erkennen können, wonach eigentlich gesucht wird: Nach der Stadt Paris - oder der gleichnamigen Partygöre?

Auch über die Werke einzelner Personen kann die Suchmaschine künftig besser informieren. "Welche Bücher hat Shakespeare geschrieben?" Darauf wusste Google bislang keine Antwort, die Suchmaschine hat bestenfalls auf Webseiten verwiesen, die eine Liste mit Buchtiteln enthalten. Künftig kennt Google die Antwort selbst - und liefert sie direkt.

In einem WWW: Blogeintrag erläutern Google-Mitarbeiter, was noch alles geplant ist, etwa auf Smartphones und Tablets. Was die Ingenieure allerdings verschweigen, ist die Tatsache, dass sich diese neue Technologie zweifellos auch dazu verwenden lässt, das soziale Gefüge zwischen Personen in einem sozialen Netzwerk wie Google+ sowie die Interessen von Internetusern ganz allgemein besser zu verstehen - was sich zweifellos für Anzeigenkunden als relevant erweisen könnte.

Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast


Das ist eine überaus naheliegende Idee, aber leichter gesagt als getan. Wirklich neu ist die Idee auch nicht.

Trotzdem: Google hat alles in der Hand, um auf Dauer zu einer Art "KI in der Wolke" zu werden, eine Wissensdatenbank, die Fakten "verstehen" und verknüpfen kann. Wenn das irgendwer schafft, dann Google. Nicht weil Google so gut wäre, sondern weil Google einfach die Daten hat und auf die Aktionen von unzähligen Benutzern aufbauen kann.

Und obwohl das sicherlich auch seine Schattenseiten hat, finde ich es höchst faszinierend. Wir sind hier erst ganz am Anfang einer Entwicklung, deren weiterer Verlauf noch gar nicht absehbar ist.

joh am 18.05.12 13:00

Der Podcast ist mir in letzter Zeit zu linkslastig.
Würde mich freuen, wenn er wieder in der Mitte ankommt.

kai am 18.05.12 21:52

Super PR von Google, irgendetwas wichtiges daher erzählen um den Mythos Suchmaschiene aufzuhübschen...

Ron am 18.05.12 22:20

Seit 30 Jahren ist KI in 10 Jahren so weit das sie derartiges kann...
Sollte aber Google nun alle"Ungleaubigen"doch eines besseren belehren wird es Zeit fuer eine andere Suchmaschine-denn ich will selbst entscheiden welchen webseiten und welchen Informationen ich vertraue.Der "Schwarm"intelligenz"vertraue ich jedenfalls nicht!Denn die funktioniert nur nach dem alten Motto:"60.000.000.000 Fliegen koennen sich nicht Irren-esst mehr Sch*****...

robin am 19.05.12 8:19

Ist ja alles schön und gut, aber eines wird doch ganz offensichtlich vergessen,
auch wenn das manchem vielleicht "linkslastig" erscheint, und zwar das komm-
erzielle Interesse von Google. Wenn der Profit im Vordergrund steht, leidet wie
immer die Qualität - zum Beispiel erscheinen bei der Suche nach Informationen über einen bestimmten Autor, erstmal mindestens zehn Einträge die zu Amazon führen, weil die schliesslich dessen Bücher verscherbeln. Das kann man mit allen möglichen anderen Suchen ganz genauso erleben - erlebe ich selbst beinahe täglich, und das Suchen macht oft wirklich alles Andere als Spass.Es wäre schön
wenn es eine Suche gäbedie mit Spenden finanziert wirklich objektive Informationen liefert - Wikipedia ist doch ein tolles Beispiel dafür, das es auch anders geht. Was die Cloud angeht kann sich jeder Vernünftige nur "robin" anschließen,denn die Masse ist nur ein dummes Tier, das sehr leicht manipulierbar und wirklich alles andere als objektiv ist - also: FINGER WEG.

Robert Brors am 19.05.12 22:01

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Dieses Blog wird zur Zeit moderiert. Ihr Kommentar muss also erst freigeschaltet werden, bevor er veröffentlicht wird. Bitte haben Sie Verständnis, wenn Ihr Kommentar deshalb nicht gleich zu sehen ist.

Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Google will schlauere Antworten liefern

Zum Anfang dieses Eintrags

Sonntag, 13.05.2012

Gerüchte über iTV verdichten sich

Apple TV gibt es schon - wann kommt das iTV als eigenständiges Gerät? Kommt er - oder kommt er nicht? So wie es im Augenblick aussieht, muss die Frage wohl anders gestellt werden. Es sollte wohl eher heißen: Wann kommt er? Alle aus der Apple-Fankurve wissen natürlich, wovon die Rede ist. Denn schon seit Monaten wird in Blogs und Foren darüber diskutiert, ob Apple einen eigenen Fernseher baut, wann er auf den Markt kommt und wie so ein Fernseher mit Apfel-Logo wohl aussehen könnte (oder müsste). Denn eins ist klar: Wenn Apple schon einen eigenen Fernseher baut, dann muss er auch etwas Besonderes haben.

Gerade verdichten sich die Gerüchte mal wieder, dass tatsächlich ein "iTV" auf den Markt kommt. Eine höhere Schlagzahl bei den Gerüchten ist oft ein Hinweis darauf, dass etwas Wahres dran ist. Schließlich ist Apple ein Meister in Sachen Gerüchteküche: Offiziell wird nie etwas bestätigt oder dementiert. Doch man fragt sich schon, wie es immer wieder und in so regelmäßigen Abständen zu gezielten Indiskretionen kommen kann, die die Diskussion so geschickt anheizen. Apple selbst hat sich noch nicht offiziell zur Sache geäußert - was allerdings nicht weiter ungewöhnlich ist. Apple bewahrt grundsätzlich Stillschweigen und stellt neue Produkte ausschließlich auf öffentlichen Veranstaltungen vor. Die nächste ist für Juni geplant.

Doch eine Tatsache spricht dafür, dass es mehr als nur vage Gerüchte sind, dass Apple einen eigenen Fernseher herstellen will. Denn jetzt bestätigte Foxconn-Manager Terry Gou gegenüber der Zeitung "China Daily" in WWW: einem Interview: Es ist ein iTV in Planung. Zumindest bereiten sich die Fabriken von Zulieferer Foxconn, der die meisten Apple-Geräte baut, in China auf die Produktion vor. Eile ist allerdings nicht erkennbar. Wie es aussieht, ist die Fertigung von Apples HD-Fernseher im Aluminiumgehäuse offensichtlich erst für 2013 geplant.

Eine Frage bleibt offen. Wenn Apple in einen neuen Markt einsteigt, dann nornalerweise nicht einfach so. Das iPhone war das erste Smartphone ohne Tasten. Mit dem iPad hat Apple eine ganz neue Bedienphilosophie eingeführt. Also dürfte ein Fernseher von Apple nicht einfach nur schick aussehen, es braucht auch einen "Wow"-Effekt. Als sicher dürfte gelten, dass iTV mit der Spracherkennung Siri ausgerüstet ist, also wie das iPhone 4S gesprochene Anweisungen verstehen kann.

Außerdem ist wohl auch eine kleine Kamera für Videochats im Wohnzimmer eingebaut. Auch Apple TV wird eingebaut sein, also eine Anbindung an Online-Videotheken, um Filme und Fernsehsendungen kaufen oder leihen zu können. Was aber könnte ein Fernsehgerät zu einem außergewöhnlichen Fernsehgerät machen? Das ist die Frage, über die sich alle gerade den Kopf zerbrechen.

Es gibt auch Quellen, die meinen, es würde nicht mehr bis 2013 dauern. Der Onlineblog "Cult of Mac" zum Beispiel will bereits WWW: Prototypen des iTV gesichtet haben. Die auf der Webseite abgebildeten WWW: Geräte sehen allerdings aus wie ein ganz gewöhnlicher Apple-Monitor. Außerdem werden keine Quellen genannt - das klingt doch arg nach Spekulation.

Spekuliert wurde auch, dass Apple an dem TV-Gerätehersteller Loewe interessiert sein könnte. Das hat Loewe allerdings gerade zurückgewiesen, an diesen Gerüchten sei nichts dran. Grundsätzlich wäre das allerdings denkbar, denn Loewe baut hochwertige Geräte und legt viel Wert auf Design und Chic. So etwas gefällt Apple. Als sicher gilt hingegen, dass Sharp mit im Boot ist. Denn der japanische Fernsehgerätehersteller ist eine enge Kooperation mit Foxconn eingegangen, und das sicher nicht ohne Grund.

Ich gehe jede Wette ein, dass Apple noch dieses Jahr ein iTV vorstellt.

Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast

Ein echtes "Killerfeature" wär ein vollwertiger Fernseher mit imac darin...überarbeitete Bluetoothtastatur dazu, die auch als Ferbedienung taugt und ab geht`s....

M.Clements am 14.05.12 5:55

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Dieses Blog wird zur Zeit moderiert. Ihr Kommentar muss also erst freigeschaltet werden, bevor er veröffentlicht wird. Bitte haben Sie Verständnis, wenn Ihr Kommentar deshalb nicht gleich zu sehen ist.

Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Gerüchte über iTV verdichten sich

Zum Anfang dieses Eintrags

Donnerstag, 10.05.2012

Facebook führt "App Center" ein

Facebook App Center Wem das, was Facebook in seinem Netzwerk so alles zu bieten hat, nicht genügt, der kann jederzeit zusätzliche Apps installieren. Das sind kleine Anwendungen, die eng mit Facebook verzahnt sind und den Leistungsumfang des sozialen Netzwerks erweitern. Facebook-Apps können auf Daten zugreifen, die im Netzwerk gespeichert sind (sofern der Benutzer ihnen bei der Installation einmalig die Erlaubnis erteilt, was die meisten User bedenkenlos machen) - und Daten im Netzwerk speichern oder veröffentlichen, zum Beispiel an der Pinnwand.

Es gibt mittlerweile unzählige Apps - viele davon sind überflüssig, manche bedenklich, aber einige auch richtig gut. Vor allem aber gibt es ein großes Durcheinander, denn bislang gibt es keine wirklich intelligent gemachte Anlaufstelle für User, die sich mit Apps versorgen oder über Apps informieren wollen. Das soll sich jetzt ändern, denn Facebook hat ein WWW: App Center angekündigt. Eine Zentrale für alle Apps, ganz nach dem Vorbild von Apples WWW: iTunes Store oder WWW: Google Play (wie der Android Market seit neuestem heißt). Im App Center soll man sehen können, welche Apps man laden und benutzen kann, welche Apps Facebook-Dienste nutzen, und sei es nur die Login-Funktion von Mark Zuckerbergs Netzwerk.

Facebook will es seiner Kundschaft vor allem auf Mobilgeräten leichter machen, passende Apps zu finden. Die App-Zentrale listet bekannte und bewährte Apps für Apple iOS, Android oder Mobile Web auf und sorgt auch für die schnelle und unkomplizierte Installation, wo nötig. Anders als Apple und Google will Facebook die Apps aber (vorerst) nicht verkaufen, sondern verlinkt nötigenfalls auf die App-Stores der anderen. Das verdient auch mal ein Lob.

Natürlich macht Facebook das nicht, um uns einen Gefallen zu tun. Der Gedanke dahinter ist klar: Je mehr Apps im Einsatz sind, die mehr oder weniger intensiven Gebrauch vom Facebook-Netzwerk machen, um so mehr Daten landen bei Mark Zuckerberg - und umso größer ist am Ende der Profit. App-Entwickler werden erleben, wie ihre Apps besser gefunden werden, sie werden mehr davon verkaufen und besser davon leben können. Das motiviert, noch mehr Facebook-Apps zu entwickeln. Selbst Apple und Google dürften nicht murren, wenn Facebook ihnen Kundschaft in die Arme treibt.

Noch ist das neue App Center nur angekündigt. Vermutlich, um den nahenden Börsengang zu beflügeln. Doch der Ansatz ist gut: Wenn man schon Apps anbietet und wenn die Menschen so etwas nutzen, dann ist es auf jeden Fall eine Hilfe, eine zentrale Anlaufstelle zu haben. Allerdings werden nicht alle Apps im App Center landen, sondern nur ausgewählte. Jeder App-Entwickler kann "beantragen", seine App im neuen Center präsentieren zu dürfen. Erster Einsendeschluss: 18. Mai. Der Tag, an dem Facebook aller Voraussicht nach an die Börse gehen wird.

Ich bin sicher: Facebook hat noch einiges vor. Zuerst wird es einen App-Katalog geben. Später werden zweifellos auch Apps verkauft - und womöglich andere Dinge. Musik etwa, Filme, Software ... Wenn man erst mal an der Börse ist, muss es losgehen mit dem Geldverdienen. Aber so richtig.

Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast

Hallo und guten Morgen,
ich habe gehört,das man mit Hilfe des IPHONE seine Wohnung
überwachen kann.Nach einem Einbruch bei mir,interressiere mich mich für diese Art der Überwachung.Wer kann mir mehr dazu sagen,was man benötigt usw.
Gruss Jürgen

Jürgen Wendt am 11.05.12 10:06

Guten Abend zusammen,

also wenn ich diesen Artikel so lese frage ich mich, ob Facebook da nicht ein wenig spät dran ist. Die Webseite App Center gibt ja auch bereits unter (Link entfernt) und man findet sogar eine eigene Rubrik für Facebook Apps dort.

Also wenn schon einen eigenen App Store von Facebook, dann doch bitte mit mit den Facebook-internen Apps.

Grüße
Kathrin

Kathrin Willer am 11.05.12 17:46

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Dieses Blog wird zur Zeit moderiert. Ihr Kommentar muss also erst freigeschaltet werden, bevor er veröffentlicht wird. Bitte haben Sie Verständnis, wenn Ihr Kommentar deshalb nicht gleich zu sehen ist.

Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Facebook führt "App Center" ein

Zum Anfang dieses Eintrags

Sonntag, 06.05.2012

Windows 8 kennt keine DVDs mehr

Windows 8 Wer kauft heute noch DVDs - bitte aufzeigen? Klar, noch ist die DVD nicht tot, auch wenn die Blu-ray Disc (BD) zweifellos immer populärer wird, nicht zuletzt wegen der deutlich besseren Bildqualität. Aber auch das Internet ist eine zunehmende Bedrohung für die DVD, weil man heute Filme in DVD- und HD-Qualität mühelos online anschauen, leihen und kaufen kann. Dank schneller DSL-Leitungen ist das grundsätzlich kein Problem mehr.

Deshalb ist es interessant, dass Windows 8, das im Spätsommer 2012 auf den Markt kommen soll, offiziell keine DVDs mehr unterstützen wird. Jedenfalls nicht serienmäßig. Windows 8 fehlen die passenden Codecs, um DVDs im PC abspielen zu können.

Man kann die nötigen Codecs wohl zwar in Form des "Windows Media Center" genannten Pakets nachinstallieren, aber das nicht kostenlos, sondern man muss dafür bezahlen. Bedeutet konkret: Wer DVDs in seinem PC abspielen will und Windows 8 benutzt, muss eine Erweiterung laden - und bezahlen. Hintergrund: Auch Microsoft muss Lizenzen zahlen, um die DVD-Codecs in Windows integrieren zu dürfen. Diese Kosten will sich der Softwareriese künftig lieber sparen.

Auf den ersten Blick verständlich, denn wenn nur noch ein Bruchteil der Menschen überhaupt DVDs auf dem PC anschaut, dann sind die entsprechenden Codecs eher überflüssig. In den USA ist es laut WWW: Windows 8 Blog bereits so weit, dass am PC mehr gestreamte Filme angeschaut werden als Filme auf DVD.

Allerdings dürfte das bei uns in Deutschland und im Rest der Welt derzeit noch anders aussehen. Hier entwickeln sich die Onlineangebote für Filme gerade erst. Die Auswahl ist noch eher bescheiden, erst ganz allmählich werden Filme bei iTunes, Maxdome und Co. online "ausgeliehen". Außerhalb der USA ist die DVD also noch recht populär. Aber so etwas interessiert die Manager im fernen Redmond in der Regel nicht. Sie haben entschieden: Das Media Center samt DVD-Unterstützung ist eine (kostenpflichtige) Option in Windows 8.

Vielleicht hängt die Entscheidung aber auch damit zusammen, dass Microsoft mehr ins Wohnzimmer drängt - und seinen Blog: Onlinedienst Xbox Live pushen möchte. Dort kann man sich auch Filme online anschauen. Da hilft es natürlich, wenn man im PC keine DVDs mehr anschauen kann...

Wäre der Titel "Windows kennt keine Filme von DVD mehr" zu wenig reißerisch gewesen? Oder ist das Installieren von Win8 nach Brennen einer ISO auf DVD nur eine Lüge von Microsoft???

Klaus Lohmann am 6.05.12 14:45

@Klau Lohmann...gute Frage.
Wie installiere ich dann überhaupt ein gekauftes System auf meinem alten Rechner?

Whatever..ein Grund mehr für den Pinguin.
Ich drücke mich zwar häufig davor, weil ich trotz Parallelinstallation immer noch lieber zum altgewohnten "XP" greife, aber in Problemsituationen (Formatierung; zerstörte Header, nicht erkannte Festplatten usw.) mußte Ubuntu das Windows mehr als einmal am Haken aus dem Schlamm ziehen.

Man wird halt träge, wenn der Rechner im Leben an Wichtigkeit verliert.

Gert am 6.05.12 21:35

in der Tat stellt sich für mich die Frage ob und inwieweit Programme wie das "Office Paket" z.B. auf den Rechner kommen über Windows 8. Noch so´n Ding und ich fühle mich von Microsoft "veräppelt" und ich wechsle ganz zu Mac.

Volkmann am 7.05.12 5:47

@Gert: Warum so viel Geld für ein Unix ausgeben?

Pat am 7.05.12 7:28

@Klaus Lohmann
Sorry, das "s" ist unbeabsichtigt entfleucht und sollte keine Anspielung auf irgendwas sein.

@Pat
Wieso Geld ausgeben?
Das XP habe ich vor Jahren vorinstalliert mit meinem Rechner bekommen; Das Ubuntu gibts dagegen zum freien Download.
Und läuft auch prima parallel ohne Mucken.

Und für die, die immer noch schwanken:
Ein Switch von Win auf Ubuntu macht weniger Umdenken nötig als von Win auf Mac.
Beim Mac ist vieles anders, aber eigentlich nichts besser.
Deswegen bin ich vor Jahren enttäuscht und etliche Märker ärmer wieder auf XP zurückgegangen, weil ich mir damals diese ganze Linuxgeschichte mit meinen mageren Compi-Kenntnissen noch nicht zugetraut habe.
Das ist nun anders.
Ubuntu ist mittlerweile ein in sich rundes System, das weniger Fragen aufwirft als Win oder OS.

Würde ich auch einem Neueinsteiger empfehlen, vor allem, wenn sich die eigene Bedienroutine noch nicht auf ein anderes System eingeschliffen hat.
Das ich immer noch XP benutze, ist eigentlich nur pure Lustlosigkeit, sich mit neuen Sachen auseinanderzusetzen.
So ein Rechner muß für mich einfach nur Laufen.
Alles Andere kostet mein Geld und meine karge Freizeit.
Herumexperimentieren tue ich lieber auf für mich wichtigeren Gebieten.

Gert am 7.05.12 10:37

Filme mühelos über das Internet ansehen? Ich lach mich tot. Die Hai-Tekk-Nation mit dem Made-in-Germany-Image hat noch riesige Versorgungslücken- selbst bei normalen DSL-Anschlüssen.
Online anschauen, leihen, kaufen...
Für 24h, 48h, eine Woche...
Eine Silberscheibe kann ich an jedem Ort meiner Wahl verwenden. Jederzeit. Ohne Netzzugang(egal auf welchem Weg).
Und die 'Ware' befindet sich auch direkt in meinem Besitz.
Was passiert mit meinem 'virtuellen' Besitz bei einem gekauften Film, wenn der Anbieter den Weg alles irdischen geht und der Insolvenzverwalter die Server runterfährt?
Und analog mit den in der 'Klaut' gespeicherten Daten?
Worauf Hacker und Cracker bestimmt Zugriff erlangen werden. Sonst wären ja Kaspersky und Co. auf PC, Laptop und zunehmend auch Smartphones wohl nicht nötig.
Win7 läuft überraschend stabil(nach meinen bisherigen Erfahrungen sogar weitaus besser, als der 'Renner' XP).
Win8 darf sich von mir aus gern zum gemütlichen Beisammensein mit Vista verabreden.

Micha am 7.05.12 10:48

Bedeutet konkret: Wer DVDs in seinem PC abspielen will und Windows 8 benutzt, muss eine Erweiterung laden - und bezahlen.

Was das bitte für nen reißerischer bullshit?
Es wird suggeriert das es ein muss ist das Paket zu kaufen wenn man eine DVD schauen will. - Wenn man einen anderen Player statt dem WMP nutzt (VLC, Media Player Classic - (z.B. aus K-Lite Bundle)) hat man keine Probleme eine DVD wiederzugeben.

Deniz am 8.05.12 14:15

@Deniz Du verwechselst hier (und Jörg evtl. auch) einen Codec bzw. Filter zur Dekompression/Dekodierung von Video-/Audio-Streams mit der CSS-Verschlüsselung von DVDs. Bei DVDs ist der Videostream mit MPEG2 komprimiert. Das kann man natürlich abspielen, wenn man sich den VLC oder einen der Codec-Packs installiert. Aber, wie kommt man überhaupt an die DVD-Inhalte ran, wenn man die CSS-Verschlüsselung nicht umgehen kann. Und genau die Lizenz für das Entschlüsseln der gekauften DVDs legt Microsoft nicht mehr kostenlos bei. Referenzen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Content_Scramble_System
http://de.wikipedia.org/wiki/MPEG-2
Natürlich darf man sich immer noch die Frage stellen: Warum brauche ich eine kostenpflichtige Lizenz, um mir meine gekauften DVDs angucken zu dürfen. Wäre ja so wie, wenn ich mir eine Lizenz zum entschlüsseln der Bücher in meinem Regal kaufen müsste. Denn: BlueRay braucht auch so eine Doppelt-Abkassier-Lizenz. Am Ende liegt es am Kunden, ob er 2x für die gekaufte Ware zahlen will, oder drüber nachdenkt.
Jedenfalls dürfte die Entscheidung von Microsoft ein Eye-Opener für viele sein - die den Unterschied zwischen CSS und Codecs nachvollziehen können.

Markus am 13.05.12 20:47

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Dieses Blog wird zur Zeit moderiert. Ihr Kommentar muss also erst freigeschaltet werden, bevor er veröffentlicht wird. Bitte haben Sie Verständnis, wenn Ihr Kommentar deshalb nicht gleich zu sehen ist.

Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Windows 8 kennt keine DVDs mehr

Zum Anfang dieses Eintrags

Mai 2012

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31

Permanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/joergschieb/