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Zur Arbeit ins WeltallGestern dockte die Endeavour an die Internationalen Raumstation ISS an, heute beginnt bereits das vollgepackte Arbeitsprogramm für die 13-köpfige Besatzung der Raumstation: Um 18.19 Uhr stiegen David Wolf und Tim Kopra aus der ISS aus, um die japanische Logistik-Plattform für die Montage am Forschungslabor Kibo vorzubereiten.
Die Astronauten Koichi Wakata und Douglas Hurley werden aus der ISS heraus die Plattform mit einem Roboterarm aus der Ladebucht der Endeavour holen und sie an einen Roboterarm weitergeben, den Julie Payette bedient. Die kanadische Astronautin wird die Plattform dann in die richtige Position für die Montage am japanischen Forschungslabor bringen.
Die Plattform ist über vier Tonnen schwer und soll als eine Art "Veranda" an der ISS befestigt werden. Später sollen dort Geräte aufgestellt werden, die unter anderem den kosmischen Staub untersuchen sollen. "Eine schwierige Choreografie zwischen uns Astronauten im Weltall, den Astronauten an den Roboterarmen und der Bodencrew", erklärte Wolf.
Die Endeavour hat an der ISS angedockt - jetzt beginnen die Arbeiten im Weltraum. (Foto: NASA/dpa)
Außerdem sollen Wolf und Kopra bei ihrem Einsatz im Weltraum an einem Ausrüstungswagen an der Raumstation und einem der Solarflügel arbeiten. Für Wolf ist es bereits der fünfte Weltraumspaziergang in seiner Karriere, für Kopra ist es der erste Ausstieg. Über sechs Stunden verbringen die beiden außerhalb der schützenden Station.
Insgesamt soll die derzeitige Besatzung der ISS fünf Weltraumspaziergänge machen. Seit der Konstruktion der Internationalen Raumstation 1998 stiegen Astronauten bereits 125 Mal aus der ISS aus.
Schon bevor der erste Weltraumspaziergang anstand, gab es jedoch Aufregung für die Besatzung: Herumfliegender Weltraumschrott drohte mal wieder auf die ISS zu prallen. Mit Hilfe der Antriebsraketen der Endeavour wurde die Raumstation samt der angedockten Raumfähre deshalb um rund 1,5 Kilometer angehoben.
Entwarnung gab es dafür von den NASA-Experten für das Hitzeschild der Endeavour. Beim Start des Raumschiffs hatten abfallende Teile der Isolierung die Kacheln der Endeavour leicht beschädigt. Kurz vor dem Andocken an die ISS machte die Raumfähre deshalb eine kleine Rolle und ließ die Kollegen der ISS Fotoaufnahmen machen. Die Schäden an den Schutzkacheln stellen kein Risiko dar, sagte Shuttle-Programm-Manager John Shannon später, man werde die Bilder weiter noch genauer analysieren.
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