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Im Schatten des MondesWer auf dem Eniwetok-Atoll im Pazifik stand, war klar im Vorteil: Die längste totale Sonnenfinsternis des Jahrhunderts war dort sechs Minuten und 39 Sekunden zu sehen. Insgesamt konnten mehrere Millionen Menschen miterleben, wie sich der Mond vor die Sonne schob.
Nur wenige Sonnenstrahlen waren noch zu erkennen, als sich der Mond vor die Sonne schob. Foto: dpa
Um 1.58 Uhr deutscher Zeit nahm das Naturereignis seinen Anfang im Arabischen Meer. Dann verfinsterte sich der westindische Bundesstaat Gujarat durch den bis zu 256 Kilometer breiten Schatten. Es folgten Nepal, Bangladesch, das Königreich Bhutan und China. Die Vorfreude auf den Mondschatten war dabei sehr unterschiedlich: In der indischen heiligen Stadt Varanasi am Ganges warteten hunderttausende Hindus, um während der Sonnenfinsternis ein reinigendes Bad im Fluss zu nehmen. In China beobachteten Forscher in der Großstadt Changzhou gespannt, wie Elefanten und Affen im Zoo sich verhielten, während sich die Erde verdunkelte.
Astronomie-Fans mit dem nötigen Kleingeld konnten die Sonnenfinsternis von einer Boeing 737-700 erleben. Das Flugzeug, dass vor Sonnenaufgang in Neu Delhi startete, flog dem Naturereignis des Jahrhunderts 12.500 Meter Höhe hinterher. Kosten für den Fensterplatz auf der Sonnenseite: 1200 Euro. Wer extra für die Sonnenfinsternis nach Shanghai anreiste, hatte Pech. Schlechtes Wetter erschwerte die ungehinderte Sicht auf Sonne und Mond - dabei verdeckte der Mond dort die Sonne rund fünf Minuten lang. Erst 2132 soll laut Astronomie-Experten wieder eine Sonnenfinsternis in ähnlichem Ausmaß zu sehen sein.
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