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Vergewaltigung: Lebenslänglich für die Opfer
Ein schweres Verbrechen - doch das Opfer muss mit lebenslänglich rechnen, während der Täter darauf hoffen kann, dass es erst garnicht zum Prozess kommt, geschweige denn zur Verurteilung. Die Rede ist von Vergewaltigung. "Beziehungstat" heißt das im Juristischen, und ist unendlich schwer objektiv zu bewerten, wenn nicht deutliche Kampfspuren oder Verletzungen, Würgemale und Stichwunden es den ermittelnden Polizisten leichtmachen.
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Kommentare zum Eintrag Vergewaltigung: Lebenslänglich für die Opfer
Guten Tag, ich bin stark betroffen das es immer noch nicht besser geworden ist mit der verniedlichung von Gewalt an Kindern und Frauen. Mit meinen 60 Lenzen muß ich mich allerdings auch wundern das KEIN Moderator sich traut mal Klartext zu reden. Warum lassen sich Polizei und Gerichte (meist Männer) so gerne in allen einzelheiten alles noch einmal von den Opfern erzählen? ist es tatsächlich so schön anzuhören? kann man nicht wenigstens einmal in einer Sendung die befürworter milder Strafen fragen ob sie auch so denken wenn ihre nahen Familienmitglieder Opfer werden? Es ist ja meist wie im Mittelalter wo alles anscheinend egal ist, wenigstens die eigene Haut wird gerettet. So langsam falle ich vom Glauben ab. Gruß detschli
det schli am 19.08.10 23:04
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, lag ich in seinem Bett, mein Körper hatte blaue Flecken, die Brüste waren zerbissen und ich konnte mich nur bruchteilhaft an den vorangegangenen Abend erinnern. Sofort redete er auf mich ein, als würden wir uns schon jahrelang kennen, was ich denn wohl für eine sei, die mit jedem x-beliebigen Kerl mit in die Wohnung und ins Bett steigt und dann noch ohne Gummi (man achte auf das Vokabular) "rumvögelt" usw. Ob ich es denn auch mit Negern mache, wegen AIDS und so... Als ich halberwegs klar im Kopf war, habe ich ihn auf Abstand gehalten, um so an seine Daten kommen zu können (Name, Alter, Herkunft, etc...)Ich ließ alles mit mir machen, bis ich wußte wer er war. Anzeige? Polizei? Arzt? Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie gehört, dass ein Mann die Strafe bekommen hat, die er verdient hätte. Die missbrauchten Frauen hingegen müssen durch die Hölle, wenn sie es wagen, den Mund aufzumachen. Da braucht man schon starke Nerven und, was noch viel wichtiger ist, eine Familie, die 100-% hinter einem steht. Das ist sehr traurig, dass wir eine Frau als Kanzlerin und Justizministerin haben, die Rechtssprechung und die Verfahrensweisen in solchen Fällen eher an das Mittelalter erinnern.
Charlotte am 19.08.10 23:07
Gut recherchiert, war vor 20 Jahren selbst ein Opfer, wenn auch in der ehemaligen DDR, wo es ja soetwas angeblich nicht gab. Habe 10 Jahre gebraucht um über dieses Thema offen zu reden, da es keine psychologische Hilfe gab. Man kann sich als Frau nicht ganz fallen lassen, weil in bestimmten Situationen dieser Film mitläuft, deswegen lebenslänglich. Warum müssen in solchen Fällen männliche Psychologen die vergewaltigten Frauen befragen? In den Augen der Frau ist dies noch eine Vergewaltigung der Seele, da es ein Mann ist. Es ist ein Frechheit von der Justitz betroffene so im Stich zu lassen und den Männern damit einen Freibrief in die Hand zu geben. Im Grundgesetz steht die Würde eines Menschen ist unantastbar, offensichtlich gillt das nicht für Frauen.
marlieskircheis@web.de am 19.08.10 23:22
Unser Rechtsstaat schützt die Rechte der Täter mehr als die der Opfer - das ist ein absolutes Unding! Einmal in Haft (wenn es überhaupt so weit kommt) wird der Täter sofort "ganzheitlich" betreut, während das Opfer, sofern es nicht selbst in finanzielle Vorlage geht, eigentlich keinen Schutz zu erwarten hat. Schadensersatz, ja, der wird einem zugesprochen, aber ihn auch zu bekommen ist eine ganz andere Geschichte. So bleibt das Opfer auf seinen Kosten sitzen, oder muss auf Behandlung verzichten, während der Täter das aus Steuergeldern finanziert bekommt - es ist schon ein starkes Stück, dass steuerzahlende Väter, Freunde und die Opfer selbst dafür aufkommen!! Gesteht der Täter endlich, so wird er nicht einmal zum Tathergang oder zu seiner Motivation befragt - es wird davon ausgegangen, dass er nichts sagt, weil er das nicht muss - aber gerade die Antworten auf diese Fragen können dem Opfer Erleichterung/Genungtuung verschaffen. Also könnte man doch zumindest mal fragen, oder diese Antworten zur Senkung des Strafmasses heranziehen und nicht nur das blosse Geständnis. Das Opfer hingegen muss alle intimen Details offen legen, um überhaupt eine Chance zu haben, eine Verurteilung zu erreichen und sich zudem noch bösen Unterstellungen aussetzen lassen. Warum wird dem Täter eigentlich nichts unterstellt? Warum werden Täter derart mit Samthandschuhen angefasst und die Opfer mit dem Akopatz? Warum wird von der Seriösität des Täters ausgegangen, bis auch der allerletzte Zweifel ausgeräumt ist? Warum gesteht man das dem Opfer nicht auch zu? Fakt ist doch, dass weniger Frauen fälschlich eine Vergewaltigung anzeigen, als Täter diese abstreiten. Dem sollte endlich Rechnung getragen werden. Es läuft einiges falsch, das ist sicher!!
Niemehranzeigwerda am 20.08.10 4:00
Ich als Opfer habe einmal auf den Rechtsstaat vertraut - ein zweites mal würde mir das garantiert nicht passieren - eher würde ich mir einen russischen Killer oder Schwansabschneider besorgen - das käme insgesamt preiswerter, ich müsste keine dummen Fragen beantworten, es würde schneller gehen und der Täter würde seine gerechte Strafe bekommen - so viel ist sicher!!!
ein Opfer am 20.08.10 4:07
hallo, ich bin auch eine Betrroffene, ich kann mich meinen Vorrednern/Schreibern nur anschließen. Ich bin an die falschen Anwältunnen geraten, Anzeige viel zu spät, machen wir noch!!! Wenn ich diese aus dem Frauenhaus heraus getätigt hätte, hätte ich vielleicht besere Chancen gehabt, oder auch nicht, aber nach einem Jahr???? Meine 3. Anwältin hat es immer wieder verschoben, bis ich dann selber den Mut hatte und einen Termin bei der Polizei gemacht hatte, dann 3 Mal verschoben, weil meine Anwältin keine Zeit hatte. Dann war sie 5 Minuten mit drin!!! Warum hatte ich auf sie Rücksicht genommen? Ich stand da wie vor den Kopf gestoßen, auf die Frage, warum ich solange gewartet hatte, konnte ich nicht meiner Anwältin in den Rücken fallen, und sagen, sie hötte den Termin 1 Jahr lang verzögert. Hätte ich es tun sollen? Aber soweit war ich danmals noch nicht. ( Nur ein Nervenzusammenbruch hat mich vorzeitig ins Frauenhaus gebracht. Meine Arbeitskollegen haben mir damals geholfen, weil ich nie etwas sagte, haben sie erst da den oberflächlichen Einblick "erhascht", was eigentlich über Jahre vorgefallen war) Als es dann zum Gutachtertermin kam, natürlich ein Mann. Ich wurde aus dem Opfer der Täter, bloßgelegt.., wie es mir damit ging, wie ich damit umgehe, keine Frage. Kein Interesse??? Nach dem 2. Termin habe ich dann auf der Heimfahrt einen Backout oder so was ähnliches. Alle Filme liefen auf einmal , ich konnte nicht mehr, die Fragen immer nur warum "er" so gehandelt hatte, warum "er" sowas getan haben sollte, immer nur Gedanken über ihn, nie war "ich" gefragt. Den Baum hatte ich mir schon ausgeguckt, wie gesagt, ich konnte nicht mehr, warum das alles. Ein entgegenkommendes Auto, was ich evtl. getroffen hätte, wenn ich falsch geschleudert wäre oder wie auch immer, hat mir mein Leben gerettet. Ich wollte, wei immer keinen mit hinein ziehen. Im letzten Moment hab eich den Vorgang noch abbrechen können. Sekundensache. Mein Schutzengel? Nach Monaten habe ich dann an den Gutachter und den Staatsanwalt geschrieben und die Situation geschildert. Ich habe es mir wenigsten vom Herzen geschrieben, auch wenn es nichts gebracht hat. Laut meiner Anwältin glaubt mir der Staatsanwalt, ich sage aber zu wenig. Aber was nützt es bei so einem Gutachter, meine Gyn und meine Hausärztin glauben mir, so kann man nur erzählen,wenn man dass auch durchgemacht hat. Aber weniger habe ich weder bei der Polizei noch beim Gutachter gesagt. Ich kann nur auf die höhere Gerechtigkeit (das letzte Gericht--ich bin nicht sehr gläubig!!!) hoffen, vor dieses Gericht muß auch er. Schade das ich da nicht Mäuschen spielen kann. Wenn es dann heißt "Du" hast, und seine Lügenmärchen keine Beachtung finden.
So jetzt habe ich aber die Sehnerven stark belastet, ich wollte eigentlich nicht so viel schreiben.
Aber Vergewaltigung in der Ehe ist immer noch ein Kavaliersdelikt und keiner will es wissen und noch weniger dagegen tun.Es wird zu totgeschwiegen!!! Mein Preis, ich habe PTBS lebensläglich und der Täter läuft frei herum.....
Stalking mit ihm ist auch so ein Thema, aber auch da....wo ist der Opferschutz, solange nichts passiert..........allein gelassen......
Petra Hildebrandt am 20.08.10 10:25
na das ist doch in unserem tollen rechtsstaat nix neues!!!!! hier werden täter geschützt und opfer alleine gelassen! man schaue sich den fall an,der sich in oberhausen abgespielt hat.vater missbraucht seine eigene tochter,während seine frau im krankenhaus liegt.urteil: 2 jahre auf bewährung und er darf zurück zu seiner familie!jetzt leben opfer und täter wieder brav zusammen!!!!! opferschutz? gleich null!!!!!!!
underworld am 20.08.10 11:22
So sehr diese Erfahrung auch schmerzen, allerdings ist es so, dass eher den Männern nicht geklaubt wird, wenn sie wegen einer Falschanschuldigung vor Gericht landen. Siehe Fall Kachelmann. Auch werden bei Scheidungen sehr gerne Falschanschuldigungen vorgebracht, um an das Sorgerecht für die Kinder zu kommen. Und diese Männer erhalten absolut keine Hilfe, es wurde noch nie darüber berichtet noch werden die Frauen verurteilt, die auf diese Art und weise Leben vernichten. Während schon seit Jahrzehnten darüber berichtet wird, dass Frauen es angeblich so schwer hätten, eine Vergewaltigung anzuzeigen. Leider muss ich dies verneinen. Die Bevölkerung verurteilt immer den Mann, wenn über eine Vergewaltigung berichtet wird, es werden von der Anwaltschaft Beweise vergessen oder vernichtet, die den angeblichen Täter entlasten könnten usw. Frauenhäuser tun ihr übriges dazu. Es sollte schon die Menschen verwundern, warum ausgerechnet die Person, die das erste Frauenhaus in Europa gegründet hat, heute sich ganz offen gegen diese Einrichtung ausspricht.
Terion am 20.08.10 14:13
Ich schreibe jetzt mal was dazu, weil mir die Kommentare hier gerade irgendwie zu einheitlich sind.
Ich frage mich, wie nach der Meinung der vorangegangen KommentatorenInnen ein Verfahren bei einer Vergewaltigung auszusehen hat? Soll dem Opfer blind geglaubt werden und der Täter sofort nach der Anzeige lebenslänglich ins Gefängnis kommen?
Das Problem ist doch, dass das Gericht eigentlich keinem der an der Tat beteiligten Personen glauben darf, da beide durchaus persönlich betroffen sind und somit nicht objektiv aussagen können. Der Täter möchte womöglich seine Schuld verschleiern - das Opfer möchte vielleicht dem Täter etwas anlasten, was er garnicht getan hat.
Beides sind mögliche Realitäten. Dass statistisch gesehen die eine Variante häufiger ist, als die andere darf dabei keinen Einfluss haben. Statistiken sind immer nur für eine vielzahl von Fällen aussagefähig, lassen aber keinen Rückschluss auf einen konkreten Fall zu. Sie fahren ja auch nicht einfach blind über eine Kreuzung, nur weil da häufig keiner von rechts kommt. Jedenfalls hoffe ich das.
Ein Gerichtsverfahren, bei dem Aussage gegen Aussage steht, ist also immer schwer zu entscheiden. Um überhaupt ein Urteil fällen zu können, muss das Gericht hohe Anforderungen and die Glaubwürdigkeit der Aussagen stellen. Dabei muss es die Aussagen des Opfers genauso kritisch hinterfragen wie die des Täters.
Das ist natürlich unangenehm für das Opfer. Deshalb ist es ja so wichtig, die Beweise möglichst schnell zu sichern, damit dem Opfer das Verhör erspart bleibt. Ich finde deshalb das im Beitrag vorgestellte Projekt richtig gut und hoffe, dass das bald flächendeckend eingesetzt wird.
Ich finde die im Beitrag erwähnte Bewährungsstrafe auch als zu lasches Urteil. VergewaltigerInnen sollten immer mit Haftstrafe geahndet werden. Andererseits war der Täter ja geständig. Ohne das Geständnis wäre es ja vielleicht noch nichteinmal zu einer Verurteilung gekommen. Ein Dilemma.
Mensch am 20.08.10 14:28
Die im Beitrag angesprochenen alternativen Spurensicherungsmethoden haben für mich einen so offensichtlichen riesengroßen Nachteil, dass ich diese mit unserem Rechtsstaat als unvereinbar ansehe. Denn es findet doch eine rein "Opfer"-bezogene Spurensicherung statt. Es fehlt eben gerade das objektive Ermittlungsverfahren, was auch Beweise zugunsten des "Täters" ermitteln soll um so eine gesicherte Verurteilung zu erreichen, die keine Unschuldigen ins Gefängnis bringt. Welche "Sicherungssysteme" haben die Einrichtungen, die die Spuren sichern, um eventuell inszenierte Verbrechen aufzudecken? Und wenn dann nach ein paar Jahren das "Opfer" eine Anzeige bei macht und die gesicherten Beweise vorlegt, welche Möglichkeit hat der "Täter" Jahre nache der "Tat" noch, um seine Unschuld zu beweisen, um seine Rechte geltend zu machen?
Es ist für Vergewaltigungsopfer sicher nicht leicht, den Täter anzuzeigen. Ich denke aber nicht, dass das Problem an der Anzeige an sich liegt, sondern eher an dem "danach". Wie gehts weiter, wo kann man hin, wem kann man vertrauen und muss man den Täter jeden Tag auf der Straße sehen. In diesen Punken besteht Handlungsbedarf, damit sich Opfer nicht als Schuldige fühlen. Jedoch sollte dafür nicht der Rechtsstaat geopfert werden, in dem man dem Täter die Rechte nimmt.
Judith Angermann am 20.08.10 22:33
danke,
für diesen guten und gelungenen beitrag.
80 % der frauen machen überhaupt keine anzeige.
98,7% aller gewalttaten werden von männern verübt.
6-10 % aller männer werden falsch beschuldigt ( laut polizei )
jede 3. frau erlebt in ihrem leben einen sexuellen übergriff.
ich finde diese zahlen erklären warum man nicht immer bei diesem thema sofort an " falsch beschuldigte" männer schreiben und denken muß.
" ach ja " herr kachelmann wurde nicht falsch beschuldigt.
er ist NUR aus der untersuchungshaft entlassen.
der prozess und die anklage bestehen weiterhin.
liebe grüße marianne
marianne am 20.08.10 23:18
die bewährungsstrafe gibt es normal nur wenn die zeugin ( opfer) keine aussage bei gericht machen muß und der täter sofort geständig ist
wenn dadurch die psy. des opfers nicht weiter belastet wird
die bewährung zu geben obwohl die aussage vor gericht gemacht wurde und dann erst das geständnis nachträglich gemacht wurde ist nicht rechtens.
in diesem sinne ein hoch auf opferrechte !!!
marianne am 20.08.10 23:23
"Das ist einfach unertraeglich in einem Rechtstaat in 2010" war ihr Schlussatz zu diesem Thema. Tja, aber diesen scheint es nicht zu geben - wie ihre Sendung immer wieder eindruecklich beweist, und nicht nur beim Thema Vergewaltigung (s. Beitrag Schlecker und Klimaschutz).
Es bestaerkt nachtraeglich meinen Entschluss ausgewandert zu sein.
Ich moechte sie trotzdem eindruecklich darum bitten, nicht nachzulassen diese Tatsachen zu veroeffentlichen.
Andreas am 21.08.10 2:18
@Judith: wenn ein Opfer (mit der vorgestellten Spurensicherung ohne Zwang auf vorherige Anzeige) Beweise hat sichern lassen, und sich dann zu einem späteren Zeitpunkt zur Anzeige entschliesst, sehe ich überhaupt keinen Nachteil für den Täter. Beweise sind Beweise:vergewaltigungstypische Verletzungen, Spermaspuren, etc. - was will der mutmassliche Täter dem an Gegenbeweisen entgegen setzen - egal zu welchem Zeitpunkt? Es geht bei dem vorgestellten Projekt doch lediglich darum, dem Opfer die Möglichkeit zu geben, fachkundig evt. Beweise sichern zu lassen, OHNE vorher eine Anzeige zu machen! Und das ist bisher nicht möglich!
Niemehranzeigwerda am 21.08.10 3:22
@ Mensch: Es geht selbstverständlich nicht darum den Täter sofort lebenslänglich einzusperren (gibts ja auch gar nicht für Vergewaltigung).
Das Problem der Glaubwürdigkeit ist sicherlich vorhanden, und selbstverständlich muss dem auch in gewissen Rahmen Rechnung getragen werden. Aber eben nicht soooo Opferseitenlastig, wie das in der heutigen Rechtspraxis der Fall ist!
Die Zahlen von Marianne sprechen doch Bände und mit etwas Hausverstand und Erfahrung (bei den Justizlern) kann man in den meisten Fällen schon "dran fühlen", was gelaufen ist. Die meisten Verfahren laufen ja auch nicht rein "Aussage gegen Aussage" ab, denn es gibt meist, wenn auch nicht völlig eindeutige, Beweise.
Trotzdem werden die potenziellen Täter durch die Rechtspraxis tendenziell getätschelt, die potenziellen Opfer tendenziell überfordert. Und das geht so nicht!!!
Niemehranzeigwerda am 21.08.10 3:34
liebe grau angermann,
ich verstehe ihre bedenken nicht
bei den spuren geht es um wunden und verletzungen die die zb.vermessen werden.
verletzungen an der scheide oder an after und um dna spuren.
hier wird doch kein rechtsstaat gebeugt.
vielmehf finde ich das momentane vorgehen problematisch und mit unserem rechtsstaat nicht zu vereinbaren.
die polizei bestimmt wer, was und wo untersucht.
wenn der körper ein beweismittel sein muß dann aber bitte mit vorsicht und menschenwürde.
meine angst das mit opfern schlecht umgegeangen wird ist viel größer als immer wieder rucksicht auf täter zu nehmen.
liebe grüße marianne
marianne am 21.08.10 19:07
Hallo,
ich bin auch Betroffene und kann das in dem Beitrag Gezeigte nur bestätigen. Auch ich habe aus Scham erst geschwiegen. Letztendlich kam es doch heraus. Als ich bei der Polizei darum bat von einer Frau vernommen zu werden, hieß es nur lapidar, dass das nicht üblich sei. Schließlich saß zwar eine Beamtin bei der Vernehmung dabei, aber die Fragen stellte ein Mann! Es folgten noch mehrere Vernehmungen, bei denen dann plötzlich anstelle der Frau ein männlicher Kollege dabei war. Diese Vernehmungen waren im Prinzip für mich wie eine erneute Vergewaltigung. Ich kann mich bis heute nicht dem Gefühl erwehren, dass sich die vernehmenden Beamten an den Schilderungen aufgegeilt haben, um mir letztlich zu sagen, dass die ganze Sache vor Gericht sowieso aussichtslos sei, da die Tat ja schon einige Zeit zurückliegen würde!
Ich muss sagen, dass ich nach all diesen Erlebnissen mich auch nicht in der Lage gesehen habe, einen Prozess durchzustehen. Ich kenne den Täter und weiß, wozu er fähig ist. Er hat mein Auto zweimal demoliert, er hat mich angerufen und aufs Übelste beschimpft. Ich lebe heute über 300 Kilometer von diesem Mann entfernt, aber noch heute führt der Anblick von roten Autos, die seinem damaligen Auto ähnlich sehen oder sogar Männer, die Ähnlichkeit mit ihm haben dazu, dass Panik in mir aufsteigt, mein Herz zu rasen beginnt und mir übel wird. Ich habe zahlreiche Versuche hinter mir, bei Therapeuten und Ärzten Hilfe zu bekommen - Fehlanzeige! Meine Erfahrung ist, dass die wenigsten Menschen damit umgehen können. Nach wie vor ist die Meinung weit verbreitet, dass man die Vergangenheit doch ruhen lassen solle. Man kann doch froh sein, dass man lebt, aber zu welchem Preis frage ich?! Es ist wahr, als Betroffene hat man lebenslänglich, wenn man Glück hat, findet man für sich einen Weg mit dem Erlebten umzugehen. Ich habe diesen Weg leider noch nicht gefunden. Ich fühle mich von Polizei, Ärzten, Therapeuten etc. ziemlich alleingelassen. Gerechtigkeit gibt es für mich nicht mehr! Ich bin allerdings froh, dass es scheinbar doch noch Menschen gibt, die keine Angst davor haben, genauer hinzusehen, die nicht vor dem Leid die Augen verschließen und versuchen, mit Ihrer Arbeit den einen oder anderen durch solch einen Beitrag doch zum Nachdenken anregen.
Mir hat Ihr Beitrag gezeigt, dass ich mit meinen Empfindungen doch nicht so alleine dastehe wie es mir so oft vorkommt - vielen Dank.
Judith am 21.08.10 20:13
@niemehranzeigewerda
Die Zahlen von Marianne sind eindrucksvoll. Doch völlig falsch. Sie nimmt nur die Statistiken des BKA zur Grundlage. Natürlich sind dann 98% der Täter Männer. Wenn keine Anzeige erstattet wird, dann taucht auch nichts in der Statistik des BKA auf, bei den Falschbeschuldigen genauso, das waren nur diejenigen Falschbeschuldigungen, bie denen die Frauen dies auch zugegeben haben. Die befragten Beamtinnen gehen von einer Falschbeschuldigungsquote von 50% aus. Und schaut man sich dann noch die Zahl an, das 1/3 der Frauen in Detuschland sexuelle Gewalt erleben, dass sind dann 13.000.000 Frauen. Ein bisschen übertrieben. Aber nur ein klein bisschen. Von daher sind die Aussagen von Marianne stark anzuzweifeln.
Terion am 23.08.10 9:37
Leider habe ich erst gegen Ende des Beitrages zugeschaltet. Aber die Worte von Marianne trafen mich wie ein Peitschenhieb:"...ich hab meine Existenz verloren, und letztendlich ist auch meine Partnerschaft daran zunichte gegangen. Er hat Bewährung, ich habe lebenslänglich." Zwar geht es bei mir nicht um Gewalt in der Ehe, sondern um langjährigen Mißbrauch durch meinen Vater, aber die Folgen sind ähnlich. Die Taten verjähren, die Folgen jedoch nicht. Wie makaber.
Lange Jahre habe ich versucht diesen Schrecken mit Arbeit zu verdrängen. Das hat irgendwann nicht mehr funktioniert und ich bin zusammengebrochen. Daraufhin ging die Spirale nach unten, Job weg, Partnerschaft weg, Existenz gefärdet. Heute beziehe ich eine Erwerbsunfähigkeitsrente, die so eben reicht. Nach mehreren Therapien kann ich mit all dem ganz gut leben, aber es holt mich immer wieder ein. Eine Mischung aus Wut und Verzweiflung. Denn ich zahle Tag für Tag, während mein Vater sein Saubermannleben lebt, sich einige respektable Posten zugelegt hat.
Vor Jahren habe ich, mit Unterstützung einer Opfer-Hilfsorganisation, ein OEG-Verfahren angestrengt. Es wurde abgelehnt, weil die Aussage meines Vater (unterstützt von meiner Mutter) ebenso glaubhaft klingt wie meine und es weder Beweise noch Zeugen gibt. Wie sich aus einer e-mail meiner Schwester ergibt, wurden meinem Vater Kopien aus meiner Aussage ausgehändigt. Verfahrenswidrig und eine weiter Demütigung meiner Seele, Mißbrauch von Datenschutz, Verletzung meiner Privatsphäre. Demütigend, einfach demütigend und zynisch. Leider fehlen mir die Mittel, mir eine Anwätin zu nehmen und das ganze Verfahren nochmals aufzurollen, einschließlich gegen das verhalten des zuständigen Juristen beim Versorgungsamt.
Es muß sich etwas ändern, denn allzu oft und allzu gerne schaut man mit Hingabe auf die Täter, versucht sie zu verstehen, zu erklären. Ganze Sendungen gibt es dazu. Und immer sitzen da irgendwelche Männer und theoretisieren abgeklärt, mit einer Pseudobetroffenheit, aber nicht ein Opfer sitzt mit am Tisch. Und das wäre nunmal die einzig kompetente Instanz in so einer Runde.
Kümmerte man sich mit der gleichen Intensität um die Opfer und kehrte man nicht immer wieder Täter-Opfer um, dann wäre wir schon einmal einen Schritt weiter. Manchmal habe ich das dringende Bedürfnis etwas dafür zu tun (vielleicht ein Buch schrieben, vielleicht mit anderen Betroffenen), daß eine breitere Öffentlichkeit geschaffen wird und endlich ein wirkliches Verständnis entstünde. Denn wir reden nicht von einem Kavalliersdelikt. Wir reden von Menschen, Leben und Seelen, die zerstört werden. Und die Gesellschaft schaut noch immer allzu gerne...weg.
Marie-Sophie am 23.08.10 12:20
@Terion
Statistiken sind im Hinblick auf ihre Deutung immer dehnbar, lassen aber zumindest Tendenzen erkennen. Ich meine damit, dass wenn 1/3 der Frauen sexuelle Übergriffe erleben, sind ja auch die minder schweren Fälle dabei (Motto: "nur" mal an die Brust gegrabscht). Das allerdings lässt Rückschlüsse auf das allgemeine Verständnis der Gesellschaft im Bezug auf solche Sachen zu (scheint mir immer noch bagatellisiert zu werden).
Ansonsten bist du offenbar der Ansicht, dass Männer Frauen nicht anzeigen und deswegen in der BKA-Statistik 98% der Täter männlich sind, oder?
Und selbst wenn die Falschbeschuldigungen (wohlgemerkt bei der Polizei, was nicht heisst das diese Fälle vor Gericht landen!)einen Anteil von 50% ausmachen, ist nicht gerechtfertigt wie die Opfer im Gegensatz zu den Tätern behandelt werden.
Niemehranzeigwerda am 23.08.10 20:57
@niemehranzeiwerda
Du glaubst jetzt bitte nicht, dass 13.000.000 Frauen sexuelle übergriffe erleben? Das ist ein Witz. Mal by the way, mir greift öfters auch mal eine Dame an den Hintern, soll ich sie Anzeigen?
Ja ich bin der Meinung, dass Männer Frauen nicht anzeigen, gerade Pädophile Frauen fallen vollkommen durchs Raster, weil dem Jungen immer noch vermittelt wird, dass er totales Glück hatte, von einer älteren Dame in die Liebe eingeführt worden zu sein. Meine Buchempfehlung: Der Vorleser.
Schau dir die aktuellen Fälle an, keiner glaubt den angeblichen Vergewaltigern. Bei Sorgerchtsstreitigkeiten ist es mittlerweile ein gängiges Mittel, dem Kindsvater Sexuellen Missbrauch vorzuwerfen, um an das Sorgerecht zu kommen. Niemand glaubt Männern dass sie unschuldig sind. Die Vorverurteilung ist immens und kostet Jährlich mehreren tausend Männern die Existenz.
Es gibt zig Opferhilfsverbände, die sich um die Opfer von Vergewaltigungen kümmern, aber es gibt niemanden der sich um die Opfer von Falschbeschuldigungen kümmert. Und die Urteile sind ein Witz. Maximal eine Geldstrafe von 2000 Eur ist für den Mann drin, und das für eine immer zerstörte Existenz.
Terion am 24.08.10 9:17
Es ist wirklich furchtbar, dass gerade bei diesen abscheulichen Verbrechen der Täter eine Art "Bonus" bei seinen RichterInnen und in der Gesellschaft allgemein hat. Wenn ich die Berichte von Frauen hören oder lesen (hier) muss, wie übel es ihnen nach einer unentschuldbaren Tat ergangen ist, dann fühle ich mich oft richtig ohnmächtig. Es ist vor allem eine grosse Schande, dass Justiz und Staat auch versagen. Es wäre schnell möglich die Situation der Opfer zu verbessern und aktiv und präventiv gegen die Täter vorzugehen. Interessiert aber Männer offenbar wenig, die etwas ändern könnten.
Wenn ich dann gerade in letzter Zeit immer wieder das Stichwort "Falschbeschuldigung" (meistens von anderen Männern) werde ich ärgerlich. Die Hemmschwelle ist schon hoch genug, um überhaupt etwas zu sagen! Und die Statistik spricht eine eindeutige Sprache: Wer kann denn spontan einen Fall von bewiesender Falschbeschuldigung nennen? Ich selbst kenne auch keinen einzigen, aber dafür kenne ich eine ganze Menge von Frauen, denen abscheuliche Gewalt in verschiedenen Formen widerfuhr und die keine Gerechtigkeit erfahren haben!
Gan-Chan am 24.08.10 21:43
Ich muss ehrlich zugeben, dass es mir unmöglich ist eine Anzeige zu erstatten. Mir ist eben dies passiert, allerdings waren es mir fremde. Das meine Erinnerungen Schemenhaft sind und ich absolut nicht darüber sprechen kann (nicht einmal mit meiner Therapeutin), reicht vielen Menschen allerdings nicht aus. Sie wollen es nicht begreifen, dass es Zeit braucht, bis man den Schritt zur Polizei machen kann.
Beweise? Die habe ich nicht, außer die in meinem Kopf. Ich hätte gerne die Möglichkeit gehabt Beweise sichern zu lassen. Allerdings bezweifle ich, dass ich an dem Tag (oder die Tage danach) irgendwen an mich heran gelassen hätte. Fällt mir ja bis heute schwer.
Gerechtigkeit verlangen, das werde ich wohl nie können. Aber alleine für mich, damit ich es irgendwann für mich greifbar machen kann. Alleine dafür gehe ich wöchentlich zur Therapie, um vielleicht irgendwann in der Lage zu sein eine Anzeige gegen unbekannt zu erstatten. Hoffnungslos, aber es kann ein Schritt für mich heraus sein aus meinem "Lebenslänglich" das ich seit diesem Tag habe.
Grüße von einer Betroffenen, die hofft damit ein paar Menschen hier zeigen zu können, das es viel mehr als "nur" eine Anzeige ist.
anonym am 1.09.10 3:35
velen Dank für den gelungenen Beitrag. Ich habe selbst vor einiger Zeit an die Redaktion geschrieben, um auf diverse Mißstände diesbezüglich hinzuweisen.Zum Beispiel, das der inhaftierte Täter sofortgen Anspruch auf eine Therapie hat, wohingegen das Opfer sehr oft bis zu einem Jahr auf einen Therapieplatz warten muss. Von den schwierigen Wegen zu einer Anerkennung z.B. über das Bundesversorgungsgesetz, um einen Anspruch auf Opferentschädigung nach dem OEG zu erhalten, ganz zu schweigen. Ich selbst bin Opfer von Vergewaltigung, das erste Mal als junges Mädchen mit 19 Jahren, das zweite Mal mit 38 Jahren. Erst beim zweiten Mal hatte ich den Mut zur Anzeige. Die erste "Vernehmung" bei der Polizei war sehr erniedrigend, da nur männliche Polizisten um mich herumstanden. Da war ich nicht in der Lage, eine vernünftige Aussage zu machen. Danach erhielt ich einen Anruf eines sehr netten Polizisten, der mich bat, doch noch einmal zu kommen. Da war dann auch eine weibliche Polizistin anwesend, sodaß ich eine halbwegs vernünftige Aussage machen konnte. Der Täter ist jedoch bis heute nicht gefasst, ich bin mittlerweile arbeitsunfähig, da ich sehr viele psychische und psychosomatische Schädigungen habe. Ich habe 27 Jahre lang als Bürokauffrau immer gearbeitet, war nie arbeitslos und habe meine Berufstätigkeit immer geliebt. Es war einfach "meins". Heute ist es mir nicht mehr möglich, überhaupt in Räumen oder Gebäuden zu arbeiten, in dem sich Männer aufhalten. Ich kann bei Beginn der Dämmerung nicht mehr raus, kann nicht in GEäbude, wo sich viele Menschen aufhalten, habe Panikattacken, wenn ich an der Kasse anstehen muss, wenn dort auch Männer stehen. War mittlerweile schon mehrfach in diversen Kliniken, wo die Therapien aber immer nur sehr kurzfristig geholfen haben. Mittlerweile beziehe ich eine befristete volle Erwerbsminderungsrente und beziehe auch eine Rente aus dem OEG. Nun steht der Antrag auf die Verlängerung der Rente an, was ich wieder rechtfertigen muss. DAvor habe ich schon jetzt Angst.Wieder Fragen beantworten, sich wieder bloßstellen. Ich würde auf alle Zahlungen der BfA oder des Landschaftsverbandes verzichten, wennn ich dafür meine Albträume, Ängste und die Angst vor dem normalen Leben, "wegmachen" könnte. Viele Opfer wissen gar nicht, das es überhaupt so etwas wie eine Opferentschädigung gibt. Es ist auch beschämend, das die Rentenversicherung die Opfer zu einem "Gutachter" schicken, der damit dieser bewerten kann, ob das Opfer wirklich so geschädigt ist, wie es die psychologischen Gutachten bereits zumeist im Vorfeld schon bestätigt haben. Momentan gibt der Staat horrende Unsummen aus, um entlassene Straftäter von der zivilen Polizei "beobachten" zu lassen (hier spricht man ca. 12.500,00 Euro pro Tag pro entlassenem Triebtäter. Dies sind in einem Monat nur für die Überwachung eines einzelnen Täters 375.000,00 Euro. Man möchte gar nicht nicht ausrechnen, welche Summe da insgesamt für alle derzeit überwachten Täter zusammen kommen. Es würde sich wirklich lohnen, hier mal eine Statistik aufzumachen: "kostet" den Staat das Opfer" und was lässt es sich der Staat kosten, die Täter wieder "gesund" zu machen. Das wäre mal ein sehr interssantes Thema, mit einem einem wahrscheinlich für die Opfer sehr erschreckendem Ergebnis. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn dieses mal ein Thema der Sendung würde. Sorry, das ich hier so viel gechrieben habe, aber es musste mal "raus".
Dem Team von MONITOR wünsche ich weiterhin viel Mut und berechtigte journalistische Neugier, hier den entsprechenden Stellen mal auf die "Füße" zu treten. WEITER SO!!!!
Liebe Grüße einer Betroffenen
Ariane Kulla am 1.09.10 21:02
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MONITOR
Duisburg: das gestammelte Nichts der Verantwortlichen
Diese Pressekonferenz in Duisburg werde ich wohl lange nicht vergessen, als nach der Katastrophe im Tunnel die Beteiligten nach Fehlentscheidungen, Ursachen und vor allem Verantwortung gefragt wurden. Der Veranstalter, der Polizeichef, der Oberbürgermeister - sie schwiegen, stotterten, wichen aus. Ein gestammeltes Nichts. Das tat sogar abgebrühten Journalisten weh, sie wüteten gegen das „Herumeiern“ der Männer auf dem Panel.
Weitere Verweise zu Duisburg: das gestammelte Nichts der Verantwortlichen
Kommentare zum Eintrag Duisburg: das gestammelte Nichts der Verantwortlichen
Wenn Dinge - wie verstärkt in den letzten 25 Jahren - auf Kosten und gegen den Widerstand der Allgemeinheit und gegen jegliche Vernunft durchgedrückt werden und dann als Erfolg gefeiert werden, so ist es auch nicht verwunderlich dass beim Scheitern - mit so viel Unvermögen und Verantwortungslosigkeit niemand zurücktritt.
Da die Politik und insbesondere hier die CDU negativ hervortat, sollten sich vielleicht die Spitzen der gesamten Politik aus den Trauerfeierlichkeiten in Duisburg komplett heraushalten und auf den Besuch verzichten. Von ihnen ist kein Trost zu erwarten, da sie selbst die Ursache stellen.
Ottmer am 29.07.10 23:02
Ist der ehemalige Güterbahnhof eigentlich überhaupt als Veranstaltungsort zulässig gewesen?
Ein ehemaliger Güterbahnhof ist mit Gewissheit nach Jahrzehnte der Nutzung durch eine Vielzahl von Schad- und Gefahrstoffen konatminiert.
Wurde das Gelände entsprechend überprüft und entkontaminiert??
Mir kommen schon hierbei Zweifel an der Zulässigkeit einer entsprechenden Veranstaltung an diesem Ort.
Peter am 29.07.10 23:27
Bin ich ganz Deiner Meinung. Für mich ist eindeutig die Polizei, die, die Leute im Tunnel eingesperrt hat der oder die Schuldige, die viel zu spät erkannt hat, was sich dort abspielt und die Menschen fast eine Stunde oder länger um ihr Leben hat kämpfen lassen.Da kommt ja auch noch dazu wer bezahlt das ganze? Der Steuerzahler oder der Veranstalter? Ich will den Veranstalter nicht in Schutz nehmen, aber für die Sicherheit gab es Fachleute, ein Veranstalter ist kein Spezialist für Sicherheit.Er verlässt sich auf Fachkundige und er hat auch niemanden beauftragt den Tunnel abzusperren.Und ich verstehe auch nicht das die Absperrungen für die Leute nicht leicht überwindbar waren. Verletzte mussten darüber gezogen werden, alleine das ist unglaublich. Das hat kein Besucher gewusst, sonst wäre er da nicht reingelaufen.Der Tunnel war wie ein Trichter von beiden Seiten, das hätte doch umgekehrt sein müssen, eine Verengung der Strasse vor dem Tunnel, damit im Tunnel Stauraum ist. Im Tunnel selbst gab es weder Polizei noch eine Besucherlenkung, noch einen Krankenwagen vor dem Chaos. Alle Helfer waren ausserhalb der Absperrungen, sowie ich das auf den Fotos gesehen habe, wie hätte da Hilfe kommen können. Mich hat das sehr schockiert, am schlimmsten ist der Gedanke wie grausam es im Tunnel gewesen sein muss. Mein Beileid für jeden der das erleben musste und das nie wieder vergisst, für alle Angehörigen.
Siegrid Dethloff am 29.07.10 23:36
Hallo,
ich lege mehr wert auf Strafe für die erwiesenen Schuldigen statt auf irgendwelche Rücktritte. Mögen die Konzepte noch so falsch und von Habgier getrieben worden sein, entscheidend ist stets, wie auch z.B. bei der Finanzkrise, die Kontrolle.
Als ich in den Berichten die Menschenmassen sah in Verbindung mit den Infos über die Architektur des Platzes, war es mir unverständlich, dass man nicht sofort eingegriffen hat.
Ich habe noch die Stimme eines Ordners im Ohr (wahrscheinlich Tagesschau), der sinngemäß stolz verkündete. " So, wir haben hier dicht gemacht, keiner kommt rein noch raus." Was für ein Schwachsinn.
Auch die Aussage der Polizei, das sei Sache des Veranstalter ist mir unverständlich. Bis zu einem bestimmten Punkt mag das zutreffen, aber nicht, wenn sie den in Panik geratenen Massen zuschaut und erst um Hilfe gebeten werden muss.
Anscheinend kann man nur hoffen, dass der auf allen Gebieten um sich greifenden Habgier Einhalt geboten wird.
Wolle, Bremen, 30.07.2010
Wolllle am 30.07.10 4:35
Ich bin gerade zum ersten mal im wdrblog und etwas unsicher,bin schon lange eine Bewunderin von Frau Sonia Seymour Mikich,ihre gestrigen persönlichen Worte am Ende der Sendung haben mich sehr berührt,ihr Dank an die Internet-User und was sie über VERANTWORTUNG sagte...nach einer schlaflosen Nacht nach der Love Parade suchte ich bei GMX nach Informationen...und wurde fündig: z.B.den Link von "masamedia ", in welchem er/sie verzweifelt mitteilt, dass MAN ( ???? ) es versäumt hat auf ortskundige Duisburger im Netz zu hören: "...- man hätte auf Euch hören sollen!" Und nun bin ich froh hier im Blog zu sein,denn der vorherige Kommentar spiegelt genau das wieder,was im Moment in mir vorgeht: ich habe es satt,mich mit Leuten auseinandersetzen zu "müssen ",die-warum auch immer-Lügen verbreiten,und das nicht "nur" hier online, sondern ganz sicher auch in der Familie, vor Kindern,beim Einkaufen, dem Schwätzchen mit der Nachbarin etc!!!!! Die Polizei HAT ihren "job" hervorragend gemacht, das Gelände WURDE von der "Marketinggesellschaft Duisburg" am 8.5.10 bei youtube.com veröffentlicht usw. usf
Birgit Reimann am 30.07.10 5:33
Die Tragödie von Duisburg verändert die Menschen im Land und die Forderung nach einer moralischen Verantwortung für das Geschehen wird laut. Das Mitgefühl bleibt denen die bei dieser Loveparade einen lieben Menschen verloren haben, die ab nun ohne diesen Menschen leben und der Verzicht darüber schmerzt mehr. Egal ob es der Veranstalter oder auch die Stadt Duisburg ist, eine moralische Verantwortung wäre für viele Menschen die Chance endlich ohne Wut im Bauch trauern zu können.
Stefan am 30.07.10 8:03
Ich hab`s befürchtet:jetzt ist mir doch ne dumme Sache als Blog-Neuling passiert...mein Kommentar von 5:33 bezog sich auf die bis dahin letzte mail von 23:36. Ich hoffe, dass Wolle aus Bremen meine Entschuldigung annimmt: Sorry.Ich stimme dir übrigends in Allem zu, außer, was du über die Polizei sagst und deren " Versagen ".Nach den Infos, die ich mir in den letzten Tagen und Nächten wie besessen zusammengesucht habe, ist EINDEUTIG erwiesen,dass sowohl die Stadtverwaltung von D. als auch-in erster Linie- der Veranstalter!!!! das mit der Polizei abgestimmte Sicherheitskonzept ( falls dieser Begriff hier überhaupt zutrifft )nicht eingehalten hat, mit fatalen Folgen. by the way: ich bin keine Polizistin.
Birgit Reimann am 30.07.10 11:13
Was mich intensiv beschäftigt ist die Rolle der Medien im Vorfeld der Veranstaltung. Wenn, wie man nun überall liest und hört sich so viele, kritische Stimmen vor der Veranstaltung erhoben haben, fatale Fakten bekannt waren, wo waren denn da die Medien, die ihre ganze Macht genutzt hätten um die Veranstaltung im Zweifel zu kippen?
Man hört relativ wenig, deutliche Selbstkritik, dass ist, wie ich finde, nicht nur bedauerlich, sondern macht für die Zukunft nicht wirklich Hoffnung.
uwe am 30.07.10 13:09
Hallo, Respekt, Frau Seymour Mikich, für die mutige Sendung!
In der Monitor-Sendung vom 29.7.2010 wurden drei Themen angesprochen, die alle brisant sind. Das Wort "Verantwortung" sticht bei allen heraus.
Aber was bedeutet es, "Verantwortung" zu übernehmen? Ist es etwas, was man anderen zuschiebt, auch wenn sie es nicht wollen? Nein! Verantwortung kann nur "der" übernehmen, der hinter seinen Taten steht, derjenige, der richtig einschätzen kann was er tut und dafür geradesteht. Und da gibt es wohl oft eher eine Art Versteckspiel. Manchmal denke ich, dass ein Mensch mit gesundem Menschenverstand
in seiner Umgebung mehr Gutes bewirken kann, als ein Politiker oder Geschäftsführer, der sich an Verfahrensvorschriften klammert. Menschenskind, es geht nicht nur um das rein formale Einhalten von Gesetzen und Regelungen, es muss auch Vernunft und Weitsicht dahinter stehen!!! Helmut Schmidt (ehemaliger Bundeskanzler) hat mal eine mutige Entscheidung entgegen allen Vorschriften getroffen und so Hunderten vom Menschen das Leben gerettet!!! (Tausendfachen Dank nochmal dafür!!!) Das könnten andere vielleicht auch, wenn sie die Verantwortung übernähmen!!!
Das Verrückte ist, es gibt immer eine am besten funktionierende, vernünftige Lösung für ein Problem. Diese Lösung kann man finden. Leider wird sie manchmal durch unpassende Vorschriften und zu engstirnige Menschen blockiert. Deshalb mein Aufruf an alle: Sagt eure Meinung, sei es privat oder öffentlich! Menschen machen Fehler, das ist oft schlimm; aber im Angesicht von Fehlern nichts zu tun ist noch schlimmer. Und wer sich vor Verantwortung drückt, schadet sich und Anderen. Wer will, darf mich gerne kontaktieren über Monitor.
Dies ist ein Teil meiner Verantwortung.
Helmut Reithofer am 30.07.10 13:21
-------OB-Sauerland-CDU muß sofort zurücktreten,,ich verstehe auch nicht ,daß der Staatsanwalt keine U-Haft für OB-Suaerland-CDU anordnet,
sowie auch Konfiszierung seines gesamten Vermögens für die zu erwar-
tenden Schadensersatz-Ansprüche, die mit Sicherheit kommen werden..
Klebt OB-Suaerland-CDU wie Pattex an seinem Sessel, weill er noch nicht
6 Jahre "voll hat" wg. höherer Pension usw. ???
Bei Mundraub einer halben Frikadelle wird die ganze Existenz eines
Menschen von d.Justiz zerstört..in DU windet sich ein OB-Sauerland wie
ein Aal , um d. Verantwortung zu entgehen.
OB-Sauerland-CDU ist dienstlich wie auch, u. das ist wichtig, voll
verantwortlich f.d Katastrophe der Loveparade. Hierfür hat OB-Sauerland-CDU mit seinem gesamten Vermögen einzustestehen,
insofern verstehe ich d. Staatsanwalt nicht, daß i.dieser richtung
keine Schritte eingeleitet werden ????
Bei weit geringeren ähnlich gelagerten Fällen wurde sofort die
Vermögen eingefroren bzw. arrestiert.. Warum hier nicht.
Es geht um 21 Tote Menschen !!!!!!!! Die Verantwortung trägt OB-
Sauerland-CDU..
Was macht der Staatsanwalt ???????????????
Warum keine häreten "Bandagen"---?????
Liegt es daran, daß es hier um sog. "Amtsträger" geht ??????
Das wäre ja dann noch beschämender u. berührt ja den "Gleichheits-
grundsatz" ............
Herr Staatsanwalt,, leiten Sie alles in d.Wege, was das Gesetz hergibt, wenn es um d.Prekariat geht, wird ja auch seitens der
Staatsanwaltschaft die Große Keule geschwungen ...
josef am 30.07.10 13:36
Hallo zusammen, hallo Herr Reithofer!
Diese Frage quält mich seit einiger Zeit! Verantwortung übernehmen. Aber warum denn?? Sie müssen es doch nicht!! Die Gesetzgebungen und Vorschriften werden doch so geschrieben, dass sie es nicht müssen. Das, worüber Sie geschrieben haben und ich auch denke heißt Ethik und soziale Gerechtigkeit. Diese Wörter kommen in deren Wotschatz, von Politikern und div. Vorständen div. Firmen, gar nicht erst vor. Sie leben uns die Verantwortungslosigkeit jeden Tag vor! Deren Interesse gilt dem Macht- und Prestigeerhalt. Und das sie weiterhin einen gut bezahlten Posten erhalten. Bauernopfer wird es immer geben, und wenn es mal wirklich schief geht, sind das die bestbezahltesten Vorbestraften die das Land je gesehen hat ( siehe Hr. Zumwinkel etc.). Was ich mich frage ist, was muß, oder wird, noch geschehen bis sich endlich etwas ändert? Wird sich jemals etwas ändern?
Wir übernehmen jeden Tag Verantwortung!
Torsten Lasinski am 30.07.10 14:40
wenn ein ASutofahrer auf der Autobahn mit Promille erwischt wird landet er mit Sicherheit erst mal in der Zelle. Mir ist es unbegreiflich dass solche Typen wie dieser Schaller (nebenbei bemerktz: ein unsympathisches Gesicht) und dieser trottelige Sauerland überhaupt noch am Abend der Tötung frei herumlaufen durften. Danke für Ihren mutigen Einsatz.
Gunnar Pfabe, Musikpromoter am 30.07.10 19:24
Großes Mitgefühl für die Opfer und deren Angehörige!!
Großes Unverständnis und Abscheu vor soviel Fehlverhalten und Aroganz der Verantwortlichen für diese Katastrophe!!
M:J: am 30.07.10 20:13
Ich kann es auch nicht verstehen, warum nicht entschlossener gehen so Leute wie den OB Sauerland vorgegangen wird. Was ich aber noch schlimmer finde, ist die Tatsache, das Politiker aus Berlin, sich intensiv in die Landespolitik eingemischt und dafür gesorgt haben, das kritische Stimmen - wie der inzwischen pensionierte ehemalige Duisburger Polizeichef - aus dem Weg geräumt werden.
Man kann es ja nicht zulassen, das ein so finanzträchtiges Geschäft wegen so unwichtigen Dingen, wie Sicherheit oder Fluchtwegen nicht stattfinden kann. Was muss eigentlich noch alles passieren, das diese Personen anfangen nachzudenken - falls die dazu überhaupt in der Lage sind!!!
Ich persönlich habe es sowieso nie verstanden, warum man sich in Berlin nicht mehr um eine Einigung bemüht hat um die Love Parade dort weiterhin stattfinden zu lassen.
Ist dort jemals etwas passiert? Dort gibt es mehr als nur genügend Platz für mehr als 1,6 Millionen Menschen - ohne das sie davor Angst haben müssten totgetrampelt zu werden - darüber sollten sich die Verantwortlichen auch Mal Gedanken machen!!!!
Meine Gedanken sind bei den Verstorbenen und Ihren Angehörigen.
Jan Schick; stompingboy1@msn.com
Jan am 30.07.10 22:43
Was ist los in dieser Republik ?Es sind 21 Kinder gestorben ....verrammscht ,verheizt!!! Warum schützen wir unsere Kinder nicht ? Warum überlassen wir sie solchen Menschen .Und hat denn der Herr Veranstalter nicht auch Kinder ... und der Herr Oberbürgermeister ??? Warum machen die so etwas mit den Kids und warum hindert sie niemand daran ? Denkt hier wirklich jemand ,unsere Kinder merken sich das nicht ?
Und was mich wirklich sprachlos macht , ist dann sowas hier :
[Link gelöscht, die Redaktion]
jens am 31.07.10 5:04
Als "Außenseiter" möchte ich einmal die vielfach Beschuldigten in Schutz nehmen.
Über Schuld o. Nicht-Schuld zu befinden, ist weder Aufgabe der Medien noch der Öffentlichkeit. Hierzu gibt es Gerichte. Und (noch) ist nicht einmal Anklage erhoben.
Wir durften in der Woche erleben, wie ein Organ der Rechtspflege die Wiederauferstehung der Unschuldsvermutung und die Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit bejubelt hat.
Wir sind noch weit davon weg.
Ein fairer Prozess - und darauf haben auch vorsätzlich handelnede Kinderschänder einen Anspruch - ist den von Medien und Öffentlichkeit Vorverurteilten gar nicht mehr möglich.
"Antworten geben". Das ist nicht mehr Aufgabe der hier beschuldigten Personen. Dies ist nunmehr Aufgabe der Staatsanwaltschaft.
"Schweigen"..darf den hier Beschuldigten Personen nicht negativ ausgelegt werden. Jede noch so beiläufige Aussage kann und wird im Strafverfahren möglicherweise gegen Sie verwendet werden. Wer hier nun gar Schuldzugeständnisse verlangt, akzeptiert nicht nur stillschweigen eine Präjudiz für anstehende Verfahren - sondern bestreitet das Recht der Beschuldigten auf Verteidigung.
Wohlgemerkt: Ein Recht, dass wir jedem vorsätzlich handelnden Kinderschänder wie selbstverständlich zugestehen.
Die Protestes der Bevölkerung. Sind die wirklich so ehrlich? Immer? Bei jedem? Mein Eindruck mag mich täuschen - aber mir erscheinen viele Personen Ihren Unmut gegenüber dem OB zum Ausdruck zu bringen, die entweder nur auf eine Gelegenheit gewartet haben, oder aber noch lauter geschrien hätten, wennn die Veranstaltung durch die Stadt Duisburg (vertreten durch den OB) abgesagt / nicht genehmitgt worden wäre.
Man verstehe mich nicht falsch: Das Versagen verschiedener Leute, das Unvermögen scheint hier keine Grenzen gekannt zu haben. Selbstverständlich wird es hier zu Anklagen kommen - und selbstverständlich werden die Gerichte angemessene Strafen verängen.
Schon heute muss man jedoch jeden Richter davor warnen, die Unabhängigkeit des Gerichts dem öffentlichen Druck zu opfern.
"Festhalten am Amt"
Es ist Aufgabe des OB Antworten zu geben. Aber er kann es zur Zeit nicht. Das mag schwer zu akzeptieren sein - ändert jedoch nichts an der Tatsache.
Und auch so ehrlich muss man sein: Ihm drohen Ermittlungsverfahren, Anklage, Verurteilung und Haft ohne Bewährung.
Hier hört der Spass aus. Jeder (!) hat auch eine Verpflichtung gegenüber seiner Familie, gegenüber Ehefrau und Kindern.
Wer auf eine Haftstafe zusteuert (und die wäre nach Lage der Dinge wohl mehr als angemessen) von dem kann man nicht erwarten, daß er sein Einkommen gefährdet.
Dies träfe Familie, Kinder, Angehörige. Und die haben nun wirklich nichts mit der Sache zu tun.
Peter R am 31.07.10 11:18
hi Jan (stompingboy), die ursprüngliche Loveparade in Berlin ist damals "aus politischen Gründen", d.h. als Demo für mehr Gleichberechtugung z.B. für Schwule u Lesben, Punks und andere schillernde Blüten der Subkultur entstanden. Die damaligen Veranstalter haben sich nach dem Eklat im Tiergarten davon zurückgezogen, weil ihnen die Loveparade "zu kommerziell" geworden ist. Danach gab es sie ein paar Jahre nicht, bis dann der gierige Businessprofi Schaller entdeckte dass sich da Millionen feiersüchtige junge Menschen easy verarschen lassen können zu eigenem Profit und Vorteil. Mir hat sich nach der hervorragenden Monitor Sendung mein Verdacht bestätigt, dass da nämlch eine Mega-Maggelei um Millionen im Gange war, wovon sich macht- und imagegeile Provinz-Politiker auch ein Scherflein abzuschneiden versprachen. Da drückt man schon mal bei unangenehmen Hindernissen gern ein Auge zu für den lieben Freund. Nein wie lachten die Äuglein des Sauerlands im Vorfeld des "Events" auf der Pressevorankündigungsparty in den Armen seines guten Kumpels Schaller !! ...
Jetzt ist mir alles klar. BILD war natürlich auch mit von der Partie ... und lieber Josef, wie du oben schon richtig erwähntest: die fahrlässigen Töter hätte man am besten sofort festgesetzt ... jetzt, nach 8 Tagen haben diese Typen natürlich Zeit gehabt ihre Vermögenswerte in die Sicherheit überschreiben zu lassen oder sie irgendwohin ins Ausland zu transferieren. So ein zögerlicher Justizapperat weckt im Volk zu Recht Rachegedanken, bei mir den Wunsch nach Lynchjustiz ... Gunnar Pfabe,Danzig, Musikpromoter
Gunnar Pfabe am 31.07.10 11:26
Nein, unsere "Kinder" (die meisten Teilnehmer werden wohl volljährig gewesen sein denke ich mal....das nur am Rande) merken das nicht ! Trotz zahlreicher Warnungen bereits im Voraus aus der Szene, in Blogs und über Twitter, sind alle hin wie die Lemminge, DJ's eingschlossen (klar, die Kohle winkt). "Stellt euch vor, es ist Love-Parade in unsicherem Gelände und keiner geht hin....".
Klar, Vernatwortung haben der Veranstalter und die Genehmigungsbehörde, aber auch jeder Teilnehmer trägt ein Risiko mit, so bitter das auch ist.
Das jetzt auf die Polizisten abzuwälzen, die einen schweren Job machen, finde ich nicht richtig. Polizisten müssen sich von denselben Leuten, die jetzt heftigst kritisieren, übelst beschimpfen lassen, wenn sie Ordnungsmaßnahmen im Rahmen einer Veranstaltung ergreifen müssen.
Wenn alles glatt läuft, heften sich den Ordner selbstredend die Politik und die Veranstalter an die Brust. Und die, die vorher gewarnt haben, werden als Spaßbremsen und Ewig-Gestrige diffamiert.
Elli Emann am 31.07.10 13:30
Hallo an alle Leser, hallo Herr Lasinski!
Ja, es stimmt. Es geht um Ethik. Ihren Ausführungen kann ich folgen. Sicher werden noch Dinge geschehen, die nicht ethisch sind. Aber wichtig ist, das dieses Wort bekannt und verstanden wird, damit Vernunft auch angewendet wird. Ethik bedeutet: die Person selbst
verwendet Vernunft, um das bestmögliche Überleben für sich selbst, ihre Familie, ihre Freunde, alle anderen Menschen und die anderen Lebensbereiche zu erreichen. Ganz oben ist Ethik, dann kommt Moral, und wenn all das nicht verwendet wurde, dann kommt das Recht. Das Thema wäre in einem anderen Blog sicher auch nicht verkehrt.
Es gibt die Möglichkeit, seine Vernunft und Fähigkeiten zu steigern. Auch für die Verantwortlichen in und um Duisburg gibt es sie. Der Mensch ist nicht einfach ein Tier, und sein Handeln und Denken sind nicht allein in der Struktur der Zellen seines Gehirns oder seiner Ernährung begründet, auch wenn man das als Super-Ausrede für alles Mögliche, vielleicht auch vor Gericht, benutzen könnte. Zu ‚Gericht’ fällt mir als aktuelles Thema ein: Freilassung von Straftätern trotz Gefahr des Rückfalls. Selbst denen könnte man helfen, aber nicht mit Psychologie und Psychiatrie. Aber um die ganze Bandbreite abzudecken, müsste man ganz unten anfangen. Das hier zu erörtern wäre wohl nicht der Platz. Vielleicht gibt es ja einen anderen Blog, der irgendwie mit dem hier in Verbindung steht, wo ich was dazu sagen könnte. Wer was weiß, gebe mir bitte Bescheid. PS:Ich bemühe mich, so wenig Fremdworte wie möglich zu benutzen. Bei Fragen, bitte fragen!
Viele Grüße
Helmut Reithofer am 31.07.10 17:07
Genau wie Uwe frage ich mich warum die Presse, insbesondere auch der WDR, nicht vor der Veranstaltung massiv gewarnt hat. So wie das so lese, war ja schon vor der Veranstaltung bekannt, das es massive Sicherheitsprobleme gibt.
Das hätte Grund genug sein müssen, das der WDR nicht zu sich auf die Veranstaltung eingeladen hätte, sondern alle Menschen Aufgefordert hätte aus Sicherheitsgründen zu Hause zu bleiben.
Und deshalb, wegen Unterlassener Warnung, gehört die Presse, inklusive dem WDR, auch auf die Anklagebank wegen massiver Mitschuld.
Was nicht heißen soll das nicht andere auch Schuld sind, inklusive jeden einzelnen Besucher der ins Gedräge dort hin gegangen ist.
Gerhard am 31.07.10 17:35
Schade,das der Link von Jens von der Redaktion gelöscht wurde-als Leser könnte ich mir auch ein eigenes Bild darüber machen,so bleibt unmündige Leere!
Wäre dieser schreckliche Vorfall nicht passiert,hätten sich alle Verantwortlichen in den Vordergrund gespielt um die Lorbeeren zu ernten,dafür nahmen sie bei der Planung alles,wirklich alles in Kauf.Nun solls nach dieser Tragik keine Lorbeeren,sondern Prügel geben-Herr Rabe hat unfaßbar ,gleich in seinem ersten Statement den Besuchern der loveparade die Schuld gegeben,schon da hatte man sich abgesprochen,unvorstellbar!und das kurz nach den ersten Schreckensnachrichten.
Das sollte die Parade der Liebe sein,jetzt sollte die Parade der Wahrheit beginnen-vorne weg der Staatsanwalt.
I:P: am 31.07.10 18:44
Ich habe mir einige Kommentare auf anderen Seiten durchgelesen. Einige haben geschrieben, dass es Idiotien gewesen sind, die versucht haben die Treppe bzw. den Container hochzuklettern. 2003 habe ich in einem Bus am Flughafen Dubai eine Panikattacke + Platzangst bekommen. In einer solchen Situation schaltet sich der Überlebenstrieb ein. Keiner der das noch nicht hatte, kann nachvollzeihen wie sich ein solcher Mensch fühlt. Ich wusste damals, dass ich, wenn ich länger in dieser Situation verharre, (0815 Bus, der nicht mal voll war, also nichts besonderes) sterben muss. Ich kann euch sagen, wenn ihr dieses Gefühl in euch tragt, dann macht ihr alles um einer solchen Situation zu entfliehen und da ist nur noch dieser Trieb, Mitmenschen nimmt man nicht mehr wahr. Ich kann jeden verstehen, der egal auf welche Weise versucht hat vor dem Tunnel weg zu kommen. Der Veranstalter, die Berater und die Stadt sind ausnahmslos schuld an diesem Verbrechen!!!! Jeder 7. In Deutschland leidet unter Panikattacken oder hatte schon mal eine. Dies hätte jeder geistig normale Beratende Psychologe ausnahmslos wissen müssen. Fahrlässige Tötung ist ein zu milde gewähltes Wort für solch eine Fehlentscheidung. Würde gerne etwas zum Oberbürgermeister schreiben, doch leider muss ich sagen, dass man sein Verhalten nicht mal kommentieren kann. Dieser “Mensch“ hat absolut kein Ehrgefühl. Seine Pensionsansprüche sollten per Volksentscheid gestrichen werden, egal auf welche Weise er sein Amt verlassen muss.
Thorsten am 1.08.10 11:05
Sehr geehrte Frau Seymour Mikich,
gewöhnlich kommentiere ich keine Journalisten-Meinungen. Ihr Kommentar in den "Tagesthemen" zu Duisburg (2.8.) schlägt dem Fass aber den Boden aus.
Wie selbstgerecht und vergesslich sind Journalisten und Ihr Sender eigentlich? War es nicht der WDR, der die Love Parade im Rahmen des Kulturhauptstadt-Jahres unterstützte? Wo waren denn Redakteure des WDR, als die Love Parade in Duisburg geplant wurde? Leider habe ich keine mahnenden und kritischen Worte zum Austragungsort vernommen.
Und nun auf Herrn Sauerland einzudreschen. Sie mögen nicht das Beamtenrecht sezieren? Warum würde Herr Sauerland bei einem Rücktrit denn seine Pensionsansprüche selbst aus seiner Lehrerzeit verlieren? Würden Sie nach einer Fehlleistung auf Ihre Vorsorge verzichten? Was Sie da fordern, ist opportunistisch, oberflächlich, selbstgerecht. Das Wort heucheln wäre ein wenig zu hart. Ein wenig mehr Selbstkritik Ihres Senders, so wie es eine kommentierende Kollegin äußerte, wäre sehr angebracht(s.o.). Herr Pleitgen, Ihr ehemaliger Intendant, hat ja nie auf die Love Parade gedrängt. Oder? Er hätte ja nicht gedacht, das sich Verantwortliche davon unter Druck setzen lassen. Bei der Suche nach den Schuldigen dürfen Sie auch gern mal in die Medienrunde schauen. Der Stadt Bochum haben viele Medien nach der Absage der Love Parade das Etikett des Spiel- und Spaßverderbers umgehängt. Schon vergessen?
Dieses Event hätte allein wegen der Umzäunung so niemals genehmigt werden dürfen, das kann man als Laie sehen. Und natürlich trägt Herr Sauerland Verantwortung. Wenn es heute jeder wusste, warum dann nicht auch die Besucher? Nur um es klar zu sagen: Jeder Besucher der Love Parade hatte ein Anspruch auf körperliche Unversehrtheit. Ob die Mega-Évents der Spaßgesellschaft uns nicht doch Grenzen aufzeigen?
Und noch eins: Man kann Herrn Sauerland mit Gewalt missverstehen. In meinem Verständnis hat er einen Hinweis gegeben, wie er aus dem Amt scheiden könnte: per Abwahl. Laut Medien will er aber angeblich keinerlei Verantwortung übernehmen. Diese Berichterstattung ist wirklich grauenhaft. Das gilt im übrigen auch für einige Kommentare. Auch Herr Sauerland hat einen Anspruch auf ein Mindestmaß an menschenwürdiger Behandlung - trotz schlimmster Fehler, die seine Mitarbeiter gemacht haben.
Martin Schleinhege am 3.08.10 10:07
Das hier von einigen die Verantwortlichen noch in Schutz genommen werden,und das bei 21 Toten und über 500 Verletzten-ohne Kommentar.
Und den Betroffenen mit Geld zu helfen ist selbstverständlich,aber man kann sich damit nicht aus der Verantwortung kaufen.Hier sollte ein Schnellgericht entscheiden,so wie es bei jugendlichen Straftätern angewand wird.Um so länger es dauert,um so besser für die Verantwortlichen-die Aussichten,das es im Sande verläuft sind wie immer bei solchen Leuten "GUT".
Verstehe auch nicht,warum man bei solchen Großveranstaltungen keinen vorherigen Ticketverkauf macht.Das wird doch sonst bei allen Events gemacht.Zum Beispiel Rock am Ring-das geht 3 Tage-noch nie was passiert!
Wenn das Ticket nur 1 € kostet wären das schon 500.000€ bei 500.000 Besuchern.Das Geld könnte in Sicherheitspersonal und Müllentsorgung fließen.Man wüßte auch im voraus,wieviele Besucher zu erwarten sind.Ist die Besucherzahl ausgeschöpft,werden keine Tickets mehr verkauft.
Meine Familie geht seit 3 jahren nicht mehr auf Veranstaltungen ohne Tickets.Waren damals auf dem berliner Weihnachtsmarkt in ein Menschengedränge gekommen.Auch alles beengt,nur 2 Aus-und Eingänge,keine weitere Fluchtmöglichkeit.Wir waren gerade angekommen,und waren plötzlich eingekeilt.Es gab kein Entrinnen,und wir hatten Angst um unseren Sohn.wir brauchten über eine Stunde um dort raus zu kommen.Wir wollten nur noch nach hause.
Nun stell ich mir vor,das ganze wäre in einem Tunnel passiert,und das über 2 Stunden mit noch viel mehr Menschen!!
Jürgen M. am 5.08.10 9:56
Schade daß es so zu ende gehen musste mit der Loveparade.
Hoffentlich kann sich der Oberbürgermeister wenigstens noch seine hochverdiente und bescheidene Rente sichern bevor er abtreten muss.
Martin am 10.08.10 14:53
Manchmal frage ich mich, ob man hier noch von fachlich fundiertem SICHERHEITSKONZEPT reden kann (wie blind können VERANSTALTER UND POLIZEI UND BÜRGERMEISTER eigentlich noch bei uns sein !???) ... als normaler Mensch erkennt man angesichts der Bilder, dass es sich doch wohl eher um einen "idealen" ORT für einen HERDENZUSAMMENTRIEB-EVENT gehandelt hat (mich erinnern die Bilder an die WESTERN wo das Vieh in enger werdenendes Gelände mit unzähligen ABSPERRUNGEN getrieben wird )..weil JUNGE MENSCHEN in ihrem Drang nach LEBEN, LIEBE und MEHR ( Alkohol, Drogen, Sex and Fun and ...) selbst bei so einer Situation ja noch viel blinder als die ORGANISATOREN und ABSEGNENDEN BEHÖRDEN sind...können wir wohl von allseits unselig GETRIEBENEN sprechen... die GEOPFERT WURDEN...weil dann natürlich viel SPEKTAKEL seitens der Presse und Journalie das Ihrige zum "Opfer-Ritus" hinzutut ( die AUF"SCHREIE" gehen nun ja um die ganze Welt!)...von LOVE und PARADE ist nicht viel geblieben...
Menschlichkeit bleibt überall auf der Strecke... die Toten sind viel zu jung gewesen ... um schon ihr Leben bzw. ihr Seelenheil und Gesundheit zu verlieren... das macht mich sehr sehr traurig, weil ich weiß wie wichtig es für viele Menschen in diesem Alter ist, ein paar sehr schöne und gute Erlebnisse und interkulturelle Begegnungen im Sinne der "FREIHEIT" (=> LIEBE ZUM LEBEN ) zu machen...
Wir sind eine Gesellschaft, die IHRE KINDER OPFERT... egal ob durch solche spektakulären Dramen vor den Augen der Öffentlichkeit oder in heimlich vollzogenem Missbrauch innerhalb der Kirchen oder durch Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen, die in ihrer Entwicklung mehr Unterstützung brauchen als der eher "bürgerliche" Nachwuchs...(Jugendämter greifen nicht oder zu spät ein... nutzen nicht ihre Möglichkeiten ...sind vielleicht alle überlastet ???)
Warum wird bei solchen Vorkommnissen so schnell wieder zur Tagesordnung übergegangen - weil schon die nächste Sensation hinter der nächsten Ecke wartet??
Winnenden war letztes Jahr ... dieses Jahr ist es die Love Parade gewesen und was wird nächstes Jahr kommen... ??
Warum müssen denn alle so im HERDENTRIEB blind agieren...niemand bringt den Kindern die KRAFT ZU FÜHLEN bei... zu Fühlen was wirklich wichtig ist und wo es uns möglich ist MENSCHEN ohne übermäßiges SHOW-Gedöns zu begegnen und Spaß und Frieden zu genießen ?
Ich finde es gut, wenn es zukünftig zum GEDENKEN an die TOTEN und VERLETZTEN wieder eher kleinere LOVE-PARADEN in jeder dafür geeigneten (mit echten Sicherheitskonzepten ausgestatteten ) Stadt gibt... quasi flächendeckend, sodass auch ALLE IM LAND HINGEHEN UND DER TOTEN IMMER WIEDER GEDENKEN KÖNNEN - ohne Gefahr zu laufen, tot getrampelt zu werden.. - meines Empfindens nach die schrecklichste Form von Todeserfahrung ( denn es herrschte PANIK ALL OVER - statt dass einem Sterbenden in Ruhe und Wohlwollen die Hand gereicht werden konnte ) .
DIE VERANTWORTLICHEN sollten schnellstmöglich echte Hilfe aufsuchen, um die Verantwortung aus eigener Kraft übernehmen zu können und sich nicht länger hinter IHREN GESELLSCHAFTS-MASKEN verstecken...und wenn so inkompetente Menschen dann finanzielle Einbußen erleben müssen ( bei deren Höhe der Alterssicherung würde ich ohne Probleme noch die Hälfte an die OPFER abgeben... (ich bin Akademikerin und war wegen der inkompetenten Gesundheits-Politik von Kohl & Co nach dem Studium jahrelang arbeitslos und musste mich unter Opferung meines Erbes dann selbständig durchschlagen .. sodass meine Rente ungelogen nun erst ca.300 EUR/Monat ereicht hat ( lt. Rentenbescheid )
ALLE DIE SICH OFFIZIELL IN SACHEN LOVE-PARADE betroffen zeigten, sind sie wirklich vom Schicksal der Jugend betroffen ??? mein Eindruck--- nur wenn es Ihnen selbst etwas bringt...lassen sie Betroffenheit verkünden...doch wer z.B. mit Probemfamilien und Entwicklungsstörungen bei Kindern arbeitet, weiß wie wenig sich die Politiker und Beamte und Journalisten für das ECHTE LEBEN UND DIE PROBLEME DER KINDER UND JUGENDLICHEN INTERESSIEREN...sonst würden Sie sich nicht selbst immer wieder in die Tasche wirtschaften und das eigene Image polieren, wenn es um Veranstaltungen oder Reformen geht
DIE ECHTE LOVE PARADE ( wo alle Menschen echte Freude am Leben haben könnten ) hat m.E. noch garnicht stattgefunden... deshalb musste dieser Event wohl nun zum Ende kommen...leider war der Preis für diese Wahrheit zu groß - mögen die Seelen der Verstorben und der Überlebenden bald ihren inneren Frieden mit diesem Erleben finden und die Organisatoren und Verantwortlichen endlich den Mut haben, ihre Fehler zu erkennen... diese lagen nicht in der Durchführung allein...sondern in der TATSACHE des BLENDWERKES einer Gruppe von BLINDEN, die BLINDE zum Glück führen wollten !
KASSANDRA lebt mitten unter uns... doch niemand nimmt ihren Ruf wahr!
ES WIRD WOHL WIEDER NEUE UNGLÜCKE GEBEN...WANN WERDEN WIR ERWACH(S)EN ??
Solanda am 26.08.10 21:56
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MONITOR
Spaltung oder Neuanfang?
Die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland wächst. Die Mittelschicht schrumpft, die Menschen sind zunehmend verunsichert, unser Land verändert sich – zum Unsozialen. Das ist nicht Pessimisten-Blues, nicht Linken-Rhetorik. Das ist nicht eine „gefühlte Ungerechtigkeit“. Sondern die überprüfbaren Ergebnisse der Studie des unabhängigen DIW.
Weitere Verweise zu Spaltung oder Neuanfang?
Kommentare zum Eintrag Spaltung oder Neuanfang?
Hallo,
man sollte sich schon mal ein paar Bundestagsreden von Lafontaine, Gysi oder Wagenknecht anhören, darin würde man mit Sicherheit 4/5 ihres Textes wiederfinden!
Aber das sind ja Populisten!
Ich halte sie Frau Mikich absolut nicht für populistisch!!!
derfreidenker am 17.06.10 0:39
"Jenseits der politischen Farbenlehre sind Gerechtigkeit und soziale Ausgewogenheit zum Kammerton der Gesellschaft geworden."
Das ist Ihre Behauptung, die mit der Wirklichkeit nicht wirklich korrespondiert seit SPD/Grüne die Agenda 2010 beschlossen. Die große Koalition oder die derzeitige haben daran nichts geändert. Selbst in den öffentlich-rechtlichen Medien hört man nur von der "Überbelastung der Sozialsysteme".
Es mag wohl sein, dass es die Mehrheit der Deutschen sieht wie Sie hier behaupten. Davon findet sich jedoch in der Öffentlichkeit nichts - vielleicht bei den Linken. Aber die sind ja sakrosankt. Eine dümmere Begründung für ihre Verweigerung zu Gesprächen mit den Linken als von Frau Kraft habe ich noch nicht gehört. Dafür will sie lieber Rüttgers weiter regieren lassen.
Meschkank am 17.06.10 0:56
Hallo Frau Mikich
ich stimme Ihren Beitrag voll und ganz zu.
Sparen wäre doch so einfach:
Die Politiker sollten sich erst einmal an der eigenen Nase ziehen und wirklich sparen, nicht nur "Kleckerlesbeiträge" bei sich ansetzen.
Mit welchem Recht nehmen sich die Politiker Pensionen nach einer kurzen Angeordnetentätigkeit.
Wieso zahlen Beamte und Abgeordnete nicht in eine Pensionskasse ein, sondern nehmen sich das Recht heraus, sich kostenlos am Steuertopf zu bedienen.
Bei den Subventionen, die noch nicht einmal frei verteilt werden, sondern nur durch Lobbyeinfluß in entsprechende Kanäle fließen.
Bei den Abschreibungen, die sowieso nur Reiche benutzen um sich ihren Steuersastz herunterzurechnen. Viele der Reichen zalen aus diesem Grund keine Steuer.
Wieso kann es sein, daß derjenige der sich ein Pferd kauft (sicherlich kann sich dies auch nur ein/e Reiche/r leisten) nur 7% Mwst. zahlt, aber Eltern für Windeln 19 % zahlen müssen.
Es gäbe noch so viele Möglichkeiten an richtigen Stellen zu sparen und nicht die Reichen noch reicher und die Mittelschicht noch ärmer zu machen.
Diese Veränderungen wären wirklich ein Gerechtigkeit und nicht nur ein politische Schmierenkomödie.
Wann lernt Frau Merkel endlich die Demokratie zu leben ? Sie müsste doch diesen Begriff,bedingt durch ihre Vergangenheit, sehr hoch halten.
Wann gehen die Menschen endlich wieder einmal auf die Straße ?
Hamo87 am 18.06.10 0:06
Guten Tag,
im Rahmen der Spar-/Kürzungsdebatte würde mich und auch wahrscheinlich viele andere Bürger folgendes intressieren.
Wieviel Milliarden der öff.Haushalte gehen eigentlich an die Kirchen aufgrund alter Vereinbarungen zwischen Staat und Kirchen.
Warum müssen wir Steuerzahler für den Prunk der Kirchenfürsten bezahlen und bei den Kindergärtnerrinnen wird gekürzt?
Wird es nicht Zeit, auch hier die nicht mehr zeitgemäßen durch neue Regelungen zu ersetzen?
Warum zahlen Kirchen auf ihre Einnahmen aus Kapitalvermögen keine Steuern?
Warum können Kirchen Schattenhaushalte führen.?
Hier ist dringend Handlungsbedarf,wenn der politische Mut vorhanden ist.
Auch Bistümer müssen "sparen"können ,aber nicht bei den Kindergärtnerinnen und Krankenpflegepersonal sondern an den feudalen Geldverschwendungen.
W.Thimm
w.thimm am 18.06.10 17:17
Das Sagen im Land haben Wirtschaft und Politik zusammen-die Banken nicht zu vergessen,diese gehören auch da mit rein,da diese sich verbrüdert haben,und gleiche Interessen verfolgen,nähmlich Macht haben,Macht ausüben und an der Macht bleiben.Wann wird denn schon mal der Bürger gefragt,selbst bei Wahlen fängt die Ungerechtigkeit schon an,da sich die Parteien das Ergebnis nach ihren Bedürfnissen zurechtkoalieren.Warum darf das Volk nicht den Bundespräsidenten wählen,weil dieser den Damen und Herren eventuell nicht in die Pläne passt?Warum müssen wir unsere Spitzenposten mit lauter Kandidaten aus dem Osten besetzen-keiner weiß,was diese zu Ostzeiten für ein Rolle spielten.Warum muß es ein Politiker sein?
Wirtschaft,Banken und Poliriker haben die Finanzkrise befördert und ausgelöst.
Maßnahmen dagegen:Fehlanzeige
Ihre Frage,Spaltung oder Neuanfang kann man nur mit ersterem beantworten.
Es gibt keinen Politiker oder Partei,die Neuanfang-verdächtig ist.Alle laufen nur den Entwicklungen hinterher,und versuchen,das beste für "SICH"zu machen,und nach dem Pit Stop Motto:NUR WAS MUß
Zukunftspolitik:Fehlanzeige
Ergebnis von der glorreichen Agenda 2010(wir haben ja jetzt 2010)-ohne Kommentar
Ihr Unglaube,das eine Partei es besser machen würde ist 100% berechtigt.
Deutschland ist zum Billiglohnland geworden-wir holen uns alles schlechte von Amerika hierher,und Obama schafft dieses indessen dort ab.Also her mit der Partei der Nichtwähler-alle anderen zu Gazprom.
Jürgen M. am 24.06.10 17:09
Wie kann es bei 5 Kommentaren viele Junk-Kommentare geben?Und warum haben Sie nur so wenig Widerhall bei der so tollen Sendung,die doch wirklich mit journalistischem Aufwand verbunden ist,und man auch Ergebnisse sehen kann,da kritische Themen beleuchtet und aufgedeckt werden?
Ich möchte jetzt keine Namen von anderen Sendungen nennen,sowie deren Blogs-dort schlagen sich die Leute darum,ihre Meinung kund zu tun.600-über 1.000 Einträge.Sind wir ein Volk der Laberer geworden?Viel anderes wird ja da nicht getan.Keiner liest es,keiner hört so richtig zu,und keiner nimmt das ganze ernst.
Wir brauchen keine Märchenerzähler,sondern eine Führung die weiß was sie tut,und auch dementsprechend handelt.
Wir steuern gerade in die nächste größere Krise-die Schuldenkrise.Über 60 Staaten sind vom Bankrott bedroht.Gibt es eigentlich noch ein Land ohne Schulden?
Wer finanziert denn die Schulden all der Länder weltweit?Das ist doch noch ein unvorstellbar vielfaches von der Finanzblase bei der letzten Krise.Das sind doch genauso nur Luftblasen-Buchschulden,ausgegeben von den Landesbanken.Im Grunde genommen gehört die ganze Welt schon dem unbekannten Geldgeber-vieleicht Gott?Aber Gott gibt-und Gott nimmt-hoffentlich bald!Verlassen würd ich mich aber nicht darauf.
M:J: am 25.06.10 19:17
Liebes Volk,
Liebe MITBÜRGER und MITBÜRGERINNEN,
WANN LERNT IHR ES EINFACH EINMAL EINEN NO-NAME ZU WÄHLEN?
DAMIT DIESE ACHSO VERLOGENEN PARTEIEN ENDLICH EINMAL EINEN DENKZETTEL BEKOMMEN!!
ES GEHÖREN EINFACH WENIGER STUDIERTE, DAFÜR MEHR LEUTE AUS DER WIRTSCHAFT (erfolgreiche Wirtschaftstätigkeit vorausgesetzt) IN DIE POLITIK.
DAS VOLK MÜSSTE DIE CHANCE HABEN, SOFORT ZU INTERVENIEREN.
DANN WÜRDEN UNSERE POLITIKER AUFPASSEN WAS SIE UNS VERSPRECHEN!
EINE PROBEZEIT WÄRE AUCH FÜR POLITIKER SINNVOLL!!!
WIR HABEN EINE MÖGLICHKEIT EINZUGREIFEN GEGEN DIESE ABZOCKE.
ES IST GANZ SIMPEL: GENERALSTREIK !!!! OHNE WENN UND ABER
ANDERE LÄNDER MACHEN ES VOR.
WIR SIND DAS VOLK,
WIR SIND DER WIRTSCHAFTSMOTOR,
OHNE UNS GEHT NICHTS!
Timo am 8.07.10 18:38
Wenn Monitor akzeptiert, dass ein Einkommen unter 900 Euro zur Mittelschicht zu zählen ist, dann ist auch dieses Medium eine gekaufte.
Seltsam, daß es zur aktuellen Sendung noch keine Blogs gibt. Bei den psychologisch Erkrankten ist die Anzahlt der Minderjährigen zwar interessant aber politisch ist die Steigerung bei den so genannten Erwachsenen wesentlich aussagekräftiger.
In Europa gibt es mehrere Millionen Frauen in Zwangsprostitution und in den Tagesthemen wird über 40 oder 50 Inhaftierte, so genannte Dissidenten, auf Cuba berichtet, die jetzt nach Spanien entlassen werden. Unglaublich!
Mit drei Google Abfragen kann jeder so genannte Erwachsene Frauen betrachten, die auf übelste Weise auf amerikanischen Websides mißhandelt werden. Sklaven hatten dagegen ein angenehmes Leben. Und die Perversen in diesem Land schwadonieren über den Kinderschutz und wollen Websides vor dem Zugriff durch das normale Volk sperren-
Schämt Euch!
Ihr seid um keinen Deut besser!
Peter Weigelt am 8.07.10 22:46
Bei einigen Machtorganisationen gibt es das Prinzip, die Menschen von sich abhängig zu machen, sie zu unterdrücken, sie arm zu halten, sie in Not zu bringen, sie verzweifelt zu machen usw. Denn dann sind sie offen und reif für großartige "Rettungsaktionen" bzw. Rettungsanker. Wer das durchschaut hat, weiß, dass es sich z.B. um die katholische Kirche handelt. Sie spendet Trost, der sie nichts kostet und bindet so die armen verführten Seelen an sich, weltweit. Das war schon immer so. Und die "christlichen" Politiker, z.B. in Deutschland, oft eng liiert mit der kath. Kirche, ahmen dieses gut funktionierende Prinzip nach. Wo bleibt da die Aufklärung der öffentlichen Medien?
Bernd Offermann am 9.07.10 11:32
liebe redaktion!
ich bemühe mich um einen höflichen ton, auch wenn ich sehr zornig bin über ihren beitrag"WM-Fieber: Wie Politik die Fußballeuphorie nutzt"
das was sie da JETZT entdeckt haben, wusste ich schon vor der WM!
Frage: warum haben sie uns zuschauer nicht schon VOR der WM "gewarnt" das dies so kommen wird oder kommen könnte?
frage 2: glauben sie im ernst wir zuschauer sind so blöd, dass wir nicht merken und wissen, dass ihr teil der medien und volksmanipulation seid und sei JAHRZEHNTEN diese skrupellosen spielchen mitspielt? und dass wir nicht wissen, dass ihr das ebenso schon vor der wm wusstet was da abläuft???
frage 3: warum stellt ihr euch so unwissend, als hättet ihr gerade erst mit dem journalismus begonnen: "...was unsere reporterin frau xy JETZT entdeckt hat" jetzt??? nach sovielen jahrzehnten wo wir bürger betrogen und belogen werden?
frage 4: warum haben sie uns jahrzehnte lang die bilderberger vorenthalten bzw. bringen sie auch nur den kleinsten beitrag darüber?
ich bin herbe enttäuscht!
ich BITTE höflichst um antwort, bin nicht so feige und versuche anonym zu bleiben! ich wünsche auf JEDE meiner fragen eine glasklare antwort!
tipp: schreiben sie demnächst mal ins "hart-aber-fair" gästebuch - irgendwas - kritik, lob was auch immer und benutzen als themenanregung das wort "bilderberger"! ihr beitrag wird NICHT veröffentlicht! GARANTIERT!!!
dagegen werden selbst wüste beschimpfungen ohne weiteres veröffentlicht! nur mal so nebenbei erwähnt, falls ihr profi-journalisten wirklich keine ahnung habt!
mfg
thomas heidtkamp
thomas heidtkamp am 13.07.10 2:28
"Spaltung oder Neuanfang?" - das muß lauten: der stumpf- wie wahnsinnige Kreislauf von Spaltung und Neuanfang, in konfusionierender Überproduktion von systemrationalem Kommunikationsmüll, bzw. das Surfen auf dem reformistischen Zeitgeist!
"Wer hat das Sagen im Land?" - die wettbewerbsorientierte Dummheit "natürlich", in GLEICHERMAßEN unverarbeiteter / MANIPULIERBARER Bewußtseinsschwäche in Angst, Gewalt und "Individualbewußtsein" zur gebildeten Suppenkaspermentalität auf Sündenbocksuche, für das "gesunde" Konkurrenzdenken im "Recht des Stärkeren" der "freiheitlich-demokratischen" Hierarchie in materialistischer "Absicherung" durch Kreuzchen auf dem Blankoscheck!
hto am 13.07.10 11:17
ich möchte, dass die leser hier sich ihr eigenes urteil bilden:
liebe blogleser - bitte schauen sie sich meinen eintrag vom 13.07. an!
unten führe ich ungekürzt und und unverändert die antwort von monitor auf. man beachte: welche fragen wurden völlig ignoriert? aha... da gehts also lang! bilder… wer???
Sehr geehrter Herr Heidtkamp,
vielen Dank für Ihre Mail und Ihr Interesse an Monitor. Ihre Wut über
unseren Bericht "WM-Fieber" können wir jedoch nicht ganz nachvollziehen.
Die konkreten Pläne der Bundesregierung, die Krankenkassenbeiträge für
gesetzlich Versicherte auf 15,5 % herauf zu setzen und die Zuzahlungen
zu erhöhen, waren uns vor der Fußball-WM tatsächlich nicht bekannt -
insoweit wussten Sie offenbar mehr als wir. Dass Bundesregierungen
verschiedener Couleur in der Gesundheitspolitik immer wieder an der
Einnahmeschraube drehten, darüber allerdings hat Monitor schon häufiger
berichtet. Den Vorwurf der "Volksmanipulation" weisen wir daher mit
Entschiedenheit zurück.
Mit freundlichen Grüßen,
Georg Restle
Redaktion MONITOR
thomas heidtkamp am 15.07.10 14:59
in einem system, der von anfang an auf der ungehemmten ausbeutung von anderen menschen basiert
- unserer, jetzt bedrohte - nicht systemrelvante - relative wohlstand, kam von hunderten jahre kolonisation/okkupation der ganzen, nicht weissen, welt,
- die aktuelle staatsverschuldung (der vorweggenommenen brutto produkt der gesellschaft) in meisten länder ist auch die kolonialisierung/okkupation, aber diesmal der zukunft der eigenen nächsten generationen. die bisherige eliten simulieren durch die wächsende staatsverschuldung die funktionsfähigkeit des aktuellen systems, um ruhe und pfründe zu ergatten.
man darf und sollte nicht auf bisherige moralische, und religiöse argumente pochten.
die haben sich durch die letzte zwei tausend jahre als absolut nutzlos gezeigt (weltweit, da europa und usa - hier über ausrottung der millionen von indianer nicht vergessen, was z.b. kommunistische bodenreformen überflüssig machte - bisher anders agieren könnten) haben, eben durch die rücksichtslose ausbeutung .
man muss endlich ganz anders an die sache reingehen. auf homo sapiens sapientia pochen ;_)). zugegeben, das wird die ultimative und letzte hoffnung - sonst bleibt uns nicht übrig.
an allem haben wir - dank dem technischem fortschritt, der als einzig durch die demokratische, objektive und neutrale naturgesetze kontrolliert, einigermaßen aufwärts verläuft - einen unbestrittenen überfluss.
man muss nicht mehr, sondern ganz anders umverteilen, nämlich nachhaltig intelligent.
z.b. den wirtschaftlicher mythos (es gibt angebliche sehr zahlreiche genies, die millionen oder milliarden jährlich angeblich ehrlich verdienen können) der die unmenge des leeren geldes produziert, durch den längst überfälligen sog. Nobel-Preis-Steuer ausser kraft zu setzen.
dann für amtliche entscheidungsträger endlich eine obligarorische allgemeine intelligenz-prüfung, als mindeststandard, einführen. es könnte nicht sein, wie in köln bei u-bahn, bei vorbereitung der deutschen bahn privatisierung, in duisburg, usw., dass offensichtlich schwachsinnige oder auf alten ideologien fixierten (fdp-ner), so viel macht haben. ganz zu schweigen über partei-kandidaten für verschidenen posten auf verschiedenen ebenen, die über keine intellektuelle kapazitäten offensichtlich verfügen.
in diesem sinn, ich hoffe bin ich nicht zu überheblich, habe ich eine internet-seite gegründet, die sich mit einigen konkreten vorschlägen für diese (nach über 5000 jahren unserer zivilisation es ist erstaunlich, dass erst so spät), längst überfällige richtungswechsel unserer gesellschaftlichen wahrnehmung beschäftigt:
www.vollidiotenkrise.de
bitte klicken sie sich ein, und schicken sie ev. eine email mit ihrer weiteren vorschlägen.
es ist - vielleicht - noch nicht zu spät ;-).
Kostecki am 29.07.10 10:24
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MONITOR
Nicht anfassen!
Die Medien sind voll von Missbrauchsgeschichten, erschütternden Skandalen in kirchlichen Einrichtungen, in Eliteschulen. Sie werden nun, zum Teil nach Jahrzehnten, laut ausgesprochen, vielleicht auch verarbeitet und Schuldige werden gesellschaftlich diskreditiert. Nicht mehr wegschauen und -hören, so die Lehre aus dem Leid der vielen Opfer. In meiner Sicht gibt es eine weitere, noch nicht thematisierte Grauzone der Übergriffe, die nicht von Gewalt oder explizitem Sex begleitet wird.
Weitere Verweise zu Nicht anfassen!
Kommentare zum Eintrag Nicht anfassen!
Eine schreckliche Geschichte und sicher nicht die einzige dieser Art. Vielleicht berichten Sie ja bald mal über solche Fälle.
Viewer am 25.03.10 16:36
Sehr geehrte Frau Sonia Seymour Mikich und Team
Ja! Eine realistische Begebenheit.Wundert uns das?
NEIN! Nicht wirklich!
Nun, einerseits echauffiert man sich über die Missbrauchsfälle in der Gesellschaft, anderseits werden in Joint Venture-ChastingShows 18jahrige SuperNovae in den Musikhimmel geschoßen, die bewusst mit dem Lolita Image spielen. (ja! wir wissen! volljährig - Volljährigkeit sollten man nicht mit "Reife" verwechseln)
Nochwas für Mitleser!Ein sehr empfehlenswerter Text in der SZ:
"Wozu noch Journalismus? Sind wir Putzerfische?"
Mit freundlichen Grüßen
Die Roboter
Stefan Müller am 29.03.10 13:28
Hallo,
diese ganze Mißbrauchsdiskussion geht mir unter die Haut - ich bin nämlich auch betroffen, und, nein, er war kein katholischer Priester, er war nicht dem Zölibat unterworfen, nicht die böse Kirche hat vertuscht. "Er", das war der Freund meiner elf Jahre älteren Schwester, ich war noch nicht zehn, und er hat an mir herumgefummelt, in die Unterhose gegriffen, ist weitergegangen, "nur" mit den Fingern...
Ich habe es sofort meiner Mutter erzählt. Die war entsetzt, oh ja - weil meine Schwester doch "so verliebt" war. Ich dürfe meiner Schwester nicht weh tun, deshalb mit niemandem darüber reden - nur ja meiner Schwester nicht weh tun. Meine Schwester hat das Schwein geheiratet, und ich mußte ihn weiter in meiner Gegenwart ertragen, ihn immer wieder zurückweisen, wenn er wieder zudringlich werden wollte ("mich glücklich machen", sagte er). Ich habe geschwiegen, solange meine Mutter lebte. Der war das Thema nämlich unangenehm. Es war ihr auch sehr unangenehm, daß ich nie eine Beziehung zu einem Mann hatte, ich bin eine "alte Jungfer" geworden, das konnte sie gar nicht begreifen. Jetzt erst rede ich darüber, nach fast vierzig Jahren bricht es immer wieder heraus, kann fast nicht mehr aufhören. Diese Diskussion in den Medien regt mich auf. Aber sie ist notwendig, sehr notwendig. Aber sie muß weg von den einseitigen, vorurteilsbeladenen Schuldzuweisungen an die katholische Kirche. Das geht an der Sache vorbei. Das Problem hier heißt eben nicht "Zölibat" - damit hat es gar nichts zu tun!
Magda Kaestel am 22.04.10 11:50
Kinder haben KEINE Lobby! Ich bin Kinder- und Jugendbuchautorin und ständig auf Lesereisen an den deutschen Schulen. Ich bin laufend mit Kindern im Alter von 12 - 15 Jahren in Kontakt. Ich bekomme Mails über Mobbing, Prügel und auch über Unaussprechliches. Es ist wirklich unglaublich, dass Täter alle Hilfen bekommen und in Anspruch nehmen, Opfer aber kaum. Geld fehlt sowieso. Ich bin in einer sog. Vorbild-Funktion gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen. Da werden ganze Budgets verbraucht - heraus kommt nur heiße Luft! Dabei ist auch das sog. Komasaufen ein ganz großes Problem bei den Jugendlichen. Ich verstehe das nicht. Kinder sind unsere Zukunft - aber sie müssen auch selbst eine haben. Kaum einen interessiert das. Mit den Amokläufen ist es ähnlich - es muss Präventivarbeit geleistet werden, egal, was es kostet! Und aus jedem missbrauchten Kind wird ein beschädigter erwachsener Mensch - dem muss mit ALLEN Mitteln entgegengesteuert werden!
Jutta Breun
Jutta Breun am 22.04.10 22:35
Mich macht der Gedanke, dass die Kinder so ausgeliefert und hilflos sind echt wütend. Am schlimmsten finde ich die Mütter, die leider so so oft die Augen verschliessen, nichts hören und nichts sehen WOLLEN und selbst offensichtlichste Anzeichen ignorieren.Oder dem Kind nicht glauben, wenn es tatsächlich etwas erzählt. Ich verstehe nicht, wie sie zu den Männern halten können statt zu den Kindern, es ist so schrecklich. MÜTTER,macht die Augen auf!!!!Eine Kinderseele ist schnell zerstört, und wenn sich das Opfer auch noch von der Mutter verraten fühlt, könnte es auch denken, dass ´Mann` das mit ihm( dem Opfer) machen DARF.Oder dass es selber Schuld daran ist.Die emotionale Bindung an den Täter ist ein weiteres Problem, wenn die Übergriffe in der Familie stattfinden,Kinder wissen ja nicht unbedingt, dass etwas mit ihnen gemacht wird, das nicht sein darf. Sie vertrauen ja dem Papa,Bruder,Onkel, Cousin usw.Ach, dieses Thema hat so viele Facetten...
Kathrin Brandt-Fahrenholz am 22.04.10 22:45
Es scheint, als hääte man es erst jetzt entdeckt:
Mißbrauch und sexuelle Ausnutzung von Kindern und "Schutzbefohlenen".
Mißbräuche passieren überwiegend in der Familie und dem Bekanntenkreis, nach vorsichtigen Schätzungen ist jedes 4. Mädchen davon betroffen und - wer weiß wieviele Jungen??
Das Problem wurde früher mit dem geheimisvollen "schwarzen Mann aus dem Gebüsch" verknüft, der sich plötzlich ein Mädchen schnappt.
Dabei lauert die Gefahr viel näher:
Nach vorsichtiger Statistik ist jedes 4. Mädchen betroffen - und: wer weiß wieviele Jungen??
Ich habe es selbst erlebt und kann erst darüber reden, seitdem ich weiß, dass ich nicht schuld oder allein bin:
Vom 4. bis zum 12. Lebensjahr durfte mich ein Familienfreund benutzen - mit allen ekligen Konsequenzen. Und das schlimme war, ich wusste nur, dass es wehtat: Aufgeklärt war ich nicht. Erzählen war durch Drohung verboten, nun --- ich hätte mich auch geschämt.
Und noch schlimmer: Später habe ich erfahren, dass es meine Mutter wusste. Unter Strafe wurde ich zum Schweigen gezwungen, damit es keinen Skandal gibt.
Ich fühlte mich dreckig und schuldig. Es hält ein Leben lang an!
Ein anderer Übergriff: Im Schwimmbad/Mädchendusche entblößte sich vor mir und meiner Freundin ein Erwachsener. Der Bademeister schaltete das Jugendamt ein. Nach einem sehr blöden Verhör bescheinigte die Sozialarbeiterin uns "eine blühende Fantasie". Das wars und der Typ durfte weitermachen.
OKAY, das ist so 40 Jahre her, aber heute wirds noch genau so unter den Tisch gekehrt.
Mit der Schilderung will ich sagen: Es ist nichts Neues! Merkt man es endlich in der Gesellschaft?
Allerdings soll die ganze Diskussion in den Medien nicht von den Geschehnissen in der katholischen Kirche ablenken. Hoff ich.
Regina H. am 23.04.10 3:35
Das Problem ist, daß man sich nur mit den Auswirkungen befaßt und über
diese entsetzt ist! Wir müssen endlich die Frage nach dem Grund für die Entstehung solcher Verhaltensweisen stellen,- was bisher leider
noch nirgends erfolgt ist! Bevor man um Wasserbeschaffungsmaßnahmen diskutiert, sollte man endlich DAS LOCH IM EIMER suchen! (Das gleiche
gilt auch für die Finanz/Wirtschaftskrise!)
Als Therapeutin und Autorin könnte ich kompetent einiges dazu sagen,
aber nur denjenigen, die es wirklich wissen wollen!
Ute K.Fleischmann, München am 23.04.10 11:47
es ist immer wieder schokierend über Mißbrauchsfälle zu hören, in meiner eigenen Familie kam es in den 90er Jahren zu einen Mißbrauchsfall durch einen Jürgen Debrodt(Lebensgefährte) meiner Mutter an meiner Stieftochter, Dies geschah in einen Anfall von Größenwhn und Überheblichkeit. Aufgrund alter Seilschaften ist ein Versuch einer Anzeige und Bestrafung gescheitert, im GGegenteil , wurde darauf noch beleidigt und verleumdet.
Ich denke in gewissen Kreisen sind solche Straftaten gang und gebe und Anzeigende werden dann vernichtet egal wie. >Nicht nur in der >Kirche auch im normalen höheren Wirtschaftsleben wird diers geduldet und vertuscht. In keiner Weise wird auf die Probleme und Ängste und nachhaltigen Störungen der betroffenen eingegangen. Ich verstehe jeden der Angst vor einer Anzeige und nachfolgender Schikane sowohl von Tätern als auch der Ermittlungorgane hat.
Ich habe für alle Behauptungen Beweise, nur in Thüringen will man diese nicht sehen und verwerten.
Jens-Peter Rudolph am 23.04.10 11:55
es wird immer von mssbrauch geredet,aber auch körperliche gewalt tut weh.ich war in braunschweig ab 1950 im waisenhaus.dort gab es nur gewalt.mein rücken und gesäss waren wie ein waschbrett.erbrochenes wurde einen immer wieder rein gelöffelt bis der teller leer war.vor dem schulunterricht mussten wir windeln durch die mangel jagen oder kartoffeln pellen und das mit 6 jahre.ich könnte noch sehr viel aufzählen,aber das würde den rahmen sprengen.aber wahrscheinlich war damals gewalt üblich.mit freundlichen gruss Rosieta Conte
Rosieta Conte am 23.04.10 14:12
...und wieder geht es nur um sexuellen Missbrauch....
Ich finde es schade wie blind unsere Gesellschaft ist....
Wenn sie den Kapf gegen Missbrauch wirklich ernst nehemen hätt ich da ein Thema für sie:
Seelischer Missbrauch ist etwas sehr subtil, was ein Erkennen fast unmöglich macht. Die seelischen Folgen sind aber häufig noch ausgeprägter, da diese Form der Misshandlung auf die Seele und die Persönlichkeit des Kindes abzielt.
Er wird oft auch in Kombination mit körperlichen und/oder sexuellem Missbrauch verwendet.
Das zum einen und die andere Sache ist,dass ihr Beitrag betreffend der Hilfe für Opfer nur die Beratungstellen benennt...doch das Problem ist viel größer...
Als Opfer kämpft man um die eigentliche Therapie um stationäre Behandlung....selbst wenn man sich als Opfer benennt wirde man immer wieder an den Rand der Gesellschaft gedrängt und wird so immer wieder zum Opfer....
Annekathrin Mundt am 23.04.10 19:49
Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Mir selbst ist es ähnlich ergangen (Täter war der Vater) wie in dem Fall, den Frau Mikich eingangs schildert. Also "nicht wirklich schlimm" im Vergleich zu denjenigen, die sehr viel mehr erlitten haben. Eine Tochter ist auch angegrabscht worden, von einem Fremden, ob die andere "heil davon gekommen" ist, weiß ich nicht. Vermutlich nicht.
Ich möchte nun insofern den Opfern Mut machen, die Taten anzuzeigen, da ich im Fall meiner Tochter die Erfahrung gemacht habe, dass alle, die damit zu tun hatten - Rechtsanwältin, Polizeibeamtin, Staatsanwalt, Richter - sich sehr, sehr gut verhalten haben. Sie sind mit viel Verständnis und Rücksichtnahme auf das Kind, damals 9 Jahre, eingegangen.
Die Einstellung zu den Opfern hat sich seit Mitte des vorigen Jahrhunderts doch sehr geändert, und ein guter Rechtsanwalt kennt auch geschulte Beamte, zu denen man als Eltern oder als Opfer Vertrauen haben kann.
Ganz wichtig ist, dass die Eltern deutlich hinter dem Kind stehen und es den Schutz spürt, auch dann, wenn ein Beamter .... sich daneben benimmt: sofort einschreiten. Nur so kann ein Kind wieder Ich-Stärke entwickeln und sich von den Gewalterlebnissen frei machen.
Heute ist meine Tochter eine sehr couragierte junge Frau, die sich für sich selbst und für andere einsetzt.
Und ich bin stolz darauf, dass sie damals genug Vertrauen in mich hatte, dass sie sich mir anvertraut hat. Liebe Mütter, bitte seht diese Seite! Habt auch das Vertrauen in euch, das eure Kinder in euch haben. Und würdigt dieses Vertrauen mit der richtigen Reaktion: dem Kind glauben, die Tat öffentlich machen.
Der andere Grund für die Anzeige ist der, dass die Täter nicht ungehindert weiter machen können. Und vielleicht findet doch der eine oder andere den Weg in die Therapie.
Und ach ja, Erziehung und Bildung, vor allem Charakterbildung und Wertebildung, sind Stiefkinder dieser Gesellschaft. Die Kinder zahlen die Quittung dafür.
eine Mutter am 23.04.10 19:54
Wer von den hier postenden ist bereit den notwendigen Systemwechsel zu unterstützen, zu wählen, der die Handlungsfähigkeit von Politik und öffentlicher Hand wieder herstellt? Das Geld fehlt nicht hinten und vorne, weil es die Armen verjubeln. Das Geld fehlt, weil große Einkommen, Vermögen, Erbschaften, Kapitalerträge faktisch aus der Solidargemeinschaft entlassen wurden. Das sind auch die, die Kindesmissbrauch für ein Thema anderer, nicht ihrer, Schichten betrachten. Und wenn, dann weiß man in solchen Kreisen, wie damit zu verfahren wäre...
Aber: Der Beitrag hat nichts dazu gesagt, dass die Fallzahlen beim Kindesmissbrauch (Bundeskriminalstatistik) seit den 60er Jahren zurückgehen - und zwar trotz stetig sinkender Dunkelziffern, weil sich in diesem Zeitraum sehr wohl die Sensibilität in dem Bereich stark entwickelt hat. Man kann sowas im Anzeigeverhalten erkennen und entsprechend auf die Dunkelziffer schließen. Wenn wir weiter auf dem Weg gehen wollen - was man nicht ernsthaft in Frage stellen kann - muss man fragen, warum ist das so.
Man weiß aus anderen Deliktsbereichen, dass die Strafverfolgung selbst keinen großen Einfluß hat - nur in bestimmten Umbruchphasen, wenn neue Ermittlungsmethoden bekannt werden zum Beispiel.
Und dann sind wir schnell an einem Punkt, der ganz einfach ist: Aufklärung, Bildung, Zuhören. Das heißt: Wir machen im Großen und Ganzen - in diesem speziellen Bereich - nichts falsch, der Erfolg bestätigt diese Annahme. Aber auch wenn wir nicht nachlassen, wird sich das Phänomen nicht vollständig beseitigen lassen. Ich glaube, wir sind nicht mehr weit weg von diesem Sockel.
Man könnte mich zynisch nennen, aber ich denke, bestimmte Gesellschaft mit ihren speziellen - selbst gesetzten - Bedingungen, müssen mit bestimmten Kriminalitätsfeldern leben. Wenn wir sie so, wie wir sie haben, nicht mögen, müssen wir über einen vollkommen neuen Gesellschaftsvertrag nachdenken. Einer, in dem das Recht des Stärkeren zum Beispiel einfach nicht mehr wirkt. Da sind wir aber mittendrin in Utopien... ;)
Zerstörer am 26.04.10 16:42
hallo zusammen,
ihr Beitrag zum sogenannten Kindesmissbrauch hat mich erschrocken. sie sagen, dass die gesellschaft nicht die wahrheit darüber erträgt, wieviele kinder damals und dieser tage opfer von sexueller gewalt waren und sind. beängstigend war für mich, dass auch Sie dazu nichts bringen konnten oder wollten. über die täter; nichts. nichts darüber, dass sexuelle gewalt ein gesellschaftliches massenphänomen ist. von normalen nachrichtenmagazinen erwarte ich nicht viel. ich wüsste jedoch gerne, warum Sie den zusammenhang von sexueller gewalt gegen kinder und der gegen frauen nicht benennen - und der in bestimmeten zusammenhängen (militär, gefängnis u.a.) gegen männer. schon wegen der hohen zahl der opfer hat jede/r welche im persönlichen umfeld. was macht das mit einer gesellschaft, die soviele traumatisierte und sekndärtraumatisirte hat und das nicht sehen will? wie geht es einer gesellschaft, in der jede/r mindestens eine alte pottsau kennt. dass eine schulklasse alte pottsauen und die begünstigenden strukturen nicht benennen kann, verstehe ich. aber von Ihnen als verantwortliche für ein angeblich kritisches magazin erwarte ich mehr. Sie klingen so, als hielten Sie die gewalt für normal und unabänderlich. nur das jetzt die beratung anschließend noch wegfällt, formulieren sie etwas lahm als skandal. ich würde gern mehr dazu erfahren, warum es auch ihnen nicht möglich ist, im größeren zusammenhang zu berichten.
beate am 29.04.10 23:43
Das das Thema ins sexueller Missbrauch gesellschaftlich auf einer grösseren Ebene ins rollen gekommen ist, ist gut und wichtig.
Kirchliche Instutionen und "Alternative Bildungseinrichtungen" sind nur die Spitze des Eisberges. Wenn eine Gesellschaft wirklich veränderung will, dann wird sie auch in andere Elfenbeintürme vordringen müssen. So wird sie auch im Universitätskontext fündig werden, wo Wissenschaftler unter Gender Ausrichtungen in anderen Kulturen forschen.
Die Gesellschaft wird sich überall dort weniger aufregen, wo sich die Täter weniger pauschal in eine Denkrichtung einordnen lassen. Und sie wird sich auch da schwer tun, wo die Lobby einfach zu gross ist um Konsequenzen zu ziehen.
Ein Thema untrennbar mit dem Thema sexuellen Missbrauch einhergeht ist der behauptete Missbrauch, welches nur seltenst thematisiert wird. Im Kontext von Sorgerechtstreitigkeit z.B. wird dies, fragt man in Jugendämtern einmal nach, in häufig Trennungsmüttern behauptet. Leidtragende sind nicht nur die fälschlich beschuldigten, sondern die Kinder - weil nicht nur ein tatsächlicher sondern auch ebenso ein fälschlich behaupteter Missbrauch die Seele eines Kindes Missbraucht.
Obwohl darüber auf fachlicher Ebene Einigkeit besteht, werden keine Konsequentzen daraus gezogen. Weil die Lobby "der Mütter" eben ein sehr grosse ist und Mutter-Kind Beziehungen "nichts zu fürchten haben sollen".
Man wird sich paralell zu einer grösserwerdenden gesellschaftlichen Aufarbeitung des Themas Missbrauch auch auf immer mehr Missbrauchs-Trittbrettfahrer/innen einstellen müssen, die kurzsichtig von der von der Ächtung tatsächlicher Täter und dem Schutz tatsächlicher Täter nutzen ziehen wollen.
Wie soll sich auch eine Gesellschaft diesem Thema nähern, wenn sie schon bei der Spitze tatsächlich stattfindenden Missbrauchs Eisberges so erstaunt tut.
MausB am 19.05.10 23:34
Kindesmissbrauch ist kein Phänomen, nichts das ausschließlich in gut-bürgerlichen oder kirchlichen privaten Einrichtungen symptomatisch auftritt. Es ist so alltäglich und wird gar nicht mehr als Absonderlichkeit wahrgenommen -- schon gar nicht in sozial schwächeren Schichten! Mein Lebensgefährte wurde mit 15 von einem fast 10 Jahre älteren Mann "entjungfernt", einem Freund seiner älteren Schwester, -- dass dieser Frau und Kinder hatte und nicht dem Anschein nach nicht mal homosexuell war, findet bis heute keiner verdächtig. Als ich meinen Lebensgefährten damit konfrontiert hatte und fragte, warum seine Schwester das einfach so hingenommen hat, meinte er, dass sie selbst bereits mit 12 Jahren regelmäßig Sex mit einem 20-jährigen hatte.
Mich belastet diese Sache insgeheim sehr, nicht nur, weil eine mir wichtige Person nach rechtliger Lage eindeutig missbraucht wurde, sondern auch weil es scheinbar völlig normal zu sein scheint.
Die Schwester ist übrigens nun 33, wechselt ihren Freund öfter als ihre Unterwäsche und ist seit 15 Jahren regelmäßig im Gefängnis, zeitweise auch auf der Flucht von der Polizei. Alle ihre vier Kinder wurden ihr entzogen, das Jüngste wurde von ihrem Ex-Freund (der den neusten Ermittlungen zufolge auch Kinderpornos verkauft hat) mit 3--4 Jahren regelmäßig "befummelt".
Ich schließe nicht post hoc ergo propter hoc, aber von einem bin ich überzeugt: Es wird viel zu viel geschwiegen, zu wenig gesprochen und zu wenig zugehört. Ich finde die Zustände in diesem Milieu, mit dem ich indirekt verbunden bin, erschütternd, und am erschütterndsten diese vollkommene Gleichgültigkeit. Warum ich diese persönlichen Dinge hier reinschreibe? -- Weil ich nicht schweigen will wie die anderen!
Stefan am 8.06.10 21:08
An den bekannt gewordenen Missbrauchsfällen durch
Mitglieder des Klerus wird deutlich, dass die kath.
Kirche mit Seelsorge im Wortsinn nichts zu gemein hat.
Seit vielen Jahrhunderten hat diese Kirche lediglich Machtsrukturen entwickelt oder perfektioniert, die es ihr erlauben, sich als moralische Instanz aufzuspielen, die jedweder staatlichen, d.h. gesellchaftlichen Kontroille entzogen zu sein vorgibt!
Es wäre sicher interessant, einmal Sinn und Funktion von Konkordaten oder Kirchenverträgen zwischen dem Statt Deutschland - oder einzelnen Bundesländern - und den Kirchen zu untersuchen und zu veröffentlichen. Es ist skandalös, dass der Steruerzahler, ohne gefragt worden zu sein, fürstliche Gehälter von kath. Amtsträgern zu finanzien: Der reaktionäre Erzbischof von Köln, Meisner, bekommt sein Gehalt von ca. € 13.000/Monat aus dem Steuertopf!
Da die christlichen Kirchen "Glaubensdinge" bestenfalls verwalten und damit ihre Mitglieder durch Manipulation bei "der Stange halten", wäre die
Forderung nach Auflösung, zumindest aber strikter
Beschneidung staatlicher Zuwendungen nur konsequent und logisch. Darüber hinaus verlangt unser Grundgesetz ausdrücklich die weltanschauliche Neutralität des Staates und seiner Institutionen!
Ich würde mich freuen, wenn die Redaktion von Monitor sich einmal dieses Thema annehmen könnte?
Mit besten Grüssen
Uwe Leopold
Uwe Leopold am 16.07.10 11:42
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MONITOR
Urteil zu Vorratsdatenspeicherung: Sieg auch für Journalisten
Vorratsdatenspeicherung verfassungswidrig! Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist nicht nur ein Sieg gegen die ungebändigte Datensammelwut des Staates. Es ist auch ein Sieg für uns Journalisten. Das Schäuble-Gesetz hatte die Arbeit für uns erheblich erschwert. Denn Informanten aus Bundesministerien oder anderen staatlichen Stellen mussten aufgrund der Datenspeicherung ständig damit rechnen, enttarnt zu werden.
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eins ist doch klar: die Vorratsdatenspeicherung wird so oder so kommen, noch ein bisschen abwarten, neuer Gesetzentwurf - und eine Bundesjustizministerin, die dieses Mal nicht zurück tritt, schließlich gibt's ja europäische Vorgaben! Wetten?
Harald am 15.03.10 23:16
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MONITOR
Steuersünderdateien - kaufen oder besser nicht?
Nicht nur wir bei MONITOR diskutieren heftig und kontrovers: Soll der Staat eine geklaute Datei mit den Namen von Steuerhinterziehern erwerben? Angela Merkel hat sich überraschend schnell und deutlich dafür ausgesprochen - und kann sich mit der Mehrheit der Bevölkerung einig wissen. Der Staat darf zu ungewöhnlichen Mitteln greifen, um an die Namen von millionenschweren Steuerflüchtlingen zu kommen, so die Stimmung im Land. Eine solche Fahndung wäre effektiv (Abermillionen kommen in die Staatskasse zurück) und würde abschrecken. Niemand kann sich mehr sicher sein, dass seine Schwarzgeldtransfers nicht auffliegen.
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Sehr geehrte Sonia Seymour Mikich und MONITOR-TEAM
Ja! Sie haben recht wenn sie sagen: "Das sich der Rechtsstaat zum Hehler macht und das ohne eine Rechtsgrundlage"
Es ist schon merkwürdig wenn die Legislative (gesetzgebende Instanz), durch Unfähigkeit im Amt, zusehen muß wie "normale Bankangestellte" die Aufgaben der Exicutive (ausführende Gewalt) übernimmt.
"Vielleicht" ist es ein Zeichen für die Unfähigkeit unserer Politiker.
"Vielleicht" ist es ein Zeichen für die Ignoranz unserer Politiker der technologischen Entwicklung gegenüber.
"Vielleicht" ist es aber auch gewollte Propaganda für unsere Politiker (schaut her Wir tun was dagegen!)
Je mehr wir im Internet mit journalistischen Bolgs zu tun haben, um so journalistischer werden Wir!
Wo ist der journalistische Skeptizismus?
Wir glauben nicht das der Staat die Datensätze kaufen wird, wenn doch, dann kommt auf die serösen Journalisten viel Arbeit zu!
Stichwort:
"Wer hat vor der Veröffentlichung der Datensätze ein Deal mit dem Geheimdienst gehabt?"
mit freundlichem Gruß
probably, maybe
DIE ROBOTER
Stefan Müller am 4.02.10 16:31
Wir wollen und dürfen in diesem Blog keine Werbung für Steuer-Anwälte und deren Publikationen machen. Deshalb wurden Beiträge nicht veröffentlicht. Wir bitten um Verständnis und Beachtung der WDR-Forums- und Blogregeln.
Die Redaktion am 5.02.10 16:18
Manchmal trifft man auf einen besonderen Kommentar/Blog, der ein Thema in einem ganz anderen Licht beleuchtet. Was dazu führt, dass man seine eigene Meinung komplett um 180° dreht.
Da Ihnen das bei mir gelungen ist, herzlichen Dank und weiter so.
Geronimo Meyer am 13.02.10 12:33
Sehr geehrte Sonia Seymour Mikich/MONITOR-TEAM,
Es ist ja nicht nur wichtig was gesagt wird, sondern auch wer es sagt und welchen Stellenwert es im Gesamtdiskurs einimmt
!
Ihre Argumente sind natürlich richtig, prinzipiell jedenfalls.
Mir ist ein Staat ebenfalls unheimlich, der Denunziantentum finanziell belohnt. Noch unheimlicher- falls das überhaupt möglich ist- ist mir aber ein Staat, bzw deren politiche Vertreter, die Steuerbeamte mit zweifelhaften Gutachten aus dem Verkehr ziehen (Hessen-Koch-regierung), die bürgerliche Freiheiten durch technische Überwachung, Datenvorratsspeicherung,Versammlungsverbote und ... (ach es macht keinen Spass mehr, dass immer wieder aufzuzählen) .einschränken, die Hartz IV-Empfänger beschimpfen und verhöhnen, etc. Ehrlich gesagt, erschient mir dagegen der hehlerische Umgang mit Steuerhinterzieherdaten vergleichsweise harmlos. Und das mit der finanziellen Belohnung der Datendiebe ist mindestens einseitig betrachtet, man muss sich darüber klar sein, dass derjenige, der als whistle-blower agiert, damit rechnen muss niemals mehr eine Anstellung zu bekommen. Aber ja, auch dies führt in die Irre.
"Es gibt kein richtiges Leben, im Falschen". Adornos Diktum trifft hier sicherlich zu. Es macht nur beschränkt Sinn sich dezidiert irgendeinen Sachverhalt herauszugreifen und partikular zu diskutieren. Wir brauchen mehr als nur ein Datenkaufgesetz.
Bertram Kraus am 16.02.10 12:40
Was mich stutzig macht: da wird eine CD aus der Schweiz als Beweis angeboten, und offenbar sind die Schweizer trotz Bankgeheimnis und “Eid zur Neutralität” bereit zu bestätigen, daß die Daten tatsächlich der Wahrheit entsprechen – “IN DUBIO PRO RE”, ist das nun kompromisslose Wahrheitsliebe, oder …!?
hto am 23.02.10 16:42
Dass man sich nicht unbedingt mit millionenschweren Steuerbetrügern sozialisieren kann, liegt auf der Hand. Da kommt einem doch eine auch mal unkonventionell agierende Regierung gerade recht. Die tun wenigstens mal was. Es ist wirklich bemerkenswert, wie sich die Muster immer wieder gleichen. Ganz beiläufig wurde über das Reizthema durchgedrückt, dass der Staat sich illegaler Mittel bedient, um seine Ziele zu erreichen. Dieser eine Damm ist nun gebrochen. Doch wie sieht es in Zukunft aus? Kann diese Musterentscheidung Basis für zukünftige drastischere Maßnahmen sein? Ja! Und es werden selbstverständlich einige Jahre ins Land gehen, bis der nächste Meilenstein genommen ist.
Aber dann Sicherheitsstaat ahoi, wir kommen, mit Vollgas in die grenzenlose Aufklärung!
Gier ist halt ansteckend.
Mille am 25.02.10 22:36
Liebes Monitor-Team,
auch ich sehe mit wachsender Besorgnis eine zunehmende Erosion wertvollster rechtsstaatlicher Prinzipien. In einer sich scheinbar stetig beschleunigt wandelnden Welt machen die Damen und Herren Politiker immer mehr den Eindruck überfordert zu sein, noch den richtigen Weg zum Schutze der Bevölkerung (verstanden im allgemeinst möglichen Sinne) zu finden. Zu diesem Bild trägt insbesondere auch unsere gute ausgebaute (und von mir als größtenteils positiv empfundene) Medienlandschaft bei, die keine Gelegenheit auslässt, den Menschen das Gefühl eines permanenten Ausnahmezustands zu geben. Auch Ihr Format, welches ich durchaus schätze würde ich hier nicht ausnehmen wollen.
Vor diesem Hintergrund stelle ich mir jedoch die Frage, ob man wirklich aus jeder Situation einen Scheidepunkt in der weiteren Entwicklung der Gesellschaft herbeistilisieren muss. Bei obigem Thema erscheint mir dies unnötig, denn ist es nicht so, dass man die Beschaffung von Daten, auch aus zweifelhaften Quellen, bereits lange (und gleichermaßen erfolgreich wie gesellschaftlich akzeptiert) praktiziert? Beispiele sind aus meiner Sicht die Kronzeugenregelung, Einsatz von V-Leuten, Geheimdienstaktivitäten im Allgemeinen.
Ein wie von Ihnen angesprochenes Datenkauf-Gesetz wäre sicherlich wünschenswert. Dennoch halte ich es für richtig und wichtig, dass der Staat bei Fehlen eines solchen nicht die Hände in den Schoß legt und wartet, bis es zu einem solchen kommt, wenn es gerade jetzt nötig ist, eine Entscheidung zu treffen. Eine Prüfung, ob das jeweilige Vorgehen verfassungsgemäß war, wird in der von mir eingangs beschriebenen Situation wohl nicht ausbleiben, falls es daran auch nur den Hauch eines Zweifels geben sollte. Dies ist aus meiner Sicht einer der wenigen Vorteile der teils sehr reißerischen Berichterstattung. Die Frage der Verfassungskonformität sollte dann aber von den entsprechenden Gerichten und nicht in der Öffentlichkeit geklärt werden. Ich bin einfach der Überzeugung, dass es Themen gibt, die sich aufgrund ihrer Komplexität, oder gewisser natürlicher Dispositionen nicht für einen öffentlichen Diskurs eignen.
Daher mein Votum:
1) Kauft die CD, denn es macht einerseits den Richtigen in diesem Land Sorgen und hält vielleicht andere davon ab, zweifelhafte Wege zu beschreiten und gibt andererseits den "Kleinen" das Gefühl, dass auch die "Großen" nicht immer tun und lassen können, was sie wollen. (unschätzbar!!)
2) Prüft durch die richtigen Organe sehr genau, ob dieses Vorgehen mit der Verfassung und den betreffenden Gesetzen vereinbar ist.
Hans Olbers am 25.02.10 23:04
Sehr geehrte Sonia Seymour Mikich und MONITOR-TEAM,
haben Sie auch schon einmal daran gedacht, daß die schnelle Entscheidung unserer lieben Frau Merkel damit zusammnehängen könnte, daß die CDU dann den Zugriff auf Spender bekäme... um sie zu schonen !?
Klaus W. Knabenschuh am 26.02.10 12:00
die Frage ob der Staat der wir angeblich alle sind
kaufen darf oder nicht ist wohl rein rethorisch.
Wie wir alle wissen macht der Staat also unsere pensionsberechtigte wohlversorgte Beamtokratur
von Hause aus was immer sie will.Deshalb sind auch die politischen Scheindebatten von links und rechts reine Vernebelungsmanöver die das Fußvolk glauben lassen es hätte etwas mitzubestimmen.
Edgar A. am 26.02.10 13:59
Eine CD beweist erst einmal überhaupt NICHTS - es sei denn, die Schweizer Banken und Schweizer Eidgenossen brechen ihre "Eide", oder das "Recht" wird wie gewohnt gebeugt, gebeugt und nochmal gebeugt!?
hto am 26.02.10 18:19
Seit vielen Jahren bin ich interessierter Zuschauer Ihrer informativen Sendung, deren Unabhängigkeit ich sehr schätze. Den Ankauf einer Daten-CD mit Steuersündern muß man nach rechtsstaatlichen und demokratischen Aspekten ablehnen. Aus fiskalischer Sicht mag dies wohl zu begründen sein, es kann aber doch nicht angehen, daß einerseits illegal erworbene Daten zum Eintreiben von Steuergeldern ankauft, andererseits den Straftätern Straffreiheit in Aussicht stellt durch eine Selbstanzeige. Denn von tätiger Reue wie im Strafrecht nicht hier nicht ernsthaft die Rede sein - tätige Reue liegt allenfalls dann vor, wenn eine Selbstanzeige aus eigenem Antrieb heraus erfolgt. Dies ist ersichtlich bei den vorliegenden Fällen nicht gegeben. Wir brauchen eine Vereinbarung mit der Schweiz u. Liechtenstein wie etwa USA, wo vermeintl. Steuerhinterzieher nach D gemeldet werden und eine Selbstanzeige eine Strafbefreiung ausschließt.
Patrick Meiser am 27.02.10 19:32
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MONITOR
Datenkrake Elena
Elena kommt, die größte Datensammlung in unserer Geschichte. Sie, liebe Zuschauer und Leser, werden noch transparenter. Denn Ihr Gehalt, Ihre Fehlzeiten, Abmahnungen, Kündigungen werden ab jetzt jeden Monat vom Arbeitgeber gesammelt und weitergeklickt. Der Staat will diese Daten auf Vorrat speichern und anwenden, falls Sie staatliche Leistungen beantragen.
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Kommentare zum Eintrag Datenkrake Elena
Das iat eine unfassbare Sammelwut, die wir in Deutschland bereits seit längerem beobachten können. Wozu braucht man diese ganzen Daten? Wie werden sie gespeichert? Gibt es eine Verschlüsselung, wenn ja, wie sicher ist sie?
Das weiß kein "Otto-Normal-Bürger" - und das schürt die Angst. Mit ELENA wird es möglich sein, dass man über jeden Arbeitnehmer sagen kann, wie, wann und wo er seinen Kaffee trinkt und wann er auf die Toilette geht. Muss das den sein?
Ich plädiere für einen sofortigen Stopp von ELENA! Diese Datensammelwut darf nicht anfangen - ansonsten droht uns noch viel mehr davon!
Tobias K. am 7.01.10 16:07
Ich ahne schon jetzt, dass dieser Beitrag mich in ca. 40 Minuten wieder mal total aufwühlen wird und zumindest mental meinen Kampfesgeist wecken wird.
Und wieder wird nix passieren in diesem Land. Mit uns Schäfchen kann man doch machen, was die da wollen.
Trotzdem Dank an MONITOR!
Andreas Rudolf am 7.01.10 21:08
Danke Monitor für den Beitrag,
nur in die beiden Säulen Medien und Gerichtsbarkeit kann man noch die Hoffnung setzten, dass dieser Schritt in den noch weiterausgebauten Überwachungsstaat noch stark einschränkt wird. Schwarz-gelb hegt einen pauschalen Mißbrauchsverdacht gegen die eigene Bevölkerung und dem pauschalen Deckmantel von Sicherheit und Entbürokratisierung. Ein Skandal.
Hans-Jürgen Licht, Hannover
Hans-Jürgen Licht am 7.01.10 21:54
Danke an die Redaktion für den erhellenden Beitrag.
Da soll sich doch nochmal einer über die Stasi in der früheren DDR und derer Datensammelwut ereifern. Der Überwachungsstaat wird schrittweise weiter realisiert. Demokratie geht anders...
Matthias Karschen, Köln
Matthias Karschen am 7.01.10 22:03
Danke für diesen Beitrag,
welche Möglichkeit habe ich als Arbeitnehmer mich gegen diese Datensammelwut zu wehren? Welche Daten werden übermitttelt? Daten, so habe ich bisher das BDSG verstanden, dürfen nur dann erhoben und gespeichert werden, wenn sie tatsächlich benötigt werden.
Wo bleibt das informationelle Selbstbestimmungsrecht? Gibt es bereits eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht?
Danke für die Veröffentlichung dieses Beitrages.
Harald Brauer am 7.01.10 22:10
Monitor klärt mal wieder auf! Für mich unfassbar, was die von uns gewählten "Volksvertreter" schon wieder ausgeheckt haben! Wir werden in kurzer Zeit bestimmt noch erleben, das jeder, von Geburt an einen RFID - Chip tragen wird (muß).Dafür hat ein kleines deutsches Unternehmen den Auftrag für 30 Satelliten bekommen - für unser europäisches Navigationssystem. (alternative zum GPS) Da hat man dann gleich eine Basis um die eingepflanzten RFID-Positionen der Bürger zu empfangen.
Nicht umsonst haben die Deutschen so ein wahnsinnig aufwendiges Autobahnmautsystem aufgebaut. Jedees Fahrzeug wird erfasst!
Dann noch die Internetdaten u. Telefondatenspeicherung usw.
Hätte große Lust auf eine Verfassungsklage. Das kann doch nicht so weiter gehen!!
Schade, das Monitor nicht am Schluß des Beitrags einen Tip gibt, wie wir Bürger uns gegen diesen Wahnsinn wehren können!
Hans Weßel am 7.01.10 22:26
Was ich mich dazu frage:
Aus welchem politischen Lager kommt dieses totalitäre Überwachungswerkzeug?
Ist dies noch in der grossen Koalition entstanden?
Leider ist die Recherche auf den Seiten des Bundestages sehr schwierig. Ich denke, dies ist so gewollt, daß der gemeine Bürger überhaupt nicht nachvollziehen kann, wer mit wieviel Stimmen über welchen Gesetzesentwurf abstimmt.
Daraus könnte man ja seine nächste Wahlentscheidung ableiten.
Auf jeden Fall ist es kein Zufall, daß so etwas kurz nach einer Kreuzlesmachveranstalltung in Kraft tritt. Dann hat es ja das dumme Wahlvolk bei der nächsten Veranstaltung wieder vergessen.
Wie war das - Nur zum Wohle des Volkes ????
Eine Wahl scheinen wir nicht mehr zu haben. Wir können noch irgendwelche Kreuze machen. Haben die auch eine Wirkung?
Wie schon ein Vorgänger erwähnte: Demokratie geht anders.
peter am 7.01.10 22:52
Danke für den Beitrag.
Ich empfehle, vor nochmaligem Anschauen des Beitrags den Film "Das Leben der Anderen" anzuschauen, damit einem wieder bewusst wird, welche Macht sich aus der Bespitzelung ergibt.
Die Daten werden mißbraucht werden. Und ich wage gar nicht, an ein Datenleck zu denken (so in 2-3 Jahren spätestens). Wie ein Vorkommenataor bereits gesagt hat, geht Demokratie anders.
Volker Motzkus am 7.01.10 22:53
Peter stellt sich die Frage: "Aus welchem politischen Lager kommt dieses totalitäre Überwachungswerkzeug? Ist dies noch in der grossen Koalition entstanden?"
Ich möchte diese Frage aus gegebenem Anlass mal ergänzen: "... oder hat das bereits die Schröder-Regierung vorbereitet?"
Zur Erinnerung:Gerhard Schröder und seine rot/grünen Abnicker haben bereits bei der Einführung ihres Hartz-IV-Antrags und -Verfahrens sowie mit den Verfahren zur "Steuergerechtigkeit" oder so (Steuer-ID für alle Bürger, Umsatzsteuer-Identnummer usw.) mit der totalitären Datensammlung begonnen.
Wenn ich mir als EDV-Ingenieur die Verwendung der jetzt schon dem Finanzamt und der über die ARGEn den Kommunen und Arbeitsagenturen vorliegenden Daten verknüpft mit ELENA vorstelle, dann überkommt mich das große Grauen.
Zum vollständig gläsernen Bürger fehlt nur noch, dass der Staat sich die Daten der neuen Krankenkassenkarten verfügbar macht und noch etwas erfindet, damit die Banken auch noch die Kontodaten in den staatlichen Datenstock melden müssen und selbige auch letztlich noch in die Verknüpfung einbezogen werden.
Obwohl ich eigenlich kein Hypochonder bin, denke ich, dass es jetzt allerhöchste Zeit ist, gegen diese Vorhaben ganz massiv einzuschreiten.
Friedrich Frenzel am 7.01.10 23:33
Und dann muss man sich mal vorstellen, wenn man ein mißliebigen Arbeitgeber hat, der kann ja von seinem unliebsamen Arbeitnehmer auch noch fingierte Eintragungen machen (z.B. Abmahnungen, Kündigungen u.s.w.) Wer prüft, ob die Angaben von ihm korrekt und rechtens sind. Und was passiert wenn der Arbeitnehmer gegen unberechtigte Ereignisse klagt und Recht bekommt, was ja Ewigkeiten dauern bei unseren Gerichten. Die Eintragungen sind dann schon Ewigkeiten erfasst mit möglichen negativen Folgen für den Betroffenen. Und welche Möglichkeiten bestehen solche falschen Eintragung zu löschen und für mögliche Nachteile Schadenersatz zu bekommen. Aber dann gilt wohl auch: "Recht haben ist die eine Seite, Recht bekommen eine Andere".
elke am 7.01.10 23:49
Dankee schön:
Danke an alle die solche intelligenten Parteien, wie CDU/CSU und FDP wählen. Das war doch klar das, dass passiert.
Danke an alle Medien die uns rechtzeitig informiert haben über dieses Gesetz, damit wir dagegen demonstrieren können.
VIELEN DANK
Gökhan am 8.01.10 0:19
Ich bin über Euren Beitrag nicht erschüttert, da ich auf Seminaren über den gläsernen Menschen mit vielen anderen Kolleginnen und Kollegen diskutiert habe.
Alle Gespräche und Diskussionen mit Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen sind aber meistens ins Leere gegangen und als von mir als übertrieben dargestellt bezeichnet worden.
Jede/r Bürger/in sollte in sich gehen und sich die Frage stellen: warum und wozu gibt es ein Grundgesetz, in dem die Unversehrtheit des Einzelnen geschützt werden muss?
In diesem Zusammenhang frage ich mich, wie sich die von uns gewählten Abgeordneten den Begriff Demokratie erklären.
Fabian Remiszewski, 08.01.2010
Fabian Remiszewski am 8.01.10 0:21
Immer mehr zeigt sich von welch gedankenlosen Politikern wir regiert werden. Schlimmer noch, von zu Handlangern degradierten Interessenvertretern der Industrie.
Wer glaubt dass mit diesen Daten kein Mißbrauch geschieht glaubt wohl auch noch an den Weihnachtsmann.
Was bitte gehen einen Mitarbeiter vom Arbeitsamt Fehltage an?
Welches Recht hat ein Arbeitgeber dort Einträge über Abmahnungen und Kündigungsgründe reinzuschreiben?
Wahrscheinlich wird in Zukunft das Arbeitslosengeld prozentual gekürzt für jede Abmahnung und zu viele Fehltage und und und...
Wo bitte kann sich ein mündiger Bürger gegen diesen Hohn wehren??
Alexandra Maas am 8.01.10 0:44
Natürlich haben wir das Ganze den Herren Schröder und Hartz zu verdanken. Der Schröder hat uns ja an den Putin verkauft und bekommt jetzt seine Belohnung. Es ist doch ganz klar, dass diese Daten Weltweit benutzt werden können. Wir werden uns vor Werbeschreiben nicht mehr retten können. Auch Frau Merkel läßt das so laufen. Naja, die weiß am besten wie es in der DDR war. Besser ist das mit ELENA hier auch nicht, es fehlt nur noch, dass die eine Mauer um ganz Deutschland aufbauen.
Anton Sandner am 8.01.10 6:25
Klasse Beitrag, ich hatte mich auf diversen Vorträgen zu diesem Thema als Arbeitgeberin schon länger gefragt, wann endlich der Aufschrei kommt. Kann mir ein rechtskundiger Mensch sagen, ob ich die Möglichkeit habe mich dem zu verweigern, weil ich der Ansicht bin nicht im Sinne der Arbeitnehmer zu handeln, da ich möglicherweise rechtswidrig ihre Daten weitergebe? Ich würde mich sehr über Rückmeldung freuen!
Maren Handwerk am 8.01.10 9:10
Hallo monitor-Redaktion,
guter Bericht, aber unvollständig!
Bitte zu ELENA nachrecherchieren:
- wer hat die Gesetzesinitiative wann ergriffen?
- wie war der politische Werdegang dieses Gesetzes?
- wurde Kompetenz von Dritten eingekauft? Wenn ja, wer und wie teuer?
Bitte in der nächsten Sendung die Ergebnisse präsentieren. - Danke!
Karl Holm am 8.01.10 9:48
Wehrt Euch ! Wir sind das Volk !
Robert Merkel am 8.01.10 9:54
Die Stasi war zudem was jetzt dem Bürger passiert nur ein Kindergartenverein!
Soll sich noch einer über den sogenannten Unrechtsstaat aufregen.
Was hier passiert ist 100 mal schlimmer!
jens engler am 8.01.10 9:59
Zu Ihrer Sendung am 07.01.10 hätte ich doch noch ein paar Anmerkungen.
Es ist eben gerade nicht so, daß z. B. Abmahnungen in angeblichen Funktionsfeldern erfasst werden, da die Softwareanbieter für Personalabrechnungssoftware dies so nicht vorsehen.
Die Angabe von Kündigungsgründen wird sicherlich über sogenannte Freitextfelder ermöglicht werden. Hier sollte Monitor vor Beitragsveröffentlichung detailliert Recherche betreiben, bevor hier Panik bei Zuschauern entfacht wird! Nur ob bzw. inwieweit ein Arbeitgeber diesen "Datenpflegeaufwand" auch tatsächlich betreiben wird, sei einmal in den Raum gestellt (was ja auch der Terminus "Freitext" sagt).
Es ist zudem, so auch die offizielle Variante auf den Jahreswechselseminaren der Krankenkassen, nur möglich die Daten im konkreten Verwertungsfall abzufragen, wenn der Betroffene selbst erst über seinen individuellen "Datenschlüssel" seine Daten gegenüber der abfragenden Stelle freigibt! (so die offizielle Variante).
Sicherlich bleiben zur Zeit noch einige datenschutzrechtliche Fragen vorerst unbeantwortet. Zum Beispiel müßte ja jeder Arbeitnehmer ausdrücklich hinsichtlich der konkreten zu verarbeitenden personenbezogenen Daten dahingehend vom Arbeitgeber befragt werden, ob er mit deren (zweckdienlichen) Verarbeitung ausdrücklich einverstanden ist - dem muß der betreffende Arbeitnehmer dann ja ausdrücklich schriftlich zustimmen. Also ein gigantischer administrativer Aufwand in sämtlichen in Deutschland ansässigen Unternehmen (auch bei bereits schon länger im Unternehmen beschäftigten Mitarbeitern!), da sich der jeweilige Arbeitgeber ansonsten schon wieder in Richtung strafbare Handlung im Sinne des Datenschutzgesetzes bugsiert!
Meines Erachtens wurde diese Verfügung des Gesetzgebers wie alle anderen vorangegangenen mit "heißer Nadel" gestrickten Gesetzesänderungen wieder einmal am "grünen Tisch" durchgepeitscht, ohne sich tiefergehend mit den möglichen praktischen Auswirkungen in Folge auseinandergesetzt zu haben!
Der ursprüngliche Kerngedanke, die Abfrageflut bei den Arbeitgebern in Form von uneinheitlichen Formularen von unterschiedlichsten öffentlichen Stellen einzudämmen ist zwar lobenswert.
Jedoch war eine solche Koordinierungsinstanz in Form einer entsprechenden ständigen "Enquettekommission" beim deutschen Bundestag bereits etabliert - was die wenigsten Menschen wissen. Diese hätte nur ihre Arbeit effektiv vorantreiben müssen, um endlich zu einer einheitlichen Formularlösung zu gelangen. Aber auch hier drängt sich wieder einmal der Gedanke auf, daß durch vorgeschobene Begründungen der einzelne Bürger wieder einmal mehr "verschaukelt" werden soll bzw. daß die politisch Verantwortlichen wieder einmal mehr in einen öffentlichen "Fettnapf" getreten sind.
J. Rehm am 8.01.10 10:39
Ich habe alle Kommentare gelesen. Mit geht es genauso, ich war schockiert. Da läßt Orwel schon lange nicht mehr grüßen.
Was mich aber besonders interessiert ist die Frage, welcher Regierung wir dieses "Meisterwerk" der Bespitzelung zu verdanken haben. Das wurde im Bericht nicht erwähnt. Wäre sicher gut zu wissen, auch für die nächste Wahlentscheidung. Hoffentlich bleibt Monitor an diesem Thema dran.
Ulla Vitt am 08.01.2010
ulla vitt am 8.01.10 10:58
Wenn man sich etwas intensiver mit diesem Projekt beschäftigt, muss man sich fragen, warum in unserer Demokratie soviel im "Geheimen" von unseren gewählten Abgeordneten und den verantwortlichen Ministerien und fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit unter Negierung durch die Medien ausgekungelt werden kann. Seit mindestens 2006 wird durch das Ministerieum für Wirtschaft (siehe auch Drucksache Deutscher Bundestag 16/8697 vom 3.4.2008)an diesem Projekt gearbeitet. Auf der Basis eines Referentenentwurfes (von wem beauftragt, durch wen beeinflusst, wer hat verfasst??????) gearbeitet. Aber erst 2010 mit dem Inkrafttreten des Gesetzes (vorher wurde es im Bundestag beschlossen) erfolgt der große Aufschrei der Medien, Datenschützer, einiger weniger Abgeordneter u.s.w. (die vielleicht um ihr Mandat fürchten) über die Sammelwut und den Umfang der Datenerfassung dieses Gesetzes.
Zwar gab es vorher einige wenige Rufer in der Wüste die u.a. sogar eine Petition 2008 (Pet 1-16-09-298-040812) in den Bundestag eingebracht haben und wir Mitbürger waren aufgefordert uns dieser anzuschließen. Aber vieleicht sind wir immer nur mit unserer nahen Gegenwart beschäftigt und die Zukunft ist uns nicht so wichtig. Jedoch ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist auch, das die allumfassende Information der Gefährlichkeit dieser Krake auch durch die Medien nicht rechtzeitig thematisiert worden ist, um die Menschen und Betroffenen wachzurütteln. Es wurde wahrscheinlich die Krake "Terrorgefahr durch außen" mit den Folgen Abhörgesetze u.s.w. als medienwirksamer angesehen als die "Gefahr von Innen" in Form der Krake ELENA für die Menschen in unserer Demokratie. "Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist versucht man es zu retten" was bekanntlich schwieriger ist als Vorbeugung und leider nicht immer von Erfolg gekrönt ist. Also wenn es eine Möglichkeit gibt dagegen vorzugehen - Sammelklage natürlich mit der Möglichkeit der einstweiligen Verfügung zur Aussetzung des Gesetzes bzw. der Erfassung der die persönliche Selbstbestimmung verletzenden Daten - bin ich dabei.
Elke W. am 8.01.10 11:36
Antwort zu Kommentar von J. Rahm: Es mag sein, das nicht alle Arbeitgeber die entsprechenden Meldungen schicken oder vielleicht auch noch die Zustimmung ihrer Mitarbeiter einholen, aber etliche werden es tun und vielleicht auch eine "strafbare Handlung dabei begehen". Aber wo kein Kläger kein Beklagter. Woher weiß der Mitarbeiter was mitgeteilt wurde und wie kann er seine Daten überprüfen und berichtigen lassen, wenn sie nicht korrekt sind. Und etwas zynisch finde ich den Hinweis darauf, dass der Betroffene ja seine Zustimmung zum Abruf seiner Daten geben muss. Die Alternative wäre, dass er die beantragten Leistungen (Elterngeld, Wohngeld, Sozialleistungen) nicht erhält.
Elke W. am 8.01.10 12:04
Auf der offiziellen Website zu ELENA,
http://www.das-elena-verfahren.de
habe ich zum Thema Selbsauskunft folgendes gefunden:
"Selbstauskunft
Hat jeder Teilnehmer gemäß § 103 Absatz 4 Viertes Buch Sozialgesetzbuch einen Anspruch auf Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten Daten?
Im ELENA-Verfahren besteht ab 2010 für den Teilnehmer ein Anspruch auf Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten Daten. Eine Auskunft ist vor 2012 aber nicht realisierbar, da der Abruf durch die abrufenden Stellen erst ab 2012 möglich ist.
Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist eine Öffnung des Verfahrens gegenüber Dritten ohne die Zwischenschaltung einer prüfenden abrufenden Stelle, also dem Vieraugenprinzip mit zwei Signaturkarten, nicht zu vertreten. Von daher wird es im Übergangszeitraum bis 1. Januar 2012 keine
Auskunftsmöglichkeiten an die Teilnehmer geben."
Ist es rechtens das zwei Jahre Daten über mich gesammelt werden über die ich keine Selbstauskunft erhalten kann?
Wie sollen den die Menschen die sich nicht mit PC und Signaturkarte auskennen eine Auskunft erhalten?
Einer Sammelklage würde ich mich Anschließen!
Andreas Dietrich
PS:
Man stelle sich mal vor,: 40 Mio Arbeitnehmer würden regelmäßig, jeden Monat eine schriftliche Selbsauskunft von "ELENA" anfordern. . .
Anderas Dietrich am 8.01.10 14:00
Ich habe an unsere Personalabteilung folgenden Text gesandt:
"Anbei der Link zur Monitorsendung bezüglich ELENA:
http://www.wdrblog.de/monitor/archives/2010/01/datenkrake_elena.html
1. Ich möchte wissen, wie und welche Daten genau von MEINERFIRMA an ELENA übermittelt werden.
2. Ich bin der Meinung, dass diese Datenübermittlung zustimmungspflichtig ist und widerspreche hiermit vorsorglich und ausdrücklich der Datenweitergabe."
Ob das Erfolg haben kann, werde ich anwaltlich klären lassen.
Manfred S. am 8.01.10 14:24
Wo kommt nur diese Datensammelwut her? Ich habe den Verdacht, daß eine Menge ehemaliger Stasi-Mitarbeiter noch nicht kapiert haben, daß es die DDR nicht mehr gibt. Was sollen die auch anderes machen, haben ja nichts anderes gelernt. Nun sitzen sie in sicheren Pöstchen in der öffentlichen Verwaltung und sammeln und sammeln.
Sind die denn gar nicht zu stoppen? Man geht gegen ein Gesetz vor, da sind schon 3 weitere verabschiedet! Paßt von den Parlamentariern keiner mehr auf? Lesen die die Gesetze überhaupt, über die sie entscheiden?
Kirsten am 8.01.10 16:40
Wer hat sich denn diesen Schwachsinn einfallen lassen. Es wird immer davon geredet die Bürokratie würde abgebaut. Wer das glaubt wird selig.
Wo waren unsere Verantwortlichen Politiker bei dem Gesetzgebungsverfahren? Wie konnten wir all die Jahrzehnte ohne Elena leben und wirtschaften? Bin sofort für ein Verbot der Datensammlung von Personenbezogenen Daten ohne meine persönliche Zustimmung.
So langsam wird der Satz wieder aktuell, der einmal lautete:
Schlagt kaputt was Euch kaputt macht.
Wie können wir Elena wieder verschwinden lassen? Auf dem Rechtsweg durch Klage.
G.S. am 8.01.10 18:39
Was ist Demokratie und keiner darf mitmachen?
Deutschland
Hannelore Hildebrandt
Hildebrandt am 8.01.10 19:10
Hartz III
Das Ganze entstammt der Hartz-Kommission als "Signaturkarte" in Modul 10 (Organisation - s.a. Bericht Teilprojekt IV v. 10.6.02), eingegangen in Hartz-Gesetzpaket 3, aufgegriffen als "JobCard" von Schröders Aktionsprogramm Informationsgesellschaft von 2003 für 2006, im Rahmen von eGovernment, und dürfte das Reichsarbeitsbuch übertreffen (s. Gesetz v. 26.2.1935)
Gerd Fischer am 9.01.10 12:28
Wie verhält es sich denn, wenn ein künftiger Arbeitgeber bei Elena nachfragt? Werden denn die gesammelten Daten dann weiter gegeben?
Deutschland - wo bleibt die Demokratie (wie heisst es? alle Macht geht vom Volke aus)?
Müssen wir als Arbeitnehmer uns das alles wirklich gefallen lassen? Und was ist, wenn mein Arbeitgeber mir die Einwilligung zu Elena abverlangt mit der Androhung einer Kündigung falls ich nicht zustimme?
Da hilft glaube ich, wirklich nur der Klageweg.
W.G. am 9.01.10 14:16
Ein schöner Beitrag. Leider wird es so weitergehen: Die Einsicht, dass gesammelte Daten sich nie mehr "zurückholen" lassen, hat sich noch nicht ausreichend in der Bevölkerung herumgesprochen. Unbedingt notwendig wäre in dem Zusammenhang ein Gesetz, das es Behörden verbietet, sensible Daten auf Rechnern zu speichern, die am Internet hängen. Denn man braucht kein IT-Experte zu sein, um zu wissen, dass alles, was gehackt werden KANN, auch irgendwann gehackt wird. Gibt es dafür Initiativen (Volksbegehren oder Petitionen)?
Rudi am 9.01.10 15:22
Elena - was für ein harmloser Name?! Ich fühle mich zurückversetzt vor 1989! Das hatten einige von uns schon mal, es gab eine Akte und alle wussten Bescheid. Super Gefühl... Willkommen in Deutschland - wusste gar nicht, das die DDR wieder lebt! Klar bei sovielen Wendehälsen die Schutz im Verwaltungsapparat gefunden haben..
Was kann ich tun - Sammelklage bin ich gerne bereit zu unterstützen! Fassen wir es an, es gibt noch viel zu tun!
Schade nur, das man hier nicht alles so zum Ausdruck bringen kann und aussprechen darf, wie man gerne möchte. Das ist auch so ein Aspekt - wie zu DDR-Zeiten....
Sabine am 9.01.10 18:19
Ich habe erst sehr spät von Elena erfahren und bin entsetzt. Der Staat als Blockwart.
Ich werde weder Kündigungsgründe, Fehlzeiten, etc eintragen. Wenn überhaupt nur das allernötigste.Und ich hoffe, das diese Gesinnungsschnüffelei gestoppt wird.
Wie sagt Volker Pispers so schön, Was glauben sie was hier los wäre, wenn sie wüßten, was hier los ist.Na dann, bis neulich.
doris63 am 10.01.10 8:37
Ich kann sehr vielen der bereits vorhandenen Kommentaren nur beipflichten. Eine Protestaktion bzw. Informationen darüber habe ich bislang im Internet vergeblich gesucht. Was kann ich tun?
Sybille am 10.01.10 12:44
Nun ich für meinen Teil werde diese ELENA sache weiterverfolgen und widersprechen wo ich kann.
Bei jeglicher Art von Gegenwehr gegen ELENA werde ich mich ebenfalls beteiligen!
Mich würde jetzt ja auch interessieren, ob wenn man seine eigenen Daten abfragen lässt, man somit bereits diese "einmalige Zustimmung" erteilt.
Wenn nicht, dann werde ich JEDEN Monat eine Abfrage über meine Person fordern!
aus Bremen
thS86 am 10.01.10 13:27
Ein Punkt ist hier noch nicht angesprochen worden: Müssen denn die Eintragungen tatsächlich richtig sein. Oder kann hier jeder Personalsachbearbeiter seinen Unmut über irgendjemanden im Freitext publizieren? Wer garantiert die Richtigkeit der Angaben? Da sind doch findige Hacker aufgerufen die Daten zu verändern. Das erinnert mich an die Volkszähllung vor 23 Jahren. Alle Welt regte sich auf über die Datensammelwut. Ich habe damals den Zettel mit einer Vielzahl von "Daten" abgegeben mit denen keiner was anfangen konnte. Wenn ich mich recht erinnere war ich damals Professor, der von der Sozialhilfe lebte, 12 Kinder hatte und sonstigen Unsinn. Wenn das alle so gemacht hätten, hätten sich mancher Protest erübrigt.
Bernd Neumann-Henneberg am 10.01.10 16:34
Artikel 20
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
das deutsche volk sollte mal anfangen darüber nachzudenken, ob nicht abs.4 gegen diese reGIERung zum tragen kommt. leider wird der michel immer schlafen...
sickness am 10.01.10 18:05
Artikel 20
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
das deutsche volk sollte mal anfangen darüber nachzudenken, ob nicht abs.4 gegen diese reGIERung zum tragen kommt. leider wird der michel immer schlafen...
sickness am 10.01.10 18:06
Was passiert eigentlich, wenn meine Arbeitnehmer mir die Erlaubnis, die Daten weiterzugeben verweigern.Wenn ich es richtig gelesen habe, muß ich meine Arbeitnehmer fragen.
Und was mache ich mit dem neuen Update für mein Lohnprogramm?
Fragen über Fragen.
Das ganze stinkt zum Himmel. Dem GoldkettchenGerd wünsche ich die Pest an den Hals.
doris63 am 10.01.10 22:16
Ich bin absolut Fassungslos, wie soll das noch weiter gehen? Wie können wir uns gegen solch eine Datenbank zur Wehr setzen?
Haben in diesem Lande nur die Manager, Banker und Politiker das SAGEN? Und wirtschaften auf unsere Kosten und Buckel in die eigene Tasche?
„ELENA“ ist menschenverachtend und kostet zudem den Steuerzahler noch jede Menge Geld – also UNS – die wir eh’ nichts haben!!!
Für die Infrastruktur werden einschließlich Anschubfinanzierung 55 Millionen Euro zu Verfügung stehen.
Unklar ist, wer bei 40 Mio. anvisierten Nutzern die 400 Mio. Euro Kosten für die ersten drei Jahre trägt, sowie die mutmaßlich anschließend 133 Mio. Euro pro Jahr.
Durch das ELENA-Verfahren werden die Unternehmen ab 2012 um jährlich 85,6 Millionen Euro von Bürokratiekosten entlastet. Sagt man!
Naja, das System kostet 133 Millionen Euro. Unternehmen sparen ca 85 Millionen.
Ca 50 Millionen Euro werden dabei verschlungen. Und das jedes Jahr!!!
Ist doch super – oder?
Shiva-muc am 11.01.10 18:42
das ist alles ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite wollen wir – wie Arbeitnehmer – ja auch, dass unsere Steuergelder nicht an Betrüger gehen und darum ist es notwendig solche Daten zu haben. Auf Nachfrage kann man keine Betrüger finden – das ist ein Henne Ei Problem.
Meiner Meinung nach stellt man sich in Deutschland immer die falschen Fragen. Die Frage ist ja nicht welche Daten werden gespeichert und wie werden sie genutzt, sondern die Frage ist, weiß ich welche Daten über mich gespeichert sind und wer sie nutzt. Ich denke das ganze würde gut funktionieren und vor Missbrauch relativ sicher sein, wenn ich selbst Zugang zu ELENA hätte und dort dann auch sehen könnte wer genau meine Daten abgefragt hat, wann und warum. Noch interessanter wäre es, wenn die Daten desjenigen, der mich abfragt dann auch mir zur Verfügung stünden. Dann hätten wir nämlich das Abbild vieler Web 2.0 Anwendungen (Facebook, Xing, …). Dort geben viele Menschen so viele private Daten preis, die vollkommen ohne Regelugen zugänglich gemacht werden, dass man sich ernsthaft fragen muss, ob der Staat das Geld für ein solches Datengrab ausgeben muss oder ob das Projekt nicht lieber Data Mining im Internet heißen sollte.
Meiner Meinung nach ist das Verhindern von Datenspeicherung Blödsinn, sie werden ohnehin gespeichert. Wenn man etwas verschleiern will, dann muss man dafür sorgen, dass es SEHR VIELE Daten über einen gibt und dass diese möglichst unstrukturiert sind. Siehe die Diskussionen über Geheimdienste, die theoretisch und nach einem Vorfall immer alles wissen, aber aus der ganzen Datenflut die Daten gar nicht herausbekommen haben.
Wie gesagt. Meiner Meinung nach ist nicht die Speicherung der Daten und der Zugang das Problem. Das Problem ist, dass ich wissen sollte was über mich gespeichert ist und wer, wann und warum darauf zugreift. Noch besser wäre – wie gesagt – dass es eine Art Datentausch gäbe, dann würde man sich überflüssige Abfragen sicher genauer überlegen.
Übrigens, hat dieses Blog nun Daten über mich gespeichert, die nicht angezeigt aber dort vorhanden sind. Was macht die ARD mit meinen Daten, wofür braucht sie die, was wird damit sonst noch gemacht? Werden sie an einen Spananbieter verkauft? Wahrscheinlich nein, aber man weiß es natürlich nicht. Darum Daten ablegen ist nichts böses. Sie zentral abzulegen wäre – wenn ich selbst Zugriff auf das was über mich gespeichert ist habe und nachvollziehen könnte wer sie abfragt – noch viel besser, denn heute muss ich mir, wenn ich wirklich wissen will, was es für ein Profil über mich geben kann, so viele Quellen ansehen, dass das quasi unmöglich ist und ich damit auch nicht vorhersagen kann, was für Rückschlüsse über mich aus den Daten gezogen werden können. Ich bin also der Reaktionsmöglichkeit gänzlich beraubt.
Chris Boos am 12.01.10 12:12
mich interessiert in diesem Zusammenhang nur eines:
Was passiert einem Arbeitgeber, der sich aus moralischen Gründen und unter Berufung auf das Grundgesetz einfach weigert, die Daten seiner Arbeitnehmer an das Stasi-Projekt ELENA weiterzuleiten?
Uwe Grünheid
Uwe Grünheid am 12.01.10 19:40
typisch in dieser bananenrepublik
da wird über die stasi hergezogen
aber daß man mitlerweile ja nicht besser ist .... - wer weiß evtl sind gar etliche ehem stasi-"experten" beim bund und verfassungsschutz etc angeheuert um deren know how zu nutzen
der bürger wird immer mehr bespitzelt und ausspioniert und defakto unter generalverdacht gestellt ein verbrecher oder gar ein terrorist zu sein
und das nennt sich dann noch demokratie
und sich dann bei den politikern wundern daß der bürger wahlverdrossen etc ist
wer sein volk wie unmündige und ganoven behandelt muß sich ein altes sprichwort gefallen lassen:
was ich selber gern tu trau ich auch wem anders zu
und viele politiker sind ja nun weiß gott alles andere als ehrlich und seriös - also ungleubwürdig um es noch höflich auszudrücken
namen muß man ja nun nicht mehr aufzählen - der platz tät auch nicht reichen
und was noch viel schlimmer ist daß all die "tollen" dinge von rot/grün eingerührt wurden und damit meine ich nicht nur dieses ELENA datenkrakengebilde da gibt es auch n ooch andere "tolle" dinge die rot/grün verzapft hat
den sozis kann man absolut nicht mehr glauben geschweige denn über den weg trauen - zumindest auf bundesebene
malte pollmer am 13.01.10 11:26
an Monitor, bitte meine Frage und die von Uwe Grünheid beantworten. Was mache ich wenn mein Arbeitnehmer die Datenweitergabe nicht erlaubt, oder ich als Arbeitgeber es so nicht hinnehmen will.Danke.
doris63 am 15.01.10 6:12
Der Beitrag erscheint mir etwas zu unspezifisch, was die Status quo-Situation betrifft: Auch heute sind diese Daten alle vorhanden und verfügbar. Möglicherweise ist der Aufwand zur Beschaffung geringfügig höher, dafür die Transparenz um Längen geringer. ELENA ist, wenn man sich die Funktionsweise einmal genau ansieht, nicht mehr als das jetzige System in einer gar nicht mal so schlechten technischen Abbildung: Im Vergleich zu anderen Datensammlungen ist hier der Schutz schon immens. Die Forderungen - witzigerweise gerade der kritisierenden Parteien - in anderen Bereichen wie z.B. der Leistungsgerechtigkeit werden durch ELENA umsetzbar. Plötzlich bekommen manche Parteiargumentateure jetzt aber kalte Füße, wenn die einstmaligen Forderungen plötzlich realistisch werden.
Zusammengefasst: Der Beitrag macht viel Wind um eine einseitige Betrachtung und eine Technikverteufelung. Eher müsste man das Meldesystem generell in Frage stellen, nicht die - im Vergleich zum vorherigen Stadium eher sichere - Technik.
Peter am 16.01.10 18:47
Ich bin soweit nach dem Zweiten Weltkrieg geboren worden, dass mein Gedächtnis für politische Ereignisse etwa bis in die Zeit des RAF-Terrorismus reicht. Seit dieser Zeit, aber wahrscheinlich schon früher, haben alle Bundesregierungen aus dem kleinen Bäumchen Demokratie immer wieder einzelne Äste und Zweige herausgeschnitten. Mal war es die Verschärfung des Melderechts ( wegen der RAF ), mal waren es Querabfragen zwischen den Ämtern ( wegen des Sozialmissbrauchs ), dann sind es die Überwachungskameras an den Haltestellen ( wegen der Kleinkriminaltät, den Opfern von Gewalttaten kann bedauerlicherweise nicht rechtzeitig geholfen werden ), dann ist es die Speicherung der Telefon- und Internetverbindugnsdaten ( wegen Alkaida ), oder Mitteilungen der Banken an die Finanzbehörden ( wegen der Mafia mit ihrer Geldwäsche ) und vieles Weitere mehr. Das Ganze ging bisher so Stückchenweise und jeder einzelne Grund schien ja einleuchtend. Insgesamt ist das besagte Bäumchen schon ziemlich ausgedünnt worden. Dazu kommt noch die Datensammelwut diverser Firmen ( angeblich um die Kundenfreundlichkeit zu erhöhen ) und all die Dinge, die die meisten Menschen ganz unbedarft ins Internet stellen. Mit dem RFID-Chip im Personalausweis und ELENA werden aber jetzt grosse Teile der Krone einfach mal gekappt.
Was nun noch fehlt, ist ein Grund, alle Daten miteinander zu verknüpfen, dann ist von heut auf morgen das Bäumchen gefällt. Die intelligenten Sortier- und Suchalgorythmen gibt es nämlich schon, sie werden nur bisher für andere Zwecke benutzt, aber fragt mal bei Google, was so alles geht.
Was hilft jetzt noch? Auswandern ? Nur bedingt, denn eine ganze Reihe Staaten auf dieser Welt sind ja schon Diktaturen oder so marode, dass ich dort auch nicht leben möchte. Und fast alle anderen Demokratien haben sehr ähnliche Pläne in der Schublade ( die warten doch nur ab, wie problemlos das hier über die Bühne geht ). Nun ja, ich habe da ein Land im Auge, dass aus internen Gründen ziemlich weit hinterher hinkt. Ich denke, das bleibt auch noch eine Weile so. Und Kinder habe ich zum Glück keine.
norbert am 22.01.10 17:49
Ich werde ELENA als Arbeitgeberin mit meinen Mitarbeitern verweigern.
Es ist an der Zeit offenen Widerstand zu leisten.
Dr. Kristiane Zickenheiner am 25.01.10 13:45
Es ist doch gut zu wissen, dass man nicht in Amerika lebt. Obwohl es mitunter nicht mehr sogut zu erkennen ist. Über viele Jahrhunderte ist eine Rechtsanschauung entstanden, die dem Bundesbürger einräumt unschuldig zu sein, bis ihm das Gegenteil bewiesen werden kann. Nun schwenken auch wir um. Jeder Arbeitgeber, jeder Krankenversicherte, jeder HArtz4 Empfänger ist erst einmal verdächtig Informationen zurück zu halten. Und weil auf die Bundesbürger kein Verlass mehr ist müssen sie gezwungen werden ihre Daten preis zu geben Nätürlich wird diese Datensammlung vom Bürger gezahlt. Und nicht etwa wie in der DDR heimlich und hinten rum. Nein ganz offizell sind wir verpflichtet unsere Bespitzelung selbst zu finanzieren. Davon hätte Erich Honecker getäumt.
Sacha Catherey am 25.01.10 14:46
Wehret den Anfängen !
Diese Worte unseres Herrn Jesus Christus erinnern uns daran, dass das Böse nie schläft und wir, die wir zur Freiheit berufen sind, auch uns in dieser Welt dafür einsetzen müssen, und nicht nur aus der Verantwortung für uns selbst, sondern auch für unsere Kinder und Kindeskinder!!!
Die Initiatoren unserer Entmündigung in diesem Staat, scheren sich nicht um unsere und unserer Kinder Würde und Freiheit. Jesus sagte, dass der Mensch nicht um der Gesetze willen erschaffen wurde, sondern die Gesetze für den Menschen.
Das letztendliche Ergebnis aus diesem Gesetz, ist die totale Kontrolle der Bürger, die in meinen Augen zu Sklaven um des Geldes willen werden (Datenweitergabe an Firmen, Signaturkarte, denke auch an die Daten des Zensus, die aus diesen Gründen erhoben werden).
Wir müssen uns wehren, es ist noch nicht alles vorbei. Gott kann uns nur noch aus den Ketten der Sklaverei bewahren. Lassen sie uns eine bundesweite Sammelklage machen und beten, auf dass Gott uns rettet!
Hoffende
Maria am 27.01.10 20:14
Ja, wir müssen uns wehren, vor allem den Anfängen. Denn das Problem ist, dass es gesteigert wird. Es wird immer eine Grenze überschritten. Immer ein Stück, dann noch ein Stück. Alles Psychologie. Nur damit wir nicht merken, wie gravierend diese Entscheidungen sind, die der Staat öüber unseren Köpfen fällt.
Und irgendwann sind wir richtig unterdrückt.
Keine Selbstbestimmung und das dürfen wir nich zulassen, deshalb müssen wir jetzt den Anfängen wehren, bevor es zu spät ist!!!
diana am 28.01.10 21:54
!!!Weg mit der VorHARZdatenspeicherung ELENA!!!
Thorsten am 3.03.10 10:58
Was mich an diesem ELENA-Verfahren mit am meisten ärgert ist, dass einmal mehr die Arbeitgeber zum Erfüllungsgehilfen missbraucht werden, wenn der Staat Daten jeglicher Art von seinen Bürgern erschnüffeln will. Außer den Daten, die später einmal für die Rente gebraucht werden, wie Name, Geb.Datum und Entgelte hat den Staat m. E. nichts aber auch gar nichts zu interessieren! Mal abgesehen davon, dass der Arbeitgeber ja auch bewusst mittels der zur Verfügung stehenden "freien Eingabefelder" bewusst manipulieren könnte, bedeutet es für die Arbeitgeber (und deren Personalbüros) wieder Arbeit, Arbeit, Arbeit. Dass den Arbeitgebern das Ausfüllen von Formularen künftig erspart bleiben soll, ist doch nur ein lächerlicher Vorwand. Stattdessen müssen jetzt Monat für Monat für a l l e Arbeitnehmer Fehlzeitstatistiken etc. pp. geführt werden und ggf. sogar wertende Aüßerungen getroffen werden. Das Verfahren gehört sofort verboten, es hätte gar nicht beschlossen werden dürfen. Der Bürger wurde überhaupt nicht über die Tragweite dieser Praktik, die seit 1.1.10 Gesetz ist aufgeklärt. Auch das sollen (müssen)natürlich die Arbeitgeber tun, die kürzlich gewählten Politiker sind nämlich zu feige. Weiß übrigens jemand ob das Urteil vom Verf.Gericht dieser Tage, das die Vorratsdatenspeicherung als verfassungswidrig erklärt hat, sich auch auf den Umfang der Meldepflichten im Rahmen des ELENA-Verfahrens auswirkt? Ich wäre für eine Antwort dankbar.
Chris am 5.03.10 20:40
An Alle, die sich nach unseren demokratischen Regeln wehren wollen : es gibt eine Verfassungsbeschwerde, der sich jeder Betroffene anschließen kann. ( https://petition.foebud.org/ELENA )
Und an das Monitor-Team : Danke, wieder einmal ! Aber warum - wieder einmal - so spät ?
Gruß Frankka
Frank Koziol am 23.03.10 0:56
Die Angst vor Terrorismus, Bürokratie, amtlichen Fehlentscheidungen und Schmarotzern treibt die Menschen dazu diese Überwachungen zu billigen, wenn wir diese Angst abschütteln, werden wir auch keine Angst vor den Folgen haben.
Horacte am 6.07.10 2:35
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MONITOR
Vorwärtsthemen gesucht
Zu Kopenhagen "trägt" die Regierung Umweltschutz, ja, aber der Kaiser hat vielleicht gar nichts an, wenn ein Röttgen, ein Westerwelle, eine Merkel sagen: "Klimapolitik ist Wirtschaftspolitik". Oder auch: "Klimaschutz kann zu einem Wirtschaftsfaktor werden". Denn an der Prämisse, dass ohne Wachstum alles nichts ist, an der halten sie fest. Ende des Wachstums, warum klingt das so unerhört? Warum geraten Regierende geradezu in Panik, wenn die Kurven nach unten gehen? Es wäre doch attraktiv und neu, das Missverständnis aufzuheben, dass Ökonomie immer nur durch Markt, Geld und Zahlen determiniert ist.
Weitere Verweise zu Vorwärtsthemen gesucht
Kommentare zum Eintrag Vorwärtsthemen gesucht
"Warum geraten Regierende geradezu in Panik, wenn die Kurven nach unten gehen?"
Weil sie an nichts anderes glauben können als an das "Recht des Stärkeren" der "freiheitlich"-wettbewerbsorientierten Überproduktion von systemrationalem Kommunikationsmüll - die gleichermaßen unverarbeitete Bewußtseins- und Glaubensschwäche in Angst, Gewalt und "Individualbewußtsein" auf Sündenbocksuche, gepflegt durch den geistigen Stillstand in zeitgeistlich-reformistischer Unwahrheit seit der "Vertreibung aus dem Paradies" (unser erster / einziger geistige Evolutionssprung in die Möglichkeiten der Eigenverantwortung ALS MENSCHHEIT).
"Gott", Schöpfung oder Zentralbewußtsein - die Kraft des Geistes der uns alle im SELBEN Maß durchströmt, und uns in der menschenwürdigen Fusion zu geistig-heilendes Selbst- und Massenbewußtsein zu jeder Problemlösung befähigen würde, wird durch bewußtseinsbetäubende / -spaltende Krücken der Hierarchie in materialistischer "Absicherung" verunstaltet / entmenschlicht / verblödet.
hto am 9.12.09 16:27
Sehr geehrte Sonia Mikich
Jetzt müssen wir mal kritik üben.
Die Frage ist nicht, ob die Menschen Wachstum benötigen oder nicht?
Die Frage sollte lauten:"Was für ein Wachstum die Menschen benötigen?
Stichwort: bessere Ausbildung\Schulen
Eine bessere Bildung für eine bessere Gesellschaft, aber nicht für den Utilismus der Wirtschaft.
Wer drei Sprachen kann, kann sich im Internet auch das Wissen der anderer Nationen aneigen.
Wer eine wissenschaftliche\technologische Ausbildung hat lässt sich nicht veräppeln.
Uns ist es lieber wenn Journalisten einmal zuviel "Populismus" rufen, als einmal zuviel "Innovation".
Warum gibt es keine junge Politiksendung mehr, in den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten?
Junge Menschen sind politisch interessiert!
Ach, noch ein Tipp wie man gegen die industrielle Verdummung mit hilfe des Internet gegensteuern kann.
Selbst ist die Frau\Mann, wenn Sie\Er reparieren kann!
Beispiel:
Hier der Link für Apple do-it-yourself Reparatur:
[Link gelöscht] (nur auf Englisch, but i'm sure you'll figure it out )
Ersatzakkus für Apple:
[Link gelöscht]
MfG
Die Roboter
Stefan Müller am 10.12.09 14:58
Vorwärtsthemen? - Die wesentlichen Dinge sind die altbekannten, ach so wenig "coolen", weil Oberflächlichkeit negierenden Themen der Menschheit: der Umgang mit menschlichen Sehwächen, allem voran die Überwindung des Egoismus, die Entwicklung des Denkens über den eigenen Tellerrand hinaus, kurz, die Rückbesinnung (und Umsetzung!) auf die Bedeutung grundlegender ethischer Werte. Und ganz wesentlich: die Entfaltung der Seele, der Entwicklung des ganzen Potenzials, das in jedem Menschen steckt.
Das allein würde der Menschheit helfen, die Vielzahl der Herausforderungen meistern zu können, von denen das Klimaproblem nur eines ist. Denn auch dieses wird nur gelöst werden können, wenn die beteiligten Staaten ihre Egoismen aufgeben zugunsten von Solidarität.
Der Untergang Babylons ist ein Symbol für alle untergegangenen Reiche und Herrschaften von der Zeit vor Babylon bis heute, und er ist ein Symbol für die gegenwärtige westliche Welt: Selbstüberschätzung bis zur Hybris, exzessive Hingabe an flüchtige Werte, egoistisches, kurzfristiges Denken etc. Mit dem Unterschied, dass heute nicht nur ein "Weltreich" auf dem "Spiel" (ebenfalls ein schöner Vergleich) steht, sondern das Überleben der Menschheit als solcher.
Ende des Spiels?
Grundsätzlich ist der Mensch zu verantwortungsvollem und solidarischem Handeln in der Lage. Unzählige Einzelpersonen haben dies über die Jahrtausende bis heute bewiesen. Die Frage ist nur, ob die "Entscheider" über ihre Schatten springen können. Ob Charakter sich gegen Kurzsichtigkeit, Machtstreben und Gier durchsetzt.
Die Ursachen des Klimawandels in den Griff zu bekommen ist die eine Seite. Hier sind Forschung und politische Einsicht und politischer Wille gefragt. Und hier sind die Medien gefragt, die ganz wesentlich zu einem Umdenkprozess beitragen können. Vorwärts berichten, Perspektiven aufzeigen, nicht immer nur rückblickend kritisieren.
Die andere Seite ist, ob wir darüber hinaus etwas lernen, das in die Zukunft weist, damit die Menschheit nicht ständig im Kreis läuft: den Menschen ganzheitlich zu begreifen und Erziehung und Bildung darauf abzustimmen. Bisher kümmert sich Schule und der Rest des Bildungswesens fast ausschließlich um die rationalen Fähigkeiten, und dies mit steigender Tendenz, wie die Streichung der "musischen" Fächer zeigt. Soziales und ethisches Lernen, vor allem auch als "Erfahrung", findet im Schulleben so gut wie nicht statt. Ebensowenig in vielen gestressten oder bildungsfernen Familien. Und auch außerhalb der Schule wird die Beurteilung eines Menschen auf seine rationalen Fähigkeiten oder seine Leistungsfägigkeit beschränkt, auf seinen direkten materiellen Nutzen. Wen wundert da der Zustand unserer Gesellschaft? Wen interessiert Charakter, wen interessiert Zivilcourage etc.? Sind das nicht unschätzbare Werte?
Will man im Hinblick auf Zukunft von Nachhaltigkeit sprechen, dann geht dies nur auf dem Weg der Erneuerung bzw. Rückbesinnung auf das, was den Menschen von einem rein impulsgesteuerten Dasein emanzipiert.
Neben allen möglichen anderen Vorwärtsthemen halte ich einen neuen Ansatz in Erziehung und Bildung, ein neues (altes) Begreifen von uns selbst für ein zentrales Zukunftsthema. Denn: was wäre der Menschheit bisher alles erspart geblieben...... Und: heute haben wird die Einsicht - und die Möglichkeiten.
Mit den besten Grüßen
Irene Sylvia am 12.12.09 17:45
Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit leben wir in einer Überfluss-Gesellschaft. Während alle Generationen vor uns gegen die Mangelversorgung mit notwendigen Gütern und Dienstleistungen "an-arbeiten" mussten, eröffnet uns die überaus hohe Produktivität der Wirtschaft neue Spielräume, die es positiv für die Menschen zu nutzen gilt.
Eine, wie ich meine, positive Möglichkeit besteht in einem gesellschaftlichen Umdenken und Umsteuern. Weg von der mittlerweile obsolet gewordenen, durch "Industrie-Arbeit" geprägten Produktions-Gesellschaft, hin zu einer "Tätigkeits-Gesellschaft" neuer Ausprägung: einer "emanzipierten Gesellschaft".
Sowohl der nachsorgende Sozialstaat Bismarck'scher Prägung, als auch der seit einiger Zeit propagierte vorsorgende Sozialstaat verkürzen eine durch Automation mögliche Emanzipation auf, wie ich meine, rückwärts gewandte Weise und zwängt den Menschen ohne Not in das Korsett der Erwerbsarbeit.
Individuelle, auch geistige Freiheiten werden über das heute notwendige Maß eingeschränkt. Das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben wird den Menschen teils durch (künstlich geschaffene) wirtschaftliche Zwänge, teils durch Exekutivmaßnahmen des Staats (z.B. Sanktionen bei ALG-II) versagt.
Der "emanzipatorische Sozialstaat" kündigt den heutigen, auf Erwerbsarbeit fokussierten Gesellschaftsvertrag auf und ersetzt den Vertrag durch eine neue, Selbstentfaltung und freiwilliges Tätigwerden der Menschen fördernde Vereinbarung. Ein "emanzipatorische BGE" (Bedingungsloses Grundeinkommen) dient dabei neben anderen Begleitmaßnahmen als wirkungsvolles Werkzeug.
Matthias Dilthey am 15.12.09 18:51
Sehr geehrter Leser!
Heute sehen wir alle was bei Klimagipfel zählt,Geld
nichts anderes ist für die ganzen Länder-Vertreter wichtig.
Das letztens wir alle bald nicht mehr richtig leben
können ist all diesen Leuten nicht klar.Denn das nächste wird sein das der große Hunger kommt und das
bei jedem Volk.Erst ziehen die Preise an und schließlich gibt es so wenig das wir uns gegen seitig umbringen werden für ein Stück Brot.Die Liste
kann man beliebig vergrößern.
Unsere Regierung hat mit Lügen,Verschweigen und verdrehen einen tollen Start gehabt und es geht munter weiter.Unser Volk,speziell die Bildung benötigt Geld und was macht Merkel,sie überweist wie
immer China mehrere Milliarden.Das für einen Staat
der die Menschenrechte mit Füßen tritt,der Fälschungen unterstützt u.s.w.
Frau Merkel hat einen Eid geschworen dieser Eid passt nicht zu dem wie diese "Dame" mit unseren
Steuergeldern umgeht.Sie gibt einem Unrechtsstaat
Milliarden und das jedes Jahr,damit dieses China so
weiter machen kann wie bisher.Sieht man dort noch
ihre alte Einstellung,oder hilft sie damit Großfirmen aus Deutschland. Einer dieser Leute behauptete doch glatt die Milliarden seien für das
arme Volk...Ich fand keine Worte für solch einen
Nonsens.
Die CDU/CSU und die FDP verfahren auch genauso schlampig mit den Banken,jetzt haben die Spekulanten die Milliarden und schon ist wieder alles beim alten.Von den Versprechen die Banken zu
überwachen und und und,sagt Merkel nichts mehr bis
zum nächsten Knall den wir alle wieder bezahlen dürfen,damit die Spekulanten ihre Villen und Vermögen behalten können.Ich glaube diese Leute
lachen doch zu Weihnachten,dass die Regierung so
spurte.Hält da noch jemand die Hand äh Hände auf.
Hatten wir schon einmal.
Ich wünsche ihnen bei Monitor
ein schönes Fest.
Joachim Richter am 16.12.09 23:40
Sehr geschätzte Frau Mikich,
Nach Jahrzehnten maß- und hemmungsloser Verschwendung mit kriegerischen Auseinandersetzungen um Öl und Energie, im Angesicht des Scheiterns der Politik in Kopenhagen und absehbarer Katastrophen und Kriege durch Klimaveränderungen, deren Auswirkungen jetzt schon mehreren künftigen Generationen ein Erbe hinterlassen wird, dass jeder denkende Mensch nur zu gerne ausschlagen würde, wenn er es denn könnte, ist es wirklich Zeit „für ganz neue Maßstäbe für Wohlstand und Wachstum“. Allerdings kann ich die Hoffnung, dass unsere derzeitigen Politiker “Vorwärtsthemen“ zu gesellschaftlichen Diskurse bündeln, nicht teilen. Es sind doch gerade die Politiker, die ohne Unterlass ihr Credo: „Wachstum schafft Arbeitsplätze, Arbeitsplätze schaffen Wohlstand, Wohlstand schafft Konsum, Konsum schafft Wachstum“, nun schon seit Jahrzehnten gebetsmühlenartig wiederholen. Menschen kommen dabei bezeichnender Weise gar nicht vor. Sie sind arbeitende und konsumierende Verfügungsmasse einer Wohlstandsgesellschaft, die, so will man uns glauben machen, „notwendigerweise (?)“ eine Arbeits- und Wachstumsgesellschaft sein muss.
Beide Gesellschaftsparadigmen haben die Tendenz gemein, die Ökonomie als alleiniges Maß von Entwicklung und Fortschritt zu setzen. Schlechterdings scheint eine Zukunft außerhalb von Arbeits- und Wachstumsparadigma kaum mehr vorstellbar. Das Ganze ist das Unwahre, schrieb Adorno, und hat damit Recht, handelt es sich doch um nichts anderes als die sinnwidrige Illusion, dass Wachstum und industrielle Arbeit die Probleme lösen können, die sie weitgehend selbst verursacht haben.
Es gibt sehr viele Gründe, dass diese Leitbilder und damit untrennbar verbunden die unverantwortliche Maßlosigkeit der Arbeits(platz)- und Wachstumsgesellschaft nicht wünschenswert sind. Sie führen zu Ressourcenausbeutung, wachsenden Einkommensunterschieden, zu sozialer Exklusion und Marginalisierung von Teilen der Gesellschaft, zu globaler, nationaler und generationenbezogener Ungerechtigkeit und vieles mehr. Der wichtigste Grund aber ist: sie sind nicht zukunftsfähig!
Hannah Arendt diagnostizierte das schon in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. So wie es nichts schlimmeres für eine Arbeitsgesellschaft gibt, als dass ihr die Arbeit ausgeht, so, möchte ich hinzufügen, gibt es nichts schlimmeres für eine Wachstumsgesellschaft als die Endlichkeit von Ressourcen und zu geringes Wachstum, weil es das Einzige ist, worauf diese Gesellschaften sich noch verstünden. Die Diagnose ist immer noch gültig. Wir verstehen es einfach nicht anders, weil Entwicklung und Fortschritt immer mit Wachstum gleichgesetzt werden, weil nationaler Wohlstand mit der Wirtschaftskraft der Industrie und allgemeiner Wohlstand mit Arbeitsplatz und (Erwerbs-)Einkommen gleichgesetzt werden, und weil schließlich unser Sozialstaat von all diesen Gleichsetzungen abhängig gemacht wurde und wird. Aber, wird sogleich eingeworfen werden, ging es uns dabei nicht gut, sollen wir auf unsere Annehmlichkeiten verzichten?
„Die gute Nachricht ist, dass wir auf unsere Lebensweise nicht verzichten müssen, um die negativen Auswirkungen einer an sich guten Sache ( gemeint ist Wohlstand A.d.V.)zu vermeiden“. „Es ist so als müssten wir uns zwischen dem Genuss eines vorzüglichen Essens und den damit verbundenen Risiken entscheiden. Nein, dieses Essen ist schlecht , und es wäre ein Glück für uns, wenn wir uns von ihm abwenden. Anders leben, um besser zu leben“, schrieb Ivan Illich. Ja, wir brauchen sie mehr denn je, die große Geste, jenseits gängiger Illusionen. Anders leben heißt zunächst auch anders denken. Zum Denken ist ein wenig Abstand und Zeit notwendig und nicht zuletzt Mut. All das müssen und sollten wir uns gönnen. Wohlstand, Entwicklung, Fortschritt sind dann nicht mehr von ausschließlich quantitativem Wachstum zu denken, vielmehr von qualitativem Wachstum. Beispielhaft sei hier Steuerung und Umorganisation des Ressourcenverbrauchs und des Finanzsektors angeführt (ja zur Finanztransaktionssteuer), sodass ärmere Länder das zur Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse notwendige Wachstum erzielen können, während reiche Länder „sparsam“ wirtschaften, möglicherweise auch mit einer Strategie selektiver Wachstumsrücknahme leben müssen.
Der Begriff „Arbeit“ kann ebenso neu gedacht werden. Reichtum wird nicht allein Fabriken hergestellt, sondern in allen Lebensvollzügen. Arbeit ist in all ihren Formen anzuerkennen, als Nicht-Arbeit, als familien- und gemeinschaftlich orientierte, als ökologische, als kulturelle und künstlerische Arbeit, genauso wie als unternehmerische Dienstleistung oder Produktion. Arbeit geht also nicht in Erwerbsarbeit auf, sie ist nicht bloß ein Mittel für Wirtschaftswachstum, genauso wenig wie sie für die Menschen nur ein Mittel des Erwerbes von Einkommen vorstellt. Arbeit und Einkommen lassen sich entkoppeln und dies sollte auch getan werden, wie es z.B. in der Idee eines soziokulturell existenzsichernden bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) implizit gefordert wird. Allein dies könnte uns die Möglichkeit einer Denkpause, des Nachdenkens, wie schon beschrieben, gewähren.
Die Politik des „weiter so“ kann genauso gut eine Politik des „ (mitein-)anders ist möglich“ sein. Der Sozialstaat muss nicht ständig wahlweise ausgehöhlt oder gerettet werden, er braucht einen „Relaunch“ als emanzipatorischer Sozialstaat. Voraussetzung dafür wäre der mündige, anteilnehmende, teilhabende, emanzipierte Bürger.
Wie ?, den gibt es nicht, das ist Wunschdenken, Feiertagsgefasel des Bundespräsidenten.....!
„Wir warten immer noch darauf, dass die Zukunft uns die Vergangenheit wiederbringt“ und „,dass die Automatisierung mehr Arbeit schafft, als sie beseitigt“ spottete Andre` Gorz über die täglich verbreiteten und sehr wirkmächtigen Illusionen in unserer Gesellschaft. Dagegen ist die Vorstellung emanzipierter Bürger in einem sich beständig erneuernden demokratischen Gemeinwesen - wie sie schon in den 70er Jahren d.v.Jhdts. im gesellschaftlichen Diskurs angekommen war – beinahe verblüffend real, ja fast zum Greifen nahe. Möglicherweise sind die Menschen hierin schon weiter als die meisten Experten und Politiker, mit ihren unverbrüchlichen „T.I.N.A“ ( There Is No Alternative- Thatcher) - Glauben, zu erkennen vermögen. Während die Mächtigen und Experten uns, im Namen der individuellen Freiheit, noch mit der profitmaximierenden Geschichte der uneingeschränkten Eigenverantwortlichkeit abspeisen wollen, haben viele Bürger schon erkannt, dass Sie Verantwortung nicht nur für sich, sondern auch für die jetzige und die nächste Generation tragen, dass sie sich engagieren müssen für die Gemeinschaft, für die Gesellschaft. Sie tun das in allen denkbaren Organisationsformen, sie organisieren sich in Initiativen, sie gestalten ihre eigenen Stromnetze, sie gründen eigene Tauschsysteme zum Geldersatz, Ältere organisieren sich in neuen gemeinsamen Wohnformen, Jüngere sind längst nicht so unpolitisch, wie immer kolportiert wird, sie haben schon begriffen, dass ihre Zukunft sich anders gestalten wird.
„Anders leben, um besser zu leben“ ist möglich.Und ja, es ist zu spät Pessimist zu sein.
Bertram Kraus am 19.12.09 18:25
Sehr geehrte Leser,
jetzt ist das große Gerede zu Ende und wie erwartet
hat sich USA und vor allen China blamiert bis auf die Knochen.beide Staaten sind unglaubwürdig.Man bedenke der eine "Rosa-Redner" hat den Friedensnobelpreis bekommen.Wofür eigentlich für sein Gerede um den heißen Brei,oder seine Unverschämtheiten.Man kann ganz genau sehen wer nur
redet und schwammige Sprüche von sich gibt.
Das wir von solchen "Firmensprechern" regiert werden
kann nicht angehen.Denn wer von hier bis zur Wand
nur schaut,sollte lieber in Rente gehen.Aber auch
Systeme wie China dürfen nicht mehr unterstützt
werden,schon gar nicht mit Milliarden von den Steuerzahlern aus Deutschland.Wenn es weiter nicht
geht Handelsbeschränkungen,denn die Fälschungen und
nachgemachten Billigprodukte benötigen weder unsere
Kinder noch unsere Wirtschaft.Siehe Indien solange
ich lebe wird Indien unterstützt,damit die Menschen
zu essen haben.Was aber macht der indische Staat,dieser baut eine Atombombe.Ist ja auch wichtiger als dem eigenem Volk genügend Essen und
Bildung bereit zu stellen.China legt noch eins drauf
es baut auch noch Raketen für den Flug ins All bemannt natürlich.Alles im Namen des Fortschritts
und natürlich des Friedens.Um dann hier in Europa
die Hände auf zu halten.
Wir Bürger werden von Profilsüchtigen Parteileuten
verarscht und voll eingelullt.Siehe auch ZDF,warum
sollen wir mit Gebühren bezahlen,wenn dass ZDF von
der CDU/CSU kontrolliert wird.
Ich bin bitter geworden,denn auch meine eigene Partei ist dafür mit verantwortlich das es den
arbeitslosen Menschen so mies geht,denn die haben
zur Agenda 20 10 auch ja gesagt.Dann kommt die
Bildung die ein Scandal ist in Deutschland.Diese
Liste könnte man bis zu einem Buchumfang aufschreiben,aber man sollte besser aufwachen und
alles,alles sehr kritisch sehen und überdenken.
Die Armut gibt es in Deutschland wieder nur der
Egoismus und der Konsum lässt uns so manches vergessen,aber zu Weihnachten kommt etwas Menschlichkeit.Es wird gegeben und auch an den Nachbarn gedacht.Nur ist dies alles nicht genug,
wir leben alle zusammen auf dem Raumschiff Erde und dieser wunderschöne Planet hat nur begrenzten Platz und begrenztes Wasser und Luft...
Die Erde hat schon einige Massensterben hinter sich und eines sei nicht vergessen,die Erde braucht uns
Menschen nicht,aber wir Menschen brauchen die Erde.
Trotz allem ein nachdenkliches
Fest und ein gesundes Jahr 2010!
J.R.
Joachim Richter Ing. am 19.12.09 21:24
Nun haben wir also das Ergebnis der großen Klimakonferenz: Unverbindliches, nichts Konkretes. Die Hoffnung auf die nächste Konferenz.
Wie Herr Richter sehr richtig moniert, haben die Politiker, die unser aller Schicksal bestimmen, ganz allgemein vergessen, dass sie Vertreter und Diener der Bevölkerung sind, die sie nur noch als "Wähler" wahrnehmen. Für sie ist der Souverän die Wirtschaft, deren allmächtiger Lobby sie Tür und Tor geöffnet haben und sich ihr andienen. In der Folge stecken sie in der mißlichen Lage, ihre Beschlüsse dem Wahlvolk schmackhaft zu machen: durch die Predigt vom Wachstumsmythos, der einzig seligmachenden Wahrheit, die für "alle" gut ist, und daher die Milliarden rechtfertigen soll, die in niedergehende Industrien gesteckt, im Klartext verschwendet, werden.
"Die Politik" wird erst umdenken, wenn "der Wähler" deutlich macht, dass er diese Entscheidungen nicht mehr mitträgt und etwas anderes möchte. Allerdings braucht der Wähler dazu Alternativen.
Hier eröffnet der Beitrag von Herrn Dilthey zum "emanzipatorischen BGE" viele Perspektiven. Denken wir uns doch mal frei:
1. Wachstumsmythos und Massenkonsum
Stellen wir uns vor, jeder Bürger hat ein Einkommen, unabhängig von "Erwerbstätigkeit". Erste Konsequenz: es gibt keine Arbeitslosen mehr. Nächste Konsequenz: der Staat muss keine Industrien oder Konzerne mehr stützen "wegen der Arbeitsplätze". Weiter: fast der gesamte Apparat zur Verwaltung des Mangels fällt weg und setzt ungeheure Mittel und menschliche Schaffenskraft frei. Und - nun kommen wir langsam auch zum Klima - es ist nicht mehr nötig, ständig das Wachstum zu fördern, einen ungehemmten und in weiten Teilen sinnlosen Konsum zu fordern, welcher Rohstoffe, Energie und alles was damit zusammenhängt sinnlos und hemmungslos verschwendet, Berge von Wohlstandsmüll produziert und mit einem desaströsen Preiskampf einhergeht. Man könnte sich wieder auf Produkte und Konsum mit Nachhaltigkeit konzentrieren. Und man könnte innere Leere anders füllen und müßte sie nicht mit Gier kompensieren. Und die Werbeindustrie? Die könnte auch umdenken, sich von ihrer eigenen Hohlheit emanzipieren und andere Themen propagieren, beispielsweise demokratische Bildung unterstützen (s.u.).
Allen denjenigen, die sich noch nicht bewusst sind, wie sehr sie in der Konsum- und Spaßfalle stecken, sei "Brave New World" von A. Huxley empfohlen. Dort gehört exzessives Konsumverhalten inklusive gratis Drogenkonsum zur totalitären Grundausbildung (damit man nicht zum Denken kommt).
2. Human Resources
Stellen wir uns vor, die Menschen können sich aussuchen, was sie „arbeiten“ wollen anstatt in ungeliebte und teils unproduktive Tätigkeiten gezwungen zu werden (man denke nur wieder an die Verwaltung des Mangels). Wieviel Kreativität liegt hier brach, die zu neuen Ideen führen könnte oder die in anderen Bereichen dringend gebraucht wird: alle sozialen Bereiche, die unterversorgt sind und entweder durch überbelastete, schlecht bezahlte Arbeitskräfte oder ehrenamtlich Tätige versorgt werden. Viele würden gerne in diesen Bereichen arbeiten, wenn die Bedingungen nicht so schlecht wären. Jugendarbeitslosigkeit würde der Vergangenheit angehören, die Jugend ohne Perspektive wäre auch Geschichte, sobald der Selbstwert, der Sinn des Lebens und die gesamte Zukunft nicht mehr an einer Arbeitsstelle hängt. Da der Mensch an sich, solange er nicht „verdorben“ ist, kreativ ist, wird diese Vision nicht im Müßiggang von Millionen enden.
3. Demokratie und Verantwortung
Stellen wir uns vor, die Menschen begreifen das Wesen der Demokratie und handeln danach. Momentan ist es doch so, dass wir uns noch immer wie in einem Obrigkeitsstaat verhalten - wir tun das, was angeordnet wird, die „da oben“ werden es schon richten. Klar, dass sich die „da oben“ auch so verhalten, als wären sie die Herrschenden in einem Obrigkeitsstaat. Demokratie bedeutet auch Eigenverantwortung, Nachdenken über Rechte und Pflichten und darüber, dass eine Demokratie nur dann dauerhaft funktionieren kann, wenn die einzelnen Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft sich verantwortungsvoll sich selbst und anderen gegenüber verhalten (dazu gehören auch Umwelt, die Menschen anderer Teile der Welt und das Klima) und wenn die Menschen bereit sind, Verantwortung für den Erhalt dieser Gesellschaft zu übernehmen. Man kann davon ausgehen, dass die Menschen dazu viel eher dazu in einer Gesellschaft bereit sind, die sie als gerecht erleben als in einer Gesellschaft, die sie unwürdig behandelt, in ihnen lediglich einen Kosten-Nutzen-Faktor sieht. Und den nicht ernst zu nehmenden Wähler natürlich.
Und stellen wir uns vor, dass auch die Politiker Demokratie begriffen hätten!
4. Die Verfassung und die Wirklichkeit
Stellen wir uns vor, dass der Leitsatz des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ mehr Wahrheitsgehalt bekäme. Kein Bürger wäre mehr in der entwürdigenden Situation, Bittsteller vor den Behörden zu sein, keiner könnte zu einer unwürdigen Arbeit gezwungen werden, es gäbe keine Gleichen und Gleicheren mehr (Hartz-IV Kinder bleiben von den Segnungen des Kindergelds verschont), es gäbe keine Kinderarmut und keine Altenarmut, und selbst der Grundsatz „Reichtum verpflichtet“, für den sich niemand in der höheren Politik interessiert, wäre ansatzweise umgesetzt.
Diese Vision setzt zweierlei voraus:
- Bildung und Erziehung zu Demokratie. Wie aber sollen die Bürger dieses Landes demokratisch denken und handeln, wenn die Erziehung von Anfang an auf Unselbständigkeit, Anpassung, Nachsagen von Vorgedachtem, Auswendiglernen von Faktenwissen und Obrigkeitsdenken ausgelegt ist, Individualität abgestraft wird, selbständiges kritisches Denken gar den Gang zum Direktor vorzeichnet? Demokratie und Schule sind weitgehend noch unvereinbare Dinge (grundsätzliche Ausnahme: die Montessori-Pädagogik ist demokratisch geprägt). Die Erziehung zum Bürger einer Demokratie beginnt aber bereits in den Windeln, und zwar durch
- Respekt vor der Persönlichkeit und der Würde eines jeden Menschen, auch des Kleinsten, auch des Ältesten. Auch von der Schule, auch von den Behörden, auch von der Politik, auch vom Staat.
Wie ein Gegenwartsphilosoph gesagt hat: man muss die Dinge neu denken. Denken wir doch mal die Wirtschaftsordnung neu. Das emanzipatorische BGE bietet dazu die Gelegenheit.
Frohe Festtage und dann mit Schwung ins Neue Jahr!
Irene Sylvia am 20.12.09 20:57
Fröhliches Weihnachten?
Es löst in mir das blanke Entsetzen aus, dass dieser Blog von gerade mal von acht oder zehn Kommentaren Anerkennung gefunden hat.
Der zu kommentierende Einleitungsbeitrag ist völlig ergebnisoffen formuliert und stellt lediglich eine Aufforderung zu einem Brain-Storming anhand wichtiger, belegter und aktueller Sachverhalte dar.
Ist es Angst, Hilflosigkeit, vorauseilender Gehorsam, Gleichgültigkeit, oder was ist es, dass dieser Blog so wenig Zuspruch findet?
Wenn wir solche "Angebote" wie diesen Blog nicht nutzen, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir alle Freiheiten verspeieln, die wir Menschen auch mit viel Blutzoll seit der Französischen Revolution erreicht haben! So wird das nix mit dem "emanzipatorischen Sozialstaat", der konsequenten Fortsetzung der "Periode der Aufklärung".
Matthias Dilthey am 24.12.09 2:37
Wachstum – Wohlstand
Diese Formel das aus Wachstum sich Wohlstand für alle ergibt – verliert ihre Haltbarkeit. Klimakatastrophe, Weltwirtschaftskriese und eine zunehmende Weltbevölkerung verdichten die notwendigen Fragen nach unserem Lebensstil.
Wir müssen mit der Endlichkeit unseres Lebensraumes rechnen und den Reichtum in Kultur, Bildung und Mitmenschlichkeit suchen. Nur! Glaube ich nicht mehr an die Politik im Allgemeinen. Das Scheitern des Klimagipfels ist ein derber Beweis für die wirtschaftpolitische Kurzsichtigkeit vieler Regierungsvertreter. Geld, Geld, und noch mal Geld.
Mein Vertrauen an diese Volksvertreter ist in Gänze ruiniert. Deswegen gehe ich einen anderen Weg und versuche möglichst viele Menschen mit den „neuen Gedanken“, von einem anderen Lebensstil zu erreichen. Vielleicht lässt sich daraus eine Stimme formen, die dann nicht mehr von Großindustriellen, Lobbyisten und untätigen Abgeordneten einfach mal so überhört werden kann.
Wir müssen diskutieren und unseren Verstand darauf schärfen – und gleichzeitig sollten wir unsere Ideen, Visionen umsetzten in gemeinschaftliche Energieprojekte in neue Schulsysteme in denen neben den klassischen Schulfächern Ökologie unterrichtet wird und damit das Wort Verantwortung für einander ein ganz anderen Wert erhält. Bildung und Erkenntnis könnten nicht länger belächelte Werte einer humanistischen Bildung sein, die einer ökonomischen Bildung eher zweitrangig betrachtet werden, sondern echte Katalysatoren für die Verwirklichung eines neuen Lebensstil sein.
Dabei bin ich mir klar das neue Wege zu gehen nicht immer bequem und amüsant ist sondern oft mit Anfeindung und Nachteilen verbunden ist, dessen gewiss werde ich mit vielen andern gleichdenkenden einen Weg gehen und meinen Mut und Hoffnung aus dieser Gemeinschaft speisen.
In diesem Sinne liebe Grüße Christian
Christian Kleist am 3.01.10 2:38
"Vorwärtsthemen gesucht" - herkömmliche Bewußtseinsbetäubung in gewohnter Überproduktion von systemrationalem Kommunikationsmüll, für die Zeit bis das große Sterben auf der nördlichen Halbkugel beginnt, weil der Golfstrom "doch so plötzlich" abgekippt ist!?
hto am 3.01.10 13:48
Liebe Mitblogger,
ich habe viele gute, ausführliche Gedanken von Ihnen und euch gelesen, schon jetzt vielen Dank für diese Diskussion, die mir und uns so oft fehlt. Ich ziehe jedenfalls Kraft aus Mitmenschen, die ganzheitlich denken und für die der gesellschaftliche Zusammenhalt, ökologisches Bewusstsein, soziale Kompetenz, Fairness Werte sind - immer noch. Eins fällt allerdings auf: kaum Beiträge von Frauen. warum ist das so?
Sonia Seymour Mikich am 7.01.10 12:21
Ich würde mich gerne mich gerne Herrn Kleist als zumindest Ähnlichdenkende anschließen. Liebe Redaktion, deshalb können Sie gerne meine E-Mail Adresse an ihn weiterleiten. Und Herr Kleist (und alle anderen, die sich dafür interessieren)ist gerne eingeladen, sich an "Die Initiative" zu wenden. Vielleicht ergibt sich eine Vernetzung. Ansprechpartner ist Herr Dilthey (s.o.) über die öffentliche E-Mail Adresse info-ini-nbg@bge-portal.de
Liebe Frau Mikich, Sie fragen, warum kaum Frauen sich melden? Ich hätte da drei von vielen anderen möglichen Antworten:
- neulich gab es bei TTT (glaube ich) einen interessanten Beitrag über die "Pink Generation". Spätestens seit den frühen Achzigern werden Mädchen wieder weichgespült und auf die Erfüllung der Erwartungen der Jungs/Männer hingetrimmt. Emanzipation zum Homo Sapiens ist da ausgeklammert. Die Medienlandschaft von MTV bis RTL tut das übrige.
- und ältere Frauen? Viele sind in der Esoterikszene abgetaucht und üben sich in Selbstfindung. Leider auch u.a. eine Folge der nicht stattgefundenen Identitätsfindung.
- Die meisten selbstbewußten Frauen haben sich in der bestehenden Welt eingerichtet, sprich Karriere im System gemacht, das sie daher nicht in Frage stellen.
Es sieht so aus, als wäre dies auch ein beachtenswertes Thema.
Und noch eine Anmerkung zum Beitrag von Herrn Dilthey, der beklagt, dass der Blog so wenig Zuspruch erhält. Die Sendung war am 19. November, der Blog kam am 8. Dezember ins Netz. Ich hatte mit Interesse den Aufruf zum Mitdenken gehört und vergeblich eine Platform für die Ideen der Zuschauer gesucht. Eine solche Platform muss sofort zur Verfügung stehen, denn wer außer ein paar Hanseln schaut nach drei Wochen nochmal nach? Grober Fehler der Redaktion!
Irene Sylvia am 8.01.10 0:14
Wer da glaubt MONITOR wäre nicht auch ein Mittel der systemrationalen Weichspülung, naja, dem ist wohl nicht mehr zu helfen!?
Dieser Blog ist so armselig-symptomatisch angepaßt an den Zeitgeist, wie [Vergleich gelöscht, Die Redaktion], o.ä. Epochen. Gerade beim Thema Klimawandel müßte der wahnsinnige Stumpfsinn / die ignorante Arroganz deutlich werden. "Ökologie und Klimaschutz" sind schwachsinnig, solange nicht das Optimum des menschlichen Geistes in der Realität seine eindeutig-wahrhaftige Wirklichkeit gefunden hat - KLIMAKATASTROPHE nur, weil "Individualbewußtsein" vor geistig-heilendem Selbst- und Massenbewußtsein steht / weil Bewußtseinsbetäubung die Bewußtseinsentwicklung für eine blödsinnige Hierarchie in materialistischer "Absicherung" verhindert.
hto am 8.01.10 11:40
Klasse, dass doch noch jemand im blog ist. Da wir nun, lieber hto, quasi unter uns sind: Sie haben völlig recht, das heutige Denken krankt im Grundsatz an allen Ecken und Enden. Auch ich sehe in grundsätzlich anderer Bildung und Erziehung die einzige Möglichkeit, wirklich etwas verändern zu können. Dazu habe ich mich an verschiedenen Stellen schon geäußert.
Allerdings ist es einfach, sich zu beschweren, schwieriger wird es da schon, konstruktiv zu wirken. Haben Sie Ideen, wie man grundsätzlich ethische, ganzheitliche, die Würde des Menschen in den Mittelpunkt stellende, aufgeklärte, demokratische Tugenden fördernde, sozial denkende Erziehungsarbeit bei Kindern, Jugendlichen, Studierenden, Erwachsenen, insbesondere unserer politischen und wirtschaftlichen Führung voran bringen könnte?
Vielleicht darf ich Sie einladen, sich bei der o.g. "Initiative" zur Förderung demokratischen Bewußtseins zu engagieren? Unter diesem Oberbegriff sind diverse Themen zusammengefasst, u.a. auch das Thema der Emanzipation der Menschen zu verantwortungsvoller Teilhabe am Gemeinwesen. Das entspricht doch Ihrer Denkrichtung, das zu entwickeln, was an geistig-moralischem Potenzial im Menschen steckt, einschließlich der Überwindung egoistisch-kurzsichtigen Denkens.
Noch eine Bemerkung zu Ihrer Kritik an Monitor. Sicherlich haben Sie recht, wenn Sie beanstanden, dass auch dieses Magazin nur an den Symptomen herumdoktert. Das nannte ich einmal den Hinkefuß des investigativen Journalismus. Aber hat nicht das Magazin durch das In-Frage-Stellen des Wachstumsglaubens eine Tür aufgestossen, eine Grundsatz-Diskussion in Gang gesetzt, die nach vorne schaut? Seien wir froh darüber und dankbar, hoffen wir, dass andere nachziehen und dass die wachen Bundesbürger verstärkt über den Unsinn der gegenwärtigen Politik nachdenken und vor allem sich empören und vor allem, lassen wir die Herren Intendanten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens mal darüber nachdenken, wo heutzutage eigentlich noch der demokratisch-rechtsstaatliche Bildungsauftrag im Fernsehen wahr genommen wird. Ein wenig mehr davon und etwas weniger Telenovela würde schon helfen. Bzw. viel mehr davon in einer Telenovela.
Mit aufmunternden Grüßen
Irene Sylvia am 8.01.10 15:17
Solange die Menschen im "gesunden" Konkurrenzdenken des Wettbewerbs (Ursache aller Probleme) um das "Recht des Stärkeren" der "freiheitlichen" Marktwirtschaft FUNKTIONIEREN, bzw. sich mit diesem zu Suppenkaspermentalität auf Sündenbocksuche BILDEN lassen, solange wird der Profit von "Arbeit macht frei" und "Wer soll das bezahlen?" jede Bemühung in Oberflächlichkeit / Dummheit und Konfusion / Ausbeutung und Unterdrückung halten, wo schon längst eine wirklich demokratische Welt- und Werteordnung, auf der Basis eines GLOBAL-bedingungslosen MENSCHENRECHTS von Nahrung, Wohnen und Gesundheit, OHNE Wettbewerb, OHNE REGIERUNGEN, OHNE Steuern, OHNE "Sozial"Versicherungen, OHNE manipulativ-schwankende "Werteordnung", OHNE Zeit- / Leistungsdruck zu einer Karriere von Kindesbeinen, usw., den wahrhaftigen Menschen entfalten könnte - und ich bin ziemlich sicher, daß die Schöpfung bisher nur erahnbare Möglichkeiten des Geistes bereithält!?
Wenn GRUNDSÄTZLICH alles allen Menschen gehört, kann PRINZIPIELL alles gerechter / wahrhaftiger / demokratischer ORGANISIERT werden.
hto am 8.01.10 16:04
Lieber hto,
diese Mechanismen haben wir verstanden. (Auch wenn ich "ohne Regierungen" etwas skeptisch sehe. Mittel- und langfristig.)
aber: Wo bleibt das Konstruktive?
Irene Sylvia am 8.01.10 20:08
Hallo,
bin erst jetzt durch den "Wachstums-Beitrag" von Do. auf diesen Blog gestoßen.
Ja, wo bleibt das Konstruktive? Das ist in der Tat die Frage.
Dazu ein paar Gedanken: Das "Schöne", was die geldgetriebene, kapitaldominierte Marktwirtschaft geschaffen hat, ist die enorm gestiegene Arbeitsproduktivität, von den heutigen perversen Formen einmal abgesehen, ist es im Kern doch ganz schön, dass wir nicht mehr so schuften MÜSSTEN wie frühere Generationen.
Ich meine, da liegt der Ansatzpunkt für alles. Heute sind die materiellen Voraussetzungen gegeben für eine neue Gesellschaft, eine Gesellschaft der frei verfügbaren Zeit (oder "disposable time" wie Marx es genannt hat), in der wir wirklich selbstbestimmt arbeiten und leben könnten.
Doch wie kommen wir dahin? Einerseits ist es richtig in jedem Bereich neu zu denken und zu handeln (dazu ist schon ganz viel Richtiges gesagt worden), andererseits brauchen wir aber auch ein gemeinschaftlich-gesamtgesellschaften Projekt:
faire Teilung von Arbeit und Wohlstand statt Wachstum! Tarifpartner und Politik müssten zusammenwirken, um kürzere Arbeitszeiten zu ermöglichen. Ein Vorstoß von Martin Kannegießer (Gesamtmetall) wies vor ein paar Wochen völlig zu Recht in diese Richtung: Nicht nur Kurzarbeit, sondern dauerhaft kürzere Arbeitszeiten.
So weit erstmal.
Fritz Tiemann
Fritz Tiemann am 9.01.10 13:32
Hoffnungsträger aus Österreich?
In Österreich wird dieses Jahr der Bundespräsident gewählt. Einer der Kandidaten ist Dr. Raimund Bahr (er sammelt z.Z. Unterstützungs-Unterschriften).
Für einen Präsidentschafts-Kandidaten gibt sich Bahr's Internet-Auftritt eher minimalistisch. Dass zumindest Teile der Österreicher "alpenländischer" sind als z.B. die Deutschen oder gar die Amerikaner, liegt in der Natur der Sache. Im Österreichischen Hochgebirge gewinnt "Yes, We Can" eine ganz andere Dimension. Umgeben von schroffen, hohen Bergen und gigantischer Naturgewalten wird auch Angela Merkel's Spruch „Wir haben die Kraft“ als leere, wertlose Worthülse wahrgenommen.
Bahr scheint zu wissen, dass der Mensch in rauem Umfeld, sei es ein klimatisches, politisches oder wirtschaftliches, nicht durch substanzlose Motivations-Sprüche und peppiges Design, sondern nur durch weitsichtiges Handeln längerfristig überleben kann. Bahr: „Nie zuvor war es derart wichtig, seine Augen zu öffnen und zu sehen, welche Konsequenzen unser tägliches politisches Handeln hat.“ Zugleich fordert er den Zugang zu ungeschönten Informationen: „Wir brauchen eine Politik, die den Leuten sagt, was sie in der näheren und ferneren Zukunft erwartet. Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar. Die politischen Vertreterinnen und Vertreter nehmen die Wahrheit immer seltener wahr. Das zerstört unser Vertrauen in die politische Kultur unseres Landes.“
So gesehen stemmt sich Bahr gegen Versuche des politischen Mainstream, unsere Demokratie zu einem „multimedialen Event“ ohne politische Inhalte verkommen zu lassen.
Politische Inhalte bietet Dr. Raimund Bahr reichlich. Jedoch hält er sich nicht mit Kleinigkeiten auf, was als Bundespräsident auch nicht seine Aufgabe wäre.
„Ich bin nicht der Meinung, dass wir immer über ein Armutsproblem in Österreich oder in Europa reden müssen. Meiner Meinung nach haben wir vor allem einen ungerecht verteilten Reichtum. Zu wenige Leute besitzen zu viel Geld und Eigentumswerte. Das ist das eigentliche Problem unserer Gesellschaft“ schreibt Bahr und setzt gleich noch ein Exempel oben drauf: „Eine Aufsichtsbeschwerde beim jeweiligen Bundesland ist die letzte Möglichkeit seinem Recht Geltung zu verschaffen. Ihr ist selten Erfolg beschieden, da Länder die Neigung haben, ihre FunktionärInnen auf dem flachen Land oder in den gebirgigen Tälern zu schützen. Doch das sollte uns nicht daran hindern, dieses Recht einzufordern. Nur so ist der Filz in unserer politischen Bürokratie sichtbar zu machen und medial zu verwerten.“
Von 1981 bis 1991 studierte Bahr Geschichte, Psychologie, Philosophie und Pädagogik in Wien, woran sich von 1991 bis 1993 ein Doktoratsstudium der Geschichte anschloss. Ist es diese breite Bildung, die Dr. Raimund Bahr bei einigen, wie ich meine entscheidenden, Punkten veranlasst, konservative Positionen einzunehmen? An anderen (Bau-)Stellen hingegen tritt Bahr sehr progressiv auf: „Wir dürfen im Kampf um soziale Gerechtigkeit nicht vor dem unvorstellbaren Halt machen.
Wir dürfen nicht aufhören, den Begriff der Arbeit neu zu definieren. Lohnarbeit ist nicht die einzige Möglichkeit produktive gesellschaftliche Arbeit zu verrichten“ sagt Bahr und fordert ein emanzipatorisches BGE: „Ich fordere eine Politik, die nicht Sozialkosmetik betreibt, sondern die Gesellschaft radikal neu denkt, ohne sklavisch am Begriff der Lohnarbeit zu hängen. Nur so, davon bin ich zutiefst überzeugt, wird es uns gelingen unseren Wohlstand zu erhalten bei gleichzeitigem Verzicht auf Wachstumsraten jenseits der drei Prozent.“
Es gibt sie noch, die Menschen, die neue und innovative Konzepte erarbeiten und versuchen, diese auch politisch umzusetzen.
Quelle: http://www.bahrforpresident.net
Matthias Dilthey am 10.01.10 1:01
Das Konstruktive liegt doch ziemlich offensichtlich auf dem fusionierenden Weg der Macht der Straße, OHNE leicht kontrollier- / steuerbare Demonstrationen auf den Plattformen der Profitler, OHNE stumpfsinnige Forderungen an die Institutionen des "freiheitlichen" Systems, OHNE "Demokratie" durch Kreuzchen auf dem Blankoscheck, wobei es mit den / "unseren" Medien wesentlich schneller gehen würde, weshalb der Druck auf die konfusionierten Marionetten der Medienmacher ebenfalls erhöht werden muß!?
meine mailadresse: horos@web.de
hto am 10.01.10 11:47
Okay. Und wie entsteht sie, die "Macht der Strasse"? Dadurch, dass die Bürger über Alternativen informiert werden, dass sie Denkanstöße bekommen, dass etwas Neues diskutiert wird, dass sich ein öffentlicher Wille formiert. Richtig?
Vielleicht möchte auch Monitor dazu beitragen? Oder vielleicht kennt Monitor jemanden, der jemanden kennt, der dies mal im öffentlich-rechtlichen Medium vorstellen und zur Diskussion stellen möchte? Ganz im Sinne des Bildungsauftrags?
Der zweite Weg ist der, der sich erfreulicherweise möglicherweise in felix Austria abzeichnet, dass das Vorbild einer Führungspersönlichkeit neue Maßstäbe setzt. Wen gibt es da bei uns? Er/Sie möge sich melden.
Die Frage nach dem Konstruktiven zielte allerdings auf Konkretes. Auf Ideen, wie dieses "Vorwärtsthema" vorangetragen werden kann. Deswegen auch der Hinweis zur Vernetzung.
Viele Menschen in diesem Land hadern mit den gegenwärtigen Zuständen. Langsam scheint auch Bewegung in diese Gesellschaft zu kommen. Wäre es nicht sinnvoll, die Energie der Empörung, die sich breit macht, konstruktiv zu nutzen für positive Veränderungen, anstatt dass man nur von einer Empörung in die nächste stolpert und alle Energie sinnlos im Empörtsein und in vermeintlicher Hilflosigkeit verpufft?
PS Könnt Ihr nicht mal diese blödinnige Qualifizierungs-Frage weglassen? Ich komme mir fast vor wie bei den "Gewinn"spielen von RTL: welcher dieser Begriffe ist ein Tier: Tisch, Auto, Hund ?????
Irene Sylvia am 11.01.10 19:23
Zu Anfang sei gesagt,ein Beitrag hier sollte verständlich sein,denn es
gibt auch Menschen die kein Abitur haben.
Diese Regierung ist lächerlich,denn jedem ist klar das die Regierung
käuflich ist,aber nicht nur die CDU/CSU/FDP,nein auch die SPD.Denken
sie an einen Schröder,der bei Gasprom einen guten Job bekam für eine
Gasleitung und somit eine Abhänigkeit von den Russen heraufbeschwor.
Ein Gesetz wie jetzt ist so schnell durchgebaukt worden von der FDP,
dass ich mich fragte wie kann das sein.Das gleich nach einer Millionen-
spende an die FDP das Gesetz beschlossen wurde,lässt nur einen Gedanken
zu.
Das ist aber nur ein kleiner Teil der Unrechtspoletik den diese Parteien ausführen gegenüber den Menschen die wenig bis nichts haben.
Bei N24 hat ein gewisser Martin Lindner (FDP) mal wieder über die
ärmsten Menschen gewettert.Zu einem kann es nicht sein das 3,7 Millionen Arbeitslose zu faul sind zu arbeiten.Diskotieren können sie
auch nicht.Aber denken sie und ihre Partei an den Eid den sie geleistet haben.In Deutschland ist der Lobbyismus so groß geworden,
dass man sich fragen muß wer regiert hier wen.
Arbeitslose werden drangsaliert,Politiker die Milliarden versenkt haben gehen frei aus mit fetten Bezügen.Ich persönlich empfinde nach
über dreißig Jahren nur noch Wut gegen diese Leute in Berlin.
Verbrecher aus der DDR können sich sogar in unserer Regierung
verstecken oder im Geheimdienst verstecken.Die anderen Schläger der
Stasi und des MSF ruhen sich mit klasse Bezügen aus,oder schreiben
ein Buch.Aber Hartz4 bekommen diese Verbrecher nicht,dank unserer
Regierung.Auch Spekulanten die nur eilige Geschäfte für ihre Proßente
tätigten werden aufgefangen dank des klasse Staates.
Arbeitslose werden beleidigt,drangsaliert und in merkwürdige Maßnahmen gedrängt,aber nur wegen der Qwoten,denn so gelten diese
nicht mehr als arbeitslos.Ein menschliches Leben ist nicht möglich
mit solch ein paar Euro,zumal noch über hundert Euro einbehalten
werden für die Miete die ja angeblich zu hoch ist.
Diese Regierungen auch die jetzige taugen nichts,denn es wird nur an
den eigenen Geldbeutel gedacht.Natürlich tun dies nicht alle,aber es
müssen gerade die sein die das Sagen haben,denn sonst wäre das was
wir erleben nicht möglich.
H.J.
Joachim Richter Ing. am 19.01.10 10:45
Nun war der Schlagabtausch über den neuen Haushalt und man stelle sich
vor noch mehr Schulden.Zuerst wurde der Bürger zugetextet von unserem
Finazminister Schäuble,der uns auf das Sparen einschwor und auf schwere
Zeiten.Warum frage ich müssen dann noch fünfundachtzig Milliarden Schulden gemacht werden.Damit die "Besserverdiener" endlastet werden
können und die Bürger belastet.Schäuble auch so ein zwielichtiger Geselle aus dem Spendenscandal ist als Finanzminister ungeeignet,denn
null und null ergibt nicht eins Herr Schäuble.Desweiteren hat dieser
werte Herr die Kontakte und die besten Freunde bei den Leuten die die
Beyern Landesbank mit drei Milliarden durch einen Kauf in den Sand sätzten.Nun wird lamentiert von einem gewissen Stäuber der ja unschuldig ist und einigen anderen wohlbekannten Herrn.
Auch die Asse2 wurde kaum angesprochen und das obwohl diese Salzgrube
geräumt werden muß und das wird einige Milliarden kosten.Wer bezahlt
das eigentlich die Atomindustrie.Die wollen doch nur längere Laufzeiten für ihre alten und gefährlichen Atomkraftwerke.Ja aber wohin mit dem Atommüll,wieder in eine Grube die laut Gutachten geeignet ist,wie damals die Asse.Bezahlte Gutachten falsche Gutachten
damit die Atomlobby noch mehr Milliarden verdienen kann,auch für ihre
Anleger und das sind meist Großanleger die nur Profit im Sinn haben.
Zu allen "Schweinereien" spielte unsere gewählten Regierungen mit und
das sind einige Parteien.Alle haben einen Eid abgelegt im sogenannten
hohen Haus.
Ein Wehner und ein Brand würden sich die letzten haare raufen,was aus
ihren vorstellungen und ihrer SPD geworden ist.
Aber unsere Merkel scheint alles nicht zu sehen,oder will nicht sehen
und begreifen.
Der Herr Obama hat unmissverständlich den Banken gesagt das er jeden
Cent wieder haben möchte für das Land.Was unternimmt unsere Kanzlerin
nichts,kein Wort kein nichts.Obwohl wieder Bonis bezahlt werden und
Gewinne eingefahren werden.Deutsche Bank rechnet mit neun Milliarden!
Hochachtungsvoll
H.J.
Joachim Richter Ing. am 21.01.10 0:23
Alle Kritik an der gegnwärtigen Regierung, an der Macht der Lobby, an der mangelnden Integrität, Ethik und Charakter von fast allen Leuten, die dieses Land führen auf welchem Gebiet auch immer, ist wichtig und richtig.
Ich möchte aber noch einmal an das eigentliche Thema erinnern: WAS WEIST IN DIE ZUKUNFT? Dazu ist noch nicht viel gesagt worden.
Einige Bereiche, die dringendst neu gedacht werden müssen:
- Ethische Neuorientierung
- Bildungsinhalte (Faktenwissen versus Menschenbildung)
- welches Menschenbild prägt unsere Gesellschaft und was muss sich daran ändern, damit es als "echte" Grundlage für neue Inhalte taugt
- was macht das LEBEN des Menschen aus (damit es nicht sinnlos in Oberflächlichkeit und sogenanntem Spaß und sinnlosem Konsum verpufft. Damit es nicht von Profitgeiern für ihre Zwecke mißbraucht werden kann. Oder von Bürokraten als Rechtfertigung ihrer armen Existenz.)
- Hinterfragung unserer Gesellschaft (was sind unsere Ziele, wie demokratisch ist unsere Demokratie, was läuft grundsätzlich schief und warum)
- Freiheit und Verantwortung
- Religion: haben wir sie wirklich verstanden? Oder wollen uns die Schriften nicht doch etwas ganz anderes sagen, als es bisher interpetiert wurde? (Ganz wichtig für die Definition von Mensch und Gesellschaft!)
- Ist unsere Wirtschaftsordnung noch zeitgemäß?
- Warum lernen wir nicht aus Geschichte?
- Warum lassen wir so viele Verletzungen von Grundrechten zu?
- Warum ist unser Wertesystem und unsere Wirtschaft nach Geld und Profit als oberstem "Wert" ausgerichtet, warum ist alls andere nachrangig, und was sind die Folgen?
Beispiel: Der Waffenexport von Kleinwaffen nach Afrika, der die Bürgerkriege erst möglich macht und Hunderttausende Menschenleben gefordert hat wird von Politikern gerechtfertigt mit "Arbeitsplätzen" und "Steuereinnahmen". Und zwar gerade von Politikern der "christlichen" Parteien!!!!! Da stehen die Werte auf dem Kopf!
- ......
- ......
Die Themen umfassen alle Bereiche der Gesellschaft und des Lebens. So sind auch Vertreter aus allen diesen Bereichen gefragt, aktiv zu werden.
Wer fängt an, in seinem Bereich solche Fragen aufzuwerfen - wo sind die Dozenten, die sich mal grundsätzliche Gedanken machen und in ihr Gebiet ethische Aspekte einbeziehen - wo sind die Arbeitgeber und Personalchefs, die ihre Mitarbeiter wieder als Menschen wahrnehmen - wo ist die Verwaltung, die alle ihre überflüssigen und menschenverachtenden Vorschriften und Denkweisen über Bord wirft (wie das gehen könnte, siehe * unten) - wo sind die Eltern und Erzieher, die unsere Kinder als wertzuschätzende Persönlichkeiten erziehen, die verantwortungsvoll mit ihrem Leben umgehen - wo sind die Menschen, die den Erziehenden Denkanstöße und Entwicklungsmöglichkeiten geben - wo sind die Menschen, die auch religiöse Traditionen in Frage stellen und auch die Bibel "neu" denken - ........
Sie mögen sich melden!
Nur das, was mit ETHIK vereinbar ist, wird uns voran bringen, egal auf welchem Gebiet.
*) „…Nehmt den Verwaltern der Menschen die Macht über diese Menschen, indem die Leistungen, die sie erhalten, nicht als Gnade gewährt werden, sondern als ein Recht angesehen werden, das jeder ganz selbstverständlich hat. Damit ist das gesamte ARGE-Überwachungs- und Restriktions-Problem von "Wahrsprecher" gelöst. - Richtig, ich bin wieder beim BGE. Das ist tatsächlich für vieles zu gebrauchen. Mehr Menschenwürde, mehr Grundgesetz, mehr Demokratie, weniger Behördenwillkür, weniger Bürokratismus.“
Zitiert aus Monitor Forum zu „ELENA“ 8.1.2010
Irene Sylvia am 24.01.10 20:17
Sehr geehrte Bürger,
seit Parteien an der Macht sind die nur sich und die großen Firmen,wie auch besser verdienende "Bürger"im Sinn haben,geht es Abwärts mit unserer
Demokratie.Den Wählern wird etwas versprochen was
noch nie eingehalten wurde (Hauptsache man wurde gewählt)um dann so zu handeln wie es der Partei,oder besser den "Großen" gefällt.
Wie kann es sein das ein Wahlbetrüger nach Deutschland kommt und mit einer halben Milliarde
zurück fliegt.Das einzige was dieser "Präsident"
gegeben hat sind Versprechen die seit acht Jahren
nicht erfüllt werden.Warum auch es lässt sich doch
gut leben mit dem Geld der Deutschen.Wir dürfen dank
der Kanzlerin dafür gerade stehen,denn diese "Dame"
braucht sich um Fehler nicht zu scheren,denn ihr
Lebensabend ist so oder so gesichert und dafür bezahlt diese "Kanzlerin" noch nicht einmal.
Den kleinen Leuten geht die Luft langsam aus,was
schert dass der CDU/CSU,nichts.Wir haben doch Riester,wie sie aber die Beiträge zusammen bekommen
ist etwas anderes,besonders als Arbeitsloser.
Wenn diese Leute schon lange nicht mehr sind dürfen
unsere Kinder noch für die Fehler und die Schulden
bezahlen.
Nun kommt noch die GEZ und möchte außer den zehn
Milliarden für ein schlechtes Programm,noch mehr Geld haben,aber fürs Internet.Ist es nicht schon ein Scandal das sich die Regierungspartei ins ZDF
einmischt.
Ein Gesundheitsminister will eine Kopfpauschale,ja
kann dieser nicht rechnen.Es wäre ganz einfach,die
Konzerne dürfen keine Preise mehr festlegen,sondern müssen diese Aushandeln.Wir hier in Deutschland haben in fast jeder Straße eine Apo und jede will
muss verdienen,die zahl der Apos muss begrenzt werden.Die Krankenhäuser müssen sich nach Richtlinien richten.Wir haben hier in Deutschland
die teuerste Krankenversorgung,aber auch die schlechteste.Hier sterben Menschen tausende pro Jahr durch Fehler der Ärzte und der Krankenhäuser,
aber verantworten will es keiner,obwohl die versichert sind und auch nur Menschen sind.Menschen machen nun mal Fehler auch Ärzte.
Dies wären ein paar Beispiele um Kosten zu senken,aber keiner denkt daran,denn man kann sich mit dem Deutschen Krankensystem dumm und albern
verdienen.Die Hände werden überall aufgehalten,denn wir können ja bezahlen und bekommen miese Zweiklassenversorgung.
Als ein Schröder die Agenda 2010 einführte musste dieser die eigene SPD erpressen mit seinem Rücktritt und die CDU/CSU und die FDP wetterten um die Wette.Diese wollten die Agenda (Hartz4) auch wieder kippen,wenn sie an die Macht kämen.Was wurde gemacht nicht.Aber Frau Merkel erzählte über die Jahre:"Der Aufschwung kommt beim Bürger an."
Damit hat sie sich doch lächerlich gemacht.
Über diese "Kanzlerin" sollte man ein Buch schreiben.
Joachim Richter Ing. am 2.02.10 10:36
Sehr geehrte Leser,
Herrn Westerwelle ist wohl die Regierungsbank zu Kopf gestiegen,anders
sind seine Aussagen über Hartz4 Menschen nicht zu erklären.
Was bildet sich dieser "Mensch" eigentlich ein,hat er dass Sagen der
Regierung,oder hat er etwas verwechselt nämlich er ist Außenminister
und einer Arbeitsministerin scheint sich ja hinter Westerwelle zu stellen denn sie schweig zu seinen Tiraden.
Man sollte sich fragen was diese Regierung menschlich wert ist,denn es
gibt nun mal Armut in unserem Lande.Die Hartz4 Menschen werden immer
herangezogen,wenn irgend jemand nicht mehr weiter weiß.Wie dumm muß
man sein solch einen Nonsens zu vertreten Herr Westerwelle.
Des weiteren können nicht über sechs Millionen "Faule Schw...." sein.Natürlich wird es immer einige Menschen geben die mit Hartz 4
zurecht kommen,da ist aber meist etwas anderes gegeben und in der
Psychologie zu suchen.
Denken sie erst Herr Westerwelle,
bevor sie reden...
J.Richter
Joachim Richter am 15.02.10 20:01
WO BLEIBT EUER ( ABGESETZTER ) Bericht über GEO-Engineering ( ChemnTrails ).
Dies zeigt, daß hier etwas im großen Stil verschwiegen werden soll, was ich selbst bereits festgestellt habe.
Hier geht es zur PETITIONs-Anfrage im Deutschen Bundestag.
Haben Sie so sehr die Hosen voll?
"Mit was müssen Sie rechnen, wenn Sie über die Wahrheit berichten?" fragen sich die Bürger dieses Landes.
Kein Einsatz von GEO-Engineering über Deutschland:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=9847
F. Hermann am 14.03.10 16:55
Ich möchte beipflichent:
Zitat:
"Es löst in mir das blanke Entsetzen aus, dass dieser Blog von gerade mal von acht oder zehn Kommentaren Anerkennung gefunden hat.
Der zu kommentierende Einleitungsbeitrag ist völlig ergebnisoffen formuliert und stellt lediglich eine Aufforderung zu einem Brain-Storming anhand wichtiger, belegter und aktueller Sachverhalte dar.
Ist es Angst, Hilflosigkeit, vorauseilender Gehorsam, Gleichgültigkeit, oder was ist es, dass dieser Blog so wenig Zuspruch findet?
Wenn wir solche "Angebote" wie diesen Blog nicht nutzen, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir alle Freiheiten verspeieln, die wir Menschen auch mit viel Blutzoll seit der Französischen Revolution erreicht haben! So wird das nix mit dem "emanzipatorischen Sozialstaat", der konsequenten Fortsetzung der "Periode der Aufklärung"."
Marco am 12.04.10 15:09
Ich möchte nur beipflichten:
Zitat:
"Es löst in mir das blanke Entsetzen aus, dass dieser Blog von gerade mal von acht oder zehn Kommentaren Anerkennung gefunden hat.
Der zu kommentierende Einleitungsbeitrag ist völlig ergebnisoffen formuliert und stellt lediglich eine Aufforderung zu einem Brain-Storming anhand wichtiger, belegter und aktueller Sachverhalte dar.
Ist es Angst, Hilflosigkeit, vorauseilender Gehorsam, Gleichgültigkeit, oder was ist es, dass dieser Blog so wenig Zuspruch findet?
Wenn wir solche "Angebote" wie diesen Blog nicht nutzen, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir alle Freiheiten verspeieln, die wir Menschen auch mit viel Blutzoll seit der Französischen Revolution erreicht haben! So wird das nix mit dem "emanzipatorischen Sozialstaat", der konsequenten Fortsetzung der "Periode der Aufklärung".
Matthias Dilthey am 24.12.09 2:37"
Marco Hebestadt am 12.04.10 15:15
Lieber Marco,
es ist schön, dass Sie dem Beitrag beipflichten. Und was ist nun Ihre Idee?
Liebe Redaktion,
für einen Überblick eine kurze Zusammenfassung der Themen der Ideen und Vorschläge:
Ganzheitliche Betrachtungsweise
Rückbesinnung auf ethische Grundlagen der Gesellschaft
Schritt hin zu einer emanzipierten Gesellschaft
emanzipatorischer Sozialstaat mit emanzipatorischem BGE
Heraus aus dem Wachstumsirrlauf und der Wachtstumshörigkeit
Anders leben, anders denken
Neudefinition des Begriffs Arbeit
Forderung des mündigen Bürgers, de seine Verantwortung dem Gemeinwesen gegenüber sieht
Aufwachen aus der Apathie
demokratische Bildung und Erziehung
Selbst-Organisation der Bürger in gemeinsamen Projekten, ohne auf den Staat zu warten
mehr Selbstbewußtsein für Frauen
selbstbestimmt leben und arbeiten
Thema Korruption und Lobbyismus in der Politik
Die Tendenz derer, die überhaupt eine Idee hatten, ist wohl eindeutig.
Machen Sie etwas daraus? - Oder wurde das halt mal so geschrieben, und das war's auch schon? Und der Blog wurde zur Farce?
Mit banger Hoffnung
Irene Sylvia
Irene Sylvia am 21.04.10 23:02
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MONITOR
600x MONITOR...
...und eine Liebeserklärung an mein grandioses Team... Ungefähr 15x im Jahr erscheint MONITOR, in den vier Jahrzehnten seit Gründen addieren sich die Ausgaben auf die Zahl 600 - nicht gerade eine symbolisch besetzte, bedeutungsschwere Zahl. Das Beste, das ich bei der Schnellsuche im Internet fand: im Jahr 600 begannen die Perser Windmühlen zur Bewässerung einzusetzen.
Weitere Verweise zu 600x MONITOR...
Kommentare zum Eintrag 600x MONITOR...
Sehr geehrte Sonia Mikich und MONITOR-TEAM (und die neue im Team Sabine Böhmer)
Auch das "Signal" des Foto wird verstanden!
"Wenn Fotos sprechen!"
Zitate von Abraham Lincoln :
1. "Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht."
2. "Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber ALLE Leute ALLEZEIT zum Narren halten kann man nicht."
MfG
Unser Fehnseher ist ein MONITOR
Die Roboter
Stefan Müller am 19.11.09 15:13
NICHTS TUN IST BESSER ALS MIT VIEL MÜHE NICHTS SCHAFFEN. (Laotse)
hto am 19.11.09 16:21
Ein Bär, ein Löwe und ein Schwein treffen sich.
Der Bär sagt: "Wenn ich brülle, zittert der ganze Wald vor Angst."
Der Löwe sagt: "Wenn ich brülle, zittert der ganze Dschungel vor Angst."
Darauf das Schwein: "Ha, ich brauche nur zu husten und der ganze Planet scheißt sich in die Hose!"
Erika Bosch am 19.11.09 21:56
Liebes Monitor-Team,
danke für die Info zu der rechten Nazi-Szene in Dortmund. Es ist kaum zu glauben mit welchem Desinteresse der Dortmunder Polizei-Präsident auf die rechte Szene und deren Angriffe auf Personen und Sachen reagiert.
Man müsste ihn mit einer Untätigkeitsklage belangen. Angeblich liegen keine Erkenntnisse vor, so seine Äußerung, gleichzeitig weiß er aber, dass der Sohn der mutigen Dortmunderin in linken Kreisen verkehrt. Auch die fatale und falsche Gleichsetzung von Rechts und Links wird hier wieder einmal reproduziert. Auch durch Wiederholung wird sie nicht wahr.
Der Polizei-Präsident könnte sich an dem Beispiel in den neuen Bundesländern orientieren. Ideen gibt es, man muss es wollen!!
Ist dem Polizei-Präsidenten nicht klar, welche Ausmaße dieses rechte Gedankengut haben kann?
Mit freundlichen Grüßen
Takla Makan
Takla Makan am 19.11.09 22:29
Sehr verehrtes Team von MONITOR,
vielen vielen Dank für die WIRKLICH engagierten Beiträge in all den Jahren- auch wenn man manchmal verzweifeln könnte, dass sie oft so wenig zu bewirken scheinen, sie sind wichtig und die Sendung immer viel zu kurz aber man ist auch immer froh, dass jemand so vehement die Finger in die Wunden legt......
Wie schön, dass wir ein freies Land sind und solche Sendungen möglich!
Ich freue mich schon auf die nächsten 600 interessanten Sendungen!
Herzliche Grüsse
Kritiga am 19.11.09 22:39
Sehr geehrte Sonia Mikich und Monitor-Team,
zunächst herzlichen Glückwunsch zur 600. Sendung!
Ich bin der Überzeugung, dass Sie - trotz der beschämend kurzen Sendezeit, die Ihnen gegeben wird - sehr gute journalistische Arbeit leisten und auch viel bewegen, auch wenn dies zunächst nicht sichtbar ist.
Vielen Dank!
Machen Sie weiter so!
der bilderwolf
bilderwolf am 19.11.09 23:37
Liebes Monitor-Team,
wir danken Ihnen für Ihre engagierte Berichterstattung und Ihre Hartnäckigkeit. So können wir in Diskussionen mit Kolleginnen und Kollegen, FreundInnen und Familie immer wieder auf Ihre Berichte verweisen. Uns tut es gut, ganz gezielt Ihre Sendung zu schauen und damit zu wissen, dass unsere GEZ-Gebühren noch einen Sinn haben.
Wir wünschen Ihnen mehr Sendezeit!!!
Gaby und Dirk aus Bielefeld
Gaby Tegeder am 20.11.09 12:03
Sehr geehrte Sonia Mikich und an das Monitor-Team,
der Beitrag über Klimaschutz vom 19.11.09 war von Falschinformationen gespickt.
Der Eisbär ist NICHT vom Klimawandel gefährdet.
Die Finanzkrise hat NICHTS mit dem Klimawandel zun tun.
Das CO2 ist ein nützliches Spurengas mit 0,036% Anteil in der Luft.
Der Mensch ist für ca.2% des CO2 Eintrages verantwortlich.
Der Mensch ist für 0,02°C für die Klimaerwärumg verantwortlich.
Die Sonne bestimmt das Klima und es ist Ihre unerträgliche Propaganda, dass der Mesnch einen maßgeblichen Einfluß darauf hätte.
Falls Sie Nachhilfe in Physik benötigen, stehe ich und andere kompetente Personen und Institutionen Ihnen gerne zur Verfügung.
Stoppen Sie SOFORT diese Volksverdummung,
recherchieren Sie die Gegenmeinungen zum Thema.
Es gibt kein KLIMAKOLLAPS.
Ich will keine politisch korrekte Hofberichtserstattung!
Der Mensch kann das KLIMA nicht schützen.
Sie machen sich zum Lakaien der politischen Führung.
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard.Schweickhardt
Gerhard Schweickhardt am 20.11.09 13:22
Hallo, Frau Mikich, mein Vorschreiber dokumentiert in ganz einfacher Weise das Problem: Was wir nicht sehen wollen, gibt es nicht!
Ich bin Mitglied einer Bürgerintiative gegen vier (!!) neue Kohlekraftwerke in Brunsbüttel - ein ökologischer Wahnsinn - den die Lokalpolitiker ausblenden (bei Verantwortlichen in den Konzernen und ihrer Lobbys in der Politik gilt das womöglich nur eingeschränkt). Aber auch die Betroffenen wollen vielfach nichts wissen von den Folgen für das Klima und ihre Gesundheit. Mich interessiert brennend, welche Mechanismen wirksam sind, damit die Vernunft ausgeschaltet wird! Sicher: Denken ist ein Risiko, aber Nichtdenken führt in die Katastrophe!
Freundlich grüßt
Christine Weber-Herfort
Christine Weber-Herfort am 20.11.09 13:41
@Christine Weber-Herfort
Es sind die bewußtseinsbetäubenden / konsumautistischen Mechanismen der gepflegten Glaubens- und Bewußtseinsschwäche im "gesunden" Konkurrenzdenken des "freiheitlichen" Wettbewerbs wirksam, damit die zeitgeistliche Hierarchie in materialistischer "Absicherung" auch weiterhin die systemrationalen Illusionen des geistigen Stillstandes seit der "Vertreibung aus dem Paradies" als einzig vernünftig aufrecht erhalten - die Vernunft war also schon immer ausgeschaltet, bzw. auf die Vernunftbegabung des "Einzelnen" reduziert, auch der Typ Christus konnte dies allein nicht ändern!?
hto am 20.11.09 14:55
Herzlichen Glückwunsch Monitor - vielen Dank für die vielen informativen, kritischen Beiträge in der Vergangenheit.
@Gerhard Schweickhardt: Selbsternannte Fachleute (deren Diktion und Orthografie gerade mal bis zum Tellerrand reichen) beharren wutschnaubend auf der Richtigkeit IHRER auf Halbwissen und bequemen Spekulationen basierenden Theorien, um weiterhin selbstgefällig vor sich hinzumüllen... nach ihnen die Sinflut. Da drängt sich mir nicht nur die Parallele zur Finanzkrise und den "Finanzsachverständigen" auf, auch "die Banane" von Prof. Dr. Milinski lässt mich nochmal schmunzeln - und an Sie denken, Herr Schweickhardt.
André B. am 20.11.09 21:12
Liebes Monitor Team,
danke fuer eine der besten Sendungen die ich kenne und danke dafuer dass man sich die Sendung auch z.B. im Ausland online ansehen kann!!!
Aus dem Brief von Sonia Mikich schliesse ich dass sie ein sehr gutes Team bilden und gute Arbeit kann es nur in einem guten Team geben. Sie koennen sich also alle gluecklich schaetzen!
Sabine am 3.12.09 23:32
Der Dipl.-Ing. Schweickhardt hat leider Recht, Er hat Argumente und sachliche Richtigstellungen beigetragen, und die Bitte geäußert, doch mal Zivilcourage zu zeigen. Die Antwort besteht aus Schähungen und Verleumdungen. An die die das alles so gut wissen (oder besser glauben): Setzen Sie sich BITTE mit den andersgäubigen sachlich auseinander. Die Dummen sind nicht immer die anderen, sondern die, die sich für Wissend halten.
Einen Zugang zur Wahrheit finden Sie unter www.InSerKS.de
Gruß, Johannes
Johannes Naumann am 8.01.10 22:16
Schön, dass sich monitor seiner eindeutigen politischen Ausrichtung treu bleibt. Es ist das Politmagazin schlechthin, das für eine starke linke Stimme im Land steht. Eine Stimme gegen den Neoliberalismus und für politische Korrektheit.
Herzlichen Glückwunsch monitor!
Sigmar Richard am 25.02.10 22:36
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MONITOR
Die Steuer zum Anfreunden
Kein guter Tag für den Sozialstaat, kein guter Tag für das eigene Portemonnaie. Die Steuereinnahmen gehen - nach Finanz- und Wirtschaftskrise mit den Folgeerscheinungen - drastisch zurück. Leider spricht unsere neue Regierung angesichts der vielen Milliarden Miesen auf dem Staatskonto erstaunlich widersprüchlich. Die einen warnen vor der übereilten Steuerreform, die anderen wollen die Bürger schnellstmöglich entlasten, ein paar Steuergeschenke gibt es (nicht immer für die Richtigen), Ausgaben sollen aber auch gekürzt werden. Naja, und dann noch vielleicht eine PKW-Maut. Und so weiter, und so wirrer.
Weitere Verweise zu Die Steuer zum Anfreunden
Kommentare zum Eintrag Die Steuer zum Anfreunden
Sehr geehrte Sonia Mikich und MONITOR-TEAM (und die neuen im Team + Hilde Frings, Markus Zeidler)
Wir haben das "Signal" verstanden!
Jetzt müsst ihr nur noch 15 Minuten Sendezeit erkämpfen, die euch gestrichen wurden!
Und jetzt zum Blog Eintrag.
Die Idee der Tobin-Steuer ist gut,ja, ABER Wir haben immer noch die selben PolitikerInnen die die Krise mitverantworteten.
Beispiel:
Die Bundesregierung nimmt mit der Tobin-Steuer ca.: 27 Mrd.€ ein, die HRE braucht in ca.: 6 Monaten 20 Mrd € stütze.
(natürlich nach der NRW-Wahl)
Wir brauchen kein Schattenhaushalt, was wir brauchen ist ein Sozial-Steuer-Schnellkochtopf.
Soll heißen:
Die Tobin-Steuer muss verklauseliert werden , damit das eingenommene Geld auch dahin gehen wo es hingehört.
MfG
Politiker werden ist nicht schwer
Ein Vorbild sein dagegen sehr
Die Roboter
Stefan Müller am 5.11.09 21:10
Die Transaktionssteuer wird seit langem diskutiert.
Und die Diskussion sollte in die breite Öffentlichkeit: Am besten, jede Sendung daran erinnern und neue Befürworter finden.
Die Konservativen sind noch dran und die Deregulierungsbefürworter neu hinzugekommen.
Warum baggert man nicht einfach die Kirchenvertreter an, von denen viele zum konservativen Wählerspektrum zählen? Die Kirchen sind sehr aufgeschlossen für diese Form der gesellschaftlichen Verantwortungsbeteiligung, genauso wie sie für den Investivlohn waren - und das seit vielen Jahrzehnten.
Wir sollten Verbündete sammeln! In diesem Sinne
Manfred Gabler, (Bayerischer)Religionslehrer
05.11.09, 22.25 h
Manfred Gabler am 5.11.09 22:26
Liegt denn die deutsche Negierung der Tobin Steuer an der Bankenlobby oder kennen die Politiker diese Möglichkeit zu wenig? Ich verstehe nicht, warum die Opposition das nicht ins Feld führt. Woran liegt das?
Und was ist mit verklauseliert gemeint?
Freundliche Grüße
clh am 5.11.09 22:33
die Transaktionsseuer ist schon lange ein Thema nicht erst seit der Bankenkriese.
Alle wissen was zu tun ist. Die Abhängigkeit der Parteien von der Großindustrie und den Banken wird alles verhindern.
Noch schläft der Bürger aber die Linken werden stärker werden.
Frau Merkel wird immer unglaubwürdiger.
Ehrlichkeit ist ein Wort welches die Politiker nicht kennen.
Bleiben sie weiterhin kritisch auch wenn ich mich bei jeder Monitorsendung aufregen muß.
Dieter Pfister
Dieter Pfister am 6.11.09 6:02
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich finde es bedauerlich, dass die Kampagne "Steuer gegen Armut", die seit dem 17.10. in Deutschland läuft, mit keinem Wort erwähnt wurde. Sie vereint eben nicht nur Experten und NGOs, sondern auch die beiden Kirchen und Gewerkschaften in dem Bestreben, die Sache voranzutreiben. Siehe www.steuer-gegen-armut.org
Aber Danke, dass Sie das Thema weiter bekannt gemacht haben.
Jörg Alt SJ
Jörg Alt am 6.11.09 8:47
Sher geehrtes MONITOR-Team,
ich befürworte eine Transkationssteuer. Der normale Bürger hat es nicht zu verantworten, das die Banken sich so verspekuliert haben und durch milliardenschwere Staatshilfen gerettet werden müssen. Aber WIR sollen dafür zahlen?! In meinen Augen ist das ein schwerstwiegender Verstoß gegen die Prinzipien des Sozialstaates. Der Bürger wird immer und überall gemolken: Mehrwertsteuer, KFZ-Steuer usw., die zu allem Überfluss auch immer noch ansteigen werden, denn dank der Bankenkrise und Rettungspaketen ist ja kein Geld da! Und das muss sich der Finanzminister ja irgedwo wieder zurückholen!
Mein Appel an die Politik: Belasten Sie diejenigen, die diese Krise zu verantworten haben - und das ist nicht der kleine Bürger.
Tobias K. am 6.11.09 12:49
Jede Steuer ist eine Zeichen unserer leichtfertigen Kompromissbereitschaft zu Dummheit von Suppenkaspermentalität auf Sündenbocksuche in "WER SOLL DAS BEZAHLEN?", wo ein BEDINGUNGSLOSES MENSCHENRECHT auf Nahrung, Wohnen und Gesundheit, mit allen daraus MENSCHENWÜRDIG resultierenden Konsequenzen, eine grundsätzliche und prinzipielle Gerechtigkeit ohne Zweifel bringen würde.
hto am 6.11.09 12:53
:shock: Gibt es etwa in der neuen Koalition Volksvertreter, die nicht den Willen ihrer Wähler vertreten, sondern den ihrer Partei und anderer Lobbyisten?
politik-web am 6.11.09 13:09
Hoffentlich haben sich die Steuerschätzer nicht sehr verschätzt. Denn was sich im nächsten Jahr bei den Steuererklärungen für 2009 so an Unerfreulichem für den Fiskus ergeben wird. Überraschung, wird man rufen. Aber eigentlich ist es keine, wenn man die Wahrheit nicht verdrängt.
Die Sache mit dem Aufschwung durch ESt Steuersenkung ist ein alter Hut, wird nicht klappen. Und das beim Bürger eventuell frei werdende Geld ist ja von den Gelben schon für die private Versicherungswirtschaft fest eingeplant. Und um staatliche Einnahmen zu gerieren, wird alles abgegrast werden, was nur irgend geht. Und möglichst alles, was nicht den Namen Steuer trägt. Nämlich Gebühren und Abgaben.
Alte und neu erfundene. Und nach der Wahl in NRW wird der Giftschrank geöffnet.
Die einzige Hoffnung sehe ich noch darin, dass die Kommunen auf die Barrikaden gehen. Denn die sind fast noch mehr betroffen als der einfache Steuerbürger.
Elsbeth am 6.11.09 15:14
Sehr geehrtes Monitor-Team,
für mich eine Ungeheuerlichkeit: Die Verursacher der Krise tragen nichts zu deren Bewältigung bei. Ebenso ungeheuerlich: Politiker protegieren offenbar die Banken. Wenn das Thema Beteiligungs-Zahlungen zur Sprache kommt, leiern Politiker oft nur Phrasen und unverbindliches Gerede herunter. Dann herrscht wieder Sendepause und nichts geschieht. Was steckt dahinter? Lobbypolitik? Günstlingswirtschaft? Offensichtlich. Begreifen die Verantwortlichen denn nicht, dass sich so die Gesellschaft immer weiter spaltet? Ein kleiner Teil greift ab, der Rest bezahlt. Das ist Gift für den Volksfrieden. Wie lange leistet sich die Politik diese Vorgehensweiße noch? Oder arbeitet sie an Lösungen? Dann sollte sie das schnellstmöglich kommunizieren. Die Menschen brauchen Erklärungen, keine Inhaltslosigkeiten.
Auch die von Bundespräsident Köhler in einer Rede geforderte Selbstreflexion der Banker findet nicht statt. Untertauchen, totschweigen, aussitzen – so das augenscheinliche Vorgehen der Geldwirtschaftler. Nebenbei verdienen einige Geldinstitute wieder Milliarden und Banker kassieren fette Boni. Eine Finanztransaktions-Steuer ist überfällig. Die Politik ist gut beraten, sie einzuführen. Denn keiner weiß, wie lange die Bevölkerung derartige Missstände noch duldet.
Zum Schluss eine Bitte an Monitor: dranbleiben!
Volkmar J.
Volkmar J. am 6.11.09 18:23
wie sollen die regierenden Parteien nach den vielen Millionenspenden der Banken besonders für CDU/CSU und FDP Ihre "Spendenkuh " zähmen oder gar schlachten?
Frage haben sich die Politiker von den Banken bestechen lassen in Ihrem Sinn zu handeln?
Wir reden von Bestechung bei Siemens etc.
Was ist mit den Banken und ihre Einflussnahme durch Spenden und kostenlose Berater.
Peter Wulf am 6.11.09 18:58
Sehr geehrtes Monitorteam,
mich würde interessieren was sich hinter dem Steuersatz 0,05% verbirgt. Ist diese Quote an den Betrag 27Mrd. gekoppelt und weshalb dann gerade diese Zahl? Man könnte hergehen und beispielsweise 0,5% nehmen. Das wäre im Vergleich zu Arbeitnehmerabgaben noch spielend eine Ministeuer und brächte dem Staat 270Mrd./Jahr und somit eine bessere Situation für Länder, Städte und Kommunen ein. Die kündigen heute in der Presse bereits einen Sparkurs an, beispielsweise durch Gebührenerhöhung >>> tolles Steuersenkungsprogramm (für die Medien)...
Wolfgang Hacker am 6.11.09 21:29
Eine geringe Besteuerung von 0,005 Prozent aller handelbaren Finanztransaktionen würde die Finanzmärkte Europas nicht gefährden und schon ein erhebliches Steueraufkommen generieren. Das liegt daran, dass das Volumen von Devisengeschäften fast 70 Mal höher ist als das Volumen des Handels mit Gütern und Dienstleistungen. Ein höherer Steuersatz könnte außerdem den Handel mit normalen Aktien belasten.
Die Redaktion
Redaktion am 7.11.09 12:54
Die jetzige Regierung steht für das Kapital und Großverdiener.
Die Wahl hat gezeigt das diese "Leute" den Menschen alles verkaufen
können.Nach der alten Weisheit:"Nach der Schlacht werden die Toten gezählt."
Wer zahlen darf und sich einschränken war doch wohl klar.
Die Verursacher der Krise machen schon längst wieder Gewinn dank des
Volkes und der CDU/CSU.
Joachim Richter am 8.11.09 17:22
Diese Idee ist so falsch, wie sie ideologisch motiviert ist!
Schon der Hinweis mit der Mehrwertsteuer zu Anfang zeigt doch, dass auch diese Steuer die Falschen trifft. So würden nicht etwa die Banken, sondern die Anleger die Steuer auf Finanzprodukte, Aktien usw. bezahlen. Was aber haben die Anleger mit der Finanzkrise zu tun, bitteschön?
Den Banken muss man ein striktes Risikomanagment vorschreiben, mit persönlicher Haftung der Vorstände, verbunden mit totalem Vermögensverlust dieser Penner und drakonischen Strafen bei Verletzung!! Außerdem sollten die Kosten der Krise direkt an die Banken weiter gegeben werden in Form eines Sonderfonds, in den alle einen Teil ihrer Gewinne einzahlen müssen, bis die Krise bezahlt ist.
Das würde diese Nieten in Nadelstreifen kurieren!
Aber das wird nicht passieren. Daher werden die Banken aus der Krise lernen, dass sie den Staat total in der Hand haben und erpressen können. Sie werden bald wieder mit übergroßen Risiken spielen, weil sie ja ncht dafür gerade stehen müssen. Und beim nächsten Knall, der mit Sicherheit kommt: GUTE NACHT!
Cherio am 9.11.09 17:23
Sehr geehrte Leser,
auf die Regierungserklärung hatte ich gewartet,da sagt eine unverschämte
Kanzlerin:"Es kommen schwere Zeiten auf uns zu." (Bevölkerung)
Die Rentner bekommen nichts,die Arbeiter können bezahlen und die ärmsten
bekommen nichts!
Die Verursacher der Krise dürfen sich über mehr Geld freuen und die
Großverdiener und große Firmen bekommen ihre Steuervorteile.
Eine wahrlich gerechte Aufteilung der Volkslasten Frau Merkel.
Umsonst habe ich auf Überwachungsgesetze der Banken gewartet und
warum stellt der Staatsanwalt auf Durchlauf,wenn es um die Kreditbetrüger und Spekulanten geht.
Wir haben eine Demokratie das muss ich verneinen,wir haben einmal die
Menschen die relativ arm sind und bezahlen dürfen,für die Fehler der
Banken und der Regierung und dann haben wir die Reichen die
für nichts gerade zu stehen brauchen und dieses Land auch steuern
können.Na toll Frau Merkel und Herr Westerwelle....
Joachim Richter Ing. am 10.11.09 16:32
Wenn schon Erhöhung der staatlichen Steuereinnahmen, dann wäre eine Fenster-Steuer gerecht. In Villen und Palästen sind naturbedingt wesentlich mehr Fenster vorhanden als in einer 2-Raum-Wohnung. Und die Villenbewohner sind Gut- und Großverdiener, also sollen sie für ihren Luxus auch löhnen.
(Gab es eine Fenster-Steuer nicht schon im Mittelalter?)
Aber im Ernst: Demokratie ist das alles nicht mehr.
Hyra am 19.11.09 1:37
Wann wird endlich regiert,oder ist die Wahl eine Einladung fürs Reisen.
Von Opel hört man auch nichts mehr,sonst wurde jeden Tag etwas von unserer Deutschlandmutter erwähnt.Nun ist das aber alles nicht mehr
wichtig,denn die Wahl ist im Sack.Nun wird wieder gegessen und Hände
geschüttelt.Auch einem Verbrecher werden Glückwünsche überbracht,denn
ohne das Geld aus Europa könnte der Wahlbetrüger nicht regieren und
noch mehr Opium anbauen lassen.
Meine Frage ist an unsere Regierung,wann wird etwas getan für Deutschland.Aber ich weiß ja Frau Merkel es ist so leicht zu Reden,aber
im Handeln waren sie schon immer sehr schlecht.
J.Richter am 20.11.09 0:19
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