Freitag, 08.02.2013

Eine willkommene Hacker-Attacke

Das ging nun wirklich schnell. Keine Woche nach dem Start ist das Peer-Blog Geschichte. Nach mehreren WWW: DDOS-Attacken gaben die Macher des Blogs am Donnerstag (07.02.2013) ARD: auf. "Firewalls gegen unerwünschte Eindringlinge auf CIA-Niveau kamen und kommen für uns nicht in Frage", lamentiert die WWW: PR-Agentur Steinkühler, die das Blog als Wahlkampfhilfe für Peer Steinbrück betrieben hat. Gleichzeitig spekuliert die Agentur darüber, ob die Angriffe des Hacker-Teams "Team M3DU5A", das sich zu den Blog: Attacken bekannt hatte, von "Dritten bestellt oder bezahlt worden sind". Es habe auch Erpressungsversuche gegeben, die Geschäftsbeziehungen offenzulegen.

Mag sein. Dabei kann die Agentur und ganz besonders der von ihr bis zur Peinlichkeit gelobte Peer Steinbrück heilfroh sein über das jähe Ende dieses eigentümlichen WDR: Unterstützungsprojekts. Für Steinbrück ist die Sache immer mehr aus dem Ruder gelaufen.

Das Medienecho auf das Blog und seine unklare Finanzierung ist verheerend, besonders im Internet. Die politische Konkurrenz ätzt, die eigenen Reihen murren, und dann prüft auch noch die Bundestagsverwaltung wegen des Verdachts der illegalen Parteienfinanzierung. Innerhalb kürzester Zeit hat sich die Diskussion um das Blog zu einem Desaster für den Kanzlerkandidaten entwickelt. Zum nächsten großen Fettnäpfchen. Niemand interessiert sich mehr für politische Inhalte. Alles wird überlagert von der Frage, wer die anonymen Geldgeber des Blogs sind.

Steinbrück musste die Debatte loswerden, und zwar schnell. Der Hacker-Angriff dürfte ihm da sehr gelegen gekommen sein. Doch ist die Sache damit nun erledigt? Bestimmt nicht. Steinbrück muss die Namen der Spender nennen, sonst wird er den Vorwurf der Intransparenz nie mehr los.

Vielleicht wird er auch gezwungen sein, die Namen zu veröffentlichen. Die Linksfraktion im Bundestag hat am Donnerstag einen möglichen Verstoß gegen das Abgeordnetengesetz WWW: ins Spiel gebracht. Die Unterstützung für das Blog sei eine "geldwerte Zuwendung" und müsse wie eine Spende an Abgeordnete behandelt und somit veröffentlicht werden, meint die Linke. Wenn sich diese Auffassung durchsetzt, könnte es brenzlig für Steinbrück werden. Im Netz wird bereits WWW: spekuliert, diese neue Wendung sei der eigentliche Grund für die Abschaltung des Blogs.

Wie dem auch sei. Die Episode Peer-Blog wird Steinbrück noch lange nachhängen. Warum er sich überhaupt darauf eingelassen hat, ist unerklärlich.

Nachtrag: Die SPD bereitet für ihren Kanzlerkandidaten nun selbst ein Blog vor.

Die Peinlichkeiten um Peer Steinbrück wollen nicht enden. Er wird zu den
Unterstützer der Seite "Roß und Reiter" nennen müssen, bevor es Andere
tun. Da hilft auch nicht die vorbereitete Webseite für Peer von der SPD.
In den sozialen Netzen ist er unten durch.
Dieser Kandidat lernt es nie! Was soll dieser Kanzler werden ????

Bernie F. am 8.02.13 16:18

Hacker klingt ja gut, waren das nicht eher Scipt-Kiddies? Ju? Oder Jusos, die sich fremdschämen? Und wenn jetzt die Partei das Blog übernimmt, zeigt das nicht: Peer kann es nicht, ist ja auch schon 67.

Ulrich Brossie am 8.02.13 19:37

Pieper und Steinkühler - die SchlammSchlachtH... der SPD...
(Na ja, auch der WDR profitiert ja recht hübsch vom NRW-Filz, ne ;-))

SPD tut weh am 8.02.13 19:49

Das muss hart für Karl-Heinz sein - nach all der Klüngelei mit Hannelores Freunden (Gelsenwasser etc.) von der Hand, die ihn füttert (und das sehr üppig) verleugnet und fallengelassen. Ob einer wie er das auf sich sitzen lässt?

Michael Groschetzka am 8.02.13 23:23

Er (Steinbrück) wird gezwungen, die Namen zu veröffentlichen? Dazu muss man erstmal beweisen, dass er sie kennt. Eine ziemlich dumme Äußerung also! Trotzdem ist Steinbrück durch diese erneute Posse, ob er sie zu verantworten hat, oder nicht, nun natürlich absolut unwählbar geworden.

juergen am 9.02.13 0:35

(Zitat:) "Steinbrück muss die Namen der Spender nennen, sonst wird er den Vorwurf der Intransparenz nie mehr los." Aktuelle Stunde 08.02.2013 "Peer-Blog eingestellt (02:27 Min.)" fundamentiert seine Intransparenz. Reporter: "Wer finanziert diesen Blog?" Steinbrück: "Das weiss ich nicht. Und ich werde mich auch nicht erkundigen." Quelle: WDR Mediathek

JanVennaix am 9.02.13 5:00

Wer es glaubt. Ich würde auch jetzt sagen das Ich nichts damit zu tun habe.
Ich glaube Herrn Steinbrück kein Wort was Ich aber sowie so noch nie getan habe. Gehen Sie in Rente aber bitte nicht zu unseren Lasten,

Karin am 11.02.13 15:29

Herr Steinbrück Sie sind für mich nicht Glaubwürdig bzw. um Ausreden nicht verlegen gehen Sie nach Hause. Aber die SPD ist für mich sowie so nur eine große Lügenpartei.

Karin am 11.02.13 15:31

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