Mittwoch, 19.09.2012

Die Knarre bleibt zu Hause

Soweit so klar: Vom Jagdhornblasen verstehen die Jäger was. Mindestens ebenso viel wie von der Jagd auf Hase, Fuchs und Wildschwein. Und weil das so ist, blasen die Grünröcke jetzt zum ganz großen Halali.
Jäger mit Hund/Rechte:dpa Nicht im Wald, sondern vor dem Landtag wollen die Jäger demonstrieren
Am kommenden Samstag (22.09.2012) - so nachzulesen auf einem Flugblatt, das dieser Tage auf den Redaktionstisch flatterte - wollen Jäger aus der gesamten Bundesrepublik mit 1.000 Jagdhörnern vor den Landtag in Düsseldorf ziehen und der Politik mal ordentlich den Marsch blasen. Motto der Demo: "Finger weg vom Jagdrecht! Rot-Grün kriegt was auf die Ohren!"
Nun will aber nicht nur Schießen und Jagdhornblasen gelernt sein. Auch richtiges Demonstrieren ist offenbar gar nicht so einfach. Jedenfalls haben die Veranstalter, damit nichts schief geht, ihren Jagdkollegen jetzt schnell noch einen "Demo-Leitfaden für den mündigen Jäger" mitgegeben. Und der hält, neben Üblichkeiten - angepasste Bekleidung, kein Alkohol - durchaus bemerkenswerte Ratschläge parat. Hier nur Auszüge:

Erstens: Die Knarre bleibt zuhause! "Alles, was auch nur im Entferntesten einer Waffe nahekommen könnte", hat auf der Kundgebung nichts zu suchen. Fände die Polizei wohl nicht so gut.

Zweitens: Ohje, die Presse. "Hier ist Vorsicht geboten. Sagen Sie nichts, was man Ihnen im Mund herumdrehen könnte". Ausnahme: Das Kamerateam von jagderleben.de und die Reporter von "Pirsch". "Denn sie berichten anschließend über die Aktion aus Jägersicht".

Drittens: Ohje, ohje, Gegendemonstranten. "Lassen Sie sich nicht in Gespräche und Provokationen verwickeln". Und noch besser: "Wir lassen uns nicht provozieren und ignorieren selbst die unverschämtesten Dinge."

Demonstrationen und Kundgebungen haben ja eigentlich was mit Öffentlichkeit-Herstellen zu tun. Hier, das ist mein Eindruck, hat aber wer mächtig Angst vor der (kritischen) Öffentlichkeit.

Der Autor hat zumindest in einem Punkt die Unwahrheit gesagt. Das häßliche Verb mit "L" möchte ich nicht benutzten...... Ich habe das Flugblatt gesehen. Das Wort "Knarre" findet man darauf nicht. Ist ja auch logisch, denn es ist eine üble Beleidigung. Meine Waffen sind hochpräzise technische Geräte und keine "Knarren". Bedauerlich, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender auf so ein erbärmliches Niveau rutschen kann. Es steht dort nur, "dass alles was nach Waffe aussieht zu Hause" belibt. Das braucht man eigentlich nicht sagen, denn jeder weiß, dass zu Demos keine Waffen geführt werden dürfen. Oder sollte das Wort "Knarre" etwas die erste Provokation darstellen? Ist der WDR so tief gesunken? Bisher hatte er ein ordentliches Niveau. Auch der letze Absatz mit der Angst kann man nur als Prookation werten. Warum muss man hier die eMail-Adresse angeben? Muss man doch bei 1000 anderen Diskussionsthemen des WDR auch nicht? Hat der Autor den Mut zur Antwort?

C.G. am 19.09.12 19:02

Werter Herr C.G.,
niemand hat behauptet, im Text des Flugblattes sei das Wort "Knarre" benutzt worden. Es hat ja auch niemand behauptet, im Flugblatt-Text habe "Ohje, die Presse" gestanden. "Knarre" steht nämlich wie die genannte Interjektion ausserhalb der Zitate, die ordentlich mit Anführungszeichen gekennzeichnet sind. So wie Sie nicht die Bezeichnung für jemanden, der die Unwahrheit sagt, schreiben mögen, verkneife ich mir die Bezeichnung für jemanden, der des Lesens unkundig ist.
Wenn es (für Jäger) so selbstverständlich wäre, die Waffe nicht mit auf eine Demonstration zu bringen, hätte es auch nicht erwähnt werden müssen. Ich habe bisher noch bei keinem Demonstrations-Aufruf "Bitte keine Waffen mitbringen!" gelesen. Also gibt es da - zumindest aus der Sicht der Verfasser des Flugblattes - für Jäger Erklärungsbedarf, oder? Insgesamt bestätigt mir Ihr Beitrag in Inhalt und Tonfall die Vermutung Herrn Lauschers, dass es grosse Angst in der Jägerschaft vor kritischer Betrachtung jagdlicher Angelegenheiten gibt.

Herbert Kaiser am 19.09.12 19:39

Werter Herr Kaiser,

ich zitiere:

.... durchaus bemerkenswerte Ratschläge parat. Hier nur Auszüge:

Erstens: Die Knarre bleibt zuhause! "Alles, was auch nur im Entferntesten einer Waffe nahekommen könnte"

Hier wird m.E. der Eindruck erweckt, als stehe das Wort "Knarre" auf dem Flugblatt. Dabei bleibe ich und ich bin des Lesens druchaus mächtig.

Aber selbst wenn es nicht so wäre oder ist: "Knarre" ist abwertend und verletzend gemeint. Oder sprechen Sie auf der Automobilmesse IAA von "Karren", oder "Vehikeln"? Nennen Sie Kleinfahrzeuge etwa "Nukelpinnen"? Nein, das tut niemand. Da es eben abwertend ist.

In den letzten Jahren ist es leider in Deutschland groß in Mode gekommen, legale Waffenbesitzer (Jäger, Waffensammler, Sportschützen) zu diskredetieren und auszugrenzen. Täte man derartiges etwas mit Homosexuellen, Migranten,Dicken, Dünnen, Kleinen oder Großen,spräche man von Diskriminierung. Völlig zu Recht! Aber mit den bösen Waffenbesitzern kann man das ruhig machen. Beschämend!

C.G. am 19.09.12 20:55

Hallo C.G.,
Sie wollen doch wohl jetzt nicht Jäger und andere Leute, die zum Spass und Zeitvertreib mit tödlichen Waffen hantieren (oder ist der Begriff "tödliche Waffe" diskriminierend? Oder jagt jemand aus purer Not? Oder greift jemand mit Widerwillen zur scharfen Pistole oder dem Gewehr und ballert auf Zielscheiben oder naturecht gestaltete Ziele?), zu bedauernswerten Opfern stilisieren? Niemand wird mit der Waffe in der Hand geboren, niemand findet sich unverschuldet plötzlich auf ein Lebewesen zielend wieder, niemand wird gezwungen, zum Jagen in den Wald oder zum Spass auf den Schiessstand zu gehen. Alle ach so unschuldig diskriminierten Jäger, Sportschützen und Waffenbegeisterte WÄHLEN diesen Zeitvertreib selbst. Und entscheiden sich frei, mit hochgefährlichen Gegenständen umzugehen. Die Gesellschaft hat das Recht und die Pflicht, dies scharf zu kontrollieren und zu reglementieren.

Und beschämend ist die Dreistigkeit, in der Jäger hier die Unschuld in Person spielen. Und schamlos ist ein Vergleich mit Homosexuellen und anderen tatsächlich Diskriminierten.

Herbert Kaiser am 19.09.12 23:03

""Knarre" ist abwertend und verletzend gemeint"

Vielleicht schauen Sie sich erstmal auf dieser Page etwas um und machen sich über die Bezeichnung "Blog" als Unterscheidung zu einem Artikel schlau, bevor Sie Ihr Hobbymaterial beschützen wollen.

Hier sind Meinungen statt objektiver Berichterstattung ausdrücklich erwünscht und gestattet, auch wenn Ihnen diese Meinungen nicht schmecken. Vielleicht ist es auch diese fast schon erschreckende Absenz von Medienwissen, die die Waffenlobby zu einem komplett überalterten Auslaufmodell für zukünftige Generationen macht.

Klaus Lohmann am 20.09.12 0:28

Hochgeschätze Herren Kaiser/Lehmann,

Doch, ich will genau darauf hinweisen, wie es Menschen ergeht, ich einfach das tun, was ihnen gefällt provoziert und gebrandmarkt werden. Ich darf machen, woran ich Spaß habe. Und stellen Sie sich vor: ich muss nicht bei Ihnen nachfragen!

Sie glauben, wegen unserer Freizeitbeschäftigung müssten wir demütig vor Ihnen stehen, das Kinn auf der Brust, den Blick auf die Zehenspitzen?

Sie sind nicht besseres als ich, nur so am Rande bemerkt. Im Übrigen halte ich mich für schlau genug.

C.G. am 20.09.12 5:38

Sehr geehrter Herr Lauscher,
sehr gerne würde man mehr über (alte) Eisenbahnen von Ihnen lesen als über Jäger und die Jagd. Bleiben Sie bei "Ihrem Leisten" und machen Sie mehr auf Hobby! Vorschlag zur Güte: Märklin-Bahnen aus GP.
MfG
Epplen

PS: Ihr werter Name steht in der kaum noch gebrauchten Jägersprache für die Ohren manch eines Wildtiers. Ich gehe davon aus, dass Sie letztere offen halten.

Epplen am 20.09.12 10:14

Herzlichen Glückwunsch zu diesem außerordentlichen niveauvollen Artikel. Ich hoffe doch sehr, daß Ihnen Herr Remmel schon liebevoll durch Haar gestreichelt hat. Im übrigen wußte ich gar nicht, daß „Bloggen“ nichts mit Journalismus zu tun hat. Wieder was gelernt.

Brüller am 20.09.12 11:15

Werter Herr C.G. (und werte liebe andere Kritiker),

es ist ja schon ein bisschen erstaunlich, wieviel Emotionen und Empörung eine einzelne (nicht zitierte und auch nicht als Zitat gekennzeichnete) Vokabel, die Knarre, auszulösen vermag. Ich darf Sie alle beruhigen: sie war weder als „üble Beleidigung“, noch „verletzend“ oder als „Provokation“ gemeint. Ich meine aber sehr wohl, dass das Wort Knarre besser als andere die Abstrusität illustriert, die darin liegt, dass ein Demo-Leitfaden die demonstrationswilligen Jäger allen Ernstes - und im Fettdruck (!) - ermahnt (ermahnen muss?), die Waffe/Flinte/das Hochpräzisions-Schussgerät zu Hause zu lassen. Das hätte ja sonst was geben können ….. !

Viel bedenklicher als diese eher „schräge“ Frage, ob man nun mit oder ohne Waffe zur Kundgebung erscheint, sind für mich die anderen Hinweise des Demo-Leitfadens. Vorsicht vor der Presse, denn die dreht einem doch nur das Wort im Mund herum. Und lieber sich „die unverschämtesten Dinge“ gefallen lassen als sich mit einem Gegendemonstranten (Tier- oder Umweltschützer) auf eine Diskussion einlassen.

Junge, Junge, die Angst muss aber tief sitzen bei den Jägern. Wer gute Argumente für seine Positionen hat, müsste, meine ich, die öffentliche Diskussion – sowohl in den Medien wie auch mit Andersdenkenden – eigentlich nicht scheuen.

Stefan Lauscher, WDR

Stefan Lauscher am 20.09.12 11:51

@Brüller: Journalisten sind manchmal auch nur Menschen und dürfen wie diese auch ihre unverblümte Meinung kundtun. Und Herr Lauscher lässt sich diese Meinung gottseidank nicht von einer hier versammelten Waffennarren-Lobby verbieten, die außer persönlichen Empfindlichkeiten und Angstbeißer-Argumenten nichts zu sagen hat.

Klaus Lohmann am 20.09.12 12:27

Sehr geehrter Herr Lauscher,

schreiben Sie lieber weiter über Eisenbahnen, denn von Jagd - und Waffenrecht haben Sie anscheinend keine Ahnung...

Machen Sie sich bitte vorher erst einmal schlau, bevor Sie mit Sätzen wie ..."ermahnt (ermahnen muss?), die Waffe/Flinte/das Hochpräzisions-Schussgerät zu Hause zu lassen. Das hätte ja sonst was geben können ….. !" implizieren, dass Jäger martialische und gewaltbereite Zeitgenossen seien.

Wir sind hier nicht im Sudan oder Ägypten!

Ich bin übrigens kein Jäger.

No fun am 20.09.12 12:59

Sehr geehrter Herr Lauscher, Jäger scheuen auch keine Diskussion, haben aber eben nicht die Möglichkeiten die Ihnen als Journalist von unseren Gebühren zur Verfügung stehen. Ihre Dialektik zu diesem Thema lässt allerdings vermuten, das eine besondere Vorsicht im Gespräch mit Medienvertretern angebracht ist. Es kann sich nun mal nicht jeder Politisch korrekt und geschliffen ausdrücken und genau diese einzelnen Kommentare werden dann von Ihnen bzw. Ihren Kollegen zum lächerlich machen einer ganzen Gruppe verwendet. Eine entsprechende Schneidetechnik der Beiträge hilft dabei ungemein. Ich verstehe zwar das Sie auch ein nur Mensch sind, aber als Journalist, zumal im Öffentlich Rechtlichen Rundfunk, sollte man schon etwas unvoreingenommener und objektiver an Themen herangehen die Randgruppen betreffen. Bei allen anderen Randgruppen sei es nun kulturell, ehtnisch oder religiös können Sie bzw. Ihre Kollegen sehr viel differenziert berichten.

Steuerzahler, 54 am 20.09.12 13:36

@ Steuerzahler: "Unvoreigenommen" gegenüber einer Lobby, die ihren Anhängern sekten-gleich lieber einen Maulkorb umhängen möchte, weil man sich sonst verplappern könnte?? In welchem Universum leben Sie? Sie dürfen Ihren "Kampf" gegen Gesetzesänderungen gern politisch unkorrekt unter sich in der "Pirsch" weiterführen, aber bitte wundern Sie sich dann nicht über die fehlende *gesellschaftliche* Akzeptanz.

Klaus Lohmann am 20.09.12 14:34

Offenbar ist über die Diskussion um die "Knarre" das eigentliche Problem einer möglichen Gesetztesänderung völlig übersehen worden. Nicht jedem Jäger geht es darum, auf Teufel komm' raus im Wald auf alles zur schießen, was Beine hat. Ist eigentlich den sogenannten Tierschützern klar, wie oft wahre Hegeabschüsse unumgänglich sind, um Wild weiteres Leiden und Schmerzen zu ersparen? Oft genug flüchtet im Verkehr (!) verletztes Wild in den Wald und würde ohne den Gnadenschuss elendig verenden. Auch
alte Kampfverletzungen führen in vielen Fällen zu enormen Belastungen
für die Tiere. - Wer möchte zudem morgens von einer Rotte Wildschweine begrüßt werden? Sind wir nicht alle sher dankbar, dass die Tollwurt dank regelmäßigen Abschusses von Füchsen in Deutschland nicht mehr existiert? Hat jemand schon einmal ein Kaninchen mit Myxomatose vor sich hinvegetiren sehen? Auf dieser Basis sollte man eher diskutieren, als sich über Wortspielereien zu streiten.

Annette Petry am 20.09.12 15:17

Zitat:
"Sind wir nicht alle sher dankbar, dass die Tollwurt dank regelmäßigen Abschusses von Füchsen in Deutschland nicht mehr existiert?"

Die Wahrheit ist: Die in den Siebziger-Jahren versuchte Methode, der Tollwut bei Füchsen mit Gewehr und Falle Herr zu werden, war erfolglos.

Erst die "Schluckimpfung" mittels präparierter Hühnerköpfe brachte den gewünschten Erfolg!!!

Also bitte nicht mit fremden Federn schmücken...

joschi am 20.09.12 15:57

Vielleicht mal etwas zum Nachdenken für alle.

Es gibt viele Nationen, in denen die Jagd ein wichtiger gesellschaftlicher und kultureller Bestandteil ist. In Kanada, Schweden, Norwegen, Schweiz, Südfrankreich...um nur ein paar Beispiele zu nennen, hat fast jeder 3. Bürger ein Jagdgewehr zu Hause im Schrank!

Bei dem Umgangston, der hier gegen die einheimische Jägerschaft vorherrscht, könnte man fast glauben, dass Deutschland diesen Ländern bald den "Krieg erklären" wird.

Ich bin zwar selbst kein Jäger, aber ich lasse jeden das machen, was er möchte - so lange es kein Verbrechen ist oder gegen Sitten verstösst. Nur mit Toleranz gegenüber andersdenkenden, wird diese Gesellschaft eine Zukunft haben. Deshalb sollte man Verständnis für die Argumente der Jäger aufbringen.

Ich persönlich finde sogar, dass die Jagd in Deutschland einen viel zu geringen gesellschaftlichen Stellenwert hat und nicht nur von einigen wenigen "Privilegierten" ausgeübt werden sollte, sondern von einer breiten Mittelschicht. Nur das wird der Jagd langfristig aktzeptanz in der Gesellschaft bringen.

Danke fürs lesen.
Dirk

Dirk am 20.09.12 16:13

@ K.Lohmann
Ich lebe in dem gleichen Universum wie sie, maße mir aber nicht an über Dinge die ich nicht mag, solchen Unfug zu schreiben wie sie es hier tun. Selbstverständlich hat jede Intressengruppe eine Lobby. So wie die Fußball-, Raucher-, Auto- oder sonstwelche Lobby. Die bestvertretene dürfte die der Anwälte sein. Auch ist ein Kampf (ohne Ihre Anführungstriche) gegen Gesetze durchaus legitim, muß in einer Demokratie selbstverständlich sein und sollte nicht nur in der Pirsch geführt werden (was ist daran Politisch unkorrekt?). Wenn das aber in Ihren Augen den Jägern z.B. nicht zusteht, mache ich mir schon Gedanken über Ihr Demokratieverständnis. Die von Ihnen angesprochene fehlende Akzeptanz führe ich durchaus auf einseitige Berichte in der Presse zurück, da hierbei in den seltensten Fällen objektiv berichtet wird. Wie schon oben erwähnt, sollten Sie sich eventuell mal mit dem Grundgesetz beschäftigen, denn mit den hier verbreiteten Thesen, stehen Sie einer Diktatur näher als der Demokratie. Aber wie heisst das immer so schön, "Das muß eine Demokratie aushalten". Und dem Flugblatt, es soll sogar Gruppierungen in Deutschland geben die im Vorfeld von Demonstrationen üben wie man es verhindert das man z.B von der Polizei weggetragen wird. Aber das ist in Ihren Augen wahrscheinlich legitimer Wiederstand gegen Staatswillkür.

Steuerzahler, 54 am 20.09.12 17:26

Was für eine Strohmann-Diskussion. In dem Flyer steht "Waffe" drin, nicht, weil Jäger zu doof sind, ihre Gewehre zu Hause zu lassen. Sondern weil der Jäger an sich gerne mal ein Taschenmesser dabei hat. Was ihm, wie jedem anderen Bürger, auch zugestanden ist. Nur auf Demonstrationen halt nicht.

Das mag einen mündigen Bürger überraschen, daher macht diese Information Sinn; den typischen vorauseilend gehorsamen Untertan, der sich über jegliche Reglementierung anderer freut, muss man das nicht erklären. Jäger gehören meist in die erste Kategorie.

Interessant ist, dass die waffenrechtlich Unbeleckten jetzt sofort "Gewehr" (oder meinetwegen "Knarre", mich stört das nicht) bei "Waffen" assoziiert haben. Das zeigt, dass die, die die Reglementierung von Waffenbesitzern okay finden, vermutlich wenig Ahnung davon haben, was alles wie reglementiert ist - nur dann kann man aber kompetent mitdiskutieren und versteht die Wut einiger über bestehende, arg weltfremde Regeln.

Tobias P. am 20.09.12 18:04

hmmm,
also wenn ich mir den Beitrag so ansehe, dann erkenne ich die seit Jahren übliche Methode der Meinungsmache. Was ich aber nicht finde, ist unvoreingenommene Information.

Tatsache ist es doch letztlich, dass seit Jahren schon die öffentlich rechtlichen und die Print Medien Tatsachen verdrehen, Fakten auslassen und nur das abdrucken, dass ihnen gerade ind en Kram passt und Verkaufszahlen bringt.

Wovonich aber nichts höre oder lese, sind die eigentlichen Fakten und Statistiken zum legalen, privaten Waffenbesitz in Deutschland. Straftaten mit legalen Waffen, werden mit den Straftaten, die mit legalen verübt werden, in einen Topf geworfen, um so Angst zu schüren, dass Sportschützen, Waffensammler und Jäger der Inbegríff des Bösen wären und wild umsich schießend von Tür zu Tür gehen würden.

Straftaten, die mit illegalen Waffen verübt werden, haben eine Halbwertszeit in der Presse von mx. 36 Stunden. Taten mit legalen bleiben teils Wochen drin. Das nenne ich Propaganda!

Dan More

Dan More am 20.09.12 18:51

Das ist gezielte Stimmungsmache gegen eine bestimmte Bevölkerungsgruppe.
Ihren Blogeintrag betrachte ich genau das, da Sie sich sehr abwertend über das Thema Äußern!

Aber das ist in der heutigen Zeit nur typisch, aber zeitlich sehr traurig, da diejenigen, die sich heute konstant gegen Sportschützen, Jäger und Waffensammler auslassen und diese in eine bestimmte Schublade stecken, genau diejenigen meist sind, die als Kind genauso Räuber und Genadarme gespielt haben, genauso mit Opas Luftgewehr im Garten geschossen haben und genauso mti Stolzer Brust und einem Taschenmesser bewaffnet im Wald schnitzen gegangen sind.

Ich erwarte und verlange nicht, dass Sie die Jagd, das Sammeln von Waffen oder das sportlichen Schießen mit Feuerwaffen mögen.
Ich erwarte aber verdammt nochmal, dass in dieser Gesellschaft das Gutmenschentum ein ende findet und die toleranz gegenüber anders denkenden zurück kommt. Besonders erwarte ich das von Journalisten, wie Sie!

Dan More am 20.09.12 18:57

Denn sonst werden weiterhin Menschen bei der Polizei anrufen, wenn jemand mit der Bohrmaschine ein Loch in die Wand bohrt oder Kinder im Feld mit Wasserpistolen spielen.

Es sind die Medien, die Ängste schüren und die Bevölkerung provozieren, wie man an der aktuellen Diskussion zu den Mohamed Karikaturen erkennen kann. Aber dann verstecken sich die Journalisten hinter der Medienfreiheit, nur um weiter ihre eigene, perfide Ideologie zu streuen anstelle die Bevölkerung vernünftig und sachlich aufzuklären.

Wenn kein Blut fließt, keine Bombe hochgeht oder nicht mindestens eine legale Schusswaffe verwendet wird, um eine Straftat zu begehen, interssieren Sie sich doch einen feuchten Furz für das Thema, oder?
Aber kaum sind eine der aufgeführten Punkte erfüllt, stürzen Sie sich auf das Thema wie die Hyänen und schlachten es so lange aus, bis ein Nachahmungstäter eine ähnliche Tat verübt.
Für mcih tragen die Medien somit eine ganz klare Mitschuld an Amokläufen. Denken Sie mal drüber nach!

Dan More am 20.09.12 19:02

Wer sich übrigens mal mit Fakten statt dem üblichen Populismus bezüglich der Jagd beschäftigen möchte, dem sei folgender Artikel ans Herz gelegt:

(Link entfernt)

Soviel zur "überflüssigen Jagd- und Waffenlobby"!

HansMaulwurf am 20.09.12 19:47

Immer wieder erschreckend zu sehen wie jemand der mit meinen Rundfunkgebühren bezahlt wird, aber nicht mit einem Funken Anstand über meine Hobbys berichtet!
Legale Waffenbesitzer sind nachweislich die gesetzestreuesten Bürger!
Wenn man einen Bericht über Jagd oder Sportschießen sieht kommen immer nur Fragen auf werden aber nie beantwortet und das OBWOHL diese sehr einfach zu beantworten sind aber die Antworten passen halt nicht ins Gutmenschliche denken.
Fachkräfte der Polizei und deren Gewerkschaften bestätigt dies, wenn man mal den BDK und seine Wahrheitsverdreher außer Acht läßt.
Ich würde mir wünschen das die Presse mal die Fakten zum illegalen Waffenbesitz aufzeigt und nicht immer nur versucht aus Amokläufen immense Auflagen zu generieren.
In empfehle "Dr.John Lott mehr Waffen weniger Verbrechen" auf YouTube das sind Fakten, nur leider wird kein deutscher Reporter sich trauen diese auszusprechen weil sie für unsere Politik sehr unbequem sind.

Wir sehen uns in Düsseldorf!

evil eyed am 20.09.12 20:10

Lust am Töten und dann auf dicke Hose machen - das haben wir ja gerne! Die Geschichten der Jäger über ihre angeblich so wertvolle Tätigkeit sind doch längst - und ohne Ausnahme - widerlegt. Ich hoffe weiterhin auf eine kritische Begleitung der Aktivitäten durch die Presse. Einstweilen schon mal danke dafür an den Blog-Ersteller!

fluxus am 20.09.12 20:45

Der Hinweis mit den Waffen war logischerweise für Taschenmesser und Ähnliches gedacht.
Herr Lauscher, wollen sie die Leute für dumm verkaufen oder wußten sie das wirklich nicht?! Und welche von beiden Möglichkeiten wäre dramatischer???
Jäger genießen sehr wohl Akzeptanz in der Bevölkerung, auch wenn bestimmte, politisch tendenziöse Medien da was anderes behaupten.
Und ja, die Akzeptanz ist in den meisten anderen Ländern noch größer. Das liegt daran, dass in den wenigsten Ländern Menschen leben, die sich so weit von der Natur und ihren Zusammenhängen entfernt haben wie viele in Deutschlands Großstädten.

Gerd Ostermann am 20.09.12 20:45

JägerInnen fürchten nichts mehr als einen Spiegel, der ihre eigene Fratze zeigt und das die Wahrheit über die wahren Gründe darüber warum sie der Hobbyjagd nachgehen ans Licht kommt.

Klaus Bärbel am 20.09.12 20:54

Hier mal die mündige Gegenseite (bei Facebook): (Link entfernt)

DIE SIND MIR WESENTLICH SYMPATHISCHER!

Flora Natura am 20.09.12 20:57

Ach wie herrlich ist es doch immer wieder anzuschauen, bzw. wie hier zu lesen, dass es immer mehr Menschen gibt, die sich aus rechtschaffenem Eifer so was von geistig entblösen und mit ihren Beiträgen darlegen wie wenig Ahnung sie haben.
Ach ja, ich mein hier nicht die Jäger, nur das das klar rüber kommt. Fehlt es an Argumenten müssen Ideologie und Beleidigung herhalten.

Greenhawker am 20.09.12 21:08

Einige Jäger scherzen sogar und schreiben auf Facebook das sie ihren Hirschfänger für die Demo schärfen müssen. Egal ob Scherz oder nicht ist so eine Äußerung als Waffenbesitzer sicher nicht angebracht. Würden Jugendliche soetwas zum Spaß sagen würde sofort eine SEK vor der Tür stehen. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Das ein Waffenverbot erwähnt werden muss kann ich verstehen. Zu oft schon sind mir und meiner Frau beim Spazieren gehen Kugelnd um die Ohren geflogen. Es interessiert manche Jäger nicht ob Menschen in der Nähe sind. Die Vorfälle der letzten Woche sind Grund genug eine Änderung im Jagdrecht zu verlangen. Reicht ein Mensch, ein Pony und ein Wallach innerhalb einer Woche noch nicht um zu merken das bei den Jägern einige im Argen liegt? Auch die Jagdverbände distanzieren sich aus guten Grund von dieser Demo.

Karl Sauer am 20.09.12 21:13

Besser als 1000 Hörner wäre es einfach mal drei Jahre überhaupt nichts zu jagen. Jägerstreik, bis die Wildschweinrotten in den Innenstädten stehen,
und den Gutmenschen die Vorgärten umpflügen.

Hägar am 20.09.12 21:21

Wen träfe es denn als erstes wenn nicht gejagt würde?? Die Bauern, Gartenbesitzer, Waldbesitzer und die Landbevölkerung.
Alles Menschen die mit den Jägern Hand in Hand arbeiten. Die naturentfremdeten und sachlich unkompetenten "Jagdgegner" findet man doch zu 99% in den Großstädten. Natur, Biologie, Fleischgewinnung, Leben mit Tieren usw. usw. kennen sie nur aus dem Fernsehen und vom Hörensagen.
Nein ein Jagdstreik würde die Falschen treffen. Ein freie Gesellschaft muß auch weltfremde Plärrer aushalten. Vielleicht haben sie sonst kein Hobby und fühlen sich mit ihrer Empörung sozial engagiert. Das ist völlig in Ordnung...sollten sie jemals mit Natur, Tieren, Wildnis etc. zusammentreffen heilt sich das allermeistens schlagartig aus.

Gerd Ostermann am 20.09.12 21:36

@Hägar
In einigen Städten ist es schon so weit, und da schreien mittlerweile selbst hartgesottene Tierschützer nach dem Jäger. Tja, wenn es dann plötzlich einen selbst trifft ist die Eigenliebe wohl doch größer wie die Tierliebe.
@Karl Sauer
Manche Menschen interessiert es auch nicht wenn da ein Schild steht Vorsicht Jagdbetrieb. Da wird munter mitten in eine Jagd gelatscht und sich dann beschwert warum es so laut ist im Wald.
P.S. Ich bin selbst kein Jäger, aber mit und im Wald aufgewachsen, und was ich da von manchen lesen muss, lässt mich zweifeln, ob diese jemals auch nur einen Wald von außen gesehen haben, gescheige denn von innen.

Greenhawker am 20.09.12 21:37

Also ich kann sehr gut verstehen, warum die Jäger vor öffentlichen Interviews und Anfeindungen gewarnt werden. Dazu brauche ich mir nur die hier veröffentlichten Antworten durchzulesen.
Die Haltung zur Jagd und / oder zum Waffenbesitz ist anscheinend in beiden Richtungen derart emotional geprägt, dass eine objektive Diskussion unmöglich scheint.

Ich würde in meiner Freizeit übrigens nie auf die Idee kommen aus "Spaß" auf Tiere zu schießen. Aber jeder der sich hier aus dem Fenster lehnt und auf die Jäger schimpft, sollte mal überlegen wo sein Weihnachtsbraten o. ä. denn wohl herkommt.

Nein, Fleisch wächst nicht in der Kühltheke!!!

Landei am 20.09.12 22:13

Das Amüsante an Jägern ist ja, und das zeigen diese Diskussionsbeiträge hier wieder so schonungslos, dass sie keine voreingenommenen Journalisten brauchen, um sich als elitäre Randgruppe mit perfidem Antrieb zu outen, sie tun es selbst! Und noch lustiger: sie merken es natürlich nicht, weil sie in ihrem selbstgestrickten Kosmos dieser Gesellschaft schon so weit entrückt sind. Weiter so ihr Jägerlateiner, ihr seid urkomisch!

holger sticht am 20.09.12 22:21

Ah ja, die Zensur schlägt wieder zu. Na dann auf ein neues.
Das Amüsante an den Jagdgegenern ist, und das zeigt jede Diskussion an der sie sich beteiligen, es herrscht kein Sachverstand und dieses wird proportional zum nicht vorhanden sein mit Beleidigungen ausgeglichen. Und was das Reden mit voreingenommenen Journalisten betrifft, es wurden schon zu viele Berichte so verfälscht, dass man diese Empfehlung, nicht mit denen zu reden, nur befolgen kann.

Greenhawker am 20.09.12 23:56

Hallo Herr Lauscher,

ich liebe Ihre Beiträge z.B. auf WDR 5 - aber jetzt vergöttere ich Sie.
Mutig, objektiv und mit dem Herz am rechten Fleck: Bleiben Sie bitte wie Sie sind!


Ihr
Stefan Altmann

Stefan Almann am 21.09.12 6:35

Lieber Herr Lauscher,

wir sind von der Polizei explizit darauf hingewiesen worden, unsere Teilnehmer bezüglich der Waffen zu informieren. Das haben wir getan und sind somit unserer Aufgabe als Veranstalter einer friedlichen Kundgebung gerecht geworden.

Und ja, die Jäger sind unerfahren, was Demonstrationen angeht.

Dass Sie sich über die "Knarre" lustig machen, nicht jedoch den Hintergrund der Diskussion beleuchten – denn hier soll die Jagd in feiner, grüner Salamitaktik abgeschaffte werden und das mit erheblichen Konsequenzen für die Natur und die Steuerzahler, zeigt doch nur ein mal mehr, dass die Presse eher daran interessiert ist, die Jägerschaft zu verunglimpfen, als sich mit ECHTEN Nachrichten auseinanderzusetzen.

Klaus am 21.09.12 7:50

Ichkann Klaus da nur zustimmen. Anstatt den Grund der Kundgebung zu hinterleuchten wird hier über vermeintliche Formfehler diskutiert.
Ich habe mich mal selber mal ein wenig in den Foren von beiden Seiten informiert und habe beängstigend feststellen müssen das die Gewaltbereitschaft unter den Teilnehmern der Gegenveranstaltung und gerade bei radikalen Tierschutzvereinen erschreckende Ausmaße angenommen hat.
Da wird werder vor vergleichen mit Massenmördern und Kinderschändern gezogen und sogar explizitzum MORD an Jägern aufgerufen.
Beängstigend welche Ausmaße sowas nehmen kann.

Mfg Sebastian

Sebastian am 21.09.12 8:34

@ Holger Maria Sticht Sie, Herr Sticht, sind Funktionär beim BUND und möchten ÜBERALL mitreden. Der Wahrheitgehalt Ihrer diversen Äußerungen - insbesondere dieses tolle Werk "Jägerlatein" - ist so armselig, dass Sie sich als seriöser Gesprächspartner selbst ausschließen. Beim BUND werden Sie aber scheinbar als "Experte" geführt und ich fände es nun wirklich mal interessant, welche formellen Qualifikationen Sie erworben haben, um sich zu den vielen Themen zu äußern, zu denen Sie glauben, sich mitteilen zu müssen. Ihre Äußerungen in der Westpol-Sendung vom 2.9. waren ja ein schönes Beispiel der mangelnden Kompetenz der Jagdgegner und der Voreingenommenheit des WDR. Aber das Gästebuch dieses Beitrags wurde vom WDR ganz schnell versteckt. Gibt es hier und da vielleicht doch noch ein wenig Scham?
Für mich haben NGOs wie BUND und WWF leider sehr viel ihrer Glaubwürdigkeit verloren und daran sind Sie, Herr Sticht, zu einem erheblichen Teil mit Schuld! Und: Ich bin KEINE Jägerin!

Anne am 21.09.12 9:01

Es ist einfach unglaublich, mit welcher Arroganz die Jägerschaft-Lobby versucht, der rot-grünen NRW-Regierung "etwas auf die Ohren zu geben" und mit 1.000 Jagdhörnern der Landesregierung das Halali zu blasen unter dem Motto "Finger weg vom Jagdrecht" - Diese Frechheit wird durch friedliche Proteste von Bürgern aus dem ganzen Bundesgebiet beantwortet und in friedlicher Gemeinsamkeit darauf aufmerksam gemacht !
Ich bin über den Versuch durch die Jägerschaft der Politik vorzu"blasen" was sie zu tun haben, entsetzt und sprachlos, auch über die Kommentare hier von Seiten der Jägerschaft ebenso
L.

Ilona Müller am 21.09.12 9:48

Journalisten könnten ja fragen:

Sehr geehrter Klaus Gummersbach aus Hamburg,


Sie wollen also allen erstens kommenden Samstag dafür demonstrieren, dass
*Haustiere (Hunde, Katzen) durch Hobbyjäger weiter ermordet werden dürfen?
*Hobbjäger ihre Jagdhunde an lebenden Tieren (Füchse, Enten, Hauskatzen) drillen dürfen?
*Weiter hochgiftiges Blei in Form von Munition in die Natur durch Hobbyjäger geballert wird?
*Weiter Sie mit unselektiv fangenden, tierquälerischen Fallen jagen wollen?

*Gegen WAS ( Entwurf/Gesetz?) demonstrieren Sie eigentlich genau Herr Gummersbach?

Dr. Ernst Altbach am 21.09.12 10:20

Sehr geehrter Herr Lauscher,
den Inhalt Ihres Beitrages zu kommentieren erspare ich mir. Denn Sie sind intelligent genug zu wissen dass die Berichterstattung über die Jagd und den legalen Waffenbesitz einseitig und tendenziös ist und Sie haben Ihren Anteil daran. Das erklärte Ziel ist "Meinungsmache"! Mit Fakten basierender Berichterstattung hat das was in den Medien zu sehen/hören/lesen ist, nicht zu tun. Und alle Beteiligten sind sich dessen bewusst! Und aus diesem Grund habe auch ich etwas Angst davor was mit meinen Kommentaren geschieht wenn sie durch die Maschinerie der Medien und besonders durch die des WDR laufen.

P-O. Kremer am 21.09.12 10:25

Als Jäger bin ich entsetzt, was am Samstag im Namen des Waidwerkes in NRW von einem Hamburger Veranstalter angerichtet werden soll.
Um eines klar zu machen: Der Veranstalter spricht NICHT für die gesamte Jägerschaft, er schaufelt jetzt eine Grube aus der wir nicht mehr rauskommen.

Reformen bespricht man sachlich. Noch ist nichts geplant oder beschlossen. Diese Radau-Aktion ist den meisten Jägern in NRW peinlich und wird ein Desaster. Das gute Image der Jägerinnen und Jäger in NRW wird durch ein paar Radau-Brüder, die selber nicht wissen gegen wen oder was sie demonstrieren zunichte gemacht.

Die ganze Aktion ist eine Lachnummer.


Mario Blaum am 21.09.12 10:49

Sehr geehrter Herr Lauscher, sich darüber lustig zu machen, das es einen Demoleitfaden gibt, ist eine Sache.
Sich darüber zu echauffieren, das Vorsicht vor der Presse angemahnt wird eine andere.
Zum einen sind die dort anwesenden Personen tatsächlich völlig unerfahren was Demonstrationen angeht und zum anderen ist es absolut nicht außergewöhnlich, den Teilnehmern einer Kundgebung Ratschläge zum Verhalten zu geben.
Das wurde und wird von jeder Demoleitung getan, allerdings nicht immer öffentlich.
Was ihre süffisante Bemerkung zum Thema "Waffen" angeht, ist über die Verwendung des Begriffes "Knarre" schon alles geschrieben worden.
Aber damit auch der letzte, der hier so trefflich seinen Senf dazu gegeben hat versteht um was es genau ging, erkläre ich es ihnen gerne.
Es geht nicht um Schusswaffen, sondern um das was man gemeinhin in den Hosentaschen mit sich herumträgt und dazu zählen tatsächlich auch Taschenmesser und die sind laut Waffengesetz auf Veranstaltungen nun einmal verboten.
Dazu zählt auch Pfefferspray, was man evtl. noch vom letzten Hundespaziergang in der Tasche hat.
Wenn man mal keine Ahnung hat, einfach mal nachfragen und nicht sofort losposaunen!
Um kurz noch auf ihren Einwand einzugehen, das man Angst vor der kritischen Auseinandersetzung hat; dem ist bei weitem nicht so!
Wir Jäger brauchen uns definitiv nicht mit unserem Tun zu verstecken und sind durchaus dazu in der Lage Argumentativ sauber darzulegen worum es uns geht.
Was wir nicht wollen ist, uns einer Diskussion zu stellen, die auf auswendig gelerntem Unsinn beruht und keiner wissenschaftlichen Überprüfung standhält.
Dazu gehört auch die Darstellung , das wir Jäger aus Lust am Töten jagen.
Diffamierungen gehören ja offensichtlich zum Repertoire der Jagdgegner, der Tierrechtler und der linken Presse; zu unserem aber eben nicht.
Dialog hat nichts mit falschen Darstellungen und Beleidigungen zu tun und auch nicht mit Rufmord, Aufruf zum Telefonterror und schon gar nicht mit Morddrohungen oder massiver Sachbeschädigung.
Wir sind gerne bereit über unsere Ansichten und Forderungen zu diskutieren, aber nicht mit Steineschmeißern, Hochsitzsägern und anderen Krawallmachern die im Fahrwasser der Grünen schwimmen.
Hiervor wurden wir durch die Polizei explizit gewarnt; deshalb auch der Aufruf, sich nicht während der Veranstaltung provozieren zu lassen.
Ich hoffe, das ich ihren Horizont damit deutlich erweitern konnte, Herr Lauscher.
Wenn sie das nächste Mal etwas schreiben möchten, fragen sie doch einfach nach.

U.Rose am 21.09.12 11:18

@Mario Blaum
Als Jäger bin ich entsetzt über ihre Blauäugigkeit, mit der sie an das Thema herangehen.
Wenn sie der Ansicht sind, das noch nichts geplant oder beschlossen ist, so sind sie schlichtweg nicht informiert.
Wenn sie sich die Mühe gemacht hätten sich zum Landesjägertag nach Düsseldorf zu bequemen, dann hätten sie die Forderungen aus dem Mund von Minister Remmel live hören können.
Zu behaupten, es gäbe noch gar nichts zu besprechen, ist schlicht und ergreifend ihrer Unwissenheit geschuldet.
Wenn sie uns als Radaubrüder bezeichnen, bezeichnen sie jeden Bürger, der sein verbrieftes Grundrecht ausübt als Radaubruder.
Sie sind ein schlechter Demokrat, dem ein paar Nachhilfestunden in Staatsbürgerkunde gut zu Gesicht stehen würden.

U.Rose am 21.09.12 11:25

Haha klasse Beitrag...nur mit Knarre in der Hand fühlen sich die Jäger mächtig

Peter am 21.09.12 11:44

@Mario Blaum

Aus gut informierter Quelle weiß ich das bei Terminen mit dem zuständigen Staatssekretär sobald es z.B. zum Thema Fallenjagd kam immer hieß "hier besteht kein Beratungsbedarf"! So werden Gesetze gemacht. Möglichst ohne die Menschen die etwas von der Materie verstehen.

Und überhaupt... Wann sollte man seine Meinung z.B. mittels einer Demonstration kund tun? Vor oder nach der Entscheidung? Beantworten Sie sich diese Frage doch mal selber!

P-O. Kremer am 21.09.12 11:46

ach ja.... Ich habe für Sie, Herr Lauscher, mal den genauen Wortlaut bezüglich der "Knarren" aus dem Leitfaden.
"Ebenfalls zuhause bleibt alles, was auch nur im Entferntesten einer Waffe nahekommen könnte. Denken Sie daran, dass ein Verstoß gegen diese Auflage Ihre Zuverlässigkeit gefährdet!"
Das Sie dies in Ihrem Beitrag gemscheidig unterschagen haben, zeigt es doch wessen Geistes Kind Sie sind!

P-O. Kremer am 21.09.12 11:51

Hmm, der letzte Kommentar von P-O. Kremer ist ja so selbstentlarvend und zeigt wie reflexartig viele - nicht alle - Jäger reagieren. Er unterstellt dem Autor einen Auszug aus dem Leitfadenb unterschlagen zu haben. Vielmehr aber zeigt sich, dass er den Blog (das im übrigen nichts mit einem journalistisch fein recherchierten und fundierten Artikel zu tun haben muss) gar nicht richtig gelesen hat :-)

Schürzenjäger am 21.09.12 12:17

@ Mario Blum "Radau-Brüder, die selber nicht wissen gegen wen oder was sie demonstrieren " - wo um Himmels Willen informieren Sie sich, Herr Blum? Nur beim WDR? Was ist am Hornspielen "Radau"? Wenn Sie Radau sehen und hören wollen, werden Sie auf die andere Seite des Zauns gehen müssen, die der millitanten Jagdgegener, die mit Hilfe solcher Freunde wie Herrn Sticht der Jagd ein Ende bereiten wollen. Wollen Sie wirklich mit Herrn Sticht diskutieren? Haben Sie das mal versucht? Kennen Sie das 13-Punkte Programm des BUND? Kennen Sie sein "Jägerlatein"?
Werden Sie sich bei den Initiatoren der "1000 Hörner" entschuldigen, wenn sich herausstellt, dass durch deren Engagement die Jagd in NRW NICHT plattgemacht wurde? (Siehe Pirsch "Luxemburg")
Oder kommen Sie morgen persönlich und machen sich ein Bild, statt nur nachzureden, was andere Ihnen erzählen! Reden Sie - ganz sachlich! - mit den Jägern, die sich dort engagieren, es könnte gut sein, dass Sie Ihre Meinung grundlegend ändern ;-))!

Anne am 21.09.12 12:18

@ Schürzenjäger
Sehr geehrter „Schürzenjäger“,
selbstentlarvend scheint mir eher die Tatsache dass ich unter meinem Richtigen Namen hier an der Diskussion teilnehme und Sie ein Pseudonym nutzen. Des Weiteren möchte ich Sie bitten mein Zitat aus dem Demo-Leitfaden mit dem von Herrn Lauscher zu vergleichen. Wenn Sie Sich dann den Leitfaden anschauen werden Sie feststellen das Herr Lauscher nicht korrekt zitiert hat. Ich muss Ihnen aber in einer Beziehung recht geben. Meine Handlung ist reflexartig. Wenn man mir eine Ohrfeige geben möchte setze ich mich zur Wehr. Und das nicht erst wenn die Hand meine Wange berührt!

P-O. Kremer am 21.09.12 12:46

Danke Anne! Ich bin auch kein Jäger. Ihren Aussagen zu Herrn Stich kann ich nur zustimmen! Und bei anderen die hier rumtrompeten hat man auch den Eindruck das die Ihren Dr. -Titel gewonnen haben! Mit Sachlichkeit hat das ganze hier leider nichts mehr zu tun!

Dieter am 21.09.12 18:10

Ja na klar- Knarre trifft es vollkommen! Und niemand wird gezwungen zu jagen, geschweige denn so geboren. Natürlich haben Jäger Freude und Lust daran, Tiere zu töten. Daran kann es keinen Zweifel geben. Ansonsten würden sie es einfach nicht machen. Sie machen es völlig freiwillig. Und sie haben auch keinerlei Problem damit , Tiere zu quälen in Fallen, in Bauten, beim Schießen. Im Gegenteil, daran weiden sie sich in Foren. Da kann sich jeder ein eigenes Bild machen.
Wenn man die Fallenjagd, Baujagd und Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Füchsen, vestümmelten Enten und den Haustierabschuss verbieten würde, ginge es den Tieren weiß Gott besser. Es ist höchste Zeit dafür!

Ulrike A. am 21.09.12 21:48

@Ulrike A.: Wenn ich so einen Unsinn lese läuft es mir eiskalt den Rücken runter.
Haßerfüllten Menschen wie ihnen geht es nicht um die Sache, sondern nur Diskrimminierung und Mobbing ihrer ausgesuchten Feinde.
Der Mensch jagt seit er existiert und er wird dies immer tun, denn es ist einer seiner Urinstinkte.
Dass viele Menschen diesen Urinstinkt durch Domestizierung verloren haben sollte sehr zu denken geben.
Ich kenne übrigens von den hunderten Jägern keinen einzigen der je ein Haustier geschossen hat. Im Gegenteil, haben sie sehr innige Verhältnisse zu ihren Hunden und sonstigen Tieren und quälen diese nicht mit völliger Unterdrückung ihrer Instinkte, wie es leider sehr viele Haustierbesitzer tun.
Ich habe Angst vor Menschen wie ihnen, nicht nur als Jäger sondern als freier, Anderen positiv gegenüber stehender Mensch der nie voreingenommen ist und nie pauschalisiert.
Was sie tun in dem sie "die Jäger" sagen kennt man von den Rechten "die Moslems" "die Schwulen" Obwohl sie es sicher nicht wahr haben wollen, stehen sie solchen durch ihr verhalten und denken verdammt nah.

Gerd Ostermann am 21.09.12 22:09

Lieber Gerd Ostermann,

ich bin Jäger mit leib und Seele und muss Ihnen sagen, dass Sie stuß schreiben, wenn Sie behaupten:

"Ich kenne übrigens von den hunderten Jägern keinen einzigen der je ein Haustier geschossen hat. Im Gegenteil, haben sie sehr innige Verhältnisse zu ihren Hunden und sonstigen Tieren und quälen diese nicht mit völliger Unterdrückung ihrer Instinkte, wie es leider sehr viele Haustierbesitzer tun."

In NRW wurden nach offiziellen Zahlen des LJV 126 Hunde in 2010 erschossen. 126 zu viele.

Es soll öffentlich dafür demonstriert werden, dass weiter Hunde und Katzen erschossen werden dürfen - ein ganz schlechter Schachzug, diese brisante Thematik so an das Licht zu zerren.

Es soll öffentlich dafür demonstriert werden, dass die Jagdhundeausbildung am lebenden Tier weitergeführt werden darf. Ich habe das schon immer verachtet und halte es für einen ganz schlechten Schachzug, diese brisante Thematik so an das Licht zu zerren.

Die Aktion 1000 Hörner ist kontraprodiv

Mario Blaum am 22.09.12 6:17

Sehr geehrter Klaus Gummersbach,

fahren Sie schnell wieder nach Hamburg, Sie sind in meinen Augen eine Schande für das Waidwerk.

Sie haben die Jägerschaft mit Ihrer Aktion blamiert, schämen Sie sich.


Hochachtungsvoll
M. Blaum

NORDRHEINWESTPHALEN

Mario Blaum am 22.09.12 15:06

@ Mario Blaum Es freut mich, dass Sie meiner Einladung nach Düsseldorf gefolgt sind, um sich persönlich eine Meinung zu machen! Wie Sie aber zu dem Schluss kommen können, dass die Aktion eine Blamage für die Jägerschaft gewesen sein sollte, ist mir wirklich rätselhaft! Etwa 300 gut gelaunte und von der Aktion begeisterte Jäger haben - sehr melodisch - nicht nur das Halali geblasen und den Vorträgen von Klaus Gummersbach und Dr. Georg Eckel gelauscht. Ein absolutes Highlight war zudem die Rede des Präsidenten des luxemburgischen Jagdverbandes, der von seinen Erfahrungen in Luxemburg berichtete und bestätigte, dass man Ideologen in der Sache der Jagdgesetzgebung keine Nachgiebigkeit zeigen dürfe, da dies als Schwäche ausgelegt würde, und dass man nicht zögern dürfe, sich gegen schädliche, ideologisch geprägte Entwicklungen in der Gesetzgebung heftig zu wehren. Die Teilnehmer werden die Botschaft sicherlich mit nach Hause nehmen und dort weitertragen. Bis zum nächsten Mal!

Anne am 22.09.12 22:41

Sehr geehrter Herr Blaum,

1. Lebe ich nicht in Nordrhein-Westfalen

2. Ist es eine unglaubliche Dreistigkeit von Ihnen meine Aussage als "Stuss" zu bezeichen. Aus meinem Umfeld hat noch nie jemand ein Haustier geschossen, wir haben hier allerdings auch keinerlei Probleme mit verwilderten Hauskatzen.

3. Es sollte gegen den rein ideologisch und die Interessen der meisten Beteiligten mißachtenden Änderungswunsch des Jagdgesetzes demonstriert werden. Sie scheinen da etwas zu fantasieren.

Habe die Ehre

Gerd Ostermann am 23.09.12 0:43

DIE AKTION "1000 Hörner" WAR UND IST EINE RIESEN-BLAMAGE!
Hören Sie bitte mit dieser lächerlichen Schönfärberei auf.
Allein der Name " 1000 Hörner" ist nach der Aktion blanker Hohn! 150 Gestalten mit 50 Hörnern aber vorher etwas von "Weltrekord, 10.000 Teilnehmern und Rot-Grün kriegt was auf die Ohren" faseln.
Peinlich, dumm und hochgradig dilettantisch war es -sonst nichts!


Was hat ein Jäger aus Luxenburg bitte mit dem Jagdrecht NRW bzw. Deutschland zu tun? Warum wurde nicht gleich ein Amerikaner eingeladen, der einem nach dem Mund redet?

Selten so eine peinliche und größenwahnsinnige Selbstinszenierung gesehen wie die am Samstag.

Herr Gummersbach kann ja in Hamburg demonstrieren wenn ihm danach ist, aber sicher nie wieder in NRW.


Hochachtungsvoll
M. Blaum

Mario Blaum am 24.09.12 16:35

Herr Blaum,
Jäger wie sie sind des Jägers Tod. Da ich annehme Sie in der oberen Etagen des LJV angesiedelt zu sehen, sollten Sie jetzt aber ganz schleunigst Gedanken machen wie Sie ihren Mitgliedern das neue ökologische Jagdgesetz mit Ihrer Mitwirkung erklären wollen.

MFG
Ein Nichtjäger, der nur noch den Kopf über solch eine Borniertheit schütteln kann.

Greenhawker am 24.09.12 23:20

C.G. meint etwas vollmundig:"Ich darf machen, woran ich Spaß habe. Und stellen Sie sich vor: ich muss nicht bei Ihnen nachfragen!..."

Nein, das dürfen Sie in Zukunft - basierend auf das Strasburger Urteil- nicht mehr, jedenfalls nicht mehr auf fremdem Grundeigentum. Stellen sie sich vor, da müssen sie in Zukunft nachfragen, ja sogar die Erlaubnis anfragen!
Falls Sie noch immer nicht verstanden haben: Die Zwangsmitgliedschaft von Grundeigentümer und seinem Grundeigentum in Ihrer unsäglichen Jagdgenossenschaft ist menschenrechtswidrig. Dementsprechend kann dieser Verein auch nicht mehr das Grundeigentum der ethischen Jagdgegner in das Reviersystem integrieren! Das ist und bleibt Privateigentum. Der Eigentümer entscheidet welchem Verein er beitreten und an wen er verpachten will - ob das Ihnen passt oder nicht!
Die Freizeitjäger haben - im Grunde genommen und allen voran der Ober-Knallkopf aus Luxemburg - gegen die Menschenrechte und für die Feudalherrschaft demonstriert!

Fritz Lange am 29.09.12 10:43

@Fritz Lange
bezahlen dann die Besitzer dann ihren Wildschaden selbst, oder soll das dann immer noch von der Jagdgenossenschaft übernommen werden? Schon mal überlegt, was passiert wenn ein Flurstück bejagdt wird, das andere deneben nicht? Da gerade Widschweine nicht gerade dumm sind, können sie sich sicher vorstellen wo sich Wildschweine dann bevorzugt aufhalten. Spätetstens nach zwei Ernteausfällen durch Wildschweine oder massive Zerstörung des Flurstückes, wird der Ruf nach dem Jäger sehr sehr laut werden. Ich kann nur hoffen, das die Jägerschaft, dann sagt:" Nee Du, jetzt wollen wir nicht mehr!"

Greenhawker am 30.09.12 13:06

Nun, da der Jaglobby die Felle (in d. Jägersprache: Bälge, Decken, Schwarten) davon schwimmen, baut man Schreckgespenster auf. Natürlich haftet ein Grundstückseigentümer nicht für Schäden durch freilebende Tiere an anderen Grundstücken und „getrennten aber noch nicht eingeernteten Erzeugnissen“. Das ist jetzt auch so: Es haftet die Jagdgenossenschaft – die das zumeist auf ihre heißgeliebten
Jagdpächter abwälzt - und dann nach jetziger Regelung des Bundesjagdgesetzes für Wildschäden durch Schalenwild (also die Paarhufer vom Wisent und Elch über Rot- und Damhirsch, bis zu Reh und Wildschwein oder Gämse), Wildkaninchen und Fasane. Ein Feldhase oder ein Rebhuhn z. B. „dürfen“ Schäden anrichten so wie Fuchs und Marder im Hühnerstall, ohne dass der Geschädigte einen Ersatz bekommt.
So wie auch für alle anderen freilebenden Tiere (außerhalb des Jagdrechts) kein Schadensersatz geleistet wird.
Da können also die Grundeigentümer ganz ruhig bleiben in ihrem Auszug aus der Zwangsgenossenschaft. So wie es natürlich auch keinen Rechtsanspruch einer solchen Zwangsgenossenschaft auf Ersatz für ihr entgangene Pacht geben kann.

Fritz Lange am 2.10.12 12:19

Nachtrag: Die ebenso großspurig angekündigten Demonstrationen in anderen Bundesländern von Jägern haben/werden nicht statt finden.
Das es sich bei der ganzen Aktion um eine reine Werbekampagne für eine Fleischvermarktungsseite im Internet namens "Beutehaus!" gehandelt hat, haben jetzt auch die letzten Waidmänner und Waidfrauen begriffen.

Sehr geehrter Herr Klaus Gummersbach, sehr geehrter Herr Dr. Georg Eckel: Was kommt immer vor einem Fall?

Ich bin selber Jäger mit Leib und Seele. Ich kann nur beschämt den Kopf schütteln.

Guido Adamski am 13.02.13 9:51

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