Dienstag, 31.07.2012
Heinzelmännchen in Düsseldorf?
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Umbauphase im Landtag
Von wegen - klare Verhältnisse. Die Landtagswahl vom 13. Mai mag politisch eine eindeutige Mehrheit für Rot-Grün hervorgebracht haben. Doch im Parlamentsgebäude selbst sorgt das Wahlergebnis dieser Tage für ein heilloses Durcheinander. Riesige Kartons und Holzkisten mit Baumaterialien stehen in der Wandelhalle. Im Plenarsaal selbst stapeln sich Metallstreben und Holzbalken, es wird gesägt, gehämmert und gebohrt, damit für die 237 Parlamentsmitglieder am 12. September die erste Sitzung nach der Sommerpause stattfinden kann.
Nicht nur die durch Überhang- und Ausgleichsmandate zustandegekommene höhere Sitzanzahl (56 mehr im Vergleich zur letzten Legislaturperiose) hat den Umbau notwendig gemacht. Der Plenarsaal soll auch klimatechnisch auf den neuesten Stand kommen und nicht zuletzt wegen zweier Abgeordneter, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, barrierefrei werden. Eine Mammutaufgabe, für die nur acht Wochen Zeit ist.
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Hier kommt zurzeit keiner rein
In Köln, sagt zumindest die Sage, helfen die Heinzelmännchen, wenn sich die Arbeit ins Unermessliche türmt. Für die Umbauten im Landtag scheinen sie nach Düsseldorf umgezogen sein. Ein Film, den der Landtag produziert hat, legt das zumindest nahe. Kleine Gestalten wuseln durchs Bild, zimmern in Windeseile neue Stuhlreihen zusammen. Tatsächlich sind es allerdings völlig weltliche Handwerker, die sich - anders als die Heinzelmännchen, die öffentlichkeitsscheuen Drückeberger - bei ihrer Arbeit bereitwillig beobachten lassen.
Der Grund für die optische Verfremdung: ein spezielles Verfahren, das Tilt-Shift-Technik heißt. Dabei wird das Geschehen aus einer erhöhten Position gefilmt, in der Nachbearbeitung dreht man das Tempo nach oben, nimmt die Sättigung aus der Farbe und legt über die Bildteile, in denen nichts passiert einen Filter. Das Ganze gibt einen interessanten Einblick in die momentanen Arbeiten - und sieht ziemlich gut aus.
Nettes Video. Bin selbst Handwerker und sehe im Video, was ich täglich erlebe. Erst müssen 3 Leute (Chefs) die Köpfe für lange Zeit zusammenstecken, um dann einem zu sagen, was er zu tun hat. Un d wieder mehr Abgeordnete! Na ja, irgendwie müssen wir ja die Leute, die sonst zu nix taugen von der Straße holen.
juergen am 31.07.12 23:39
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